Indiana Tribüne, Volume 29, Number 65, Indianapolis, Marion County, 8 November 1905 — Page 6

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Garland Ostn ...und Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schönheit, Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Sparsamkeit im Kohlenverbrauche. Sie werden mit Vergnügen gezeigt in WILLIQ'S ...Möbel-Sandlnug... 141 West Washington Straße Wirthschafts-Ucbernahme. Meinen Freunde und Bekannten,fowie demPubli kum im Allgemeinen, zur Anzeige, dah ich die bisher von Jcob Megel. Ro. 16341536 Süd EaftStratze, ??ordweft Ecke von East und Lincoln Str., geführri Wtrthschft. verbunden mit PooUZknimer, über nommen habe. 11 wird mein Bestreben sein, eine in jeder Beziehung gute nnd resvektable Wirthschaft zu führen und lade ich Jedermann frenndlichft ein mich in meinem neun e kale zu besuchen. Achtungsvoll John Seizersdoerker, 1534 1536 Süd Eaft Straße. Die Sarfteld Park kar sowie die Süd Saft 6irae Ear halt direkt vor meinem Platze an. Geschäfts-Uebernahme. Hiermrt die raebeae Avzeig,. bafc ich die Wirth. schaff verbunden mit Do:lZimmer und Vereins Halle. biSher bekannt unter dem Namen Reichmeins He. Skdwest.Ecke Market und Noble tr öder, nomven habe. Ich hchbe die Halle, Clubzimmer sowie den übrigen Theil bei SebäudeZ gänzlich neu renoviren lassen und wird dieselbe in Zukunft uuter dem Namen Moeller'S Halle bekannt sein. Halle sowie Clubraume stehen Vereinen und Gesellschaften zur VerfSgung. Jedermann ist frenndlilft eingeladen, mich in meinem Platze zu besuchen. Achtungsvoll Hcniian Moeller, Südroes! Ecke Noble und Market Str. Deutsche Wirthschaft .... von ... Gus. Amann, lNachfolgervon Con. Heeß.) 852 Massachusetts mtnut. Das berühmte Home Brno" stets an Zapf. Die besten Weine, Liquore und Cigarren. Jeden ag extra feinen warmen Lunch Morgens und Abends. Zu einem Besuch ladet freundlichst ein. U8. Aniann. 852 Mass. Ave Dichann Qrabbvtn, .FabrUante dou fein. Schau-Käfien. Ökl Lädentische und Cigarieu -Tische. 622 Oft Wasbrngto Vt?he. Neuer Telephon 257. Aerzte. Dr. .1. A. Sutcliffe, Wund.Arzt, KrZch!echt5.,Urin- nnl&tzinr Rrankheiten. cm : 155 Oft Markt Str. Tel. S41 CmitTaitä : , 611 10 Utr , ; i MI 401. Dr. Carl Q. Winter Deutscher 5lrzt. veSuRdeU alle akute und chronische ran? leiten. SedurtShülfe Spezialität. Ofstee: 14 Weft Ohio Ctx. CllioCtxsbcat ?oynnna:iuoVadrso ,, 1011 trau pibftmdu : 7 rnoi3ü . 54 HaQxa. eonataai : b Raqm. ,at Sohnnnq Telephon, : n UM V. t, ZU i RSt SU 42.

Europäische Nachrichten.

Provinz Westfaren. M ü n st e r. Verliehen wurde: Dem Eisenbahnsekretär a. D. Johann Eeida zu Minden und dem früheren Ehrenamtmann, Gutsbesitzer Heinrich Schulze zu Pelkum der Rothe Adlerorden 4. Klasse, dem Vetriebssekretär Willeke zu Paderborn, den Eisenbahnbetriebssekretären a. D. Hermann Horschig zu Mitten, Joseph Raser zu Soest, dem Eisenbahnassistenten a. D. Kaspar Strübbe zu Hamm und dem Eisenbahnmaterialien - Verwalter 2. Klasse a. D. Heinrich Gehrke zu Dortmund der Kronenorden 4. Klasse, dem pensionirten Eisenbahnpackmeister H. Rodcrhoff in Huckingen, dem pensionirten ' Eisenbahnlademeister Alsred zu Dortmund das Allgemeine Ehrenzeichen. Bochum. Auf der Stahlindustrie wurde der Monteur 'Glome von der elektrischen Kraftmaschine ersaßt und zu Tode gequetscht. Bielefeld. Ein entsetzlicher Unqlücksfall ereignete sich in der Wäschefabrik von Bertelsmann und Sohn. Die Plätterin Paula Stochhecke wollte entgegen dem Verbote über eine in Vewegung befindliche Transmission hinwegtreten. Hierbei wurden ihre Kleider erfaßt und dasMädchen etwa zehnmal herumgeschleudert. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Körper war furchtbar zugerichtet. Dortmund. Eine Frau Wehner aus der Hohensyburgstraße hier kehrte von Derne, woselbst sie eine Tockter besucht hatte, mit dem Zuge zurück. Auf der Bahnhofstraße wurde die Frau von Krämpfen befallen und starb bald daraus auf der Straße. H a t t i n g e n. An der Ruhrbrücke ereignete sich ein gräßlicher Unglücksfall. Der Bäckermeister Schulz wollte Gras holen. Kurz vor der Wiese scheute das Pferd und bäumte sich hoch auf, sodaß Schulz vom Wagen fiel. In diesem Augenblick schlug das unruhige Pferd aus und zerschmetterte seinem Herrn den Schädel. Der Tod trat auf der Stelle ein. S o e st. Vor Kurzem wurde der Bremser Wagener aus Hagen, der sich vor der Einfahrt in den hiesigen Bahnhos von seinem haltenden Gllterzuge auf ein anderes Geleise begeben .hatte, von einem Personenzuge überfahren und schrecklich verstümmelt. Der Tod trat sofort ein; die Leiche wurde nach der städtischen Leichenhalle Lbergeführt. ' Warendorf. Der dreizehnjährige Sohn des Fleischermeisters Gutezeit wurde am Ufer der Ems todt aufgefunden. Der Knabe hatte sich . eine Angelruthe schneiden wollen; dabei war ihm das Messer ausgeglitten und hatte ihm die Schlagader des Oberschenkels durchschnitten. Da niemand in der Nähe war, der ihm helfen konnte, mußte, er verbluten. W.engern. Von einem 'Schulausflug zum Wittener Hohenstein ist das siebenjährige Kind der Eheleute Woeste von hier nicht zurückgekehrt. Man befürchtet, daß das Kind in einen Steinbruch gestürzt ist. ' Aheinprovinz. Köln. Zum 50jährigen DoktorJubiläum des Geh. Sanitätsraths Prof. Dr. Lent fanden sich Vertreter staatlicher und städtischer Behörden, Vereinigungen u. s. w. zur Beglückwünschung des Jubilars in seiner Wohnung ein. Als Vertreter des Oberpräsidenten überreichte Oberpräsidialrath Wallraf dem Jubilar den ihm verliehenen Kronenorden zweiter Klasse mit der Zahl 50. Aachen. Durch Absturz schwer verunglückt sind bei einem Ausflug in Tirol der Geheimrath Scheurer von hier und dessen Frau. Dem Geheimrath mußte ein Bein amputirt werden. Seine Gattin wurde leichter verletzt. Bonn. Kürzlich beging der Nestor der evangelisch - theologischen Fakultät, Dr. Adolf Kamphausen, sein 50jähriges Lizentiaten- und fein 50jähriges Dozenten-Jubiläum. Düsseldorf. Auf einem an der Roßftraße gelegenen freien Platze spielten zwei Schulkinder in einer Grube mit Streichhölzern. Hierbei fingen die Kleider des 7jährigen Sohnes des Invaliden Winter Feuer und der Knabe verbrannte derart, daß er in wenigen Augenblicken den Vrandwunden erlag. Hilfe kam zu spät, da der Vorfall von Niemand beobachtet worden war. Elberfeld. Als ein schwerer Lieferwagen im Trabe um die Ecke Ritter- und Schmiedestraße fuhr, gerieth der 6jährige taubstumme Sohn deZ Händlers Huppach, der auf der Schmiedestraße spielte, unter das schwere Fuhrwerk und erlitt hierbei so schwere innerliche Verletzungen, daß er starb. , Hitdorf. Die Wahl des Verwalwngsvolontärs Dr. jur. Franz Müller m Kalk zum Bürgermeister unserer Stadt ist für die gesetzliche 12jährige Amtsdauer bestätigt 'worden. Landsweiler. Kürzlich wurde der Weichensteller Funk durch seinen Sohn, den er wegen liederlichen Lebenswandels tadelte, durch drei Messerstiche schwer verletzt.' Neu weiler. Vor seurzem erstach der Bergmann BMner seinen Arbeitskameraden Zeitz,' mit dem er auf dem Wege zur Grube wegen der Beschaffenheit militärischer Rangabzeichen in Streit gerathen ioar. .

ZiehcMde Schmerzen ? r- ....

Frauen leiden Qualen durch Schmerzen, von denen Manner keinen Begriff Haben. Eines dieser Leiden ist der schreckliche niederdrückende oder ziehende Schmerz d'er bei manchen Frauen fo oft eine Begleiterscheinung der monatlichen Perioden ist und bei anderen von Monat zu Monat, Woche zu Woche, Tag zu Tag andauert, bis selbst der Tod als Erleichterung willkommen sein würde. Was bedeutet das ? ' Es bedeutet möglicherweise, daß Ihre Gebärmutter sich verrückt, umgekehrt, verdreht oder gesenkt hat in Folge einer gewissen Schwache jener Muskelfasern, welche dazu dienen sollen, dieselbe gerade und in Stellung zu halten. Es bedeutet, daß 1 t Sie keine Ze)t verlieren müssen, sondern zur Erlerchterung nnd Cnr die eine Medizin nehmen, welche mit Gcwißheit von Nutzen für Sie ist nnd Sie kurirt wie sie schon eine Million von anderen glücklichen, erfreuten Frauen kurirt hat, nämlich

Schreiben Sie an uns

frei und offen in vollem Vertrauen und lhetlen Sie uns alle Ihre hmptome und Leiden mtl. Wir schicken Ihnen freien Rath (in einfachem, versiegeltem Coudert), wie Sie zu kuriren sind. Adresse: LadieZ' Advisory Tept., The Challanzoga

Mcdicine Zo., Chattancoga, Tenn.

Zllnzttgssrcudett Humoreske von Adolf Thiele. Wo Frau Kanzleirath Hoppe ihrer Nachbarin, Frau Buchhalter Prollmann, etwas an den Augen absehcn konnte nämlich etwas, das jener nicht gefiel that sie es. Frau Kanzleirath kannte nichts Schöneres, als Dienstmädchen und Waschfrauen über die Leute im Hause auszuhorchen, und so machte sie sich denn auch mit Auguste, dem neuen Dienstmädchen der Frau Prollmann, bald bekannt. Dieses war nun ein überaus fleißiges, geduldiges Mädchen, sie ließ sich von ihrer jedesmal!gen Herrin geradezu alles bieten, und so fand sie denn auch Gnade vor den I Augen der Frau Kanzleirath, die fast, alle Vierteljahre eine Neue" hatte. Es bereitete der Dame nun ein großes Vergnügen, daß es ihr gelang, Auguste ihrer Herrin abspenstig zu machen. Sie kündigte ihrem Mädchen und veranlaßte, daß Auguste bei ihrer Frau" dasselbe that, um bei ihr einziehen zu können. Seit dieser Zeit sprachen die beiden Flurnachbarinnen kein Wort mehr miteinander. Frau Kanzleirath hatte wenigstens die für ihre Hausmitbewohner sehr angenehme Eigenschaft, daß sie es in keinem Logis lange aushielt, sondern durchschnittlich alle zwei Jahre einmal Zog". . Auch diesmal stand sie vor dem Umzug. Weißt Du," sagte sie zu ihrem Mann, ich habe das mit Frau Mantel, die unsere künftige' Wohnung hat, so verabredet: wenn sie heraus sind, so geht sie zum Kaufmann und sagt es mir telephonisch her." Telephonisch?" brummte er. Wir haben doch Gott sei Dank kein TelePhon." ,Du bist aber gescheidt!" höhnte seine Frau. Du weißt doch, unten bei unserem Kaufmann ist eins. Die sollen mir's gleich heraufsagen, wenn die Mantel 'raus ist und wir 'rein können." Am nächsten Morgen kam der Lehrling des Kaufmanns herauf und verkündete mit athemloser Stille: Se können einziehen, se hat's gesaat!" Da muß ich mich doch selbst überzeugen!" erwiderte die Frau Kanzleirath und begab sich in den Laden. Hier versicherte ihr der Inhaber des Geschästs, ein vertrauenswürdigerMann, soeben habe Frau Mantel ihn angerufen und gesagt, sie gehe heute Abend aus der Wohnung, und die Frau Kanzleirath könne morgen früh einziehen. Nun hieß es scheiden, und die Frau Kanzleirath erfaßte, wie immer bei dieser Gelegenheit, ein trauriges Gefühl, dachte sie doch daran, wie oft sie ihre Mitbewohnerinnen, besonders aber Frau Prollmann, geärgert hatte; dies alles sollte nun ein Ende nehmen! Doch ein Trost richtete sie wieder auf: gab es doch anderswo Mitmenschen, denen sie einen Schabernack spielen konnte! Nun ging's los! Was noch nicht eingepackt war, verschwand in Kisten und Kasten! und am nächsten Morgen kamen die Räumer. . Der Herr Kanzleirath half selbst mit und faßte derart geschickt an, daß er sich bald einige Finger quetschte; von nun an stand er nur im Wege und ärgerte die Arbeiter durch sein nervöses Herumfahren. Auguste arbeitete, als ob Polierabend wäre, sie hatte schon so viel zerbrochen, daß sie heulend in einer Ecke saß. ' Am energischsten zeigte sich wieder das böse Prinzip, die Frau Kanzleirath war der Napoleon des Umzugs, und nach einigen Stunden hatte sie glücklich die ganze Hauswirthschaft im Möbelwagen drinnen. Mit einer gewissen Befriedigung bemerkte sie bei einem letzten Ueberblicke der Wohnung, daß diese doch eigentlich von ihnen ganz hübsch abgewohnt worden sei, und ging dann, von Mann und Kmdern gefolgt, dem Möbelwagen voran. Nach längerer Wanderung trafen sie vor dem neuen Hause ein.

Nanu," sagte die Frau Kanzleirath, die Mantel ist wohl verrückt, die hat die Gardinen noch vor?" Sie ging die Treppe hinauf und läutete; das Dienstmädchen öffnete. Ja, sind Sie denn noch da?" fragte die Besuchen erstaunt. " Ist Frau Mantel zu sprechen?" Die Mietherin kam in diesem Moment dazu; sie trug ein Plätteiscn in der Hand, denn sie war gerade dabei, Wäsche zu bügeln. Ach, guten Tag, Frau Kanzleirath!" rief sie freundlich. Einen Augenblick!" Ja aber," fragte die Kanzleiräthin, noch immer erstaunt, Sie haben mir doch sagen lassen, Sie wären aus der Wohnung heraus!" Ich? Nein! Das ist entschieden ein l Irrthum!" sagte Frau Mantel freundlich. Wir können erst übermorgen heraus." In diesem Moment klatschte unten der Möbelkutscher mit der Peitsche, ein Laut, der dem einziehenden Ehepaar durch und durch ging. Die Frau Kanzleir'athin konnte sich in die Situation gar nicht finden und begann 'ihren Aerger auf die unschuldige Frau Mantel abzuladen. . Nachdem diese eine Weile zugehört hatte, rief sie: Bitte, verlassen Sie den Korridor!" und so sah sich denn die Familie hinausgewiesen. Auf der Treppe begegneten ihnen ern:ge Räumer, die bereits Möbel trugen. Halt, halt!" rief der Kanzleirath. Nun wurde .berathen. Na, da lassen' Sie eben die Sachen im Wagen, bil Sie 'rein können!" rief einer der Männer. Nein, tas machen wir nicht!" sagte Ze Frau Kanzleirälyin. Wir kehren in unsere Wlchnimg zurück, schlagen ein paar Betten auf nd setzen ein paar Tische und Stühle hinein." Die Männer schüttelten den Kopf. Na, die ist gut!" sagte einer. . Die ganze Karawane zog nun wieder durch die Stadt, deran das Ehepaar, das im besten Zanke begriffen war. Das hast Du nun von Deinem miserabeln Telephon!" brummte de: Gatte. Wie konnte ich wissen," sagte die Gattin, daß mir jemand einenStreich spielen würde?" Da bist Du, selbst schuld daran," zankte Ler Kanzleirat.h, der ganz aus dem Häuschen war,. Du kannst ja mit keinem Menschen Frieden halten!" Alle Vorübergehenden sahen dem Ehepaar, das im Wortgefecht begriffen war, lange nach. Nun kam man an der Wohnung an, sah jedoch, daß diese bereits von der neu einziehenden Partei in Besitz genommen war. Jetzt knickte das Ehepaar zusammen. Mit ersterbender Stimme sagte der Kanzleirath den Räumern, sie sollten den Wagen in den Schuppen fahren, er würde schon Nächricht geben. Nun müssen wir," seufzte seine Frau, doch auf zwei Tage ins Hotel gehen. Was das kostet!" Und wie unbequem das ist!" brummte der Gatte. Großer Streit entspann sich nun über die Frage, in welches Gasthaus man ziehen solle. Die Stadt Hambürg" war ihm zu theuer, der Blaue Bock" war ihr nicht fein genug, im Englischen Hof" verkehrten seine Bekannten, deren Spott er fürchtete endlich entschloß man sich zur Krone", Zeitvertreib hatte man, das Ehepaar zankte sich und die Kinder, durch verschiedene Kopfnüsse ihres nervös gewordenen Vaters erfrischt, saßen eingeschüchtert in den Ecken. Man verlebtf Tage, wie sie sich unauslöschlich in Herz schreiben. Ich möchte nur wissen, wer uns der Stiels gespielt hat!" sagte wieder ein mal die Kanzleiräthin zu ihrem Manne.' , Auguste, was sperren Sie hier den Mund auf? Machen Sie sich drau, . ßen nützlich!" Auguste schlich hinaus und stellte sich an ein Flurfensier deZ Hotels. Eine Situation zum Nachdenken, be- . sonders wenn man, wie Auguste, ein bischen langsam denkt. Hm, das habe

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ich doch vor ein paar Tagen dem Mädchen der Fra:: Prollmann gesagt, daß Frau Mantel meiner Frau mit dem Dinge da. dem Telephon, sagen will, sie könnte einziehen. Nun fällt mir ein." fo dachte Auguste im Laufe des Nachmittags ohn: Ueberstürzung weiter, das Mädchen versprach mir ja so fthr eifrig, sie wollt es nicht weiter sagen. Sollte die? Und die. Frau Prollmann ? Gut ist sie ja, aber die Frau Kanzleirath hat sie manchmal geärgert. Na, jetzt nur nichts merken lassen sicher ist sicher!" Guat war'sch, ada faktisch hoatz! Von einem heiteren Auftritt in ei nem Münchener Automaten - Restaurant wird folgendes erzählt: Die Automaten - Wirthschaften, wo man für billiges Geld im Handumdrehen alles mögliche Eß- und Trinkbare bekommt, üben stets auf die biedere Landbevöl kerung eine eigenartige Anziehungskraft aus. So konnte man eines Sonntags ein Bäuerlein in einer solchen Hexenwirthschaft" beobachten, das vor Bewunderung Augen und Ohren aufriß. Schließlich machte es vor einem Glühwein-Automaten Halt. Zufällig war kein Glas da und derMann, der für sein Leben gern von der Quelle gekostet hätte, blickte hilflos umher, bis ein Spaßvogel ihn darauf aufmerksam machte, daß er nach Erlegung des' üblichen Zehnerls ja bloß's Maul an die Oeffnung hinz'halt'n bräuchet". Das ließ sich der Vetter vom Lande nicht zweimal fagen. Der Schalk, der den heißenRath gegeben, hatte sich aber verrechnet. Der Bauer hielt in seiner hochkomischen Stellung wacker stand und schluckte und schluckte, bis der Automat das bestimmte Quantum heißen Weins abgegeben hattet Dann wandte er sich hochrothen Gesichts dankbar seinem Berather zu, wischte -sich behaglich den Mund und grinste vergnügt: Guat war's scho, Herr Nachba, aba hoaß, sakrisch hoaß!" Das Schwimmen der Tlerzte in China. Die Verantwortlichkeit, die . die Aerzte in China für ihre Patienten haben, wird in ausgezeichneter Weise durch folgende Anekdote charakterisirt: Einen chinesischen Arzt, der einru Kranken zu Tode kurirte, ließ dessen Familie in's Gefängniß werfen. Nachts gelang es ihm, zu entkommen, und er rettete sich, einen Strom durchschwimmend, vor seinen Verfolgern. Zu Hause angelangt, fand er seinen Sohn in den Büchern vertieft, um sich zur ärztlichen Laufbahn vorzubereiten. Mein Sohn," meinte er, thue die Bücher weg, das Wichtigste ist vor Allem, daß Du schwimmen lernst." Ritterhude. Die auf dem Gröniug'schen Gut .beschäftigten Roggenmäher fanden zwischen dem Korn eine völlig unkenntliche Mannesleiche. Nach den vorgefundenen Papieren ist der Todte 23 Jahre alt. Man fand bei ihm einen Revolver, Papiere auf den Namen Lankenau aus Bern in der Schweiz, einen guten Anzug und 60 Mark in baarem Gelde. Wohlenbeck. Das 9jährige Mädchen Grönwoldt. welches bei dem hiesigen Tischler' Beckenmaster Kühe hüten mußte, wurde bei den Kühen auf der Weide todt aufgefunden. Solingen. Eine hartnäckige Selbstmörderin ist die Wittwe Purder Hierselbst. Vor einiger Zeit versuchte sie sich mit einem scharfen Beil den Schädel zu spalten. Die Schwerver letzte wurde im Krankenhaufe soweit hergestellt, daß sie vor Kurzem entlassen werden konnte. Dann versuchte sie sich zu erhängen, wobei sie aber gestört wurde. Die Frau soll an Schwermuth leiden. - mk m m Abgeblitzt. Mein Fraulein, Ihr Anblick hat mich derartig berauscht . . ." Da giebt eö nur ein Mittel: Sie gehen nach Hause und schlafen den Rausch aus."

Jch litt 'an ' nicdcrcndcn Schmerzen und Borfall der Gebär g muttcr. "schreibt Frau Ina Baulcs von Ehcrwood, Tcnn. Meine g Gesundheit war sehr angegriffen ü und ich konnte kaum meine Arbeit jj verrichten. Cardui kartrtc mich."

Y7 Mmiim' Jjclftullcf. I UeberdieAbenteuereines amerikanischen Herkules in Paris wird von dort berichtet: William Thompson, ein junger und reicher Amerikaner, war nach der französischen Hauptstadt gekommen, um seinen schweren Geldbeutel ein wenig zu erleichtern. Mister Thompson verfügt übrigens über die Körperkräfte eine Niesen und wiegt die Kleinigkeit von 450 Pfund. Er begab sich nun unlängst nach Montmartre, betrat dort eines der zahlreichen Kabaretts und leerte auf einem Sitze acht Flaschen Whisky. Als dem betrunkenen Gaste die Rechnung in Höhe von 40 Francs präsentirt wurde, verweigerte er die Bezahlung, spielte mit dem Kelhier und dem Wirth, die auf Begleichung der Zeche drangen, Fangeball und begann das Lokal zu demoliren. Die geängstigten Gäste liefen eiligst zur Polizei, aber auch einem Aufgebot von Vier Polizisten widerstand de? moderne Herkules siegreich. Endlich, nachdem man Verstärkung herbeigeholt, gelang es, den Rasenden zu überwältigen und zu fesseln. Allein der Transport nach der nächsten Polizeiwache war ebenfalls mit der größten Schwierigkeit verknüpft. Man requirirte eine Droschke, die aber unter der Wucht des schweren Körpers zusammenbrach. Erst ein sehr stabiles Automobil war imstande, den Gefesselten wegzuschaffen, worauf er bald in einen tiefen Schlaf verfiel. Als ihm am nächsten Morgen seine Missethaten vorgehalten wurden, war Mister Thompson auf das tiefste zerknirscht und bat wehmüthig um Verzeihung. Gleichzeitig gab er jedem der Schutzleute, die sich bei seiner Verhaftung redlich abgemüht, 50 Francs, bezahlte die zerbrochene Droschke und machte sich ferner anheischig, den Gastwirth des Kabaretts auf Montmartre vollauf zu befried!gen. Ein Wiener Blatt bringt eine kuriose Mittheilung. Es erzählt von einem österreichischen Dichter, dessen Werke ihrem Schöpfer nicht so viel einbringen, daß er davon leben kann, und der aus diesem Grunde einen Gewerbeschein sich anschaffte und nun allabendlich durch die Wiener Cafös zieht, um seine Waare zu verkaufen, die er selber verfertigt. Dieser Dichtersmann mi Hausirergewande ist niemand anders als der Dichter Peter Altenberg. Seine Waare" sind Schmuckketten, die er persönlich anfertigt, indem er auf grün und rosa seidene Schnüre Glas- und Holzperlen zieht, P. A. Literaturketten" von ihm geheißen. Diese Fabrikate verkauft Altenberg bei seinen Pendwanderunyen um 50 Kronen das Stück. Wer zehn Stück dieser Ketten erwirbt, erhält gratis als Zugabe ein Bändchen Geistesperlen", ein Bändchen Apercus und Gedichte von dem Dichterhausirer. In Wyndhams Theater in London wird ein Schauspiel aus dem japanischen Leben von javanischen Schauspielern dargestellt. Es ist nur eine kurze Scenenreihe, die aber von dem echten Geiste japanischer Vaterlandsliebe und Treue erfüllt ist. Der Held Kagekiyo ist ein Samurai und Anhänger eines verbannten Fürstcngeschlechts. Um seinen vertriebenen Lehnsherren zu rächen, verkleidet er sich und zieht mit seiner Geliere Akoya, einer Geisha, und ihrem treuen alten Beschützer Tomotada aus,, um den siegreichen Gegner Yoritomo zu tödten. Während er - selbst abwesend ist,, wird seine Geliebte von Soldaten überfallen, und Tomotada, der zu schwach ist, um sie zu retten, begeht Harakiri. Durch diese heroische That werden die Soldaten gerührt. Kagekiyo aber zieht sich nach dem Tode des Getreuen mit seiner Braut nach einem Vuddhatempel zurück, um den Rest seines Lebens in Buße und Frömmigkeit zu derbringen. Dieser einfache Anhalt gewann Leben durch das glänzende Spiel des SchauspielerNSato und seiner Truppe. Modern. Sie kommen mir sehr bekannt vor, mein Herr!... Sind Sie nicht der dritte Mann meiner zweiten Frau?"

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