Indiana Tribüne, Volume 29, Number 74, Indianapolis, Marion County, 18 November 1905 — Page 4

Jnvtana Tribüne, 18 November 1905

Jndiana Tribüne.

anla.ta.cten von der tHtedt?g S. ' Indianapolis, Ind. prüfldent. Harry O. Thudium VeschäftSlocal: 3fa, 31 Süd Delaware Straße, TELEPHONE 2KS. bntcred t the Post Office ot Indianapolis as - second dass matter. Zum Wohle der Stadt. ülmi irttt Nfms. rw w w mj w -m r w v hr sein Amt als Manar uns Stadt an. ßr sollt. Kann niüt Ksn .daß die Holtzman.Adminiftration "die Besetzung zweier verantwortlicher Posten I fcftr ölfitflim war. Mir meinen die NaNen fcts eiihintf nhmtfn ha flähti. schen Hospitals und des städtischen In- ' r ' I enieurS. Die Leituna des flädMäen fwfoi. tass dnrckr. Naul 5. Martin ar. wie die praktischen Ergebnisse beweisen, in bnrtönl! Mit t'thrmr neraie , i v , bestand der Arzt auf Fertigstellung ng. matt NerKefferunaen und mackte er 0 " ' I . dem eingerissenen Schlendrian ein Ende. Besonders hervorzuheben find iho hh nnrifloIim är,tllcken Reiul. täte die erzielt wurden. So wurden w I ckZrurailckikn inarissen, die Dr. ' I Martin varnabm. 85 der Overirten geheilt, nur vier ganz verzweiselte Fälle endeten mit dem Tode. Das Hospital I unter Leitung von Dr. Martin hat aufgehört ein Ort des Schreckens für ' " rnZtt.ffase NatZenten ,u sein. - ' ' ' , " I R5 wäre söade. wenn all' die Kr. rungenschaften verfallen und der alte .i.ti. ai.

VOZienorilltt icuei cinicquc. üici" i- " " '

N?rantmortlickkeit lieat ans den SAuI. tern des Hrn.Bookwalter. Er wirdHrn. Dr. Martin kaum bestimmen können, im Amte ,u verbleiben. ab:r er muk eö sich zur Pflicht machen, für einen Nach. folger zu sorgen, der die Verwaltung des olditals auf der .öbe erkält, Politischen FavoritiSmuS gänzlich bei Besetzung eines so wichtigen Postens walten tu lassen, wäre sckmaövoll und unver,eiblick 0 , I- , Dasselbe kann von dem Amte deS V I städtischen Ingenieurs gelten, doch dürfte es noÄ sckwieriaer sein, einen nlelckmertbiaen rsa für den iekiaen , - , . , i ?knbaber deS Amtes. 5)errn ?!euv. m T w-n- ,-tr , " 1 finden. Bei Besetzung von Aemtern, die von gediegenen Fachmännern ver. " " waltet werden müssen, sollte absolut ' keine Rücksicht auf deren politische Par. 4.:. I itttllivk,, Hfiuuirntu tvfcfcwv. He Blal,.r wllkde deS Beifalles der .lammten Bürgerschast sicher sein, wenn eine so tüch.ige Kraft wie Herrn o,. v sm smi miM n,r, Ul W.MV. (Will I daß er sich als Fachmann erwiesen hat.W 1 I sonder die streng gewissenha te Weise. mit welcher er die heikelsten Aufgaben bewslligle.mrliren Ihn als einen BeO w . 7 amten, dem. Pflichterfüllung über alles Herr Bookwalter kann nun beweisen, daß ihm das Wohl der Stadt am Hercrn.f.f 1 zen tiegi, inorul zuctt xn ui diesem Amt vornimmt, falls Herr Jeup lesem w. "-up verett IN, oie.e euer zu iul.. Er hat hier die beste Gelegenheit, den Anseindungen, denen er ausgesetzt war. die Spitze abzubrechen und mit den be a T T 7m ki T; sten Interessen der Stadt die seinen zu fördern. Wir brauchen ein Auditorium, um wirkliche KonventlonZftadt zu werden. mM.r h.r Nsn... Ausstellung kamen nach der letzten In der Eorcoran.Gallerie zu Wa. shington find gegenwärtig acht Ent. würfe ;u einem Reiterstandbild von lReneral v. Eteuben' auSaeiiellt. Die betreffenden Modelle wurden von seckS deutsch.amerikanischen Bildhauern ein. aereickt. und man alaubt. dak die Denkmal'Commisfion ihre Wahl in. -nerhalb einiger Wochen treffen werde. Bekanntlich bat der Congreß vor zwei ?labren eine Bewilligung für ein im Lafavette.Vark. der bereits die Statuen von Lafayette und Rochambeau beher. bergt, auszunellenves Monumem ,ur Baron von leuven, oen oemlqen e. neral, gemacht. So werden die Vereinigten Staaten endlich diese alte Ehrenschuld einlösen. Bereits vor hundert Jahren hatte der Congreß ven Belcymv gefavr, sreuoen durck ein Denkmal m ehren, hatte aber. so oft er auch daran gemahnt wurde, - . m f ff f . i S, Pl nie das nötlztge Velo oewmigl. zav diese schmachvolle Versäumntö m un seren Tagen enoltcy gui gemaql lro. . . . , . ' ' X 1 v ift das Berdtenfl .ongrevmann Bar. tboldt'S von Missouri. '

Die englische Lügenpreffe arbeitet

immer noch Ueberzeit, um daS der. haßte Deutschland bei der übrigen Welt anzuschwärzen. ES bewahrheitet sich ber auch bei ihr daS alte Sprüchwort. daß Lügen kurze Beine haben. Wer aar m viel lüat. der versüllt schließlich der Lächerlichkeit. Wenn er mit den halbwegs plausiblen Lügen fertig ift. so muß er neue ersinuen, geräth mit der Wahrschemlichke't immer mehr in Widerspruch, bis tt zu guterlebt ferne ! Zuflucht lzu so albernen und einsültiz gen Jagdgeschichten nimmt, daß selbst die leichtgläubigsten unter seinen Mit - . menschen ihn nicht mehr ernst nehmen. In diesem Stadium find jetzt glücklich die Brunnenvergifter der englischen Prepe angelangt lucan ic nur cmvtb. r JC - a. . I JU mal 01 nachjttyenoe epqoje, rccicuc dem L ondoner Observer neuttly von mnem Bertreter m Berun zuge,qial . . m fX! Jl wurde: In den zaylretcyen unreryanozuu. gen. die ich mit deutschen Diplomaten der vte engu,cy.sranzomqen w hungen gehabtghade, bin ich sehr be - ,rti... lronen gewe,m uoer om Jynzmu, den diese Herren an den Tag legen. - v Sie gestehen .zu, die französische Presse S vem weae oearoeuei zu gaoen, um in Frankreich Furcht hervorzurufen, sie sagen, fie hätten den Gemüthern in Jranlrelch uggmerl , vag oit xau m m , AM r . r zöfifche Armee nicht imstande sei, mit Erfolg Deutschland zu bekämpfen, und tyre uggeMnen anen oro uu i , ft. .1 rr . cy .f . . . . . m oes perni vwat zur vu v habt. Es war das, so sagten fie, ein .... , . Ffi ny...ifX w wtttttcver Ä.NUMPY sur x;euiGjiano, denn Deicae war emer oer oelamzuen . . . r-cf .n. Minister deö Auswärtigen, die Frank. rIA tptnrtTS rtffinM z,at. Die Nläne 8 Herrn Delcae, lo lagle mr m oer letzten Zeit ein hervorragender deutscher Diplomat, zeuglen von emer praqi. vollen Ausfanung uns 2.ragweile, uno Deutschland muß sich glücklich schätzen. dlejen Mtntfler veleutg, zu yaoen. scheint, daß die deutsche Diplomatie sich mit der Oheimen Hoffnung trügt, den Marquis von LandSdowne mittels einer ähnlichen Taktik zu stürzen. Die deutschen Staatsmänner lcyemen aoer . . . in be remdender üüete vte ln ngiano . mm m WNchendenZ Gesinnungen zu verleg nen." . ..... ... .. . Mit solchem llügllchen unnnn al,o . . . . . . . müssen sich dte ondoner Blatter t$i behelfen, nachdem fie daS ganze Re gister derjenigen Lügen, auf welche ein .. . . . , - r. mqt uoennleulgenies eepuoulum ttfV vtelletcht noch lzeremsauen lonnie, ao aeilavvert vaven. o . .J'er : pMisq ,uchungSfh.e . ' l Z.itung-, treffend. bne weilereZ sagen, daß solche Aeußerungen. , , . , , . . deutschen Diplomaten ba unl. a.m i. 4s, i.tt iAn. '"- """"7. .nnttelSatt toi sie MW , sal ch find sondern weil die deut. PjC mlull Wj aamaXa s i i "7 verbrannt sein müßten, wenn fie einem I . f ! . U n...rh.MkAMlilM SAliAtS U nveruie?. - v"M der Meinung, daß diese Schwindel. nicht aus Berlin stamme. . . m,rkeknna,mecken 7. se in London angefertigt-worden sel. Thatsächlich hat sich denn auch der Pa his Matin die angebliche Depesche , ' - a,nMh, amm unhinU, sofort zu Gemüthe gezogen und in frt nen Svalten revroduüert. Man sehe daraus, sagt die Kolnerm, wie die deutschfeindlichen Zeitungen sich gegenseitig solche Schwindeltelegramme zuwürfen, um ihnen durch weitere Ver. breitung vor einem unzurechnungsfühi. gen Lesepubllkum den Anschein einer . gewissen Autorität zu geben. ES mag sein, daß die Kölnische Zeitung" Recht hat. Immerhin aber sollte man fich tn Berlin voq emmal em wenig ge nauer nachdem Observer.Mann um sehen. Vielleicht ift die Depesche doch echt. Denn schließlich ift fie noch.gar nicht einmal viel dümmer und gemeiner als manches andere, was der Londoner Lügepressen von Berlin aus zugekabelt worden ist. (Germanta.) AauerlaubniksSeine. Edward L. Mick, Reparaturen, 1806 . Meridian Str. S5000. Mary g. Haller, Wohnhaus. Parlviev, nahe New York. $3300. I. N. Richte, ,wei Mobnbäuser. 843 N. Eavltol Ave. 8083. ffrau E. ß. Darter. Wob. kS, Senae, nahe 30. $2250. H. W. Miller, Wohnhaus. 415 W. an. 4000. -5. G. Sviuk. lat üng , Geschäftshaus. Washington und ... Tacoma Ave. 15,00. J ottlt ed L eu kha rdt, .Die gemüthliche cke,I Ecke Noble und Market Str.

1 f A "? 4 t S ' i 'v i 4 V. (''' K ' V ' YtfiWsr,,,, V l&,s' hrfPrß ' , " ' a -y f 4 ' ' f t, ' ' ' ' u 2 - i 0 ' . i L , r x - - x -x $ 4, . y ' 'S" Ät?1 ' v? -rvjs,e,... .,'.'. . eks!-, ütbfm t. . . . " Atst ss " iinffj & r -r '.f t - . jh " a- ' , fJÄ-tÄ'fc: zsua j A. JLJ SC wifs --4-rvr - I? I "s. . v vif ' A . juf - t rl'iiii'iii i iTuniir ntii mrurr i ( - ll 1 im ', ii.nm

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Die große .Steintreppe in Vdessa. Von dieser Treppe schössen die Truppen aus die unten angesammelte

Volksmenge. Nachrichten aus Jndiana. Muncie, 17. Nov. Die Gas. Licht und Fuel Company lauste gestern die GaSanlagen von Gebrüder Ball und der Amerikanischen Stahlplatten Co., um das Verkaufen des GaseS nach au ßerhald zu verhindern. Ihre einzige Konkurrenz, die Heat Light und Power Company, welche ebenfalls nach außer, halb verkaufte, hat ihren Preis von 50 Cents auf 42z Cents geschnitten. um stark zu konkurriren. LoganSport. 17. Nov. Die Agitation für Dollar.GaS hatte gerade seinen Höhepunkt erreicht, als die GaS. gesellschaft die Preisermäßigung bewilligte. Die neue Rate fängt am :.1. Dezember 1905 an und lautet einen Dollar für 1000 Cudikfuß künstliches GaS für alle Zwecke zu gebrauchen. Die Gesellschaft hatte bisher S1.50 berechnet. T e r r e H a u t e. 17. Nov. Die Nachfrage nach Kohlen ist eine so enorm große, daß unsere Kohlenhänd ler befürchten, daß die Eisenbahnen die Lieferungen kaum', befördern können. Die Mienen bekommen täglich Auffot. derungen die Kohlenlieferung zu be chleunigen. Die Chicago u. Eastern Illinois Ei. sendahn kann nicht den 10. Theil ihrer Kohlen befördern; te hoffen allerdings daß die großen Veränderungen der Lagelfelder an dieser Seite von Chi cago recht bald fertig gestellt werden. welche der Gesellschaft die Aufnahme großer Kohlenmassen ermöglicht. Diese BeförderungSstörung soll durch die Hochbahnanlagen ln Chicago her. vorgerufen! sein, welche die Ueberführung der. KohlenwaggonS zu den ver schieden? Eisenbahnen hindert. 100 Waggons in Terre Haute war. ten auf Ueberführung zu den verschie denen Eisenbahnen.ADiese Eisenbahn. ftörungen wirken auf die Minen zurück, die ihre Stunden verringern müssen. Auch die Big Four Eisenbahn, die die Kohlen nach Indianapolis und nordöstlichen Theilen von Jndiana bringen, kann ihre Waggons nicht bekommen. Wie soll das werden, wenn jetzt plötzlich recht kaltes Wetter eint. ten sollte und die Nachfrage nach Koh. len noch größer wird? Die Southern Jndiana Coal Com pany offerirt ihre Kohlen zu dem alten Preis vom ZI. Oktober, einige Sorten find sogar unter Preis. Andere ttohlenfirmen verlangen 10 und 20 Cents mehr als unsere Jndiana Company und befriedigen zu diesem Preis ihre Kunden. ES wird erzählt, daß die Gesellschaft so billige Preise machte, weil fie muß. ten, daß fie noch geliefert werden können. Die Bering Company, die größte und reichste Kohlen Company, suchte ln Chicago zu dem offerirten Preise zu kaufen, konnte aber keine Kohlen be. kommen. Danksagungs Raten. Exkursionen von allen Ticket Statio nen der Pennsylvania Linien. A 29. und 30. November werden Ezcur siowTickets verkauft von allen Stationen für einen Umkreis von nicht mehr als 150 Meilen von der Verkauf? Station Tickets find gül tig für die Rückfahrt bis zum 4, Dezember. Für Einzelnheiten wende man sich an Local Ticket Agenten der Pennsylvania Linien.

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w4 HajmMttt(' WWWÄWK iii)i)iimfi m 1 1 "I ' "i'J tl tx---y 1 Der Tffcinüau. Geschichte und verschiedene Methoden der Weinkultur. TU Pharaonen uud die Weintrauben Kanaanö R,benzu6,t im alten LZsm Der grüßte Weins.ock-Wcinsortcn und -Gegen: den. Der Weinbau stand schon 5000 ayre vor unserer Zeit cet oen Pharaonen in Blüthe. Bekannt sind fermr'die Schilderungen im Alten Tesjament von den Weintrauben Kanaans. Auch nach China und Japan gelangte der Wein zeitig. Im Jahr: 126 v. Chr. führte ihn Kaiser Kangi in China ein und rühmte sich, hierdurch seinem Vaterlande mehr genützt zu haben, als wer.n er hundert Porzellanthurme gebaut hätte. Die Abbildungen altegyptischer Gärten in den Gräbern von Theben zeigen uns Lauben, an denen der Wein gezogen wurde, wie noch h:ute der Medoc bei Bordeaux, und wie einst der zu den Zeiten des Kaisers Augu stus so hochgeschätzte Veltliner und Tiroler von den Näthiern gezogen wurde. Zumeist Pflegte man den Wein an der Erde hinkriech?n zu laffen, ohne ihn durch Stäbe zu stützen. So wurde er in Karthago und Palästina g?pflanzt. so führten ihn phokäische Ansiedler in Frankreich ein, und noch heute gedeiht er so in Griechenland, der Provence und Spanien, während er im Rheinthal, an kurzen Pfählen aufgebunden, durch Beschneiden in der Zw:rggestalt zurückgehalten wird, ein Brauch, der auch in Ungarn und Nordfrankreich heimisch ist. In Italien dagegen rankt er sich um Maulbeerbäume, zieht sich in Guirlanden von Baum zu Baum oder windet sich -laubenförmig um Mandel- und Pfirsichbäume. Schon im alten Rom. sah man Vortheile darin,' die Rebe an Bäumen hochzuziehen. Man vermählte" sie meist mit der Ulme, und die römischen Landleute verlangtn, daft trotz der guten Ehe zwischen Ulme und Rebe letztere für einige Tage im Jahre losgemacht werden müsse, um sich auf der Erde ausruhen zu können, nach der sie sich sehne. Gleichwohl mögen die Trauben nicht immer sehr gut gewesen sein. Denn als ernst Kmeus vom Komz Pyrrhus nach Italien geschickt worden war, da bewunderte er wohl die hoca oben m den Baumkronen hängenden Trauben. Zu Ariccia aber trank er deren Wem und meinte, die Mutter desselben ver diene es, an so hohen Galgen zu hänacn Der Wein ist'eine Kulturpflanze, die viel Pflege verlangt. Darum finden wir auch die besten Trauben rn den großen Treibhäusern, in England und in Petersburg. Der größte Weinstock führt in Hampton Court ve: London ein beschauliches Dasein. Er wurde 1768 aepflanzt und füllt ein Gewächs haus von 72 Fuß Länge und 30 Fuß Breite. .Seine Zweige, die bis zu 3000 Trauben jährlich Produziren, erreichen eine Länge von 100 Fuß. Schon Plinius berichtet von einem Weinstock in Rom am Porticus der Livia, der 12 Amphoren (etwa 90 Gallonen) Most aab. Der Weinsorten aibt es eine erkleckliche Zahl; 80 Sorten für Italien allein beschreibt Plimus rn fernem 14 Buch der Naturgeschichte, das nur vom Weine handelt; 1400 Arten ließ der Minister Chaptal 1804 im Jardin de Luxembourg m Paris anpflanzen Schon vom 52. Breitengrad an ge.oeiy der Wein im Freien., In Deutschland z. B. bei Guben beginnend, verbreitet er sich , über Naümburg und Meißen, um schließlich im Rheinthale seine ganze Pracht zu entfalten. Je weiter wir nach Süden kommen, um so süßer finden wir ihn. Jedoch wird ihm zu qroße Hitze ebenfalls schädlich, und in den tropischen Gegenden löst ihn die Palme ab. Beide gemeinsam gediehen einst in Palastina. heute wachst auch dort nur noch Wem., 3)?c eöelsten

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von HGLrxxilton, Olxio

Brauer des besten Bieres.

Gut abgelagert und fermentirt. Das berühmte "PUßE Freie Ablieferung nach Louis M. Vueker, Aacnt. W W Sorten finden sich in nördlicheren Gegenden, auf den Kreidehügeln der Champagne, in den Trachytgebirgen des Hegyallya,'der uns den Tokaier, in den Abhängen des Kaukasus, die uns den Kachetlner schenken, und auf den Schieferfelsen des Rheingaus. Einwandfreie Kindermilch. Um die Säuglingssterblichkeit zu vermindern, hat die städtische ArmenVerwaltung in Siegen, Westfalen, reschlössen, den bedürftigen Familien vom Frühjahr nächsten Jahres ab einwandfreie Krndermüch unentgeltlich oder gegen gerinae Bezahlung zu liefern. Um eine stets gleichmäßige Milch liefern zu können, sollen ewige Kuhe angeschafft werden, die in dem Stall des städtischen Hospitals eingestellt werden und dort eine entsprechende Verpflegung und Behandlung finden. Dem Unternehmen steht man hier sehr freundlich gegenüber. So haben einige Industrielle bedeutende Beitrage gezeichnet, um die Errichtung von Milchhauschen an verschiedenen Stellen der Stadt zu ermöglichen. Die MilchHäuschen werden mit Eisschrank und Wärmeapparat versehen und sollen die Milch einige Zeit bis zu ihrer Abholung aufbewahren. Eine ., AltersqrenzeLiga." die sich die Aufgabe gestellt hat, die gegen Lohnarbeiter in vorgerückten Jahren gerichtete Altersgrenze zu beseitigen, ist kürzlich in Chicago organisirt worden. ' Alte Hausordnung." Einen ebenso amüsanten als lehrreichen Beitrag zur Kulturgeschichte des 17. Jahrhunderts liefert eine Haus- und Hofordnung," welche unlänast im ??amilienarckiv oes bürsten v. Hardenberg aufgefunden wurde. Die vom Stattkalter Sildebrand Christoph v. Hardenberg (1645 bis 1682) am 10. Marz'1666 für seine Dienstleute erlassene Haus- und Hofordnung" beainnt mit der Erklärung an die Diener des Statthalters, daß sie allzumal grobe, ungehobelte, dumme uno unachtsame Kerle seien, denen er nur mit folgenden Lebens- und Sittenreaeln väterlich an die Hand gehen wolle. Es heißt da unter Anderem: Wer nichts aus der Predigt behält, soll wie ein Hund, auf der Erde liegend. sein Mittagbrot fressen; wer flucht, eine Stunde lang mit bloßen Knieen auf einem scharf gehobelten Brett knieen. Wer das heilige Abendmahl, wenn es ihm angesagt wird, dasselbe zu empfangen, versäumt, soll, mit schwerem Gewicht belastet, auf dem Esel reiten oder auch, nach Umständen, die Peitsche erhalten." Hausdieben wird der Galgen versprochen. Wer in Briefe guckt, wenn sie auch offen daliegen, foll drei Tage hintereinander die Bastonade erhalten und als infam fortgejagt werden. Wer die Zeit verschläft, dem sollen zwei seiner Kämeraden die Hosen glatt anziehen und ihm jeder sechs Hiebe geben. Ehe der Statthalter aufsteht, müssen die Kleider rein abgebürstet und in auter Ordnuna auf dem Tische liegen. Schuh und Stiefel gereinigt unter der Bank stehen, frisches Wasser und Handtuch bereit sein, Se. Excellenz beim Aufstehen subtilstermaßen angekleidet, was sie ablegen, wohl verwahrt werden. Die Speisen sind in guter Ordnung, ohne etwas zu verschütten, aufzutragen, die Schüsseln mit Reverenz wieder abzunehmen. Wer aber nascht und Nase, Maul und Finger in allen Schüsseln' hat. soll" gezwungen werden, zur Bertreibuna seines Avpeheiße und brennende Speisen zu fressen. Jeder ist schuldig, aus erhaltenen Befehl mit einer Reverenz hervorzutreten und deutlich und laut das Tischgebet zu sprechen. Wer stockt, empfängt sechs spanische Nasenstüber. So einer mit ungewaschenen Händen aufwartet, soll ficfi aeberden. als wenn er sich wasche, während einer ihm Wasser auf die Hände gießt, em anderer aver sie ihm mit zwei scharfen Nutyen so lanae abtrocknet, bis sie wobl dluten. Desgleichen wer ungekämmt aufwartet, solcher soll im Stall mit der Pferoe kamvel. in barter Aufsekuna des Hof Meisters tüchtig gekampelt werden. Das Tischtuch ist in einem Wurf überzubreiten, jeder Teller mit einer. Serviette zu beleaen. das Salzfan mit reinem Salz zlt versehen. Wenn es Zeit ist. sind die Lichter aufzusetzen und fleißig, jedes-

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irarnn II II IM 1 Striktes Union-Erzeugniß. 05V" Flaschcubicr. allen Theilen der Stadt. Neues Pbone 1644. 324 W. Maryland CrVklaffige Jamilicnwäschc. .Beide Telephon? 808, Wechsel, CredMriefe, Postanweisungen, auf alle Stödte Europas. chtffsscheins von und nach Europa. An- und Verkauf ausläuSZ' scheu Geldes. . I No. SK Süd Meridian Srr. Aleredant National Bank. mal beim Platz des Vornehmsien angefangen, zu schnuppen, juleyt wno das Tiscktuck manierlich wieder abaenommen. und mit einer Reverenz abgetreten, bei Pön sechs italienische 'Jta senstüber. Wer laut lacht, soll 4 Knipzchen auf die Finger empfangen. Wer ein Glas übervoll einschenkt, und es dann mit seinem eigenen Maule abtrinkt, erhält 20 Hiebe nach der Peilschenordnung. Wer unreine Gläser präsentirt, kann wählen zwischen vier Ohrfeigen oder sechs - Nasenstübern. Nach Tisch wird jedem Gaste ein Handwasser und eine reine Handquehle mit Reverenz dargereicht. Dieweil es' auch ein schandloses und unleidentliches Werk sei, wo die Bedienten langsam äßen, so soll denen, die länger als eine Viertelstunde damit zubringen, das Essen vor dem Maule fortgenommen werden. Wer die vorgesetzten Speisen nicht essen will, fastet dann die folgenden 24 Stunden ganz und gar. Sofern der Statthalter einem Bedienten etwas befiehlt,. und dieser läßt sich's beigehen, es wieder einem andern zu befehlen, so' soll er von dem, welchem er befohlen, vier Ohrfeigen empfangen, dem andern aber für seine Mühe sechs Ohrfeigen wieder werden. Wer mit schmierigen und zerrissenen Kleidern aufwartet, wird Spießruthen gejagt. Lausige und räudiae Kerle sollen ohne Bett und Decke schlafen, am Ende gar davongejagt werden. Haben sich zwei geprügelt, so sollen sie ihre Sache noch' einmal mit Stecken fechtend, in Gegenwart des Hofmeisters ausmachen, und' wer den andern schont, Prügel erhalten. Wer ohne Erlaubniß ausgeht oder aeaen den Herrn murrt, hat nach' Umstanden Peitsche. Kette oder Pfahl zu erwarten. Jedes Spiel ist ganz und gar untersagt." Helru clnfad) Wie kommt es denn, daß Dtm Mann so wenig in's Wirthshaus verlangt? O, das ist sehr einfach. Ich orange ihn sehr, er möchte doch auLgehen. Darüber wird er mißtrauisch und bleibt zu Hause." Gedankensplitter. 'Der Reichthum ift die Hossnung, die Hossnung der Reichthum der Armuth. Wenn wir in Sorge sind, ift Phantasie des grausamste Geschenk deö Himmels. Mancher schmeichelt sich, große Ueberre dunattunft zu tesitzen. eS wird ihm , aber meistens nur zugestimmt, um ihn loS ,u werden. , Niemand hört, wie häßlich sein eigener MopS klafft. Der Schwätzer ift meistens in nichtssagn der Mensch. Nesignirt. i t : Mir scheint. Du hai wieder einmal vergessen, daß heute unser Hochzeitstag ist." Er: Vergessen hab' ich'S nicht, aber vergeben." Eine Vlinden-Zeitung erscheint jetzt wöchentlich in Edinburg, Schottland. Die Zeitung heißt Braille Weeklv" und ist nach dem französischen Erfinder deö berühmten Schreib- und Drucksyfiems für die Blinden benamst.

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