Indiana Tribüne, Volume 29, Number 76, Indianapolis, Marion County, 21 November 1905 — Page 1
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1 1 GrMxeint feden Narinnittag. . X Jahrgang 29. - Indianapolis, Ind., Dienstag, 21. November 1905 ' - No. 7.
-Eine TodeSsalle.
Der Aufzug im Courthause. Bei Untersuchung deS Auszuges im GerichtZgebäude kam gestern der sehr er fahrene AufzugSinspector Starkweather selbst in Lebensgefahr. Starkmeather, welcher den Aufzug zur Probe fuhr, glaubte alles in bester Ordnnng, als er plötzlich durch ein großes Getöse von dem' Gegentheil überzeugt vurde. Die SicherheitZvor. richtung -hatte sich irgendwie gefangen und hielt den Wagen über den Flur fest. Starkweather entging durch einen eiligen Sprung in dem unteren Flur der großen Gefahr. Das starke Drahtseil, welches die Ge gengewichte hält, war von der Winde geschlüpft und die Gewichte fielen zu Boden. Der Aufzug ist jetzt in einer schlech teren Bersaffung als beim ersten Unfall. Landonkel als Langfinger. Elmer Green auZ Huntington, Ind., der sich vor zwei 'Wochen bei Adam Miller Arbeit beschaffte, wurde durch Lancafter, Haley und Splan verhaftet. Green soll trotz der kurzen Zeit seines Hierseins sich bereits genügend Stadt Manieren angeeignet haben, seinen Arbeitgeber systematisch zu bestehlen. Eine neue $8 Hose hatte er für $1.50 versetzt. .Ein Ueberrock wurde noch nicht gefunden und ein Pfandverleih Billett, das er in der Tasche bei sich trug, wird heute erst nachgeforscht werden.' Stadtrath erledigt viele kleine Geschäfte. Im Stadtrathe gestern Abend wa ren 17 Stadtväter anwesend, rbeiten von besonderer Wichtigkeit wurden nicht erledigt. 5ni Stadtclerk Wm. Fogarty wur den $300 bewilligt, damit derselbe nach Ablauf seiner Dienstzeit sämmtliche vom Stadtrath während der letzten zwei Jahren erledigte Geschäfte Alphabetisch in ein Verzeichniß eintrage. Vom Fund für öffentliche Gesundheit wurden 82000 der Flower Mission überwiesen. Für die Market Str. Kreuzung der L. lE. & 23., Big 4, Monon und Pennsylvania Bahnen, soll einStrecken Wächter besorgt werden. Eine dieSbe zügllche Ordinanz wurde angenommen. Zum Ankauf deS LandftreifenS neben dem South Str. Spritzenhaufe. wurde die Summe von $1000 bewilligt. Ein Protest gegen das Verfahren der Behörde öffentlicherArbciten wurde ein gereicht. Die Behörde wurde für ih ren eingenommenen Stand scharf kritifirt. Der Protest war 'in 5 verschiedenen Petitionen unterbreitet und jeder Peti tion waren lange Bogen mit Unter schriften angeheftet. Stadtrath Joseph L. GaSper reichte eine Ordinanz ein, laut welcher eS ml gesetzlich sein soll, innerhalb 500 Fuß von einem öffentlichen Parke Tanzhallen zu errichten. Eine Ordinanz, daS Salalr der Stadträthe von $150 auf $200 zu er Höhen, kam zum ersten Male zur Ver lesung. Darauf Schluß. South Park Double 8 Bowling Club hielt in der Südseite Turnballe ein Vreiökeaeln ab. Als Sieger in diesem Turnier gingen her vor: 1. Preis John Wetzel, Ver Walter der Südseite Turnhalle; 2. Pzz Ferdinand Elert. Den Trost preis erhielt Herr Fischer. Edward Bruce, von Mi land, Ind., welcher sich bei den Arbei ten der MorriS Straßen Brücke ver letzte, ist gestem im ftädt. Hospitale an seinen Wunden gestorben. D i e P o l i z e i wurde von dem FeuerwehrDepartement ersucht, zwei euer, die im Hause 325 West Cour Straße gestern stattfanden, auf ihren Ursprung zu untersuchen, weil Brand ftistung vermuthet wird.
Die Äctan-Park -Gesellschaft Wird versuchen, den Park wieder zu eröffnen. 1 Die Actionäre der Acton.Park.Ge. sellschaft wollen eine Versammlung ab halten, in welcher die Wiederherstellung des ParkZ besprochen werden soll. - Die Mitglieder der Gesellschaft schei. nen alle den Wiederaufbau der Park Häuser au begünstigen. Aller Wahr scheinlichkeit nach wird der Park wieder in Stand gesetzt werden, wenn sich ge wisse Hindernisse beseitigen lassen. Eine der Hauplfragen ist die Be schaffung von Geldern für den Wieder aufdau des Versammlungshauses. Die Gesellschaft wird sich bemühen, einen Schadenersatz von der Big Four- Bahn Gesellschaft zu erlangen, dä durch eine
hrer Locomotiven die große Verheerung angerichtet wurde. Drncker-Schnle des technischen Instituts Unter entsprechenden Ceremonien eröffnet. Gestern Abend wurde die Drucker Schule deS technischen Institutes unter entsprechenden Ceremonien eröffnet. Unter Leitung vou C. P. Souli, Ma nager der CreScent Type Foundry, war aus Chicago eine Delegation ange angt. Außerdem hatten sich Leitung eute au? umliegenden Orten, sowie aucd eine Anzahl Druckereidesitzer ein gefunden. Das Publikum hatte selbstverftänd lich gleichfalls Zutritt und die Gelegen heit wurde benutzt. M. C. Smith, der Direktor des Institutes, Frank Cbandler, Superintendent der neuen Schule, und andere hielten Ansprachen. Alle Maschinen waren in Operation. Besucher find übrigens zu jeder Zeit in allen Departements des Institutes null ommen. Personal-Kotizen. Den vielen Freunden deS Herrn Fred. N o e l k e wird die Nachricht willkommen sein, daß er schnell seiner Genesung entgegen geht. Er ist someit hergestellt, daß er am Stock und seiner ?pezial Wärterin im Korridor des Diakonie-HospitalS spazieren geht, ja er stattet gestern sogar Herrn Russe dem Supt. einen Besuch in seiner Office ab. Unfall. Heute Morgen um 9 Uhr wurde der bei der Big Four Bahn beschäftigte Arbeiter Christ. Sortisch an Shelby Str. und Gürtelbahnkreuzung von einem Frachtwaggon getroffen, wobei ihm der linke Fuß zerquetscht wurde. Sortisch wurde per Ambulanz in das St. Vincents Hospital überführt und dort in Behandlung genommen. Der SonntagS-Dkckel. Trotz der von ihm angewandten Wachsamkeit wurde am Sonntag John Lyon, ein Wirth, 234 Süd Noble Straße, verhaftet. Lyon hatte näm lich oben auf dem Dache des HaufeS einen Wüchter aufgestellt, der ihm. im Falle sich Polizisten nähern würden. sofort Meldung zu machen hatte. Polizist AldertS hatte den Mann ge seden, und sofort die Mission desselben errathen. Er wartete geduldig bis zum Einbrüche der Dunkelheit, so daß der Wächter die blanken Knöpfe nicht sehen konnte und eilte der Wirthschaft dann zu. Er fand acht Männer in einem provisorischen Schankzjmmer im zweiten Stock. Lyon wurde dann ver hastet. Vier weitere Verhaftungen wegen Uebertretung deS SonntagSgefetzeS wurden vorgenommen. Clarydon 21. Nov. Die hiesige Homoepathin Frau Clara L. Habermehl wurde verhaftet, weil sie eine Flagge deS GefunoheitSratheS herunterriß, die an einem Hause, wo jemand an einer Halsentzündung er krankt war, befestigt war. Frau Ha bermehl behauptete, daß der Patient gar nicht an der Halsentzündung litt.
Ein musikalisches Ereigmß.
Das erste Konzert des Orchesters in
Erstklassige musikalische Genüsse entfeffeln
Beifallsstürme. -
arold Bauer und Dirigent
ausgezeichnet.
Wohl selten ist dem musikkundigen Publikum ein höherer musikalischer Ge nuß geworden, als gestern bei dem er Yen Konzert deS Indianapolis Sym phonie Orchester in der Tomlinson Halle. Die herrlichen Gaben deS künft lerisch reisen Orchesters und die dir tuosen Piano Vortrüge deS MeifterS Harold Bauer entfesselten einen Ent hufiaSmuS der kaum einer Steigerung fähig und auch völlig verdient war. Wenige Großstädte unseres Landes find so glücklich ein gleich treffliches Orchester wie daS gestern Abend gehörte in ihrer Mitte zu haben. ES ist die Pflicht der Jndianapolifer Musikfreunde, eS demselben durch die liberalste Unterstützung zu ermöglichen auf der Höhe, die eS nun. erreicht hat. zu bleiben. Mit dem wunderbar vollendeten Vortrag von Bethoven'S 6. Sympho. nie Pastoral gab das Orchester einen so überzeugenden Beweis von der Reife seines Könnens, daß man sich erstaunt fragte, wie. es möglich fei, in dem musik lauen Indianapolis ein derartig vollen deteS Ensemble zusammenzubringen, geschweige denn zu unterhalten. Große persönliche Opfer müssen gebracht wol den sein, um dieS zu ermöglichen. DaS Publikum aber sollte selbst große Opfer nicht scheuen, um diese tresfliche Musik Organisation zu erhalten. Die künstlerische Feinheit der Durch führung, daS innige Verständniß, mit dem jedes Mitglied deS Orchesters die Intentionen deS unsterblichen Kompo nisten wiedergab, riß das Publikum unwiderstehlich mit sich und verwandelte kalt angelegte Naturen in Enthusiasten. DaS Publikum war gleich nach den ersten Sätzen der Symphanie in Rap Port mit den Musikern und diese glück liche Stimmung begleitete das Konzert bis zum Schluß. Die zauberisch'schönen Noten deS zweiten Theiles der Komposition Am Bche- erzählten von dem Murmeln deS ruhig hinfließenden Wassers, dem Gezwitscher der gefiederten Sänger, dem Rauschen der Weiden und dem Flüstern deS ' vom Winde bewegten Schilfes in so anschaulicher Malerei, das man den Tönen wie einem Pano rama folgen konnte. Und dann die Töne der ländlichen Lustbarkeit, der freudige Lärmen der Bauern, die qul ckenden Instrumente der zum Tanz aufspielenden Dorfmusikanten, bis das Tröpfeln des Regens die Fröhlichen verscheuchte und der folgende' heftige Regensturm Herr im Gefilde blieb. DaS Tongemälde bedürfte keiner Er lüuterung so klar wurde eS den Sin nen durch die wunderbare Musik veran schaulicht. Der enthusiastische Beifall des Publikums bewies, wie hoch die Leistung geschützt wurde. Wiederholt mußte Dirigent Karl Schneider den Applaus quittiren, der eine schöne An erkennung seiner zielbewußten Beßre düngen war. In der folgenden Programmnummer Die Odd FellovS. Die jährliche, Versammlung der Department Council PatriarhS Militant, deS Uniform Rank der Odd FellowS wurde heute in der Halle der Groß Loge eröffnet. ES wurden die Berichte deS Prüft deuten Gen. I. E. Bodine und deS Schatzmeisters Col. I. O. Clarke ver lesen. Am Abend wurde ein Bankett mit vielseitigem Programm abgehalten.
Indianapolis Symphonie-
dieser Saison. ' Schneider durch (Ovationen Konzert in K Moll, von Robert Schu mann, hatte das Publikum Gelegen heit den Virtuosen Harold Bauer und das Symphonie-Orchefter im Zusam menspiel zu hören. ES genüge zu sagen, daß das Musik stück in genußreichster Weise zu Gehör kam. Virtuose Bauer muß seinem Ge sichtSousdruck zu folge, der die Stim mungen dieser Künstler so deutlich wie derspiegelt, völlig zufrieden mit der orchestralen Leitung gewesen sein. Die schwierige Komposition erklang wie aus einem Guß. Nach einer kurzen Pause spielte das Orchester die ZmischenaktS'Mufik aus Rosamunda" vm Franz Schubert und Pagina d'amore" von Frank van der Stucken. Auch in diesen beiden Vor trügen bewies das Orchester eine emi nente Tüchtigkeit. In dem letzteren waren die Geigen hervorragend in künstlerischer Leistung. Meister Bauer spielte nun die Soli Nocturne in cminor von Chopin, Im promptu in adur, Schubert und Etüde en forme de valse von Saint SaenS. ES waren herrliche Leistungen mit denen Herr Bauer das Publikum ent zückte. Das klagte, träumte, jubelte und jauchzte in den verschiedenen Kom Positionen so echt und tiefinnerlich unter den kunstgeübten Händen hervor, daß die Zuhörer mitfühlen mußten. Nach jeder Piece wurde der Virtuose wohl fünfmal hervorcjerufen aber er ließ sich trotz des- so deutlich ausgedrückten Wunsches der. Zuhörer erst nach Be endigöng seiner ProgramM'Nummern zu einer Dreingabe bewegen und auch wohl dann nur, weil er eS müde wurde, sich immer wieder verbeugen zu müssen. Als er sich aber zu einer Dreingabe Entschloß, gab er in einem wunderbaren Vortrag echten Künstlerdank. Nun wollten die Hörer ihn erst recht nicht fortlassen, ohne ihn nochmals spielen gehört zu halen. Er fügte sich nicht gerne, als aber der Hervorruf frenetisch wurde, da gab er in einer köstlichen Improvisation seinem Grol len über das Nimmersatte Publikum, daS ihm nicht gestatten wollte, mit sei nem Genie zu geizen, auf dem Flügel in meisterhaftem harmonischen Schel ten Ausdruck und als er mit energischem Anschlag die hübsche Fantasie endete. da fühlte wohl jeder im Publikum, daß der Meister in deutlicher Weise zu ihm sagte : Weiter giebt'S nichts." Mit dem vollendeten Vottrag der Ouvertüre zum Freischütz von Weber schloß daS Symphonie Orchester den genußreichen Mufik.Abend, bei dem die Stunden wie Minuten dahinflössen. Das gestrige Konzert, welches - so überzeugend die hervorragende Künst lerschaft deS Symphonie Orchesters aufs neue bewies, sollte dieser Organt sation die energische Unterstützung aller die Musik lieben für die Zukunft sichern. Vierzigstes Stiftungsfest Des Bierbrauer UnterstützungsVereinS. Am flmßslsl veranstaltet der Bier 1 braver UnterftützungS'Verein in der Südseite Turnhalle sein 40. Stistungs fett. Krake Vorbereitunaen sind im Ganae. um das fast m einem würdi gen und erfolgreichen zu gestalten. Wer in angenehmer Gesellschaft angenehme Stunden zu verbringen wünscht, sollte zum Stiftungsfest der Brauer geyen. Raucht die BONANZA.
Ein desperater Einbrecher
Gelangt durch Zufall in die Hände der Polizei. Robert ThomvkinS, ein-Neger, wur de am Sonntag durch den Privat'Poli ziften Charles AmeS,. als ex ihn in der Halle deS 114 Nord Noble Straße be egenen FlatGebäudeS vorfand. .Bum meln lautete die gegen den Neger er höbe Anklage. Die Detektivs Gerber und Trimpe, die im Polizeigericht den Verhandlungen beiwohnten, nahmen den Mann, nachdem drr Richter dem elben eine Strafe von öl nebst Kosten und 30 Tage Arbeitshaus aufgeknackt hatte, in's Kreuzverhör. Der Neger hatte eine Mütze auf dem Kopfe, deren Futter auf einer Seite aufgetrennt und mit einer Sicherheit;nadel wieder zugesteckt war. Die Beamten zogen die Nadel heraus und fanden zwei goldene Ringe, der eine derselben war einDlamantring und der andere hatte die Buchstaben E. P. C. eingravirt. Thompson wurde einem Kreuzver hör unterworfen und er gestand, einen Einbruch verübt zu haben, sagte aber. daß er sich nicht mehr erinnern könne, in welcher Stadtgegend. Capt. Kinney und die Detektivs nah. men den Neger dann mit sich ins Buggy, damit er ihnen seine Wohnung tr l m zeige, viaq langem gm uno yersay ren fand man das Haus und das Zim mer deS Negers wurde durchsucht. Sachen, die aus 8 weiteren Einbrüchen herstammten fand man vor. Unter diesen auch eine schwere goldene Da menuhr, die aus Flrman Stout'S Wohnung. 3003 West Michigan Str., gestohlen war. Der Neger hat übn gens wegen Raubes bereits in Nash ville, Tenn., 5 Jahre gesessen. Anders n, 20. Nov. George LewiS, Besitzer eines Geschäftshauses, in welchem ein gewisser Nathan Veach ein WaarenhauS und ein gewisserHarry Comftock eine Rafirstube führt, bekam einen anonymen Brief zugeschickt, in welchem er aufgefordert wird den Na than Veach zum Ausziehen zu bewegen, widrigenfalls fein HauS angezündet würde. Ein Feuer brach auch in der Rafir ftube von Comftcck aus, und es unter liegt keinem Zweifel, daß eS muthwillig angezündet wurde. Veach' wurde am härtesten von dem Feuer getroffen; er hatte feine Waaren, die einen Werth von $3000 reprüsenti ren, nur im Betrage von $1500 ver sichert. LewiS hatte eine Vlrficherung von $500, der ein Verlust von $1200 ge genübersteht. Comftock's Rafirstube im Werthe von $500 hatte keine Versicherung. . LewiS hat schon früher anonyme Briefe bekommen, die ihm sogar mit Tod drohten. Die Polizei ist hart an der Arbeit die Sache zu untersuchen. Fort W a y n e, 20. Nov. E. Fo ster, ein Zimmermann von Peru, wel cher darch lügnerische Versprechungen die Wittwe Mary Feller zur Heirath bewegte, wurde der Doppelehe über führt und festgenommen. Foster, wel cher seine Unschuld betheuert, wurde zu 25 Jahren. Gefängniß verurtheilt und in das Michigan City Gefängniß abgeführt. Polizeiliches. George Werner, ein An streiche?, 132, N. Noble Str., wurde gestern durch dieRadler Hull und Shine verhaftet. Werner soll seine Frau ge schlagen haben. JohnBarnhuse. 42 Jahre alt, entfloh gestern aus' dem Irrenhaus ist spät am Abend aber wieder ein gefangen worden. IV" Der Lahrer Hinkende Bote sowie der Negensburger Marien Kalender für 190k find durch unsere Office zu beziehen.
Neue Klagen.
Martha L. Kelley reichte eine Ehe scheidungöklage gegen ihren Ehegatten ein, weil er in den legten 3 Jahre ihrer 12'jährigen Ehe seinen ehelichen Ver flichtungen nicht nachgekommen ist. Frau Kelley mußte Arbeit annehmen, um ihren und ihres Kindes, welches aus dieser Ehe stammt, LebenSunter halt zu erwerben. Sie verlangt nebst Trennung von ihrem Gatten $3 wöchentlich zur Unter Haltung deS Kindes. Tlia M. Sneed reicht Ehescheidung? Klage gegen ihren Ehegatten Ernst Sneed ein. Lulu Marks klagt auf Scheidung gegen Alexander Marks, mit dem sie 6 Jahre verheirath't gewesen ist. Grund der Ehescheidung ist Vernachlässigung seiner Eheverpflichtungen. Guarantee Roosing Co. reicht gegen Lillian E. Lone und ihren Ehegatten W. B. Lone eine Lienklage ein. Harry W. Woodward verklagt AmoZ B. Keeport und Harry A. RogerS. In haber der Firma AmoS B. Keeport & Co., auf S3000 Schadenersatz. Woodward zog sich während der Arbeit schwere Körperverletzungen zu. An geblich war der Fußboden in repara turbedürftigem Zustande. Schlecht bekommen ist einer Frau in New Jork der Hallowe'en-Ulk. Früu Julie Kirby plagte der Ehrgeiz, als Gespenst in einer fröhlichen' Hallowe'en - Partie an Bord des Dampfer .Geneial Putnam", der am Fuße der Market Straße verankert lag, zu erscheinen. Demgemäß verschwand sie heimlich lus der Kajüte, )n dem die Gesellschaft vereint faß. begab sich an Deck und umhüllte sich mit einem Bettlaken. Auf ihrem. Spukgang, der sie in die Kajüte zurückführen sollte, verlor die Dame jedoch das Gleichgewicht, und mit einem sehr menschlichen Schrei stürzte das GespeM über Bord in die kalten Fluthen. Sehr wahrscheinlich wäre aus Frau Kirby ein wirklicher Geist geworden, wenn nicht der DockWächter der verzweifelt um ihr Leben Ringenden ein Tau zugeworfen und sie an's Land gezogen hätte. Präsident Butler von der Columbia Universität erhielt dieser Tage einen Brief von einem gewissen H. Duden, der sich darin bitter be schwert, daß sein Sohn Fred. H. Duden. ein Senior in der School os Mines, durch seine Theilnahme am Fußballspiele bereits ein Jahr seiner Studienzeit verloren habe, da er das Examen nicht machen konnte und ein weiteres Jahr an der Universität bleiben muß. Da der Vater wünsche, daß der Sohn seine Studien rasch beende, frage er an, ob es kein Mittel gebe, den Sohn zu veranlassen, das Ballspiel aufzugeben und sich ernstlich seinen Studien zu widmen. Dem aufgebrachten Vater wurde geantwortet, daß es für die Universitätsbehörde unmöglich sei, etwas in der Sache zu thun, so lange ein Schüler sich wohl verhalte. Die athletischen Uebungen eines StuRenten entzögen sich der Controlle der Behörde. DieTreibhäuserder Kunstgärtnerei von W. A. Manda in South Orange, N. I.. wurden kürzlich zum dritten Male von Feuer heimgesucht. Hierbei ereignete sich folgender interessante Vorfall. Der Nachtwächter, Anton Pola.Ni. hatte in seiner Weste, welche 'in dem Treibhaus hing, $100 in Papiergeld, seine Ersparnisse. Bei der Aufregung hatte Polaski ganz vergessen,' feine Weste in Sicherheit zu bringen, und erst als es unmöglich war. in das Treibhaus zu gelangen, dachte er an den'werthvollen Inhalt seines Kleidungsstückes. Sobald jedoch die Flammen gelöscht waren, drang . Polaski ' in das Treibhaus, aus dem er bald mit einem halb verkohlten Fetzen Zeug wieder herauskam. Mit fieberhafter Hast fühlte er an demselben herum, als er plötzlich einen lauten Freudenschrei ausstieß und eine Rolle Papiergeld aus dem Fetzen herausholte. Der Fetzen war der Ueberrest seiner ?)este, in deren Tasche seine Ersparnisse noch unversehrt steckten. Bis auf wenige Zoll von der Tasche waren die Flammen gelangt und dann erloschen. Die diesjährige Ciiro.' nen- und Orangen Ernte in Ventura County, Cal., verspricht um 10 bis 15 Prozent größer zu werden als im Vorjahre und die Preise Versprechenebenfalls höher zu werden, besonders die für Citronen. m m y I Cy Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's .Longfellow".
