Indiana Tribüne, Volume 29, Number 71, Indianapolis, Marion County, 15 November 1905 — Page 4

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Jndlana Tribüne, IS NovemSe 1905.

' Jndiana Tribüne. Hnang'ed v Ux td,g O. Jndwnapolis, Ind. Harry O. Thndinm . . . . PrSfldeut. Veschäf tSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.

B.ntere4 at the Port Office ot Indianapolis as econd dass matter. , Der Professoren-Austausch. In Gegenwart des deutschen Kaisers hat Professor Peabody von der Har vard-UaiverfitSt am 29. Oktober seine Antrittsvorlesung in der Aula der Ber lintr Universität gehalten. Da er der erste der aus Amerika erwarteten Pro fefforen ist, so hat er die Beziehungen zwischen dem höheren geistlichen Leben in Amerika und in Deutschland, die zu dem Prosessorenaustausch führten, zum Gegenstand seines englisch gehaltenen VortrageS gemacht. ES war der deut sche Idealismus, wie er in Fichte, Hegel und Schlkiermacher an der neu gegründeten Berliner Universität zu seinem Höhepunkte gelangte, der zuerst einen Strom emerikanischer Studenten .nach Deutschland herüberzog. In der Folgezeit gehörte auch der Vortragende zu der großen Zahl der Amerikaner, die in Deutschland ihre akademischen Studien vollendeten. Nicht weniger als 22 seiner Kollegen an der Harvard Universität haben an deutschen Nniver sitäten ihre philosophische Doktorwürde erworben. Auf den ersten Blick könnte eö schei. nen, als habe der hohe Flug des deut schen Idealismus im Leben der Gegen wart seine'überragende Bedeutung ver loren. Selbst die Wissenschaft halte sich heutzutage mehr an dem festen Bo den der Thatsachen und verdanke ihren Einfluß mehr ihren praktischen Ergebnissen, als dem schulmäßigen theore tischen Betriede. Ihren schroffsten Ausdruck habe diese Auffassung in der amerikanischen Formel gefunden: who can does.and who cannot, teaches". Aber der Genius der beiden Nationen Habe niemals diese niedrige Auffassung über akademischen Unterricht gebilligt. Gerade die Gründung der Berliner Universität in den Zeiten der Ernie drigung Preußens und König Friedrich Wilhelms III. Entschließung: Wir müssen durch geistige Kräfte wieder gewinnen, was wir an physischen ver loren haben- ist ein Beweis dafür. So haben audf 175 Jahre früher die Puri taner am Rande der Wildniß die Har vard-Universität begründet. Die In fchrift in ihrer Aula ist dieselbe, die 'wir auf dem .Denkstein des großen Idealisten . Fichk auf dem Kirchhofe am Oranienburger Thor lesen. Die Entwickelung der beiden Universitäten, die bei dem Austausch der Professoren die Leitung übernommen habeu, war zwar eine verschiedene. Die Berliner Universität sprang wie eine Minerva in voller Rüstung aus dem Haupte des Herrschers, der sie schuf; der junge Pu ritaner Harvard pflanzte den Kern, auS dem der Eichbaum deS BildungSwesenS in Massachusetts erwachsen ist. Beiden Nationen ist gemeinsam, daß sie auf ungünstigem Boden, bei Ueberwindung von natürlichen Schwierigkeiten rrft die Kraft zeigen, deren sie fähig find: auf der unwirthlichen Steppe von Maffa chusettö wie auf dem kargen Boden der norddeutschen Tiefebene. Mit Recht habe Professor Ostwald, der erste Vertreter der nach Amerika ge ladenen deutschen Professoren, auf die gemeinsame Quelle dieses Energiestro meS hingewiesen. An den Amerika nern bewundern die Deutschen vor Allem die Energie, mit der sie die Na turkräste unterjocht haben. Diese auf der Freude an ttrastäußerung beru hende Congenialität der beiden Natio nen drängte schon 1775, ehe daS Ta lent Washington'S entdeckt war, viele Amerikaner zu., dem Gedcmken, sich Friedrich den Großen als Führer für ihren Unabhängigkeitskrieg zu er wählen. ' ' Bei dem Austausche der Professoren liegt der Gedanke völlig fern, daß etwa deutsche und amerikanische Cinrichtun gen gegenseitig Übertragen oder einan der angenähert werden sollten. DaS würde nicht einmal wünschenSwerth sein. In dieser speciellen Vorlesung über die sozialen Probleme in Amerika komme eS nicht dvrauf an, Lehren zu verbreiten, die in Deutschland anwend bar wären. Nur ein bessere Ver stSndniß solcher Probleme im nationa len Leben der Vereinigten Staaten kann auf öiese Weise vermittelt werden. Für diesen Zweck können nur die er

probtesten Fachmänner, die in der Ge. schichte, Philosophie und Nationalölo

nomie die weiteste Umschau gehalten haben, in Betracht kommen. In un seren Zeiten ocS Dampfes und der Elek. tricität müssen Herrscher und Bürger mit den lebendigen Kräften bekannt sein; die in entferntesten Weltgegenden am Werke sind. Wohl können Reisen und Handelsverbindungen unsere Augen öffnen und unS kosmopolitisch machen; aber die volle Einsicht in den Zusam menhang der Dinge können nur wenige bevorzugte Geister sich erringen. Auf dieser hohen Warte zeigen sich Weltprobleme und Weltmächte; sie zu erfassen' bedarf eS der Weltmännerim höchsten Sinne des Works. Die Vereinigten Staaten und Deutschland haben da- Glück, solche Weltmänner" an ihrer Spitze zu sehen. Der Vortragende gab dann eine Charakteristik deö Präsidenten Roosevelt und verlas das an ihn gerichtete . Handschreiben, worin der Präsident sein persönliches Interesse an diesem Austausch der Pro fessoren zu erkennen giebt. Der deutsche Kaiser habe seine Hilfe zur Vertiefung des Verständnisses deutscher Eigenart bei den Amerikanern bereitwilligst ge liehen. Ihr verdankt das deutsche Museum, das mit Harvard College verbunden ist, eine Sammlung von Reproduktionen deutscher Kunstwerke, wie sie in solcher Reichhaltigkeit wohl an keinem Punkte der Erde sonst anzu treffen ist. Das amerikanische Sozial Museum verdanke. der deutschen Reichs regierung das .reichhaltigste Material zur Veranschaulichung 'bet deutschen Arbeiterverstcherung. Aufs liberalste haben die größten deutschen indu striellen Etablissements diese Samm lung ergänzt und bereichert. Als der dritte Schritt zur Förderung dieses Bandes gegenseitigen Verständnisses und geistiger Durchdringung habe der Austausch der Professoren seine Völker verbindende Bedeutung. Eine dichtgedrängte Schaar von Professoren und Studenten folgte den spannenden Ausführungen deS amen lanischen Professors mit dem lebhafte sten Interesse. Unter den geladenen Gästen befanden sich der amerikanische Botschafter, der frühere deutsche Bot schafter von Holleden, der ReichSkom missär für. die Weltausstellung in St. Louis, Geheimrath Lehwaldt, der Staatssekretär deS Auswärtigen Amts Freiherr von Richthofen, der Unter richtSminifter und eine Abordnung der Kaiser Wilhelm.Akademie für Militär äezte. Die Reihe der Vorlesungen ame rikanischer Professoren an der Berliner Universität wurde durch diese Antritts Vorlesung aufS eindruckvollste inaugu rirt. Daß Herr Holtzman bemüht ist, einen so nachhaltigen Eindruck bei der Bürgerschaft zu hinterlassen, daß man sich noch in vier Jahren seiner erinnern wird, kann man ihm nicht verdenken. er ist eben Politiker ohne politisch zu sein. Die Beamten für das 32. San gerfeft deS NordAmerikanischen Sän gerbundeS, werden sicher das große Fest welches im Juni 1907 in Jndiana poliS stattfindet, zum schönen Erfolge führen. Stlbftverftändliamuß ihnen aber die Unterstützung der gesammten Bürgerschaft zu Theil werden und zwar gleich bei Inangriffnahme der Vorbe reitungen. Nur nicht gezaudert, denn eö muß Großes geschaffen werden. Ein riskantes Unternehmen. Kühner Kletterer erklimmt die Fahnenstange des Staatshauses. ' Nicht wenige Passanten sahen gestern dem waghalsigen Treiben eines ManneS zu, der die Flaggenstange auf dem StaatSgebäude erkletterte. Mancherlei Vermuthungen, was denn eigentlich der Mann dort oben wolle wurden laut und ein Witzbold brachte zuletzt das Ge rücht in Umlauf, daß der Mann dort oben auf eine Wette von $25 hin fein Leben riSklre. In Wirklichkeit jedoch war A. L. Clark, 905 Church Str., dies ist näm lich der Name des Mannes, in die luf tige Höhe geklettert, um an dem Block der Fahnenstange einige Reparaturen vorzunehmen, da das Seil nicht mehr wie üblich sich durch dasselbe handhaben ließ. Clark arbeitete eine Stunde an der Stange und erhielt für feine Arbeit $25 ausbezahlt. Der Knauf der Fahnenstange ist etwa 250 Fuß über der Erde. Die beste 5 Cen Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".

Wettere Kohlenminen wechseln

'Sesitzer. Die Kohlenminen in Fort Branch, Gibson County. werden innerhalb der nächsten Tage in den Besitz einer Chi cago'er Compagnie übergehen. Der VerkaufpreiS soll $20,000 betragen. Da die jetzigen Besitzer nicht im Stande waren, den Gruben die nöthige Aufmerksamkeit zu widmen, entschloß man sich für den Verkauf. Die neuen Besitzer gedenken etwa 030,000 zu ver ausgaben und etwa 500 Koblengräber werden dann in den Gruben Befchäft! gung finden. Franenberein der Evangelischen St. Paulus - Kirche. Das von dem Frauenverein der Evangelischen St. Paulus Kirche für den 16. November bei Frau Laura Graul, No. 1411 Columbia.Avenue, arrangirte KasseeKrünzchen wurde we gen eines Todesfalles in der Gemeinde auf eine Woche, bis zum 23. Novem ber, verschoben. Neue. Klagen. 'Folgende neue Klagen wurden ein gereicht: Talbort B. Truckseß ge gen John B. Furnace, Titelklage. Charles A. Tropp gegen die Jenney Clectrical Co., Contractbruch. Klüger verlangt $7500 Entschädigung H a t t i e W a l s h gegen die In dianapolis und MartinSville Rapid TranSfit Co., Schadenersatzklage auf $6900. Klägerin, will auf der Sta tion MooreSville durch Verschulden der Beklagten vom Zuge gefallen und schwer verletzt sein. Elizabeth Fsrrow gegen JameS T. Farrow, Scheidungsklage; NichtVersorgung wird als ScheidungS gmnd angegeben. Frank A. Caasper gegen Mar garete CaaSper, Scheidungsklage. Klü ger bringt böswilliges Verlassen als Scheidungsgrund vor. Danksagungs Raten. Exkursionen von allen Ticket Stativ' nen der Pennsylvania Linien. Am 29. und 30. November werden Excur siowTickets verkauft von allen Stationen für einen Umkreis von nicht mehr als 150 Meilen von der Verkaufs Station. Tickets sind gültig für die Rückfahrt bis zum 4, Dezember. Für Einzelnheiten wende man sich an Local Ticket Agenten der Pennsylvania Linien. George I. Marott von hier hat in Kokomo ein Stück Land im Um fange von 38 Acker für 812,000 ge. kauft. Ein Theil dieses Landes soll dem Tractlon Co. Park beigefügt wer den, während der Rest für Bauplätze benutzt werden soll. Der Gefangene ,W. E. Hart, welcher in Richmond festgenommen wurde, ist von einem Beamten von St. L ouiS als derselbe Mann erkannt, den man suchte. Hart hatte angeblich das Postgesetz verletzt, indem er die Post zur Durchführung eines Heiraths fchwindelS benutzt haben soll. Gestern früh hatten wir, hauptsächlich gegen 7 Uhr Morgens, recht unangenehme Kälte. Das Ther mometer der Wetterstation besagte, daß die Temperatur bis auf 20 Grad, also 12 Grad unter dem Gefrierpunkt siel. Viele, frostige Gestalten sah man um diese Zelt die Straßen entlang eilen. Sobald die Sonne aber das Gewölk durchbrach, da änderte sich die Temperatur schnell, und bald war's wieder eingermaßen angenehm. Die gröbte und pas. sendfteAuövahl von Schnitt blumen und VlumenstüSen für alle freudigen und trau rigen Ereignisse. Wir sind jederzeit gern bereit bei der Auswahl behülflich zu ein. Sertermann Bros. o. 241 Mass. Ave. Tel. 840 Gefunden. Prairie d e S C h i e n. 14. Nov. Agnes Psiffer, das Mädchen, welches angeblich vom Spielplatze der RyderSchule entführt wurde, wurde von ihrem Vormunde Chas. Rhein bei einem Farmer, Namens Alford White, gefunden, weigerte sich aber mit Pfiffer zu gehen, auf welchen sie nicht gut zu sprechen ist.

Grundeigenthums Uebertragungen.

John I. Johnson an William L. Taylor, Lot 89, Johnson'S Oft Ohio Straße.Addition, 35 bei 120 Fuß, verbeffert, Ostfeite von Keystone Ave., südlich von New York Str.; Lot 569. McCarty's 12. Westseite.Addition. 37 bei 130 Fuß. verbessert, Opsiite von Arbor Ave., südlich von McCarty Str.; Lot 21, McCarty's 1. WestseiteAdd.i. ! tion, 40 bei 135 Fuß. verbessert. Oft. feite von Blame Ave., südlich von How ard Straße; Lot 8, Block 7. Bruce Baker's Addition. 41 bei 140 Fuß. verbessert, Westseite von YandeS Str., südlich von 23. St5aße; Lot 57. Mar tin'S New York Addition, 40 bei 110 Fuß, vacant, Südseite von New York Straße, östlich von Beauty Ave.,, und Lot 30, Block 2, Schosield'S :c. Addi tion, 41.11 bei 140 Fuß, Nordoft.Ecke von Columbia Ave. und 27. Straße, vacant $15,000. Charles M. Cooper an denselder, Theil von LotS 7 und 8, Ritter'S Sub. Lots 2 und 3, Johnson'S Erben Add.. 40 bei 160 Fuß. verbessert, öftliche Seite der Park Ave., nördlich von 16. Str. $7,000. Jofephine Knauer u. A. an Bert Swiggett. Lot 133, 'West Park Add.. 33 bei 137 Fuß, verbessert, östliche Seite der Holmes Ave., oördllch von Washington Str. $1,750. Big Four Building Association an Milton E Waymlre, Lot 16. YandeS & Smith'S Sub., Theil des nordöst lichen Viertel, Section 35, Township 19, Range 3, Center Township. $600. Averill P. Carter u. A. an Edward Gray u. A., Lot 22, Block 7, Flet cherö nordöstliche Add.. westliche Seite von YandeZ Str., südlich von 19. Str., $1.225. SamuelZLewiS an JameS S. Cruse, Lot 172 ClarkS 3. Add., West In dianapolis, öftliche Seite von Birch Ave., nördlich von Oliver Avenue, $2.600. Oren H. Faught an John . Boer sig. Lot 4, ClarkS 1. West Jndianapo. liS Add.. nördliche Seite von Morris Str., östlich von Harding Straße, $1.600. William H. Friedrich an John C. Friedrich. Lots 13 und 14. OwenS Nord Indianapolis Add., südliche Seite von 26. Str., westlich von Gro ver Str., $1.250. John I. Reilly an First Baptist Church, West Indianapolis. Lot 5. Bond's Belmont Add., 40 bei 140 Fuß, verbessert, Oftselte ReiZner Str., nördlich von Minnesota Str. $675. Amelia B. Mansur u. A. an Joshua H. Barrett. LotS 41 und 42. Mansur Park Add.. 80 bei 135.60 Fuß. vac., Nordwcstecke 27. und ., London Str. $800. Leroy Templeton an Leona Temple ton u. A., Theil südöstliches Viertel Sect. 27, Tshp. 15, Range 3. nahe an 160 Acres, Perry Tshp. $50.000. Bauerlaubnißschein e.I. A. Miller, Cottage, Colorado, nahe Washington, $1,800. Mie I. Chapman, Wohnhaus, Delaware, nahe 25., $3.500. L. C. Bare. Re paraturen. 923 Oft Market, $2,395. George W. Dietz. Reparaturen, Union, nahe Morris, $1,000. O. I. Smith. Wohnhaus, Yandes, nahe 22., $2,000. Charles Halsted, Cottage. Park Ave. nahe 30., $1.000. Fred. L. P. Kline, Wohnhaus, 903 Hamil ton, $3,100. Joseph Neuman. FrameGebäude, Nowland Ave. nahe Beville, $2.940. Walter Smith. Fundament für fünf CottageS, $1000. UmdieNützlicykeil emes Ballons für militärische Zwecke zu U weisen, wurde Leöaudy's lenkbares Luftschiff dieserTage sieben Uhr Mor-' gens von Toul aufgelassen. Es trug zwei französische Offiziere und znxi Luftschiffer, die eine vollkommene Recognoscirung des Forts Vondreville vornahmen. Dann flogen sie über den Wald La Hoye hin, besichtigten von dort die verschiedenen militärisch Posten und Befestigungen und fuhren bis Nancy. wo sie eine Zeit lang über Blankan-Kaserne anhielten. Zehn Minuten vor zehn Uhr kam das Luftschiff wieder in Toul germu an derselben Stelle an. von wo es aufgestiegen war, und hatte über 100 Kilometer in noch nicht drei Stunden zurückgelegt. Die Offiziere brachten Pläne und Pho tographien der Gegend, über die sie gekommen waren, mit. Die militärischen Behörden sind von den Ergebnissen des Versuchs sehr befriedigt und glauben, daß er großen Einfluß auf die Kriegsführung der Zukunft ausüben wird. Naucht die? BONANZA.

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Unsere Iraucn. Tie Gattin fctf Vielfachen Millio. närs Russell Tage ist, vc?rnluthlich in Ermangelung eines anregenden Ge dankcnaustausck)es innerhalb der Kreise, auf deren Verkehr sie infolge der Stellung ihreZ Mannes angewic fen ist, unter die Schriftstellerinnen gegangen. In einem von der North American Ncview" veröffentlichten Artikel setzt sie die Welt von den Be obachtungen m Kenntmjj, tvelche sie gelegentlich ihres Verkehrs mit den auf ihrer Gcsellschaftsstufe stehenden Vertreterinnen des schönerm Ge schlechts machte und kommt zu dein folgenden Schluß: Die Frauen und Mädchen der ho hercn Kreise sind dem Genuß geistiger Getränke in erschreckendem Maße er geben. Die große Gefahr beruht darin, daß diese reichen Leute, welche nur darauf ausgehen, in irgend einer Weise die Zeit todtzuschlagen, auf die ihnen zunächst im Nange stehende Klasse, welche zu ihnen als etwas Vc sondercs cmporschaut, einen Verderb lichen Einfluß ausüben. Wenn die höhere Klasse trinkt, Eigarctten raucht, spielt und .sonstigen, Unfug treibt, denn verirren sich diese Laster nur zu leicht abwärts und die Ver dcrbthcit breitet sich weiter aus." Frau Russell spricht auch davon, daß viele Frauen ihr Geld verschwenden oder verspielen und nicht seltm den Mann zur Verzweiflung und zum Bankerott treiben, aber sie versäumt es, ihren Wtttschwestern oder deren Männern geeignete -Nath schlüge zur Eindämmung des Uebels zu geben und da die von ihr bezeich ncten Laster ihrer Streife der Cefsentlichkeit längst kein Geheimniß mehr sind, da es längst bekannt ist, daß Langeweile und Genußsucht nur zu ' oft die lächerlichsten und widerwärtig, sten Zerstreuungen nicht selten schlimmere als die von ihr angegebenen zur Folge haben, so ist es kaum ersichtlich, daß Frau Russell mit ihrem Artikel einem wirklichen Bedürfniß abgeholfen' hat. Höchstens könnte zu ihren Gunsten gesagt werden, daß sie

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Biere öee : vvotograpylschen Apvaraten versehen. Meine Gönner sind freundlichst zu einem Besuch ein geladen. 22! N. Pennsylvania Str. Sonntaaö offen. lepon: eu)4143; (Alt) Main 3463. g?f fMtf Mfr c

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324 W. Marylano Srnklasfige '. Jamilicnwasche. Beide Telephons 808 P h sj 05 den Muth hatte, die allgemeine Anstchi über die schlechten Sitten unsererGeld. aristokratie aus eigener Erfahrung zu bestätigen. Und dabei bleibt es noch imnicr zweifelhaft, ob das Beispiel, welches der Gatte dieser neuen Schriftstll?. rin der Welt durch das gierige ?lu sammeln und Festhalten großer Rei. thümer giebt, oder die Art und Weise, wie andere ihre Zeit vertreiben u-zd iir Geld vergeuden, nachahmenswer ther ist. Im wohlthuenden Gegensatz zu dem eitlen Treiben dieser Kreise, wobei in deß bemerkt werden soll, daß es auch hur viele rühmliche Ausnahmen gibt, stehen, wie auch cm hier aus Deutsch' land zum Besuche weilender Beobach. ter bemerkte, die Frauen der Mittel klassc und der Arbeiter. Es ist ein? längst bekannte Thatsache, daß in seinem. Lande der Welt die Frauen und Mädchen ihre Hände weniger in den Schooß legen, als diejenigen in Amc rika, welche dem wirklickcn Kern des Volkes angehören und denen es zu verdanken ist, daß die Bevölkerung dieses Landes in moralischer und physischer Beziehung stets gekräftigt wird und der böse Einfluß aristokra, tischer Weichlinge und Sittenverderbei auf einem verhältnißmäßig kleinen Kreis beschränkt bleibt. Eselsblut zählte der Anfangs des 18. Jahrhunderts lebende Leipziger Professor Ettmüller unter die Hauptsächlichsten Mittel gegen Tobsucht, da die Trägheit des Esels die Wuth des Kranken sistire." Etwa 3,000,000 Passagiere beförderte der Lokomotivführer Anthony Keller von der Pennsyl-vania-Bahn, welcher kürzlich im Alter von. 70 Jahren restgnirte, ohne jeglichen erheblichen Unfall. Ein Londoner Polizist hat ausgerechnet, daß er während seiner achtstündigen Dienstzeit täglicü durchschnittlich 250 Mal Auskunft über die Lokalitat von Straßen ertheilen muö.

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