Indiana Tribüne, Volume 29, Number 76, Indianapolis, Marion County, 21 November 1905 — Page 4
Jnvtana Tribüne, 21 November IU5.
Indiana Tribüne. Hnaugkeben von der Sutd?a T. Indianapolis, Ind. öantz O. Thudium .... Präsident. GeschäftSloeal: No. 31 Süd Zelaware Straße. TELEPHONE SKS.
nntcred at the Poit Office ol Indianapolis as sec'ond clats matter. Aus der Bundeshauptstadt. Präsident Roosevelt hat. seine Iah. Zbotschaft an den Kongreß fertigge stellt und ist gegenwärtig mit der Re Vision der Bürstenabzüge beschäftigt. Die Botschaft ist etwas länger als die vorjährige und etwas vielseitiger. Eines der Hauptthemata ist die Frachttarif Gesetzgebung, welche dem Kongreß mit großem Nachdruck anempfohlen wird. Nächst diesem Thema ist die Empfehlung, daß LebenZversicherungS'Gesell' schaften der'.Bundeölontrolle unterstellt werden sollten, von unmittelbarem In tereffe. Von auswärtigen Angelegenheiten Wird die San DomingoFrage, sowie das Verhältniß izu Venezuela von be sonderem Interesse sein. Ferner wird die chinefischeiFrage, Modifizirung der AuZsch!uß.Gefetze und der Boycott amerikanischer Waaren eingehend de sprochen werden. Da kaum zu erwar ten ist, daß in der Frist, welche noch bis zum Zusammentritt des Kongresses verbleibt, Dinge sich ereignen mögen, deren Erörterung in der Präsidenten Botschaft nöthig erschiene, dürfte der Text der Botschaft, abgesehen von wenigen Aenderungen verbleiben, wie er jetzt ist. ES ftehtzu erwarten, daß mit der bevorstehenden Eröffnung der Kongreß Session sich eine Lobby von ungewöhn lichen Proportionen hier einfinden wird, um den Fortschritt der vielbespro chenen FrachttarifGesetzgebung zu be obachten und womöglich zu beeinflussen. ES wird dieS nicht die Lobby sein. welche Washington regelmäßig zu sehen gewohnt ist, welche sich in den Kneipen herumtreibt und Eongreßmitglieder mit Getränken regalirt oder prätentiöseren Gesetzgebern mit einer Flasche Frappe in den sogenannten Privat-Elublokalen nahe tritt. Dieses kleine Kroppzeug der EapitolS'Eorridore wird schwerlich in Action treten. Die Lobby deS kom mendenk Winters dürfte eine ganz an dere fein. Die heurige Wintersaifön ber spricht eine äußerst lebhafte zu werden. Die hiesige Gesellschaft bürste einen we sentlichen Zuwachs auswärtiger Mag naten aus den großen Finanz und Eisenbahnkreisen erhalten. Große Di nerS und gesellschaftliche Veranftaltun gen aller Art, viele darunter sehr ex clusiv, werden zahlreicher auf der Ta geSordnungftehen, als in vergangenen Jahren. Bei der Cigarre, nach einem guten Diner, läßt sich viel besser plau dem, Argumente wirken viel überzeu gender, als in'.der froftig.formellen At mosphäre eines Comitezimmers im Ca pitole. ' Seit Wochen ist im Stillen ein Eandaß- im Gange gewesen, dessen Zweck dahin ging, festzustellen, welche Haltung die einzelnen Senatoren, Republikaner, wie Demokraten, der Frachttarifdill der Administration ge genüber einnehmen. Präsident Roose velt selbst hat manches dazu gethan. um dieser Lifte nachzuhelfen, indem er Senatoren, welche ihn besuchten in'S Kreuzverhör nahm, und andere hohe Beamte und Freunde der Adminiftra tion sind ebenfalls reichlich cm Re cherchiren gewesen, um Giwißheit über die Sachlage zu schaffen. Von einem demokratischen Freunde des Präsidenten ist eine Lifte von Senatoren, welche als Befürworter resp. Gegner der Admini ftrationS Politik grachttarifgefetz gebung betr., gelten, aufgegellt wor den. derzufolge 18 Demokraten auf Seiten des Präsidenten zu rechnen find, während 23 Republikaner der Oppo fition angehören. Um mit Hilfe der 18 demokratischen Senatoren (falls diese fest bei der Stange bleiben) eine Majorität für seine Frachtbill Zu haben, müßte Präfi dent Roosevelt der Unterstützung von mindestens 27 republikanischen Sena toren sicher sein. Aber eö gilt keines vegS als sicher, daß er über diese Zahl wird verfügen können, und selbst dann hätte der Präsident nur eine knappe Majorität für sich, die wenig zu bedeu ten haben würde, sollte die Minorität kompakt und entschlossen sein. Die Ziffern lagen ersehon, welch' vielver. sprechendes Feld für eine geschickte Ma nlpulatlon gegen die Frachtgesetzgebung
deS Präsidenten sich bietet, und wie
steil d?r Pfad ist, welchen Präsident Roosevelt selbst zu erklimmen hat. Der demokratische Führer im Reprä. sentantenhause, John Sharp Wil liamö von Mississippi, welcher hier ein getroffen, erklärte, daß die Demokra ten deS Hauses den Präsidenten in sei nen Bemühungen, eine Frachttarif Bill zu passtren, unterstützen würden. Ich habe eine solche Hill im Hause eingebracht, ehe noch der Präsident für diese Reform eingetreten. Wenn die Administration - Bill diese vier Punkte enthält : 1. Verleihung der Befugr.iß an die Kommission, einen neuen Frachtsatz für einen bestehenden. der unangemessen erscheint, zu substi tuiren; 2. angemessene Zeit, 30 bis 60 Tage, bis zum Inkrafttreten des selben zu gewähren; 3. daß dieser Satz als Marimalsatz festgesetzt wird, so daß Elastizität möglich ist; 4. daß der Frachtsatz in Kraft bleib:, bis die Frage entgültig von einer gerichtlichen Apellinftanz erledigt ift, dann wird eine demokratische Bill nicht eingebracht werden. Sollte Letzteres dennoch nöthig erscheinen, und sollte die demo kratische Bill von de? republikanischen Majorität abgelehnt werden, so werden die Demokraten die Administration Bill unterstützen, selbst wenn sie nicht allen ihren Anforderungen entspricht Dle jährliche . Verkeilung von Ge müse und Blumensämrrelen seitens des landwirtschaftlichen Departements beginnt am 1. Dezember, damit die 33.000,000 Packete, welche zur Ver. tbeilung gebracht werden, noch vor der Pflanzzeit in die Hände des Publikums gelangen. Seit mehreren Jahren wirft der Kongreß für diesen Zweck $290,000 aus, ein Theil des Betrages wird aber für ausländische Experimente und ühn liche Sachen verwandt. Im Großen und Ganzen steht die Verfügung über die Sämereien den Bundessenatoren und Repräsentanten zu, ein Fünftel bleibt aber dem landwirtschaftlichen Sekretär überlassen, welcher dieses Quantum unter dte Korrespondenten für die statistischen Erntenachrichten des Wetterbureaus etc. vertheilt. 'Zum Zweck einer angemessenen Vertheilung der Sämereien ist drS Land in sechs Stationen getheilt und für jede r.erden nur solche Samen, bestimmt, von denen man den klimatischen und anderen Ver hültnissen sich Erfolg versprechen kann Zu den Gemüse und Blumensäme reim kommen dann noch Samen von Baumwolle, Futterpflanzen und Feld früchten, wie sie für dle verschiedenen Gegenden geeignet sind. ' Aus den Berichten, welche im MarineDepartement einlaufen, geht her vor. daß mit der drahtlosen Telegra. phie stets erfolgreichere Experimente durchgeführt werden. Bemerkenswerth ift namentlich, daß die drahtlosen Bot schaften auf ganz bedeutende Distanzen vermittelt werden, manchmal, wie er. hellt, absichtslos. So meldete der Te legraphist, welcher in San Juan, Porto Rico, stationirt ift, er habe im Laufe der Woche Depeschen aufgefan gen, welche von der De Foreft Station zu Manhattan Beach auögesandt wurden. Der Mann in San Juan fing die Depeschen besser ans, als der Tele graphtft in Beaufort, N. C., für wel chen sie bestimmt waren, trotzdem dle Entfernung zwischen den letzteren beiden Punkten nur 460 Meilen betrügt, während die Distanz von Manhattan Beach bis nach San Juan sich auf rund 1600 Meilen delüuft. Beide Statio. nen sind klein und haben keine sehr hochgradigen Instrumente; um so er frculicher sind die Resultate. Man scheint übrigens zu dem Schlüsse zu kommen, daß die drahtlose Telegraphie auf dem Wasser bessere Resultate lie fert. als auf dem Festlands. ES gewinnt an Wahrscheinlichkeit, daß General'ElnwanderungS'Kommis sär Sargent in nicht allzu ferner Zu kunft seinen Posten niederlegen wird. Der Kommissär hat seinen JahreSbe richt fertig gestellt und denselben dem Handels. Sekretär Metcalf unterbreitet. Der Bericht wird vorderhand der Oef fentlichkeit nicht übergeben werden, je denfalls nicht ehe der Handelssekretär den seinigen vollendet hat. Kommis sär Sargent nimmt in Bezug auf ver schiedene Fragen, vornehmlich, bezüglich deS Ausschlusses von Chinesm, eine Haltung in dem Bericht ein, welche scharf von den Ansichten deS Präsiden ten abweicht. ES ift kaum wahrscheinlich, daß diese Ansichten und Vorschlage deS Elnwan derungS'KommissÜrS in dem Dokument verbleibe werden; sie dürften den Blaustift höherer Instanzen zum Opfer fallen. Sollten dieselben darin der
bleiben, so wäre nicht anzunehmen, daß
der Präsident einen Unterbeamten, wel cher ihm entgegen arbeitet, lange auf seinem Posten belassen wird. Werden andererseits diese Dinge, auf welche Kommissär Sargent eigensinnig einen so großen Werth zu legen scheint, ge strichen, so würde man wohl zu erwar ten haben, daß Herr Sargent um sei nen Abschied einkommt, der ihm bereit willigst vom Präsidenten gewährt wer den dürfte. Neue Bühnenbeleuchtung. Vor einiger Zeit ging durch deutschländische Blätter die Nachricht, für das Berliner Deutsche Theater sei die neue Erfindung eines französisch - italcnischen Malers erworben worden, welche die Rampenbeleuchtung überflüssig mache. Die Sache ist, wie jetzt berichtet wird, ui; dieser Form unrichtig, weil die Erfindung Fortunys bis heute technisch noch nicht hinreichend ausgeprobt ist, um schon .mit Sicherheit in die weitere Praxis hinübergeleitet zu werden. Auch wird sie, wenn die elektrotechnische Neuerung, deren Vorstadien in den Versuchsräumen der Allgemeinen Elektrizitätsgcsellschaft verlaufen, sich als in größerem Maße durchführbar erweisen sollte, keinesWegs dem genannten Theater allein, sondern allen Bühnen der Erde zugute kommen. Eine besondere Tochtergesellschaft der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft würde eventuell für eine Durchführung auf breitester Basis sorgen. Es handelt sich bei dieser Erfindung um eine indirekte (reflektirende) Veleuchtung mit Bogenlicht, das oberhalb des Vühnenraumes . angebracht wird; der Apparat Fortunys soll, wie Augenzeugen berichten. Tageshelle verbreiten und Farbenwirkungcn von unerhörter Schönheit (sie werden durch seidene Bänder bewirkt) hervorbringen. Auch geschlossene Dekorationen, Zimmer, können wie mit Tageslicht erfüllt werden: als ob durch die Fenster die Sonne schien. Fortuny war letzten Sommer in Berlin und hat den Herren der Allgemeinen Elektrizitiätsgesellschaft seine Erfindung mit einem kleinen Apparat vorgeführt. Es wird nun alles von dem ersten größeren Experiment abhängen, das auf dem LiebHabertheater der bekannten Comtesse de Bt;arn dieser Tage vor sich geben wird. Fortuny stattet diese Bühne mit seiner Beleuchtung aus; die Montirung der Apparate haben die Berliner Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft und ihre Pariser Filiale übernommen. Fortuch ist der Sohn des großen Mariano Fortuny (18381874), der in Spanien geboren war, aber in Paris seine künstlerische Heimath hatte. Der Sohn lebte zumeist in Venedig. ' Er hatte als Maler gar keine, als Bühnendekorateur aber .eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Stadt der größten Wasserkraft. Unser Nördwesten kann mit Stolz auf eine Reihe Städte verweisen, deren Wachsthum ein ebenso rasches wie gesundes ist, zwei Dinge, die sich so oft nicht vereinigen wollen. Zu diesen jungen Titanen gehört auch die Washingtoner Stadt Spokane, von der vielleicht in-den nächsten paar Jahren mehr die Rede sein wird, als von mancher gegenwärtig größeren! Schon auf rund 80.000 Einwohner gekommen und damit die zweitgrößte Stadt des Staates geworden, trägt sie sich mit der Hoffnung. . noch die erstgrößte zu werden. nicht sowohl, weil sie das größte Eisenbahnccntrum westlich von St. Paul und dem Missourifluß ist, sondern vor Allem, weil sie die größte Wasserkraft des ganzen Westens besitzt. In einer Reihe Cascaden stürzt der Spokanefluß nieder, welcher durch das Herz der Stadt fließt, und die mindeste Kraftfähigkeit dieser Fälle beträgt 33.000 Pferdekräfte, wovon knapp die Hälfte bereits zur Gewinnung elektrischer Energie ausgebeutet wird. Nicht nur die Stadtbeleuchtung, der Betrieb der Mühlen und Fabriken 'und von 24 Meilen Vorstadtbahn werden ausschließlich durch die Elektricität ermöglicht, welche aus diesen Fällen gewonnen wird, sondern diese wird auch nach den berühmten, über 100 Meilen entfernten Silber - Bleiminen von Coeur d'Alene, Jdaho, geleitet, welche ein Fünftel der gesammten jährlichen Blei - Ausbeute der Welt liefern. Und Größeres wird noch für eine nahe Zukunft erwartet. , Variante. Chef: Haben Sie Mayer gemahnt?" Buchhalter: Mehrfach sogar; aber s waren alles Briefe, die ihn nicht erweichten." DieVerlinerstädtische chuldeputation hat beschlossen, zur ii'ördürung der Pilzkunde in den städtis'yen Schulen beim Unterricht in der 'lanzenkunde Pilze in Töpfen zu liefern. Die Pilze, zunächst die wichtigsten eßbaren- und die schädlichen, sollen in Töpfen gezogen unbjbtn Kindern in den verschiedenen Stadien des Wachsthums in natura gezeigt werden, damit sie es schon in der Schule lernen, die eßbaren von den schädlichen zu unterscheiden und beim Suchen nach Pilzen es vermeiden,' den Nachwuchs auszureißen.
Oessentllche Aerzte im Alterthum. Die Einrichtung . der öffentlichen Aerzte hat während des ganzen Alterthums, von Homer biö zu Justinian, bestanden. Der erste dergestalt beamtete".Arzt, von dessen Persönlichkeit wir Genaueres wissen, ist Demokedes aus Kroton in Unteritalien, der um 525 vor Christus von dort nach Aegina übersiedelte und dort nach Herodot schon im zweiten Jahre seines Aufenthaltes von den Aeginaten um die hohe Summe von 1 Talent (über $1500) angestellt ' wurde; allerdings wurde er schon im folgenden Jahre von den Athenern um 100 Minen (die Mine etwa gleich einem Sechzigste! des Talents in ihre Vaterstadt, im vierten Jahre vom Tyrannen Polykrates um zwei Talente nach Samos berufen. Im fünften Jahrhundert waren die öffentlichen Aerzte in Athen bereits eine stehende Einrichtung, wie unter anderem aus mehrfachen Anspielungen des Aristophanes hervorgeht. Da die Anstellung der Aerzte in Griechenland durch Wahl der VolksVersammlung erfolgte, ist es begreiflich, daß mancher Candidat auf eine solche, Anstellung zu Mitteln griff, die
ihn heute wohl als unlauterer Wettbewerb mit dem ärztlichen Standesgericht in Conflikt bringen würden; so wenn z. B. einer vor der Anstellung die Bürger unentgeltlich behandelte, oder, da die öffentlichen Aerzte von den Reichen Geld nehmen durften, von vornherein in der Hoffnung auf fpätere Schadloshaltung auf Gehalt verzichtete. Die Zahl dieser Amtsärzte" betrug in Athen im 3. und 4. Jahrhundert wahrscheinlich 6. Genauere Angaben haben wir erst aus römischer Zeit; in Rom selbst waren im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. 6. im folgenden aber 14 öffentliche Aerzte angestellt, nämlich je einer für die 14 Regionen der Stadt. Zu dieser Zeit kam für die öffentlichen Aerzte, zuerst in Griechenland, dann auch in Rom, der Titel archiatroi" auf, der ursprünglich die Bezeichnung der Hofärzte am Velucidenhof zu Antiochia- gewesen war und von dem unser Wort Arzt" (ahd-arzat) abstammt. Neben der Heilthätigkeit lag diesen Aerzten auch die Ausfertigung medizinischer Gutachten ob, z. B. von Leichenbefunden, wie aus einigen ägyptischen Urkunden hervorgeht. Außer den Städten stellten übrigens auch viele große Körperschaften wie die Gymnasien und Gladiatorenkaserne, in Rom im 4. Jahrhundert n. Chr. auch die Vestalinnen. sich einen .eigenen Arzt an. Ihr Gehalt war im Durchschnitt nicht so hoch wie das oben augeqebene Honorar des Demokedes, fondern betrug in der Regel 500 bis 700 Drachmen, was etwa dem Gehalt der staatlich angestellten Architekten oder Lehreranden Gymnasien entsprach; es wurde durch eine besondere Steuer, das Jatrikon". erhoben. Von einem in städtischen Diensten stehenden Roßarzt wird im 2. Jahrhundert v. Chr. aus Thessalien, dem Land der Rosse, berichtet. Erst Kaiser Justinian hat im 6. Jahrhundert die öffentliche BeZahlung der Aerzte aufgehoben. W e r a v g e q a $ t e 2ii$ c 1 1 0 ver während des Monats Qctober im Hafen von New Aork importirten Waaren betrug $62.796.256.47. eine Zunähme von $7.500.000 'im Vergleich mit dem. Monat October des Vorjahres. Im October d. I. wurden 139 Automobile importirt, gegen 85 im October des Vorjahres. Während der abgelaufenen 10 Monate dieses Jahres wurden 911 Automobile im Gesammtwerth von $3,500',000 importirt, gegen 521 in. der gleichen Periode des Voriabres im Wertbe. von 82.000.000. Fatale Ehrlichkeit. Gestern hab' ich ein Fünfmarkstück in meiner Wohnung verloren!" Hoffentlich haben Sie ein ehrliches Stubenmädchen?" Das ist ja g'rad' das Malheur! Die findet's und gibt's meiner Frau, und dann bekomm' ich's nie mehr zurück!" Gemüthlr ch. .Betrunkener (der die Grenze passirt, zum Grenzsoldaten): Erlauben Sie, is denn de? Äff', den ich hab', auch zollfrei?" Ironie. Redakteur: So eine Ironie! . . . Schickt mir da ein Dichterling beste Wünsche zum neuen Jahre und legt dem Brief 163 Gedichte bei!" U m s chr i e b e n. A. (der B. erne Cigarre verehrt hat): Nun, was sagen Sie zu der Cigarre?" V.: Ich verzeih' sie Ihnen!"' Kühnes Bild. Sergeant (zu den Rekruten): Ihr müßt so auftreten, daß die Antipoden in die Luft kljegen und oben verhungern!"
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Die Krankheiten des Großfürsten. Alexander III.. der Vater des jetzigen Kaisers von Rußland, der .bekanntlich kein sonderlicher Freund der Deutschen war, ließ seine Söhne sehr streng erziehen. Die Großfürsten waren zum Theil keine großen Freunde des Lernens, und so hatte der jetzige Kaiser Nikolaus eine ganze Reihe von Krankheiten, die er bekam, sobald ein ihm langweiliger Lehrgegenstand an die Reihe kam. Lange Zeit befiel den Großfürsten, so oft die griechischen Alterthümer an die Reihe kamen: Zahnschmerz, bei Arithmetik: Gliederreißen, bei Geometrie: Kopfschmerz. Jede ausfallende Stunde mußte dem Kaiser nebst Grund gemeldet werden. Eines Tages meldete der Oberhofmeister, daß die griechische Stunde ausfallen müsse, weil der Großfürst Nikolaus Gliederreißen habe. Unmöglich!" rief der Kaiser. Sagen Sie meinem Sohn, daß er sicb irrt. Seit Monaten bin ich gewohnt, zu hören, daß er vor der griechischen Lehrstunde Zahnschmerzen bekommt, also muß er sich heute ganz entschieden in seiner Krankheit geirrt haben. Gliederreißen kommt erst vor der Arithmetikstunde. Sagen Sie. ihm dieö!" Seit diesem Tage hörten die Schmerzen des Großfürsten Nikolaus auf. Klägliches Ende. Warum ist Euer Junggesellenllub aufgelöst ' worden?" Weil alle so verschuldet waren, daß sie heirathen mußten." . M a ß st a b. Ein sehr schönes Automobil haben Sie da, Herr Baron, das hat sicher fünfzig Pferdekräfte?!" Eigenthümer (lachend): Nein, bloß zehn; eines mit fünfzig wäre .ja weit größer. Wissen, Sie. ich habe es nicht nach der Größe geschätzt, sondern nach dem Gestank." Daß das G e w e r o e eines Betrügers immer noch lukrativ ist, wenn der betreffende Gauner es nur versteht, in origineller Weise Vorzügehen, bewei-st ein Fall, der . sich dieser Tage in Paris zugetragen. Ein Abgeordneter,' der energische Untersuchungen in der letzten Kongoskandalaffäre angrient hatte, um denn, gestützt auf sein reiches Material, im Parlament eine flammende Philippika gegen die Regierung vom Stapel zu lassen, empfing unlängst den Besuch eines Negers. Der Schwarze theilte ihm mit, daß er ihm noch neue Rohheiten und Gewaltthaten der französischen Beamten mittheilen könne. Bei diesen Worten öffnete er ein Paket, entnahm ihm ein schwarzes Fell und erklärte dem Parlamentarier, daß es die Haut eines seiner Verwandten vom Kongo sei, der in grausamster Weise zu Tode gefoltert worden wäre. Für 2000 Franks wolle er ihm das Beweisstück überlassen. Der Abgeordnete griff mit beiden Händen zu, allein der Preis war ihm zu hoch, und man einigte sich schließlich auf 600 Franks. Einige Tage später wollte der glückliche Käufer des Felles des Negers den Ueberbringer dieses noch einmal sprechen, um nähere Informationen einzuziehen. Unter der von ihm angegebenen Adresse war er nicht zu finden, und auch die Polizei vermochte seinen Aufenthalt nicht zu ermitteln.- Nunmehr schöpfte der Abgeordnete Verdacht, er ließ das Fell untersuchen und es stellte sich heraus, daß es das Fell eines Schweines war. EingrauenhafterGatt e n m o r d ist in dem russischen Grenzorte Czeladz verübt worden. Die Bergmannssrau Bartsch unterhielt hinter dem Rücken ihres fleißigen und braven Ehemannes ein unerlaubtes Verhältniß mit einem jungen Manne. Um zum Ziele ihrer Wünsche zu gelangen, beschlossen die Liebesleute, das Hinderniß, den Bergmann Bartsch, gewaltsam aus dem Wege zu räumen. Die Ehefrau legte in das Bett ihres Mannes eine Dynamitpatrone und brachte sie, als der Mann in tiefen Schlaf versunken war, zur Entzündung. Die Wirkung der Explosion war eine furchtbare: Kopf, Brust und Arme des betrogenen Ehemanns wurden in Stücke zerrissen. Das saubere Pärchen wurde verhaftet. Von der Gesmnung der Mörderin gibt der auf dem Wege zum Gefängniß geäußerte 'Wunsch .Zeugniß, mit ihrem ' Galan eine Zelle theilen zu dürfen. ,
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