Indiana Tribüne, Volume 29, Number 73, Indianapolis, Marion County, 17 November 1905 — Page 7
Jndiana Tribüne, 17. November 1905
Q-q--q-&q-qQ 0"0000P Die brcnncndc Frage l
9
Humoristischer Roman
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Mol? tJOU rtinexdj
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(Schluß.)
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Ter Baron lag auf dem Rücken und hatte ie Kniee nach der Brust hinaufyezozen, der eine der Seiten langen Flügel regungslos und halb zusaminengefaltet unter ihm, während der andre unausgesetzt auf und nieder schlug das Ganze machte den Eindruck eines in den letzten Zuckungen liegenden, von der rohen Hand eines Knaben verwundeten und zu Boden geschleuderten Schmetterlings. Herr Wiener, mit der Konstruktion des Apparates bekannt, entfernte zuerst die Schützmaske der Baron lag bleich mit geschlossenen Augen da. Es dauerte eine geraume Weile, bis all die Niemen gelöst waren, die den Proviantkorö, den Akkumulator und das Flügelpaar mit dem Vogelleibe verbanden. Endlich machte der eine Flügel noch ein paar letzte Schläge und sank dann auf den Boden nieder. Hermann und Herr Wiener hoben den Baron, der noch immer nicht die Augen öffnete, aus dem Gewirr heraus und 'trugen ihn unter den Klängen des posaunendem Orchesters nach dem Schlosse hinab in sein Schlafzimmer. Sanitätsrath Niemayr, einer der Wiener Gäste, begleitete sie und schloß die Thür ab. Da endlich öffnete der Baron die Augen und begann wie ein kleines Kind bitterlich zu weinen. Thut Ihnen etwas weh?" fragte der Samt'ätsrath. Aeußerlich nichts," erwiderte der Baron. Aber innerlich . . ." Innerlich?" Ja, an meiner Seele . . Die Gesellschaft, der sich zuerst ein ungeheurer Schrecken bemächtigt hatte, beruhigte sich allmälig, nachdem Sanitätsrath Niemayr wiederholt und feierlich erklärt hatte, daß Baron 5kriegstein außer einigen unbedeutenden Hautabschürfungen und einer heftigen. aber bereits wieder im Abnehmen begriffenen Gemüthsaufregung keinen Schaden erlitten habe. Auch die Baronin und Nannie erholten sich. Und da die nun einmal angeschaffien Speisevorräthe doch nicht umkommen durften, begann man trotz des
Malheurs mit dem Festmahle. Drei Paare hatten sich, nachdem die Tafel aufgehoben war. von den übrigen getrennt: Jsa und Eugen. Thekla und Hermann, Nannie und Karl. Diese sechs jungen Leute, wanderten plaudernd zusammen unter den alten Tannen auf der andern Seite des Ab fliegkegels, wohin vom Lärm des Festes nur leise abgerissene Laute herüber-
klanaen.
Beim ersten Seitenwege rechts lösten
sich Thekla und Hermann von oer Gruppe. . beim zweiten Seitenwege links Nannie und Karl von dem Brautpaare, das , sich lächelnd ansah.
ab.
Inmitten einer kleinen Waldblöße, auf dem Stamme einer uralten vom
Sturme ungestürzten Fichte, ließen sich
Thekla und Hermann meder. Unweit dieser Lichtung ruhten Nan
nie und Karl auf einer Moosbank aus.
Die Sonne sank, als die jungen Leute wieder vereint aus dem Walde
traten.
Die meisten der Gäste hatten sich schon empfohlen; nur die Piccolominis und der alte Eibenthal warteten noch
auf die Kinder. Der alte Eibenthal wurde ungeduldig. Wo sie nur alle so lange bleiben?" fragte er einmal
über das andre.
Mama Kriegstein sah Mama Picco-
lomini an. Und Papa Plccolcmmr er-
widerte sehr weile: Sie haben sich ge
wiß viel zu sagen; denn sie hatten sich
ia lanae nicht gesehen.
Langsam gingen die drei glücklichen Paare den Pfad dahin, der um den Abflieakeael herum nach dem Schlosse
führte. Die Abendsonne überhauchte Berg und Schloß und Weg mit einem' rothgoldenen Schimmer. Dort in hal-
be? Hohe des Keaels lagen die zertrum
merten Reste des Anthropogryphen.
dessen Erfinder nicht vermocht hatte, sich mit ihm emporzuheben die Kinder aber fühlten nichts von der Erdenschwere, für sie war das Flugproblem
qelöst, es war ihnen, als ob ihre Seelen 1: .. . . i r i ?
Flügel hatten, t icyweoien oarnn aus
den Flugein der Liebe. 22. Kapitel.
ls Serr Gaudia noch auf der
Hohe seines Lebens über jene berühmte Mimengruppe in Votickavvel aebot. welcher der
undankbare und vergeßliche jugendliche
tu und , Uievyaver oepy Victor
;Ixa Baumcher) anaehorte. war oas
Zeltblatt des Städtchens, das weaen
der Kohlenbergwerke in der Umgegend
och 2.uei iznuciaur suyrre, etnmai
nach dem Vorbilde irgend einer seiner ' Kolleginnen auf den Gedanken gekom-
men. eine Neide von ayt prucyen w
rllhmter Zeitgenossen zu veröffent-
lichen. Einige dieser Wahlsprüche hatte man aus dem Feuilleton eben ienes
Schwesterblattes abgedruckt, so zum
Beispiel den FrieorlH.yaai.es:
Das Wollkn nicht, da Können bildet dein . Geschick, Doch in der Ueberzeugung liegt allein dein
orniar
Aber man besaß den Ehrgeiz, auch
em paar eiaene. ein paar Orminalbe
rühmtheiten vorzuführen. Und da der Friedrich üaase Potschappels Direktor
Gaudia war. hatte man sich auch an
ihn gewendet. Gaudig. der bis dahin
noch nicht im Beiltze eines solcken offlziellen Wahlspruchcs gewesen war.
hatte lanae darüber nachaecirubelt. ob
er ein Citat aus Uricl Akosta oder aus
den Räubern erwählen tolle, endlich fteote aber der Sachse in ihm, und er
hatte der Redaktion mit großen kühnen Lettern die Worte aucefandt: ..Aus
dauer fükrt zum 3tele."
Seit icner Zeit war dieser eine
Spruch der Wahlspruch des kleinen
dicken Reaisseurs aeblieben. an diesen
Wahlspruch erinnerte er sich auch jetzt.
als er von der bevorstehenden Hochzelt
der Komtcne izsaura Plccolomim mit
dem Hauptmann c. D. Eugen Eiben
thal horte. Seine mnasten rsayrun-
gen auf den Schlössern der Umgegend
waren nickt aerade die besten. Em
Gewitter war die Ursache gewesen, daß
eme so vortrefflich und mit so vieler Mühe einstudirte Vorstellung ohne Weiteres abaebrochen wurde, die Be-
wirthuna auf Welzeneck nach dieier ab
gebrochenen Vorstellung war nicht die üvviaste aewelen. und sein Honorar war man ihm aar sckuldia aeblieben.
Ja, bei der wiederholten Mahnung um
dieses Honorar Ware er beinahe todt-
aesckossen worden, und auf Schloß
-.II I . . . .
Krieastein hätte ihn das Sand al iro
seines guten Rechtes bei einem Haare
unter die Rader eines Bicrcles ae
bracht, 'nachdem man ihm zuvor die
Tküre wiesen hatte. Aber Aus
dauer führt mm Ziele" hatte in ae
sperrten Lettern einst üb-r seinem Na
men im Gluckauf" gestanden. 'Aus dauer führt zum . Ziele." dachte de
arme hunaernde Regisseur und machte sich auf den Weg nach Welzeneck. Die Wintersaison war bereits angegangen.
Eaudia war in der Landeshauptstadt
geblieben, in der es ihm im letzten Au-
genblicke gegluckt war. noch em Enga
aement als .komucker Vater" -am
Stadttheater zu erhalten. T:es Um
aaaement war ein recht bescheidenes.
und die : cancteit des ehemaligen vtc
aisseurs entsprach dem Gehalte. Die
ganze nächste Woche hatte man auf
seine Mitwirkung verzichtet, die freie
Zeit konnte nicht besser ausaenutzt wer
den. als daß man sein Gluck noch em-
mal auf dem verwunschenen Schlosse
versuchte.
Und sein Wahlspruch hatte ihm
wirklich Glück aebracht.
Die Thore des Schlones standen
offen, kein drohender Eewehrlauf
blinkte in der Thurmluke, und Gräfin
Tberese war so überaus gnädig ge
Wesen, ihm nicht nur das schuldig ge
bliebcne Honorar m zahlen, sondern
auch noch vielmals wegen der verzöger-
ten Zahlung um Entschuldigung zu
bitten. fra. sie hatte den uveralua
licken kleinen Reaisseur soaar gefragt.
ob er nicht vielleicht beim Polterabende
das damals nicht zu Ende aespielte
Stück wiederholen wolle. Natürlich hatte Gaudia ia" aesaat. wiederum
waren mit Eifer Proben abgehalten
worden, bei ihnen vertrat iiaxl Eiben-
thal. der einen vierzehntägigen Urlaub genommen hatte, um in der Nähe sei-
ner Braut sein zu können, den in Nord-
deutschland Triumphe feiernden Wal-
dau. Nannie die Jsa. und wiederum
versammelten sich die Gäste in dem in
neuem Glänze erstandenen anen
Schlosse. .
Gräfin Therese warf noch einen lek-
ten Blick auf die Tafel, die diesmal
nicht im Hungerthurme gedeckt war,
sondern m einem Saale des ersten
Stockwerkes.
Varon Krieastein war ihr still ge-
folgt. Wissen Sie noch, liebe Freun-
dln." saate er trübe lächelnd, wie wi?
vor wenigen Monaten im Hunger
tburme die Vorbereitunaen sur em
Mahl trafen, über das die Sintfluth
hereinbrach?"
.Um Himmels willen: rief Gräfin
CVkrf GrttfjnlTtrf frtTnr?t hfrn
Cllvlt l. f'-W I I ' . yv..
kein Unwetter!
..Nein sagte Kriegstein, es ist ja
Selbst." Er fuhr sich seufzend übe
die Stirn. Mir ist. als wäre ich erst
i
mit diesem Serbste alt oeworden
Denken Sie doch nicht immer an
stch. Denken Sie an die Kinder, an
unsre Kinder. Werde ich etwa jun
aerr
??reilick" saate er. die Kinder.
Tia. die sind alücklich. Es ist ein Pol
-j . '
terabend. auf dem -sich ausnanmswei e
Niemand verloben wird, eine Hochzeit
mit Zwei Brautpaaren als Brautiuh
rer. Ja, die Kinder sind glücklich. Und
alle auf die alte Mamer alücklich ge
worden. ' Bon der neuen Zeit keine
Spur. Die brennende Fratt durch
Verlobung und Qockzcit n.elotf.
Wäre es Ihnen lieber gewesen.
wenn Sie aufgeflogen, und die Kinde
unaluckliaz waren?
Ach, reden Sie nicht von meiner
??luamaschine erwiderte der Baron
Das war eine Thorheit. Ich bin ja
nn.MM mi . (. iLivn?
iCül JLlUilll l'Cl -UJini"IW"l V.liuur Ml yaoe ia) oas einseyen geierni. uno das ist nicht einmal die Hauptsache.
Man braucht nicht einmal ein Mann der Wissenschaft zu sein. Aber für
mich war der Anthropogryph dasselbe.'
was für Sie das Helratbsproielt mit
dem Franzi Lasche! war. Ihnen kann
ck das a aest:hcn. Z wollte Geld
verdienen. Für die großen Erfinder ist es aber aanz Herzenssache gewesen
nicht des Geldes wegen erfanden ste.
sondern weil ste mutzten. Ich hatte bleiben sollen, was ich war. Land-
Wirth, und vor allen Dingen meine!
Straße im -Stand halten, 'damit die
Leute auf ihr nicht Schaden nehmen. Daß Graf Wurmstein zu Fuße gehen
munte. werde ick mir niemals ver
zeihen. Aber ich werde das Versäumte nachholen."
Tie Gräfin lachte.
..Statt dessen habe ich meine arme
??rau. die ein wahrer Enael ist. un-
glücklich gemacht und beinahe auch meine Tochter."
Nun hören Sie aber aus!" rief
Gräfin Tberese. Und kommen Sie
mit mir zur Gesellschaft zurück. Ihre
Frau ist ja ganz glucklich. Ich wollte, ich könnte es auch ganz so sein." Die Gräfin war ernst geworden.
Warum sind Sie es denn nichts'
fragte der Baron verwundert.
Weil Sie Mich an Mutzl erinnert
haben."
,Darüber brauchen Sie stch keme
Vorwürfe zu machen. Sie hat nun
eben den Dominik gewollt, und was sie gewollt bat. bat sie durckzesekt. sie fcat
partout .grande Dame' sein wollen und
alles andre dem geopfert. Sie tonnten
es ja doch nicht andern.
Die Gräfin seufzte. 5ln diesem Auaenblicke kam Graf
Königsacker hereingehüpft. Ich wollte
nur nach der Taselordnung sehen. Denn ich will auf keinen Fall neben
der Ungnad sitzen."
Sollen Sie auch nicht." lachte Gra-
fin Therese. Die liebe Laura an meiner grünen Seite, das ist mir ganz recht, aber die
Ungnad auch Nicht in der Nahe brr'. Es war ganz schön von Ihnen, daß Sie der Ünänad verziehen und sie zur
Hochzeit eingeladen haben, aber, wissen
Sie, nun posaunt ste es m alle Wett, daß sie und ihr Mann die Ehe zwischen Jsa und Eibenthal vermittelt hätten."
..Das soll ste meinetwegen. Ich la e
mir beute die Laune nicht-verbittern.
Baron Krieastein hat mich schon
melancholisch machen wollen."
Na. im Vertrauen eme !)ceuigrett.
die Sie erheitern wird." sagte Königsacker. indem er ein Zeitun'gsblatt aus der Tasche zog. Es war eine Nummer
des Wiener Salonvlattes. .onigsacker las:
Der unaarische Großarundbesitzer
und Großindustrielle Ritter von Zscha-
katornian hat sich mit raulem .och-
ter auf der Nacht des bekannten ameri-
. . .
kanii'cken Millionärs Vandervilt nach
Alaier beaeben. Am 20. Oktober hat
in Alaier die Verlobung semer Toch-
ter Ilona mit dem Wiener Grotzmou-
striellen Herr Joseph von Xtm stall aefunden."
Königsacker drehte das Blatt um. ..Nummer zwei. Bitte, hören Sie, Va-
ron Kriegstcin. Der bekannte Sports-
man Graf Zram Karl Laschet. Nesse
des Hcrrenhausmitgliedes. Seiner Ex-
cellenz des Grasen Dommik Lascher, hat im Verein mit dem Chemiker Dok-
tor Victor Baumcher ein neues Pferde
futter .Robur erfunden und stch Mit
Doktor Bäumcher bereits nach London
begeben, wo man stch :n erster Lime für die Erfindung interessirt. Auch die Wiener Tramwayaesellschaft soll
die Absicht haben, in ihren Stallungen
die Robunutteruna einzuführen. Die
Kraft der Pferde soll durch dies neue Fütterungsmittel, das einen - hohen
Prozentsatz von Fleischsubstanz ent
halt, unalaublich erhöht werden. Be
sonders für Rennpferde soll .Robur'
unentbehrlich sein."
,Nun. die beiden passen zusammen.
sagte Kriegstein zornig. Schöne See-
len finden sich zu Wasser und zu
Lande!"
,Allerdinas lachte. Köniasacker.
Die Geschichte, die Graf Dominik Gräfin Therese geschrieben hat, ist
wirklich über alle Maßen unglaublich."
Er ist ein schlechter Mensch." sagte
Kriegstein, roth im Gesicht. Er hat zwölftausend Mark Vorschuß von mir mitgenommen! Der Boden ist ihm, scheint es, jetzt 'zu heiß hier geworden.
Es ist eigentlich ungeheuer komisch. Der
eine ist glucklich, wenn er endlich seme
ftrau aefunden bat. und der andre
reißt vor ihr nach London aus."
Von London ist Nicht wen nach
Amerika!" lachte Königsacker. Glück auf die Reise!" Pussi. der auf zwei Tage aus dem Institute beurlaubt war, kam und mel-
dete. daß die Aufführung gleich vegmnen solle.
Kein Unwetter störte die Jugend-
liebe." Die Vorstellung verlief glänzend. Die Darsteller und der alück-
strahlende Gaudia wurden am -Schlüsse
unzähligemal stürmisch gerufen.
Am andern Morgen war die Trauung Eugens und Jsas in der blumen-
schmückten lichten kleinen Dorfkirche
Sonnbergs. Der Pfarrer von Sonn-
bera traute das Paar, hmter dem die
beiden alücklichen Brautpaare Karl und
Nannie. Hermann und Thekla als
Nächste auf dem Altarplatze standen.
Lewer tonnten löras Dommu uno Mutzi nicht kommen. Graf Dominik war aus Aeraer über seines Neffen
neuesten Streich unwohl. Das war
aoer aucy oer einzige scyanen, oer m
die sonnige Feier siel. Bei der Hochzeitstafel hielt Graf Silvio eine würdige Begrüßungsrede,
Gras Konigsacker als Senior der
Gäste antwortete und ließ das iunae
Paar hoch leben. Bald darauf erklcmg
das Kichern des vergnügten Komturs über die Tafel hinweg. Und er trank eine Stunde nach Beginn des Mahles soaar auf das Wohl der Gräfin Un-
gnad. Graf Silvio aber nippte nur an
em und demselben Glase. Seit seiner Umwandlung trank, fluchte und iaate
er nicht mehr. Keine Verführung
konnte 'ihn zur Verletzung seines Ge-
lllbdes veranlassen.
Auch (saudlg war zu der Hochzensfeier' eingeladen. Seine Brust hob sich vor Stolz bei dieser Einladung in eben
dem Äcatze, als sein Rucken stch m un.r.ii iP- m . . .. v
ausgeieJien ncien uanngen vor au den vornehmen Herrschaften krümmte.
Das Honorar, das er noch am gestrigen
Aoenoe erhalten hatte, war ebenso alänzend aewesen. wie die Vorstelluna
selbst. Da er an dem heutigen Abende im .Stadttheater mitzuspielen hatte, mußte er leider bereits nach dem drit-
ten (Lanae des Diners fortaeben. Er
saß an dem der Thür zunächst liegenden Ende der Tafel, deshalb konnte er
es thun ohne Aufsehen zu erregen. Aber
der Blick des Barons Knegstein hatte ihn doch bemerkt. Auch Kriegstein er hob sich rasch und ging dem kleinen Regisseur nach. Bereits im.Vorzim
mer holte er ihn ein. ch habe noch eine alte Schuld zu
tilgen. Herr Gaudig," sagte Kriegstein.
Richt daß ich wußte, mem Herr Baron," entgegnete Gaudig mit einer tiefen Verbeugung. ' Ich muß Ihnen die Schuld meines ehemaligen Generalbevollmächtigten,
des Herrn Victor Baumcher, emhan-diaen."
Gaudia sah verblüfft in des Barons
Gesicht. '..Hat er " stammelte er.
Ja. er hat ste Mir geschickt. Ich fühle wohl mehr als jeder andre mit Ihnen, wie weh es thut, wenn man sein Vertrauen in einen Menschen ge-
täuscht sieht, darum freue ich mich doppelt. 5hnen eine vielleicht unerwartete
Freude bereiten zu können."
Das ist . . ." Nehmen Sie nur." unterbrach der
Baron den fassungslosen Regisseur, in-
dem er ihm eine Funszigguldennote m die Hand drückte. Ich danke Ihnen, mein Herr Varon." stotterte Gaudig. aber ich habe leider nicht so viel bei mir. um. herausgeben zu können." Ist auch nicht nöthig." Aber es waren nur dreißig Mark." Die hab' ich. Herrn Victor ja neulich . . . als ... der Herr Baron . . . hm . . . geschenkt." stotterte Gaudig. Dann stnd es die Zinsen." Gaudig verbeugte stch stumm. Er wußte nicht mehr, was er sagen sollte. Ter Baron nickte ihm noch einmal zu und ging an die Tafel zurück. Was hatten Sie denn mit dem Herrn Gaudig?" fragte Gräfin Therese. die durch die offene Saalthür gesehen hatte, wie Kriegstemen Regisseür zurückhielt.
Ich habe eine ihn brennende Frage
gelost." erwiderte der Baron lachemo. Wie?" fragte die Gräfin verwun dert. Erzählen Sie doch."
..Nein." erwiderte Kriegstein, das
kann ich nicht verrathen." Wollen Sie ein Patent darauf neh men?" neckte die Gräfin.
Wer wein?" erwiderte der Baron
lächelnd. Der Spott schmerzte ihn nicht. Er fühlte sich froh und heiter, so froh, als ob er wirklich mit dem An-
thropogryphen hinausgeflogen wäre m
den wolkenlosen blauen Aetyer . . . Ende.
WsöNbKkn-
vandalia kine.
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2 55Nm
pittsbnrgk?, Cwcinnatt, QzlcagO & St. Tonis R Indianapolis Division.
Stricknadel alt Todes-
u r s a ck e. Das Ikiäbriae Töchter-
chen des Formers Roick in Neugersdorf.
SaSien. hatte eme (stricinaoel aeiun-
den und spielte damit. Hierbei fiel die
Kleine vom Stuhl; die Stadel urang
tief in den Gaumen und verletzte oas
Gehirn. Nach kurzer ZeU starb öas
Kind.
Chrysanthemum wird bei jedem größeren chinesischen Diner servirt. Die Blume soll einen ganz besonderen Geschmack haben, der sich aber
erst oe: längeren Versuchen kunOZiot.
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New Sork Expreß täg d
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Ankunft . 1 452m . 6 55? . 7 0lVu .12 lOtt 12 40Nm . 3 05Nu - 0R .11 löNw
. 8 15 d 8 403?
Der Boden in Schweine
stallungen soll undurchlässig sein. Flüssige und feste Ausscheidungen dürfen nicht m Fugen und Ritzen des Stallpflasters eindringen und daselbst faulen. Ein undurchlässiger Voden ist beim Einbrechen einer Seuche sebr leickt und aründlich von An-
steckunasstoffen zu befreien. Bei einem durchlassigen Boden ist das aber nicht der Fall. Der Stallboden für Schweine soll im Winter nickt zu kalt sein. In
vielen Stallungen findet man deshalb
an der hmteren Wand eme yolzerne Bank oder Pritsche, die dem Schweine eine warme und trockene Lagerstätte
bietet. Der Stallboden darf auch nicht
glatt sein; denn auf glattem Pflaster gleiten die Thiere häufig aus, stürzen nieder und besck'adiaen sich. Das ist
aber besonders bei trächtigen Schwei-
nen sehr bedenklich.
Herbstbehandlung der Svaraelvflanzunaen. Das
Kraut aller Spargelpflanzen wird ab-
schnitten oder abgemäht, hieraus wer
den die Beete etwa Fuß tief abgegra
ben, die Erde wird in die Beete gewor
fen und letztere ziemlich stark mit kurzem Pferdedung oder solchem aus alten Mistbeeten bedeckt. Während des
derbstes und Winters kann man die
Beete öfters mit Latrinenflüssigkeit jauchen, was sehr zur Kräftigung der Spargelpflanzen beiträgt. Ein sehr auter Dünaer ist auch Run. welcher
übergestreut wird. Im März bis
Apm, je nachdem die Witterung es erlaubt, werden die Sparaelbeete dann wieder fertia aemackt. die Erde wird
auf dieselben geworfen, recht glatt ge-
recht und an den Seiten mit oem spa
ten angeklopft.
onivill
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