Indiana Tribüne, Volume 29, Number 73, Indianapolis, Marion County, 17 November 1905 — Page 3
Jndiana Tibüne. 17. November 1905
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FüremMcKinlch-Denkm.ll
Wird zu Gtaihrn der Grundstein mit großen Feierlichkcitcn gelegt. Emwandemngs - Kommissar Sargent m Opposition zum Präsidenten. Untersuchung gegen die Equitable Lise Jnsnrance Co. Frankreich wird ungeduldig gegenüber Venezuela. Noot will den Konsulardicnst verbessern.
Grundstein zum McKin lk y.Denkmal gelegt. C an t o n, O., 16. Nov. In Gegenwart der TrusteeS der McKinley National Memorial Association, angesehener Bürger und der Schulkinder von'Canton wurde heute um 11 Uhr der Grundstein des McKinley'Monu menteS gelegt. Staatssekretär Wm. R. Day war der Vorsitzer bei der Feier. Pastor HolmeZ von der Ersten Methodistenkirche, zu der McKinley gehörte, sprach das Gebet. Ein Kasten mit verschiedenen Dokumenten wurde in eine Höh lung des Steines gesetzt und dieser dann an seinen Platz gebracht. Frau McKinley saß mit den Ehren gästen auf einer Tribüne gegenüber dem Monument. Die anwesenden TrufteeS waren: Vice-Prüsidenl ChaS. W. FairbankS. General . Postmeister George B. iCortelyou, Washington; Gouverneur Myron T. Herrick, Eleve land; Charles C. DaweZ, Chicago; Richter Horace H. Lurton, MemphiS; E. M. Bloomingdale, New York City; Franklin Murphy, Newark, N. I., R. I. Lowrey, Atlanta; D. R. Fran ciS, St. LouiZ; William McConway. PittZburg; John G. Milbu'rn, New York; William A. Lynch. Canton; A. H. Revall, Chicago; C. N. Bliß, New ßork; Richter William R. Day, Can ton, Architekt McCanigle vonNew York; Contraktor W. H. Harrifon von New Joek und viele Freunde und Bekannte von Frau McKinley. Sargent wackelt. Washington, 16. Nov. ES gewinnt an Wahrscheinlichkeit, daß Ge neral EinwanderungZkommissär Sar gent in nicht allzuferner Zukunft.seinen Posten niederlegen wird. Der Kom missär hat seinen Jahresbericht fertig gestellt und denselben dem Handels Sekretär Metcalf unterbreitet. Der Bericht wird vorderhand der Oeffent lichke.it nicht übergeben werden, jedenfalls nicht ehe der HandelS-Sekretär den seinigen vollendet hat. Kommissär Sargent nimmt in Bezug auf verschie dene Fragen, vornehmlich bezüglich deö Ausschlusses von Chinesen eine Haltung in dem Bericht ein, welche scharf von den Ansichten deS Präsidenten ad weicht. ,ES ist kaum wahrscheinlich, daß diese Ansichten und Vorschlüge deS Einwanderungskommissärs in dem Dokument verbleiben werden; sie dürften dem Blaustift höherer Instanzen zum Opfer fallen. Sollten dieselben darin verbleiben, so wäre nicht anzunehmen, daß der Präsident einen Unterdeamten, welcher ihm entgegen arbeitet, lange aus seinem Posten belassen wird. Wer den anderseits diese Dinge, auf welche Kommissür Sargent eigensinnig einen so großen Werth zu legen scheint, ge strichen, so würde man wohl zu erwar ten haben, daß Herr Sargent um sei nen Abschied einkommt, der ihm bereit willigst vom Präsidenten gewährt wer den dürfte. Konsulardicnst. Washington, 16. Novbr. Nicht ein einziger Ausländer ist, seit Root Staatssekretär ist, zum amerika nischen Konsul ernannt worden. Sekretär Root will damit den Kon sulardienft verbessern, wie dies die Ge schüftSwelt verlangt. ES giebt jedoch Koufulat? und Kon .ularaaenturen, deren Einkommen lediglich aus Sporteln besteht und ge ring ist, so daß Amerikaner dieselben nicht wollen. In solchen Fällen find angesehene Geschäftsleute vom Platze für die Posten ernannt worden, die sie nebenher versehen. Versicherung? schwinde! N e w V o r k , 16. Nov. In der Untersuchung, welche die StaatZlegiSla tur von New York gegen die Equitable Life Jnsuranee Co. eingeleitet hat. werden die Enthüllungen immer erbau lieber, zumal fie seither hochangesehene Persönlichkeiten berühren. Heute nun erschienen vor dem Unter suchungS'Comlte Bundessenator Depew und Cl'Gouverneur Odell und bestrlt
ten die Aussagen, welche JaS. Hazen Hyde, der Vice-Prüsident der Equi table, über ihre Beziehungen zur Ge
sellschaft gemacht hatte. . Odell bestritt entschieden, daß er als Gouverneur gedroht habe, den Frei bries der Gesellschaft widerrufen zu lassen, wenn er nicht schadlos gehalten werd: für gewisse verfehlte Spekulativ nen, zu denen er angeblich durch Be amte der Gesellschaft veranlaßt worden sei. Er behauptete, jedes Gericht hätte ihm mehr zugesprochen, als er der langte. Senator Depcw erzählte, daß Hyde zu ihm kam und ihn um seine Fürspräche ersuchte, um ihm zu dem Bot schafterposten in Paris zu verhelfen. Er habe mit dem Präsidenten gesprochen, doch habe derselbe ihm erklärt, die Sache sei unmöglich. Der Senator machte sodann noch verschiedene Vor schlüge für zur Sicherung des Publi kumS bei Versicherungen. Beamte der Equitable kamen zum Verhör. Ihre Aussagen gingen in Einzelheiten der Finanzverwaltung ein. John Gelchrist machte sehr merkwürdige Angaben. Um den Baarbeftand.Ende deS JühreS zu vermindern, seien An leihen an ClerkS der Firma Kühne, Loed & Co. gemacht worden ohne Sicherheit, doch feien Checks auf die Firma gezogen worden. Vielfache kleinere GeschüftZtranSaktionen sonder barer Art kamen noch zur Sprache. Frankreich und Vene z u e l a. Washington, 16. Nov. Der französische Botschafter Jusserand hatte im Staatsdepartement mit Se kretär Root eine lange Conferenz mit Sekretär Root eine lange Conferenz über den Fall der französischen Kabel gesellschaft, der die .Spannung zwischen Frankreich und Venezuela verursacht hat. Die französische Regierung ist ungeduldig geworden, da die VerHand lungen, welche der amerikanische Ge sandte Russell mit Venezuela führt, um eine freundschaftliche Vereinbarung zu erreichen, keine Fortschritte zeigen. Russell kann augenblicklich auch Nichts thun, da der Schlußbericht Richter Calhoun's, den Roosevelt zur Untersu chung der Zustände in Venezuela ab schickte, noch aussteht. Bei der gegenwärtigen Stimmung der französischen Regierung mag eine Ordre an ihr Geschwader bei Marti nique, nach der Küste von Venezuela zu dampfen, nicht Mehr lange auf sich warten lassen. slTTHz sfrvtä?& ; ZS-w-'y ''';- ' ' ,
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gebracht wurde, zieht die allgemeine Aufmerksamkeit .auf sich, da er CongreßAbgeordneter deS ersten Oregoner Bezirks ist.
. Ethan Allen Hitchcock. BundeSStaatSsekretär deS Innern, ist mit der
gewesen und hat die Ueberführung des llchkeiten erfolgreich durchgefedt.
Pnlver-Explosion. Zwei Personen todt, mehrere verletzt. Peoria, Jll.. 16. Nov. In den Buckeye Powder Works bei Edwards Station, 14 Meilen nordwestlich von hier, erfolgte heute Nachmittag eine Explosion, durch welche 2 Mann ge tödtet und verschiedene andere verletzt wurden. ' Die Todten sind Addison Long und Wm. Haßler. Die Ursache der Explosion ist nicht bekannt. Der Sachschaden wird auf $10,000 geschätzt. Mörderischer Ueberfall Grand Rapid s. Mich., 16. Nov. Die 22'jührige Josephine Oom wurde erschossen und ihre ältere Schwester Jennie schwer verwundet als fie aus der Stadt nach Hause fuhren. Der Bruder John Ohm, welcher das Fuhrwerk lenkte, blieb unverletzt. Der Mörder entschwand in dem Ge büsch neben der Landstraße. Die Freunde deS Mädchens glauben, daß eS ein abgewiesener Verehrer deS selben war, die Polizei dagegen meint, daß eS ein Raubversuch war. Schadenfeuer. C o l u m b u S, Ga., 16. Novbr. Ueber 2000 Ballen Baumwolle der brannten letzte Nacht und tausend wur den beschädigt. Das Feuer entstand durch einen Funken auS einer Rangir lokomotlve und glimmt immer noch, doch war eS heute Abend um 7 Uhr unter Kontrolle. Der Schaden wird aus wenigstens $150,000 geschätzt.
Sekretär Hitchcock Mit Recht entrüstet. Washington, 16. Nov. Sekretär Hitchcock erhielt heute die nichtofficielle Nachricht, daß Bartlett Ri chardZ und W. G. Comstock, welche im Kreisgerichte zu Omaha angeklagt wa ren. 212.000 AcreS Regierungsland in Sheridan gegen das Gesetz eingezäunt zu haben, verurtheilt wurden, sechs Stunden unter Bewachung des Bundes Marschalls zu bleiben und je 8300 zu zahlen. Sekretär Hitchcock sagte: Ich bin über das Urtheil erstaunt und entrüstet. Die Strafe ist durchaus nicht hinrei. chend. Die Anklage erfolgte nach jahrelanger Untersuchung und VerauSgabung Tausender von Dollars durch das Departement. Wir hatten die Großen ausgesucht, in der Hoffnung, daß das Resultat eine Warnung für die Kleinen sein werde. Daß die Beweise stark waren, ergiebt sich aus der That fache, daß die Leute sich schuldig be kannten. Das Resultat ist entmuthl gend, aber wir werden in unseren An ftrengungen nicht nachlassen. Sie haben versprochen, ihre Zäune niederzu reißen, und wenn sie' ihr Versprechen nicht halten, werden sie immer ange klagt werden, bis sie erkennen, daß Ge setze gemacht werden, um befolgt zu werden. Wir werden nicht nachlassen.$V s"'
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Die (andbetrügereien in Gregon.
feiner starken Betheiligung an den Bundessenators John H. Mitchell von
Erstickt. 5 Personen bei einem Brand.
New York, 16. Nov. Beim Brande einer italienischen Mieths kaserne, No. 221 Oft 73. Straße, ka men wenigstens 5 Personen um'S Leben. Das Haus war 6 Stock hoch und, die Insassen der 5 oberen Stock' werke wurden durch die Flammen ab. geschnitten. Eine Stunde nachdem das Feuer unter Kontrolle war, wurden die Lei chen von 3 Frauen und 2 Männern von der Treppe zwischen dem 2. und 3. Stocke geholt. . Die Polizei glaubt, daß Brandftif tung vorliegt. ( Das Feuer brach aus in einem Hau fen Abfall in einem Luftschacht und verbreitete sich rasch über eine Grocery im untersten Stocke. Ein Polizist bemerkte zuerst die Flammen. Er rannte die Treppen hinauf und alarmirte die Bewohner. Aber als er den 6. Stock erreicht hatte, war der Rückzug auch ihm abge schnitten. Alle Bewohner flüchteten auf die Feuerleiter, um nicht zu ersticken. Als die Feuerwehr ankam, knieten alle auf der Feuerleiter im Gebet. Alle wur den gerettet. Die Todten sind : Guiseppi Ran dazzo, Antonia Lorea, Calvatore Tiazza, Santa Tiazza, Antonio Se larde. . Armeegebäude. Washington, 16. Nov. In seinem Jahresberichte hebt Gen. Humphrey, Generalquartiermeister der Armee, die hohen Kosten für Armeebau ten hervor. Er giebt an, daß diese! ben während des laufenden FiSkaljah res nur 12 Prozent höher find wie im Vorjahre. Allem Anicheine nach werde das Steigen der Kosten anhalten. Er schlägt vor permanente Bauten solider aufzuführen; wenn fie auch mehr kosteten, würden fie doch im Laufe der Jahre sich als billiger erweisen, wie leicht gebaute Häuser. Chas. De yimAmte. Washington, 16. Nov. Chas. Denby von Jndiana wurde heute in sein Amt als Chefclerk des Staats Departements eingeführt. Er löst Col. Wm. H. McMichel ab. der zum Konsul in Calcutta ernannt wurde. Föderation of Labor. P i t t S b u r g, 16. Nov. Victor L. Berger, Delegat der internationalen typographischen Union brachte heute Abend 11 Resolutionen ein. Darunter ist eine solche, welche den Kongreß der Ver. Staaten ersucht, eine Bill anzu nehmen, die jedem Arbeiter, der durch schnittlich nicht mehr wie 81000 per Jahr verdient hat, eine monatliche Penfion von $12 gewährt, sobald er das 60. Lebensjahr erreicht hat. In einer anderen Resolutkon wird Samuel Gomperö als Verbündeter des Kapitals hingestellt. 'S' '"v '', 'ki ','. A-:-yS-ys,,', ", izäStä' !' ' ' 'm?p&?dt " Jf& r&ä ''', f' ' -&r 'X' " $ - : & w wv-vr'.v'tT i tf "y y i . y, ?-, '. ' , ' Avi' ,i ' t1Ä i j 5 v y ff M S.'j l '" '- iV'A "'',,' ,','0T s ' ',,,, ' fi'ff . ' S .''.. v-'S:----'ss. ss y , v',tS" ' ' ' 'SV """tk' f' I Landschwindeleien in Oregon vor Gericht Verfolgung dieser Fälle sehr beschäftigt Oregon. sowie auch von anderen Person
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Bundesfinanzen. Washington, 16. Nov. Prä fident Rzosevelt hatte beute mit ver. schiedenen Senatoren und Reprüsen tanten eine Besprechung .'über die Fi nanzlage. Allgemein herrschte die An ficht, daß nur ein kleines Defizit, wenn überhaupt eines, am Ende des Fi5cal jahreö vorhanden sein werde. Senator Hale sagte: Ich be zweifle daß dieses Jahr ein Defizit ein treten wird. Geschieht das doch, so kann eö nach den gegenwärtigen Aus fichten nur klein sein. Es ist also keine Nothwendigkeit vorhanden für neue Steuerquellen zu sorgen. .Senator Burrows war derselben Anficht. Repräsentant McCleary, der als möglicher Vorsitzer des VerwilligungSComites angesehen wird, meint, daß mit Sparsamkeit jbei Verwilligungen ein Ueberschreiten der 'Einnahmen ver mieden werden könne. Schließlich könne jede.? Defizit leicht durch eine Steuer von 23 Cents auf das Pfund Kaffee gedeckt werden. Sprecher Cannon hatte eine Unter redung mit dem Präsidenten, wollte aber über den Inhalt derselben keine Angaden machen. Er war bezüglich des Standes der Bundessinanzen opti mistisch.
mix ! yrem ro oi en ninoe km Arm hat dieser Tage eine Frau Adolph Bauer die Reise von Pitsburg, Pa., nach Kenosha, Wis., gemacht. Frau Bauer landete kürzlich in New Jork. Als der Eisenbahnzug Pittsburg erreichte, wurde das Baby von Krämpfen befallen und starb so plötzlich, daß die Muter weder Gelegenheit noch Zeit hatte, irgend welche ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie befürchtete, daß man ihr die kleine Leiche abfordern werde, weshalb sie sich entschloß, den Todesfall so lange geheim zu halten, bis sie zu ihren Angehörigen in Kenosha komme. Um dies erfolgreich durchführen zu können, sang sie die gewohnten Schlummerlieder, unterdrückte ihren Schmerz und machte ein fröhliches Geficht, wenn der Kondukteur oder ihr: Mitreisenden sich nach dem Kinde erkündigten. Als sie in Kenosha anlangte, hatte sie noch so viel Kraft, das Kino eine Strecke von einer Meile nach der neuen Heimath zu tragen, dann brach sie zusammen. F a t a M o r g a n a. Als boc Kurzem der Walfischfänger Gayhead" im Veringsmeer, etwa 75 Meilen westlich von der Prybiloff-Jnsel kreuzte, beobachteten der Steuermann und seine Leute eine merkwürdige Erscheinung. Wie aus dem Meer emporgestiegen breitete sich vor ihren Augen eine Riesenstadt aus, mit taufenden von elektrischen Lichtern, welche zahlreiche Straßen beleuchteten. Man konnte deutlich erkennen, daß auf den Kreuzungen der Straßen die Lichter größer waren. Der Steuermann rief den Kapitän, welcher ebenfalls mit Staunen die Erscheinung beobachtete und zu dem Schluß kam, daß es die Stadt San Francisco war, welche, obgleich tausende von Meilen entfernt, durch eine Luftspiegelung nach dem hohen Norden verlegt wurde. Mit Tagesanbruch verblaßte und verschwand die Erscheinung langsam. Schwalben als Eisenbahnpassagiere. Aus dem Norden kommende Schwalbenschaaren waren unlängst in der Schweiz von frühzeitig eingetretenem Schneewetter grausam überrascht worden. Kälte und Hunger zwangen die Thiere, in den Ortschaften Zuflucht zu suchen, wo sie zu Hunderten niederfielen. In Luzern nahm sich die Ornithologische Gefellschaft der armen Reisenden an, sammelte die noch lebensfähigen, fütterte sie und sandte sie wohlverpackt mit einem Gotthardschnellzuge nach dem sonnigen Süden, wo der Zugführer und die Stationsbeamten von Chiasso, Italien, 200 Stück aufflattern ließen. Nur drei Thierchen waren auf dem Transport eingegangen. Von einem Adler entführt. Unfern Courmayeur, OberItalien, wurde eine Bauersfrau, die rhr zweijähriges Kind trug, von einem großen Adler angegriffen. Der Raubvogel wollte ihr das Kind entreißen und kehrte immer wieder zurück, obwohl er von der Frau zurückgeschlagen wurde. Schließlich gelang ihm der Raub des Kindes. Die Mutter eilte mit vielen Wunden und zerrissenen Kleidern heim, und nach kurzer Zeit stiegen 75 Männer auf die umliegenden Berge, um den Adler und das Kind zu suchen. Es wurde aber von beiden keine Spur gefunden, und 'mußte man das Suchen einstellen. Jubiläum eines Huhn e s. In einem Dorfe bei Zofingen im Schweizer Kanton Aargau wurde jüngst das Jubiläum eines Huhnes gefeiert, welches das 1000. Ei gelegt hatte. Mehrere Häuser hatten die eidgenössische und kantonale Fahne ausgehängt. Am Nachmittag zogen die eingeladenen Gäste mit Musik an der Spitze zum Besitzer der Jubilarin. Bei währschaftem Suser wurden dann in Poesie und Prosa die Verdienste des wackeren Huhnes unter begeisterten üochs gepriesen. K a m e e l e wurden in Ungarn bis zum 13. Jahrhundert als Lastthiere benutzt. .
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