Indiana Tribüne, Volume 29, Number 74, Indianapolis, Marion County, 18 November 1905 — Page 5
Jndisna Tribüne, 18 November 1905
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' Elsi unü ich Von Hans Joachim. Ich War Untertertianer geworden, und die Welt schien mir voll Lachen und Sonnenschein. Wie der Sturmwind sauste ich die Treppe unserer Wohnung hinan, damit wußten sie oben, daß ich versetzt sei. Mein Vater war zwar der Ansicht, daß die Censur hatte besser ausfallen können, aber das kümmerte mich wenig. Mine Mutter gab mir einen Kuß. auf die Stirn; dann trat ich vor den Vater hm, ösfnete die Hand und sagte: Bitte, Papa, für die neue Mütze!" Ich erhielt zwei Mark. Damit ging 2 fv?Vitl ntm $YY)i t 4t Aryyyy TOtl Vva i
tyVlWl. JUIll JJVU tJUUUUUrjVV. iJVU vvv alten, knallrothen Quartanermütze betrat ich den Laden des Mannes, mit der blauen Untertertianermütze verließ ich ihn wieder. Ich war im Vollgefühl meiner Würde und der Ueberzeugung, daß ich nun unvergleichlich imposanter aussehen müsse. Ich ging ganz gerade, gemessenen Schrittes und mit erhöbenem Kopf man:war ja jetzt kein so 'lumpiger Schüler der unteren Klassen mehr, man fing ja nun an, griechische Sprachstudien zu treiben! Zunächst steuerte ich wieder unserer Wohnung zu, wo ich die Knallrothe an ,die Wand zwischen den bestaubten Kopfbedeckungen, die ich als Sextaner und Quintaner getragen hatte, malerisch mitten inne hing. Das geschah in einer Bodenkammer, die ich mit allerHand Bildern aus Familienzeitschriften tapezirt, außerdem eigenhändig bemalt hatte und die ich stolz mdn Zimmer" nannte. Sie machte eigentlich mehrten Eindruck eines jener Bretterverschlage, wie man sie in wandernden Cirkussen als Ankleideräume findet, und war vielleicht noch etwas phantastischer bekleidet. Ich war aber glücklich über mein Zimmer, und wehe dem, der es nicht ernstlich nahm. Einer Ecke, die durch eine ebenso ein--fache wie sinnreiche Vorrichtung zu etnem Stock- und Schirmständer umgewandelt war ich hatte einfach einen Holzstab horizontal hineingenagelt , entnahm , ich einen prächtigen Eichenspazierstock, den .ich von einem Onkel zum letzten Weihnachtsfest geschenkt bekommen hatte. Dann ergriff ich ein Paar taubengrauer Zwirnhandschuhe, zog einen davon an, warf einen musternden Blick in den kleinen, von einem schwarz gewordenen Goldrahmen eingefaßten Spiegel, der die Wand zierte, und verließ meine Behausung, um bei Elsi, meiner Angebeteten, Fensterpromenade zu machen. Elsi wohnte ein ziemliches Ende von uns ab, im Villenviertel unserer kleiuen Hofstadt, und war von Beruf eine höhere Tochter". Wir waren sehr innig zueinander und hatten uns schon mehrmals unsere Liebe gestanden. Wir glaubten ernsthaft, daß wir uns später einmal heirathen würden. Offiziell verlobt hatten wir uns auch schon, indem wir uns ein Paar Ringe aus Talmi mit schonen rothen Steinen geschenkt hatten, die vermöge einer Radikalplünderung meines Geldbeutels aus einer Jahrmarktsbude bezogen worden waren. Sie als Mädchen konnte den ihrigen ja auch tragen; ich hatte meineu sorglich in weißes Seidenpapier gewickelt und barg ihn in der äußersten Ecke meiner Tischschublade, aus der ich ihn nur äußer selten hervorzuholen pflegte. Wenn ich an warmen Sommerabenden aus meiner Fensterluke in den bunten Garten hinabsah, aus dem der Duft der Burgunderrosen heraufdrang, und dabei die Nachtigall im Buschwerk schlug und in meiner Brust Sehnsucht nach dem süßen Mädchen weckte, dann zog ich den Ring aus seinem Versteck hervor, streifte ihn über den Mittelfinger meiner linken Hand und dachte an sie. Solche sentimentalen Anwandlungen hätte ich jedoch, wie gesagt, ziemlich selten meine Natur war viel zu gesund dazu. In letzter Zeit waren sie ganz ausgeblieben, denn mein Verhältniß zu Elsi hatte eine bedenkliche Lockerung erfahren, aran war der lange Hentze" schuld, ein nunmehr neu gebacken Obertertianer, dessen Eltern mit denen Elsts m freundschaftlichem Verkehr standen. Als ich die beiden Familien kurzlich von einem Ausflug hatte zurückkehren sehen, war -mir aufgefallen, daß der lange Hentze meiner Elsi die beiden gingen ein gutes Ende hinter ihren Eltern her in aller Form den Hof machte, was sich das Mädchen fröhlich gefallen ließ. Ich war empört und verwünschte diesen Menschen, der mir unausstehlich war. Leider fand ich keine Gelegenheit, Elsi über den Vorfall zur Rede zu stellen. Und da mein -Zorn auch keine Nahrung erhielt, denn es kam mir nichts Auffälliges wieder zu Gesicht oder zu Ohren, so verlief er sich nach und nach im Sande. Heute also galt es eine Fensterpromenade. N Ich war bald in die Straße eingebogen, wo sie wohnte. Mein Herz schlug , hörbar. Ich richtete mich gerade empor und sah sehr hoheitsvoll drein. Den Stock handhabte ich tadellos. Als ich zu ihrer Wohnung, die sich in der ersten Etage befand, aufblickte, sah ich sie, über eine Handarbeit gebeugt, am Fenster sitzen. Ein paar blonde Loden waren ihr auf die Stirn gefallen Sie schien ganz in ihre Beschäftigung vertieft zu fein. Ungesehen ging ich vorüber. Sobald ich an der nächsten Straßenecke angelangt war, kehrte ich um; und diesmal hatte ich mehr Glück. Gerade
als ich mich vor ihrem Fenster befand, hob sie den Kopj. Sie strich mit der Hand die vorgcrutschten. Locken nach hinten und warf dabei einen flüchtigen Blick auf die Straße. Das war für mich der geeignete Zeitpunkt zum rufe. Ttn scköner Kurve sckiwana i& tit nornv.umenmaue uno voujuyrie eine elegante Verbeugung: Elsi nickte. Beseligt schlenderte ich weiter. Wiederum bis zur nächsten Straßenecke. Dann machte ich von Neuem kehrt. Als ich diesmal ihre Kemenate Passtrte, sah ich nur ganz verstohlen zu
ihr auf, und ich bemerkte, daß sie eben-! so verstohlen zu mir herunter sah. Auch schien sie mir lächelnd zu erröthen. An der bewußten Ecke kehrte ich nicht sofort um, sondern ging noch ein Stück weiter, um kein öffentliches Aergerniß zu erregen. Als ich aber bis an das Ende der Straße flamrt war. wandte ich mich von Neuem und siehe: in demselben Augenblick trat mein blondes Mädchen aus der Hausthür hervor und wandte sich, nachdem sie zuvor nach mir ausgeschaut-hatte, einer nahen Seitenstraße zu, die am ehesten zum Georgengarten führte, einem unendlichen Park, der dem Herzog gehörte, aber für jedermann geöffnet war. Elsie und ich hatten uns dort gewöhnlich zu Füßen ierfogenannten Urne", eines abgelegenen, aus Sandstein gefertigten Bildwerkes, auf dem ein Knabe mit umgestürzter Fackel abgebildet war, den ich eo ipso für einen Amor hielt, schon öfters ein Rendezvous gegeben. - Ich folgte ,ihr. Natürlich in gehörigem Abstand. , Meine Stimmung war fast übermüthig. Der lange, .blonde Zopf mit der blauen Schleife, der da vor mir im Sonnenlicht herschwankte, machte mich rein toll. Wußte ich doch, daß die, der er gehörte, nur meinetwegen jetzt durch diese Straßen ging, daß der Kopf, den. er schmückte, jetzt Gedanken barg, die mir, bloß mir gehörten! 'Elsss Ziel war wirklich der Georgengarten. Als sie in den Haupteingang eingebogen war, sah sie sich nach mir um ich beeilte mich; und nach wenigen Minuten stand ich, inmitten duftender Fliederbüsche und weißblütiger Schneeballbäume vor der Urne" und damit vor Elsi. Sie saß auf der grünen Halzbank, die man um das kleine Denkmal gezimmert hatte, und zeichnete mit ihrem Sonnenschirmchen allerhand Figuren in den Sand. Was es war, konnte ich nicht erkennen. Sie hatte es bei meinem Erscheinen schon ausgelöscht. Meine Vermuthung ging natürlich auf flammende Herzen oder so. Guten Tag, Elsi", sagte ich. Guten Tag, ich gratulire." Sie stand auf und gab mir die Hand. Dabei sah sie mich fröhlich an. Merci". e'ntgegnete ich. Man hat sich glücklich wieder 'mal eine Stuse höher geschwungen. Es ist doch was. Langsam, aber sicher. Damit ließ ich mich neben ihr auf die Holzbank nieder, denn sie hatte sich nach der Begrüßung gleich wieder hingesetzt. Du mußt doch kolossal froh sein, sag mal," sprach it. Bin ich auch. O, ich fühle mich so leicht! So... Wie steht mir denn übrigens die neue Mütze?" Ich sah sie an und sie mich. Dabei fiel mir wieder auf, daß sie doch wundervolle' Augen habe. Gut", sagte sie. Es ist ein schönes Blau wie Kornblumen." Wie deine Augen, Elsi." Sie lachte laut auf O du Schmeichelpeter! Du hast übrigens auch gar keinen Farbensinn. Deine Mütze ist kornblumenblau, und meine Augen sind wasserblau.- Das ist doch ein Unterschied. Siehst du das ein?" Ja. Aber gewöhnlich . mache ich den Unterschied nicht so genau. Ob deine Augen wie Wasser oder wie Kornblumen sind, ist mir ganz egal. Sie sind jetzt jedenfalls wunderschön faktisch." . Na, nu hör aber auf! Ich kann das Gethue nicht leiden, und ich dächte, das müßtest . du wissen. Was würdest du denn sagen, wenn ich dich bloß immer anschmachten wollte: Ach, du hast wirklich eine wundervolle Nase; Du hast wirklich eine grandiose Stirn, und deine Hände sind ein Paar so reizende kleine Patschhände!" Sie brachte das so drollig heraus, daß es mich entzückte. , Ich würde lich auslachen!" sagte ich Ufa also:" Ich bin, aber auch nicht du!" Das war sehr weise. Ach was. Ich verlange, wenn du mich noch liebst, daß du mir in Zukunft keine Schmeicheleien mehr sagst." Sie reichte mir ihre schmale Hand. Nicht wiederthun ja?" Was sollte ich machen! Ich schlug ein. ' Weil ich dich liebe." sagte ich dabei sehr innig. Ich liebe dich nämlich riesig, du!So? Nun ja. Ich dich ja auch natürlich. Aber offen gestanden, so wie vor einem Jahr als wir uns die Ringe schenkten weißt du noch? Da hinten am Birkenteich so liebe ich dich eigentlich doch nicht mehr. Woran mag das nur liegen?" Aber Elsi! Das ist nicht nett von dir!" Liebst du mich denn noch so?" JD sicher! Wenn nur der lau
Hentze nicht wäre!', vlatjte icy yeran, und ballte die Fäuste. - Herrgott, du wirst ja förmlich wild! Was hat dir denn Alfred Hentze gethan?" Was er mir gethan hat? Ach, du denkst wohl, ich habe es nicht gesehen? O, alles! Er hat mich beleidigt! Wenn ich den Kerl nur mal verhauen könnte! Aber er ist leider viel älter als ich. Und du hast mich' auch', beleidigt, Elsi! Ich' will es dir'nur mal' offen sagen. Du darfst dir nicht von dem Menschen den. Hos machen lassen t& kann es nickt seben. Mir ist das Blut ordentlich zu Kopf gestiegen, als er so um dich herumscharmirtc und du dir das fröhlich gefallen ließest. Ja, Elsi, das hat mich' furchtbar gekränkt! Du hast ja die Wahl: Wen:: du den Schafskopp lieber magst als mich, brauchst du's ja nur zu sagen. Dann muß ich eben gehen und muß mich zu trösten suchen. Wenn du ihn aber nicht lieber hast, dann will ich, daß du ihm offenkundig den Lauspaß gibst. Das kann ich verlangen." Ich suchte meiner Rede dadurch besonderen Nachdruck zu verleihen, daß ich zum Schluß mit dem Spazierstock kräftig auf die Erde stieß. Mein Gott, was habe ich denn nur verbrochen? Ich weiß wahrhaftig nicht" Hahaha!" Alfred Hentze ist ein sehr liebenswürdiger Mensch" Und du liebst ihn von ganzem Herzen" Ich mag ihn wenigstens ganz gern." Ich dacht' es mir. Na, Elsi, nun ist's ja doch richtig aus zwischen uns." Aber warum denn nur, dummer Junge?! Sei doch nicht so albern!" Albern?" Ja, wenn du mir nicht mal erlauben willst, daß ich außer dir auch noch andere Menschen gern habe, bist du einfach albern. Ueberhaupt hast du mir gar nichts zu erlauben. Ich kann thun und lassen, was ich will" Das kannst du. Aber den langen Hentze, das Scheusal " Ach, laß doch gütigst solche Ausdrücke, ja? Alfred ist weder ein Scheusal noch ein Schafskopf, wie du ihn vorhin zu nennen beliebtest. Er ist vielmehr, ich sagte es schon, ein sehr liebenswürdiger Mensch. Deshalb brauche ich ihn zwar noch nicht zu lieden." -Du thust es aber" " Donnerwetter! Es ist ja nicht wahr! Bist du noch nicht zufrieden?" . Ach!" Ist er denn übrigens versetzt?" Ja." Indem ich dieses Ja sagte, sah ich Elsi scharf an. Ich bemerkte deutlich, wie ein Freudenschein über ihr junges Gesicht ging, obwohl . sie möglichst gleichgültig dreinzuschauen versuchte. O Falschheit!" knirschte ich in mir. Sie liebt mich doch nicht mehr!" . Es wurde übrigens, die, höchste Zeit," fuhr ich dann gelassen fort, das Kalb sitzt schon zwei Jahre in der Klasse." Du sag nicht Kalb zu ihm verstehst du?" Sie drohte ' mit ihrer kleinen, weißen Faust. Ich lachte. Er ist ja doch eins!" Ich sehe, mein Freund, es ist heute nichts mit dir anzufangen. Komm, wir wollen nach Hause gehen." . Mit Vergnügen." Sie erhob sich, und ich folgte ihrem Beispiel. Jetzt wurde ich wieder gewahr, wie schon vorher, als ich sie in den Straßen vor mir gesehen hatte, daß sie im Haar eine blaue Schleife trug. Apropos die Schleife hast du wohl aus Freude über meine Versetzung angebunden um mit mir in der Couleur zu Harmoniren?" Ich glaube, es klang sehr spöttisch. Ach nein, mein Engel, das ist eine große Einbildung. Ich trage die Schleife schon seit voriger Woche. Uebrigens ist sie himmelblau!" Das letzte sprach sie unglaublich malitiös. ' Pardon!" knirschte ich und fraß meinen Grimm in mich. Wir gingen schweigend nebeneinander. Ich schlenkerte mit dem Stock in der Luft herum ,und sie fuhr spielend mit ihrem Sonnenschirm . über den Rasen. Ein Fink prilzte über uns in den Zweigen und kündete nahen Regen an. Aus der Ferne klang das Rauschen eines Wehrs herüber. Der Weg war peinlich für mich und sie.' Er schien nicht enden zu wollen. Aber plötzlich nahte die Erlösung. Als wir um eine blühende FliederHecke bogen, kam Alfred Hentze des Weges daher und gerade auf uns zugeschritten. Er trug feine neue Obertertianermütze, die aus braunem Sammt gefertigt war, sehr schief, und ich merkte wohl, wie er verschmitzt. lächelte, als er uns sah. Auch gewahrte ich durch einen flüchtigen Seitenblick, daß Elsi roth wurde. Nun ich wußte ja. Das 'Kalb grüßte mit einer ekelhaften Höflichkeit und trat zu uns. Wir gratulirten uns gegenseitig zur Versetzung. Dann fragte er: Kommst du nicht noch ein bißchen mit uns und Sie vielleicht auch, Fräulein Elschen? Es ist fo brillantes Wetter heute." Leider habe ich. keine Zeit", sagte ich. Man erwartet mich zu Hause." Ich habe es nicht so eilig." meinte Elsi. Ich komme schon noch ein Endchen mit."
Na denn adieu!" . 'Adleu!" Elsi und ich sahen uns beim Abschied nicht an. Als ich ein Stück von ihnen weg war, wandte ich mich noch einmal um: Er pflückte ihr gerade ein paar Blu men am Wege. Es macht sich schon!" dachte ich und lachte. Dann begann, ich einen Gassenhauer zu pfeifen, und im Weitergehen wurde meine Stimmung immer fideler. Ich schlug mit dem Stock nach den Kastanienblättern über mir und dächte an die Zukunft. Dabei kam mir Käthchen Broskowsky . in den Sinn, die Kleine, mit dem braunen Seidenhaar. Und mein Entschluß war bald gefaßt. ,Ach was!" sprach ich resolut vor midi bin und scblua mit dem Svazierstock einen ganzen Kastanienzacken herunter. - .Mit Elsi ist die Sache nun doch mal ex ich werde jtzt Käthchen Broskowsky. lieben!" ....
CntdeSungea d,S Zufalls. Mehrere große Entdeckungen sind einzig und allein dem Zufall-zu verdanken, und zu den merkwürdigsten gehört wohl die Art, in der das Glas erfunden wurde. Mehrere Jahrhunderte vor Christi Geburt lagerte eine Karawane phönizischer Kaufleute in der Nähe von Ptolemars an der Stelle, wo der Belusfluß den seinem Sand, der vom Karmelberge kommt, an seinen Ufern absetzt. Die Wanderer zündeten, um ihre Mahlzeit zu bereiten. Feuer an und legten zwei Salpetersäcke auf die Erde, um die Gefäße zu stützen, in welchen sie ihre Suppe kochen wollten. Plötzlich fing der Salpeter Feuer, vermischte sich ziemlich stark mit dem feinen Sande, um Glasnadeln zu Hilden, deren durchsichtige und harte Substanz die Bewunderung der Phönizier erregte. Diese wußten das auf so geheimnißvolle Weise entdeckte Geheimniß wunderbar zu verwerthen und brachten dis Glasfabrikation bald auf einen wahren Höhegrad der Vollendung. ' ; Auch die Entdeckung des Teleskops verdankt man nur einem .reinen Zufall. Die Kinder eines holländischen Optikers, der im 16. Jahrhundert lebte, spielten eines Tages vor dem Laden ihres Vaters mit den verschiedenen Glaslinsen, die ihr Vgter zur Herstellung 'von Brillen benutzte. Plötzlich legte einer der kleinen Jungen zwei Gläser übereinander und war beim Durchblicken ganz verdutzt, als er sah, wie der in Wirklichkeit ziemlich entfernte Kirchthurm sich seinen Augen näherte. Er rief seinen Vater, und dieser war von dem Phänomen so betroffen, daß er sich sofort an die Herstellung des ersten Teleskops machte. Als der Apparat fertig war, bot er ihn Galilei an, welcher ihn dem Dogen von Venedig zeigte, der über die neue Enideckung in die höchste Verwunderung gerieth. Die Wirkung der Elektrizität auf den ..Organismus, verdankt man dem Froschgericht, das die Signora Galvani, deren Gatte Professor an der Universität Bologna war, eines Tages auf den Rath ihres Arztes für ihren Mann zubereitete. Der Gelehrte nahm gerade Experimente mit seiner elektrisehen Maschine vor, als seine Frau mit ckner Schüssel dieser Amphibien, denen sie bereits die Haut abgezogen hatte, in das Laboratorium trat. Zerstreut berührte Galvani einen der angeblich todten Frösche mit einer mit Qlektrizität geladenen Nadel, und wie groß war seine Ueberraschung, als er sah, wie sich das eine Pein des Frosches heftig bewegte. - Er wiederholte sein Experiment und konstatirte so die Wirkung der Elektrizität auf die verschiedenen Muskeln und Nerven des Organismus. fo daß die Welt nunmehr, dank einem Froschgericht ein neues physiologisches System besaß. Noch wunderbarer wirkte der Zufall bei der Entdeckung des Verfahrens mit, das man bei der Herstellung von Jagdblei . zur Anwendung - brachte. Ein englischer Bleigießer Namens Weats, der in Bristol wohnte, träumte eines Tages, er bessere das Dach einer Kirche aus. Er stieg von der Leiter, als er einen Fehltritt that und von der Höhe, in der er sich befand, einen Eimer mit geschmolzenem Blei herabfallen ließ. Als er erwachte, war er von seinem Traume so betroffen, daß er seine Werkzeuge holte, um diesen seltsamen Traum in die Wirklichkeit zu - übertragen. Das . geschmolzene Blei, das er in einer Höhe von 60 Metern herabwarf, verwandelte sich in ein Jagdschrot rester Qualität, so daß Weay, der ein Patent auf seine Erfindung genommen, in kurzer Zeit zum reichen Manne wurde. Montgolfier kam auf die Idee, die Aufstiegkraft der Gase zu benutzen, als er sah. wie ein Hemd das vor dem Feuer trocknete, infolge des Dampfe anschwoll und sich von selbst erhob. Als der scharfsinnige Beobachter diese Thatsache feststellte, entdeckte er gleichzeitig das Prinzip des Luftballons und ließ einige Zeit später seinen ersten Ballon vor einer verwunderten Bevölkerung aufsteigen. Im mer die Gleiche. Mann (bei der Schiffskatastrophe): .Willst Du denn zugrunde geh:n? Warum wirfst Du den Rettungsgürtel weg?" Frau: Ach, der macht so plump!" .
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vandalia (ine. bgag SWnnft St. LouiS Spcl., tägl 8.. 1 50Vm PittSburg' Spcl, täglich s..Z30vm St Louis Lim täglich sdfcb 6 5i)L Sien, Sort Expreß täglich sd6 503rn Capital Expreß tägl ü.. 7 003 Schneller Mail täglich.... 8 008 St LouiS Ac tägl ......... 7 2593m Terre Haute Sffing Aeetäg 10 25V Ch St L Erpreß töglieZ ds.13 205km KeySo Expreß täglich äs. 2 öOSto St Loui Expreß tägl ......3 153 Atlantik Expreß täglich. 4 46m $& Elsinghät Aee tägl. 4 00 m The NI Limited tägl , 4 b 6 465tm St L ga? Mail täglich . 8 S5N Pittöb Erp, tägl g d . . . . 6 56?! Vincenneö Division. fcaiw & Vimen Expr täglich 7 ZOVm Spencer & Bedsord Ae, tägl. 9 4LV VineeNneZ Ezpreß täa,I.m 8 50Rm BineenneS Erpreß täglich. 10 508 Spencer & Vedford Ae. tägl. 4 45Nm Sairo Expreß täglichS VincenneS Accom,nur StgS...5 36Nm Vincenneö Accsm, nur StgS..9 25Nm Lleoeland, Qnclnnati, Chicago & St Louis Railwav, Sleveland Divisir. Abgang Anrnnfk American Erpreß täglich.... 4 20B New Sork Ltd tägl d.. lOSrn R S k B Lim täglich d. 7 30Vm Detroit & Toledo Ezp tägl s 7 55Nm Clevland Accom .10 4533m gort Wahne & Elk Erp tägl 10 3W Anderfon Exp . . . . . .. . .11 30Vm Southweftern Ltd tgl ä s.. . .11 2623 RSckB Lim, tSgl äs. Z 4SNm Anderfon Expreß p 2 45Nm Winona Flyer, p. ! 3 10Nm St LouiS Ltd tgl ä s 3 00Nm ftt Wayne & Elkh Ezp tägl ö SONm Winona Fly;r, p 6 10Nm lkuilkttbocktt Sv tägl d fe g. . 6 559cm American Expreß täglich .... 6 4öNn. Toledo d Detroit Exp tägl. 8 30Nm BHck Union City Aeeom. .. 8 lbflm Gt. LouiS Division. Ein, IndpS & StL Erp tgl 12 0533m American Expreß tgl 4 0023m New Sork Ltd tägl ..12 2033m St L, Ein & Col N Exp tgl 6 s 4 20Vrn St Louis Accorn. 7 16Vm St. LouiS Expreß tägl s.. .. 7 I5m SoutHweftern Lim tgl 6 s. . .11 0SVm Mat'n äs T Haute Ace 10 35 rn St LouiS Expre!, tägl ä s. .11 4593a 51 8 & Boston Lim tägl & 8. 2 40N St. LouiS Ltd tägl ds... 3 15Nm St Louis Accom...... 6 36Nm Tene Haute fcSPtat' Aee. ö OORrn Washington Exp, tägl p 6. 6 05Nm American Expreß tägl .. 7 05Nm nickerbockn Sv tägl 6 45N Sineinnati Division. Ein & LonS achtegreß tsl 8 45rn EincinnatiAce . ..-,10 ZOV St LouS k Ein Nachtexp tg 4 80Brn Eine u St L Ltd täg 10 553m Cincinnati Ezp tag 7 30Vm Ehie St LExpreß tg cl öe ps 11 ZZVrn Cincinnati Flyer tägl p.... 1 OONrn LouS Stö Chicago Cxpreßll 86Brn Cincinnati Lim tägl p 2 65Nm White Eity Spezial tägl p.. 3 05Nm ÄnuiZlls Krdttk 2 &5$m Indianapolis Vcc. auSa.StaS ß fVa
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