Indiana Tribüne, Volume 29, Number 78, Indianapolis, Marion County, 23 November 1905 — Page 3

Jndkana Tibüne, 23. November L90S.

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Große Begeisterung

Für Verstärkung der Flotte

Oppositionellen.

Nesolntion des Zemstwo-Kongresses zn

Kopenhagen das diplomatische Korps.-Dle Pforte lehnt die Forderungen der Mächte ab. Ein schwarzer Gegner Deutschlands gestorben.

Deutschland. Begeisterung für Flot tenverftürkung. B e r l i n, 22. Nov. Welch' wunderbare Wirkung die politischen' Ereig nisse der jüngsten Vergangenheit auf internationalem Gebiet in allen deut schm Kreisen ausgeübt haben, erhellt am Besten aus der heute konstatirten Thatsache, daß nicht nur ein ehrlicher Theil der Freifinnigen, sondern auch ein namhafter Prozentsatz der Soziali ften im Reichstag für die neue Fetten vorläge mit ihren weitgehenden Förde rungen stimmen werden. Die abfo lute Nothwendigkeit einer beträchtlichen und raschen Verstärkung der deutschen Marine ist so klar hervorgetreten, daß selbst frühere grundsätzliche Gegner der Flottenvermehrung bekehrt worden sind. Kennzeichnend für die allgemein vor herrschende Stimmung ist eS, daß das sozialistische Blatt Die Welt am Man tag sich mit Entschiedenheit für die neuen Flottenforderungen erklärt. Die Zeitung führt aus, die Verstärkung der Marine fei unerlätzlich, weil der Schutz der AuZfuhr.Jndustrie heute nur mög lich fei durch eine starke Seemacht, wo mit auch der Schutz des Industrie. beiterS gewährleistet fei. AblebendeSHottentottenHäuptlings Heudrik W i t b o i. Berlin, 22. Nov. Große Be. friedigung hat ein heute aus Deutsch Südwestafrika eingetrossene Kabelmel dung erregt. Generalleutnant v. Tro. tha, der Höchftkommandirende der deutschen Truppen, berichtet, daß der Hottentotten.HSuptling Hendrik Wit. boi, welcher den Deutschen seit Jahr und Tag so viel zu schaffen gemacht, an einer Wunde gestorben sei, die er bei dem Ueberfall einer deutschen Proviant kolonne am 3. November erhalten hat. Die Führung der HottentottenBanden ist auf seinen Sohn Jfaak üdergegan doch wird gehofft, daß mit Hendrik Witboi auch die Seele deö Aufstands dahingeschwunden ist und die Beküm pfung der Rebellen fortan keine so große Schwierigkeiten mehr bereiten wird. Nur Jakob Morengo ist jetzt noch als gefährlicher Gegner übrig. aber man erwartet, daß das auch gegen ihn unternommene energische Kessel treiben demnächst von Erfolg begleitet sein wird. Wechsel im K o l o n i a l a m t. B t x l i n, 22. Nov. Der Wechsel an der Spitze der Kolonialverwaltung erfolgt am 27. November, einen Tag vor der Eröffnung des Reichstags. Dr. Stübel, der bisherige Direktor der Ko lonialabtheilung, wird dann dem Erb Prinzen Ern? zu Hohenlohe.Langenbürg Platz machen, der auch für den Posten des Staatssekretärs des geplan. ten selbftftändigen. ReichSkolonialamtS in Ausficht genommen ist. Der neue Leiter des Kolonialamts wird vor dem Reichstag keinen leichten Staud haben. immerhin wird er sich beffer aus der Affaire ziehen können, als Dr. Stübel. dem viele der ärgsten Mißerfolge der Kolonialverwaltung persönlich zur Last gelegt worden wären. Em pfang des 2 l o V d " . General. Direktors beim Kaiser. Berlin, 22. Nov. General dlrektor Wiegand vom Norddeutschen Lloyd" wird wahrscheinlich vom Kaiser in Sachen des vielerwähnten Rheder streitS empfangen werden, sobald er van Budapest zurückgekehrt ist, wo An klage gegen den Abgeordneten Polonyi erhoben ist, daß er mit dem Berliner Vertreter deS Hirfap" die Bevorzu gung des Lloyd" bei der ungarischen Auswanderung vermittelt habe. Wieder ein Schwind such tZ.H eil Mittel. B r e 3 l a u, 22. Nov. Der prak tische Arzt Dr. Oskar Rosenberg in Liegnitz giebt an, daß ihm die Erfln dung eines Heilmittels gegen Tuber kulose, auch in vorgeschrittenem Sta dium, gelungen sei. Dieses Mittel bestehe in der Einführung einer leben

in Deutschland selbst bei

Moskan. Haakon vil. empfängt zu den Zellenmasse, welche die Entwicklung der Bacillen hemme. Die Erfindung wird allgemein ange. zweifelt. Eskorte für Norwegen'S König. Kiel, 22. Nov. Vom Reichs Marineamt wird heute bekannt gegeben, daß das Linienschiff Braunschweig" den eben gewählten König Haakon VII. von Norwegen auf seiner demnächstigen Fahrt von Kopenhagen nach Ehristiania begleiten wird. Kaiser Wilhelm bei Tau cherarbeiten in Kieler Bucht. Kiel, 22. Nov. Kaiser Wilhelm hat seinen Aufenthalt in Kiel verlän gert. Er wobnt den Taucherarbeiten bei, welche zur Bergung der Leichen von dem in der Kieler Bucht untergegangenen Torpedoboot 3 126" unternom men werden. Bis jetzt find nur wenige Leichen geborgen. Die Witterung ist höchst ungünstig. Der Mordthat geständig. Nürnberg, 22. Nov. Hier steht die Wiederaufnahme eines sensa tionellen Prozeßverfahrens bevor. .Im Oktober deS , Jahres 1904 wurden die Eheleute Jttner mit .ihrem Sohn we gen Ermordung der Schwiegertochter zum Tode verurtheilt und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Der alte Jttner hat nun aber im Ge fangniß von Plassenburg das Geständ niß abgelegt, daß er allein die That verübte. Und darauf hat der Sohn einen neuen Prozeß beantragen lassen. Gestörter Gottesdienst. P e r n a u, 22. Nov. Während eines Gottesdienstes in der esthnischen Kirche drangen Sozialiften ein und trie ben den Pastor von der Kanzel. Die Kirchenbesucher flohen erschreckt. Rußland. Beschluß des ZemftwoKon. g r e s s e s. Moskau, 22. Nav. Nach .tägi ger Debatte brachte das Ezekutiv'tto mite deS Zemstwo-EongresseS folgende Resolution sür Unterstützung der Re gierung ein, die beim Verlesen riesigen Beifall hervorrief: In Anbetracht, daß daS kaiserliche Manifest alle Forderungen erfüllt, die vor einem Jahre gestellt wurden und daß die gewährten Freiheiten nur mit der Ruhe im Lande erreicht werden können, erklärt sich der Kongreß voll. ständig einverstanden mit der konstitu. tionellen BafiS. Der Kongreß ist überzeugt, daß das Ministerium auf die große Majorität der ZemstmoS und Gemeindeverwaltungen rechnen kann, so lange eS fortfährt die im Manifest versprochenen Freiheiten anzustreben. aber jede Abweichung wird auf ent schiedenen Widerstand stoßen. Der Kongreß glaubt, daß daS ein zige Mittel die Autorität der Regie. rung sicher zu stellen, sowie die Be. rubigung deS Landes und die Unter ftützung der Volksvertreter, nur die so. fortige Erklärung deS allgemeinen vttmmrecyles vet den Wahlen zu Duma in eine konstitutionelle Ver. fammlung ist, welche eine Konstitution für das Reich und territoriale Refor. men ausarbeiten soll. - Maßregeln zur Verwirklichung der im Manifest gewährten Freiheiten wer den als dringend nothwendig betrach tet. P l ä n e d e r S o z i a l i st e n. St. Petersburg, 22. Nov. Ehe der Winter zu Ende geht, hoffen die Sozialisten, den gewaltigen neuen politischen Streik, für welchen sie nun rüsten, beginnen zu können, und sie er. warten, daß die Hungerönoth, welche in fast allen ländlichen Bezirken herrscht. 15,000.000 Bauern . auf ihre Seite treiben wird. Die Revolutionäre be absichtigen, loszuschlagen, sobald die ReichSduma zusammengetreten ist,, und werden bis dahin durch Sckaaren von Agitatoren die Landbevölkerung für den allgemeinen Aufstand zu organifiren versuchen. Als mächtige BundeSge nossen betrachten sie. neben dem Sun ger, Pest und Cholera, welche sich von

den Kirgisenfteppen her stetig 'weiter

westwärts ausbreiten. Die unwissen den und abergläubischen Bauern sehen in diesen Seuchen eine Strafe deö Him mels für die Sünden der Nation, und wenn ihnen weiß gemacht wird, daß die Regierung diese Züchtigung herausbe schworen habe, wird eS nicht schwer fal len, das letzte Fünklein von Loyalität in ihnen zu ersticken. Gouverneur von Finn land. London, 23. Nov. Der PeterS burger. Korrespondent deS Daily Telegraph" meldet, der Zar habe die Ernennung des Geheimrath Gerard als General.Gouverneur von Finnland unterschrieben. Der neue Gouverneur ist für das finnische Volk sehr an nehmbar. Bauernkrawalle. K u ro k. 22. Nov. Die Bauern krawalle im Distrikte von Sulzha ha ben solchen Umfang angenommen, daß die Truppen ihnen gegenüber ohnmäch, tig sind. Die ganze nördliche Hälfte des Distrikts . ist in den Händen der Aufrührer. , welche die großen Güter plündern und die Ernte verbrennen. Wladimir. 22.Nv. In dem Furieff und Alexandrovsk Distrikt ver langen Bauernhaufen die Auslieferung von Lebensmitteln. Sie drohen mit Brandstiftung und Plünderung der Staatskassen. Frankreich. König von Portugal zu Besuch. Paris, 22. Nov. König Carlos von Portugal kam heute hier an, um den kürzlichen Besuch des Präsidenten Loubet zu erwidern. Der König wurde vom Präsidenten Loubet und Premier minister Rouvier am Bahnhofe em pfangeti und mit großem militärischen Pomp nach dem Gebäude deS auSwär tigen Amtes geleitet, wo für den König Quartier gemacht ist. Der König wird 3 Tage Hierbleiben. Zahlreiche Festlichkelten find vorbereitet. Belgien. Graf von Flandern be graben. Brüssel, 22. Nov. Der Graf von Flandern, welcher am 17. Novem. ber starb, wurde heute beerdigt. Den Feierlichkeiten wohnten König Leopold, die königlichen Prinzen und eine riefige Menschenmenge bei. Der verstorbene Graf hat einen Band Memoiren hinterlassen, die, wie man erwartet, manches Neue über daS'Schick fal feines unglücklichen Schwagers des Kaisers Maximilian von Mexico ent. halten. Oesterreich'Ungarn. Schlechte Nachricht. Wien. 22. Nov. Eine Depesche aus Konstantinopel meldet, daß die Antwort der Pforte, welche heute Abend dem österreichisch ungarischen Botschafter Calice eingehändigt wurde, die Borschläge der Mächte in allen Punkten zurückweist mit der Erklärung, die öffentliche Meinung in der Türkei werde ihre Annahme nicht ertragen. Die Pforte erklärt sich jedoch bereit, die Dienstzeit der Civilagenten der Mächte in Makedonien um 2 Jahre zu verlängern. Griechenland. Ausländische Kriegs, schiffe angekommen. . Athen, 22. Nov. Die Kriegs schiffe der Mächte, welche in türkischen Gewässern eine Demonstration machen sollen, kamen im PiröuS an und tausch ten die üblichen Höflichkeiten auS. Die Kommandanten der Schiffe warten auf weitere Instruktionen. Cuba. Gelbes Fieber. H a v a n a, 22. Novbr. E. W. Wilson, der New Yorker Makler, wel cher an gelbem Fieber litt, ist als ge heilt entlassen worden. Es find noch 5 Fälle unter Behandlung sowie 4 verdächtige. Italien. Revolutionäre Agitation. Rom, 22. Nov. Zu Spezia, der größten Flottenftation Italiens, kon fiszirte die Polizei mehrere hundert revolutionäre Flugschriften. Man glaubt, daß solche Schriften auch nach anderen Theilen Italiens gesandt wur den. Cnba. Waffen beschlagnahmt. H a v a n a, 22. Nov. Sechzig Re mingtoN'Gewehre wurden letzte Nacht in einem Hause bei San Juan Marti nez beschlagnahmt, in welchem 60 Re volutlonäre versammelt waren. Zwölf der letzteren wurden verhastet.

Canada Durchquerung von La b r a d o r. St. Johnö. N. F.. 22. Nov. Briefe von Dillon Wallace, dem New Yorker Advokaten und Erforscher La. brador'S melden, daß er glücklich La brador durchquert hat. Wallace ist der erste Weiße, welcher Labrador ohne Hilfe von Indianern durchquert hat. Wallace war nur von dem Weißen Easton begleitet. Nach den Briefen find Beide wohl und waren reichlich mit Lebensmitteln versehen, als sie am 18. Oktober die Provinz Ugava er reichten. Im Jahre 1904 ging Wallace mit LeonidaS Hubbard'S unglücklicher Ex. pedition, um Labrador zu durchkreuzen. Hubbard verhungerte, Wallace wurde noch lebendem Schnee gefunden. Obgleich Wallace den gefährlichsten Theil seiner Reise hinter sich hat. muß er doch noch einen Winter auf Schnee, schuhen wandern, i bevor er zivilifirte Gegenden erreicht. Als die Briefe abgingen, beabfich tigten Wallace und Easton. westlich durch Ungava nach dem Posten an George's River zu marschiren und von dort nach Fort Chimo, welches einer der nördlichsten Punkte auf dem Kon tinente von Amerika ist. Hier wollen die beiden Reisenden warten, bis die Flüsse gefroren find und auf ihnen südlich nach Quebec mit Hundeschlitten

und auf Schneeschuhen gelangen. Wal lace hofft im April Quebec zu erreichen. Dänemark. EmpfangbeiHaakonV II. K o p e n h a g e n, 22. Nov. König Haakon VII. und Königin Maud em pfingen heute das diplomatische Korps. Türkei. Konstantinopel, 22. Nov. Die Pforte hat die Forderungen der Mächte die Finanzen Macedoniens in ternationaler Kontrolle zu unterstellen. abgelehnt. Schiffsnachrichten. New York: Majestic" nach Liverpool; Potsdam" nach Rotterdam; Oscar II." nach Copenhagen und Chriftianisana. Antwerpen: Kroonland" von New York. London: Anglian" von Boston. Liverpool: Canadian" von Montreal; Philadelphia" nach Boston. Neapel: NordAmerika" ' nach New Aork. QueenLtown: Saxonia" von Liver Pool nach Boston. Das nächtlicheStampfen der Pferde mit den Hinterfüßen wird durch ein Juckgefühl an den unteren Partien der Hinterbeine verursacht, das seinen Sitz in der Haut hat. und entweder auf Milben oder auch auf Schmutz zurückzuführen ist. Ist das Pferd z. B. durch unreines, schlammiges Wasser gegangen, so bleiben nach Abdunstung der Feuchtigkeit die festen Bestandtheile des schmutzigen Waffers auf der Haut sitzen und können so Veranlassung zum Jucken geben, dessen sich das Thier durch Stampfen und Klopfen zu erwehren sucht. Einfaches Abbürsten der Hinterfüße am Abend nach der Arbeit beseitigt die Ursache. Bedenklicher ist die Erscheinung, wenn deren Ursache auf der Anwesenheit der sogenannten Dermatophagus-Milbe beruht, die sich in der Gegend der Fesselbeuge, im Fesselgelenk (Köte) und auf der vorderen und Hinteren Schienbeinfläche in der Haut niederläßt und zum Sprunggelenk und zum Vorderknie aufsteigt. Die Haut erhalt Borken, Schrunden und Risse, später verdickt sie sich und zeigt bet langer Dauer des Lei dens papillöseWucherungen. DiePferde stampfen viel und schlagen aus, vesonders des Nachts, und benagen und reiben die Kötegegend. Es empfiehlt sich gegen das Leiden das Abschneiden des langen Fesselhaares und eine allabendliche Reinigung, d. ö. ein gründliches Abbürsten. Betupfen und Einweichen mit einer warmen Lösung von 2 Prozent Zetalysol in Wasser oder eine mehrmalige Einreibung mit einer Mischung von 1 Theil Betalysol mit 10 Theilen Glycerin oder Fett. Bei diesem Verfahren wird das Leiden in der Regel m wenigen Tagen absolut beset tagt. Nährwerth und Preis des Heues ist um so höher, je größer sich dessen Gehalt an Klee und wickenartigen Blattpflanzen, den sögenannten Leguminose, erweist, sinkt dagegen im gleichen Maße mit dem Gehalt an Sauergräsern. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Sauergräser geringe, werthlose oder schädlicheVestandtheile enthalten, während andererseits die Leaumnosen zu den werthvollsten Bestandtheilen unsere? Wiesendecke gerechnet werden müssen. Alle sogenannten sauren Heuarten sind die geringwerthigsten, welche vorkommen.

flauer dcs Sonncnschcins.

Ihre Dcrfchltvcnhttt in Teutschland Europa WaSrid der Höhepunkt. Nach einer Abhandlung Itä Pfarrers Eichhorn von Taupadel, Thüringen, weisen in Teutschland die Städte Jena, Leobschütz und Samter mit ihren Umgebungen den meisten Sonnenschein auf. In diesen Gebieten beträgt die durchschnittliche Stundenzahl täglichen Sonnenscheins 4.8. Um Jcna bezieht sich dies auf einen längeren Streifen im Saalthal, bei Leobschütz ist es ein etwa ebenso großes Gebiet Oberschlesiens. und das sonnenscheinreiche Gebiet in der pommerisch-posenschn Gegeno zieht sich in einem breiten Landstrich von Kolbergermünde bis über Samtcr hinaus. Es folgen dann die Gegenden von Meldorf bis Celle im nordwestlichen Deutschland und im Rheinthal von Rastatt bis Wiesbaden mit 4.7 Stunden täglicher Sonnenscheindauer. Am geringsten sind die Ziffern in den Gegenden von Aachen. Chemnitz und Kassel mit 4.2, am Jnselberg mit 4.0 und in Hamburg mit 3.5 Stunden. In der Nähe von Gebirgen erklärt sich dies aus dem Einfluß, den Höhcnzüge auf die Wolkenbildung Ha5en; ' in Hamburg aber wird das Licht durch die große Menge von Staubkörpern insbesondere Steinkohlenruß von den Schiffen und den Fabriken, im Winter auch durch den Nebel verdeckt. In wie hohem Maße diese Faktoren auf die Sonnenscheindauer wirken, zeigt sich daran, daß auf 1 Kubikcentimeter Luft im Atlantischen Ozean 72 Staubkörperchen kommen, in den Alpen 381, auf dem Lande 500 bis 5000, dagegen in Paris und London 160,000 bis 480,000. Im übrigen aber ist die tZrfahrungsannahme'von dem trüben" Norden und dem sonnigen" Süden richtig; denn während in England und in Dänemark im Jahresdurchschnitt die Sonne täglich 3.3 Stunden scheint, scheint sie in Teutschland 4.2 bis 4.8. in der Schweiz 4.7 (Basel) bis 6.1 (Lugano) Stunden; Padua hat 5.6, Rom 6.7. Pola 7.6 Stunden Sonnenschein; den Höhepunkt in Europa erreicht Madrid mit 8 Stunden täglicher Durchschnitts - Sonnenscheindauer. Auch im Winter haben von deutschen Gegenden Jena, die Rheinebene von Poppelsdorf bis Basel und Leobschütz den meisten Sonnenschein. ieben Jahre verschollen. Vor sieben Jahren wohnte in Venedig, Oberitalien, eine glückliche Familie, bestehend aus den Eheleuten Viglianetti und ihren drei Kindern, zwei Söhnen im Alter von neun und zwölf Jahren und einer Tochter von 14 Jahren. Eines Tages waren die Knaben vom Vater zur Strafe für irgend ein Vergehen auf mehrere Tage in ein Zimmer eingesperrt worden. Den beiden Wildfängen gelang es jedoch. Nachts aus ihrem Gefängniß zu entfliehen, und seit jener Zeit waren alle Bemühungen, sie wieder aufzufinden, vergeblich geblieben. Der unglückliche Vater wandte sich unter anderem an den Erzbischof von Venedig, den jetzigen Papst, welcher einen Aufruf in allen Kirchen des venetianischen Festlandes verkünden ließ, aber vergebens. Aan nahm schließlich an, daß die Knaben beim Uebersetzen über die Lagune verunglückt seien. Die Mutter starb bald darauf aus Gram um den Verlust ihrer Söhne, und auch die Tochter erkrankte und starb, so daß von der Familie allein der von GeWissensbissen über seine Strenge geplagte Vater übrig blieb. Vor Kurzem sind nun die beiden Verschollenen von der Militärkommission wieder aufgefunden worden, und zwar als Bauernknechte in der Provinz Treviso. Der Vater reiste nach Treviso, um seine b:iden Söhne wieder zurückzuholen. Seltener Vorgang. Eine französische Gerichtskommission auf deutschem Boden dieser seltene Vorgang ereignete sich dieser Tage in Strüth 'bei Hirsingen (Elsaß-Lothrin-gen). Es handelte sich um eine Wildereraffäre, die sich im letzten Frühjahr an der Grenze abgespielt hat. Der Wilderer, ein verwegener und sehr fürchtete? Geselle, war damals über die Grenze entkommen und hatte auf die ihn verfolgenden Jagdhüter vom,französischen Boden aus mehrere Schüsse abgefeuert. Auf erstattete Anzeige hin hatten die französischen Behörden das Verfahren aufgenommen, und zur VeWeisaufnahme fand auf der Gemarkung Strüth beziehungsweise am Thatorte eine Lokalbesichtigung durch mehrere französische Gerichtspersonen statt. - i Moderner Blaubart. Zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe wurde ein gewisser E. S. Blydenburg in Deö Moines, Ja., verurtheilt, welck?in die Ermordung seiner drei Frauen zur Last gelegt wird. Blydenburz spielte in der Gesellschaft von Des Moines eine große Rolle. Er hatte an einem Sonntag, während sich seine Gattin auf den Weg nach der Kirche machte. Unwohlsein vorgeschützt, um zu Hause bleiben zu können, versprach dagegen, das Mittagsmahl zuzubereiten. Die Frau verstarb kurz nach dem Essen und die Obduktion der Leiche sowie die chemische Untersuchung der Speisen ergab, daß Blydenburg seine Gattin mit Arsenik vergiftet hatte. Auch seine beiden ersten Frauen, die er beide beerbte, soll Blydenburg vergiftet haben.