Indiana Tribüne, Volume 29, Number 75, Indianapolis, Marion County, 20 November 1905 — Page 4
Jnvtana Trtvnne, 20 November n05
Indiana Tribüne. Hnanlzeakden vou Uz ntrg Es. Indianapolis, Ind. Harr) D. Thudin Präsident.
OeschäftSlocalt No, 31 Süd Delaware Straße. Telephone sss. aui.ia. Ml, mc rom tmee ot inai&n&peiis as sccond dass matter. f5t. Emil Preetorius. Unter deu deutschen Journalisten deZ Landes wird die Nachricht vom Hinscheiden von Dr. Emil PreetoriuS tiefe Trauer erregen. Seine glänzendm Errungenschaften als Chef.Redak tobet Westlichen Post in St.LoulZ, sein Gerechtigkeitssinn und seine große -HerzenSgüte stempelten ihn nicht nur zum berühmten Journalisten, sondern zu einem wichtigen Faktor im öffentli chen Leben. Er war einer der hochherzigen Acht . undöierziger, welche wegen ihres 22a gemuth? für die Volksfreiheit dem aU ten Vaterlande Valet sagen und hier im Lande der Freiheit eine Existenz gründen mußte. Er hatte noch vor AuSbruch der Revolution als Doktor der Rechte von der Universität Gießen glänzend bestanden und mit reichen Kenntnissen ausgerü stet fand er bald seinen Wirkungskreis in den Vereinigten Staaten. Er war einer der ersten, die zur Fahne der Union eilten, als der Bürgerkrieg aus brach. Mit der ihm eigenen hinrei ßenden Vcredsachkeit war er es, der die Turner von St. Louis zum Angriff und siegreichen Sturm auf Camp Jackson begeisterte. Er diente der Freiheit in diesem Lande, wie er ihr im alten Vaterlande gedient hatte, nur weiser "und reiser und deshalb erfolgreicher. Eng in inniger Freundschaft mit Karl Schurz verbunden, war er mit demselben auch in Herausgabe der Westlichen Post" affociirt. Ihre vereinten Fähigkeiten gaben der Zeitung einen nationalen Ruf und großen finanziellen Erfolg. Vor.kaum 6 Jahren wurde ihm die Freude zutheil, von seiner Alma Mater, Gießen, das Ehrendiplom 50jähriger Doktorwürde zu erhalten. Seine Geistesfrische verließ ihn auch in seinem hohen Alter nicht, er wurde 73 ' Jahre alt. Noch vor Kurzem pläsidirte er dem Feste des St. Louiser Schillervereins. Ihn überleben seine hochgeschätzte .Gattin, eine Tochter und sein Sohn Edward. Seine Angestellten, zu denen auch Schreiber gehörte, betrauern den Verlust eines gütigen Chefs. Das Deutschthum von St. LouiS verliert viel an Dr. Emil PreetoriuS, der nun der Mutter Erde den letzten Tri but gezahlt hat. Der Hottentotten - Aufstand. . General v. FrancoiS schreibt über den südwestafrikanischen Krieg: Wenn jetzt einige Zeitungen glauben, daß der neue Gouverneur die Aufständischen zu ern sten Friedensverhandlungen geneigt machen werde, so ist dieS ein Irrthum. ' Eine Person, wie der Gouverneur oder einzelne Missionare können nicht mit den vielen zerstreuten Banden in per
' sönliche Verbindung treten und ihr
Vertrauen gewinnen. Bisher hat sich nur gezeigt, daß die Ausständischen am liebsten mit den Männern verhandeln, mit denen sie kämpfen. . Auf daS Vertrauen der Eingeborenen .kommt eS jetzt nicht an. Deutlicher wie durch den Aufstand konnten sie gar nicht zcigen, daß sie' keiner Person an der Spitzr und der 'mildesten Regierung nifli trauen. - Und blutig haben sie bewiesen, daß ihnen selbst gar nicht zu . trauen ist. Annahmen, die von dem Vertrauen der Aufständischen zu dem neuen Gou verneur eine schnellere Beendigung der ' Unruhen erwarten, thun ihm sehr un recht, denn sie wecken Hoffnungen, die sich nicht verwirklichen lassen. . . Wenn wir bald Frieden haben wollen, dann müssen wir .Gnade vor Recht ergehen lassen, den Mördern und RädeUfäh rern deö AufftandeS das Leben schenken und den Stämmen Vieh, Waffen und Wahl des Wohnortes belassen. An solche Zugeständnisse denkt aber wohl bei unS niemand. . Die Redellen' müssen selbst kommen und um Frieden bitten. Vorläufig handelt eö sich nicht für absehbare Zeit immer' nur darum, die Widerstands kraft de? Aufständischen zu brechen und
ihnen unseren Willen aufzuzwingen. DaS hängt aber ebenso, vom ' Gegner wie von uns ab. Die bisherigen Ver. Handlungen haben für uns nur den Vortheil gehabt, daß wir durch sie den Aufenthalt der Führer, genauere Nach' richten über die Lage und die Stim. mung der Aufrührer erhielten und ihnen unsere Forderungen mittheilen könnten. Deswegen ,ist die gelegentliche Aufnahme von Verhandlungen durch die Trupvenführer: angezeigt Dagegen ist die'Bewilligung von län geren Waffenruhen für die Aufständi schen vortheilhafter als für uns. AuS demselben Grunde wird die Nähe der englischen Grenze ein Nach theil für uns. In den Meldungen vom 16. und 20. Juni und 5. Juli berichtet General Trotha über den Zu zug von englischem Gebiet, die Zuflucht. die die Aufständischen jenseits der Grenze finden und die Möglichkeit, sich dort Waffen und Munition zu ver. schassen. Besonders die Ostgrenze wird unS zur Gefahr.' Bei AminuiS und GobabiS haben wir die Ausgangspunkte für den Verkehr in die südliche Kalahari in eigenem Besitz, bei Riet fontein.Süd aber nicht. Wie die Wal fischbai ist Rietfontew'Süd ein Dorn in unserem Fleisch. Viel bemerkt dürften ferner die AüS. führung über die amtliche Berichterftat tung werden. ES heißt da: f Gegen frühere Verhältnisse ist die Be richterstattung außerordentlich schnell, im Vergleich zu. europäischen Verhält
nissen aber langsam. 'Die Langsam keit liegt weniger an der Führung, der Truppe und der Beförderung in Süd westafrika, als an der Zeit, die für die Prüfung und Veröffentlichung in der Heimath nöthig ist. Ich möchte dies an einem Beispiel darthun. Am 17. Juni. AbendS 6 Uhr, also in voller Dunkelheit, endete daS Hstündige schwere Gefecht von NaruS. Fast alle Offiziere waren todt oder verwundet. die Mannschaften und Pferde aufS äußerste erschöpft. Trotzdem muß noch AbendS eine Meldung über daS Gefecht nach NurudaS, 190 Km., abgegangen sein. Die Strecke fordert einen schar fen Ritt von zwei bis drei Tagen. Von NurudaS erfolgt die Beförderung tele graphisch über KeetmannShoop Wind' huk nach der Helmath. In KetmannShoop muß die Mel dung am 20 Juni spätestens eingetroffen sein; denn sie ist am 20. Juni schon weitergegangen. In Windhuk stand ne am 22 Juni an der Bekannt machungStasel und ging an demselben Tage nach Berlin. Die Veröffentli' chung in Berlin ersolgie am 27. Juni, also zehn Tage' nach dem Gefechte. Eine andere Meldung trögt folgende Daten: KetmannShoop ab 16. Juni, Windhuk ab 18. Juni. Berlin veröf fentlicht 21. Juni. Meist beträgt der Unterschied zwischen dem Tage deS Er eignisseS und dem Tage der Veröffent lichung in Berlin sieben Tage. Ver bältnißmüßig am schnellsten geht die Beförderung also dort, wo die Mel düngen aufgestellt werden und die Ver. kehrSschwierigkeiten am größten find, nämlich bei der fechtenden Truppe. Da wird der letzte Hauch von Mann und Pferd an die schnelle Ueberbringung gesetzt. Die Langwierigkeiten vor der Veröffentlichung in der Heimath liegen auf anderem Gebiete... . . Den fechten den Truppen liegt sehr viel daran, daß die Heimath erführt, daß sie ihre Pflicht thun. Todtschweigen verfahrener Sa chen, deren Veröffentlichung den Erfolg in Frage stellt, wäre gerechtfertigt. In unserer Kriegführung in Südwest Afrika ist aber nichts verfahren und zu verheimlichen. Es wird also alles Vor theilhafte und Ungünstige wahrhetZge treu veröffentlicht. Einen Grund für die Langwierig leiten vor der Veröffentlichung- weiß demnach General von FrancoiS nicht anzugeben. Ueber die noch zu erwartenden KriegSereignisse schreibt er zum Schluß: Der ganz kleine Krieg gegen die ge schwächten einzelnen Banden beginnt. Die Führung hat nur eine Reserve nöthig, die zur Verstärkung der Kräfte in einem Bezirk oder an einer Etappen linie verwendet werden kann. Sie muß ganz frei über die die Truppen ver fügen, den Eingeborenen gegenüber schnell und selbststündig handeln kön nen und auch zu Grenzverhandlungen berechtigt sein. Aehnliche SelWün digkeit müssen innerhalb ihrer Bezirke die Kommandeure und Truppen ha ben. Den Kampf führen sie durch überraschende' Verwendung bald grö ß'rer, bald kleinerer Abtheilungen. Je fleißiger und energischer ihre Arbeit ist, je mehr Eingeborene werden siä er geben. An die Kriegsgewandtheit der einzelnen Abtheilungen, Kompagnien.' Züge und Patrouillen werden die hoch sten Ansprüche gestellt.-
Es war im Mal ; ; ;
Novellette von Kate Lubomski. Frau Schwalbe hatte ihr Nest gegebaut! Gär nicht so ordentlich und fest gefügt, wie das Schwalbenart zu sein pflegt. Ein lose zusammengetragenes, in aller Hast hergerichtetes Win kelchen, gegen das sich die Ordnungsbliebe des Ritierguisbesitzers Willmuth auf Hohen Traten empörte. Wenn es irgendwo draußen im stillen, grünen Wald gewesen wäre, ' dann hätte es ihn nicht angefochten. Aber hier, in seinem Revier, litt er solche Unordnung nicht. Jedesmal, wenn er am frühen Morgen zur Freitreppe ging und mit dem berechtigten Stolz des Großgrundbesitzers seine Herrlichkeit überschaute, slog ihm von oben her eine Feder oder ein Strohhalm auf die Nase! Das Schwalbenvolk hatte sich nämlich auf dem . Querbalken des Gutshauses, hart unter dem Dachfirst angebaut. Es war wirklich eine unerhörte Frechheit. Als ihm eine3 Morgens gar noch etwas anderes von der lustigen Vogelvilla herab auf die Mütze schwebte, erreichte sein Grimm den Höhepunkt. Wilhelm, komm mal her," herrschte er den Kutscher an, der mit Grinsen sich bemühte, den Vorgang nicht zu sehen. Nee, nicht so mit leeren Händen. Bring' eine Stange mit. Wir wollen denSommersitz der Herrschaften da oben mal ein bischen verlegen!" I, Herr, wollen wir ihnen nich das Plätzchen 'lassen?" Was, Du nimmst auch noch ihre Partei? Geh in das Spritzenhaus. Da steht 'die lange ' Eimerstange mit dem eisernen Haken ... aber ein wenig dalli . . Wilhelm Petermann gehorchte. Aber im Innern war er fest entschlossen, alles zu versuchen, um den Frevel zu verhindern. Unterwegs traf er des Gutschmieds jüngsten Sprößling. Du, Hann, lauf mal zu Inspektors und sag Fräulein Tildchen, es ging ihren Schwalben an den Kragen. Abersix." v Schmieds Hanning flog wie einPfeil davon.- Wilhelm Petermann aber nahm sich Zeit. Im schlimmsten Fall empörte er sich auch gegen seinen Herrn ... und wenn ihn der deswegen zehnmal einen Esel schimpfte. Er, war ja seelensgut, der Hohen Tratener. aber ein Einspänner! Was wußte ein Junggeselle von den Freuden eines solchen Nestleins von dem Hoffen und Schnäbeln ... und dem andern, toa noch in der Zukunft lag? Nein, damit wußte Wilhelm Petermann schon besser Bescheid, weil er Vater von sechs kleinen Flachsköpfen war. Er'nahm sich also noch mehr Zeit. Als er endlich mit der Stange vor seinen Herrn trat, hatte der eine ganz eigenthümlich braunrothe Gesichts färbe. Wilhelm kannte seinen Herrn und kam seinem Zornesausbruch zuvor. Ich konnt' ihr nämlich nicht sinden, Herr," sagte er treuherzig, weil sie noch draußen am Bruch bei den Eschen stand." " Verdammte Liederlichkeit," brüllte Herr Walter Willmuth, nm aber los." Und Wilhelm macht sich an die Arbeit. Immer seitwärts ' schielend, öö Inspektors Tildchen, für die sie alle' durchs Feuer gegangen wären, wenn es hätte sein müssen, noch nicht um die Ecke käme. Endlich, als er-gar keine Winkelzüge mehr machen konnte und das Nestchen bereits auf der äußersten Kante wippte, kam die Rettung. Sie hatte flachsblondes Haar, strahlende Blauaugen und ein liebes, gutes Gesichtchen., Su. eilte auf Walter Willmuth zu und machte bitterböse Augen. Herr Willmuth, wie können Sie so hart sein, den kleinen Thielen ihr Nest zu nehmen?... Mit wie viel Mühe haben sie sich das zusammengetragen! Sie haben freilich nichts davon gesehen, aber ich." Haben auch nichts weiter zu thun. Fräulein," sagt er, empört über den Eingriff in seine Rechte. Sie flammt ihn zornig an. . So, meinen Sie wirklich? Und das Gärtchen und die Butter und die jungen Kälber und die Wirthschaftsbücher und dazu meine arme, kranke Mutter das besorgt sich wohl alles allein?" Es that ihm furchtbar leid, daß er das gesagt, hatte. Aber nun war es einmal heraus ... und zurückgenommen hatte Walter Willmuth noch in seinem ganzen Leben nichts. Er wollte sie gern wieder versöhnen, weil sie sonst ein energisches, kluges Mädel war. Sie können, sich ja doch wo anders anbauen," meinte er kleinlaut. Das könnten sie allerdings ;aber sie thun es nicht. Wenn man 3$neir so mir nichts dir nichts Hohen Traten fortnehmen würde und Sie auf die Straße setzte?" Donnerwetter, Fräulein Tilde, ich bin doch am Ende auch keine Schwalbe." Nein, Herr Willmuth aber ein gefühlloser Mensch, wenn Sie Ihre Absicht ausführen." "Wilhelm Petermann freute sich. Er unterschrieb alles, was Inspektors Tilde sagte, und nickte immer mindern Kopf zu ihren Worten. Das brachte Willmuth vollends in Harnisch. Er entriß seinem Faktotum die Stange um das Zerstörungswerk
selbst zu vollenden. In demselben
Augenblick legten sich zwei warme, feste Mädchenhände um die seinen und entrissen ihm blitzschnell das mörderische Instrument. Lieber Herr Willmuth ... lassen Sie die Thierchen ... bitte, bitte ... Ich will auch sogleich die losen Halme zurechtschieben, damit Sie in Zukunft nicht mehr von ihnen gestört werden." Und dazu fiel aus den strahlenden Augen ein warmer Tropfen auf seine Hand. Nun wurde es ihm aber doch zu bunt. That ja gerade das Mädel, als ob er ein Mörder wäre. Sie ging nicht. Sie bat und schmeichelte, bis er ihr endlich den Willen that. Er-hätte sich nachträglich sür seine Schwachheiten prügeln können; aber nun war es geschehen. Seitdem ging er ihr aus dem Wege. Wenn er schon fortwährend an die Heinen, festen Hände denken mußte, so wollte er sie wenigstens nicht noch vor Augen haben. Aber das Denkenmüssen" ist ne heimtückische Macht. Zuletzt hat sie ihn doch untergekriegt. Er vergißt am 1. Mai den Wrucken- und Rübensamen säen zu lassen. Er wurde ungeduldig, nervös, und daran war seiner Meinung nach allein die Schwalbenbrut unjer seinem Dache schuld. Das hüpft und zwitschert den ganzen Tag auf dem Balken herum, als wollte es ihn für seine Gutmüthigkeit noch obendrein auslachen. Das mußte aufhören. Eines Abends stieg er auf die Bodenkammer hinauf. Er wollte versuchen, von hier aus das Nestchen mit der Hand hinunterzustoßen. Auf dem Gutshof war bereits alles zur Ruhe gegangen. Nur im Pferdestall brannte noch eine Laterne. Er kam sich wie ein Mörder vor; aber es half doch nichts. Wollte er wieder der Alte werden, der am ersten mit der Ackerbestellung, am pünktlichsten mit der Ernte fertig wurde, mußten die Frechlinge daran glauben. Einen Augenblick setzte er sich auf das buchene Fensterbrett der Bodenkommer und sann nach. ' Viel Mühe, viele Sorge, dann ein Häuslein und zuallerletzt ein paar Junge drin ...so war's bei den Vöglein. Warum hatten die eigentlich vor ihm etwas voraus? Zum Kuckuck, nun fing er schon wieder mit der alten Geschichte an. Da unten raschelte es in der Linde. Sicherlich Maikäfer. Auch so ein unnutzes Viehzeug, das sich einem auf die Nase setzt, kribbelt und kitzelt. Das Rascheln nahm zu. Er steckte den Kopf zum Fenster hinaus. Was war das? Da unten lehnte eine Leiter, und hier oben - dicht neben ihm stand ein Mädchen Eine süße Stimme schmeichelte in der linden Maiennacht. Ihr kleinen Thierchen, habt keine Angst, ich schütz' euch vor ihm. Er ist auch gar nicht so schlimm, er hat ein ganz weiches Herz; ja, ja, reißt nur die Schnäbelchen weit aus da, habt ihr ein Körnchen, da, noch eins, damit ihr bald flügge seid; es ist nämlich Mai!" . Ihm schlägt das Herz wie ein Hammer in der Brust. Maienzeit; sie da oben und er . . . hier ... so nah bei ihr, an die er Tag und Nacht gedacht hat.. Er weiß nicht, was er thut! Als er hört, daß sie sich zum Runtersteigen anschickt, steckt er den Kopf aus dem Fenster und sagt leise: Fräulein Tilde, kommen Sie doch mal ein bischen näher, ich möchte Ihnen etwas sagen." Und als sie in dem großen Schreck, daß er bei ihr ist, plötzlich in's Manken geräth, streckt er seine Arme heraus und schlingt sie um ihren jungen Körper. Dann biegt er mit der Hand ihren hellen Blondkopf zu sich herunter und sagt mit einem Gemisch von Jubel und Grollen in der Stimme: Es hat mich richtig seit jenem Tage nicht wieder losgelassen." Und nun küßt er sie. Ein wenig umständlich ist die Geschichte freilich, aber er läßt sich nicht stören. Mit starken. Armen hält er sein Glück ... für alle Ewigkeit. Er küßt sie noch einmal und streichelt ihr Blondhaar, ehe sie zur Erde gleitet. Dann springt er vom Fensterbrett auf die rothen Steinfließen des Bodenkämmerchens und stößt - einen Juchzer aus, daß die Wände zittern . . . Unten am Bach lockt eine Nachtigall ... das Weibchen und die Knospen streifen die Kinderschuhe ab . . . Alte süße Zauberei ... ja, man merkts, es war im Mai! Lebendes Arsenal. Die seltsamste und bezeichnendste westliche Scene, die ich je in einem Geichtszimmer sah, erzählt ein Mann aus dem Westen, war, als der frühere Gouverneur .Throckmorton aus Texas einen des Mordes beschuldigten Mann vertheidigte. Der Getödtete war in Hemdsärmeln gefunden worden und hatte keine Schußwaffe inden Beinkleidern. Der ExGouverneur wollte beweisen, daß der Mann 'trotzdem vielleicht Waffen gehabt und den Angeklagten zuerst bedroht hatte. Er zog sich den Rock auS und fragte die Jury, ob sie an ihm irgend ein Anzeichen finden könnte, daß er eine Waffe bei sich trage. Alle schüttelten .die Köpfe. Darauf zog er einen Revolver unter jedem Arm vor; aus jedem Stiefelschaft holte er einen weiteren und, hinter dem Genick brachte er ein Bowie-Messer zum Vorschein. Die Beweisführung war anschaulich und überzeugend.
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nn 324 W. Maryland Erstklassige Familienwäsche. ..Bklde Teltphons 08 . In Sioux City, Ja., wird eine eigenartige Entschädigungsklage gegen den Nachlaß von Albert F. Volks vuhandelt. Volks erschoß im Jahre 1903 in dem Sanatorium der Frl. Alice Slaughter in Los Angeles, Cal., seine Frau und sich selbst, wodurch das Geschäft der Inhaberin ei- ' nen schweren Stoß erlitt. Sie klagt daher auf Z5.000 Schadenersatz. Große Contrakte für Berieselungscanäle und Neservoirs sind in Belle Fourche, S. D., vergeben worden. Sie belaufen sich auf mehr als, eine Million Dollars. Das eine Reservoir wird das Wasser des Belle Fourche River und einiger Bäche aufstauen und eine riesigeQuantität Wasser halten, denn es wird vom Fundament an 115 Fuß hoch. Die Contrakte lauten auf Fertigstellung der Arbeit in vier Jahren. EinBewoyneryonJanesville, Wis., Webster PelerS, eine anerkanntAutorität in Bezug auf Indianerreliquien, stieß auf der Jagd auf Kaninchen mit seinem Fuß gegen einen alten Baumstamm, unter den ein Thier sich flüchtete. Der Stamm war so vermodert, daß er bei der gering- , sten Berührung in Staub zusammenfiel. Unter dem Baume fand der Jager dann Pfeilspitzen. Aexte und andere Sachen, die vielleicht über hundert Jahre dort gewesen sein mögen. Aufunverhoffte Weise zu einem, für seine Verhältnisse großen Reichthum wird in St. Peter, Minn., der Arbeiter Ole Estenson kommen. Vor 17 Jahren arbeitete er an der Eisenbahn im nördlichen Theil des Staates, wo jetzt die berühmte Mesaba Eisenregion'ist. Er nahm damals einen Landclaim von 160 Acres auf, den er als von wenig Werth mit den Jahren fast vergessen hatte. Dieser Tage erhielt er einen Brief, in welchem ihm eine Minen - Company $20,000 für das Land offerirte. Vaterstolz. Dienstmann: Ich hab' einen Brief für'n Herrn Feiglstock! Feiglstock (fünf Minuten nach der Geburt seines ersten Sohnes): For welchen? Junior oder Senior? Es gibt jetzt zwei!-
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