Indiana Tribüne, Volume 29, Number 76, Indianapolis, Marion County, 21 November 1905 — Page 6

Jndiana Tribülle, 21 November 1905

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Genug Derselben. Die Jahre, ,it hat sein Erkaltungen, Husten, Influenza, Heiserkeit, Bronchlti und Grippe.

V.ele derselben kommen durch Vernachlässigung und Wechsel des LltmaS, der Dr. August Koenig's Hamburger Brustthee ist eine prompte und fscbrrr Itur und ein angenehmer Trvft. Jfmr Im Original Paektn. 9rmlm SSc. Seutfdjc Wirthschaft ....von ... Glls. Amann, (Nachfolger von Con. Heeß.) 852 Massachusetts Avenue. Das berühmte ome Brno" stets an Zapf. Die besten Weine, Liquöre und Cigarren. Jeden ?:ag extra feinen warmen Lunü Worgens und Abends. Au einem Besuch ladet freundlichst ein. Gus. Amann, 852 Muff. Ave Geschäfts-Uebernahme. Hiermit die ergebene Anzeige, dah ich die Wirth schuft, verbunden mit PoolZimmer und Vereins Halle, bilhei dekaantlunter dem Namen Rekchmeins Halle, eüdw.Ecke Market und Noble etr über nomveu habe. Ich habe die Halle, Elubzimmer sowie den übrigen Theil deS Gebäudes gänzlich neu renobiren lasse und wird dieselbe in Zukunft unter dem Namen Moeller'S Halle . bekannt fei. Halle sowie ClubrSume stehen Vereinen und Sesellschaften zur Verflgung. Jedermann ist srenndlilst eingeladen, mich in meliern Plitze zu besuchen. Achtungsvoll Hcnnan Moellcr, Südwest Ecke Noble und Market Str. ...KHlen... werden geliefert zu folgenden Preisen per Tonne : Anthracite, alle Größen $7.50 Ohio Jackson.Lump 4.50 Ohio Jackson. Egg 4.25 Semi Anthracite, für Range 4.25 Pittsburg, Lump 4.00 Kanarvha, Lump 4.00 Winifriede. Lumv 4.00 Luhrig. Lump 4.00 uyrig. eg 4.zu BrazU, Block 4.00 Jelllco, Kenwckh 4.00 Green Co. No. 4, Lump und Egg . . . 3.25 Linton, Lump und Egg 3.25 Pocahontas, gegabelt 4.75 Gemischte Slack 2.00 2,000 Pfund zu jeder Tonne. HOME FUEL CO. Phone : t, Mai 1150 und UM ; Neu. 9291. Dichmann Orabhorn, .Fabrikanten vu seine. Schau-Säften. Cial Sadentische und Cigarren-isö,. 022 CÜ Washwgto Cratftc. Neuer Telephon 5337. ' Verzre. Ür. j. A. Sutcliffe, WnndTlrzt, S5sch!echtS', Urin- unlÄecirn? Lrankheiten. Cffl : 155 OS Market Str. Tel. $43 cfnetn : ui 10 nu . s 111 401c Dr- Carl Q. Winter Deutscher Arzt. QiadtU c3c einte und chronische Ätacl HUm. SeburtthAfe Spezialität. Ofstee: 14 West Ohio Oft, 0rwh! ld UBnm I Jo4ä liulitl I 1 JC UM . MtuU. Rn U. ynnng: iuo Vadts, vnchkwnd.! r Um Sonntag : ft Nach, Oohnnng TtleVhoa l CU, SQMj ,

Europäische Nachrichten.

Provinz ZVcfkfcrren. M ü n st t x. Kürzlich brach auf dem Aegidii-Kasernenhof der Sergeant Pohl von der 9. Compagnie "des Infanterie - Regiments No. 13, anscheinend vom Hitzschlag getroffen, zusam ' men. Man brachte ihn sofort in die sta ferne, wo er bald darauf starb. Pohl war erst kurze Zeit wieder im Frontdienst, nachdem er bis dahin Bataillonssckreiber gewesen war. Br'ilon. Der Buchdruckereibesitzer S. Friedländer hat sich in seiner Wohnung erschossen, nachdem er Lysol zu sich genommen hatte. Das Motiv soll m unglücklichen Fammenverhaltnissen zu suchen sein. Dortmund. Zur Vervollständigung der Volksbibliothek hat Buchdruckereibesitzer W. Crüwell 10.000 Mark geschenkt.' j Enkesen. Lektens wurde das vierjährige Töchterchen des BremserZ Hagedorn als Leiche aus dem Dorfteiche gezogen. Her decke. Unlängst wollte du 70jährige Ehefrau des Wirthes Rautzenberg Wasser aus dem hinter ihrem Hause fließenden Herdecker Bach schöpfen. Die Frau, die an Schwindel anfüllen litt, muß bei dieser Arbeit vom Schwindel befallen worden sein, sie stürzte in den Bach, aus dem sie sich wegen Kräftemangel nicht herausb?lfcn konnte. Als endlich Personen herbeieilten, konnte die Frau nur noch als Leiche aus dem Wasser geholt werden. H L x t e r. Vor kurzem ist die 2t Jahre alte Tochter des Formers H. Engelke beim Ueberlehnen über den Rand der Schelpebrücke in der Nähe des Dreschschuppens in den Schelpebach gestzt und ertrunken. L i t t f e l d. Im Streite wurde der Maurer Klein von hier von einem am Vahnbau beschäftigten Kroaten ersto chen. Minden. Auf dem Militärscheibenstande ereignete sich ein bedauerlicher Unfall. Der Gefreite Heine von der 3. Compagnie des Jnfanterie-Re-giments 15, der als Aufsichtsführender in die Deckung kommandirt war, erhielt infolge eigener Unvorsichtigkeit einen Schuß in die linke Schultergegend, der den linken Lungenflügel berührte. Heins wollte, nachdem bereits auf das Zeichen der Schützen Feuern die Scheibe aus der Deckung herausgeschoben war und ein Mann im An schlag lag, einen vor ie: Scheibe vergessenen Klebekasten in die Deckung nehmen und' lehnte sich daher hinaus. In dem Augenblick ging ein Schuß los und traf. Heine wurde verbunden und ins Garnison - Lazarett gebracht. Mitten. Letztens ertrank beim Baden in der Ruhr der 19jährige Telegraphenarbeiter Friedrich Diesel von hier. Dickel war des Schwimmens unkundig und soll von der starken Strömung fortgerissen worden sein. Er war die einzige Stütze seiner in Bcrleburg wohnhaften Eltern. Ilieinprovinz. Aachen. Dieser Tage feierte das Wöchnerinnen - Asyl Marianneninstitut sein fünfundsiebzigjähriges Bestehen. Gegründet von dem hiesigem Arzte Dr. Metz, war es die erste Entbindungsanstalt für dürftige Ehefrauen in Deutschland. Bredeney. Beim Baden in der Ruhr ertrank vor den Augen seiner beiden Kinder der Bergmann Robert Stimpel aus Heisingen, wahrscheinlich infolge Herzschlages. Die Leiche wurde bald darauf aus dem Wasser gezogen. Bonn. Geh. Medizinalrath Prof. Dr. Karl Binz. Professor der Pharmakologie an der hiesigen Umverwar, beging die goldene Jubelfeier als Doktor. V o h w i n k e l. Rangirer Dreyer, "der nach seinem Urlaub zum ersten Male wieder Dienst that, gerieth beim Anlegen eines Hemmschuhes so unglücklich unter einen Güterzug, daß er mitten durchgetheilt wurde. . Düsseldorf. Dem Polizei commissär a. D. Eduard Schuchardt wurde der Kronenorden 4. Klasse verliehen. Essen. Vor einiger Zeit veranstaltete die Ruderriege des hiesigen Realgymnasiums auf der Ruh? bei Werden eine Regatta, zu der die Ruderiegen der Gymnasien in Mitten, Dorsten, Dortmund und Mülheim a. R. eingeladen waren. Beim letzten Rennen hatten sich 15 Mlllheimer Gymnasiasten auf ein Ponton gestellt, um den Endkampf besser beobachten zu können. Plötzlich schlug das Ponton um und die Schüler fielen iYs Was ser. Mehrere Mitglieder des Krupp' schen Ruderclubs sprangen sofort in die Ruhr, und es gelang, alle zu retten bis auf den 16jährigen Sekundaner Mendel aus Straelen; seine Leiche wurde erst nach längerem Suchen gefunden. Hühnerfeld.' Hier hat ein Sohn seine eigene Mutier erschossen. Während der Nacht war der Sohn der Wittwe Piller durch ein Geräusch 'aus dem Schlafe geweckt worden. Diebe vermuthend, schoß er auf eine das Zimmer betretende Person. Es war seine eigene Mutter, die er traf. Der Schuß ging der Frau durch die Brust. Leverkusen. Bor einiger Zeit wurde der ledige Arbeiter Dettman aus Flittard von Feuerwehrleuten in

den hiesigen Farbenfabriken todt aufgefunden. Dettmann hatte Nachtschichk und ist vermuthlich durch Einathmen von Benzoldämpfen erstickt. Naubgrn. Auf der nahen Rotheisensteinzeche Amanda wurde der Bergmann Vanz von Laufdorf durch "fallendes Gestein erschläaen. Steinebrück. Vor einiger Zeit übte auf der Eupener Landstraße unweit von hier ein junger Mann das Radfahren. Da kam Professor Irentzen mit seinem Kraftwagen heran. In seiner Unbeholfenheit verlor .der angehende Radler die Geistesgegenwart und fuhr, statt auszuweichen, auf den Kraftwagen zu. Unfehlbar wäre der junge Mann mit seinem Rade überfahren worden, wenn Professor Fren'tzen, die eigene Leebnsgefahr nicht achtend, seinem Führer nicht sofort den Befehl gegeben hätte, seinen Wagen in den Graben zu lenken, der dort gerade ziemlich tief liegt. Augenblicklich und mit Wucht flog der Kraftwagen in den Graben und auf eine dicke Dornen yeae. unv em großes Glück war es, daß alle Bethelligten mit dem Schrecken davonkamen. Einen Schritt weiter. und der Wagen wäre gegen eine niedrige Mauer, die die , Brücke eines kleinen Baches begrenzt, oder in den etwa zwei Meter tiefer liegenden Bach gestürzt. Das Schicksal der drei Infassen wäre schrecklich gewesen. Frovinz Kessen-'Mnsxnu. Kassel. Der 2000ste EisenbahnWaggon wurde von der Waggonfabrik

der Firma Gebr. Crede & Co. zu Niederzwehren fertiggestellt und abgeliefert. Anläßlich dieses Falles hatte die Firma ihren Beamten und Arbeitern ein Festessen im Garten der Ochs'schen Wirthschaft an der Frankfurterstraße vreanstaltet. Fritz lar. Eine seltsame Feier wurde vor kurzem im hiesigen Kloster begangen. Die m6re Josephine (Frl. Therese Luce aus Etteln) konnte das goldene Jubiläum ihres Eintritts in den Orden der Ursulinerinnen begehen. ZuLleich sah die Jubilarin auf eine 50iayriae seaensreiche Thatlakeit als Lehrerin der hiesigen Klosterschule zuruck. H a n a u. Die 51 Jahre alte Ehefrau des Milchhändlers Konrad Krick von hier wollte durch Zugießen von Petroleum das Herdfeuer anfachen. Plötzlich explodirte die Petroleumkanne und die Kleider der Frau genethen m Brand; sie erlitt am ganzen Körper schwere Brandwunden, denen sie bald darauf im Krankenhause erlag. Auch der Mann der Frau trug bei dem Versuch, die Flammen zu löschen, schwere Brandwunden davon. Marburg. Dem Medizinalrath Dr. Heinrich Rehn zu Frankfurt a. M. wurde aus Anlaß seines 50jährigen Doktorjubiläums und in Anerkennung seiner Behandlung kranker Kinder von 'der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität der Ehrendoktor verliehen. Nieder-Dorfeldeu. Letztens wollte die zehnjährige Tochter des Landwirths Friedrich Weißenstein ihrem zweijährigen Bruder in Abwesenheit der Eltern vermittelst eines Spirituskochers Milch wärmen. Plötzlich explodirte das Gefäß und der brennende Spiritus ergoß sich über die Kleider des kleinen Knaben, so daß dieser bei lebendigem Leibe erbrannte. Wolfshausen. Dörlam-Mar-. bürg, Pächter der hiesigen Jagd, hatte einen Rehbock zur Strecke gebracht, welcher nicht gleich verendet war. Nun beging der Schütze die Unvorsichtigkeit, daß er das noch mit -einem Lauf geladene Gewehr am Rohre faßte, um dem Bock mit dem Kolben einen Schlag auf den Schädel zu versetzen. Dabei entlud sich das 'noch geladene Kugelrohr und der Schuß drang dem bedauernswerthen Schützen in den Unterleib. Mttctdctttsche Staaten. Auma. Der Geschirrhalter Karl Jllgling hier verunglückte beim Sandfahren in der Nähe von Braunsdorf. Jügling war wahrscheinlich auf seinem Wagen eingeschlafen, fiel herab und wurde von dem schwer beladenen Wagen überfahren. Jügling erlitt eine tiefe Wunde im Gesicht und mehrere Rippenbrüche und Quetschungen der Schulter und des Oberarms. Braunschweig. Vor kurzem ging dem Kutscher Wilh. Jäger von der Scheppelmannfchen Conservenfabrik in Watenbüttel auf der Hamburgerstraße das Pferd durch. Jäger fiel vom Wagen herab, wurde überfahren und erlitt dabei innere Verletzungen, so daß er nach demKrankenhause gebracht werden mußte. Crispendorf. Vor kurzem ist der Gutsbesitzer Herbst beim Einsahren von Getreide, in die Scheune mit seinem Geschirr schwer verunglückt. Das Geschirr, das ein Stock hoch in die Scheune einfuhr, kam dem Scheunenloch zu nahe und Vieh sammt Wagenführer stürzten in die Scheunentenne herab. Die eine Kuh brach das ! Rückgrat und der Geschirrführer trug neben Rlppenbruchen auch schwere :nnere Verletzungen davon. Gumperda. Kürzlich wurde der Landwirth Rultsch von einem Pferde derart gegen den Leib geschlagen, daß sich seine Ueöerfllhrung in die Jenenser Klinik nöthig machte. Trotzdem dort sofort an dem Verunglückten eine Operation vorgenommen wurde, ist er doch seinen Verletzungen erlegen. .

Meik Dabersack's Zchreibebrief.

m I I M iv xt'lSM LkÄS? sngr bjfJtA L A

Geöhrter Mister Edlthor! Ich sin doch jetzt ziemlich in die Welt erum komme, awwer ich hen doch kein einzige Mensche kenne gelernt, wo sich so dumm angestellt Hot, wie mein Freund der Mister Adelstein. Was er ieht un was er höre duhtduht er mit ie alte Kontrie kompehre un alles kommt ihn komisch vor. Er, macht Tschohks iwwer die Juneitet Stehts un kann sich gar nit genug wunnere, daß hier gar kein Institut ecksiste buht, wo ebbes for en königlich preißische Affisser gedahn werd. Ich hen mit den Mister Mehr en Tahk gehabt, for auszufinne. ob der mehbie ebbes for ihn duhn könnt; er Hot awwer gesagt, der Trubel wär, daß der junge Mann kein englisch unnerstehn deht; wann er e wenig in den englische gepohstet wär, Hot er gesagt, dann könnte mer ihn mehbie zu en Boliesmann oder en Neitwatschmann mache, awwer wie die Mätters jetzt sin, do könnt er sein Weg nit klier sehn, was er mit ihn mache sollt. Ich hen zu den Mister Adelstem gesagt: Jetzt will ich Jhne emol ebbes sage: Wenn es Ihre Jntenschen is, hier in dieses Land zu stehn, dann müsse Se einigen Schapp täckelc, wo Se kriege könne, den Weg hen mer's all mache müsse. Es is e böses Ding, daß Se kein englisch versiehn, awwer ich denke, wann ich Jhne jeden Dag zwei neue Worte lerne, dann könne Sie in ein Jahr von heut siwwe hunnert un dreißig Wort. Dann will ich sage, Sie picke aus sich selbst noch rn die Zeit Sticker dreihunnert auf un wann Sie emol dausen Worte verstehn, wei, , dann könn Se Jhne ihr eigenes Kanuh pättele un dann hen Se auch e Tschehns, ebbes besseres uffzupicke, ich meine, en bessere Schapp zu kriege. Off Kohrs, so lang als Sie noch nit schaffe, sin Sie einige Zeit bei mich wellkomme, Jhne Jhrn Bruder Hot mich in die alte Kontrie e arig großes Fehwer gedahn un denWeg kann ich mich erkenntlich zeige. Besten Dank, Hot er gesagt, werde ackzeptiren. Sagen Sie mal, was meinen Sie denn mit Schapp? Do hört sich awwer doch alles uff! Hot der nit emol gewüßt, was Schapp is! Ich hen gesagt: Schapp is e gutes deitsches Wort un das meint so viel wie schaffe, ich denke.das sollt doch jedesKind wisse. Er Hot dann noch e paar Kwestschens an mich gepappt, wo eine so sillie war wie die anne;e un zuletzt hen ich gedenkt, ich besser mache emol mit die Instrockschens reiteweg en, Start. Ich hzn ihn mit in den Saluhn genomme un hen zu den Bartender gesagt: gib us tuh Bier". Die nächste Raund hen ich den Mister Adelstein ordere losse un do Hot er auch gesagt', vfc us tuh Bier! Ich hen ihn auch noch gesagt, daß befor daß mer den erschte Schluck nemme duht: Gesundheit! sage deht un den Weg Hot er jetzt schon fünf englische Wörter gewißt. Wie ich bezahlt hen. hen ich den Bartender en Nickel gewwe un mein Freund Hot gesagt, ob des for e Trinkgeld gewese wär. Do hen ich gesagt: Nat ecksäcktlie e Trinkgeld, bikahs als e Ruhl duhn die Bartendersch nit for ihre Drinks bezahle un for den Riesen ruft mer das hier Tipp". Der Wartender Hot gesagt molsch obleitscht" un ich hen gesagt, sehn Se, das sin schon Widder zwei Worte, wo se sich nohtisse müsse. Wenn Se die acht Wörter jetzt bis morge bei Herz auswennig lerne, dann gehn mer weiter. For heut wolle mer's genug sein losse. bikahs ich weiß noch nit wasJhr Kopp for e Kapässithe Hot. Do hen ich uff eemol en Eidie kriegt. Schiewiß, hen ich gedenkt, mehbie er wär' vielleicht for en Lonschkaunter Jnspekter odderMännetscher zu juhse. Ich hen den Saluhnkieper gesehn un.der Hot gesagt, wei cr deht grad nach en diesente Mann for den Schapp gucke. Off Kohrs könnt er ihn nit mehr als sechs Dahler die Woch un fei Bohrd bezahle, awwer er könnt sich ja so bei un bei in die Höh arweite. Mister Adelstein, hen ich gesagt, hier is Jhne Ihre Tschehns, im Uffschneide sin Sie ja ahlrecht un ich denke, in den xlonq Usslchneioe m Sie auch en Suckzeß; das is en iesiger Schapp un inseit Work un Sie brauche den ganze Daa kei kalte Füß zu krieae. Sie besser starte hier un in die Mienteim guck ich mich e wenig um un treie ebbes besseres for Jhne zu flnne. Ich sin für preist gewese, daß er gleich rettig war un wie der Saluhnkieper gesagt Hot, er besser deht reiteweg starte, do Hot er sein Prinz Albert Koht ausgezoge, Hot en weiße Tschäcket un e weiße Ehpren angezoge un die Tschehnsch war kom pliet. Der Saluhnkieper Hot ihn dann noch e ganze Latt Jnstrokschens gewwe. In die erschte Lein derft er die Pieses nit so groß schneide, bikahs das dehte die Kostiemer nit gleiche un biseids das wär es auch so eckspenzief. Er müßt , auch dazu seyn, daß alle Jhdebbels or dentlich gepeffert un gesalze wäre, so

daß Niemend das Lakal verlasse konnt mitaus wenigstens ein Drink genomme zu hen. Er hat auch seine Ettenschen drauf gekahlt, daß es PiebelS hätt, wo zu viel lunsche dehte, un gar nit dran denke dehte, ebbes zu spende. In Fäckt dehte so Feger blos in en Platz komme, for sich voll zu lunsche un dann dehte se in en annere Saluhn gehn for ihr Bier zu drinke. Auf so Fellersch müßt er e Auge hen, bikahs an die Sort deht der Saluhnwerth kein Praffit mache un zu seine Gesundheit wär doch sogar

en Saluhnkieper nit in den Bißnes. ! Er Hot arig schön zu ihn geproche un der Mister Adelstein Hot auch ganz schön zugehört un Hot gesagt, er deht , denke, daß er den Schapp ganz gut gleiche deht. Ä?ll, do sin ich sattisfeit ! gewese un ich hen mit mich selostHanos geschehkt, daß ich ihn so schnell un so gut los gcworde sind. Ich hoffe, daß er mich nit mehr weiter battere duht. ' Mit beste Riegards Juhrs trulie Meik Habersack, Eskwcier un Scheriff von Äppel Jäck, Hol Tcrrer Kauntie. kDer Orang'Utan als Versuchs kaninchen". Der italienische Forscher Dr. Agazzotti hat unlängst in einem Vortrag vor der Accademia dei Lincei in Rom emiae merkwürdige Versuche beschriebttt,"die er im physiologischen Laboratorium der Universität Turin an einem Orang - Utan vorgenommen hat. Das Thier war vom Grafen Peracca aus Borneo mitc:bracht und zu Forschungszwecken nach Turin verschenkt worden. Es zeigte sich gesund und intelligent und daher umsomehr geeignet, eme, wenn auch passive Rolle bei gewissen Experimenten zu spielen. Der Affe wurde nun dazu auserseyen, die Wirkungen einer Luftverdünnung auf die Athmung zu zeigen. Zu diesem Zweck sollte er unter eine große Glasglocke gesetzt werden, die mit einerLuftpumpe in Verbindung stand, weigerte sich aber zunächst auf's äußerste, und drohte, den ganzen Apparat zu zertrümmern. Der Forscher muß ein Mittel gehabt aben, ihm die Sache klar zu machen, denn später widersetzte er sich nicht mehr, sondern half vielmehr bei den Vorbereitungen, indem er den Apparat zur Messung der Athmung selbst instand zu setzen suchte. Es stellte sich heraus, daß eine maßige Verdünnung der Luft in dem gläfernen Gefängniß des Affen aus diesen keine schädliche Wirkung hervorbrachte, vorausgesetzt, daß der Uebergang zum gewöhnlichen Luftdruck nicht zu schnell erbolgte. Beim Sinken des Drucks auf 450 Millimeter des Barometers wurde das Thier auffallend ruhiger, bei 300 Millimeter verfiel es in Schlaf und bei 270 wurde es, ernstlich krank, indem sich seine Bewußtlosigkeit bis zur völligen Unempfindlichkeit steigerte. Eine meßbare Veränderung der Athmung trat zwischen 450 und 470 Millimeter ein, indem das Athemholen häufiger und gleichzeitig schwächer wurde, während es bei 300 Millimeter in einen ganz ' unregelmäßigen und krampfartigen Zustand übergina. Diese Veränderungen stimmen gut mit denen überein, die bei der sogenannten Bergkrankheit des Menschen beobachtet worden sind. . Von der Butter. Es ist schwer festzustellen, wann und wo die Menschen die Vereitung der Butter zuerst kennen lernten. Bei den ältesten Völkern scheint sie schon bekannt gewesen zu sein. Bereits in der Bibel wird sie erwähnt, und zwar zum ersten Mal im 18. Kapitel der Genesis. Hier trägt Abraham den drei Voten, die ihm die Geburt des Sohnes verheißen, unter Anderem auch Butter und Milch auf. Auch in den über 3000 Jahre alten heiligen Büchern der Inder ist mehrmals von der Butter die Rede. Desto merkwürdiger erscheint es, daß die Griechen und Römer die Butter im Alterthum nicht gekannt haben. Plinius erwähnt es als eine Mckwürdigkeit, daß die Butter eine der köstlichsten Speisen der Barbaren, ?ksbesondere der Germanen sei. Der Umstand, daß die Inder und Germanen die Butter kannten, die Römer und Griechen hingegen .nicht, ist ein neuer Beweis für den gemeinsamenUrsprung der indogermanischen Volksstämme. Zu Plinius' Zeiten scheint sich die Butter dann auch bei den Römern eingebürgert zu haben, jedoch wird sie niemal's als Nahrungsmittel, sondern als Salbe zur Wundbehandlung verwendet. Später, als das Christenthum im römischen Reiche Fortschritte machte. diente sie, wie Clemens von Alexandria berichtet, an Stelle von Oel rn den Altarlampen. Wann die romanischen Völker sich an die Butjer als Speise gewohnten, ist nicht festzustellen.' Auch der holländische Gelehrte Martin Schookius, der im Jahre 1641 eine sehr fesselnde Ab Handlung über die Butter geschrieben hat, erwähnt Nichts davon. In Frankreich tragen viele Thürme großer Kaihedralen den Namen Vutterthürme . Dieser rührt daher, daß 1491 Papst Jnnozenz VIII. den Genuß der Butter als Fastenspeise gegen bestimmte Abgaben an die Kirche gestattete. Aus dem Erträanisse dieser Abgaben wurden dann die Butterthürme" erbaut. Der Werth des Papiers, welches in .den Ver. Staaten jährlich für .. II c . 1 1 Zeitungen verwand: wtro, oeiragr $23,000,000.

Das Marie Seebach S t i f t in Weimar konnte dieser Tage auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Am 2. October 1895 für 12 Insassen gegründet, wird es heute, dank der Erweiterung der Wohnräume durch die Schwester der Stifterin. von 30 Künstlern bewobnt. Auch ist im Stift ein kleiner Saal zum Museum hergerichtet worden, das mit allerlei Andenken an die große Künstlerin geschmückt wurde. Eine Hauptzierde bil det ihr Porträt als Goethe's Gretchen von W. Kaulbach. Wie aus Bukare st gemeldek wird, ist die Kronprinzessin Marie von Rumänien kürzlich mit knapper

Noth dem Tode entronnen. Auf einer Epazierfahrt scheuten die Pferde ihres Gespanns vor einem hochbeladenen Heuwagen. Sie gingen durch und das, Gesährt fiel um, als es an einen Straßenstein stieß. Die Prinzessin mit ihrer Hofdame und der Kutscher fielen aus dem Wagen. Der Mann blieb auf der Stelle todt, die Kronprinzessin und ihre Begleiterin wurden verletzt. Die Wunden haben sich aber als leichte erwiesen. Einen Storch als Pas sagier hatte dieser Tage ein Kieszug aus der Richtuna nördlich von Tondern bis in die Gegend von Husum in Schleswig- Holstein. Dem Meister Langbein, dessen Flugkraft wohl zur Reise nach dem fonnigen Süden nicht ausgereicht, schien bereits die Kälte in die Glieder gefahren zu sein,' denn er hatte einen Platz am Tender ausgesucht, um von der Wärmeausstrahlung der Maschine zu profitiren, und fuhr so lange, bis ihn der Heizer erwischte, um ihn in seinem Hause den Winter über zu beherbergen. Unterirdische Brände sind seit längerer Zeit in' der Gegend von Duisburg - Meiderich, Westfalen, m d:n hohen Eisenbahndämmen, die mit Zechenhaldenstein angeschüttet sind, zum Ausbruch gekommen. Alle Versuche, diese. Feuer zu ersticken, sind bis jetzt ohne Erfolg geblieben. So brennt es nicht nur am Bahnhofe Oberhausen - West lustiq weiter, sondern auch in dem Damm an der Oberhausener Straße. Der unterirdische Brand wird voraussichtlich erst dann Halt finden, wenn er bis zu der nahegelegenen Flügelmauer der Eisenbahnunterführung vorgedrungen ist. Die elektrische Küche hat während der großen Elektrischen Ausstellung in London eine glänzende Probe ihrer Leistungsfähigkeit abgelegt. In einem Saal wurden 65 Gäsie gespeist, während das große Diner auf elektrischen Kochherden in dem .Raum selbst zubereitet wurde, ohne daß darin auch nur der geringste Küchengeruch bemerkbar wurde. Alles war aufs äußerste zufrieden, und der Gastgeber versicherte, daß der Gesammtpreis für elektrischen Strom zur Bereitung des Essens L25 gekostet hätte und daß wohl kaum durch eine andere Heizquelle eine billigere Herstel lung möglich gewesen wäre. Eine tragische Diebs-' geschichte wird aus Paris berichtet. Vor ungefähr fünf Jahren trat ein Mann von hohem Wüchse, in einen weiten Mantel gehüllt, das Gesicht durch den zurückgeklappten Hut halb verdeckt, in die.Wohnung eines Ladendieners im 5. Stockwerke eines Hauses des Faubourg Saint - Denis. Nachdem er fick vergewissert, dan der AnaeI II w U , stellte allein war, ließ er den Mantel fallen und klappte den Hut aus, worauf der Besitzer der Wohnung in ihm einen gewissen Barckley erkannte, mit dem er sich bei seinem Ausenthalte in England befreundet hatte. Nach langem Zögern und weiten Umschweifen erzählte der Engländer auf die dringenden Fragen seines französischen Freundes, daß er sich einer Veruntreu, ung schuldig gemacht und seinemBrotHerrn eine Summe von 25,000 Francs entwendet habe. Die Polizei sei ihm auf der Spur, und er wende sich deshalb vertrauensvoll an seinen Freund mit der Bitte, ihm das gestohlene Geld zu bewahren, bis er seine Strafe verbüßt haben würde. Der Ladendiener wollte selbstverständlich zuerst auf diese Sache nicht eingehen, verstand sich aber schließlich gegen das Versprechen eines Antheiles und in Erinnerung an die Dienste, die ihm Barckley in England geleistet, dazu. Der Engländer verschwand dann, nachdem er das Geld abgegeben, und einige Wochen später las der Ladendiener in englischen Zeitungen, daß der diebische Kassirer verhaftet worden wäre. Dieser Tage sah er zu seiner unangenehmen Ueberraschung Barckley, den er fast vergessen hatte, wieder auftauchen. Dieser erzählte ihm. er habe fünf Jahre Hard Labour abgemacht und wolle jetzt seine 25,000 Francs zurückhaben. Der Ladendiener gestand ihm stammelnd, daß er keinen Sou mehr von dem Gelde besitze; er habe es gewinnreich anlegen wollen, gespielt und alles verloren. Vergebens waren alle' Beschwörungen Barckleys, ihm sein Geld zurückzugeben. Der Ladendiener wiederholte ihm, er habe alles verloren. Verzweifelt zog sich Barckley zurück, miethete ein Zimmer in einem Vorstadthotel und schoß sich eine Kugel durch den Kopf. Die Po. lizei kam bei der Untersuchung auf ernen Brief hin. den der Selbstmörder hinterlassen, der geheimnißvollen Geschichte auf die Spur, so daß der Ladendiener jetzt als Hehler zur Verant wortung gezogen werden wird. .

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