Indiana Tribüne, Volume 29, Number 72, Indianapolis, Marion County, 16 November 1905 — Page 3
Jndkons Tibüne. I. November 1905.
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Wladwostok in Brand. Soldaten nnd Matrosen licreimgen sich mit dem Pöbel. ,
In St. Petergburiz brechen die Streikunruhen von Neuem aus. Tie Vevohner der Jsle of Pines erklären dieselbe für amerikanisches Territorium. Das Bomben-Attentat in Konftantinopcl.
Nußland. Aufruhr zu Wladiwoftock. St. Petersburg, 15. Nov. Ein Telegramm von Wladivostock meldet, die ganze Stadt und die Umgebung des Hafens feien in Flammen. Der größere Theil der Stadt sei bereits nie dergebrannt. Die Lage ift verzweifelt, der Pöbel ist in Kontrolle der Stadt und vlfin dert weiter. Um die Lage noch zu ver schlimmern, fangen die LebenZmittel an, knapp zu werden und die Stadt ist durch HungerZnoth bedroht. Die Schiffe im Hafen sind mit Flüchtlingen überfüllt. Spencer Edy, der hiesige amerika nische Geschäftsträger erhielt von Konful Greener aus Wladiwostcck eine De pefche, daß bei der Revolte Soldaten und Matrosen stark betheiligt waren. Greener datirt seine Depesche von einem Schiffe im Hasen und sagt, daß mehrere hundert Ausländer sich auf demselben befinden. . Eine offizielle Depesche sagt, daß das Kriegsrecht in Wladiwoftock erklärt wor den ift und daß die Truppen die Lage unter Kontrolle haben. Kampf in Polen. Warschau, 15. Novbr. Graf TaZzkicwich, Herausgeber des LibiSkk, und der Fabrikant Jantzen, beide bekannte polnische Patrioten, wurden um 2 Uhr heute Morgen verhastet. Der Generalgouvemeur hat eine polnische und eine russische Zeitung suspendirt. Streikkrawall. St. Petersburg, 15. Nov. Bei den Sangalll Werken kam es zu einem Kampfe zwischen Streikern und Anti-Streikern in dem 4 Mann getödtet und 10 mit Messern'iverwundet wurden. Die Stadt wird heute Abend wieder in Dunkelheit liegen. Die Plödlichkeit und Ausdehnung der Streikbewegung hat die Bewohner in Schrecken gesetzt und hat die Regie rung, wie gewöhnlich unvorbereitet ge troffen. Die Straßen find wieder mit Koffacken und Infanterie angefüllt. ES wurden heute wieder viele Flaggen ge kaust, die Führer der Arbeiter sagen, daß dieselben nun für einen Konflikt beffer vorbereitet seien. Die Zeitungen find- heute Nach mittag wieder erschienen. Man glaubt. daß morgen auch die Telegraphisten an Streik gehen. GrasLLitte'S Bureau in' einem An bau zum WinterPalaste wurde heute Nachmittag von Arbeiter-Deputationen und RegierungSbeamten belagert, welche dem Premienrnmster Angaben über verschiedene Verhältnisse machen wollten, wie Rußland zum Frieden ge langen könne. Polizeischutz in Finn land. St. Petersburg. 15. Nov. Jn HelfingforS breitet sich die sozial! ftische Propaganda aus, welche ein EiN'Kammer'System der Verwaltung, sowie die dauernde Einstellung des Svirituosen Handels verlangt. Die sozialistiiche Arbeiter . Polizeiforce ha beschlossen, ftch nicht auszulösen, um eventuell gegen die Bürger gerüstet zu sein, welche 2500 Freiwillige zu eigner Polizeimacht vereinigt haben. St. Petersburg, 15. Nov. Ein kalter Nordweststurm säuberte beute Nacht die Straßen besser als alle ttossackenpatrouillen. Bis Mitternacht kam es z' "Anen Unruhen. Truppen habend! clektrischen Lichtwerke befetzt, die. von MarineMaschinisten betrieben werden, sodaß die Stadt heute Abend nicht dunkel lag. Cuba. 3 51 e o f P i n e S. ' H a v a n a, 15. Nov. Bewohner der JSle of Pineö haben eine Erklä. rung erlassen, daß sie sich als unab hängig von Cuba betrachten und eine neue Regierung als Territorium der Ver. Staaten organifirt haben. Sie wollen einen Delegaten nach Washing
ton schicken, um Fragen, welche die Zukunft der Insel betreffen, vor dem Reprüsentenhause diskutirt zu haben. ES wurden Massenversammlungen gehalten und Beamte gewählt, mit Ausnahme solcher, die vom Präsidenten ernannt werden müssen. ES wurde ein Brief an Präsident Rooseveltgerichtet, in welchem derselbe unterrichtet wird, die Bewohner der Insel hätten unter dem Vertrage von Paris sich auf der Jnfel angekauft in dem Glauben, daß dieselbe amerikanischeö Gebiet sei. Sie hätten nun drei Jahre auf Bestätigung dieser Annahme vergeblich gewartet. Da sie sich durch
die Verhältnisse auf Cuba beunruhigt fühlten, hätten sie eS für das Sicherste gehalten. Schritte zu thun, um eine Regierung unter der Konstitution der Ver. Staaten zu organisiren und sie vertrauen auf den Präfideaten. Washington, 15. Nov. Senor Quesada, der kubanische Gesandte hier stellte sich heute im Staatsdepartement ein und schien über die Nachrichten be züglich der JSle of PineS ziemlich auf geregt. Er hatte eine Unterredung mit Sekretär Root lehnte aber nachher ab über den Inhalt desselben Mittheilung zu machen. Die Behauptung der amerikanischen Bewohner der JSle of PineS ist, daß sie 5 Sechstel des Grund und Bodens der JSle of PineS besitzen und daß das etzte Sechstel in Händen von 1 oder 2 spanischen Familien sei, die 1200 Ein geborenen seien keine , Grundbesitzer. Die Amerikaner hätten auf Grund des Besitzverhältnisses ein Recht, von dieser Regierung gehört zu werden. Man weiß, daß der Vorschlag, die Ansiedler für ihr Land zu bezahlen, hier Beach tung gefunden hat, da das Kriegs departement zu einer Zeit Leuten Ur fache zur Annahme gab, daß die JSle of PineS amerikanisch sei. Washington, 15. Nov. Seit mehreren Monaten wußte man, daß die Bewohner der JSle of VineS im ruhig waren, aber in offiziellen Kreisen hatte man keine Ahnung, daß sie beab sichtigten zu radikalen Maßregeln zu greifen, um ihre angeblichen Rechte als amerikanische Bürger zu wahren. Es ift mit Bestimmtheit anzunehmen. daß die kühnen Politiker auf der JSle of PineS von dieser Regierung keine Ermuthigung erfahren werden. Staats fekretür Root hat als Kriegssekretär mit großem Nachdruck erklärt, daß die JSle of PineS aus Gründen des Rechts. deS internationalen Gesetzes und der Gerechtigkeit" zu Cuba gehört. PittSburg. 15. Nov. ThoS. I. Keenan von hier, Präsident der amerikanischen Gesellschaft von JSle of PineS bringt gewöhnlich den Winter auf der Insel zu, auf welcher er sich angekauft hat. Bezüglich deS Auf ruhrS meinte er, derselbe habe seinen Grund darin, daß die kubanische Regierung den Bewohnern der Insel alle möglichen Steuern auferlegt, aber nie malS einen Dollars für Verbesserungen auf derselben ausgegeben habe. Washington, 15. Novbr. Dercubanifche Gesandte erhielt vom Staatssekretär Senor O'Farrill so! gmde Depesche: Die Nachricht von dem Staats streich ift falsch, auf der Insel herrscht vollkommen Ruhe. Eine Störung der öffentlichen Ordnung ist nicht zu be fürchten.Deutschland. Museumsdirektor Boesch f. Berlin, 15. Nov.' Nach einer weiteren telegraphischen Meldung aus Nürnberg ift Direktor Boesch vom Ger manischen Museum aus dem Leben geschieden. Dem verdienten Gelehrten widmet die Presse anerkennedde Nachrufe. ZurAbftellung derFleisch. noth. B e r l i n, 15. Nov. Ein deutscher Städtetag Über die Fleischnoth ift nunmehr definitiv auf den 27. November einberufen worden. Einen der Haupt gegenftände der Tagesordnung wird die Fleischversorgung, der Städte und
die Schädigung ihrer Bevölkerung durch die gegenwärtige Fleischtheuerung bilden. ' Die paar Zugeständnisse, welche sei tens der Regierung zur Linderung der Fleischnoth gemacht find, gehen der agrarischen Presse wider den Strich. Sie eifert gegen das verstärkte Schwei nekcntingent aus Rußland und stellt die Frage an die Regierung, ob die Seuchengefahr geringer fei cli vor wenigen Wochen. Der ärgste Kummer mag den agrari fchen Blättern' aber noch bevorstehen. ES verlautet auch guter Quelle, daß die Gebeim'räthe Schroeder und Ostertag soeben im Auftrage der Regierung die Zolleinrichtungen in Bremerhafen und Geeftemünde anläßlich der geplan ten Erhöhung der Einfuhr von ameri kanischen Fleischsorten besichtigten. Achtzehntaus endBergar beiterstreiken. Essen, 15. Nov. Die Gährung unter den Bergarbeitern des Ruhrre vierS ist in starkem Zunehmen begris fen. Die Versammlungen, welche am Sonntag an verschiedenen Orten statt fanden, spiegelten die herrschende Erre gung wider. Die Arbeiten brachten viele Beschwerden vor, deren Abstellung sie stürmisch verlangten. Ebenso gewitterschwül ist die Stim mung unter den Grubenleuten in Ober schlesien und Sachsen. Die Bergarbeiter deS Zwickauer, Lu gauer und OelSnitzer Reviers, nicht weniger als achtzehntausend Mann, haben den Beschluß gefaßt, an den Streik zu Khen, um eine Besserung ihrer Lage zu erzwingen.
Daß ein allgemeiner Streik die Eisenund Kohlenindustrie auf das Höchste gefährden würde, darüber ist man sich in allen Kreisen klar. Eingeweihte befürchten, daß ein großer Streik noch vor Weihnachten zur Thatsache werden wird. Die oberschlesischen Bergleute verlan gen außer einer Lohnerhöhung auch die Einführung der polnischen Sprache, neben der deutschen, als Dienstsprache. In dieser Forderung will man die Einwirkung deS radikalpolnlschen Hetzers und Redakteurs Korsanty erkennen, der unlängst mit erdrückender Mehrheit für den Reichstag wiedergewählt wurde, nachdem fein Mandat für ungültig erklärt worden war. Dr. S o l f als KolonialDirektor. Berlin, 15. Nov. Unter den muthmaßlichen Nachfolgern des Direk torS der Kolonialabtheilung, Dr. Stübel, welcher noch vor dem Zufammentreten des Reichstags aus dem Amte scheiden soll, wird jetzt auch Dr. Solf, der Gouverneur deS deutschen Schutz gebieteö Samoa, genannt. Solf ift auf einem HeimatZurlaub begriffen und keineswegs begierig, nach Samoa zurückzukehren, weil er der Reibereien mit verschiedenen dortigen Faktoren müde ift.' V e r s u ch e m i t n e u e r F e l dUniform. Berlin, 15. Nov. Drei Flügeladjutanten deS Kaisers werden Probe weife die neue graugrüne Felduniform anlegen. Bekanntlich sind feit gerau mer Zeit Probeversuche mit neuem Tuch angestellt worden. Die Kaki-Farbe, die ursprünglich in AuSstcht genommen war, hat sich nicht bewährt, ebenso we nig die rein grüne Farbe. Der Zweck der neuen Uniform ift natürlich, die Truppen im Gelände so wenig fichtbar wie möglich zu machen. Neuer Prozeß für Elise v. Häusler. M ü n ch e n, 15. Nov. Die frühere Oberin des Mäximilian'WaifenftiftS, Ellfe von Häusler, die wegen GiftMordversuchs an einer seither verst. Krankenschwester Wagner zu 6 Jahren Zuchthaus verurtheilt war, von welcher Strafe sie schon einen großen Theil verbüßt hat, ift vorläufig aus dsr Haft entlassen worden. Das Oberlandesgericht hat, die Ent scheidung deS Landgerichts, welches im letzten April einen neuen Prozeß ver weigerte, umgestoßen, und die Wieder aufnähme des Verfahrens bewilligt auf Grund von . neuem VeweiSmaterial. Die Verurthellung der Stiftsoberin verursachte seinerzeit riefiges Aufsehen. Der Koburger S ch e i -dungS Prozeß, Go th a, 15. Nov. Die Verhandlung in dem Ehescheidungsprozeß deS Prinzen Philipp von Sachsen-Koburg und Gotha und seiner in Paris weilenden Gattin, Prinzessin Luise, ift nun mehr auf den 23. November festgesetzt worden.
Portugal. MinneapoliS. " nach Kronstadt. Lissabon. 15. Nov. Der amerikanische Kreuzer Minneapolis" ging heute nach Kronstadt, Rußland, Er wird wahrscheinlich in Brest, Frank reich, anlegen. Venezuela. Erdbeben. Caracas, 15. Nov. Ein Erdstoß von großer Heftigkeit erfolgte zu Maracaibo, Arenal und Tocuyo. In den beiden letzteren Städten würbe beträchtlicher Schaden angerichtet. Dänemark. Angebrachte Vorficht. Kopenhagen, 15. Nov. Die Kaiserin.Wittwe von Rußland hat ihre Abreise nach St. Petersburg ver schoben, da der Zar wünscht, daß sie hier bleibe, bis die Ruhe wieder hergestellt sei. Türkei. Bombenattentat. Konstantinopel, über So fia, 15. Nov. Febmi Pascha, der Chef der geheimen Palaftpolizei, war das Ziel des geSrigen BombenattentateS, er entkam aber unverletzt und die Explofion richtete wenig Schaden an. Die Bombe wurde vom Da5ze eines Hauses an der Hauptstraße vonPera geworfen, als Fehmi in einem Wagen vorüberfuhr. Das Attentat wird den Armeniern zur Last gelegt, da ein Armenier in dem Haufe entdeckt wurde, von welchem die.Bombe geworfen worden war. ,, m Farmerverband. Atlantic City, N. I., 15.
Nov. Die Konvention der National Grange Patrons of Husbandry" wurde. heute in Gegenwart von 2000 Delega ten die 800.000 Farmer vertreten. eröffnet. Der Vorfitz bei der Eröffnung führte Aaron JoneS von Jndiana. Grover Cleveland. Norfolk, Va., 15. Novbr. Ex Präsident Cleveland kam heute mit seinem Freunde Dr. van Dvke von der Princeton Universität hier an, um sich nach dem Jagdpark deS Back Ban Gunning Club in Prinzeß Anne Co., nahe Norfolk, zu begeben. E n d i v i e läßt sich erfahrungs gemäß draußen länger erhalten, als wenn sie zum Schutz gegen Frost im Keller aufbewahrt wird. Hier geht sie namentlich bei etwas gelinder Witterung sehr bald in Fäulniß über.' Sobald daher Frostwetter bevorsteht, grabe man die Endivie mt etwas Ballen aus und trage sie an eine geschützte Stelle, etwa eine Mauer oder Hecke, zusammen. Hier werden die Straucher neben einander aufgestellt. ' Ungebundene Sträucher brauchen nicht erst tufgebunden zu werden; sie bleichen jetzt durch das dichte Aufstellen, wobei die großen Blätter nach oben gerichtet werden. Eine dünne Lage reines Stroh verhütet auch noch den Zutritt des Lichtes und befördert also das Bleichen. Dies wird bei' Frost noch mu Laub überschüttet und hierunter hält sich die Endivie bei starker Stalte. Bei Untersuchungen und Operationen, welche an Huhnern vorgenommen werden sollen, muß man sehr großen Werth aus die richtige Festhaltung der Thiere legen. Es sind unbedingt zwei Personen dazu nöthig, der Gehilfe und her Operateur. Der Gehilfe sitzt und hat das Huhn mit zusammengedrückten Flügeln unter dem linken Arme. Die Füße hält er mit der linken Hand fest. Mit seiner rechten Hand umfaßt er Hals und Kopf und zieht den Unterschnabel gleichzeitig an den Bartlappen abwärts. Während nun der Operateur mit der linken Hand am Kamme den Oberschnabel hochhebt und festhält, kann er mit der Rechten ein Instrument zur Untersuchung oder zwecks Heilung in die Schnabelhöhle einfuhren. Genau so verfahrt man, wenn es sich um die Untersuchung oder Heilung anderer Oraane handelt. Ein Kart'offel-Denk mal, dessen Existenz in Deutschland wenigen bekannt sein durfte, befinde uck im Oberbarz. :n der Nahe von Braunlage. Dieses Denkmal, ein au einem zweistufigen Unterbau ruhender 6.6 Fuß hoher Granitblock, war bisher von dichtem Buschwerk umschlossen und ist vor Kurzem auf Veranlassung des Harzklubs freigelegt worden. Auf einer eisernen Tafel tragt das Denkmal die Inschrift: Hie? wurden im Jahre 1748 die ersten Versuche mit dem An bau der Kartoffel gemacht." ß in wicktiaer5?und isi in Vomveii aemacbt worden. Bei der Ausgrabung einer Villa wurde unter Ascbe und einer LavillussSicht eine Terrakotta-Lamve mit dem Cbristus Monogramm entdeckt. Damit ist bewiesen, was bisber nickt sicker feststand, daß das Christenthum auch nach Pompes gedrungen war. Bezeichneno ist es, oay Sie isampt in oen iiacen gemachern gefunden wurde
Die MsdlMsc.
ßeimath, Wanderschaft, Nahrung und Eigenschaften der Thirrc. Bellendes Geschnatter der Tchncegäuse-Nei-seordnung-Tchädlichkeit der Thicre-Brut-geschäst Zähmung der junge Uöuse Tas Fleisch der Thiere. Im Spätherbste und zu Beqinn des Winters sieht man in den Ländern der gemäßigten Zone die wilden Gänse mit ihren ausgewachsenen Jungen in großen Schaaren südwärts ziehen. Dabei lassen sie ein bellendes Geschnatter hören. Man sagt dann: Jetzt wird es kalt, der Winter kommt, es gibt bald Schnee." Daher heißt die wilde Gans auch vielfach Schneegans. Die Heimath der wilden Gänse ist der hohe Norden. Sie finden sich in ungeheuren Schaaren auf Spitzbergen, vT C . c . , . ln tLroiuano uno oer uosonsbal, wo sie einen großen Theil der Nahruna für die Bewohner jener eisigen Gegenoen bilden. Ebenso gibt es oroße Schwärme auf den Teichen und Flüssen Lapplands, durch ganz Sibirien bis nach Kamtschatka hin. Da die Gänse zum Leben unbedingt offene Gewässer und Gras brauchen, so begeben sie sich. wenn im September oder Oktober im hohen Norden der Winter mit Schneesau und dem Gefrieren der Seen beginnt, auf die Wanderschaft nach dem Suden. So kommen sie im Oktober und November, schon in Norddeutschland an, und sowohl hier als auch in den anderen Ländern mit gemäßigtem Klima bleiben sie bei gelindem Winter ohne feste Schneelage. Wird diesen Gegenden aber ein harter Winter zu Theil, so ziehen die Schneegänse weiter nach Suden bis in s nördliche Afrika. Man findet sie aber auch, wenn sie genöthigt, sind, ihre Züge mehr nach dem Suden auszudehnen, auf dem Borgebirge der Guten Hoffnung, in Ärabien, Persien, China, Japan, in Amerika von der Hudsonsbai bis Südkarolina, der Magelhaens-Straße, auf dem Feuerlande, in Neuholland. Beim Antritt der Neise vereinigen sich die wilden Gänse an ganz bestimmten Punkten. Ihre Wanderung geschieht in der größten Ordnung. In der Regel bilden sie einen spitzen Winkel. Eine alte Gans, die sich durch ihre Größe und durch ihre stärkere Stimme auszeichnet, fliegt an der Spitze im Scheitelpunkte des Winkels. Ist sie ermüdet. so begibt sie sich nach der hintersten Stelle, um auszuruhen, und die anderen nehmen der Reihe nach die erste Stelle ein. Von Zeit zu Zeit läßt eine einzelne den Lockruf ertönen, und fo fliegen sie bei Tag und bei Nacht, aber nicht in gerader Richtung, sondern von . Teich zu Teich, von Feld zu Feld. Der Flug ist immer sehr hoch, und nur an nebligen Tagen fliegen sie so niedrig, daß man sie schießen kann. Zur Aufnähme der Nahrung lassen sie sich auf die Erde nieder. Im freien Felde müssen sie mit Gräsern, Sumpf- und Wasserpflanzen, Schnecken, Fischen, Körnern, Beeren, mit allem, was die karge Natur des Winters übrig läßt, fürlieb nehmen. Fallen sie auf ein Saatfeld, so richten sie durch Abfressen des Getreides, das sie selbst unter dem Schnee hervorscharren, großen Schaden an. Wenn der Winter vorüber ist und der Frühling mit Macht heranrückt, dann machen sich die wilden Gänse wieder zur Rückkehr in ihre nordische Heimath fertig, wo sie in den schilfreichen stehenden Gewässern, welche sich dort weithin erstrecken, ihre Eier legen und brüten. Das 'Bebrüten dauert vier Wochen. Kaum sind die Jungen dem Ei entschlüpft, so nehmen sie auch schon das Futter ihrer Eltern an, lassen sich auf.' Wasser führen und wissen bald den Weg in die Korn-, Weizen- und Haferfelder zu finden. Auf der Suche nach Nahrung zeigt sich die Schneegans äußerst scheu, mißtrauisch und listig. Die Thiere gehen größtentheils nur Nachts auf Nahrung aus und lassen sich nicht eher zum Fressen nieder, als bis Schilöwachen ausgestellt sind, die durch ihr scharfes Geficht und durch ihren feinen Geruch alles wittern, bei nahender Gefahr sogleich ein Geschrei erheben, auffliegen und die Heerde nachlösen. Die lebendig gefangenen jungen Gänse kann man zähmen und zur Zucht behalten, oder ' sie zum Küchenbedarf schlachten. Ihr Fleisch ist angenehm, das der alten jedoch hart und' zähe. Eine Riesenstation. Die deutsche Reichspostverwaltung' hat in Norddeich. Provinz Hannover, eine Riesenstation für drahtlose Telegraphie errichten lassen. Die Station erhält eine Reichweite von nicht wemger als 930 Meilen. In diesen Kreis fällt nicht nur ganz Deutschland, Oesterreich,' die Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Dänemark, sondern auch der größere Theil von Jtalien, .sowie von Schweden und Norwegen, ferner Theile von Spanien, der Balkanhalbinsel und Rußland. Deutsche Schiffe, die von Amerika kommen, könnten sich schon etwa 12 Grad von Greenwich mit der deutschen Station in Norddeich in Verbindung setzen. Für die Station waren Thürme von 214.5 Fuß Höhe nöthig. Norddeich ist der Endpunkt der preußischen Bahn im Nordosten und der Hafen für die friefischen Inseln D e r Elephant soll in 24 Stunden nie länger als fünf Stunden schlafen.
