Indiana Tribüne, Volume 29, Number 65, Indianapolis, Marion County, 8 November 1905 — Page 3

Jvkanü Tibüne, S. November 19S.

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Prinz Louis in Baltimore. Gute Aussichten für Gen. Wood. Pulvermühle

in Illinois in die Lust geflogen. Sammlungen für vothlcldeude russische Juden. ßin Kader von Annapolis beim Faustkampf getödtet.

Prinz Ludwig v. Balten. berg. Annapolis:. Md., 7. Nov. Contre.Admiral Prinz Louis v. Aat tenberg nahm heute unter Führung des Superintendenten, Contre - Admirals Sand, eine genaue Besichtigung der Akademie vor. Er war von seinem persönlichen Stäbe begleitet. Der Prinz wohnte dem Unterrichte in verschiedenen Klassen bei, dann be. sichtigte er die verschiedenen Gebäude. Er sprach in Ausdrücken höchster Aner kennung von Allem, was er gesehen hatte. Der britische Botschafter, Sir Mor. timer Durand, kam heute Morgen mit einem Specialzuge hier an. Er ist der Gast deö Prinzen LouiZ an Bord von dessen Flaggschiff Drake". Am Nach, mittage fuhr der Prinz nach Baltimore und kehrte am Abend zurück. Die bri tischen Schiffe werden morgen nach New Z)ork abfahren. Contre Admiral Brownson'S Geschwader fuhr heute Morgen ab, nur die Mayflower" ist noch hier. Baltimore, 7. Nov. Ein zahlreiche Menge hatte sich am Bahn hose in Camden Straße eingefunden um den Prinzen- von Battenberg bei r:..... ciY.su.. ei x. 0TmmviaT:b . (.n . I ttttupv.ls Äu uwuu. s m r? 1 T f 9a V m am I Ben. nurz uui o uyi mm mn oem Prmzen an. ?n vmmm war nur sein Flaggoffizier bei ihm. ferner oer uiesige immt koniui, Bahnpräsident Gilbert Frazer u. A. r t!.n.. i-n. n r..r er Mayor uno uoi. z.yorpe von iw rn . w r . 11 n x in I oer unoesarmee oanen nca zur oc , grUBUNg ttNgesUNoen. Gen. Wood. ' Washington. 7. Nov. Als seinerzeit der Präsioent Gen. Leonard Wood zum Generalmaior beförderte und den Senat gemissermaßen zu der Bestätigung dieser Ernennung zwang, wurde die Vermuthung ausgesprochen, die schon bald der Verwirklichung näher I kommen dürfte, nämlich dle Ernennung des Generals Wood zum .Generalleut nant und Chef des Generalftabs. - Der iekiae GeneralstabSchef. Chaffee. tritt gesetzmäßig am 14. April in den Ruhe stand, aber eS wird jetzt konstatirt, daß er schon am 1. Januar um seine Pen sionirung ersuchen werde, um Anderen Platz zu machen. General Bates, HülsSgeneralstabSchef, wird ihm nach folaen. und dann auch sehr bald in hm Rubestand treten, um rn ermöa s:. n.n.rm;Ay KUr, .s... ttUitt, vp 2VfcVil, fcfcmalS Generaladjutant, den dreifachen Stern auf einige Monate im aktiven! ?z.nst ,rt. bis im Auaust näcksten Jahres sich den Ruhestand verdient hat, und dann kommt General Arthur MacArthur daran. Man spricht nun da. . . von, daß General kacArlyur na, .even." fall au Kefälliakett vorttitta aus die RuheftandSliste schieben lassen werde, u. daß alSdann der GeneralleutnantSrang M V dem ehemaligen Regimentsarzt und iekiaen Generalmaior. Leonard Wood . zutheil werden solle, ine dübscke Karriere für General Wood. Vier Mann durch Explo. sion getödtet. B e l l e v i l l e, JllS.. 7. Nov. Die Phoenix.Pulvermühle bei dem einige , Meilen von hier gelegenen Phoenix flog, heute in die Lust. Getödtet wurden: LouiS Hall, Wil liam HumeS, George HumeS, '. Walter Krobel. Die Bewohner von Belleville 'sahen über den Hügeln in der Richtung auf Phoenix eine Staubwolke hoch in die Luft schießen. z Die Explosion wurde 10 Meilen von Phoenix noch deutlich gehört und gespürt. Das Gebäude wurde zu Splittern gemacht, Leichentheile hingen in den umstehenden Bäumen. Hilfe für russische Juden. New I 0 r i; 7. Nov. In einer Massenversammlung hieflger jüdischer Rüraer wurden für di? ninl,id-nn - . . KlaubenSaenossen in Rukland Zfi . " " w u 1 7 :l u rcV z:; uw uciuuiuiui. wuivc cuic vuiö. ge,eu,qasl gegrunoei mir Slar . . T rr T M- fl , mm

antreten.

Strauß als Präsidenten, CyruS Sulz berger als' Sekretär und Jakob H. Schiff als Schatzmeister. Depeschen von London, Paris und Berlin meldeten, da die dortigen Juden willens seien mit der hiesigen Gesellschaft zu kooperiren. TödtlicherFauftkampf. Annapolis, Md., 7. Nov Kadet Branch starb heute an der Ber letzngen, welche er in einem verabre deten Faustkampf mit Kadet Minor Merriweather von Lafayette, Ind., er hielt. Der Kampf, am Sonntag Abend, dauerte 23 Runden und endete damit, daß Branch stürzte und mit der rechten Seite des KopfeS auf den Bo den aufschlug. Die Verletzungen wur den wurden zuerst nicht für gefährlich gehalten, aber am Montag ließ sich die Sache nicht mehr verheimlichen, Branch wurde in's Hospital gebracht und ge ftern Abend operirt. Heute Morgen um Uhr starb er, ohne wieder zum Bc wußtfeiN gelangt zu fein. Merriweather ist ebenfalls im Ho spitale. Die Behörden haben bis jetzt noch keine Anklagen gegen ihn erhoben. ES wird Niemand zu ihm gelassen. Unaufgeklärter Todes. fall. Pouahteepfie N. N. 7. gb. Die Leiche von Frl. Emily 6npan fa z,ng?town, O., welche da hitaQt Naffar Gontnt hthi&it. r- " ' wurde in einem Teiche nahe der Anstalt gefunden. Frl. Ensign litt stark an Hweh. Als sie nicht mm Abend ,ffm rf.fiim nh .... lllv" vv miiv uuwy juv iutkii Stunde nickt zurückaekebrt war. benack richtigten die Freundinnen die Borste herin der Anstalt, die Nachforschungen anstellte mit dem angegeben Resultat. Eine weitere Untersuchung ergab nun. oaß Frl. Ensign am Nachmittag gegen Kopfweh einige Pulver eingenommen hatte. Man nimmt an. daß sie zu viel nahm und in. halber Betäubung jn'S Wasser gerieth. HauSeinfturz. . Omaha, Neb., 7. Novbr. Der Neubau des vierstöckiaen feuerfesten Gebäudes an 16. und Douglaß Str., kaum von den Contractoren. Gebr. Hayden, fertiggestellt, stürzte beute in sich selbst zusammen. Zwei Männer, Albert Lumpkin und JameS McNa. mera, fanden" ihren Tod unter den Trümmern. ( Aufregung UN i er den Po c . " " " 1 v " ü' er. lautet, daß sich Tausende von Polen eder in ihre alte Heimath begeben 0011 unanolge m gewonnen und Ruhe und Ord Iniinr rnthr hrrtftTH s,k Hi-Xtt - ' ls,:J f ".yenung emes mcagoer atteS herrscht unter den Polen der r iaoi oie auergrovie 1 fr...!!.. (nn. r - c t . v 1 fx T J DWn 0lc vxm lhen Kämpfe in Rußland und im be I.UV... I rn -T kl 4. r I Vn nrn .oem grollen nierene uno es weroe verftchert, daß nach Gewährung politischer Freiheiten nicht weniger als 25,000 sofort zurück nach Polen gehen werden, und daß eine ebenso große Zahl innerhalb 20 Mona ten folgen werde. Selbstmord. Epidemie. E l e !) e l a n d, O., 7. November. Nachdem Albert H. Darwin im hiesigen Gefängnisse Selbstmord beging, ha sich in der Nacht Adam Boyer,- welcher ankeklagt war seine Frau erschossen zu haben, in seiner Zelle an einer Wasser röhre erhängt. Er.glng so ruhig dabe zu Werke, daß zwei andere Insassen der Zelle erst heute Morgen merkten was vorgefallen war. Gegen Fleifchtru st. Helena, Mont., 7. Nov. Vor dem Staats obergericht wurden heute die Fälle des Staates Montan? gegen die Cudahy Packing Co., Swift Pack mg Co. und der öammond Vackina Co. verHandel, die anaeklaat sind, eine Im. - rAe,,azworung gebildet zu haben, um die Preise von Fleisch und leikckvro. . M . w I VF4 k.Ul W w . w A w m LMV.1" iicn, uno oaourca oas mtim mm cßaS (fit bat hlt Sacke nt ?, I -vw-w-w w WSgUNg genommen.

Wahlen im Lande. Mclellan und Zerome New lork gewählt. -

ltt Sieg der Republikaner in Nebraska. 3n,Ohio das Resultat zweifelhaft. New York, 3. Nov. Die bis Mitternacht eingelaufenen Berichte deu ten an, daß Geo.'B. McClellan (Dem.) wieder als Mayör von New York er. wühlt ist mit einer Pluralität. von 3-4000 'Stimmen über W. R. Hearst (Municipal Ownership) und daß Wm. T. Jerome als unabhängiger Kandidat etwa 8000 Stimmen mehr wie JameS W. OSborne (Dem.) für das Amt des DistriktSanwalteS erhielt.' Hearst will feine Niederlage noch nicht zugeben. Bon 184 Wahldistrikten stehen die Berichte noch aus. Soweit hatte Mc Clellan 205,503. Hearst 203.370 und Jrvin's(Rep.) 130.326 Stimmen. Hearst behauptet noch immer ge. wählt fein. In einer heftigen Er. klärung gegen angebliche Wahlbe trügereien Tammany Hall's sagte er, er werde den Kampf bis zum Ende durchführen. Boston, Mass., 7. Nov. Vice. Gouverneur EurtlS Guild jr. (Rep.) von Boston wurde zum Gouverneur von Massachusetts mit einer Pluralität von 29,435 über Gen. Chas.'W. Bartlett (Dem.) von Boston gewählt. Für den Posten des Vice.GouverneurS, um den dieses Jahr ein unge wöhnlich heißer Kampf geführt wurde, wurde der Republikaner Eben S. Dra per gegen den Demokraten H. M. Whitney gewühlt. Das Gefammtvotum war: Guild 203.834, Bartlett 174,899, Draper 184.534, Whitney 180,592. Boston, 7. Nov. Vollständige Be. ichte geben für Gouverneur, dem De mokraten Bartlett 174.399. dem Re publikaner Guild 203,834 Stimmen. Lincoln. Neb.. 7. Nov. Berichte aus aus 119 Precincten, einschließlich Omaha und Lincoln, geben dem repub. anischen Knndidaten für Oberrichter Letton 14,816, HastingS dem Fusion? andidaten 9,492 Stimmen. Das Re ultat ist von dem vor 2 Jahren nicht viel verschieden. Sonst waren nur noch Regenten der Universität zu wählen. Philadelphia, 7. Nov. Berichte bis Mitternacht zeigen, daß die Republikaner mit knapper Noth einige Ward hielten. Vor einem Jahre er hielt Präsident Roosevelt 180,834 Stimmen Pluralität. Die Berichte aus dem Staate' für einen Schatzmeister, ein Mitglied des Obergerichts und eines des Superior gerichts sind noch im Rückstände. LouiSville, Ky., . 7. Nov. In 142 PricinctS von 184 in der Stadt erhielt für Mayor Mayr der Demokrat Paul C. Bartb 15.337 Stimmen, der FufionSkandldat O'Neal 12,973. T r e n t 0 n, N- I., 7. Nov. Die heutige Wahl verstärkte die Anzahl der Republikaner in der StaatSlegiSlatur und macht eS unmöglich, daß ein De mokrat Nachfolger des Bundessenators John F. Dryden im Jahre 1907 wird Im StaatLsenate werden nur 4 der 21 Mitglieder Demokraten sein. Co l u m b u S. O., 7. Nov. Um 11 Uhr heute Abend behaupteten die demokratischen Führer ihr ttandida John M. Pattison sei gewählt, ebenso die demokratischen Kandidaten für Vice Gouverneur LouiS B. Houck, Schatz meist ChaS. E. Mafon, General-An walt JameS A. Rkce, Oberrichter Hugh T., MatherS. . Die Nevublikaner hatten gegen die letzie Wahl starke Verluste, durchschnitt lich 100 Stimmen im Precinct in de Stadt und 30 auf dem Lande. C 0 l u m b u S , 7. Nov. Um Mitternacht erklärte 'ChaS. Dick, 'Vor sitzender des republikanischen Wahl comiteS, die Berichte seien zwar noch unvollkommen, doch deute AlleS daran hin. daß das republikanische Staats Ticket mit sicherer Pluralität gewähl

sei. .. ,. ' Chicago, 7. Nov. Die Republikaner wählten heute alle ihre Kandi daten in Stadt und County bis auf einen Mann, der einzige demokratische Kandidat ist Webb. der als Truste für den Sanitütskanal gewühlt wurde. Außerdem wurden 4 Richter gewählt. PittSburg, Pa.. 7. Novbr.

Die Vorflber beider Parteien wollen

eine vkstimmte Ansicht über das Wahl resultat ausdrücken. Die Demokraten behaupten, daß ihr Kandidat I.' Lee Plummer mit 20,000 Stimmen zum Gouverneur gewählt sei. Roosevelt zu, rück. Washington. 7. Nov. Präsi. dent Roosevelt kam um 4 40 Uhr heute Nachmittag hierher zurück. Er hatte sich, in Oyster Bay nur etwa 20 Minu. en aufgehalten, um zu stimmen. Mord und Selbstmord. Sa Francisco, 7. Novbr. Milton Franklin Andrews und feine Begleiterin Hulda Petrie, welche, wie bereits gestern gemeldet, hier in ihrer Wohnung todt gefunden wurden, wur den von der Polizei aewcdt. nacbdem sie . zu Berkeley , einen ' Sportsmann, Wm. ElliS, brutal anaeariffen und beraubt hatten. Ein Polizist verschaffte sich unter ei. nem Äorwanve isuuw zu der Wob nung; er sah nur das Frauenzimmer, wahrscheinlich war Andrews in einem Slofet. Der Polizist ging wieder weg und bald darauf hörte man zwei Schüsse. Als die Polizei in die Wohnung brach. and sie die Leichen.' Das Frauenzimmer hatte in einem Strumpfe eine Erklärung, welche von Andrews unterschrieben war. In der elben sagt Andrews, er werde beschul. digt Eugene Boöworth zu New Bri ain. Conn., ein Frauenzimmer zu Troy, N. Y., und Befsie Bouton zu Colorado Spring? - ermordet zu haben. Er habe mit allen drei Morden Nichts zu thun gehabt, dagegen feierr einige geringere Anklagen berechtigt. FrauChadwick. Cincinnati, O.. 7. Nov. Frau Casfie Chadwick ist vom Bun' deS-KreiSgerichte mit ihrem Gesuche um einen neuen Prozeß abgewiesen worden. ES vlclbt ihr nur noch die Hoffnung aus daS OberbundeSgericht. Frau Chadwick ist gegenwärtig im Gefängnisse zu Cleveland. O. Sie er hielt zehn Jahre, weil ne die CitizenS' National Bank zu Oberlin befchwin delte und in den Bankerott trieb. Das rettende Glas Wasser. .Nein, meine Herren," mischte, sich Privatier Gurgelberger in's Gespräch, so ganz und gar mochte ich denn doch nicht dem Wasser alle und jede Verwendbarkeit zum Trinken absprechen. Ich habe da vor Jahren ein Erlebniß gehabt, bei dem ich so recht deutlich sah, daß ein Glas Wasser, zur rechten Zeit angeboten, von großem Nutzen sein kann. Erzählen soll ich die Geschichte? Na, gut, also hören Sie, meine Herren: .Ich habe die Gewohnheit, nie ohne ein Glas Wasser auf dem Nachtlästchen in's Bett zu gehen; ich trinke zwar, wie Sie wissen, nie einen Tropfen davon, aber wie gesagt, es war und ist dies so eine Gewohnheit von mir. Eines Nachts wurde ich durch ein verdächtiges Geräusch geweckt und, wie ich die Augen aufschlug, sah ich einen verwegenen Strolch mit brennrother Schnapsnase bei meinem Bett stehen. In seiner Hand blitzte ein großes Messer und eben wollte er den Arm erbeben, um aus nucy loszustechen, da ergriff ich instinktiv den nächsten Gcaenstand, der mir zur Hand war es war das Glas Wasser und hielt ihm's unter die Nase. Meine Herren, jetzt hätten Sie aber den Kerl sehen sollen! Zu zittern und zu beben bat er begonnen, alle Farben hat er ge svielt. die Kniee fingen ihm zu schlottern an und mit beiden Händen abwehrend. taumelte er ganz verstört zurück Ich ließ aber nicht locker und rückte ihm mit dem Glas Wasser 'immer wieder nach, bis er endlich, von Grausen ge packt, in fluchtartiger Eile das Zimmer verließ. Ich war gerettet! Ein fatales Nachspiel hatte "die Geschichte aber doch noch: Ich hab' da mals in meiner reud' und in meiner Dankbarkeit über meine Errettung das Glas Wasser ausgetrunken! Sie. meine Herren, das war schrca'.lch. 2ü5o chenlang hab' ich den grauslichen Was sergeschmack nicht aus'm Mund ge bracht! Brrr!!Fütterung. trächtigem Sauen. In der Regel werfen trächtige Sauen, welche zu reichlich gefüttert werden, magere Ferkel. Auch macht ein starker Fettansatz die Sau geneigt, sieverhaft zu werden und die Milchmenge zu verringern. Das beste Futter für trächiige Sauen sind Weizenkleie und Schrot, welches mit heißem Wasser angefeuchtet oder gekocht wurde, oder auch Zuckerrüben in gedämpftem oder gekochtem Zustande. Ein mäßiger Salzzusatz ist empfehlenswerth. Ist die Sau mager, dann kann man mit Mais-, Erbsen-, Bohnen-, Gerstenoder Hafermehl nachhelfen. Im Sommer ist gute Klee- oder Wiesenweide von besonders guter Wirkung. .Am ersten Tage nach dem Werfen gebe man lauwarmes Wasser und füttere nicht zu stark, nach mehreren Tagen Getreideoder Hiilsenfruchtmehl und bis zu je. 2 Quart Lein- oder Baumwollsamenmehl. -

Ncvcr den riesigen VulkananSdrulh auf der zur Samoagrilppe gehörigen Insel Tavai bcrichttt der in Auckland (Neuseeland) eingetroffene Dampfer Narua- Näheres. Hunderte von Metern lohten, die Flammen in die Höhe, die ausgeworfenen Laramassen waren sehr bedeutend, doch sind Verluste an Menschenleben nicht vorgekommen. Die Mannschaft des von Samoa hier ejng?- ' troffenen Dampfers John ' Williams beschreibt den Ausbruch als das großartigste Naturschauspiel, das sie je gesehen Dem Krater entstiegen ungeheure Mafien von Rauch und. Lava; an der Seite des Berges waren gewaltige Nisse entstanden, Steine von großem Umfange fielen massenhaft, in's Meer. Unter den Eingeborenen herrschte natürlich große Aufregung; sie erzählten, daß an einem einzigen Tage 13 Erd stoße wahrgenommen worden seien. Aus Adclaide wird übrigens mitge theilt, daß ebenfalls ein Erdbeben dort wahrgenommen worden sei, ohne jedoch Schaden anzurichten. Einen argen Schrecken . erlitt eine Reisegesellschaft, die sich in der Nähe des Schlammvul. kans im Waiotvputal (Neuseeland).be. fand. Urplötzlich schoß aus der tief liegenden Krateröffnung eine 100 Meter'hohe.siedendyeißeSchlammsäule empor, die glücklicherweise nach der ent gegcngesetzten Seite herabfkl; wären die Zuschauer von der Schlammmasse getroffen worden, so hätte keiner lebend das Thal verlassen.

Zum französischen ttolo.lialska.idal meldet man aus Paris: Die Freunde des Generalkommissars Gentll suchen. da Gentll krank und bettlägerig ist, an seiner Stelle die von Brazza gegen ihn erhobenen Anklagen zu widerlegen. Gentils Privatsekretär übergab dem Mahn mehrere Eirkulare imc Briefe Gentils, in denen dieser die Beamten und Soldaten des Kongogebietes, die Eingeborene mißhandelt oder unrechtmäßig verurtheV hatten, mit Strafen bedroht oder auch, bestraft hat. So setzte er 1903 den ldmintstrator von Haute Sa'ngha ab, der, weil er einen Mörder nicht erwischen konnte, die Familie des Verbrechers gefangen setzte. Andererseits veröffentlicht der Matin" das Schreiben de Brazzas an den Kolonialminrster, das am 21. August 1903, also kurz vor dem Tode Brazzas, abgefaßt ist. Brazza sagt darin: Auf der Straße von Fort Possel beispielsweise sei es Gewohnheit, die Frauen einzusperren, um die Männer zum Trägerdienst zu zwingen. Alles Erdenkbare", schreibt Brazza, ist versucht worden, um mir das zu verbergen." Nun. de Brazza 'ist todt, und Herrn Gentil wird es nickt allzuschwr? werden, seine Unschuld zu beweisen, ob er nun wirklich unschuldig ist oder nicht. Heben eines alten Kriegsschiffes. Die Ankunft verschiedener lachöerständiger in Sebastöpol, die ,von der Regierung beauftragt sind, ein in der Bucht von Balaklawa liegendes großes englisches Kriegsschiff zu heben, erregt lebhaftestes Interesse. Das Schiff wurde während des Krimkrieges durch die russischen Landbatterien in den Grund gebohrt. Es sind bereits ver schiedene Versuche gemacht worden, es zu heben, aber die Bergemittel waren stets ungenügend gewesen. Die russi. sche Admiralität soll davon überzeugt sein, daß das gesunkene Schiff eine große Summe Goldes an Bord hat. das ursprünglich für die Vezahlunz der englischen Armee bestimmt , war. Der bevorstehende Bergungsversuch wird durch den Italiener Restucci geleitet. Der Werth der, Kriegskasse an Bord des Schisfes wird verschieden hock geschätzt. Einige sprechen vcn einer Viertel Million,, andere von mehr als 600.000 Psund Sterling. Resiucci soll für den Fall, daft ihm die Bergung nicht gelingt, auf Zahlung verzichtet baben, während ihm im an'deren Falle ein Antheil an dem etwa gefundenen Golde versprochen ist. Er ist der Erfinder verschiedener Apparate für unterseeische Arbeiten Zweimal begraben und doch lebendig. Eine bizarre Anzeige ist unlängst' bei dem Polizeikommissar des Pariser Stadtviertels Saint-Lambert erstattet worden. Auf dem Polizei-Revier erschien eine Frau Barnier und erklärte allen Ernstes, daß sie bereits zweimal beerdigt worden sei, obwohl sie doch. wie die Polizei iq uverzeugen rönne, lebe und sich bei bester Gesundheit befinde. Der Beamte glaubte anfäng lich. es mit einer Irrsinnigen zu thun zu haben; allein bald hellte sich die dunkle Geschichte in sehr einfacher Weise auf. Frau Bainier lebt nämlich seit geraumer Zeit von ihrem Manne getrennt, der an ihrer Stelle eine Geliebte in das Haus nahm. Diese starb.' und Herr Barnier ließ die Todte aus . m k . ? k iAVi 1t oen 'jtamcii icuici u4UU Yiibul' sich über den Verlust zu trösten, schaffte sich der von seiner Ehefrau Veilassene abermals eine Geliebte an. Doch auch diese junge Dame starb . unlängst, und Barnier ließ zum zweiten Male die Verstorbene ans den Namen seinerFrau bestatten. Die wirkliche Madame Bar. nier erfuhr von dieser Angelegenheit, und da sie als Lebende natürlich nicht' als begraben gelten wollte, und dazu noch zweimal, erstattete sie bei der Polizei Anzeige. , '