Indiana Tribüne, Volume 29, Number 66, Indianapolis, Marion County, 9 November 1905 — Page 5

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Jndiana Tribüne, 9: November 1905

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Entblättert.

33on P. Sothis. Ich schau' den rothen Blättern nach, die fallen Und wirbelnd wehn vom einst so grünen Baum So löst unZ Menschen, die zum Winter wallen, AuZ fugend - Lcnzzcit Ins sich Traum um Traum. Sie blühten einst, die farbigen Folgend träume. Nun sind sie dürr und w-lk. im Wind verweht,' Entblättert stehn wir iiuui, wie die Bäume, Wohl dem, der festen Stamms cntblättert steht! Mutterlist. Skizze von Sophie von Khuenberg. Der Frühherbst, brachte Regen. An Regentagen gedeihen die Seufzer jungerMenschenseelen wiePilze, die aus nassen Waldboden aufschießen. Und deshalb seuszte auch Herbert Lang. Dis Sonne ist schmerzlichen-Refle-xionen abhold; sie flimmert und leuchtet das alles hinweg, lockt zu Spaziergängen, macht alles schön und heiter. Aher der Regen, besonders der Regen auf dem Lande, der fördert graue Gedanken. Und so waren Herberts Gedanken grau wie der Wetterkragen, den er trug und wie die Wolkenfetzen, die bergab hingen. Die Straßen weich und braun zum Versinken, die Waldwege glatt und kühl, im Gesellschaftszimmer eine fröstelnde Leere, denn die meisten Sommergäste hatten schon die Flucht ergriffen; in der Gaststube, wo die Holzknechte und Jäger beisammensitzen, ein herber Duft von nassem Loden und schlechtem Tabak. Also bleibt nur das große Schulzimmer an freien Stunden, als buon Retiro" der Jugend, die, sich dort versammelt. Ein paar junge, leidlich hübsche Mädels, ein paar Unter- und -Ober - Gymnasiasten, die sich mit Kartenspiel arnd allerlei Ulk die Zeit vertreiben. Auch das gute . alte Harmonium muß dazu herhalten, seine kirchliche Würde ablegen und Walzer auf sich spielen lassen; denn es gibt kein Klavier in diesem gottgesegneten Dorflein. Rasche Bubenhände haben die Schulbänke aufeinander gethürmt und angesichts der großen Tafeln für den Anschauungsunterricht und der Rechenkugeln (ein längst überwundener Standpunkt für das Häuflein Weisheit, das hier tagt!) drehen sich munterc Paare im Dreivierteltakt. In der Pause verabreicht die unermüdliche Frau Oberlehrer ein paar Schnitten frischen Apfelstrudels und .so ist auch in dieser Richtung für Regentrost gesorgt. Dennoch seufzt Herbert Lang, wie er sich in seinem Wetterkragen auf die verdunkelte Straße hinausschleicht. Vierspännige Postkutschen mit obligater Ueberfüllung rollen vorbei und mißmuthige Gesichter blicken heraus in die nasse Landschaft. Die Schneealm hat eine Tarnkappe auf und die Rax zieht ihre gewaltige Wolkcnhaube imvr.ti tiefer in die faltige Felsenstirne. Der Schneider steht vor seinem Hause und gähnt. In seiner gestrickten Hausjacke sieht er aus wie ein unrasirter Wollwurstel. Der Hausbauer duckt sich unter das vorspringende Dach des Holzerhauses und bemüht sich vergeblich, seine Pfeife in Brand zu stecken. Der Knecht vom Paumgartner torkelt mit derSchnapsflasche aus demLa den des Almer. Den ficht die äußere Nässe nicht an, wenn's nur innen hübsch brennt und wärmt. Herbert Lang geht langsam über die Mürzbrücke seinem Wohnhaus zu. Da steht die kleine Serfi vom Will mit ihrem rothen Spitzbubengesicht, reißt den runden Schnabel auf und läßt sich hineinregnen. Pfui, Serfi," sagt der Abiturient, der gleich chemisch - hygienische Bedenken hat. Aber die Serfi lacht und sagt lakonisch: Liisti!" Sonderbar," denkt Herbert Lang, alle' sind lustig und ich bin eigentlich traurig." Und aus einem instinktiven Bedürfniß heraus, daZ von Kindeszeiten her in ihm ist, geht er nach dem Zimmer seiner Mutter. Die sitzt über ihren Arbeitstisch- gebeugt, legt eben ein letztes, beschriebeues Blatt hin und ruft ihm zu: Fertig! Ach wie glücklich ich bin!" Du bist auch glücklich, Mama? Alle seid Ihr glücklich!" Und du nicht, Herbert? Du mußt doch auch fröhlich sein und fidel, ein junger Mensch wie du!" Sie räumt ihre Schreibsachen bei Seite, ordnet ihr Haar vor dem Spiegel, wäscht sich die Hände. Dann kommt sie an ihren Sohn heran, der Kragen und Hut weggeworfen hat und trüb, mit der ihm eiguien geknickten Haltung desAufgeschossenen zum Fenst hinausblickt. Dieses Wetter!" seufzt er. AberKind, was scheert uns das bissel Regen, wenn wir Sonnenschein in uns haben!" . Ich hab' aber keinen Sonnenschein in mir," sagt er eigensinnig. Ich bin zu häßlich. Diese Linie da von der Nase zum Mund, sieh nur, Mama, das geht doch nicht!" Das wird alles anders, wenn du breiter, voller wirst," tröstet die Mut-ter.-u hast kluge Augen, eine schöxic Stirne. lab aut lein, du wirst

noch so fesch wie irgend einer, nur mußt du dich besser halten, gesund, kräftig sein." : , ,- Es wird mich eber doch keine mögen." Unsinn, sie haben dich ja alle lieb." . .ta. aber . . . ." Nun. was drückt denn meinenSor genhans?" Siehst du. Mama, wenn sie auch ganz lieb sind und ich ganz vergnügt bin zuweilen. aber geküßt hab' ich doch noch keine.' Ich trau mich nicht recht, weil ich nicht weiß, wie sie's aufnimmt, und das ist doch wieder eine Schande, wenn man dann heimkommt und kann nicht einmal erzählen, daß man in der Sommerfrische ein Mädel geküßt hat! Du glaubst gar nicht, wie viel meine Collegen zu erzählen haben, was die für Abenteuer erleben, und nur ich muß so dastehen und hab' eigentlich gar nichts erlebt ..'.." Die Mutter lächelte ein wenig. Ganz leise, so daß er's nicht sieht. Er wird seine volle reife Kraft erst finden und genießen, wcnn andere junge Leute schon zerliebt und zerlebt in graue Verdrossenheit übergehen. Seine Jünglingsreinheit ist ihr Gewäbr für ein glückliches Mannesleben. Die Mutter legte schmeichelnd ihre Hand auf die feine. Weißt du, Herbert," sagte sie lächclnd. du könntest ja in Gottes Namen so ein bißchen was erdichten, den Collegen zu Ehren!" Nein, Mama, das hat keinen Werth, man würde es auch merken, ich kann mich so schlecht verstellen." Oder ich weiß noch etwas. Eiwas, das sogar viel interessantem klinat, um das dich alle beneiden werden? ,.Nun?" Die Mutier nimmt seinen blonden Kovf in beide Hände und küßt ihn liebreich auf die Stirn. Tu erzählst ihnen ganz einfach, daß du eine Frau geküßt hast!" Eine Frau?" Jawobl. eine schöne Frau, die dich zärtlich liebt." Herbert sah seine Mutterungewiß läcbelnd an. Ach so meinst du das?" Na bin ich vielleicht keine schöne Frau mehr, hab' ich dich nicht zärtlich lieb?" Freilich. Mama!" Nun also. und geküßt hab' ich dich auch mehr als einmal, nicht wahr? und du mich auch. Und somit beruht dies Erlebniß auf voller Wahrheit. Mein ehrlicher Herbert braucht nicht zu flunkern und ein geheimnißvolleS Abenteuer bleibt es doch!" Und wenn ich den Wahrheitsbeweis antreten muß?" fragt der künftige Jurist. . Na dann trittst du ihn eben an." lacht die Mutter. Ich werde mich schon recht schön machen, trenn' so weit ist." Sie lachten beide. Ter Regen hatte aufgehört. Durch das Gewölk zitterte ein Heller Schimmer; frischer Wind blies von den Almcn nieder und es sah nach gutem Wetter aus. Etwas Befreites. Reines lag in der Luft und Herberts kluges, gutes Gesiebt läckielte über die besiegte Sorge seines achtzehnjährigen Heczens. Die Mutter zog ihre Jacke an.' warf ihm seinen Kragen über und lootste ihn ins Freie. Arm in Arm schritten sie zufrieden und einig die schimmernde. Dorfstraße entlang. Jetzt, sah alles anders aus als vorhin, und lächelnd sagte die Mutter: ' Du sollst auch erzählen können, daß du Arm in Arm mit d:r geliebten Frau in der Einsamkeit gegangen bist. Paß auf. du weckst noch blutigen Neid unter deinen Collegen. Und Niemand soll jemals wissen, wie's darum steht, das bleibt unser Geheimniß, mein Junge!" Innerlich cter sagte sich die Mutter mit einem unhörbaren Seufzer: Diesmal thut er noch mit in diesem Spiel, aber heut' übers Iah? wer weiß. Zerstreutheit. . Humoreske ron I. Ungewitter. Es gibt verschiedene Formen von Zerstreutheit. Eine der am häufigsten vorkommenden äußert sich darin", daß man seine Schulden zu bezahlen vergißt. Eine andere doch seltener

auftretende ist, daß man vergißt, zu Diners zu gehen.- Manche Herren sind so zerstreut, daß sie gähnen, wenn sie mit jungen Damen sprechen, andere putzen aus Tistraktion in Gesellschaft ihre Nägel, und einer oder der andere ist bis zu dem Grade zerstreut, daß er, statt in 'seine eigenen, in die Karten Anderer blickt, wenn er Skat spielt. Ich selbst bin ein armer gedankenloser Mensch. Es wird mir oft schwer, die wenigen Gedanken, welche zufällig in meinem Gehirn Raum haben, zusammenzuhalten. Ich vergesse sehr oft, mich für Einladungen zu bedanken, und es passirt mir fast täglich, daß ich an Leuten, welche ich kenne, ohne zu grüßen, vorüberschreite ihnen nur mit einem abwesenden, etwas übernachtigen Blick in's Gesicht starre. Wenn ich zu Weihnachten und Neujahr viel in Familien verkehre, esse ich natllrlich mit allen älteren und jüngeren Frauen und Mädchen Vielliebchen. Meine. Zerstreutheit läßt mich jedoch stets verlieren. "Rein, verzweifelt über

die Menge Bonbonnieren und Theaterbilletts, die mir meine Zerstreutheit gerade zu einer .Zeit verursachte, in der Jedermann seine Groschen am besten selbst gebraucht, nahm ich Anfang dieses Jahres meine Zuflucht zu einer meiner Meinung' nach ausgezeichneten List. Sobald ich nämlich, sei es beim Diner. Souper, auf dem Ball, auf der Straße, im Theater oder in der Kirche, bei Taufen, Hochzeiten oder Veerdigungen einer älteren oder jüngeren Dame begegnete, sagte ich stets unmittelbar nach der Begrüßung Vielliebchen". , Auf diese Weise traf ich natürlich häufig die richtigen Opfer, oft aber auch ganz verkehrte. Diese letzteren betrachteten mich mit so erstaunten und mißtrauischen Blicken oder deuteten auf so impertinente Art an, daß ich den letzten kleinen Rest meiner gefunden Vernunft verloren haben müßte, daß ich meine kleine List schleunigst wieder aufgab, um in die frühere, kostspielige Zerstreutheit zurückzufallen. Letzthin beging ich, zerstreut wie gewohnlich, eine Dummheit, die mir viel Unannehmlichkeiten bereitete. Die Sache verhielt sich nämlich so, daß mein Freund Karl sich an demselben Tage verlobte, an welchem mein Freund Franz Joseph seine Schwiegermutter verlor. Aus diesen beiden Anlässen nahm ich zwei Visitenkarten zur Hand und schrieb auf die eine p. f. und auf die andere p. c. Nun war natürlich meine Absicht, Karl zu seiner Verlobung Glück zu wünschen und Franz Joseph mein Beileid auszudrücken. Aber fast ebenso natürlich war es bei mir Unglücksmenschen, daß ich die Visitenkarten verwechselte und die mit p. c. Karl und die andere mit p. 5. dem trauernden Franz Joseph sandte. Einige Tage später traf ich Karl. Mit breitem, vergnügtem Lächeln eilte ich auf ihn zu, um meinen Glückwunsch mündlich zu wiederholen, und streckte meine Hand aus. Aber Karl ergriff meine ausgestreckte Hand nicht, sondern steckte beide Hände in die'vertikalen Taschen, mit denen er seinen Ueberzieher hatte verzieren lassen, pflanzte sich breitbeinig vor mir auf und schaute wüthend drein. Schäm' Dich," sagte er, laß solche Unverschämtheiten mir gegenüber gefälligst bleiben! Ich lasse mich nicht zum besten halten. Ich habe mich aus freiem Willen verlobt, versiehst Du? Ueber meine Person braucht man nicht Witze zu reißen, und man hat mir kein Beileid auszudrücken, wenn ich mich verlobe. Zwischen uns ist alles aus, ich kenne Dich nicht mehr... Adieu!" Dmit zog Karl die Hände aus seinen Taschen und verschwand. Und ich blieb stehen, betrübt, vernichtet. wie ein lebendes Fragezeichen. Da ging mir plötzlich ein Licht auf, und ich begriff, daß Karl die verkehrte Karte erhalten hatte. Ich verwünschte meine Zerstreutheit, und alles um mich herum erschien m!r dunkel und düster. Und plötzlich wurde es noch dunkler und düsterer. Denn hatte Karl eine verkehrte Karte erhalten, fr hatte natürlich auch der trauernde Franz Joseph eine verkehrte erhalten! Ihm hatte ich also Glück gewünscht! Das war noch schlimmer wie würde Franz Joseph das wohl auffassen? Wie eine blutige Beleidigung natürlich, denn wenn je Scherz und Ulk deplacirt sind, so sind sie es wohl vor der Majestät des Todes. Während der nächsten Tage wagte ich kaum auszugehen, aus Furcht, Franz Joseph zu begegnen. Aus Vorsteht benutzte ich Taxameter, und war ich gezwungen, zu Fuß zu gehen, so strich ich an den Häuserreihen entlang und spähte ängstlich nach einer Figur in schwarzen Beinkleidern, mit leidendem Gang aus. Eines Tages traf trotzdem das Unvermeidliche ein ehe ich mich besinnen konnte, rannte ich Franz Joseph gerade in die Arme!' Es gab keine Möglichkeit, zu entweichen, und die Erde verschlang mich nicht. Mir zitterten die Glieder, der Angstschweiß trat mir auf die Stirn, und ich bereitete mich auf das Schlimmste, das Allerschlimmste vor. Und was geschah? Franz Joseph lächelte mich freund lich an, klopfte mich auf den Rücken und sagte kichernd: Alter Schäker!" Worauf er mit leichtem, tänzelndem Schritt in eine Bar trat. Allzuviel ist ungesund. Der verstorbene New Jorker Jurist James C. Carter hat häufig die Ansicht ausgesprochen, daß es allzuviele juristische Bücher gäbe. Er soll einmal einen Studenten, der zum Examen' zugelassen werden wollte, gefragte haben, was er zur Vorbereitung für die Prüfung gelesen habe. Der ehrgeizige Jüngling zablte ihm alle möglichen Werke von Blackstone's Commentaren" bis auf den heutigen Tagauf und fügt? hinzu, daß er die Codes studirt und außerdem Woolsey's Political Science", Liber'Z Code of Political Ethics" und Alle bemerkenswerthen Rechtsfälle" durchgearbeitet habe., Himmel und Erde!" rief Carter aus, Junger Mann, da haben Sie genug, gelesen, um sich Ihre. Aussichten, ein brauchbarer Anwalt zu werden, für Ihr ganzes Leben zu ruini-

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Sensationeller S e l b st -m o r d. Unlängst wurde an einem hohen Baume auf der Landstraße zwischen New Fork und Boston, Mass., die beinahe völlig nackte Leiche eines jungen Mannes 50 Fuß über dem Erdboden im Winde schwingend gefunden. Der Mann muß sich auf dem Baum, nachdem er hinaufgeklettert, ausgezogen haben. Er hatte nur die Hose anbehalten, und die war bis zu den Knieen herabgefallen. Nur ein vorzüglicher Kletterer konnte den Baum erklettern. Mit größter Mühe gelang es. den Todten auf die Erde herunter zu bringen. Sonderbarer Scheid u n g s g r u n d. Weil ihr Gatte ihren, humoristischen Erzählungen und launigen Einfällen keinen Geschmack abgewinnen konnte und alle Bemühungen in dieser Richtung zum Trotze keine Miene verzog, hat eine Frau Rosalie Pohlmann in Des Moines, Ja., eine Scheidungsklage gegen ihn angestrengt, welche zu ihren Gunsten entschieden ward. Ihre Bemühungen, dem' Ernst des Lebens die heitere Seite abzugewinnen. wurden von ihrem Manne so wenig gewürdigt, daß er sie als eine Närrin bezeichnete. Darauaf entschloß sie sich zu: Trennung. Gattenmord wegen eines Dollars. Ein wohlhabender Farmer Namens Mathew Boldes in Sioux County, Ja., tödtete neulich in Gegenwart seiner Kinder, eines zwölfjährigen Knaben und , dessen Schwester, seine Gattin, weil sie $1 für eine Kirche hergegeben hatte. Als die Linder ihre Mutter durch einen furchtbaren Schlag niedergestreckt sahen, flohen sie aus dem Hause. Der Junge kam mit einem Beil wieder herein, worauf der Alte hinauslief und Steine durch die Fenster warf. Die Mutter war aber todt, und als der Mann wieder zu Verstand kam, bat er die Kinder darüber zu schweigen. Als aber das Vegräbniß stattfand, brachen sie zusammen und erzählten den Vorgang. Der Th'äter wurde verhaftet. Merkwürdiger Fall. An einem schlimmen Herzleiden laborirend, fand unlängst ein acht Jahre alter Knabe Namens Johnnie Murphy in Milwaukce. Wis.. im Hospital Aufnähme. Als er in das Hospital kam, schlug sein Herz 160 Schläge die Minute, gerade doppelt so viel als der normale Herzschlag für ein Kind seines Alters. Seit zwei Jahren trank das Kind jeden Tag von neun bis zwölf Tassen starken Kaffee. Es fing an über Schmerzen wie Nadelstiche im Herze zu klagen und konnte ein Jahr lang kaum drei Stunden in der Nacht schlafen und 'dann nur, wenn es in einem Stuhl am offenen Fenster saß. Nach Ansicht der Aerzte hat übermäßiger . Kaffeegenuß das Herzleiden des Knaben' herbeigeführt. Merkwürdiger I u st i zf a 11. Der Gouverneur des Staates New Zork hat einen jungen Mann Namens Geo. Bassett, der wegen Einbruchs zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt war, 'aber seinen Straftermin kaum angetreten hatte, aus dem Grunde begnadigt, damit derselbe wegen eines größeren Verbrechens zur NechenschÄst gezogen und an die Behörden von Connecticut ausgeliefert werden kann. Kurze Zeit vor dem von Bassett begangenen Einbruch wurde nämlich am 27. Februar d. I., der greise Farmer Thomas Lockwood in Westbury. Conn.,.in seinem Heim bexaifbi und in barbarischer Weise ermordet. Zwei von den Thätern wurden bald nachher verhaftet und legten vor der Grand Jury ein Geständniß ab. worin sie Bassett als ihren Mitschuldigen bezeichneten. D:e Behörden von Connecticut baten darauf um Begnadigung und Auslieferung Bassetts, damit dieser womöglich der Bestrafung für das schwerere Verbrechen nicht entgehe, wenn er auch der Strafe für das lleinere entrinnt.- '.

Sdurnoviztizclxc X Scint Scirntltsvernrititer. Wie wünschen Sie zu beirathen aus Liebe, aus Konvenienz oder gemischt?" Sclzcilivnrer UidrrfVriid7. Pantoffelheld: ..Tu ahnst nicht. Freunder!, was meine Frau mir alles sagt, wenn sie einmal .sprachlos' ist." r SclioZol. Der kleine Moritz hat ein sehr gutes Schulzeugniß (nur Einser) heimgebracht. Papa. Du hast mir versprochen, daß ich etwas bekomm'', wenn ich gut lerne!" Was willst' De denn. Moritzche? Hast' De doch bekommen lauter Anser!"

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