Indiana Tribüne, Volume 29, Number 72, Indianapolis, Marion County, 16 November 1905 — Page 6

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Jndiana Tribüne, 16. November 1905

Einfache Behandlung Dkejenkg leiben viel elck mit NnverdnulZchkeit behaftet sind; aber di einfache Behandlung ist Dr. August Kocnig'g Hamburger

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Europäische Nachrichten.

i Schweiz. Basel. In der Nacht wurde in Ober - Binningen der 20jährige Schriftsetzer August Erthl durch Meserjticye schwer verletzt aufgefunden. Der Verletzte starb im Spital. Die Thäterschaft ist noch unbekannt. Her: sau. Im Alter von 54 Jahren starb an einem Halsleiden Heinrich Volkart, Reallehrer, gebürtig aus dem Kanton Zunch. Als langahnger Aktuar des Verbandes schwelzerischer abstinenter Lehrer und Lehrerinnen hat Volkart außerhalb seiner Amtsthätigkeit eine rege Wirksamkeit entfaltet. L u z e r n. Das Schwurgericht hat den 4. jährigen Joseph Leonz Sattler von Müßwangen wegen wiederholten ausgezeichneten Diebstahls im Betrage von 440 Fr. 50 und wiederholten einr - v rrs. ? . fi . m sacnen )leoiiay.s im elrage von 1145 Fr. 80 zu 6 Jahren Zuchthaus unter Abzug von zwei Monaten erstandener Hast und zehmährlger Einstellung im Aktivbürgerrecht verurtheilt. Rolle. Der Zug 71 von Genf überfuhr bei der Haltestelle Vernay ein ?rauleln Nvonne Rochat von Loums. Der Körper der Unglücklichen wurde etwa dreihundert Meter weit geschleppt, und buchstäblich zerstückelt. Hesterreich'rrgarn. Wien. Dieser Tage feierte die Frau Erzherzogin Maria, Gemahlin des Erzherzogs Rainer, in vollster körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. Mit Rücksicht daraus, daß dieser Tag mit dem Sterbetage der Kaiserin Elisabeth zusammenfällt, wurden, dem Wunsche der Erzherzogin entsprechend, alle zugedacht gewesenen Ovationen dankend abgelehnt. Eine furchtbare Schreckensszcne hat stch auf dem Centralviehmarkt ereignet. Ein Stier rlß stch plötzlich los und erfaßte den 38jährigen Markthelfer Ludwig Wunsam mit den Horner am Bauch. Dem Unglücklichen wurde von den? wuthenden Stier der Bauch m einer Länge von acht Centimeter aufgeris sen. Die Wunde geht vier Centimeter tief in die Magengrube. Aerzte der Rettungsgefellschaft leisteten ihm ine erste Hilfe und brachten ihn in's Rudolfsspltal. Der Kaiser hat den Professor für Graveur- und Medailleurkunst an der Akademie der bildenden Künste Hierselbst, Rud. Marschall, zum Professor und Leiter der hier zu errichtenden Graveur- und Medailleurschule ernannt. Der 59jährige penstonirte Beamte Josef Schütz. Hiehing, Hadikgasse 116 wohnhaft, ist während elnes Spazlerganges auf der Hütteldorferstraße infolge Herzschlages plötzlich gestorbm. Unlängst starb in ihrer Wohnung, W'ähringerstraße w nr rvv i i . c öi, rau noia.ra ayn, online oe Hofopern - Theaterdirektors Wilhelm Iahn, im 47. Lebensjahre. Das Drama einer unglücklichen Ehe schloß unlängst mit dem Selbstmord des Mannes ab, nachdem er den vergebllchen Versuch unternommen, seine Frau zu todten. Das Ehepaar, dessen Bund in so tragischer Welse gelost wurde, ist der 26jährige Eduard Stark, Besitzer der Weinstube Zur schwarzen Katze" nn Hause Favoriten, Humboldtgasse No. 25, und seine Frau Anna. Die Beiden waren erst jung verheirathet. Der außerordentliche Professor der theoretischen Physik an der hiesigen Universität Dr. Gustav Jäger wurde zum ordentlichen Professor sur allgemeine und technische Physik an der Technischen Hochschule ernannt. Baden. In einem Anfall plötzlichcr Geistesstörung hat die Ministerialbeamtensgattm Ellse GrollmutzSchmidt, die hier in der Straßerngasse wohnte, ihr 7mhnges Tochterchen ge tobtet Brunn. Vor einiger Zeit feierte in geradezu beneidenswerther geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit der Nestor der Aerzte Mährens, Zahnarzt Jakob Bauer hierselbst, ehemaliger Hausarzt der Spielberger Strafanstatt und des Provmzial - Strasyau ses in der Zeile, eine in den weitesten . r m r r : j: . : i r.:reiten geicyaZie crjüimtgicu, ici 90. Geburtsfest. Friede!. Unlängst ist der seit einiaer Zeit bei dem kiesigen Pseroe Händler Rozehnal im Dienst stehende 22 55akre alte Knecht Josef Ozina aus Janowitz während des Fahrens durch die ziemlich angeschwollene urawliza ertrunken. G o i s e r n. Der 17jährige AloiS Pilz von hier, ein Zögling des SalzWerkes in Hallstatt, ging auf der Soolenleituna zwischen Störa und Hallstatt, als ihm plötzlich der Wind den Hut vom' Kopfe wehte. Er, wollte sich ducken, bekam das ueoergewicyl uno stürzte den jähen Abgrund hinab, wo er todt aufgefunden wurde. Linz. Ein tragisches Ende fand der Bauer Franz Derndl, einer der Führer der unabhängigen Bauern schaft und seinerzeit Reichsrathscandi dat. Von dem Besuch des Volksfestes beimkehrend. schluckte er beim Homg kosten in einem Gasthause zu Aisthofen unversehens eine Biene, die ihn in den Hals stach, was er anfangs nicht oeach tete. Bald stellten sich Schmerzen ein, und als ein Arzt gerufen wurde, war es zu spät: Derndl starb bald daraus. M ä h r i s ch - O st r a u. Ein alter hiesiger Bürger, der in weiten Kreisen r ; : rr. rn.r...a tv. , , wea.?n leine origiutucu ;ajcjca,

kannte Bauunternehmer Franz Musil,

st im Alter von 74 Jahren gestorben. , Trovvau. Dieser Tage beging dev Ervrovimial und Pfarrverweser zum heil. Geiste hier. Gregor Wesely. das Jubiläum seiner 40jährigen ununerbrochenen Thätigkeit als Seelsorger unserer Stadt. Wiener-Neustadt. Vor Kurzem wurde im Garten des elterlichen Dauses der' anaesehene Kaufmann und Realitätenbesitzer Marcell Manz mit durchschossener Schlafe todt ausgefunden. 5s liegt ein Selbstmord vor. Manz, der im 35. Lebensjahre stand, war Reserveoffizier des 4. DragonerRegiments und Schwiegersohn des hiesigen Dampfmühlen - Besitzers Heinrich Feuchtner, Präsidenten des N ederöi erreickiscken MMien - Ver bandes. Luxemburg. Lurembura. Während mehrere Kinder auf dem 5?elde bei Tetmaen Feuer angezündet hatten, kam das 8jährige Töchterchen des Wirthes Schintgen den Flammen zu nahe, so daß ihre Kleider in Brand geriethen. wodurch das Kind lebensgefährliche Brandwunden erlitt. Leudelinaen. Hier trank der Maurermeister Peter Folschette ein Glas Vier uud hatte dabei das Unalück. eineHornisse zu verschlucken. Das Insekt stach Folschette in die Luftröhre, welche in kurzer 5Zeit dermalen anschwoll, daß der Unglückliche binnen einer halben Stunde an Erstickung verstarb. Rollrnaerarund. Das AnWesen Lallemand an Fayencerie Avenue, welches Viktor Lallemand für 27.500 Frcs. angesteigert hatte, wurde nachträglich dem aeaenuber liegenden Pensionat St. Josef für die Summe von 40,000 Frcs. angekauft. . Weilsie einenPolizist t n geohrfeigt und ihm in's Gesicht gpieen hatte, mußte Fräulein Christabel Parkhurst, eine jugendliche Ad vo katin in Manchester, sieben Tage im Gefängniß zubringen. Mit einer anderen jungen Dame war sie in eine liberale Wahlversammlung gegangen. zn der Sir Edward Grey eme Rede über Freihandel und die Chamberlain'sche Schutzzollpolitik hielt, und versuchte dort den Redner über seine Stellung zum Frauenstimmrecht zu interpelliren. Als der Vorsitzende ihr das Wort nicht ertheilen wollte, verursachte sie eine große Lärmscene, bis einige Polizisten sie und ihre Begleiterin aus der Halle entfernten, zm Vorzimmer vergriff sie sich dann in der bezeichneten Weise an einem der Beamten . und versuchte, auf der Straße eine Rede zu halten, und als die Polizei einschritt, weil die Menge den Verkehr hinderte, und sie entfernen wollte, widersetzten sie und ihre Begleiterin sich mit Händen und Fußen, wobei ihr Kleid :n Fetzen gmg. Wegen thätlichen Angriffs und Widerstandes gegen die Staatsgewalt wurden beide in eine Geldstrafe genommen. Sie weigerten sich aber, zu zahlen, und zogen es vor, als Märtyrerinnen ihrer Sache in's Gefängnis zu wandern. Eine Geschichte, die einer erhebenden Moral nicht entbehrt, wird aus Wien berichtet: Em dortiger Rechtsanwalt, der in glänzenden VerHältnissen lebte, mußte infolge einer Unregelmäßigkeit" in der Geschäftsführung seine Kanzlei in Wien mit einer Beschleunigung verlassen, die gewöhnlich als Durchbrennerei bezeichnet wird. In New Iork hoffte er sich eine neue Existenz gründen zu können. Er erlebte jedoch eine Enttäuschung nach der anderen. Fast völlig von Mitteln entblößt, der Verzweiflung nahe, starrte er eines Tages das Schaufenster eines Juwelierladens an, als ihn de: Eigenthümer des Ladens zu seiner größten Ueberraschung mit seinemNamen ansprach. Die Physiognomie des eleganten Herrn war ihm bekannt. Es zeigte sich, daß es ein ehemaliger Dieb war, den der Rechtsgnwalt vor Jahren unentgeltlich vertheidigt und mit Mitteln zur Ueberfahrt nach Amerika ausgestattet hatte. In New York hatte der Mann dann ehrlich gearbeitet und Vermögen erworben. Er nahm sich letzt semes ehemaligen Wohlthaters, der nun unter ähnlichen Beengungen über das große Wasser gekommen war, freundschaftlichst an, engagirte ihn für sein Geschäft und verschaffte ihm anderweitig: Erwerbsgelegenheiten. Nach einiger Zeit war derRechtsanmalt so weit rangirt, daß er mit einer hübschen Geldsumme nach Wien reisen konnte. Hier ordnete er die verr. . .... yangniLvoue Unregelmäßigkeit" zu voller Zufriedenheit der geschädigten Klienten und stellte sich mit den BeHorden wieder auf guten Fuß, so daß f. . on." jf :r. t cvr ci cikc tfiuuixiiT naoj lainciiw IN nor malem Tempo bewerkstelligen konnte. Als Mittel zur Berhinde rung des Brüchigwerdens des LederS empfiehlt sich das folgende: man be reitet eine starke Eichenrinde Ab kochung und weiche das betreffende Schuhwerk u. s. w., das freilich nur ganz allein aus Leder bestehen muß, darin ein. Nach der Trocknung des selben schmiere man eS dann noch mit Vaselme em, wodurch .das Leder wieder geschmeidig und biegsam wird. Statt des Vaseline kann man auch Nizinusöl dazu verwenden, wodurch das Leder gekräftigt und dauerhaft gemacht wird.

. . Verfolgungswahn. Kamps tweier ,s!;ger Schwester mit der Polizei. Ein eigenartiger Vorfall spielte sich kürzlich in der Londoner Vorstadt West Norwood ab. Zwei wohlhabende junge Damen, Fräulein Shaw, die dort allein ein Haus bewohnten und nur ein Dienstmädchen bei sich hatten, .erschienen eines Morgens an einem offenen Fenster ihres Hauses. mit KavallerieSäbeln bewaffnet, laut betend und Kirchenlieder singend. Sie hatten Abends zuvor ihrem Dienstmädchen gesagt, eine geheime Gesellschaft stelle ihnen nach und wolle sie tödten; darum ersuchten sie das Dienstmädchen, die Nacht mit in ihrem Schlafzimmer zuzubringen. Sie verbarrikadirten ,sich

mit dem Dienstmädchen im Schlafzimmer. Als sie in der Nacht Geräusch zu hören glaubten, alarmirten sie einige Polizisten und Nachbarn und nefen hinunter: Unten sind Männer! Thut Eure Pflicht und schneidet ihnen die Köpfe ab!" Die Polizei fand aber Niemand im, untern Theil des Hauses vor. Am anderen Morgen erzählte das Dienstmädchen den Nachbarn, was im Hause der jungen Damen vorging, worauf die Polizei in das Haus einzudringen versuchte, aber von den mit Schwertern' bewaffneten Schwestern wiederholt in die Flucht geschlagen wurde. Spater erschienen die beiden Damen, wieder mit ihren Schwertern bewaffnet, im Erdgeschosse, anschnnend auf Lebensmittel wartend, die ihnen aber Niemand brachte, da jeder sich fürchtete, das HaUs zu betreten. Dann öffnete eine der beiden Damen die Haukthur, um emen Milchmann hereinzurufen. DerMilchmann sah aber die andere Dame mit gezogenem Schwerte hinter der Thür stehen, und weigerte sich deshalb, zu kommen. Eme halbe Stunde spater zogen sich die Damen in einen hmten Theil des Hauses zurück. Die Pozei hatte das bemerkt, sie stieg schnell vorn zum Fenster hlnem und nahm die beiden Schwerter an sich, die die Damen vorn zurückgelassen hatten. Im Souterrain fand man beide Damen unter einem Tisch versteckt. Sie schrieen furchtbar. aber sie wehrten sich nicht. In Begleitung emer Krankenschwester wurden sie in ein Krankenhaus geschasst. Im Banne der Eiswüste. Eine furchtbare Reise hat die britische Bark Stark" hinter sich. Am 29. Juni 1904 fuhr sie aus und kam im August in Eharlton Island im Nordwesten von Kanada an. Bald erhob stch ein schwerer Sturm, und die hochgehende See setzte dem kräftigen kleinen Fahrzeug stark zu. Dann gerieth man auch in Packeis, das das Schiff immer dichter umgab. Trotzdem widerstand das Schiff und drehte einige Tage bei den Manssield-Jnseln bei. einem unbewohnten Landstrich von 70 Meilen Länge am Eingang der Hudsonstraße. Nach kurzer Pause brach die Wuth der Elemente nur noch hestiger los. Zwei Segel wurden fortgerissen, wieder legte sich das Packeis um das Schiff, und die hohe See drohte es zu verschlingen. Die 19 Mann an Bord bereiteten sich auf das Unvermeidliche vor. Es schien ihnen nur die Wahl der Todesart zu bleiben, vom Eise zermalmt zu werden, im Meere zu versinken oder auf der einsamen Insel zu verhungern. Die Mannschaft bat den Kapitän Ford, nach der Eharl-ton-Jnsel zurückzukehren; diese wurde auch am 26. Oktober erreicht, eyn Monate wurde das Schiff im Eise festgehalten. Als endlich das Schiff aus dem Eise befreit wurde, traf er das Polarschiff ..Discovery." das die Unglücklichen mit Lebensmittcln versorgte. Preisgekrönte deutsche Firmen.. An dem Wettbewerb auf der Lütticker Aussielluna baben 387 deutsche Firmen theilgenommen. Weitere vier Firmen waren außer Wettbewerb, weil die Inhaber dem Preisgericht a.-igehör-ten, und 13 Aussteuer naymen an oem Wettbewerb nickt tbeil. weil sie die ausgestellten Gegenstände nicht selbst erzeugten. An Auszeichnungen wuroen kentscken Ausstellern verlieben: 59 Grand Prix. 54 Ehrendiplome. 140 goldene Medaillen, 117 silberne Medaillen, 53 bronzene, Medaillen, 10 ehrenvolle Erwähnungen.. 6 gey: hieraus hervor, daß eine größere Anzabl von Firmen mehrere Preise erhalten hat, da die Zahl der Preise die der an dem Wettbewerb thcilnehmenden deutschen Firmen um 51 ubertrisst Was Alles gefunden wird. Bei einer Ausscbacl)tuna fanden Arbeiter in Philadelphia 15 Fuß unter oer Eroe zwei zanonenlugem, welcke beide aus dem Revolutionskriea herzurühren scheinen. Die'eine war eine sogenannte Kettenkugel, die andere eine mit Pulver und Schrot gefüllte Bombe. Die Letztere wurde sorgfältig emiaoen. Bald danach fanden auf demselben Terrain die Arbeiter bei der NiederUauna eines Kamins eine vollständig mumifizirte Brieftaube, welche wabrscheinlich vor langen Jahren vor einem Habicht in dem Schornstein Zuflucht gesucht und dann erstickt jem mag. .Die Edelmetallförder u n q der Welt für 1904 schätzt Mllnzdirektor Roberts in Washington auf Z347.150.700 Gold und 163.493.538 Unzen Zeis-Silber. und den Münzwertb diese! .Förd'rung gbt er mit Z217.L50.200 an. .

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Von einer Katze erstickt, die sich auf das Gesicht des zehn Monate alten Kindes gelegt hatte, wurde das Töchterchen einer Frau Sokolowski in Freudenthal, Westpreußen. Schlimme Wirkung von Jndianergeschichten. Weil er in die ewigen Jagdgründe eingehen wolle," erschoß sich, durch Jndianergeschichten verdreht gemacbt, der 13jahrige Schüler Fritz Großer in Brieg. Preußisch-Schlesien. Erschraken vor Leichent r ä g e r n. In Eszek Ujvar, Ungarn, sollte das Leichenbcgangmß des verstorbenen Kaufmannes Moritz Kohn stattfinden. Die Leichentragcr gingen mit dem Sarge aus Versehen infolge eines Mißverständnisses in das Haus des auf den Tod erkrankten Nachbars Johann Neuwald. Als dieser sie erblickte, erfaßte ihn solcher Schrecken, daß er auf der Stelle einem Herzschlage erlag. Seme Frau erkrankte aus Schrecken gleichfalls tödtlich. Von einem Ma st bäum ers chlagen. Vor einem Neubau in Berlin wollten Arbeiter einen hohen Mastbaum, der dazu dienen sollte, schwere Eisenträger emporzuwinden, aufrichten. Als der Baum einige Meter von der Erde aufgehoben war, schlug er plötzlich nieder und traf den gerade vorbeigehenden Arbeiter Kowiak. Der Mann war sofort todt. Mehrere andere Arbeiter, die in der Nähe standen, retteten sich durch einen schnellen Sprung. Vier Generationen einer Aerztefamilie. Vor Kurzem fand die Vermählung des praktischen Arztes T.r. Engstler in Velden, Sterermark, mit einer Arztenstochter aus Graz statt. Der Neuvermahlte ift der einzige Stammhalter einer alten österreichischen Aerztefamilie, deren ärztliche Thätigkeit sich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts nachweisen läßt. Sein Urgroßvater war Wundarzt in Vorarlberg, sein Großvater k. !. Medizinalrath in Borarlberg und sein Vater praktischer Arzt in Greifenburg in Körnten. Kind als Pfand stück. In das Geschäftslokal des -Schuhmacher-meisters Pctrasch in Wien kam an einem Abende eine ungefähr 30jährige Frau mit emem kleinen Kmde; sie suchte sich ein Paar Schuhe aus und zog sie sogleich an. Plötzlich fing sie m der Tasche zu suchen an und erklarte schließlich' sie habe ihre Geldbörse zu Hause gelassen. Sie werde sich gleich das Geld holen und lasse das Kind zum Pfande zurück. Die Frau kam aber nicht wieder. Später stellte sich heraus, daß sie das Kmd von einer Frau, die sie auf der Straße getroffen, auf einen Augenblick ausgeborgt" hatte, nur um den Gaunerstreich zu verüben. Sperrte den Richter e i n. rirn Bureau eines irasricyttrs zu Tetschen, Böhmen, wurde ein gewisser Wendelin Hieke wegen eines Diebstahls vernommen. Als er das Protokoll unterzeichnen sollte, machte der Bursche emen Sprung zur Thur und riß dieselbe auf. Bevor sich der verblüffte Richter und die anderen Anwesenden aufraffen konnten, hatte Hieke die Thür mittelst des außen steckenden , Schlunels zugesperrt und das Weite gesucht. Die Eingelchlonenen machten Lärm, wurden aber erst nach einiger Zeit befreit, da man lm Hause' glaubte, daß das Pochen von den beim Anbaue des Gerichtsgebäudes beschäftigten Maurern herrühre. Von dem Flüchtling fehlte jede Spur. Pfiffiger Gendarm. In einem Dorfe im Marne-Departement in- Frankreich war ein nicht unerheblicher Diebstahl verübt' worden, dessen Urheber trotz der eifrigen Bemühungen der Gendarmerie vorerst nicht ermittelt werden konnte. Ein GendarmerieBrigadier, der nachträglich am Thatorte erschien, bemerkte nun mitten m einem Haufen von .Aepfeln einen angebissenen, auf dem die Schneidezähne deutliche Spuren zurückgelassen hatten. Er nahm den Apfel und stellte mit diesem vergleichende Studien an, indem er alle des Diebstähles verdächtigen Individuen in einen Apfel beißen ließ. Dieses neue Mittel erwies sich in der That als erfolgreich, da auf Grund der Zahnspuren der Dieb entdeckt und zu einem Geständniß gebracht werden konnte. Hexenglauben. Ein Landwirtb in Weibers im bayerischen Regierungsbezirke Schwaben wurde von :inem Nachbar verdächtigt, ein Zauierer und Schwarzkünstler zu sein. Besagter Landwuth, so sagte der Nachbar, sei zu ihm in den Stall gekommen, habe eine Kuh berührt, und infolgedessen habe die Kuh in kurzer Zeit 100 Mark an Werth verloren. Der Zauberer" fühlte sich beleidigt und klagte. Vor Gericht erklärten mehrere Zeugen, daß der Kläger beim Volke als Schwarzkünstler gelte. Man sehe es gar nicht gern, wenn er in einen Stall komme. Einmal habe er' eine Kuh berührt, und die Folge sei gewesen, daß man von der Kuh die Milch nicht mehr habe rühren (buttern) können. Das Schöffengericht verurteilte den Beklagten zu 20 Mark Geldstrafe. Seine Berufung wurde von der Strakamtner verworfen.

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Kutscher: Na, so sieigen Sie doch endlich einmal ein!" Student: Kann :a mcht: . Sie fahren ja immer im Kreise herum!" Moderne Ehe. Mann: .Nack Norderner, willst Du? Das erlauben meine Mittel nicht!" Frau: zaule Ausrede; an die Riviera ltmntest Du mich im Winter schicken... ich habe mich im Auskunftsbureau über Dich erkundigt!" i a Herr Professor auf der Wohnungssuche. Dreißig Kronen pro Monat kostet das Zimmer mit Balkon." ' Und was würde es ohne Balkon kosten? Schlau. Herr (zum BergWirth): Warum klopfen Sie denn alleweil mit dem Hammer auf das leere Faß da?" Wirth: Weil da die Touristen, die eben im Heraufkraxeln begriffen sind, meinen, es werde frisch angezapft!" Koripagnic-Arbcit. WKWWj littet -i,;.f " ' I .1 . I Ich habe entsetzliches Pech! Mir sind nun hintereinander vier Stücke durchgcfallen!" Mir auch!" Na . . . das trifft sich ja berrlich . . schreiben wirmal ein's miteinander!" Darum. Herr (zum BahnHoftelegraphisten): Thut der Herr Vorstand heute selber Dienst?. . . Er steht ja am Telegraphenapparat?! Telegraphist: ' O, das thut- er ftloß be! diesem Zuge. . . in dem sitzt nämlich seine Schwiegermutter, und da läßt er sich um das Vergnügen nicht bringen und gibt das Abfahrtssignal selber! Ter Wahrheit die Ehre. Wenn Sie so unverschämt lügen und dem Bürgermeister sagen, ich hätte Sie geschlagen, kriegen Sie gleich noch ein paar Ohrfeigen." Immer dieselbe. Herr (zu einer Frau, die sich über ihren Mann beklagt): Was wollen Sie denn? Jetzt, seitdem er ein bischen unwohl ist, trinkt er keinen Tropfen Bier mehr!" Frau: Ach, das kenn' ich schon! Das thut er ja doch bloß, damit er dann wieder desto mehr trinken kann!"

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