Indiana Tribüne, Volume 29, Number 71, Indianapolis, Marion County, 15 November 1905 — Page 1

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. . . ' (QvTäjHnt feden Nachmittag. , ' Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 15. November 190 . . . No. 71.

Drahtseil reißt. Court Housc Elevator stürzt in die Tiefe.

Vier Personen verletzt.

Um die Mittagsstunde stürzte der Court House Elevator vom dritten Stockwerk in die Tiefe. Dle Verletzten find: Frl. Daist, Smith, Stenographistin für Richter McCrea, 121 Ost Vermont Str. wohnhaft. Innerlich und am Rücken verletzt. Sie wurde in ihre Wohnung gebracht. S. I W. Talbott, CustoZ des Fahrstuhls. 39 S. West St. wohnhaft.In feine Wohnung gebracht, Herm. Tuttle, GrundeigenthumZ. Agent, an den Beinen und Handgelen ten verletzt In feine Wohnung im Clärina" gebracht. John Mann, der frühere CuftoS im Park, 751 W. New YorkStr. wohn haft. Am Rücken und an den Füßen verletzt. Man brachte ihn ins städtische Hospital. - Man kann von Glück sagen, daß bei dem Unfall kein Verlust von Menschen leben zu beklagen war, obwohl die Ver letzungen, welche die vier Passagiere erlitten, durchaus keine ungefährlichen sind. Der Fahrstuhl hatte gerade den drit ten Stock erreicht, als eines der dicken Drahtseile riß. DaZ Entsetzen der Paffagiere war groß, als der Käfig, au dem eZ kein Entkommen gab. mit ihnen in die Tiefe sauste. Frl. Smith stieß einen gellenden Hilferuf auZ, in den ch daZ Angst, geschrei der Männer mischte und aus Wladidiostock in Flammen pöbel steckte die Stadt inBrand. Soldaten gesellen sich den Ruhe störern zu. St. Petersburg, 15. Nov. Ein Telegramm von Wladiwostok mel det, daß die Stadt und der Hafen in hellen Flammen stehen. . Der Pöbel beherrscht die Situation. Soldaten und Matrosen haben sich dem Pöbelhaufen zugestellt. Blutvergießen und Plünderung überall. i Marie NhodiuS. i Nach einer Kranlheit von 7 Wochen ist gestern Nachmittag um 3 Uhr Frau Marie RhodiuS einer Herzlähmung er legen. Frau Rhodius, eine der bekanntesten Geschäftsfrauen unere? Stadt, wurde am 14. August 1839 in Nürnberg ge boren. Sie verheirathete sich in ju gendlichem Alter mit Georg Rhodius aus Heidelberg und im Jahre 1858 kam das iuna.e Paar bereits nach Ame rika. Nachdem Beide in Cincinnati ein Jahr verbracht, kamen sie nach hier, wo sie dauernd ihren Wohnsitz nahmen. Den Bürgerkrieg machte Herr Rho diuS, ein langjähriger Freund des ver fiorbenen KriegsgouverneurS Morton, als Quartierrneister in der llnionS Armee mit, erlag aber den Strapazen des FeldzugeZ noch vor Beendigung desselben in Little Rock, Ark.. im Jahre 1867. Seither war Frau Rhodius Wittwe. Frau Rhodius war die Eigenthü. rnerin des früheren Circle HaufeZ, und später erbaute sie das jetzige Circle Park Hotel, in welchem sie zur Zelt ihres TodeS wohnte. Die Verstorbene der einte großen Geschäftsgeist mit schönem Charakter und sie war ein Freund aller, die in nähere Berührung mit ihr 'traten. Ihr einziger Sohn, George RhodiuS, überlebt sie. Gttirzangcncr- Stoss. K a u f m a n n s g a t t i n : Fateil! Grad' heute Morgen bezahlt die Frau Sekretär ihre große Rechnung endlick) und heute Nachmittag ist Kasfcekränzchcn bei der Frau Revisor!"

den Gerichtssälen und Bureaus eilten Leute herbei. Aber ehe sie zur Stelle gelangt waren, schlug der Fahrstuhl mit großer Wucht aus die Puffer, die unten im Schacht in dem Luftkissen angebracht find. Dieselben wurden völlig zertrümmert, doch milderten sie die Wucht des Zusammenstoßes ' ge nügend, um da? Zerschmettern des Käfigs zu verhindern. N Die DispensariumS'Aerzte wurden herbeigerufen und ließen den Verletzten die erste Hilfe zu Theil werden. ES war ein Glück, daß sich keine grö ßere Passagierzahl in dem Fahrstuhl zur Zeit befand, denn dann wären die Folgen entsetzlich gewesen. DaS Drahtseil muß jedenfalls schon sehr lädirt gewescn sein, denn sonst wäre eS kaum unter der Verhältniß mäßig leichten Last gerissen. WeSlcy I. Talbot, der Führer des Fahrstuhls, erklärte, nachdem man ihn aus den Trümmern h:rvorgezogen und in ein Bureau gebracht hatte, daß er die Kontrolle über den Fahrstuhl schon zi schen dem 1. und 2. Stockwerk verlor und die Maschine nicht zum Stillstand bringen konnte. RoScoe C. Zeign, ein Angestellter von H. C. Tuttle, der sich ebenfalls in dem Fahrstuhl befand, entkam unverfebrt, sowie er sich auS den Trümmern herausarbeiten konnte, rannte er voll Entsetzen davon.

ConsumerS GaS Trust Co. Hält Direktoren-Versammlung ab. In der letzten Sitzung der Direktoren der ConsumerS' GaS Trust Company wurde beschlossen, die Gehälter der Be' amten und Angestellten bedeutend zu verkürzen. Bement Lyman, der Geschäftsführer, erhielt eine Reduction von 3500 pro Monat auf $350; W. H. Shackleton, der Superintendent, wurde' von 8375 pro Monat auf 8225 reducirt. Auch die Gehälter der Angestellten sollen be schnitten und unnöthige Angestellte aus dem Dienste entlassen werden. Die Dirktoren waren in der Mehrzahl dagegen, zur Zeit eine Dividende von 5 Procent auszuzahlen, da die Rech nungm mit ziemlichen Schwierigkeiten verbunden find, und man beschloß, noch ein wenig zu warten, und dann, falls möglich eine 10-procentige Dividende zu erklären. Die Mehrzahl der Direktoren glaubt, daß bis zum 1. Januar eine endgültige Entscheidung bezüglich deö Rechtes der Stadt, die Röhren der Companie zum eingeschätzten Preise zu übernehmen, getrossm .sein wird, so daß man dann die nöthigen Schritte zu einer entgül tigen Abrechnung bezüglich der Ange legenheiten der Companie wird nehmen können. Der plötzliche Tempera turwechsel veranlaßt die Straßenbahngesellschaft ihre Waggon? jetzt so schnell als möglich zum Heizen herzurichten. Bei den größeren Waggons gestaltet sich die Sache etwas umständlicher, da die selben mit Wasser geheizt werden und so die Röhren erst nachgesehen werden müssen, die kleineren werden jedoch recht bald dem Publikum Schutz gegen Kälte gewähren. C 5 a 5. O L l e r, 2605 W. Washington Str., ein Carpenter, fiel gestern kurz vor Arbeitsschluß von einem Neu bau an der Warman Ave. Er zog sich mehrere gebro5zen'e Rippen zu. p Südseite Turnverein Zwölftes Stiftungsfest Sonntag, 19. Fkovember.

Die Vlumenschau gestern eröffnet Mit einer Ansprache des Vizc - Präsidenten Fairblinks.

Entzückende Anordnung der herrlichen Blüthen von den Besuchern bewundert.

Die VrämZen-Vertleilrrng vegnnnen.

In Gegenwart eine? festlich gekleide ten Besucherschaar, welche die Halle fast gänzlich füllte, wurde gestern Abend die Chrysanthemum AuSftel lung eröffnet. Unter den Klängen deS Marsches Revelation" öffneten sich die Thüren und eine tausendköpfige Schaar von BlumeN'Liebhabern trat in die festlich beleuchtete Halle. Die Deko rationen waren wirklich großartig schön. Auf der Bühne, als Hintergrund des Ganzen, sah man eine japanische Villa, zu beiden Seiten von Blumen um geben. Vor dieser in reicher Fülle, wie ein Blumengarten entfalteten sich die aus gestellten Pflanz :n in bunter, schöner Pracht. Die unteren BalconS enthiel ten die großen Behälter mit den großeu Schnittblumen, alle Chrysanthemen von märchenhafter Schönheit. Hinter diesen waren wieder Topfpflanzen auf gestellt. In der Mitte des Saales war ein zierlicher Pavillon erbaut, unter dessen schützendem Dache aus ganz kleinen Topfpflanzen, zarten Farrenkrüutern usw. eine reizende Zusammenstellung arrangirt war. Die Decke deZ SaaleS war gleichfalls schön dekorirt und zwar war für die grauen MooS- und Rankenverzierungen ein Gestell aus leichtem Bambusrohr erbaut, welches mehrere Fuß von der Deöe entfernt in der Luft schwebte. Auch die oberen BalconS waren alle mit Bambusrohr, durch welches sich d e Rankengewüchse in malerischer Pracht hindurchzogen, bedeckt, so daß die große Halle den-Anblick einer großen japani schen Laube bot. Die Klänge deS hinter Blumen und Rankenschleier fast unsichtbaren Drehe sterS verfehlten nicht, auf die Besucher ihren Eindruck zu machen. Daß der Kontest um die Preise ein scharfer war, läßt sich am leichteftzn daraus ersehen, vaß alle Aussteller ihre besten Producte zurAuSstellcng sandten. Wahrhast schöne Blumen, Haupt sächlich waS Größe und Farbe anbetraf, fand man unter den unzähligen Schnittblumen, welche in großen Behältern aufgestellt waren, und unter diesen er regten wieder die Orchideen, diese wie auS einem Hauche entstandenen Ver treter der tropischen Flora das meiste Aussehen. Auch importirte Chrysan themen fand man in größerer Zahl vor. Unsere hiesigen Floristen hatten sich an der Ausstellung in hervorragender Weise betheilkgt und unter den später noch zu vertheilenden Preisen in ande ren Klassen werden dieselhen scharf mit ihren auswärtigen Kollegen kon kurriren. Kurz nachdem die Thüren des Saa leS geöffnet waren und sich die Bewun derung der Besucher über daS erste An fangSftadium hinaus befand, stellte Herr George A. Gay, Präsident der Indianapolis MerchantS Association den VizePrüfidenten des Landes, den Achtb. ChaS. W. FairbankS vor. der mit wenigen markigen Worten eine passende Ansprache" an die Versammel ten richtete. Herr E.G. Hlll auS Aich mond, Ind., Mitglied des Floristen Comites, beantwortete die CröffnungS rede deS Vize Präsidenten. Damit waren die Eröffnu.gS.Formalitäten er ledigt und das Publikum konnte sich dem Anschauen der ausgestellten Kinder Flora'S widmen. Vlce.Präfident FairbankS und feine Gattin wurden von den aufmerksamen Floristen förmlich mit Blumen über laden, welche dieselben fröhlich mit den

Gebern plaudernd, entgegennahmen. Beide besahen sich die Ausstellung aufS Eingehendste und waren lange nicht die ersten, welche an den Heimweg dachten. Unter den taufenden von schönen Blumen konnte man sich aber auch wirklich heimisch fühlen. Einzelne der Pflanzen trugen woh lhundert voll entwickelter, prächtiger Blüthen. Bis jetzt wurden nur einige der preise bekannt gegeben, und diese der theilen sich wie folgt: Schnitt'Chrysa nthemum. 100 Blüthen weiß, 1. Preis H. W. Riemann, $50. 50 Blüthen weiß, 2. Preis, $15. 1 Blüthe. 3. Preis, 83. 6 Blüthen weiß, 810. 50 Blüthen rosa, 2. Preis, A. Riemann. 20 Blüthen gelb, 3 Preis, Bertermann BroZ., 810. 26 Btüthen roth, 2. Preis, 812. Blüthen, 2. Preis, 85. 1 Blüthe, 4. Preis, 82. 100 Blüthen, 3. Preis, E. A. Nelson, 25. 50 Blü then, 1. Preir, Bauer & Smith, 825. 100 Blüthen gelb, 1. Preis, E. G. Hill, Richmond, 850. 50 Blüthen weiß. 1. Preis. 825. 20 Blüthen weiß. 2. Preis. 812. 20 Blüthen rosa. 2. Preis, 812 00. 20 Blüthen, roth. 1. Preis, 815.00. 20 Blü then irgend eine andere Farbe. 2. Preis, 812.00. 6 Blüthen weiß. 2. Preis, 812.00. Stengel von 18 bis 24 Zoll lang. 6 Blüthen, weiß, E. G. Hill. 1. Preis, L6.00.-6 Blüthen gelb. 3. Preis, 83.00. 6 Blüthen rosa. 1. Preis, 86.00. 6 Blüthen irgend einer anderen Farbe. 1. Preis. 86.00. 1 Blüthe, 36 Arten 2. Preis, 815.00. 1 Blüthe, 24 Arten, 1. Preis, 812.00. 1 Blüthe 12 Arten, 1. Preis 85.00. 100 Blüthen weiß, W. I. & M. Ve sey. Jt.Wayne, Ind.. 2. Preis, 835 100 Blüthen gelb. 2. Preis, 825. 20 Blüthen irgend einer Farbe, 3. Preis, 810. 20 Blüthen weiß. Na than Smith &. Smi, 1. Preis, 815.20 Blüthen gelb. 1. Preis, $15. 20 Blüthrn rosa, 1. Preis, 815. - 20 Blüthen von irgend einer, anderen Farbe, 1. Preis, 815. Stengel von 18 bis 24 Zoll Länge, 6 Blüthen weiß, 2. Preis, 86. 6 Blüthen gelb.

2. Preis, 86. 6 Blüthen roth, 2. Preis, 86. 6 Blüthen bronze, 3. Preis, 83. 1' Blüthe, 36 Arten, 1. Preis, 818. 1 Blüthe, 24 Arten . 2. Preis . Nathan Smith & Son. 812 - 1 Blüthe, 12 Arten, 2. Preis, 84. 100 Blüthen PonpomS, weiß, hell.rosa und gelb, nicht weniger alS 30 Zoll in der Weite, 1. Preis, 815 12 Blüthen OdditieS, 1. Preis, 84 -100 Blüthen rosa-1. Preis, Gumar Tielmann, 850 50 Blüthen, weiß, 3. Preis 810 20 Blüthen roth, 3 Preis, Gumar Tielman, 810. 6 Blüthen irgend einer Farbe, 3. Preis. 83. 1 Blüthe 24 Arten. 3. Preis, 83.-50 Blüthen rosa, 3. Preis, F. Donner & Son, Lafayette, 810. 6 Blüthen gelb, 1. Preis, 86. 6 Blüthen roth, 3. Preis, 83. 100 Blüthen PomponS weiße, Hellrosa und gelb, nicht weniger als 30 Zoll in der Weite, 2. Preis, 810. 20 Blüthen weiß, 3. Preis, Paul O. Tauer, Lebanon, Ind., $10. 20 Blüthen gelb, 2. Preis, $12. John Comstock, 572 Bevllle Avenue, ein Wirth, der am letzten Sonntag das Nlchelson Gesetz über treten haben soll, wurde gestern Abend durch die Polizisten Albertö Streit und Hontikan verhaftet.

Indianapolis Männer-Chor

Eröffnet heute seine Aonzert . Saison. Frl. Lillian Zofephine Adam und Herr Glenn Dillard Gunn wirken mit. ; Heute Abend wird der Mönnerchor unter Leitung feines Dirigenten, Herrn Franz Bellinger, fein erstes großes Conzert der Saison abhaltet. Dieses Conzert wird außerordentliche Genüsse bieten, denn außer dem Män nerchor, dessen künstlerische Leistungen ja rühmlichst bekannt find, werden auch Frl. Lillien Josephine Adam von hier und Herr Glenn Dilllard Gunn aus Chicago mitwirken. Frl. Adam ist in hiesigen musikali schen Kreisen vortheilhaft bekannt, und bedarf keiner Einführung mehr. Ihr inniger glockenreiner Vortrag haben sie seit ihrer Rückkehr aus Deutsch, land, wo sie mehrere Jahre ih ren Studien oblag, schnell zur Favori tin des mufikliebenden Publikums ge macht. Auch Herr Gunn erfreut sich eines I. ihm voraus gegangenen Rufes. Als Klavierkünstler, sowie auch als kompe tenter Mufikcritiker hat er sich in musi kalifchen Kreisen längst eine hervorra gende Stellung erobert. Herr Levi B. RiggS hat für den Abend die Klavierbegleitung über nommen.' DaS folgende Programm, welches zur Durchführung kommt, giebt allen Mitwirkenden eine Gelegenheit in der vortheilhaftesten Weife ihre Gaben zur Geltung zu bringen: Programm: 1. .Trutzlied". Edwin NHultz Männerchor. '2. Etüden 2 und 3, Op. 2 5 Chopin Scherzo, in B.Moll Op. 20 Chopin Herr Glenn Dillard Gunn. 3. a) Sunnwendnacht" Aehm b) Verborgenheit" Wolf ' c) .Heimweh" Wolf Frl. Lillian Josephine Adam. 4. .Der Jager Abschied Mendelssohn Männerchor. 5. Ballade No. 2 Liszt Herr Glenn Dillard Gunn. 6. a) ..Allerseelen" ....Strauß b) Traum durch die Dämmerung" Strauß c) Zueignung" Strauß Frl. Lillian Josephine Adam. 7. Frühlingsgeflüster" Zerlet Männerchor. 8. .Gallia Gounod Frl. Lillian Josephine Adam und gemischter Chor. Um 11 Uhr wird Souper zu 35 Cents das Couvert unter Leitung der Damen des HauZComite des Männer Chor fervirt werden. Unbekannte Frau in der PolizeiStation Weigert sich ihren Namen zu nennrn. Eine unbekannte Frau, die man bereits gestern ' Nachmittag im Union Bahnhofsgebäude sidend vorfand wurde spät in der Nacht, al? man sie noch immer dort vorfand, nach der Polizeiftation ge bracht, um dort vorläufig in Obhut genommen zu werden. Man hatte .den Polizisten Hite zur Stelle gerufen, und. dieser suchte die Frau durch Fragen zur Angabe ihrer Adresse zu bewegen, jedoch ver geblich. Auch Capt. 'Hyland und später die Polizeimatrone konnten von der Frau keine Information erhalten. Sie sagt sie will nach KansaS reisen. Die Unbe kannte ist etwa 30 Jahre alt und ein fach aber sauber gekleidet. D e rW a gn erBlock, No. 1619, 1621, 1623. und 1625 Süd Meridian Straße," wurde gestern von A. N. Hodley durch die Vermittlung der A. Metzger Agentur an Dr. Herman Pink zu $20,000 verkauft. , Ran! die T!h I Mino.

Nachrichten aus Jndiana.

Richmond, 14. Nov. Während der Trauung deS Hrn. Wilhelm Seffer und des Frl. Connell b?a$ in der ka tholischen St. Elizabeth Kirche in Cam bridge City Feuer auZ. Die HochzeitZ gesellschaft mußte der Feuerwehr Platz machen. Der feierliche Act wurde fort gesetzt, nachdem das Feuer gelöscht war. VincenneS, 14. Nov. Fred. Schugart, TranLportütionSaufseher der hiesigen Straßenbahn Gesellschaft, verletzte sich dadurch, daß er versuchte, ein Gewehr zu reinigen, welches Theodor Wagner, ein Freund, in der Hand hielt; das Gewehr entlud sich und Schugart erhielt die volleLadung durch Hand und Kuie. ' E vanöville, 14. Nov; George Alegeod, 24 Jahre alt, wurde von ei nem Personenzug der Illinois Central Eisenbahn überfahren und süwer ver letzt. Alegeod war nach Howell gegan gen, um Arbeit zu suchen, und benutzte als Rückweg den Eisenbahndamm, als der Zug ihn erreichte. F t. W a y n e, 14. Nov. Ten Ein wohnern von Ft. Wahne wird vom 21. dieses Monats an das Naturgas entzo gen. DaS GaS ist in diesem Orte seit 17 Jahren im Gebrauch gewesen und manchem wird die neue Ordnung der Dinge recht schwer fallen. GaSmangel wird als Grund angegeben. L 0 w e l l , 14. Nov. Der Rumor, daß der' Brand in der hiesigen Tele phone Office, welcher den beiden Simpfon Schwestern 'das Leben kostete, auf Rache oder dergleichen zurückzuführen sei. entbehrt jeder Begründung. Das Feuer brach anscheinend aus unerklür liche Weise aus und beidejMüdchen der loren in dem dichten Rauche ihr Leben. Passanten hörten das HilfegeZchrei und brachten die Feuerwehr zur Stelle und nachdem man das Feuer gelöscht hatte, wurden beide Mädchen auf dem Fuß boden liegend,-' erstickt aufgefund?n. Der neu angestellte Nachtwächter de deö Gebäudes ist feit der Zeit ver chwunden. Anderfon, 14. Nov. Nach dem die hiesigen Geheimbeamten und auch auswärtige Detektivs mehrere Wochen erfolglos an : der Aufklärung des Dunkels arbeiteten, welches die annonymen Schreiber vonZDrohbriefen umgiebt, die George LcwiZ und Jfaac Addifon aus MarkleSville belästigen, scheint man die weitere Suche aufgegeben zu haben. Herr Ellison aus Emporia, der vor mehreren -Wochen durch einen maskirten Mann in seinem Geschäfte in's G.esicht geschossen wurde, hat auch bereits wieder Briefe erhalten, in welchem ihm ged.-oht wird, daß der Angreifer das zweite Mal sicherer schießen wird. French L i ck S p r i n g S, 14. Nov. Seit etwa zwei Wochen hat eine mysteriöse Frau in Schwarz das Inte resse unserer Einwohnerschaft, sowie auch der Bewohner von West Baden in Anspruch genommen. Die Frau er scheint vor den Privatwohnungen, klopft an die Thüre, geht aber, sobald man öffnetnach einer leichten Berbeu gung wieder fort. , Mehrere Leute, welche die mysteriöse Frau auf dem Landwege sahen, machten fich zur Ver folgung auf, doch gelang eS nicht dcS leichtfüßigen Frauenzimmers habhaft zu werden. Entweder hat man eS nach Anficht der Bewohner mit einer geifteS gefchwüchtenlPerfon zu thun, oder die Sache ist ein fauler Witz. Nachfor fchungen.bisher verliefen refultatloS. Marion, 14. Novbr. Einen Straßenräuber, der nur das von ihm Benöthigte seinem Opfer abnimmt, hat unser County aufzuweisen. Prefton LucaS, ein Lehrer, der gestern Abend spät heimkehrte, wurde unterwegs angefallen und unter Bor , halten eines Revolvers zur Uebergabe seiner Werthsachen aufgefordert. LucaS holte eine goldene Uhr und $25 in Baargeld hervor, erhielt aber den Auf trag' nur $1.50 abzuziehen und das Uebrige wieder zu sich zu stecken. Der Räuber behauptete nur diese Summe nöthig zu haben.