Indiana Tribüne, Volume 29, Number 69, Indianapolis, Marion County, 13 November 1905 — Page 7
Jndiana Tribüne, Ist November 1905
O O O '0 00 "'"t
Die brcnncndc Frage ? Humoristischer Roman i von . Msi? von Tainarii 1 .C-0----0--'0''C'0--& (Fortsetzung.) Die Rettung der Familie durch die Verlobung Mutzis mit dem reichen Verwandten hatte auf das Haupt der Familie einen merkwürdigen Einfluß ausgeübt. Wenigstens datirte der Wandel in dem Lebenswandel des Vrateljägers von dem Tage des Einzuges Tominik Lascheks in die bis dahin mit so verzweifelten Gewaltmitteln vertheidigt: Burg. Nun. nachdem nicht nur diese Vurg durch die Verlobung der Tochter gewissermaßen wirklich in seinen Besitz übergegangen war, sondern auch die Mittel zum standesgemäßen Leben in ihr durch die Vermittelung dieser Tochter vorhanden waren, wurde dieser sonderbare Umschwung vollständig. Nicht aüein in seinen Worten und in seiner Kleidung, in seinem ganzen Wesen war Silvio Piccolomini, Fürst von Porto d'Anzio, nicht wieder zu erkennen. Sanft und höflich ging er im Schlosse umher. Der Besuch des Diners bei Ungnads bildete den Anfang der Ueberraschungen. Der Besuch Schwendtners eine gänzlich unerwartete Fortsetzung d:rselben. Eine ganze Reihe von weiteren folate. was Jagdgeweyr wurde nebst dem Jagdkostüme in einen alten Schrank geschlossen, der in des Grafen Schlafstube stand und ein par trotz reichliche? Kampferbestreuung von den Motten zerfressene Pelze des Grafen enthielt. Gegen Pussi wurde er streng, fand, daß der Aufenthalt im Schlosse für einen so großen Jungen nicht mehr passe, und traf Vorbereitungen, ihn in das Jesuitengymnasium zu Feldkirch zu bringen. Als er schließlich gar den Pfarrer kommen ließ, um sich, wie er sagte, vorzubereiten, da man nie wissen könne, wann das Ende komme, und da er fühle, daß seines vielleicht nicht mehr allzulange aus sich warten lassen werde, wurde Gräfin Therese ängstlich. Sie schrieb an die Gräfin Ungnad. der sie ihren Kummer mittheilte, und die sie bat, doch den Doktor Eyß nach Welzeneck zu schicken, sobald' dieser zu ihr käme. Aber Doktor Eyß müsse irgend einen Vorwand gebrauchen, damit ihr Mann nichts merke. Doktor Johann Eyß fuhr bereits am Tage darauf mit feinen mageren Schimmeln in Welzeneck ein. sagte, daß er in Sonnberg einen kranken Bauern besucht, und daß er bei dieser Gelegenheit der gräflichen Familie seine AufWartung habe machen wollen. Darauf ging er ohne viel Federlesens direkt auf sein Ziel los, zwinkerte ein paarmal durch seine goldene Brille der Gräfin . Therese zu und schrie den Grafen Silvio, indem er ihn am Handgelenk packte, an, er fähe sehr schlecht aus und müsse sich unbedingt von, ihm untersuchen lassen. '25er Graf ließ sich ergeben den Puls fühlen und hatte nichts einzuwenden, und Doktor Eyß begab sich mit ihm nach des Grafen Schlafzimmer, wohin der Bezirksarzt ei',:ey schwarzen Kasten, den er im Wagen zurückgelassen, hatte, tragen ließ. Der Graf mußte sich entkleiden. Doktor Eyß packte unterdessen aus dem Kasten, der eme ganze Folterkammer von Marterinstrumenten enthielt, allerlei Horchrohre und Klopfhämmer aus. befühlte und behorchte und beklopfte den Grafen auf Brust und Rücken, ließ sich die Zunge zeigen, knetete auf dem Magen herum und sagte nach jeder dieser Operationen: Hm, hm.Endlich durfte der Graf sich wieder anziehen, Doktor Eyß packte die Instrumente ein und wiederholte mehrmals sein Hm, hm," ging, während der Graf noch mit seiner Toilette befchäftigt war, in das bekannte Eß-, Spiel- und Speisezimmer zurück, wo die Familie seiner in Angst und Bangen harrte, ließ sich mit feierlicher Miene von Gräfin Therese, die beim ' Anblicke der ernsten Falten im Gesichte des Arztes zu zittern und zu weinen anfing, Tinte, Papier und Feder geben und schrieb drei Rezepte. Von diesem hier," sagte er, indem er das erste der Papiere der Gräfin überreichte, alle Stunden einen Eßlöffel voll. Dies Pulver hier bitte ich dem Herrn Grafen nach den Mahlzeiten in einem halben Weinglase voll Wasser zu geben. Und von diesen Pillen ersuche ich den Herrn Grafen. Morgens und Abends je drei Stück zu nehmen." Morgens nüchtern?" Jawohl, nüchtern." Und Abends?" Abends vorm Einschlafen." Und sonst?" Sonst vor allem dringend Ruhe! Keine Aufregung! Keine Gemüthsbewegung! Und mäßige Diät. Nichts scharf Gesalzenes und Gepfeffertes. Wassersuppen, wenig tzleisch. Ich werde übermorgen wieder nachsehen." Ab:r es' ist doch nichts Lebensgefährliches?" fragte die Gräfin Händeringend. Doktor Eyß zuckte die Achseln. Es war allerdings höchste Zeit, , daß Sie mick Haben rufen lassen. Frau Gräfin.
Der Zustand 'des Herrn Grafen 'ist allerdings .'. .hm, hm... Aber mit Gottes Hilfe werde ich ihn, denke ich, über den Berg bringen." 18. Kapitel, (rotzdem die eigentliche Saison ftjjt, in Monte Carlo noch uicht begönnen hatte, herrschte ein reges Leben in dem kleinen Fürstentum an der Riviera, dem paradis terrestre." wie es von denen gekannt wird, für die es das Land goldener Früchte ist oder sein soll. Die blinkenden Fahrzeuge der Vanderbilts, Nothschilds und. einiger andrer Geldfürsten lagen im Hafen von Condamine vor Anker. Der Fachtklub" war vom Fürsten von Monaco eingeladen worden, in den letzten Septembertagen ein-., gemeinsame Fahrt nach Algier zu unternehmen. Ehe die kleine, aus den Herrlichsten Luxusfahrzeugen der Welt zusammengesetzte Flottille nach der afrikanischen Küste segeln sollte, wurden die Mitglieder des Klubs vom Fürsten und der Fürstin im Schlosse zu Monaco bewirthet. Es gab Empfang und Ball bei Hofe, dann Konzert und Oper im Theater des Kasinos zu Monte Carlo, gemeinsame Ausflüge zu Pferd Waaen und Maulesel in die Alpen. eoer oer acytvestVer yatte aus seinem Schiffe mindestens ein Dutzend Gäste mitgebracht. Baron Rothschild außerdem sein berühmtes dreißig Köpfe starkes Orchester. Die Feste des Fürsten hatten Tausende von minder vornehmen Gästen der Bank und den Hotels zugeführt. Zweifelhaftes Volk aus Paris und London saß im Cafe de Paris, und eine elegante Menge internationaler Abenteurer wimmelte in den Sälen des Kasinos, ganz wie zur Zeit der Hochsaison. Herr von Zschakatorniay hatte sich zur Reise nach Monte Carlo durch seine Tochter leicht überreden lassen, und Franzi hatte eine Einladung des ihm seit seinem Pariser Aufenthalte gutbefreundeten Wilhelm Vanderbilt vorgewiesen. Herr Vanderbilt hatte Franzis Verlobungsanzeige mit der Aufforderung an ihn quittirt, sammt Braut und Schwiegervater die Festtage in Monaco und die Fahrt nach Algier mitzumachen. Ritter von Aschallliornlay hatte N!H! oer geldstolze EMporkömmling sein müssen, der er war. UM der Lockung zu widerstehen, mit den reichsten Leuten der Welt, mit Leuten, deren Namen einen zauberischen Wohlklang für ihn hatten, in Personlichen, vielleicht freundschaftlichen Verkehr zu treten. Zudem war Herr von Zschakatorniay über die Zukunft des Bräutigams seiner Tochter beruhigter denn je. , Den künftigen Majoratsherrn von Hostrowetz hätte er auch, wenn er in die Ehe nichts mitgebracht haben würde als diese Aussichten auf die Zukunft auf ein Erbe von sicher zehn, möglicherweis: zwanzig Millionen Gulden gern als Gatten seiner Tochter gesehen, nun aber der reiche Oheim erbötig war, eine Million als Mitgift beizusteuern, war ihm Franzi doppelt lieb, und er verzichtete gern auf den gesellschaftlichen Verkehr mit dem adelsstolzen Onkel, trug doch der Neffe denselben erlauchten Namen, und hatte dieser Name allein dem alten Emporkömmling allerdings außerhalb der Grenzen des Vaterlandes manche sonst vcrschlossene Thür geöffnet und ihn sogar einem Throne in unmittelbare Nähe gebracht, wenn auch nur dem Thron? von Monaco. Auf diesem Throne saß neben dem durchlauchtigsten Gemahle eine kleine blonde Frau, die Tochter eines Pariser Bankiers, die Nichte des Dichters Heinrich Heine, eine Frau, die sich unter den Geldleuten sichtlich wohl fühlte, obgleich sie, auch wenn sie bei den Ausflügcn nur eine einfache , blaue oder weiße Cheviottoilette trug, die Fürstenkröne niemals ablegte. Zwar als Brosche nur, aber diese Brosche war übertrieben groß und protzenhaft." Franzi fand das, Ilona fand das, nur der alte Ritter von Zschakatorniay fand alles an der Fürstin, dem Fürsten und Monte Carlo himmlisch. Er schwelgte in Vornehmheit. Er fand auch, daß die Bank eine überaus nützliche Einrichtung sei und von der Weis heit des Fürsten zeuge. Das Geld verlören doch nur Menschen, die entweder übergenug hätten oder die es sonst auch verlieren müßten, und hier käme es einem ganzen Volke zu gute und diene einem Musterstaate zu friedlicher Entwickelung. Lasche! hatte den Alten auf die Facht Rothschilds geführt, und Nothschild hatt, dem Ritter wie einem alten Freunde die Hand gedrückt, und a!S man die Ncht verlassen, war von dem freiherrlich Nothschild'schen Orchester der Nackotzkymarsch zu Ehren des Ungarn Herrn von Zschakatorniay gcspielt worden. Da hatte sich der harte Mann sogar Thränen aus den Augen gewischt. Und jetzt nannte er Franzi auch Du." Er war in einer so weichen und begeisterten Stimmung, daß er nichi merkte, wie sich die Laune seiner Tochter von Tag zu Tag verschlechterte. Vielleicht auch, weil sich die Tochter noch einige Mühe gab. ihre Erregung vor dem Vater zu verbergen. Franzi war nämlich, kaum daß er den Boden des Spielsaales ' betreten hatte, von seiner alten Leidenschaft erfaßt worden. Wie den Alten das Blin-
ken der Ordcnssterne. der Klang großer Namen, so berauschte ihn der Klang des Goldes am Roulettetische. Er war ganz und gar dem Spielteufel verfallen, das Spiel war für ihn das allein Vorhandene und alles andre Nebensache. Das Arrangement mit dem Onkel, Ilona, die Freunde, alles war vergessen; die Bank zu sprengen war sein einziger Gedanke. Er hatte eine Kombination entdeckt, die unfehlbar zu diesem Ziele führen mußte. Zwar hatie er in den ersten drei Tagen bereits die dreißigtausend Gulden verspielt, die er nach seiner Verlobung von Wiener Wucherern geliehen dem erklärten Bräutigam 'des Fräuleins von Zschakatorniay waren die Börsen dieser Herren von Neuem weit geöffnet worden aber seine Hoffnung wankte nicht. Er hätte am liebsten die ganze Zeit der Spielstunden von zehn Uhr Vormittags bis elf Uhr Nachts im Spielsaal sein mögen, und empfand es bald als eine unerhörte Einschränkung seiner Freiheit, daß er auch seiner Braut einiae Stunden des Taaes widmen sollte. In Ilonas Geheul cyast war er einsilbig, ja unfreundlich. Mechanisch legte er ihr beim Morgenbesuch den Blumenstrauß hin. antwortete kaum auf ihre Fragen, äußerte sich verächtlich über die .Frohndicnste." die sie von ihm verlange, und schimpfte über das Diner im Kafe Paris, das täglich hundertfünfzig Franken kostete. Und ihre neuen Toiletten würdigte er kaum eines Blickes. Wenn er nicht am grünen Tische der praktischen Anwendung seiner genialen Spielkombinationen oblag, fand er eigentlich nur Interesse am Taubenschießen, jenem grausamen Vergnügen der verderbten Lebemänner des paradis terrestre," statt auf eine Scheibe, auf lebende Tauben zu knallen. Er brachte es auf fünfundzwanzig Stück und erhielt einen Preis. Es war gerade nach dieser Auszeichnung, als er. in etwas besserer Laune vom Schießplatz nach der Treppe zur Promenade schlendernd, Herrn von Zschakatorniay, der seinen Morgenspaziergang machte, in eifrigem Gespräche mit einem fremden Herrn gehen sah. Plötzlich wurde Franzi dunkelroth im Gesicht, er verdoppelte seine Schritte und eilte dem Hotel de Paris zu. Zschakatorniay und sein Begleiter hatten ihn nicht bemerkt. Ohne anzuklopfen stürmte Lasche! in das Zimmer Ilonas. Ilona, noch im Schlafrocke, erhob sich mit gerunzelter Stirn von der Chaiselongue. Du trittst ohne Anmeldung in mein Zimmer?" sagte sie scharf. Was soll das heißen? Wir sind noch nicht verheirathet." Dein Vater," antwortete Franzi zitternd vor Wuth, Dein Vater geht unten mit dem Herrn von Deng spazieren. Ich frage Dich, was das heißen soll? Wir sind allerdings noch nicht verheirathet .;b werden es auch nie sein, wenn " Wenn?" Wenn ich sehe, daß Dein Vater noch einmal mit diesem Herrn " Sage das meinem Vater!" Du wußtest, daß dieser Mensch hier ist!" sagte Franzi wuthend, indem er Ilona am Arme faßte. Laß mich!" sagte Ilona, indem sie versuchte, sich frei zu machen. Du wußtest es! Was? Willst.Du mich abermals reizen? Wie? Mit diesem Herrn von Deng? Willst Du die Szene von Feldes wiederholen?" Ich weiß von nichts!" rief Ilona, sich losreißend. Dein. Vater soll künftighin mit Herrn von Deng allein verkehren!" schäumte Franzi. Mit ihm ganz allein! Ich hab' Deinen Vater hier eingeführt, man behandelt ihn nur meinetwegen so gut, verstehst Du mich? Und er hat die Frechheit, mir zum Hohn . . . Dein Vater ist ein alter " Kein Wort mehr!" rief Ilona mit flammendem Gesichte. Sonst fahre ich augenblicklich von hier fort, und wir sind geschieden!" Wirklich?" höhnte Franzi. Das ist also Deine Liebe?" Sprich mir nicht von Liebe!" antwortete Ilona. - Ihr Gesicht war vor Entrüstung geröthet. ( Du machst Dich nur lächerlich. Ich weiß jetzt genug. Mir sind hier in Monte Carlo die Augen aufgegangen. Das soll Liebe sein? Der Spielsaal ist Deine Liebe! Und ich bin nur dazu gut, gequält zu werden! Ich habe mir ja nie etwas andres gedacht, als daß Du mich wegen meines Geldes heirathen würdest, aber das ist zu viel " Ich Dich Deines Geldes wegen heirathen? Ich? Dich?" rief Laschek. Er war aufrichtig empört; denn er wollte ja Ilona gar nicht heirathen. Hatte er feine Liebe doch zu opfern versprochen, wenn der Onkel ein Einsehen haben wollte. Die schöne Ilona sank schluchzend auf das Sk'fa nieder, zugleich erklang durch das offene Fenster das Glockenzeichen vom Kasino herüber. Das Spiel begann. Franzi wurde plötzlich ganz weich. Verzeihe mir." sagte er. Ich sehe wohl, daß Du von der Ankunft dieses Herrn von Deng nichts gewußt hast. Gerade weil ich Dich liebe, mußte ich ja empört sein. Du hast es mir ja selbst erzählt, daß dieser Mensch gewettet hat. Dich binnen Jahresfrist zu heirathen. Noch einmal schlage ich mich nicht mit ihm. Aber Dein Vater sollte" Geh," sagte.Jlona schluchzend, geh I.
Nichts hätte Franzi lieber sein kön
nen als diese Aufforderung. .Wie Du befiehlst." Geh nur. Laß mich allein." Wenige Augenblicke später stand Ilona am Fenster. In ihren großen dunklen Augen war keine Spur von Thränen mehr. Sie sah, wie Franzi hastig die große Treppe zum Kasino hinaufeiltc. Ruhig trat sie vom Fenster weg und klingelte ihrer Kammerzofe. Heute endlich bewährte sich Franzis Kombination. Er gewann. ' Seine Einsätze wurden immer höher. Die Mitspielenden begannen auf ihn aufmerksam zu werden. Eben hatte er auf den Stoß Banknoten es waren an dreißigtausend Franken die ihm der Kroupier mit dem hölzernen Rechen über den Tisch hin zugeschoben, die Hand gelegt, als er den scharfen auf sich gerichteten Blick ein paar grauer heller Augen fühlte, einen Blick, der ihm einen fast körperlichen Stich versetzte. Herr von Deng stand ihm gerade gegenüber.' Franzi wechselte die Farbe. Aber er bezwäng sich. Er gab sich den Anschein, als bemerke er den Herrn nicht. Mit verdoppeltem Eifer wandte er sich dem Spiele zu. Abergläubisch wie alle Spieler, war er überzeugt, daß er nun verlieren müsse. Und er verlor wirklich, verlor . . . Wüthend, obgleich er wohl wußte, daß all seine Mühe vergeblich sei. stürzte er sich , mit immer größerem Eifer in den Strudel seiner Kombinationen und erhob sich schließlich mit fünf Franken fünfzig Centimes in der Börse. Herr von Deng, der böse Dämon, war nicht mehr zu sehen, aber Laschek dachte auch r.icht mehr an ihn, Wilhelm Vanderbilt kam eben aus einem Nebensaale her und ging' an ihm vorüber. Halt!" sagte Laschek, als wäre er in der allerbesten Laune, und klopfte dem Krösus vertraulich auf die Schulter. Ich habe 'eben dreißigtausend Franken verloren und möchte vor dem Diner noch ein paar tausend zurückgewinnen und habe kein Geld." Vanderbilt zog lächelnd seine Börse. Tausend Franken," sagte er. das i äues, was q vei nur nage, ten vm eben auch gerupft worden. Der Fürst," fügte er hinzu, das heißt sein Pächter, macht gute Geschäfte durch' uns." Vanderbilts tausend Franken brachten Franzi mehr Glück, als er erwartete. Dafür aber versäumte er das Diner mit seiner Braut. Er ging nur in's Cafe de Paris und aß ein paar Bissen und dann wieder zurück in den Spielsaal. Abends um acht Uhr erhob er sich endlich mit zehn Franken in der Tasche. Er besann sich, daß heute Abend im Theater die Festvorstellung für die eingeladenen Gäste stattfinde. Es war die höchste Zeit, daß er sich umkleidete. Zu der Festvorstellung in dem kleinen goldstrotzenden Barocksaale im Kasinogebäude hatten die Gäste des Fürsten. das heißt die Yachtbesitzer. Einladungen in die große Hofloge erhalten. Die Gäste der Gäste Sitze im Parkett, die Fremden durften für zwanzig Franken der Aufführung beiwohnen. Aus besonderer Gnade war auch Ritter von Zschakatorniay sammt Tochter und Laschek mit einer Einladung in die Hofloge ausgezeichnet worden. Erst vor der Logenthllr traf Laschek mit seiner Braut zusammen. Der alte Ritter empfing ihn überaus kühl, Ilona würdigte ihn kaum eines Blickes und rauschte am Arme des Vaters in die Loge. . Laschek wunderte .sich nach der Szene am Morgen nicht über dies Benehmen, that, als merke er nichts und setzte sich stumm neben Ilona. Stumm erwartete die Gesellschaft, die von dem ersten und einzigen Minister und Ceremonienmeister Hofmarschall Baron von Tarincourt empfangen worden war. den Fürsten und die Fürstin. Als diese, von Tarincourt geleitet, in die Loge eingetreten waren, begann das berühmte Orchester mit einer Ouvertüre. Zwei Akte von Carmen mit einer Sängerin aus Paris, einem Sterne der Großen Oper, sollten folgen. In der Pause zwischen Ouvertüre und Oper sagte der alte Zschakatorniay, der hinter Laschek und Ilona saß. halblaut zu Franzi: Dort unten sitzt ein Bekannter von uns. Herr von Deng." Laschek hatte Deng schon bemerkt. Ich sehe den Herrn allerdings," antwortete er knirschend vor Wuth. Ich ging heute mit dem Herrn ein wenig spazieren," fuhr Zschakatorniay fort, ehe ich wie alltäglich von der Post meine Briefe abholte. Er hat mir allerlei Neuigkeiten erzählt. Sehr interessante Neuigkeiten. Und auf der Post fand ich diese Karte vor. welche mir eine jener Neuigkeiten bestätigt." Er reichte lächelnd Laschek eine große Karte hin. Lassen Sie das doch," sagte Laschek brüsk. Hier ist nicht der geeignete Platz dafür.' Sie sitzen in eine? Hofloge. Was gehen mich überhaupt Ihre Briefe an?" (Fortsetzung folgt) . Fle Sauptsacixe. Hausherr: Sie haben diese Nacht auf der Straße einenMordsspektakel gemacht' der Hausschlüssel fehlte Ihnen wohl?" M i e t h e r : Keineswegs, aber das Schlüsselloch dazu!"
WMdMM
vandalia Abgang St. Louiö Spcl., tagt .. 1 50Bm St Louis Liw täglich sd&b 6 6l)Lm Capital Expreß tügl i d. 7 0D53m St Louis Ac tägl' 7 2533m Ch St L Erpreh tägliq ll s.iz saNm St Loui, Expreß tägl 3 15N !Hd Tjfingham Aee täzl. 4 00 Nm St L gaft Mail taglich.... 8 35N Vincennes Kairo & Vineen Exfcr täglich 7 20Vm Vineennei Szpreß tägl.. 2 öoNm Spencer & Vedford Ae. tägl. 4 45Nm Vincennes Accom,nur Stgs. . .5 25Nm
fcieoelanö, CinclNnati, (Ojicago & St. lernte Rail?,
6leveland Abgang American Erpreß täglich .... 4 20Vm N S & 8 2irn täglich ö... 7 LOVm Elevland Aecorn 10 4593m Anderson Exp 11 3oVm NSckB Lim, tägl ä s. . S 45Nm Winona Flyer, P 3 10Nm m Wahne & Elkh Ezp tägl 5 50Nm knickerbockn Sv tägl d & . . 6 559im Toledo & Detroit Exp tägl. 8 30Nm St. Louis Ein, Jndps & St 2 Exp tgl s 12 l)5Vm New Sork Ltd tägl s 12 LOVm St LouiS Aeern 7 16m SouHweftern Lim tgl d . . .11 osvm St LouiS Expre?, tägl d s..H 45Vm St. LouiS Ltd tägl d 8, . . 3 15Nm Tcne Haute Mat'n Aee. 5 OONm American Expreß tägl 7 05Nm Tineinnat Cin & LouS Nachtexpreß tgl 3 4bVnl St LouS & Cin Nachtex tg s 4 80Vm Cmeinnati Exp täg 7 20Vm Cincinnati Flyer tägl p. . . . 1 0ONm Cincinnati Lim tägl p . . . . . 2 65Nm Louiöville Expreß 2 65?!m Cin'.innati Aceom 4 OONm Cinc & Wash F L tg d K p 6 209?m Chicago Chicago Nachtexpreß tägl,.. 12 l5Vm Kankakee Aeeom .......... 7 OOVm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Vm White City Special tägl d p 8 20Nm SaFayette Aeeom 5 26Nm Michigan Venton Harbor Expreß..... 7 30Vm Michigan Mail Expreß p...ll 8SVm Winona Flyer p 2 lONm Elkhart Ace täglich ö öONm i Peoria Divi
yeoria Expreß täglich 12 l5Vm Columbnö & 6ine Exp tgl S S0V Peoris Erpreß öe Mail... 7 SSvm Champaign Aeeom ......10 36V Western Expreß täglich p dll SvVm N S & Ohio Special .. 2 35Am Champaign Aeeom 4 10Nm Peoria Expreß täglich p fc d 6 08N Peoria Division östlich.
TolumbuS Expreß tägl 6 00Vm Ohio Special tägl....... 2 50Nm Lynn Aeeom . . . . . . 6 15Nm pittsbmgh, Cincinnati,
Indianapolis Division.
Abgang 8 40Vm 7 30Vm 8 10Vm 3 OöNm 5 OONm 7 lONm 7 20Nm ieago PittSburg Svecial, tägl s ColumbuS Aeeom tägl. New Sork Expreß täg d. Keyftone Expreß tägl d&s. Atlantic Expreß täglich ... N 8 Lim täglich s d PittSburg Expreß, tägl sd.. Ch Chicago Special, tglp b .. 113LV Son & Chi I Sxvr täglich 11 öONm LsuiSVill Southern Expreß tägl . 8 PittS & fion 8 S tägl,..- 7 Mad Aee nur Sonnt 7 LouiSv & Madisoa Aeeo. 8 Chieaao öi Lon F L täglich p d S Madifon Aeeom tägl... 8 LoniSville Aeeom tägl 7 Madison Accom, nur StgS...7 8SVm OOVm 30Vm OöVm 5SNm boNm 00Nm 0OBm
Cmcinnati, Hamilton & Dayton R. R. 'Cincinnati Division.
Abgang Ciminnatt veft täglich i 4 OOVm Fast Mail täglich ... 8 OöVm Cinc, Toledo, Det Exp p. . .10 40Vm Cweinnatt & Dayt'n Expr p 3 00Nm Cin & Dayton Lim tägl ä p 5 00Rm Ein & Detroit Cxpreb täglich 6 30M
Springfield (III.) Division. Sprwgfield Mall ck, Expreß 7 OOVm Cin.dSprmgsieldEx.5tüIl. 35Vm Chicago Expreß p 11 50Vm Decatur Accom .. 10 3553m Decatur Accom t 33091m Cincinnati Expreß p 2 50Nm Cln.ckCvringfield Ex. tägl.ll 20Nm Springfield Mail & Expreß 4 5052m. Cafe rie 8c weftern R. R. Abgang Ankunsl Mail und Expreß .....7 ZöVm Indianapolis Expreß. .....10 i5Vm T Det M C Ex täglich .12 30Nm Mail & Expreß 3 2051 Chicago Expreß 6 605! Toledo Expreß. 9 40R. Chicago, Indianapolis & komsville Ry. Monon Ronte.) Abgang Anknnst Chie Right Expreß tägl ...12 65V Cincinnati Veft tägl g...... 3 8LVm ffaft Mail täglich s.. 7 OOBm FaS Mail täglich ....... 7 LOVm Cbi Expreß, nur OonapS..ll LOVm Monon Ace, tägl auögSsnn,10 OOVu ?-hi & Mich City Veft dp.. 8 85Nm Cincinnati Veft täglich d p, 4 525?. Monon See,'. t 0055 Oia C.H. ä: D. Ny., (Weft) und Nsachdale. Mieago Expreß? .11 502 Cincinnati Expreß?., 5 45N
8 Atteste BlPt F.Prto Cx. CCkvir Cxr &8fet t. P OinSsf fCi
MhWöM
(ine. . A-L'unft PittSburg Spcl, täglich ..3 300m Res, Sork Expreß täglich s d 6 600m Schneller Mail täglich.... 8 00Jm Terre Haute Ssfing Aee täg 10 2593ra Keysto Expreß täglich äs. 2 ö0N Atlantic Erpreß täglich.. 4 15 The m Limited tägl i d b 6 45rn PittSb Exp, tägl L d . . . . 6 553? Division. Spencer & Bedsord Ae, tägl. 9'4LV VineenneS Erpreß täglich 10 30V Cairo Expreß täglichS 15!T Vincenneö Accsm, nur StgS..9 35Nm Divisiet. AukkLk New sork Ltd tägl id .IS lOSrn Detroit & Toledo Exp tägl 8 7 55Nm gort Wahne '& Elk Erp tägl 10 30V Southdeftern Ltd tgl äs.... 11 S5Vr Anderson Expreß p.. 2 45Rm St LouiS Ltd tgl d s 3 VON Winona Fly.'r, p 6 lONm American Expreß täglich.... 6 4SNn. B H & Union City Aceom. . . 8 l5Nm Division.' American Expreß tgl 4 St L, Ein & Col N Exp tgl d s 4 Ct. LouiS Expreß tägl...... 7 Mat'n ä: T Haute Ace 10 N S K Boston Lim tägl d,. S St LouiS Accom.... 5 Washington Ezp, tägl p d s. 6 Knickerbocker Sv tägl,d.... 6 i Division. CineinnatiAee ..,10 Cinc u St L Ltd täg.... '.10 Chic & St LErvreß tgdHrzg 11 Louk St L äe Chicegg Expreßll White City Spezial tägl p.. 3 Indianapolis Acc, auög.StgS 3 Eine & LouiSv Naöteksl tgl 11 Eine JndS St L Ex tg s . . lä Division. Cinc Nachtezpreß, tägl 3 Kankakee Aecorn.... ....,10 Ciue Faß Expreß tägl pd i La gkyette Accom 5 Cine k Wash F L., tägl p. 8 Division. Elkhart Expreß tägl. ..10 Benton Harbor Expreß p. 2 Winona Flyer p 6 Michigan Expreß 8 sion westlich OOVm 20Vm 15 in 35Lm 403? Z5N 05Nm. 45Rm 3032aS5Vm 36Lw 26Lrz 05N& 4lMu, Ktt?v5 OOMic 20L 30B 40Nw 00 05$a 30V 4555 lONm 15& Lynn Aeeom ColurzbuS Expreß tägl.. ColumbuS Expreß tägl 10 OOVm .11 303a 12 vONtb Chicago & St Tonis R'f. St LouiS Spezial tägl.... St LouiS Lim täglich s d b . . Capital Expreß täglich sd. . . Chic & St 8 Expreß tgl äs. Indianavolis Aeeom ...... St LouiS Expr tägl ä & . . Nimmt keine Passagiere tglJndianapoliS Acc, täg totsten. Ankunft 1 4523m 6 55?tt 7 00B 12 lC5fca 12 40Rm 3 058? 305 11 löNn-
Southern Expr täglich ,. . . . Z 158 Chic & Lon Expr täglich pb 3 4052 e Division. LouiSv & Madison Aee tägl ld 1? Chie F S tägl p d 11 50JZrs LoniSville u. Madison Aee.. ö 40X&LouiSv & Pittöb g L täglich 6 3 5 Sin Madison Aceomm Sonntags 9 15V. Lon & ChiF Expr. täglich, ll.Lö
Ankns Cincinnati BeftibnK täglich 12 4öV Fast Mail täglich ..... t 36V Cinc & Chic Exp täglich p.ll 4523 Cineirmari Beft täglich d p 3 2öra Cine & Indj lö Aceo p.. 7 58m Eine Svgfild & Dec Ex tg 11 10
