Indiana Tribüne, Volume 29, Number 68, Indianapolis, Marion County, 11 November 1905 — Page 5

Jndlana Tribüne, 11 November 1903

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Am Scheideweg. Novellette von Richard v. Wurmb. Im Schatten, des Waldes wurde er ruhiger und ging geradeaus, immer tiefer hinein. Das Schweigen that ihm wobl. Nur ganz aus der Ferne tönte das Gurren einer Wildtaube. Er setzte sich auf einen Stein am Wege. Ringsherum das junge Holz, scharzgrüne Fichten und Kiefern, dazwischen helles Laub. Hinter den r'öthlichen Schäften blaugrünes Moos, schwarzgraue Felsen, hier und da Vic glänzend weißen Stämme der Maien. Käfer, blauschwarz, braun und roth, eilten geschäftig am Boden hin, ein großer Wettermolch schob sich bedachtsein vorwärts, goldgelb war der schwarze, glänzende Rücken gesprenkelt, purpurfarben Kehle und Brust. Vom blauen Himmel strahlte die Sonne herab. Er kam sich vor wie in Bettler im Palaste. Alle seine großen Hoffnung:n sanken zusammen, sein Glück zerbrach, er war am Ende seines Strebens. Was sollte er thun? Der reiche Onkel wollte sein Geld, siebzigtaüsend Mark, die zweite Hypothek auf Rennstein. Er hatte es ihm auf sechs Jahre geliehen, die Zeit war um. Onkel Friedrich war ein peinlich genauer Mensch, und auf die Dauer erschien ihm sein Kapital auf dem Rennsteiner Gute nicht sicher genug. Nun hatte sich Hans Walter die größte Mühe gegeben, das Geld zu schaffen, aber es war nicht g'glückt. Heute hatte ihm der reiche Onke! die Klage in's Haus geschickt. Er stand auf und ging langsam weiter, auf einem Umweg dem Gute zu. Es wurde windig, der Wald

rauschte, von fernher knarrte ein Ast.. Der Himmel bedeckte sich mit kleinen grauen Wölkchen, hinter ihnen zog eine schwarze Wand herauf. Zwischen den Wipfeln der hohen Fichten sank die Sonnenscheibe gluthroth hinab. Ein Leiterwagen, mit Stockholz schwer beladen, zog langsam auf dem holperigen Waldweg dahin, er knarrte in allen Fugen, die Gäule schnoben, unter ihren Hufen brachen Funken hervor. Der Knecht schlenkerte nebenher und pfiff sein Lied. Da. wo sich der Weg um die Bergnase schlängelt, blieb Hans Walter stehen und schaute den Hang hinab. Zwisehen den schlanken Stämmen zwanzigjähriger Fichten schimmerte das spiegelnde Wasser, dort unten zog der Fluß seine Straße, nagte jahraus, jahrein am Felsgerippe des Berges. Durch das Brausen des Windes drang leise schmeichelnd das heimliche Plätschern, wie ein feiner Singsang tönte es aus der Tiefe, wie ein . Lied aus. emer märchenhaften schonen Zeit. ' Hans Walter horchte, und seine Gedanken schweiften zurück. Wie manche Stunde hatte er am Bord des Schisfes gelehnt, in die blaue- Fluth geschaut und auf das Rauschen und Plätschern gehört, während der eiserne Renner durch die wogende See schoß. Was waren das für Zeiten geweien! Eine Aktiengesellschaft hatte ihn als Sachverständigen über's Meer geschickt, um ihre Besitzungen in Südamerika emer eingehenden Prüfung zu unter ziehen; voller Hoffnungen war er aus gefahren, stolz heimgekehrt, aber schließlich blieb ihm von der jahrelangen Reise nicht viel mehr übrig als ein glänzendes Zeugniß. Dann wollte er eines Tages sein Leben ändern. Fünfundzwanzig Jahre alt, machte er sich selbständig und kaufte Rennstein. Sein Erbtheil war Nicht groß gewesen, zum Sparen hatte er wenig Gelegenheit gehabt und deshalb zusehen 'müssen, so billig wie möglich anzukommen. Das Gut war zwar Nicht theuer, aber arg herunter gewirthschaftet. Da gab's Arbeit von Früh bis Abends, er ließ sich keine Mühe derdrießen, den Besitz wieder in die Höhe zu bringen. Er hielt sich aus Sparsamkeit keinen Verwalter und griff selbst mit zu. Aber das Schicksal wollt: es nicht; kaum war er aus dem Gröbsten heraus, kam die Seuche in seinen Stall und raffte das ganze Vieh fort. Das war im Frühjahr, und im Herbst brannte der Hof ab. Getreide, Futter und Geräthe, 'alles ging zugrunde. Das Inventar war allerdings versichert, aber die alten Gebäude standen niedrig in derBrand kasse; bauen mußte er trotzdem, und seine Lage wurde immer schwieriger. In seiner Noth wandte er sich an seinen reichen Onkel, und nach langen Bitten half der ihm auch. Aber nur auf sechs Jahre," hatte Onkel Geldsack, wie ihn seine zahlreichen Neffen und Nichten nannten, gesagt. Ich will Dir aus der Klemme helfen, aber auf die Dauer ist mein Kapital auf Deinem Rennstein nicht sicher genug. Ich bin ein guter- Kerl,, das siehst Du, Hans, aber in Geldsachen verstehe ich keinen Spaß." Hans Walter hatte ihm gedankt, ev war heilfroh gewesen, denn' ohne Onkel Geldsacks Hilfe hätte man ihm seinen Rennsiein subhastirt. Zwar war ihm- damals nicht, ganz klar, wie er die Siebzigtaüsend schaffen könne, aber werden mußte es, entweder gelang es ihm, eine andere Hypothek zu bekommen, oder es fand sich ein anderer Weg Hans Walter fuhr auf, wie ein lageschrei tönte es durch das , Brausen und Plätschern, ein Windstoß führte daZ laute Knarren des Astes

an sein Ohr.

Der Wagen mit dem Stoaholz war schon weit fort, eben schwankte er uM eine Biezung des Weges und derschwand hinter den wogenden Aesten der jungen Fichten. Hans Walter schritt langsam weiter und Nahm seine Gedanken wieder auf. Noch nie hatte ihn sein eigenes Geschick so beschäftigt wie . in diesen Tagen, stand er doch gerade jetzt an einem Wendepunkt seines Lebens. ' Seme ganze Zukunft sollte sich entscheiden, heute oder morgen mußte er sich entschließen. Gerade tttzt, im letzten Augenblick, bot sich ihm ein Ausweg' er konnte mit einem Worte aller Sorgen ledig werden. Hans Walter blieb stehen, zehn Schritt vor ihm schäumte die Fluth, hier stürzte si) der Waldbach kopfüber zwischen Felsen und knorrigem Wurzelwerk in die Tiefe, dort nahm ihn der plätschernde Fluß auf. Hier, an der Grenze zwischen Wald und freier ilur, kam der wilde Geselle pfeilschnell herabgeschossen, fuhr unter der Brücke hindurch, dann wagte er spritzend und gurgelnd den Sprung. Saftgrünes Gras wucherte an den Randern des Bachbettes, dazwischen breiteten langry. n . tv : c ' ern . r o I IUIU llUC VailCIl lUlC UCUCl UU, UCIU ten sich langsam hin und her, fingen den Sprühregen auf, die tausend Küsse, die der wilde Bursch ihnen zuwarf, ehe er stch jubelnd in's Brauti bett stürzte. Zwischen den Farren lagen rothbraune Wuneln über den stemmen Boden, hielten das Erdreich zusammen . ' . v ' . I und klammerten na? in Balten und m'r- rn r, 1 . i r I nincn sen. n langen lreisen zog sich schwefelgelbes Moos an die nackten Felsen hinauf, die überall schwarzblau aus dem Erdreich hervorragten. Dazwischen zwänate sick das schillernde Wasser, kochend und sprudelnd, in wilder Hast zu Thale. Nun stand .fians Malter auf der Brücke und schaute dem Bache nach, n- rv i . r r s v I um weite 201cm mev wen ameu an ihm vorüber, dann verschwand es im Gischt. Wie das wilde Wasser, dahinschoß. das arme Blatt verschlang! Dieses Leben, diese Kraft, die hier schäumend verpuffte! Da kam ihm ein Märchen in den Sinn, das ibm einst seine Mutter erzählt hatte,, das. Märchen vom m: ' ' . I ' 11 I tlClUCU -UlUUUl. I Es war einmal in 'kleiner Nrin,. der fialWmrn KnM unti'lnnat dürre Arme 'mit großen. Äderen Händen.' k-z vn.r k; .5, rotbe Nase verunzierte ibn vollends. LI1L M U I 11J 11 L 1( 111 . 111J LII1L II r.b Dazu wurde der Vrinz nickt aröker

als ein Kind von neun Jahren, und brauste,' wenn der Regen klatschend gedesbalb durfte er nickt Könia werden gen die steilen Dächer schlug, dann

in semes Katers vanoe, oenn eine Mißgeburt schloß das Gesetz vom Throne aus: Alle verlachten ihn, selbst seine Mutter konnte ihn nicht leiden. Der kleine Prinz war traurig, er fühlte d-e Kraft in stch. sein Volk zu beglücken. nun wurde er zur Thatenlosigkeit verdammt. In seinem mißgestalteten Körper wohnte eine schöne Seele, das Beste, das Herrlichste wollte er erstreben, blieb lym oie rone ver aar, oann sano 11m wähl ein anderer Weg, das Ziel zu erreichen. Da wurde er ein Bildhauer, der Krüppel wollte ein gottähnliches Menschenbild schallen. Nun formte

er in weichem Thon, bald Männer, Holzwurmern spricht man unter solbald Frauen, vor seinem schönheits- chcn Umständen gleich aar nicht, wenn

I r m t T- m . durstigen Äuge standen (Lotterge stalten aber bannen konnte er sie nickt, Stets war ein Fehler am Bilde. Bald ger:eth die Hand zu groß, bald die Brust zu eng, immer glich es in einem tucke seinem Schöpfer. Der arme kleine Prinz wollte zeigen. was er werth sei, und setzte alle seine Kräfte daran, aber es gelang nicht, Seme Mißgeburt Pflanzte sich auf alle seine Werke fort. Er ging daran zu Grunde und starb wahnsinnig am Fluche seiner Lacherlichkeit. so muß es Jedem gehen, der über stch hinaus schassen will. Wenn Wollen und Können sich nicht die Waage halten, dem schießt das Leben i ! . ctry 1C -Y. -rr - o O'f . roic .'er ;usaiouaa xopyios zu yaie. Hans Walter lief es kalt über den Rücken. H'mter ihm war die Sonne zurRüste gegangen, auf dem grünen Gipfelmeere laqerte noch ein fahler Schein. Die Wölkchen, die rasch nach Süden vor-

ruckten, hatten inzwischen eine grau- Grund und Bodens stieg um'S Dopschwarze Farbe angenommen, und pelte. Glockenklang sollte zur Arbeit, hinter ihnen breitete sich düster und ux Ruhe rufen, eine Kirche erbaut

drohend ein Wetter aus. Gerade vor ihm lag Rennstem, das alte Schloß, auf einem Hügel über dem Torfe. Die spitzen Schieferdächer, der rdnde Thurm, der hohe Giebel waren kaum noch zu sehen, die Dunkelheit brach mit Macht herein. Dort in dem alten Hause hatte er sein Glück erbofft. das sollte der

Stammsitz für sein Geschlecht werden. 5 danken. Das mußte herrlich sein, . . . -J.'.' .Ir.r r. c c c

Er blickte zweifelnd hinüber noch waren die Würfel nicht gefallen. Die Frau hatte ihn gern, wenn er morgen hinging und fragte, sie sagte sicherlich ja. Dann war er geborgen, sie brachte ihm dreimalbunderttausend Mark mit. aber die Liebe? Onkel Geldsack hatte ihm die reiche Wittwe zuaeiübrt. er war soaar mit ibr .in Nennstein gewesen. Der trefflicke Onkel hatte gelacht, als sich Hans Walter " . P . . : '. , . ' - . . nachdenklich hinter den Obren kratzte, .Dreimalhunderttausend! Junge, das ist ein enormes Geld! Du kannst ein Leben führen, schöner als der Papst in Rom. Wenn sie auch ein paar Jahre

alte? ist als Du Deine Anna. Das macht nichts, Junge. Nimmst Du sie nicht, dann muß ich Dich, so leid es mir auch thut, kaput machen. Mensch, Du wärst ja der größte Esel unter Gottes schönemHimmel, wenn Du dies unverdiente Glück verschmähen wolltest!" Aber Hans Walter graute es vor der freudlosen Zukunft, Tag und Rächt sorgte er sich deshalb. Was hatte er nicht alles in Rennstein geträumt und gehofft! Das alte Schloß mit seinen niedrigen schweren Kreuzgewölben, den meterdicken Mauern, dem fliesenbelegten hallenden Flur, war so heimisch und doch so vornehm. Im ersten Stock lag ein großer Saal, die Wände getäfelt, die Balkendecke, alles schwarzbraun vom Lauf der Jahrhunderte, kaum, daß man die Schnitzereien daran erkennen konnte. Dort war ein herrlicher Ruheplatz am Fenster, dort sah man hinab in's grüne Thal, auf den Fluß, der sich lichtblau durch die lachende Flur zog. Weiter hinten verschwand er dann im Walde, hohe Berge thürmten sich an seinen Ufern,

ganz m der Ferne lag eme halbzersallene Burg. Wie oft stand er da und schaute hinab, zu seinen Füßen das ss? crv? K Warf am ks.Ik,;. uuw t",, uu vui aiuuu iiirniji Leute, auf der steilen Landstraße knarrten die Räder eines schwer beladenen Wagens. Und' von fernher jodelte der Hirt auf der Bergtrift. , . rt r r rj r ueoerau eoen, Äroen, roystnn! o yane auch er leben wollen aber wurde das an Frau Anna's Seite möglich sein? Er hatte sie in seinen r - .1 , t v f aai gesllyri uno iyr aue errucylen fis T i ! . V.... Byw xjluu -aium iivlcg uuju uuu meinte dann nur. es würde wohl viel Mühe kosten, 'aus dem verräucherten Loch einen Salon zu machen! Im Sale hing 'ein Bild, ein lebensgroßes Pcrtrat des spanischen Alba. Der caier yane woyl geglaubt, dem slnsteren Herzog etwas Menschenfreundliches zulegen zu müssen, und deshalb 0TlW 0 11 Jd -TLfL-L iuuu um -cauem ac icmei, aber das war übel gelungen. Der hohe Herr im goldverschnürten rothen amms mit dem'topsartlgen sedergelchmuclten Hut auf dem Kopfe, schnitt eine abscheuliche Grimasse. Das Bild war an, zweiyunoerl Jayre mmoestens, und zahlreiche Risse und V . w Sprunge ourchvrachen die Malerei. Xrmt Wrrnn fiirrfil stA Vin-r Sm schauderhaften Kerl, Hans Walter aber U """" w.wjvv iiuj vvv vv. !rcuic stcy uoer iyN und sand die en lustigen Alba herrlich. Der Mann machte so viele Thränen fließen. Nie I . ' ' urste man über ihn lachen. Wenn der Wintersturm um's Haus war es hinter den dicken Mauern heimlich, so geborgen, so sicher. Auf dem Dache knarrte , die Wetterfahne, im uralten Balkenwerk vochte der &oh wurm, und im Schlosse war alles still. wie ausgeiroroen. Das waren herrliche Abend, aber z?rau Anna schüttelte seunend den Kopf, als jhr Hans Walter davon erzählte. Auch Onkel Geldsack war mit Diesen Schilderungen nicht emverstan oen, er runzeile Die mn. Wer er zählt auch seiner zukünftigen Dreimal Hunderttausendmarkbraut, daß sie eine endlose Reihe mordslangweiliger Abende zu erwarten habe. Und von I ... .. nun rau Änna abergläubisch war und Angst bekam? Von diesem Au genblick an hielt Onkel Geldsack' seinen Neffen für mordsdumm und beschloß ganz rücksichtslos gegen ihn vorzuge hen. Hans Walter ärgerte sich über Frau Anna, die Frau war trotz ihres Geldes schrecklich spießbürgerlich. Aber Geld hatte sie, und Hans Walter hegte große Plane. Er hatte aus seinem Grund und Boden einen Schatz aefunden. den ,ollte ihm Frau Anna heben helfen Ein großes Marmorlager harrte seiner Erschließung. Hans Walter hatte große Plane In seinem stillen Thale sollte es lebendig werden, reiche Arbeit, neuer, . ' . ' ' unveryoNter Wohl tand hier Einua halten. - An Stelle des schmutzigen Feldweges mußte, eine festaebaute Straße treten, dann später eine Eisenbahn; aus dem elenden Dörfchen wurde ein ansehnlicher Flecken mit stattlichen Häusern, und der Werth des werden und eine Schule vor allen Dingen, etzt mußten die Kinder eine Stunde weit in's Nachbardörfchen wandern. O. das war ein.großes Werk! Hier mußte reicher Segen erölühen! Hier lonnte er mit vollen Handen schenken, L C IV V V f und die Menschen würden annehmen. ohne ich verpflichtet zu suhlen, groß I legen,penoeno, gnaoenrelcy zu leoen: Aber Frau Anna? Hielt sie nicht bald ihren Einzug in Rennstein, dann mußte er mit dem Stock m der Hano avon. ann war er arm wie eine Kirchenmaus hier aber winkte ihm Reichthum, und seine Mitbürger würden ihn als einen klugen und wohlthutigen Mann ehren. Konnte ihn das nicht entschädigen? Die Achtuna der Menschen, das Bewußtsein. Segen zu I Y ri n oringen, war oas nicyl rnav Aber der Schacher mit sich selbst war ihm schrecklich. Was konnte er Frau Anna bieten? Einen Namen, weiter nichts

Das hatte er sich me träumen ia en, daß es einmal so weit kommen önne. Auch seine Frau hatte er sich ganz anders gedacht, ganz anders als die kleine dicke gutmüthige Frau Anna. die immer so wirthschaftlich von Ganen, iern unv ucyen jpracy. Sollte er sie fragen oder nicht? Wenn er hier fort mußte, was würden dann die Leute von Hans Walter sagen? Es war jedenfalls klüger, er nahm sie. Es ging ihm, wie dem armen kleinen Prinzen, der wie ein Verzweifelte? kämpfte, um sein Ziel zu erreichen seine Beharrlichkeit rich eie !yn zu Grunde. Aber das war ein Märchen, im alltäglichen Leben Hut man das nicht aber diese Ebe um desGeldes willen war ja ein schwees unrecht: Hans Walter fuhr auf. der Donner rollte über die Berae. Dann brack sich ein Echo mächtig laut in den Thälern. Dicke Tropfen fielen aus dem schwarzen Gewölk. Hans Walter athmete auf. als toaht stch eben eine schwere Last von seiner Brust. Der grollende Donner erschien ... ? . 1 j. . . ihm wie ein Zeichen, als wenn Gott' selbst ihm zuriefe: Geb' und tbue kein Unrecht! ' Noch einen letzten Blick auf den schäumenden Wildbach, dann aina er eilig. Im Dörfchen blitzten Lichter auf, jetzt wurde es auch oben im Schlosse yeu. wit acht war da. rkaufe mick Ä7,n ' uehme denStock ve und wandere! Wird nie müde. Ein- Yankee kam zu eine? 5?arm. um Arbeit zu suchen, und erzählte dem Farmer, daß er nie müde werde. Nun," sagte der Farmer, .dann seid Jhr mein Mann. Ich kann die r'i. vi- . . ' Leute nicht brauchen, die immer müde werden. Und er miethete ihn. Am nächsten Morgen schickte er den neuen Unecht . auf s zeld. Gras zu mähen, und aina selbst nack einem Meilchen " " 1 nach, um zu sehen, wie er arbeite. Zu seinem großen Erstaunen fand er den Nankee fest im Schlafe unter einem Busche liegen. Er gab ihm einen Ripveniion linn frhrfp ihn nn fcjiiuü uno a)ric inn an. Ich denke, Mann. 5br werdet nie müde?!" Schläfrig rieb sich der Knecht die Augen und antwortete: .,a, Herr, ich werde nie müde, aber wenn ich mich nicht ein paar Mal am Tage hinlege und einen guten Schlaf thue, dann 'würde ich müde werden." ' ' Belauscht. l??n ?psS IsefpftTnYytilfUr schichten dessen Schaublak. ein Ne TZ X ZlmTZ e - m vr TwrthWft r nn Yorker Zeitung war nach Brooklyn ger"7.' Tl' . wvv.V kommen, um einen reund zu besuchen. und ging mit diesem zum Lunch nach besagtem Restaurant. Als sie einige . . X A W i. 1 . -s. t - fC jiuiuic üüci roaien, macqie oer Mann von Manhattan seinen Freund auf ein hübsches, junges Mädchen aufmerksam, das, an einem Seitentische sitzend, mit dem Losfel spielte und da bei gelegentlich leise auf den Teller klopfte. Ein gutqekleideter junger Mann, der nicht weit von ihr an einem anderen Tische saß. machte es ebenso. Der Manhattaner Telegraphist erklärte augenblicklich seinem Freunde: Weißt Du. was die Beiden machen?" Sie spielen mit ihren Löffeln." Nein, sie flirten miteinander nach dem Morse - System. Und schon begann er selbst mit seiner Gabel aufzuklopfen. Im Augenblick wurde das iunac caoazen uno oer zunge cann . nrn cv e l . rwi . blutroth und standen auf. Der Manhattaner hatte nämlich signalisirt: Hört auf mit Eurer Poussirerei und heirathet lieber." Käse, der auf Bäumen wächst. In Kamerun wird eine Art Käse hergestellt, der den Namen Pembe führt und aus den Samen von Trculrn africana", einem Baume aus der Familie der,Moraceen, gewonnen wird. Zu seiner Bereitung werden die Samen gekocht, geschält und zerquetscht, und aus dem so gewönneÄ VU Ult I AJ m UIIV UMJ HU V WHUVlllH" mn Brei werden nun mit Zuthaten n Caps.cumpfffer Kuchen geformt, Die Masse ier frischen Kuchen sieht schmutzig wsib aus. färbt sich beim Stehen an der Luft zunächst äußerlich Är' & artig, wird später ausgesprochen sauer; auch säuerlicher Geschmack tritt bei län gerem Stehen des ursprünglich indifferent bezw. nur nach dem Pfeffer schmeckenden Produktes hervor. Die Eingeborenen essen diesen Käse, der wie d Untersuchung zeigte, in der That einen Käsebildunasprozek durchaemacht hat. sehr gerne. . ' Nicht passend. Dieses Mädchen ist ein wahrer Engell Warum heirathest Du es nicht?", Weil ihr Vater ein armer Teufel ist!" - G n ä d i g. Der Rittergutsbe sitzer Graf Vornschein geht mit seinem Inspektor Müller an einem Herbst , , M miti tf M. abend uber's Feio. Pwizlicy fallt eine lSt.fJCinhVi. T n inn Tar vä.w ntuivmiuf vi. "b1' VV Graf: Ich wünsch' mir nichts, Mül lerr wenn Sie davon Gebrauch machen wollen, bitte.

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