Indiana Tribüne, Volume 29, Number 68, Indianapolis, Marion County, 11 November 1905 — Page 3

Jndlanü Ttbüne, 11. November 1903.

Warum nicht Ihr Heim anziehend machen, durch den Gebrauch eines : : : :

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Garland Ofen ...und Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schönheit, Dauerhaftigkeit, Heizkrasl und Sparsamkeit im Kohlenverbrauche. Sie werden mit Vergnügen gezeigt in WILLIG' ...Mobel-SandluNg... 141 West Washington Sttaßc. Carl Pleschner, Händler n Pferde-Geschirren, Satteln, Koffern, u. s. v., u.s.v. I befindet siq jetzt w seinem neuen Lokale 9!o. 311 Ost Washington St. EtetZ die besten Waaren U bei iedrizfieu Preise. Leiste Ezcnrfion - uach Sonntag, 12. November 81.50 ...Rundfahrt... 51.5 81.25 Hamilton, $1.00 Rushville und Connersville. Abfahrt tt Sp'nilzuz' um 7 Uhr Morgens, Retourfahrt von Einnanatl 6.2 Uhr Abends. MQNQN RQTJTE Qjpo3o Qj Rundfahrt UW Samstag, 11. November Fahrkarten sind giltig an Zügen welche Indianapolis verlassen um 7 Uhr Vor mittag?, 11.50 Uhr Vormittags, 3.33 Uhr Nachmittags und um 12.55 Samstag Abend. Giltig für die Rückfahrt aus allen Zügen bis zum und mclusive Montag, den 13. November. R. P. Algeo, D. P. A. ! Inge ersten Ranges Schnelle Zeit Zu bequemen Stunden ! M Züge zwischen Indianapolis und LT Cincinnati. 10 Züge zwischen Indianapolis und XL Dayton. 6 Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. 6 Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. 4 Züge zwischen Indianapolis und Springsield, Illinois. Parlor Waggons an alen Tage? und Schlaf wagzonS an allen Nacht-ZLgen. Indianapolis Office': Union Bahnhof und 8 Nord Illinois St. R. P. Algeo, D. P. A. IAKE ERIE & VESTERII R. R Fahrzeit der Züge . . - V dfahrt nknu loled. hica, nd Vttchiaanr??eß 7.1 410. Zaltio, ttroU und hieago Lim W1Q t tu V tchiga kity, SRancic u.LafaZ,ett,pl5 7JM fl0.IS tSgttch , t aensmk

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PaMineriklin. Kongreß Wird wichtige Sitznng abhalten.

Für die russischen Juden. Tiebstahlsanklage. Hnmperdm! kommt. Die

VersicheruNgS-Nntcrsuchung. Drittepaname,rikani scher Kongreß. Washington, D. G., 8. Nov. ES ift jetzt wahrscheinlich, daß der dritte panamerikanische Kongreß in CacaraS abgehalten werden wird. ES ist be kannt, daß Staatssekretär Root aus verschiedenen Grünven die Hauptstadt Venezuelas begünstigt, und in der heutigen Sitzung des Exekutiv-KomiteS des Bureau of American RepublicS", welches aus Vertretern süd und em tral-amerikanischer Republiken besteht, ward offiziell mitgetheilt, daß eine Ein ladung aus Caracas kommen werde' Beides zusammengehalten,' bedeutet, daß die hiesige Regierung den Kongreß in Caracas, und nicht in Rio de Janeiro, wohin die süd-amerikanischen Ge sandten vor einigen Wochenden Kon greß einzuberufen geneigt waren, abge halten zu sehen wünscht und daß diesem Wunsche Folge zu leisten ist. denn man würde Venezuela keinen Wink gegeben haben, daß eS eine Einladung erlassen möge, wenn eS vorauszusehen wäre, daß die Einladung abgelehnt würde. Also Präsident Castro soll die Paname "kaner beherbergen und dafür die Ehre genießen, ueniraipgui oei oer -uuw zu sein. Für russische Juden. San Francisco, 10. Nov. Im Tempel Emanuel fand eine zahlreich besuchte Versammlung hiesiger Juden statt, welche für die russischen noth. v w CV .. v. .:u .u t.l.xAiCA Uiccnccn .juucu cu;ch ucumyuuyc.. HllfZfond aufbrachte. Des DiedstahlZ ange klagt. Boston, Mass.. 10. Nov. Fer. dinand BorgS, früher Direktor der Abero Plantation Co. wurde heute unter der Anklage verhaftet dem Aktionär Warren B. Page $11,000 ge stohlen zu haben. Die Abero Plantation Co. ist seit mehreren Monaten in Händen eines ReceiverZ, der auf Antrag der Aktionäre ernannt wurde. H u m p e rd in k kommt. New York, 10. Nov. Wie eine Kabelbotschaft meldet, wird der Kom Ponist Humperdink in New York em treffen, um. die Aufführung seiner Oper Hansel und Gretel" im Metro politan Opera House zu leiten. Die VersicherungS - Untersuchung in New York. Nett York, 10. Nov. Auf dem Zeugenstand gab Herr Hegman an, dab seine Gesellschaft, die Metropolitan von New Jork, nur in zwei Campagnen beigesteuert habe und zwar beide in 1896. Tausend Dollars erhielten die Leiter der Golddemokraten Palmer und Buckner und 87500 das rep. National Comite. W a h l b e t r u g. New Jork. 10. Novbr. Zehn Anklagen wegen Wahlbetrügereien find von den Großgeschmorenen erhoben worden. Gegen Wahlbetrug. New York, 10. Nov. Die Grokaesckworenen erhoben beute 10 Anklagen wegen Verletzung der Wahl gesetzt am letzten Dienstag und 2 An klagen wegen thätlichen Angriffs. Sowohl Generalanwalt Maver wie das juristische Komite Hearst'S haben heute Material zusammengestellt, das Betrügereien bei der Wahl beweisen soll und daS sie nächsten Montag den Groß geschworenen vorlegen wollen. Nahezu v.erhungrt. St. LouiS. 10. Nov. AloiS G. Camorel, früher Chef der ungarischen Abtheilung der Weltausstellung hat sich an die Polizei mit der Bitte ge wandt, ihn vor dem Hungertode zu be wabren. Der Mann wurde in das städtische Hospital gebracht. C o l. S a m Zs. Scott f ff a n s a 8 City, 10. Nov. An einem Schlagfluffe starb heute Morgen Col. Samuel p. Scott, früh Post, meifter. Er trat während deS Bürgerkrieges mit 16 Jahren in die Armee.

Die New Yorker Wahl.

Aus dem Gefängniß ent s p r u n g e n. P a r s o n S, KS., 10. Nov. Der 21 Jahre alte BerniS Cole, welcher Mittwoch hier auf eine Depesche deS PostinspektorS von Newport, Vt., unter der Beschuldigung verhaftet wurde, das Postamt in CraftZbury, Vt., be ftnMn ht hnhen ift tnrtftMnh TOrtrftt wf.v. g 4,MVVtt, I WUtkilV V. . . aus dem Efünniff .n.sprungen. , der Polizeichef in seine Zelle trat, schlug ihn derselbe mit einem Ziegel zu Boden. Nachdem er ihn so lange geschlagen hatte, bis er die Besinnung verlor, be mächtigte sich Cole der Gefängnißschlösse! des Polizeichefs, schloß die Thüren auf und entfloh. Cole hatte vorher eingestanden, daß er das Postamt bestohlen habe. Prinz von Battenberg. New York, 10. Nov. KontreAdmiral Prinz Louis von Battenberg war schon zu früher Stunde auf den Beinen und gab seinem Stabschef noch die letzten Anweisungen für den Ball, den er am Dienkaa Abend an Bord eines Flaggschiffes Drake" geben will. Der Drake" lichtete kurz nach 9 Uhr die Anker und fubr den Fluß binab. Er legte am Pier der Cunard Linie bei GanSwoort Market an, wo er für die Zeit der Anwesenheit deS Geschwaders bleiben wied. Alsdann erschienen Arbeiter an Bord um einen temporären Ballraum herzurichten. Prinz LouiS begab sich heute nach Governor'S Island, wo er Gast des BrigadirgeneralS Grant, Kommandant deS Departements des Ostens war. Die Kapitäne der 'beiden Geschwader waren ebenfalls eingeladen. Nach dem Gabelfrühstück begab sich die SMschaf. nach Uz Flo.Iknsta.im wo sie von KontreAdmiral Coghlan empfangen wurde. Darauf begab sich oer Prtnz noch dem Drake" zurück, um fiifi fstr hslS Tin-v itmitifs?him hrt5 Ifim zu EHnn Heule Abend die sMeren &nt.r ,.. ainn..m:. .5. SMfM.V Wh (j Vt.htlUtUUfcUllb IVWIl ßönlttrtrftfirftritf. CHattanooga. Tenn.. 10. CV CY . n r-h 9 ?v. Nachdem erden gelingen Tag in wiww, ienn.( vervraq, und een dot ttn fiteilendm Bergleuten geHallen Halle, die am Dienstag In die Häuser von Nichlunion-Milgliedern gefchostm ImK WamIaIW. a.II kl.l T r.f r c . L vw w u, e.ö erneur eoi ßniern, v,,,, 4 w.iu.rf ... r. .m uuiv uyum zu Ikilvcl.. vcui. ojuiam Vnnay ,anoie O 1 wI.. i n. i r . v i . rTi. -rr. 4. m v ... cmuc viuuuuciuuuyc uno eine Lioiyei.ung der Batterie A mit einem Gatling.Ge schütz nach der Szene deS Streikes und dieselben marschierten heute Nachmittag ab. Gouverneur Cox hatte versucht. die Einwohner von Withnell zu über reoen, niQi aus ver Ad enouna von Truppen zu bestehen, aber dieselben be harrten bei ihrer Forderung und die Milizen wurden unter dem Commando Cpitatn I. P. Fyffe abgesandt. sP. H. HargenS. C i n c i n n a t i. 10. Nov. V. 6. HargenS, in deutschen Mufikerkreisen deS Landes wohlbekannt, ist nach län O.:. i crn i. i. o cv zvr.i im;uc( von u uyrcu aeiiorben. Er war aus 5amkmra ae. tr ö n bürtig und" kam vor dreißig Jahren mtt Theodor Thomas hierher, dessen Bibliothekar er war. Der Verstorbene war lange Jahre Mitglied des Tho. manschen Orchesters, kehrte aber später nach Cincinnati zurück und hat hier seitdem in hiesigen Orchester gewirkt. New A o r k, 10. Nov. Andrew arnegte und Frau kamen heute mit dem Dampfer Baltic von Liverpool hler an. Am Fußball gestorben. CouncilBluffö, Ja., 10. Nov. Herm..G. Norgard, Mitglied der ukballivieler der fioM&nU. m den Verletzungen, die er beim Fußball. w " ,T t-tm-w r spielen erlitt, erlegen. Schiffsnachrichten. London: Columbia" von Boston. Liverpool: Nordland- von Philadelphia. Hamburg: .Patricia" von New York. Neapel: Prinzeß Irene" von .New Vork.

Knabe als Mörder.

Henry Bruce des Mordes schuldig erklärt. Huntington. W. Va.. 10. Nov. Harry Bruce, der 12 Jahre alie Knabe, der vor einigen Wochen dem 15 Jahre alten William Eibfon mit einem Steine den Schüded'ungeschlagen hatte. wurde von der Jury im Criminalgericht des vorsätzlichen Mordes schuldig befunden. Während! die Eltern des jugendlichen Angeklagten beim Verlesen deS Wahrspruchs in Thränen. auSbra chennahmen viele Anwesende denselben mit Johlen und Zischen auf. Bruce soll Gibson im Streite um ein Mädchen erschlagen haben. Sie trafen sich Beide auf einer Landstraße, nachdem fr-., ff rwv. . Y . , - ?'??..b ' K.rch nach Hause begleitet hatte. Angeblicher Mörder Soll Eltern und Bruder vergiftet haben. Dayton, 0 , 10. Nov. Dr Oliver C. Haugh, welcher beschuldigt wird am Sonntagabend seine Eltern und seinen Bruder ermordet und das Haus in Brand gesteckt zu haben, be kannte sich heute nichtschuldig Und wurde nach dem Gefängnisse zurückgebracht. Einem Berichterstatter gegenüber be merkte Dr. Haugh : Ich könnte sie getödtet haben, wäh rend ich unzurechnungsfähig war." Der Coroner Dr. Kline sprach gestern die Anficht aus, daß Haugh wenigstens 9 Personen getödtet habe. Die Leichen von Haughh'S Eltern und Bruder wurden vor mehreren Wochen verkohlt .in den Ruinen ihres abgebrannten Hauses gefunden. Der Coroner behauptet daß Haugh feine Opfer vergiftete. ES ist anzunehmen, daß die ganzen Anklagen gegen Haugh Erfindungen einer kranken Phantasie find und daß ' Hugh änjllch unschuldig ist. BttttdesseNtttor BttrtoN sich gegen neue Anklagen er. h() n;,hfYnf;M(.npmn Anklagn nen I jjp Q tt D MeS-Senal Button wurde die ,, .. h.6 in f,in.. ,.., mi alz Bndessenalr von der RIallo ,r ffi.rili,s , h. (üt ftint Dienste im Poft.DeI I 1 I memili zu Gunsten der Grt rich Ü Gesellschaft Gelder erhielt. I ' i i ?;,s, mss, ist dr, hrU, wps,. I -v l n,rtp hpn c;,rttnr rrnrn tunrh.. 's SeltsameSchlafstütte. E l i z a b e t h, N. J.,10.Nov. Tho maS Gallagher wurde heute unter glühender Asche vergraben und zu Tode gebrannt. Er war gestern Abend in ein: Aschengrube unter den Bahngelei sen in den Port Reading Babnhöfen gekrochen und hatte pch von zum SAIslfirn (ttUnL SSmit frön fiibt eine Lggy. bitect auf die Grube und entleerte die glühende Asche direct über Gallagher, so daß der Schlafende voll uanvtg beveat wuroe aKtfSXAl y,V,niHji Führt zu Blutbad. Naugatuch.W. Va 10. Nov Nach der Wahl am Dienstag, bei wel cher viel geistige Getränke vertilgt wur den, brachte der alte Conförderi.te Con Eftep ein Hoch auf Jeff DaviS aus. C. Vraier. ein iunaer Mann, der sich unter dem Publikum befand, verbot den Mund. Da mischte sich ein gewisser Bently tn un rstsl4- Ksbev. tt könne fturrab rufen für wen er wolle. Prater wurde i i n i ' -w wüthend und schickte Bently 6 Kugeln u feinem eoo.oer in oi o. nuy purzle l00Mly verleei zuooen P , .... pv.... t cn am n0a ,m "auen leinen eoo. ver aus der Hüftentasche und tödtete Prater mit einem wohlgezlelten Schuß. Nun ging eine allgemeine Schießerei los, bei der noch Rube Morgan, ein Freund Prater's, getödtet wurde und ein gewisser John Sadler auf den Tod verwendet wurde. Eine Wahlwette zwischen Eftep und Prater hatte böseö Blut zwischen den ! beiden gemacht. ' ;

Oesterreich'Ungarn. Streik der Eisenbahn Bediensteten. Wien. 10. Nov. Der passive

Streik der Eisenbahnbedienftetm dehnt sich aus und stört stark den Verkehr mit Frankreich, Deutschland :c. Die Schwierigkeit einer Beilegung ist durch einen Ministerialerlaß erhöht worden. des Inhalts, die Regierung werde mit den Bahnbedienfteten keine VerHand. ungen eingehen, bis der passive" Wi verstand aufgegeben sei. Hauptmann bestraft. Wien, 10. Nov. In Salzburg ist Hauptmann Umminger, Kommandant de- Militärhospitals, wegen Unter. chlagung von Dienstgeldern und Oeffnens von Briefen, denen er den für ranke Soldaten bestimmten Geldinhalt entnahm, von dem Kriegsgericht zu zwei Jahren Kerkers verurtheilt wor den ,, . Das Mttcrfchitßkn. Hat sich als Lchuymittcl gegen Hcgelschlag nicht erprobt. Seit einem Dezennium sind seitens der weinbauenden Verölkerung . aller Länder die verschiedensten Versuche gemacht worden, um die Weinberge vor Hagelschlag zu bewahren. ' Unter an derem gnff man zu dem sogenannten Wetterschießen, das im Anfang in den oetheillgten Kreisen große Begeisterung erregte. Wie es so oft zu geschehen pflegt, überschätzte man die Wirkung des neuen Mittels bedeutend und wandte sich immer wieder von Neuem und mit großer Energie den Versuchen zu, obgleich schon im Jahre 1902 eine staatlich einberufene Konferenz von Gelehrten und Fachleuten sich sehr skeptisch ausgesprochen hatte. Namentlich n Italien brachte die Landbevölkerung dem Wetterschießen ein unbegrenztes Vertrauen entgegen, und auch im Kaukasus, wo sich große fiskalische Weinberge befinden, erhoffte man alles von denWetterkanonen. Dennoch gingen die Urtheile weit auseinander. Die einen wollten uncreheure Erfolge erzielt haben, die anderen lehnten auf Grund ihrer Erfahrungen weitere Versuche ab. Inzwischen hat sich nun doch ein wesentlicher Umschwung in der allgemeinen Meinung vollzogen und zwar mit gutem Grund. In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren wiederholt mit Wetterkanonen besetzte Gebiete vom Hagel stark betroffen: unmittelbar in der Nähe einer Wetterkanone wurde sogar der höchste Schaden konstatirt. Die Statistik der Hagelversicherungsges ellschaften weist ebenfalls ein wenig ermutigendes Resultat auf. Man hat jedenfalls des Oefteren die Erfahrung machen müssen. daß in den Schießgebieten em vernicht tender Hagel fiel, obgliech das Schießen frühzeitig genug begonnen und intensiv fortgesetzt wurde. Andererseits sind in der That Fälle beobachtet worden, in denen es rings um die Schießgebiete andauernd hagelte. - in diesen selbst aber nicht, und man hatte dies für einen Erfolg halten können, wenn man nicht in der Folge erfahren hätte, daß dabei im' Schießgebiet oft nicht ein einziger Schuß abgegeben wurde. Derartige Vorkommnisse haben die Zwecklosiakeit des kostspieligen Unternehmens so überzeugend dargethan, daß in einigen Ländern, so in Italien, die Wetterschießerei bereits wieder aufgegeben wurde. folgrcichcr lenkbarer Ballon. Der riesiae Lebaudy-Ballon. der unter Patronage des französischen Kriegsamts hergestellt worden ist. machte lunast seinen ersten erfolgreichen Auf stieg mit mehreren Ober-Jngenieuren und Offizieren, die eine ausgedehnte Rekognoszirung derFortifikationen von Toul im Departement Var bis Nancy in der Nähe der deutschen Grenze ausführten. Der Ballon stieg etwa 655 Yards und ging über das Fort Vendreville, sowie die Vertheidigungswerke in dem Walde vor Haye. Nachdem er die Kaserne von Blandon erreicht hatte, machte der Ballon eine vollständige Wendung und fuhr direkt nach Toul zurück, wo inmitten einer großen Anzahl enthhusiastischer Genieoffiziere und Mannschas ten der Abstieg erfolgte. Die zurückgelegte Entfernung betrug etwa 30 Mei len und die Fluggeschwindigkeit 23 Meilen per Stunde. Die Offiziere inspizirten und photographirten die Forts und stellten damit die Leistungsfähig' keit lenkbarer Luftballone für Kriegszwecke fest. Der Turbinendampfer Kaiser.- Der deutsche Kaiser befand sich neulich 2Z Stunden lang an Bord des neuen Turbmen-Schnelloam: Pfers .Kaiser- von der Hamburg-Amerika-Linie, welcher auf .seinen Wunsch nach Glllcksburg. SchleswigHolstein, gebracht worden war. Der Kaiser ließ das Schiff, das zu Fahr ten zwischen Hamburg und Helgoland benudt werden soll, aus See verschiedene Evolutionen durchmachen und erklarte am Schluß der Probefahrt, daß . . f st.. ift VflM4 aia9 aTm - ot :cciiujigcn uytgcu yiuuj zend feien. " I? n a l k u t t a. Indien, hat sich , eine Gesellschaft zum Schutze wilder Thiere gebildet.

Vom Jlllmde. Ein dringendes Bedürfniß verspürt der Ort Roslyn, L. I., und zwar nach einem Gefängniß.

Seitdem das Ortsgefangmß vor einigen Jahren niederbrannte, mußten alle Arrestanten nachMineola in's CountyGefängniß geschsafft werden, und die Constabler sind daher nicht besonders erpicht auf die Verbrecherjagd, da der Transport über 4 Meilen, meist bei Nacht, entschieden riskant ist und die guten Freunde eines Arrestanten eine günstige Gelegenheit zu seiner Befreiung haben. Da die Bundesregierung erklärt hat, daß sie nicht länger für die Winnebago - Indianer bei Black River Falls, Wis.. verantwortlich ist und daß die Indianer nicht langer Mündel der Regierung sind, wird die Stadt oder das County für die Paupers des Stammes sorgen. Der Stamm hat 60 Paupers, davon sind '49 über 62 Jahre alt. neun sind ganz blind und der Rest Krüppel. Ter Mayor der Stadt hat vorgeschlagen, daß an dem ersten Tag, an dem diese Paupers Unterstützung erhalten, die Indianer den anderen vorangehen sollen und von den Geschäftsleuten iur sie ein Fest arrangirt werden wird. 'In einem furchtbaren Sturm gerieth kürzlich der Marylander Seemann Biggs mit einem kleinen Fahrzeug, dessen Bemannung außer ihm selbst nur aus einem Negerjungen bestand, in der Chesapeake - Bai. Er war auf dem Wege nach Baltimore, um eine Ladung Kies für die FlottenAkademie in Annapolis zu bolen, als er vom Sturme getroffen w'roe. Die Masten brachen und ncachten das Schiffchen, über das sich die Wellen ergössen, hulflos. Die rechte öand des BiggS wurde durch den Fll des Hauptmastes arg geschunden und doch gelang es ihm, beide Anker los zu machen. Nur ein Fahrzeug, ein Dampfer, wurde gesichtet und dieser setzte seinen Weg fort mit dem Versprechen, Hülfe zu senden. Es kam aber keine. Zwei Tage wurde das kleine Schiff m den Wellen umhergeworfen, da kam Herr HodgeS von Baltimore auf seiner Vacht in die Bai und sichtete das havarirte Schiffchen. Obgleich zur Zeit der Wellengang noch ein sehr hoher war, gelang es dem Biggs, em Tau an Bord der Jacht zu werfen, die ihn und den Neger an's Land brachte. Die beiden Geretteten waren durch Kälte erschöpft. Der Vertheidiger einer Frau in Brooklyn, die kürzlich unter der Beschuldigung verhaftet wurde. einem Polizisten gegen Entgelt aus der Hand die Zukunft vorausgesagt zu haben, überreichte dem Richter ein Memorandum, durch welches er ?en Beweis zu erbringen versuchte, daß Chiromantie oder das Wahrsagen aus der Hand eine Wissenschaft sei. Der Anwalt beruft sich auf vier Stellen in der Bibel, nämlich Hiob, 37.7; Offenbarung. 14,9; Sprüche, 3.16, und 1. Samuel, 26, 18. Des Weiteren behauptet er, daß Aristoteles, Bulwer, Balzac und Shakespeare die Chiromantie als Wissenschaft betrachtet haben. Aus Balzac citirt er eine Stelle, in welcher der Schriftsteller sagt, daß die Hand des Menschen ebenso ausdrucksvoll ist, wie das Gesicht. Xn dem Memorandum wird ferner behauptet, daß A. R. Craig an einer der berühmten Universitäten Englands Vorlesungen über dieKunst des Wahrsaqens aus der Hand gehalten habe. Zum Schlüsse weist der Anwalt darauf hm, daß em Gesetzentwurf, welcher das Handwahrsagen mit Strafe bedrohte, von der Legislatur abgelehnt wurde, daß drei Richter das Handwahrsagen als nicht verboten bezeichnet haben und daß es in Wirklichkeit noch niemals bestrast worden sei. Einem ausgesetzten Säugling verschaffte in New Nork ein Hund Aufnahme und rettete das Kind vielleicht vor dem Tode. Es wird darüber berichtet: Am Sonntag, wo alle während der Woche hart arbeitenden Leute nur allzugern etwas langer in den Tag hinein zu schlummern Pflegen, ist es nicht sehr angenehm, durch das laute Bellen eines Hundes vorzeitig geweckt zu werden, wie is kurzlich um 7 Uhr Morgens.in einem Miethshause an Ost 16. Str. geschah. Manche der Hausbewohner warfen alte Schuhe und andere Dinge die Treppe hinab, um das bellense Thier zu verscheuchen, aber Alles war umsonst der Hund bellte nur um so lauter. Die im ersten Stocke wohnende Frau Wald beschloß schließlich nachzusehen. Sie stieg einige Stufen hinab und machte Licht. Sie sah nun einen kleinen hübschen schwarzen Hund, der nun zu heulen begann. Da er dies aber mit einem Wedeln des Schwanzes begleitete, so zweifelte die Frau nicht an den friedlichen Absichten des Thieres, sie .trat näher und sah nun im Hausflur ein Kinderwägelchen und in diesem ein kleines Kind. Auf ihre Rufe eilten einige Nachbarn herbei, deren einer einen Polizisten rief. Rasch war auch eine Ambulanz des Bellvue - Hospitals zur Stelle und der sie' begleitende Arzt stellte fest, daß das Kindchen nur einige Stunden alt und dem Tode nahe sei. Er nahm es so rasch als möglich nach dem Hospital. Und während sich diese Scene abspielte, hatte sich auch der kleine Hund, der sich des verlassenen Kindes so dankbar angenommen, davon genacht. Niemand ivelß wohin.

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