Indiana Tribüne, Volume 29, Number 74, Indianapolis, Marion County, 18 November 1905 — Page 1

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Truppen treiben blutdürstigen

Pöbel auseinander. St. Petersburg, .13. Novbr. Heute in der Frühe versuchten einige Rauhbeine das Volk zu Gewaltthaten gegen die Juden aufzuregen. Ein Pö belhaufen sammelte sich alsbald im Sanay'a Platz und Rufe Nieder mit den Juden- erschallten. Die Polizisten suchten sicheren Versteck auf.biZ eine Mi litär.Patrouille die Ruhestörer aus. einander trieb.. William Grisfin zu Grabe getragen. Heute Vormittag wurde William Griffin, der durch den Wächter Mc Eachron bei den C. H. & D. Geleisen erschossen wurde, beerdigt. Grisfin soll nicht, wie anfänglich gemeldet, im Dienste der C. H. & D. Bahn geftan den haben, sondern soll erst am Moiu tag aus Virginia nach hier zurückgekehrt sein. Die Gerüchte daß der Erschossene sich bemüht habe, Nichtunionleute zur Einstellung der Arbeit zu bewegen, wurde vom Vater, sowie auch von den Freunden deS Todten deftritten. Ein Comite der Union der Kesselschmiede wird die Sache in die Hand nehmen und wird strenge Bestrafung für McEachron verlangen. John Shea, der die Sache in der Hand hat, bezeichnete die Schieße rei als einen kaltblütigen Akt, zu wel. chem kein Anlaß vorhanden war. Griffin wurde von der St. Josephs Kirche aus begraben. Die Beisetzung erfolgte auf dem Hl. Kreuz Friedhofe. Gerechte Strafe. John Hugley erhielt im Polizeigerichte eine Strafe von $50 nebst Kosten, sowie auch 30 Tage Arbeitshaus. John hatte nämlich am Tage der Beerdigung seiner Tochter das ihm für Blumen übergebene Geld für Schnaps ausgege ben, und während man das Mädchen zu Grabe trug, lag der Vater total ,be trunken in einem Barrelhause. Die Nationale Vereinigung der Eisengießereibefitzer hat einen' Bei schuß von $3000 jährlich gestiftet, wel. cher zur Eröffnung und zum Unterhalt einer Schule für Gießerei Lehrlinge verwendet werden sollen. T.M. G o o d l o e, Sekretär deö hie figen FeuerinspektionS Bureaus em pfiehlt. daß die elektrischen Lichtleitun. gen deS Stadt-HospitaleS durch neue ersetzt werden. Er glaubt daß dieses eine Verminderung des Feuer.RiftkoS im Hospital sein werde. Eine gründ liche Untersuchung wird stattfinden und eS ist sehr wahrscheinlich, daß man der . Empfehlung nachkommen wird. Nur wenig Information ist bis jetzt über die Persönlichkeit deS-im Union Bahnhof neulich aufgefundenen Mädchen? zu erhalten. Den Namen desselben hat'man als Minnie Miller festgestellt. Minnie sagt, daß sie sich auf der Reise nach Lafayette befand, wo ihr Verlobter, der ihr daS Reisegeld gab, sie erwartet. H y r a m Clark, der durch die Detektivs Simon und Manning verhaftet wurde. Seht im . Verdachte sich eine Anzahl ZlmmermannS Geräthe ungerechtfertigter Weise angeeignet zu haben. Edward Mathesen, 2517 Ash land Ave., ein 13 Jahre alter Junge, wird von seinen Verwandten als der mißt gemeldet. X Ein Pachtcontract aus 10 Jahre wurde gestern zwischen E. H. Rentsch und Andrew S'effen. dem Be sitzer des alten Ball Parkes, abgeschlossen. Durch den Contract erhalten E. H. Rentsch & Co. den zeitweiligen Be fitz deS LandcomplexeS, der mit einer Front von ;420 Fuß an der Washing. ton Str. bei 600 Fuß Tiefe etwa 5z Acker einschließt. 1 Man gedenkt einen Vergnügungsplatz aus der Anlage zu machen, doch ließ sich über die Art des selben noch nichts Näheres nicht in Er fahrunz bringen. .

Kein Militargefangnik für

Jndiana. Das schon seit längerer Zeit ge förderte Projekt, auf dem Platze deS hiesigen Fort Harriion ein Militär.Ge. fängniß zu errichten, ist vorläufig in die Brüche gegangen. KriegSSecretär Taft, der einge fchlagensn ökonomische Richtung ge treu, hat sich nämlich geweigert, die ver langten $600.000 zur Zeit zu be. willigen. Dies meint natürlich nicht, daß das Projekt jetzt gänzlich durchaefallen ist, verschoben ist dasselbe aber immerhin, obgleich auch im Kriegsdepartement Indianapolis als ein günstig gelegener Platz für das neue Gefängniß ange sehen wird. Freches Neger gesindel. i Ein frecher Neger, der sich mit Ge walt Zutritt zu ihrer Wohnung erzwingen wollte, setzte gestern Abend Frl. Anna Merrick, 725 Ost 23. Str., in nicht geringe Angst. Erst nachdem das junge Mädchen um Hilfe geschrieen, und Nachbarn die Polizei benachrichtig, hatten, entfernte sich der Bursche. Die Familie war zur Zeit nicht zu Hause. ES gelang den zur Stelle geeilten Rad lern nicht, den Neger abzufangen. Mutter und Kind verhaftet. Cora Haron, eine etwa 30 Jahre alte Frau aus WhiteStown, Ind., wurde gestern Abend vom Sergeanten Milan an der Ecke der,Washington und Pennsylvania Str. verhastet und unter Anklage des Bummelns gestellt. Mit ihr wurde ihr 6 Jahre alter Sohn in der Station abgeliefert. Laut Angaben des Sergeanten traf er die Frau dabei, wie sie Passanten anbettelte. Frau Haron ist eine Wittwe, deren Mann erst kürzlich starb. Damen-Berein des Socialen Tnrn-Bereius. Der DameN'Verein hält am Sonn tag Nachmittag, den 19. November, eine Musikalische Unterhaltung im Deutschen HauS ab, zu der alle Mit. glleder freundlichst eingeladen sind. Familien Fehde. Charles W. AtkinS, 316 Nord Se tute Ave., wurde . durch die Radler Hull und Shine verhaftet. AtkinS soll seine Frau geschlagen haben, und zwar so, daß sie Wunden erhielt. f Er be. hauptet jedoch, daß sie ihn 'mit den Füßen stieß, worauf er ihr ein's hinter die Ohren langte, und daß sie sich die Verletzungen zuzog, indem sie gegen einen Tisch fiel. E v a n S v i l l e, 17. Nov. Herr Boehne hat als der nächste Bücgermei. fter gestern die Namen der Bürger kundgegeben, welche er mit den wichti geren der städtischen Aemter zu betrauen gedenkt. ES war das eine Angelegen heit, deren Erledigung man mit dem lebhastesten Interesse entgegensah. Die höheren Beamten werden ihre Assistenten selbst ernennen, und auch die Behörden stellen die untergeordne ten Beamten an. Dieses Privilegium wurde ihnen ein geräumt, um sich mit Leuten umgeben zu können, die sie befähigt für bie teilen erachten, sie sind dann aber natür lich auch ganz verantwortlich für diese Angestellten und deren Thätigkeit. Von der geschäftZmäßigen Weise, in der Herr Bohne sein hohes und so ver. antwortliches Amt zu führen beabsich tigt, liefert die prompte und befried! gende Erledigung dieser wichtigen Angelegenhelt wieder einen deutlichen Be weis. Als Polizeichef wurde Capt. Fred Brennecke ernannt. Die Mitglieder der SlcherheltSbehörde sind alle liberal ge. finnte Leute und man glaubt nicht, daß dieselben erlauben werden, Mi der Decke! dicht zugeklappt wird.-

Ein großer Erfolg

War die diesjährige BlumenAusstellung. Die Veranstalter mit dem Resultate zufrieden. Der letzte Tag der AlumenauSstel lung gestaltete sich zum Galatage der. selben. Und der Besuch am Nachmit tag und Abend hat das Resultat dersel ben weit über die Resultate früherer Augstellungen hinweg gebracht, ' ob gleich man in diesem Jahre doch eine ausnahmsweise großartigeBlumenAusstellung veranstaltet hatte, und außerdem noch die großartigen Dekorationen, welche dieselben früherer Jahre weit in den Schatten stellten, angebracht hatte. Nach Aussagen hiesiger und auch auswärtiger Fachleute übertraf die Indianapolis Ausstellung die in anderen großen Städten veran stalteten ähnlichen Unternehmen be deutend. Alle Blumen der ganzen Woche wa. ren bis zum Schluß wohlbehalten auf ihren Plätzen geblieben und schöne Blumenkörbe mit Schnittrosen, Chry santhemen und' Nelken hatten sich noch dazu gesellt. Allen Schnittpflanzen war seit der Eröffnung tägliche Pflege zu Theil geworden, so daß dieselben sich in ihrer Frische erhalten hatten und die Besucher gestern hatten Gelegenheit dasselbe und mehr noch zu sehen, wie die Besucher der vorhergehenden Tage. Die Temperatur der Halle mußte natürlich niedrig gehalten werden und diesem Umstände ist eS zuzuschreiben, daß sich die Pflanzen so gut präservir ten. Heute findet die Auktion der auS gestellten Blumen statt, die schon um 9 Uhr Morgens eröffnet wird. Da giebtS ein5gute Gelegenheit schöne und seltene Pflanzen zum eigenen Preise zu kaufen. Damen - Sektion des Socialen Turnvereins. Zum Kegelabend der Damensektion des Socialen Turnvereins hatten sich gestern Abend 30 Mitglieder eingefun. den, die sich ernstlich um die Preise bemühten. Folgende Herren und Damen gingen als Sieger aus dem Kantest hervor: Herren: 1. Preis F. Schrottki. 2. Breis Carl Peters. Damen: 1. Preis Frau Cath. Klein. 2. Preis Frau G. H. Westing. B?" Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt. Wucho's Longfellow". Soll junges Mädchen beleidigt haben. Unter Anklage des thätlichen An griffs, deS AnrempelnS von Paffanten und der Trunkenheit', wurde gestern Abend der 31 Jahre alte ylumber John Haley verhaftet. Haley soll die 16 Jahre alte Follie Pltcher, welcher er auf der Straße begegnete, bis zu ihrem Haufe hin ver folgt haben. Er ergriff das Mädchen am Arm und als sie sich von ihm be. freien wollte, zerriß er ihr den Aer mel des Jacketts. Hull und Shine. die zur Verfolgung des Falles auSge fandt wurden, verhafteten Haley.

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Die Rotkhansen. Roman von W. C. Möller.

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Mit diesem, in der heutigen Nummer unseres Blattes beginnenden Werke bieten wir unseren Lesern einen äußerst spannend geschriebenen und in der Handlung geschickt ausgebauten Roman. Eine Kindes Unterschiebung, aus edlem Motiv unternommen, wird zum Kardinal punkte verschiedener Katastrophen, welche das Interesse an der flott geschriebenen Erzählung keinen Augenblick erlahmen lassen und den Leser bis zum letzten Moment in Athem halten. Die handelnden Personen find mit tiefem psychologischen Verständnisse geschildert; die Lösung des Conflictes ist dementsprechend eine natürliche, aus der Ent. Wicklung der Erzählung sich ergebende und darum die befriedigendste für den Leser.

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Militärische Manieren als Ver

rath er. Der Scharfblick eines Detektivs erkennt einen Deserteur. Der Scharfblick des durch jähre lange Erfahrung geschulten DetectivS ermöglichte eS gestern Capitän Kinney, in zwei hier, verhafteten jungen Bur lchen Deserteure zu erkennen. Halt!- Front!- Von wo seid Ihr desertirt? war die ganze Un. terredunz. Beide gestanden zu, ent laufen zu sein. Claude OSborne bekannte, daß er bereit zwei Jahre auf dem Bundes Kriegsschiffe Chattanooga diente und später auf daS Empfangsschiff im SchiffSbauhofe zu Norfolk versetzt wurde. Er wurde der Sache über drüssig, riß aus undZbefand sich auf der Reise zu seinen Eltern in Kankakee, Jll., als maxi ihn festnahm. Charles McDonald, der andere junge Bursche, gestand, vom Schlachtschiffe ttentucky" desertirt zu sein, als daZ. kelbe im Hafen von Pensacola, Florida, lag. Die beiden Gefangenen hatten sich übrigens schon in der Zelle als Lei. der.Sgenossen erkannt. McDonald hatte nämlich die Hornfignale leise vor sich hingepfiffen und OSborne hatte dksel. ben beantwortet. Beide setzten sich zu. sammen hin und erzählten sich dann ihre . Erlebnisse, und zuletzt auch im Vertrauen, daß sie entwichen. 'Beide werden natürlich festgehalten, bis sich die Marinebehörden ihrer an nehmen können. Schießt ans seinen Srnder. Die Schießerei, welche angeblich zwi schen den beiden Farmern John und Albert Weatherley beide nahe Valley Mills wohnhaft, stattfand, soll von den Graßgeschworencn untersucht werden. John und Albert, beide wohlhabende Farmer, sind Brüder, und beide hatten Angebote sür Laftsahrten beim Bau der neuen Valley Mills Brücke gemachte Albert erhielt den Contract. Charles Mendenhall, der Augen zeuge sagt, daß er mit Albert Weather. ley nach der Brücke fuhr, und daß sie dort John Weatherley antrafen, der sofort sich zu ereifern anfing und zuletzt daS Leben seines Bruders bedrohte. Zu letzt soll er einen Revolver gezogen und auf seinen Bruder geschossen haben, dem die Kugel dicht am Kopse vorbei fuhr. Bon ihren Bervandten abgehblt. Gestern früh langte die auS KnightS ville gemeldete Katie Knuff, auf der Fahrt nach ihren hiesigen Verwandten hier an. Die Karte mit der hiesigen Adresse hatte sie angesteckt. So klein aber, wie man der Depesche nach ver. muthet hatte, war Katie nicht. Sie ist eine junge Dame von etwa 20 Jahren, und ist seit einem Jahre im Lande. Da sie sich mit der Landessprache nicht behelfen kann, mußte zu der Karte ge. griffen werden, um sie von Pennsylvanien, denn von dort kam sie her, nach hier zu befördern. - Ihr Onkel, Johann Lutz, den man am Pachmittag auffand, holte sie von der Sektion ab. Katie ist eine Oesterreich!, sie stämmt aus Siebenbürgen, sprach aber genü gend Deutsch, um sich zu verständigen. , - ' ? 5 Z y- - - ? - 2 -5 -5 t

Sergeant Laporte gestorben.

Eine lange pflichtgetreue Dienstzeit beendet. Sergeant Miller I. Laporte, einer der ältesten Polizeibeamten der Stadt, ist gestern in seiner Wohnung, 1601 Oft Ohio Str. gestorben.' Wohl kein Mitglied der Polizeimacht war besser bekannt wie grade Laporte. Er war im Jahre 1840 in Harrison County, O., geboren. Er diente wäh. rend deS Bürgerkrieges im 1. Jndiana Regiment. Vor 40 Jahren etwa kam er nach Indianapolis, wo er seither wohnte. Zuerst war er Maschinist ver schieden Fabriken und später ' trat er in den Polizeidienft über. Zuletzt war er in' Woodside stationirt. Er war ein Mitglied der Star Loge KnightS os PythiaS und der Capital Loge 124 der Odd FellowS. Er wird in Greenfield, Ind., beerdigt und die beiden Logen, sowie auch die Polizeimannschaften werden am Leichenbegängnisse sich be theiligen. Aus den Gerichten. Neue Klagen. Samuel Bell klagt gegen die Jndia napoliS Tractlon'ck Terminal Co. auf S5000 Schadenersatz. Bell wurde durch das zu schnelle Signsl deS KöndukteurS zum Weiterfahren beim Aussteigen von dem Wa gen .auf die Straße geschleudert und zog sich innerliche Verletzungen zu. Thomas F. Hamilwn reichte die Ehescheidung gegen seine Ehefrau Char. lotte Hamilton ein, mit der er 4 Jahre verheirathet gewesen ist. Grund der Scheidung ist schlechte Behandlung während der letzten drei Jahre seiner Ehe. Guy L. Clark führt eine Titelklage gegen die beiden Herren Charles M. Clark und Albert C. Wyckoff. Mary Saylor klagt gegen John Lacey wegen Bezahlung einer Pension rechnung. John Lacey, welcher in der Ban CampjPacking Co. beschäftigt ist und ein Salär von $20 die Woche be zieht, packte eines guten Tages seine Siebensachen zusammen und. verließ das Haus der Mary Saylor ohne seine Pension'zu'.bezahlen, wie sie angiebt. Das Gericht wird den Thatbestand fest stellen. Kriminalgericht. Das Verhör im Sherrick.Falle wurde im Criminalgericht vom 27. November auf den 14. Dezember verlegt. Addifon C. Harris, der Anwalt des angeklagten früheren StaatS'AudltorS, lat nämlich eine wichtige Klagefache im HendrickS County'KreiSgericht zu verhandeln und wird deshalb nicht für feinen Klienten hier erscheinen können. Auf ein von Alonzo LewiS einge reichteS Gesuch hin wurde die Verhand lung seines Falles nach HamiltonCounty verlegt. LewiS wurde von den Marion County Großgeschworenen angeklagt, seiner früheren Frau den HalS abge schnitten' zu haben. Wahrscheinlich wird sich Ankläger Benedict nach dort begeben, um in der Anklage behülfllch zu sein, da er und seine Gehilfen viel Beweismaterial gesammelt haben, als sie sich auf die Verhandlungen vor bereiteten. Dudley HedgeS, ein Weißer, welcher den John Gibfon einen Schwarzen auf 55000 Schadenersatz verklagt hatte, wurden vom Superiorgericht 90 zuge sprachen. A l e x a n d r i a, 17. Nov. Die schwache Kohlenbesörderung macht sich hier sehr bemerkbar und wirkt sehr nachtheilig auf die großen Kohlenkon. sumenten, trotzdem dieselben alle Hebel in Bewegung setzen Kohlen heranzu. schaffen. Vierzig italienische Soldaten der Alpen-Chasseurs bestiegen kürzlich den Mont Blanc und, auf d:r Spitze änzeZommn, nahmen sie unter Aufsicht ihrer Offiziere einige Ucbungen vor und feuerten zur Feier des Ereignisses eine Salve ab. Naucht die B0NANZA.

Nachrichten aus Jndiana. Fort W a y n e, 17. Nov. Eine große Scheune der hiesigen Anstalt für Schwachsinnige wurde gestern durch Feuer zum Betrage von 83,500 beschädigt. DaS Feuer brach gegen 12 Uhr Nachts aus und war an scheinend durch die elektresche Leitung verursacht. Die städtischeZgeuerwehr wurde alarmirt und halfZder Feuerwehr der Anstalt mit solchem Erfolge, daß alle anliegenden Gebäude gerettet wur den. Zehn Pferde, welche in der Scheune untergebracht waren, wurden rechtzeitig in'ZI Freie geleitet. Der übrige Inhalt der Scheune, einschließ lich 1500 Bushel Haferikund zehn Ton. nen Heu, wurde zerstört. DaS Ge bäude wurde 1891 errichtet und kostete $3150. Dies ist das zweite Feuer feit dem Bestehen der Anstalt, o Int Jahre 1903 richtete ein Feuer im Hauptge bäude einen Schaden von $1500 an. Bischof Alerdin.g kehrt' aus Romfzurück. Fort Wayne. 17. November. Tausende von Katholiken hatten sich vor der Cathedrale versammelt, um Herrn Bischof Herman I. Alerding bei der Rückkehr von seinerRomreise zu begrüßen. Eine Delegation von. Priestern und Vertretern der lzverfchiedenen katholischen GemeindenZderStadt, waren dem Bischof bis Lima, Ohio, entgegenge. fahren. Dort bestiegen bec Bischof und seine Begleltea die electrische Bahn der Lima & FortjWayne Traction Co. In' New Haven hieltenZdie Carö an, und der Bischof und seine Begleiter

wurden von jHerrnZPfarrer Widan be wirthet. In Fort Wayneükamen die CarS um ungefähr 3 Uhr Abends an. Die Cathedrale und LibraryZHall wa ren mit; Flaggen , und? chinesischen La. ternenZ geschmückt. Einige'5.Minuten vor der Ankunft deS Bifchosökbegannen die Glocken zu läuten. AIS die Wag. go.iS den StadtCentrum näherten, er scholl ein mächtigerJubelrufdcr nach Tausenden zählenden Menschenmenge. Dies war das Signal, um das imposante Feuerwerk, welches arrangirt war, anzuzünden. ' Der Bischof und die lübrigen Wür denträger in ihren Ornaten begaben sich in die Cathedrale, woZer von Hrn. Wm. P. Breen imlNamenl der Katho. liken der Diöcese zu seiner Heimkehr in begeisterten Worten! beglückwünscht wurde. Der Bischof dank!e,'lin herzli cher Weise für den ihmj.zu Theil ge wordenen Empfang undZgab eine kurze Schilderung seines Empfanges beim Papst Piuö X. in Rom. V i n c e n n e S , 17. Nov. Der 3 Jahre alte Sohn von Fred.Bonhomme, ein fehr bekannter Farmer, wurde schwer verletzt ' bewußtlos auf " der Hinteren Veranda seiner elterlichen Wohnung aufgefunden. Der Fall wird untersucht werden. M n n c i e , 17. Nov. Die Familie Goebel, eine der ersten Familien von Muncie, wurde von 5 TodeLsüllm, welche sehr schnell auf einander folgten, schwer heimgesucht. Franks 17. Nov. Roseve Douglaß ist in Untersuchungshast, weil er angeblich George LewiSZ zu tödten versuchte. Douglaß und LewiS bekamen Streit, in welchem Douglaß den LewiS mit einem Taschenmesser stach. LewiS Wunde wurde im Hospital verbunden. H a m m o n d, 17. Novbr. Die Schwere deö Gesetzes ist auch den Ein wohnern von Hammond fühlbar ge macht, da auch hier die leidige Sflirth. fchaftSfperre eingeführt ist. Die Einwohner von Hammond er freuten sich einer ganz besonderen Frei heit und werden sich Manche für die kommende Zeit recht unbehaglich füh len. ES wurde bereits eine Deputa tion an den Polizelchef Hammond ab. geschickt, der nichts diesbezügliches unternehmen will, bis der Bürgermei .fter Becker aus Indianapolis zurückge kehrt ist. Wie sich die Sache dann ge. staltet, wird die Zukunft lehren.

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