Indiana Tribüne, Volume 29, Number 68, Indianapolis, Marion County, 11 November 1905 — Page 6

ß vwftvn

5 ymrCfA ülVlfMUl des Aehagens. z Richt gleicht dem bkrubigenden und heilenden (Hinflug cn Dr. Ai:gust Koenig's Hamburger Brustthee bei allen Husten und Erkältungen, von einen, einfachen Niesen bis zur Grippe. ine Tasse desselben, rechtlieißgetrunken.ist in Taufen den von Familien bekannt als in Balsam des Bedagens und ein Beiwort im Hauskalt. Mmr in Original Packmtmm.. Preis 25c. e EDWARD W. MESSMER, t2S Madison Rve. .. Nllkwiger Ageut der lkrühmten Williams Pttiiipcil O "NO TRIX "TO NX". .otantitt eine Holzvumpe ant Eisen gemacht." Nm die Williams Pumpen in dieser Etadt einzu fbhren. werden dieselben für nur kurze & A Zert ,n dem KuKerst drigen Preis von 0ß derkauft. Dichmann $ Grabborn, .gad?ik,ntk 00 fm. hQn - Käftcn. lr 'Uzöentische und Cigarreu-Tischr. 22 Oft Sasbwato Sttnhe. Neuer Telephon 5337., WM BROS. 248-250 Virginia Ave. Neuer Phone., 8828. Alt. Main, 4762. Erstklassige Dampf Färberei und chemische Neinignngöanftalt für Herren und TamenVardtrNe, sowie Tkp pichen, Portieren und epitzknSardine All ibeit adgelzolt vnd abgeliefert. Zufrie deuheit garanrirt. Zweig . Geschäft : 25 W. OKio Str. Neuer Phone. 5638. Wlrthschafts-Uebernahme. Meine Frenndea und Bekannten.sowie demPubli kum im llgtMtwt, jift Anzeige, dak ich die bisher von Icob Megel, o. 1534 153 SKd aftEtrafze, ordwtft kc!e von East und Lincoln Ctr geführte Wirthschaft, verbunden mit Pool3kmmr, über nommen habe. Cl wird mein Bestreben sei, eine in jeder Beziehung gute und spektble Wirthschaft zn führen und lade ich Jedermann freundlichst ein mich in meinem neuen c kale u besuchen. LchtnugZooll John KezgersdoerkeNj 1534-1530 Süd Eaft Straße. Die arfteld Park Kar sowie die Lud Safl Llrbe Kar hcUt direkt vor meinem Platze an. GeschäftS-Uebern ahn: e. Hiermit die ergebene Anzeige, datz ich die Wirth. schaff, derbnnden mit PovlZimmer und Vereins Halle, bisher bekannt unter dem Namen Skelchmeins Halle, ekdweftS Market und Noble Ctr., über uommen habe. Ich habe die Halle, Klubzimmer sowie den übrigen Theil bei Gebäude? gänzlich neu renovire lassen und wird dieselbe in Zukunst unter dem Namen Moeller'S Halle bekannt sein. Halle sowie Clubraume stehen Vereinen und esellschaste zur Berflgung. , ' Jedermann ist sreundlilst eingeladen, mich i einem Platze zu besuchen. Achtungsvoll! Hcraian Moellcr, Südmest Ecke Noble und Market Str. mm Deutsche Wirthschaft . ...toon ... Gus. Amann, (Nachfolgervon Con. tzeeß.) 052 Massachusetts Avenue. Das berühmte fcome Brno- stets an Zapf. ' Die besten Weine, Liquore und Cigarren. Jeden -ag extra feinen warmen Lunch Borgens und venvs. Zu einem Besuch ladet freundlichst ein. 6us. Amann, 852 Maff. Ave

jA vKscsä o)

' o mh feT" '-- 'L i . T n 1 Wl. .. i Ql. , i ,1 '

nr

Ein Mißversiandnift. Humoreske von Ilse Dore Tanner. Endlick ist alles zur Reise vorixrei-

ttt Die letzten Manuscripte sind zuruageschmt, emlge Fruyllngsueder und Mondscheinsonette" werden noch schnell in den Papierkorb ' befördert; der stellvertretende Redakteur t noch mals mit den wichtigsten wachen vertraut aemackt worden und bat .zum hundertsten Male die Weisung erhalten: tteme Geschäftsbriefe nach oer Sommerfrische." Dann eilt der Redakteur die Treppe .des alten, schmutzigen, kasernenähnl!chen Gebäudes hinunter und atymet unten wie erlöst auf. Gott sei Dank. für vier Wochen hat die Quälerei ein Ende!" Schon am Nachmittag des nächsten Tages steht er auf der Landungsdrucke des Seebades H. und blickt traumerisck auf das Spiel der Wellen. Wie berrlich ist es doch, sich einmal so recht gründlich erholen zu können. Seeluft zu athmen, anstatt dumpfige ureauluft! Man fühlt sich wieder als normaler Mensch und bekommt ordentllch Lust zu Abenteuern. Fritz Hochenburg läßt seine braunen, noch recht jung und lebensfreudig blitzenden Augen unternehmungslustig umherschweifen, plötzlich aber stellen sie ibre Wanderuna ein und ruhen wie gebannt auf einer Mädchengestalt: graziös, zierlich, blondlockig und blauäugig so genau seinem Ideal entsprechend, dak er förmlich frappirt davon ist. Die muß er kennen lernen um jeden Preis. 'Langsam schlangelt er sich zu dem Strandkorbe heran, in dem die junge Dame graziös zurückgelehnt sitzt, ein Buch in den schlanken Fingern haltend. Irrt er sich, oder steht sie lyn wirklich verstohlen an? Zwei-, dreimal geht er langsam an ihrem Strandkorb vorüber, als er sich aber gerade zum vierten Male dazu ansckickt. svrinat die junge Dame offenbar geärgert aus, ergreift ihren lm San liegenden ScduKbut und eilt so schnell von dannen, daß es fast aussieht, als fliehe sie. Tölpel," entfahrt es fonn geärgert, .die beste Art, eine Bekanntschaft anuknüpfen. Renne ich hier wie einVerrückte? auf und ab und belästige das liebe Madchen durch mein Anstarren. Das kommt davon, wenn man das ganze Jahr in der Tretmühle ist; man verbauert ja vollständig. In nicht gerade rosiger Stimmung sent er seinen Wea nach dem Kmbotel fort. Wer mag Sie" wohl sein? Entschieden muß er sie kennen, sich entschuldigen, ihr einen besseren Begriff von sich beibringen O, Herr Doktor, wie nett, datz sie auch hier sind," tönt eine freudige Stimme an sein Ohr. Na, das fehlte gerade noch. Hemz Scbauria. ein Mitarbeiter der X.fchen Zeitung, eine sogvannte Redaktionswanze comme il saut, gar nicht wieder los zu werden. Als ich das letzte Mal auf der Redaktion war. waren Sie leider verreist, licber Herr Doktor." 5)ock,enbura unterdrückt mühsam ein teuflisckes Grinsen. Ja. ich muß leider sehr oft verreisen n 'mrlttcykeit kam er das ganze Jahr mcyt fort), .dieses Mal bin ich aber auf einer Erbolunasrase, er betont das Wort holung sehr stark. ?!a. zu nett, dak wir uns tressen: wir wollen doch öfter mal zusammen bummeln, nicht?" Hochenburg laßt em Grunzen hören, das der andere sich deuten kann, wie er will. Der unverwüstlich liebenswürdige Heinz deutet es jedenfalls zu seinen Gunsten, denn er fahrt mit derselben strahlenden Liebenswürdigkeit fort: Nun sagen Sie mir blos, Herr Doktor, was ist denn eigentlich aus meinem Artiltl geworden: Wie muß man heizend Sie versprachen mir doch schleunige Prüfung? Ums Himmels willen, HerrSchaurig, lassen Sie mich jetzt bei 28 Grad Reaumur im Schatten mit Ihrem Seizartikel zufrieden. ?lcb weiß von nichts, ich will nichts wissen, ich will mich erholen Schaurig machte ein etwas gekränktes Genckt. aber liebenswurdm wie immer, bemerkte er: Aber Sie werden so liebenswürdig fein und gleich nach Ihrer Rückkehr -fccki bin Gestern erst anaekommen." I w schrie Hochenburg ihn wüthend an, und mit den schnell hingeworfenen Worten: Entschuldigen Sie, ich sehe dort einen Bekannten," stürzte er in entaeaenaesekter Ricktuna davon. s s w i m I u Ich reise morgen ab," knirschte er wüthend, nicht aenua. dafz dieser Kerl mich das ganze Jahr zur Verzweiflung bringt, muß er auch noch in dasselbe r ii ao sayren wie lcy. Allmählich beruhiat er ficü wieder etwas. Vielleicht ist Schaurig die längste ?&X in H. und reist in einigen Xrtftfn ei 9sT2 fnrfitnfnrn nm CitMVV.ft VWtWt-Vt 14 W l tfV44fc'Hotel ankömmt, sieht er zwei Damen in dasselbe hineingehen, eine ältere und kine junge, schlanke, graziöse Blondine ohne Äweifel. das ist .Sie"! Schnell geht er zum Oberkellner des Hotels und fragt nach den Namen er beiden Damen. ??rau Landaericktsratb xrrmanr und Z?räulein Tochter." ,Noch weniae Worte mit dem Beherrscher der Table o'hote, und er bekommt feinen Platz gerade neben der zungen Vame, die oe Zelnem Anbllck leicht errothet.

Sehö

In Jung Nttd Alt

bem AMSSÄ i

sind aufrichtig eingeladen, an uns sofort um freien Rath zu schreiben. Machen Sie uns zu , Ihrem Vertrauten, beschrel öen Zie unö IZre Leiden mit Angabe des Altc?s, und wir schicken Ihnen werlhvolle Anweisungen zur Behandlung in einfachem, versiegeltem Couvert. Adresse: Ladies' Ädvison, Tcpt., The tlhaitanooga Me dicine Co.. Chattanooga, Tenn.

-.'-.F,??? f?.''" '5 ! s? ?v'777v Ji 1 ii f-Vv-f ? f. v. 73 'VU" a.Wi .äL, t' .... i m riti ''- t-, a a...Li.; ; .....

Gestatten Sie. gnädiges Fräulein, daß ich mich vorstelle Dr. Hochen burg. Em kühles Neigen des goldflimmernden Köpfchens ist die Antwort. Nachdem Hochenburg sich auch der altenDame vorgestellt, kommt bald ein Gespräch in Fluß. , Im Verlauf desselben bemerkt Dr. Hochenburg: Ich bm Ihnen sicher vorhin unangenehm aufgefallen durch mein Anstarren, gnädiges Fraulein, aber Sie sehen einer meiner Cousinen so frappant ähnlich, daß ich fast glaubte, sie wäre es selbst." Ich dachte mir schon, daß ern sol cher Grund vorlag," sagte Käte Herrmann, ihn halb schelmisch, halb mokant anlächelnd. Sind Sie eigentlich Arzt, Herr Doktor?" fragte Frau Räthin Herrmann. Nein, gnädige Frau, ich bin Redakteur." Redakteur? Ach, wie interessant!" rief Käte entzückt. Finden Sie? Ich gebe Ihnen die Versicherung, daß ich sehr oft das Gegentheil denke. Dichten Sie vielleicht gar auch?" Leider nein, lachte das zungeMadchen, ich kann nicht einmal die einfachsten Knittleverse zusammenbringen." Das jst ja herrlich!" ruft Hochenbürg mit solcher Ueberzeugung, daß beide Damen ihn erstaunt anblicken Ja, ja, die Damen wundern sich, aber wenn man, wie ich, gezwungen ist, Hunderte von Gedichten zu lesen, und fast täglich von dichtenden Damen besucht wird, die ihre Frühlingslieder" und Sehnsuchtsklänge", Grüße an den Geliebten" u. s. w. absolut gedruckt haben wollen, dann freut man sich von Herzen, die Bekanntschaft einer jungen Dame zu machen, die sich nicht für ein dichterisches Genie hält." Hochenburg machte eine so humoristische Schilderung von seinen Redaktionsleiden, daß die Damen gar nicht aus dem Lachen herauskamen und ihr Urtheil über Hochenburg übereinstimmend lautete: Ein riesig netter, amüsanter Mensch.", Nach dem Essen begleitete Hochenbürg die Damen ins Kurconcert, und als man sich endlich spät Abends trennt, weiß er ganz genau, daß er dieses Mal wirklich rettungslos verliebt ist. Am nächsten Morgen schlendert Hochenburg gemüthlich und in den angenehmsten Gedanken dem Strande zu. Er geht die Strandpromenade auf und ab, kann aber Frau Herrmann und Fräulein Käte nicht entdecken, dafür bemerkt er jedoch, daß ihn eine ältere, große, hagere Dame auffallend fizirt. Sie kommt ihm bekannt vor, aber er kann sich nicht entsinnen, wo und wann er sie gesehen hat. Plötzlich kommt sie direkt auf den von seiner Anziehungskraft erbauten Fritz Hochenburg zu: EntschuldigenSie, mein Herr, aber ich irre mich wohl nicht, wenn ich Sie für Herrn Dr. Hochenburg halte?" Hochenburg macht eine stumme Verbeugung. Es ist mir sehr lieb, daß ia) Sie hier treffe, denn ich erhielt brieflich von Ihrer Redaktion noch immer nicht genügenden Bescheid. (Hochenburg überrieselt es kalt.) Sie haben doch von mir das große Wirthschafts- undKochbuch in Verlag genommen und " Verzeihen Sie, gnädige Frau, ich habe absolut nichts mit den Angelegenheiten des Verlages zu thun." So? Schade. ' Aber Sie werden mir doch sicher wegen einiger Artikel Bescheid sagen können. Könnten Sie nicht einen Artikel gebrauchen: Die Verwendung der Zwiebel in der Küche" oder Der Sperling als VolksNahrungsmittel oder " Damit habe ich auch gar nichts zu thun, das ist Sache der hauswirthschaftlichen Abtheilung," sagt Hochenbürg, der feine Ungeduld kaum noch n oemei lern rann.

Ach, das ist ja wirklich zu schade. Nun, jedenfalls werde ich mir aber erlauben, Ihr Urthett über einiae &t ' i

WINE 0F

Der rllucll bester Freund Cardui ist ein reiner, unschädlicher, medizinischer, hcilkräftigcr, schmackhafter, vegetabilischer Extrakt, der sanft und heilend auf die entzündeten weiblichen Organe einwirkt, allen Schmerz lindert und die gestörten Funktionen regulirt. EZ ist ein sicheres und gewisses Heilmittel für alle Formen von weiblicher Schwächen, es reinigt und verbessert schlechtes Blut und stärkt die schlaffen Nerven. EZ macht kranke Frauen gesund. Versucht es. Vei jedem Apotheker zum Verkauf für $1 die Flasche.

jn-ipii ,i . mj i yi'i, i t r r

FWWytfgrz ?.-z"'7 :a . A v v,T"2, f j hv. T 7 i t."Lr:.i.-Ay.i., - y -V -

tMUMI 5 lr-l dichte zu erbitten. Wo essen Sie, wenn ich fragen darf, Herr Doktor? Ich werde mir' dann erlauben, auch dorthin zu kommen und meine Gedichte mitzubringen." Auch das noch! Hochenburg ist wllthend und wahrt nur mit Mühe dle erforderliche Höflichkeit. Ich bin eben erst angekommen. Meine Nerven bedürfen dringend der Ruhe, ich kann mich wirklich nicht mit Berufsgeschäften abgeben." Aber so ein paar Gedichte Verzeihen Sie, gnädige Frau, ich habe eine dringlicheVerabredung, sicher habe ich später noch einmal das Vergnügen." ' . - Er verbeugt sich und flieht. Höflich bist Du nicht," sagt er sich selbst. aber es ist ja auch nicht zum Aushalten!' Ironie des Schicksals, muß ich hierher reisen, um gerade die zu treffen. vor denen ich mich so oft als verreist" habe verleugnen lassen!" Trotz der Anwesenheit des Herrn Schaurig und der Frau Habel verstrich:n Fritz Hochenburg die Tage wie im Fluge. Er hat allmählich eine große Fertigkeit darin erlangt, die beidenRedaktionsschrecken zu vermeiden, und lacht oft spitzbübisch mit FräuleinKäte. wenn es wieder gelungen ist, Herrn Schaurig zu versetzen". Käte", um diese drehen sich jetzt alli seine Gedanken. Mit jedem Tage wirb sie ihm lieber, und es macht ihn un endlich glücklich, daß auch sie sein Liebe zu erwidern scheint. Sein Entschluß, sie um ihre Hand zu bitten, steht fest, aber bis jetzt hat er noch nicht den rechten Muth dazu gefunden. Nun ist aber der Tag seiner Abreise bedenklich näher gerückt, und er hat sich fest vorgenommen, das nächste Alleinsein zu benutzen, um die entscheidende Frage an sie zu richten. Er hat Käte zu verstehen gegeben, daß er am nächsten Morgen sehr früh am Strand fern wurde, und hofft nun bestimmt, daß sie ihn verstanden hat und auch frühzeitig erscheinen werde. Käte geht am nächsten Morgen lan ge vor ihrer Mutter zur See hinunter. Ihr Herz klopft halb freudig, halb bang. Sie liebt Hochenburg, dessen ist sie sich bollbewußt; auch ihre Mutter hat Gefallen an dem hübschen, klugen Menschen gefunden, aber erst gestern hat sie der Tochter nochmals eingeschärft,' eine Entscheidung zu vermeiden, bis man wieder in Berlin sei und genaue Erkundigungen über den jungen Mann ewgezogen habe. Empört hat Käte jeden Argwohn zurückgewiesen, aber die Mutter war dabei geblieben, man.haoe schon die tollsten Dinge von Heirathsschwindlern und dergleichen gehört, man könne keinem Menschen bedingungslos trauen u. s. w. So hatte Käte eigentlich ein etwas schlechtes Gewissen, als sie ihre Mutter so früh unter einem Vorwand verlassen; denn daß Hochenburg .heute eine Entscheidung herbeiführen will, ist ihr klar. Langsam schreitet sie der Landungsbrücke zu, von dort kann sie den ganzen Strand übersehen. Als sie sich vorBetreten derselben noch inmas umwendet, zuckt sie erschreckt zusammen. Auf einer Bank, nahe der See sitzt Hochenburg und dicht neben ihm eine Dame in sehr auffallender hellseidener Toilette, mit der er lebhaft und anscheinend vertraut redet. Ein schier' lähmendes Angstgefühl überkommt sie. Sollte die Mutter doch recht haben? Ist sie zu vertrauensselig gewesen, hat sie sich täuschen lassen? Auf jeden Fall muß sie sich 'Gewißheit verschaffen. Dicht hinter der Bank, mit dem Rücken gegen dieselbe, steht ein Strandkorb, in dem muß man jedes Wort des Gespräches verstehen wnnen. Mit schnellen, auf dem weichen Sand unhörbaren Tritten geht sie dem Strandkorbe zu. Einen Augenblick denkt sie beschämt daran, daß sie im Begriff ist, die Horcherin zu spielen. ' aber was kann sie thun? Ehe sie sich in dem Strandkorb fetzt, wirft sie noch eimn.Blick aut die Fremde; f ist

Ihn 'AMSsehN

ist ein gukes Anzeichen vom Zustand' Ihres Allgemein - Befindens., Wenn Sie blaß, mager, dunke l unter den Augen sind, die Gesichtsf arbe unrein ist, die Zunge belegt und Sie älter aussehen, als es der Fall sein sollte, so geht es abwärts mit Ihrer Gesundheit, bis sich eine gefährliche Krankheit daraus entwickelt. Thun Sie in ?eit etwas dafür. Halten Sie den Verlauf auf. Stärken Sie Ihre Gefundheitskräfte mit

mm

T"äf '-!"" -fi-tYj i hübsch, sehr elegant und hat ein lebHaftes, kluges Gesicht. Nein, Herr Doktor," hört sie dieselbe jetzt in vorwurfsvollem Tone sagen. ich begreife ncht, wie Sie es übers Herz bringen können, das arme Mädchen ganz verlassen sterben lassen, ohne daß' sie ihren Geliebten noch einmal wieder sehen darf, das ist unnatllrlich." Nein, gilädige Frau, das ist nur die natürliche Folge ihrer Hanölungsweise, eine Aussöhnung kann logischerweise nicht mehr stattfinden." O, Sie schrecklicher Mensch mit Ihrer Logik! Wir Frauen urtheilen mit dem Herzen." Das ist hier aber wirklich nicht angebracht." Ich meine doch. Sie durfte doch nicht im Elend verkommen." . Käte hatte genüg gehört. Entsetzt springt sie auf und eilt wie gejagt nach Hause. Vergeblich wertet Hochenburg an diesem Morgen auf Käte und ihre Mutter, keine der Damen läßt sich blicken. Erst Mittags an der Table d'hote sieht er sie, aber er hat einen anderen Platz bekommen; er sitzt nicht mehr neben Käte. Beide Damen erwidern seinen Gruß nur äußerst kühl,- und während des Diners gelingt es ihm auch nicht einen Blick von Käte zu erHaschen, so viel Mühe er sich auch giebt. Dabei glaubt er auf dem lieblichenAntlitz des jungen Mädchens Thränenspuren zu entdecken. Sollten die Damen schlechte Nachrichten erhalten haben? Sowie Frau Herrmann und ihre Tochter die Tafel verlassen, erhebt auch er sich, um sie zu begrüßen, aber mit einigen kühlen, nichtssagenden Worten wird er abgespeist. Er ist wie vor den Kopf geschlagen. Was kann denn nur passirt sein? Hat man ihn verleumdet? Er bemüht sich an dem Tage vergeblich, Käte noch irgendwo zu treffen, es gelingt ihm nicht. Am nächsten Morgen eilt er so früh wie möglich an den Strand, und dieses Mal ist ihm das Glück günstiger. Er sieht Herrn Schaurig, eifrigst mit Frau Herrmann redend, am Strand promeniren, und in einem Strandkorb entdeckt er Käte. Welch trauriges, müdes Gesicht sie macht! Sich sorgfältig den Blicken Frau Herrmann's entziehend, eilt er zu ihr. Käte, die sein Kommen nicht bemerkt hat, wird todtenbleich, als Hochenburg so plötzlich vor ihr auftaucht; dann erröthet sie dunkel. Verzeihen Sie, ich will gerade meine Mutter aufsuchen," stammelt sie. Nein, Fräulein Käte, das wollten Sie nicht, Sie wollten vor mir fliehen, und warum das? Habe ich mich wirklich getäuscht, als ich glaubte hoffen zu dürfen, daß meine heiße Neigung Jhnen nicht verborgen geblieben, daß auch Sie mich ein ganz klein wenig lieb geWonnen haben?" Käte erzittert unker seinen innigen Worten, aber sie schweigt. Käte, ich beschwöre Sie, lassen Sie nichts Fremdes, kein Mißtrauen zwischen uns treten, sagen Sie mir, was Sie gegen mich haben. Machen Sie durch Ihr Schweigen nicht zwei Menschen unglücklich , denn daß auch Sie leiden, das' sehe ich Ihnen an." Und nun spricht sie endlich, erinnert ihn an sein Gespräch mit. der Fremden, deutet ihm das Gehörte an. Verständnißlos sieht er sie zuerst an sie muß deutlicher werden, so schwer es ihr. auch fällt, sie erwähnt die verlassene Geliebte. "Jetzt endlich begreift er, aber anstatt schuldbewußt zu erbleichen, erfaßt er ihre Hand und lacht lacht so heiter und so froh, daß Kä's Herz unwilllich wieder leichter wird, trotzdem sie ihn. jetzt noch völlig verstLndnißlos ansieht. Während des Gesprächs sind sie nach der entgegengesetzten Seite des Strandes aeaanaen. so kann 5ockenbura die sich nur leicht sträubende Geliebte an sich ziehen und ihr einen innigen Kuß auf den Mund drücken, .

lA

Mein Mann hatte vier Aerzte," schreibt Frau Tors Ccenshaw von Wcstpoint. W., zu meiner Behand ung, aber sie konnten mir nicht hei cn. Nach dem vierten inde senkte ich meine Gebörmutter und ich onnte kaum aufsitzen. Nachdem ich eine Flascke Cardui genommen, sing ich an besser zu fühlen. ?ck bin jeHt lurirt, habe genügend Mich und lein Gebärmutter Leiden mehr. Cardui hat mich zu einer neuen Lrau gemacht." ?7V '.Vx 1 j : .iii'.iiiij;-:Uif '-.-Jl. So! Das ist die Strafe für Dein Mißtrauen, und nun kommt erst die Erklärung. Weißt Du, wer die schone Fremde war? Die gewiß auch Dir gut bekannte Schriftstellerin Wanda von Waldhahn; und wir sprachen von ihrem neuesten Roman, dessen Ende ich zu ihrer Empörung in der erwähnten Weise umgeändert haben möchte Beschämt birgt Käte den Kopf an seiner Schulter. Verzeihe mir," flüstert sie bittend. Erst mußt DuStrafe zahlen," lacht er fröhlich. So, und nun komm zu Deiner Mutter, damit wir ihr alles erklären Hoffentlich wird sie dann auch davon überzeugt sein, daß es nicht so überaus angenehm ist, Redakteur zu sein, weder zu Hause, noch in der Sommerfrische." Krankhafte Eifersucht war das Motiv einer Liebestragödie, die sich in Lyon abgespielt hat. Ein junger, bildschöner Italiener, Carlo Ganda, verliebte sich vor vier Jahren in eine kleine Näherin, die hübsche Jeanne Chanut. Es war eine leidenschaftlicheZuneigung, und Carlo schlug alle Warnungen seiner begüterten Eltern in den Wind. Ein Töchterchen kam zur Welt; aber die beiden fühlten sich trotz ihrer Liebe nicht glücklich. Carlo war so eifersüchtig, daß das Leben fast unerträglich wurde. Da außerdem die Eltern ihrem Sohne kein Geld mehr schicken wollten, so mußte sich diese: nach Südafrika zu seinem Bruder begeben, um etwas zu verdienen; Jeanne blie'o zurück und arbeitete fleißig in ihrer Schneiderei. Dem jungen Auswanderer ging es drüben finanziell sehr gut, so daß er seine Geliebte nachkommen lassen konnte. Abermals quälte er sie aber so, daß sie wieder in die Heimath zurückkehrte. Carls folgte ihr. In einem Hotel in Lyon trafen sie zusammen mit der Mutter Jeannes und der kleinen Adriesne. Er beschwor sie, sie möge ihn heirathen. Aber Jeanne weigerte sich hartnäckig. Da zog er den Revolver, schoß auf sie und dann auf sich selbst. Der junge Mann war sofort todt, das Mädchen lebensgefährlich verletzt. Ein höchst fpiritistZsches Abenteuer ist einer jungen Münchenerin in einem Hotel zu Mailand begegnet. Dort war einMünchenerEhepaar, Herr und Frau L., mit ihrer Verwandten, Fräulein R., abgestiegen. Als sich das Ehepaar und Fräulein Rosina voll herrlicher Eindrücke spät Nacht in ihre Schlafgemächer zurückgezogen, da hatte die schöne Rosina eine schrecklicheVision. Noch war sie nicht vollständig entkleidet.da vernahm sie im großen Wandschrank ein merkwürdiges Geräusch. Die Klopftöne wurden immer stärker, und schließlich entschloß sich Fräulein R., Herrn L. zu rufen. Herr L. aus München kam mit dem ihm eigenen Muthe und einer Kerze, nahte sich dem corns delicti und öffnete die Thür. Darin erschien 0 Triumph des Spiritismus, die bis auf Meldung und Hemd vollständig materialisirte Gestalt eines herrlichen Jünglings. Herr L. und Fräulein Rosina, die von der spiritistischen Theorie, von Materialisationen u. s. w. keine Ahnung haben, schrieen um Hilfe, das Hotelpersonal eilte herbei, und der nackte Jüngling wurde festgenommen. Es stellte sich heraus, daß es sich um einen . . . entlassenen Kellner handelte, der es allem Anschein nach darauf abgesehen hatte, Fräulein Rosina um ihren Schatz zu besiehlen. Verständlich. Vater: Wer kostet denn in der Kochschule die von euch zubereiteten Gerichte. Rosa?" Tochter: O, dazu hat die Vorsteherin den Mann mit dem Straußenmagen engagirt. . Befähigungsnachweis. Gnädige: Ich betone, daß ich nur eine sehr feine Dienerin brauchen kann." Stellesuchende Dienerin: Gnä' Frau, ich war schon zweimal an Austernvergiftung erkrankt!"