Indiana Tribüne, Volume 29, Number 70, Indianapolis, Marion County, 14 November 1905 — Page 5

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Jndiana Tribüne, IÄ November 1905 5

Die imcrika." Si Neuartige Einrichtungen de5 jüngste Hapag"sNiesevampsers. Der ueue Hzpag"-Riesendampfer Amerika." der jüngsthin seine Jungfernreise von Hamburg nach New Jork ausführte, besitzt eine Anzahl Einrichtungen, die aus Ozeanschiffen absolut neu sind. Da ist zunächst die auf einem TamPfer noch nicht dagewesene technischschwierige Einrichtung eines elektrisch betriebenen Passagierfahrstuhls. Eine weitere Eigenheit, welche die Amerika" vor ihren stolzen, seefahrenden Schwestern auszeichnet, ist die, daß der Dampfer außer der 1. und 2. Kajüte und dem Zwischendeck auch eine dritte Klasse führt. Die Cchifffahrtsgesellschaft beabstchtigt durch die Schaffung dieser 3. Klasse, dem besseren ZwischendecksPublikum eine Fahrgelegenheit zu geben, die zwar nicht an die zweite Kajüte heranlangt. den Passagieren aber doch wesentliche Annehmlichkeiten und Bequemlichkeiten vor dem einfachen Zwischendeck bietet. In der dritten Klasse befinden sich nicht, wie im Zwifchendeck, weite Schlafräume für die gemeinsame Aufnahme tintx größeren Personenzahl, sondern sie ist in Kammern zu zwei bis acht Betten eingetheilt. In. einem besonderen Speisesaal werden an 'regelrecht gedeckten Tischen dreimal täglich Mahlzeiten eingenommen, bei denen die Speisen von AufWärtern, die eigens hierzu angestellt sind, servirt werden. Der größte Fortschritt in den Passagiereinrichtungen kommt aber wohl darin zum Ausdru, daß die Amerika" mit einem a U arte-Restaurant ausgerüstet ist, dem ersten a la carteRestaurant auf dem Weltmeere. Es ist damit den Passagieren die Möglichkeit gegeben, nach Belieben auch Schiffskarten ausschließlich für die Beförderung und Unterkunft zu lösen, die Berpflegung aber nach eigensten Wünschen zu bestreiten. Das a la carte-Nestau-rant befreit den Passagier von der Jnnehaltung einer Mcnukomposition, die hundert übrigen Gasten, nur vielleicht gerade ihm nicht, zusagen mag. Das Restaurant steht unter der Leitung der im internationalen Weltverkehr berühmtesten Hotels, des Londoner Carl-ton-Hotels und des Pariser Nitz-Re-staurants, und die Restaurationsräume haben eine Ausstattung erhalten, die der neuen Idee in jeder Beziehung würdig ist. Sie sind in dem graziösen Stile Ludwigs XVI. mit Aufwendung reichster Mittel ausgeführt. Die Zigeunerkapelle des Carlton-Restaurants in London liefert die Musik. An der Inneneinrichtung des Tampfers haben die berühmtesten deutschen, englischen und französischen Firmen mitgearbeitet. Den Hauptspeisesaal des Schisfes hat die Hamburger Firma Heyma.n eingerichtet;. ist, von imponirender Größe, fast 100 Fuß lang und so breit, wie das Schiff, von einer domartigen Glaskuppel überwölbt. Zum Speisesalon gesellt sich ein Damensalon, ein Schreibzimmer, ein Rauchsalon, ein Kinderspiel- und Eßzimmer. In der 2. Kajüte befinden sich Speise-, Rauch- und Damensalon. Zur besseren Orientirung der Passagiere haben die sechs Decks oder, richtiger gesagt, Etagen des Dampfers Namen erhalten, die mit großen goldenen Lettern angebracht sind. Das oberste Deck ist das Sonnedeck," dann folgen Kaiserdeck." Rooseveltdeck," Washingtondeck." Clevelanddeck" und Franklindeck." Eine völlig neue Erfindung ist ein Auskunftsbureau, dem zwei Beamte vorstehen. Dieselben ertheilen den Passagieren eingehende Auskunft über die Berkehrsverhältnisse in 'Amerika und Europa, stellen Rundreisebillette zusammen und verkaufen auch gleich an Bord die Eisenbahnfahrkarten. Zum ersten Male auf einem Ozeandampfer stehen endlich auf der Amerika," außer den Schiffsärzten und ihrem Gehilfenstab, auch Krankenpflegerinnen , zur Verfügung " Ernüchterungskammern. Von dem Zustand in den Ernüchterngskammern" der Polizeihäuser von St. Petersburg entwirft die Petersburger Zeitung" folgendes Bild: Nach den von der Alkoholkommission" erhobenen Erkundigungen werden in diesen Kammern jährlich mehr als 50.000 Personen beiderlei Geschlechts ernüchtert." Von diesen Personen starben im Zustande der Trunkenheit gegen 200. - Bis auf das Hemd entkleidet, werden die auf der Straße aufqelesenen sinnlos Betrunkenen in ein Gemach geschleppt, das seiner Größe nach höchstens zehn Personen aufnehmen dürfte, in Wirklichkeit aber oft bis zu 60 Betrunkene beherbergt. Durch den Unrath herrscht in dem engen Gelasse eine Stickluft, in der häufig sogar die Lampen erlöschen. Da es- in den Ernüchterungskammern wed:r Betten und Pritschen gibt, liegen die Betrunkenen buchstäblich übereinander und verunreinigen sich gegenseitig. Es sind wiederholt Fälle konstatirt worden, wo die Jnhaftirten. nachdem sie zu sich gekommen waren, und das Entsetzliche ihrer Lage erkannt hatten, Selbstmord begangen haben; andere wiederum sind beim Erbrechen erstickt. In M a r s h f i e l d, Mafl.. pflegte man in alten Tagen zu sagen, daß man von den heiteren Gesichtern der Leute in einem Umkreise von zel. Meilen ablesen' könne, wann Daniel Webster zu Hause sei.

vcrhccrcndcr Teifun. , Ueber den Teifun, der am 30. Juni d. I. auf d:n Marschallinseln im &tU len Ozean so gewaltige Verheerungen anrichtete, werden erst jetzt durch Privatbriefe Einzelheiten bekannt. So schreibt ein Engländer von Jaluit, der größten der unter deutschem Schutze stehenden Inseln: . Ich war an dem Unglückstage auf einem Spaziergange am. Strande begriffen, als sich mit einem Male ein Sturzwelle über die Korallenbänke bis auf den Weg ergoß. Da ich in dieser Inselgruppe noch fremd war. glaubte ich, daß derartige Sturzwellen hier etwas alltägliches seien. Ich ging in's Hotel zurück und begann zu schreiben. Da, gegen 5 Uhr Nachmittags rannte plötzlich ein Eingeborener unter allen Anzeichen des Entsetzens in das Zimmer und brachte mir die Nachricht, daß eine ungeheuere Fluthwclle sich über die ganze Insel ergossen habe. Der Anblick, den die Insel bot. war erstaunlich. Der Ort war zum See geworden. Hütten der Eingeborenen schwammen überall umher; die Eingeborenen selbst waren auch im Wasser und schwammen herum, um ihre Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen. Der Wind wehte jetzt mit großer Heftigkeit; nichts in der Natur ließ indessen das. was noch kommen sollte, vorausahnen. Eine Viertel--stunde später wurde das Dach des Gasthofes weggeweht. Ich eilte dara'ufhin die Treppe hinunter, wo ich Kapitän Smith au.s Mille antraf. Er und ich waren die einzigen Engländer auf der Lagune und im Gasthofe, alle übrigen Leute hatten sich in das Magazin der Jaluit-Eesellschaft geflüchtet. Während wir noch zusammen berathschlagten, stürzte die Westmauer des Gebäudes zusammen, der bald darauf das ganze erste' Stockwerk folgte, dessen Trümmer den Hof und das Dach des Schuppens, in dem wir Zuflucht gesucht hatten, bedeckten. Letzteres wurde infolge dessen an zahlreichen Stellen , durchlöchert, so daß der Regen in Strömen hereinrauschte. Dabei war es vollständig dunkel. Dann drang eine Eisenstange von dem eingestürzten Dache durch die Mauer, als ob letztere aus Pappe bestandcnhätte., Gegen 11 Uhr ließ der Sturm 'etwas nach. Ein plötzlicher Lichtschein ließ uns erkennen, daß ein Theil des Gebäudes noch aufrecht stand, und gleichzeitig sahen wir einen Eingeborenen, der eine Lampe trug und im Begriff war. eine Thüre zu öffnen. Diese führte, wie sich herausstellte, nach einem Bau. wohin sich früher am Abend einige zwanzig Eingeborene geflüchtet hatten. Wenige Minuten, nachdem wir eingetreten waren, verunglückte eine Frau am Schenktisch; "die Brust war ihr durch einen herumfliegenden Bal ken-eingedrücki worden. Die vor Kälte mit den Zähnen klappernden Eingeborenen kauerten auf dem nassen Fuß boden. während der Regen durch die Decke drang. Smith blieb zurück, um Wache zu Ehalten, während ich einen Eingeborenen requirirte. der mich nach dem Magazin führen sollte, wo sich die übrigen Weißen befanden. Der hübsch angelegte Weg war bedeckt mit einem Gemenge von Bäumen, Schunern, Sträuchern. Kähnen, Häusern. Schaluppen und Balken. Die in das Magazin Geflüchteten waren wohlauf, nur fürchteten sie die Fluth. die, wie' sie meinten, sie ins Freie hinausschwemmen werde. Das passirte nun glück licheiweise nicht. Mit dem Beginn des neuen Tages besserte sich die Lage etwas. Mein Be gleiter und ich wechselten in der'Vewachung des Gasthofes ab, bis der Besitzer wiederkam. Tann sahen wir uns nach unserem Eigenthum um. Der Ort bot einen traurigen Anblick. Der größte Theil des Waarenmagazins der Gesellschaft stand allerdings noch auf recht, ebenso die Behausung des Landeshauptmanns; die anderen Gebäude aber lagen zumeist am Boden. Das von den Schwestern bewohnte Haus, früher das schönste Gebäude in der ganzen Kolonie, bot einen sonderbaren Anblick. Zwei bis drei Fuß im Geviert haltende Korallenstllcke waren durch die Wellen mitten durch die Mauern geschleudert worden und lagen nun unter den Trümmern begraben. Im Ganzen zählte man 72 Todte. . Ein bemerkenswerther Vergungsfall war zu verzeichnen. Beim ersten Ausbrechen des Sturmes lag der von 5drUPP für die Jaluitgesellschaft neugebaute Dampfer Germania" am Landungsstaden. Kapitän Hügel zögerte keinen Augenblick, mitten in die Lagune hinauszufahren, wo das Schiff, mit beiden Ankern verankert und die Maschine unter Volldampf, den Orkan überstand. Arme und Beine, waren ihm zerschunden durch den Aufenthalt auf den Rampen der Kommandobrücke während des Sturmes, auch hatte ihm der Sturm Haut von Nase und Backen gerissen. Seinen Offizieren war es ebenso ergangen; 'sie alle machten sich nichts daraus.- Sie hatten die Genuathuuna. daß durch ihre und der Maschi nisten Anstrenguigen das ihnen andertraute werihvolle Eigenthum bis auf einige Deckstühle und ein paar 2aT enden unversehrt erhalten worden war. An der Kaisern. D i e Touristen: In diesen beiden Betten können wir doch unmöglich zu sechs Personen schlafen?" Wirth (kritisch): O doch ... wenn Sie richtig verpackt werden?"

.Fälschung antiker Kunstsachm. Ein in Italien blühender Industriezweig." 2ie Bakc? so Baeftnm. Achtzig Prozent aller in Italien auf den Markte gebrachten antiken Kunstgegenstände, so schreibt ein deutscher Fachmann, sind theils bessere, theils schlechtere Nachahmungen, ja direkt Fälschungen. Jede italienische Stadt, die im Zuge des Fremdenverkehrs liegt, hat ihre Antiquitätenläden; je frequentirter der Ort. desto häufiger sind sie anzutreffen. In allen diesen Geschäften befinden sich altrömische, auch etruskische Funde, wie Basen, Lampen. Bronzen, Spiegel, Münzen; ferner Äilder. Plaketten, Waffen, Schnitzereien jeglicher Art, bis herauf zur neuesten Zeit, - geschnittene Gemmen, Mosaik. Wo in aller Welt sollen diese Sachen bei den ewigen Auskäufen seit Jahrzehnten immer wieder in solchen Maen herkommen? Die Erklärung ist einfach, genug. Eine der blühendsten Industrien in Italien ist die d:r Fälschungen. In diesem einträglichen Geschäfte" hat sich eine solche Fertigkeit. ja Raffinirtheit herausgebildet, daß es manches Mal sogar Fachleuten schwer fällt. Echtes von Unechtem mit Sicherheit zu unterscheiden. Einem mir befreundeten Herrn wurden zwei wunderhübsche Putten aus Bronze, die aus der Kirche Frari in Venedig stammen sollten, zum Preise von 100 Lire (1 Lira gleich 18 Cents) angeboten. Ich erklärte sie unbesehen für Nachahmungen. Schon die vermeintliche Herkunft ließ sicher darauf schließen. Bei der Besichtigung nahm ich den Kopf des einen Engels in die eine, den Rumpf in die andere Hand, drehte mit größter Anstrengung nach entgegengesetzter Richtung; da theilte sich die Figur. Eine tadellos polirt:, vollständig neue Schnittfläche z:igte sich. In der Mitte haftete eine moderne Schraube, ein Produkt der heutigen Maschinentechnik. Ebenso entpuppte" sich ein echt silberner Vokal durch Abschrauben des Fußes als schönste, versilberte Nachahmung. Paestum in Unteritalien war früher eine Fundgrube für Anticaglien; die Fremden waren durch Erzählen oder Lesen in Büchern darauf aufmerksam geworden. Das haben sich Händler wie Bauern in raffinirtester Weise zu nutze gemacht. Ist der Zug von Pompeji dort angekommen und begeben sich die Fremden in großen Schwärmen nach den wundervollen Tempeln, so sieht man stets neben der Straße einige Bauern stumpfsinnig ihre Aecker. pflügen Plötzlich stoßen sie einen Schrei der Ueberraschung aus, halten schleunigst ihre Pferde oder Ochsen an, buddeln hastig in der Erde und befördern vor den Augen der erstaunten Passanten eine kleine antike Lampe oder dergleichen an's Tageslicht. Die Fremden, überzeugt, daß der in ihrem Beisein aus der Erde gegrabene Gegenstand zweifellos echt sein müsse, wollen sich den Ankauf natürlich nicht entgehen lassen. Der Bauer kraut sich hinterm Ohr, wird verleben und zögert. Antike Sachen dürfe er nicht verkaufen, die müßten der Museums direktion abgeliefert werden. Das Zaudern des Mannes steigert den Wunsch des Fremden .noch' mehr. Schließlich ist der Gegenstand, der in Neapel l bis 1 Lira gekostet hätte, für das Zehn- ja Zwanzigfache an den Mann gebracht. Der Bauer aber lacht sich in's Fäustchen über die Leute, die nicht alle werden. Am anderen Tage wandert vor Ankunft der Fremden die nächste moderne Lampe in die Ackerfurche, um vielleicht eine Stunde später ihre Auferstehung als echte antike zu feiern. Der Händler aus Neapel hat den Landmann ja für die ganze Dauer des Fremdenverkehrs in reichstem Maße mit diesen Fälschungen billigster und schlechtester Art versehen. Moufter-Lokomotiven. Die auf einzelnen englischen Bahnen in Gebrauch gestellten Lokomotiven erreichen Dimensionen, die sich Stephenson, der Hauptbegründer des Eisenbahnwesens, zu Anfang wohl kaum hätte träumen lassen. Hatte doch die von ihm im Jahre 1823 für die Strecke von Stockton nach Darlington hergestellte Dampfmaschine - blos ein Gesammtgewicht von nicht mehr als 6 Tonnen. Allerdings stieg dann das Gewicht der in England gebauten Lokomotiven rapid und 1837 lieferte Stepbenson selbst bereits eine solche von 281 Tonnen an die englische Westbahn. Zehn Jahre später liefen auf den Schienen derselben Gesellschaft schon 38' Tonnen schwere Maschinen mit Treibrädern von acht Fuß Durchmesser. Dann aber bljeben die Timeusionen der englischen Lokomotiven beinahe ein. halbes Jahrhundert unverändert, bis die englische Nordwestbahn schließlich im Jahre 1891 eine Lokomotive in Betrieb stellte, die über 52 Tonnen wog. Wiederum blieb dieser Rekord durch ein Dezennium unübertroffen, bis schließlich in neuester Zeit bei der Nordwestbahn Dampfkolosse von 73 Tonnen in Gebrauch kamen, die den ursprünglichen Stephenson'schen Maschinen an Gewicht nahezu um das Zwölffache überlegen sind. Keru!)ignngs,nittel. Arzt: Also Ihre Nervosität ist glücklich geheilt." P atient: Gottlob!" A r z t : Ich habe Ihnen gleich gesagt, die Pulver wirken, ausgezeichnet." P atient: Ihre Pulver? Nein! Aber meine Schwiegermutter ist gestern abgereist!"

Allerlei fiir's Hans.

p-l Daö Salzstreuen im Win ter. Leute, welche zum Wegbringen des Schnees Salz streuen, sollten nicht vergessen, daß Salz auf den Cementwegen eine schnelle Verwitterung verursacht. Nachdem einmal die Oberfläche rauj geworden, schreitet die VerWitterung immer schneller vor. Das durch das Schmelzen des Schnees entstehende Salzwasser macht auch die ledernen Sohlen derPassanten porös, so daß sie Wasser wie ein Schwamm aufsaugen, wodurch natürlich Erkältungen nur zu leicht verursacht werben. Sand ode? gesiebte Asche für die Sicherheit der. Passanten auf mit Eis bedeckten Trottoirs ist stets so gut wie Salz und besser als dieses, da weder Sand noch Asche die Cementwege noch das Schuhleder angreifen. Auch den Pferdehufen ist das Salzwasser sehr schädlich. Heilung desSchnupfens ohne alle Kosten. Personen, welche mit derjenigenForm des Schnupfens behaftet sind, die man die Grippe zu nennen Pflegt, werden eine wunderbare Wirkung in dem einfachen Mittel wahrnehmen, sich aller flüssigen Nahrungsmittel zu enthalten, bis die Symptome der fieberhaften Aufregung das Thränen der Augen und die öftere Nöthigung, sich zu fchneutzen, nachlassen. Mittel gegen Blutvergift u n g. In eine Tasse voll lauwarmem Wasser thut man 20 Tropfen Kreolin. Nachdem die Wunde mit dieser Mischung gehörig ausgewaschen worden, verbindet man sie mit einer in dieselbe Mischung, getauchten Binde. Sind bereits Zeichen der Blutvergiftung vorhanden, als Schwellung, Röthung, Schmcrzhaftigkeit, so muß der Patient, außer der angeordneten BeHandlung, je nach dem Grade der Krankheit und nach dem Alter des davon befallenen, alle 2 bis 3 Stunden 15 bis 25 Tropfen Kreolin einnehmen. Des Theergeschmacks - wegen nimmt man es am besten in 3 Eßlöffel voll kalter Milch, und läßt dann nach Belieben Milch nachfolgen. Diese Kur, welche, gewöhnlich 12 bis 14 Tage dauert, setzt man bis zur Heilung fort. Daneben den obigen Verband. Vor allen Dingen wendet man sich an einen Arzt, wenn txn solcher erreichbar ist. D,i.e Zahnbürste ist zur rationellen Mundpflege durchaus nöthig. Das Mundspülen allein genügt nicht, weil nach ihm doch ein schmieriger Belag auf den Zähnen zurückbleibt. Durch einen ungeeigneten Gebrauch der Zahnbürste kann aber auch Schaden gestiftet werden. Das ist bei zu harten Bürsten der Fall. Aber auch eine gute Zahnbüste greift unter Umständen die Zähne an, wenn se stets in gleicher Form und in derselben Weise benutzt wird'. Dann werden die Stellen, die besonders vorspringen, namentlich am Eckzahn und am oberen ersten Backenzahn, durch die Bürste am Zahnfleischrande ausgehöhlt und das Zahnfleisch zurückgedrängt. Solche Schäden am Zahnhalse findet man darum am häufigsien bei Patienten, die sich durch eine allzu eigene Mundpflege auszeichnen. Es ist zwecklos, den Patienten zu rathen, der Bürste beim Reinigen eine andere Richtung zu geben. Sie verfallen doch immer wieder in den alten Fehler. Es' empfiehlt sich in solchen Fällen der Gebrauch mehrerer Bürsten. Man soll mit harten und weichen Vürsten abwechseln, vor Allem aber eine gerade und eine gebogene Bürste nehmen und diese abwechselnd gebrauchen. Die Form zwwgt dann den Patienten, beim Reinigen eine andere Richtung zu nehmen. Um.Weinflaschen luftdicht zu verschließen. Man löse Gelatine über dem Feuer in Glycerin auf und tauche die verstöpselten Flaschen in die Lösung, welche viel sicherer ist, als Siegellackverschluß. ' Gegen Verstopfung. Als Gegenmittel gegen habituelle Verstopfung ist zu empfehlen: Passende (gut gekaute, nicht zu massenhafte, nicht unverdauliche) Nahrung, reichlichesTrinken (von Wasser oder leichtem Bier), zweckmäßige Bewegungen (Turnen), Kneten, Reiben und Drücken des Bauches und kräftiges Athmen. Vor Abführmitteln, vorzüglich vor den laxirenden Pillen, ist zu warnen, weil diese Arzneien den Magen, der ja gar nicht die Schuld an der Verstopfung trägt, nach und nach so ruiniren, daß er zum Verdauen ganz, unfähig wird.. Will man durchaus Abführmittel gebrauchen, so wähle man unter: Apfelwein,. Brühe von gebackenen Pflaumen, Vut-' termilch oder Molken, Tamarindenmus, Faulbaumrindenabkochung, Ricinusöl.. Regenflecke. Der Regen verursacht meistens nur dann Flecke, wenn er Unreinigkeiten, namentlich Ruß, enthält. Dann wäscht man einfach die verunreinigten Stellen mii reinem Wasser aus und benutzt nöthigenfalls Benzin ode: Fleckwasser. Auf manchen Stoffen entstehen aber Regenflecke durch Entfernung der Appretur; solche Stellen muß man mit kaltem Wasser befeuchten und mit einem warmen Plätteisen darüberfahren. Bisweilen genügt auch ein Ueberstreichen im! Gummiwasser, um den Stoff wieder glänzend zu machen. . Auch ein Maßstab, mt lange hat Ihr Mann an dem hübschen Gedicht gearbeitet?" Drei Blei 4 t n n I ' X Ullit 4UUVW

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