Indiana Tribüne, Volume 29, Number 65, Indianapolis, Marion County, 8 November 1905 — Page 1

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' . : , Erscheint jeden Nartznrittag. ' . ' s Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 8. November 19) ; No. S.

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Sucht $25,000 Schadenersatz. In einer von Fannie York gegen Estella PhillipZ York eingereichten Klage verlangt die. Klägerin von der Verklagten Schadenersatz im. Betrage von $25,000. PhineaS York, der Klage nach ein hiesiger angesehener Geschäftsmann, soll der vom Pfade der Treue angeblich abgewichene Gatte sein. DaZ Familienleben der Klägerin mit ihrem Gat ten soll ein ideales gewesen sein, biZ die Eftella Phillip? auf der Bildfläche er. schien. AIS Frau oxl eine Europa, reise antrat, soll York seiner jugend lichen Angestellten viele Aufmerksam leiten gewidmet haben. So sagt die Klage. Die Liebe zwischen York und seiner Angestellten soll zuletzt so groß gewor. den sein, daß der Gatte, als Frau Fan Nie Vork ihm schrieb, sie gedenke heim zukehren, angeblich antwortete, sie möge noch einige Zeit dort verweilen. Weiter besagt die Klage, daß sich der Gatte und seine Angestellte auf Reisen begaben und die Sache sich zuletzt so zuspitzte, daß Klägerin um Scheidung einkommen mußte. Fräulein Phillips verließ ihre Stel lung und kehrte in ihre Heimathftadt Madison zurück, gleich nach der Schei dung aber sollen Beide die Heirath ver abredet und vor zwei Wochen sich in ColumbuZ haben trauen lassen.

Setzmaschinen. Im technischen Institut wurden ge .stein 4 Mergenthaler Setzmaschinen aufgestellt. Die Maschinen wurden von den Studenten zusammengesetzt, von denen einer bereits 40 Jahre alt ist. Letztere werden ihre praktischen Arbeiten sofort beginnen, von denen die erste ein Catalog der Apotheker. Schule sein wird. Zwei Druckerpressen, zwei Cvlinderpregen, eine Roller Waschmaschine'und eine Anzahl glätt zmder neuer Typen stehen den Stuben ten zur Verfügung. Die Schule wird am 15. November Abends eröffnet werden. Besucher, die sich dafür interessiren. find eingeladen, der Er' Öffnung beizuwohnen. Südseite Turnverein Zwölftes Stiftungsfest Sonntag, 19. November. Der Welker MordProzeß. F o r t W a y n e . 7. Nov. Das Verhör im Falle von John Welker, welcher beschuldigt ist, seine Geliebte Minnie Melching ermordet zu haben, dauerte den ganzen Tag. . ES handelte sich nämlich darum, durch Experten zu beweinn, daß Welker zur Zeit der That irisinnig war. Dr. Dancer behauptete, daß Epilepsie erdlich sei, daß daS Kind möglicherweise davon befrei. sein könnte, daß aber die Kinder der Kinder mit der Krankheit behastet sein könnten. Die Vertheidigung bewies schließlich, daß Epilepsie unter den Vor fahren des Angeklagten existirte und daß derselbe die That in einem Anfalle von geistiger Epilepsie begangen habe. Die Vertheidigung kam übrigens zum Abschluß und der Staat brachte widerlegende- Zeugenmaterial vor. Kellner Reiber, vom Randell Hotel, sagte, daß er ostmalS geistige Getränke an Welker vor dem Morde verabfolgte. Frl. Clara Stemmer, eine Freundin der Ermordeten, bezeugte, daß sie Wel ker kannte, und daß derselbe sich stet so betragen hab?, daß sie ihn als geistig normal ansehe. Andere Zeugen sagten ähnlich aus. Die Frage der Eifersucht wurde vom Gerichte als nicht zulässig erklärt, außer bestimmte Thaten könn ten namhast gemacht werden. Dem Staate war dies eine Enttäuschung. Frau W. I. Vesey in For Wayne wird zur nächsten Chrysante muM'Auöstellung, die nächsten Dienstag Abend in der Tomlinson Halle eröffnet wird, circa' 3d0 große ChrysantemumS und Rosen hierher senden. Sie hatte zu jeder Ausstellung .Blumen geschick .und mehrere Preise dttongettagm.

Griff zum Ncvolvcr.

Eine alte Zehde endet in Mord. Zehn Smith liegt im Leicheuhause. während Herman Huff im Gefängnisse sitzt. Eine Schieß. Affäre, welche sich aus einem anscheinend geringfügigen Anlasse enewickelte, sich spätem aber als der AuSgang einer alten Fehde ent puppte, endete gestern mit dem Tode eines der Combattanten. Der Erschos ene war anscheinend der Anstifter. Kurz vor 6 Uhr gestern Abend tra fen sich Hermann Huff von No. 529 ArborAvenue, ein Angestellter der Schlächterei von Kingan. und John . Smith vor der Wahlbude, die zwei Häuser von Huff'S Wohnung entfernt einrichtet war. Huff stand dort gegen einen Pfosten gelehnt, als Smith, aus entgegengesetzter Richtung kommend. anscheinend absichtlich gegen Huff an rannte. Huff stellte ihn zur Rede und Smith soll unter gemeinen Schimpfereien dann ein Messer gezogen haben. Huff ging zu seinem Hause zurück, holte sich einen Revolver und ging, mit diesem bewaffnet, wieder auf Smith loö. Als Smith dieselben Schimpfwörter wiederholte, soll Huff dann sein Schieß eisen gezogen und Smith geschossen ha ben. Die Kugel traf den Mann direkt in die Aruft. Er wurde sofort in seine benachbarte Wohnung getragen, wo er bald darauf verschied. Huff hatte sich inzwischen aus .dem Staube gemacht und konnte nicht ge funden worden, später aber stellte er sich der Polizei und die Anklage des Mordes wurde gegen ihn erhoben. Huff sagt, daß Smith 'ein früherer Kostgänger in seinem Hause war und daß er ihn vor mehreren Wochen . aus dem Hause wies, weil er sich zu intim mit der Frau des Hauses zu machen suchte. Seit der Zeit haben zwischen ihm und Smith gespannte Verhältnisse bestanden, die in de: gestrigen Schieß affaire ihr Ende fanden. Smith'S Leiche wurde vom Leichenbestatter in Empfang genommen und der Coroner wird heute die Leichenschau abhalten. Besinnungslos geschlagen. Kurz nach der Ankunft in -seiner Wohnung, No. 601 Ost Washington. Straße, brach Wm. Whitley gestern Abend besinnungslos zusammen, 'und konnte soweit, trotz ärztlicher Hilfe, nicht aus seiner Betäubung erweckt werden. Schwere Quetschungen und Beulen deuten darauf hin, daß er in einer Schlügerei war. Es ließ sich nicht ermitteln, wo und wie er verletzt wurde. Die Polizei bemüht sich das Geheimniß zu lüften. Besuchen ihr neues Eigenthum. i Die von einer JnspectionZtour über die Geleise der C., H. & D. Bahn zu rückkehrenden Beamten der Erle B:h, welch'.letztere die C.,H. 8?D. aufkaufte. langten gestern Nachmittag in unserer Stadt an. Nachdem sie sich das In dianapolis Eigenthum der Bahn ange sehen, reiften die Herren nach Dayton ab. Heute gedenken sie die Strecke zwi schen Dayton und Jronton zu desichti gen. Die Pläne für Cooperation zwi schen den beiden Bahnen sind noch nicht völlig ausgearbeitet, doch gedenkt man dieselben in Kürze zu vollenden. Der Präsident der Bahn, welcher zum ersten Male die Reise über das neue Eigen thum machte, scheint einen guten Ein druck gewonnen zu haben. Erantinatiou für Krankenpflegerinueu. Sechs junge Mädchen legten gestern vor der Stadt.Behörde für medizinische Regiftration und Eramin'ation ihr Examen als Krankenpflegerinnen ab. Sie ist die erste unter dem neuen Ge setze abgehaltene Czamknation. Eine weitere Examinatlon wird im Januar abgehalten werden.

Bookwalter

Majorität erwählt

Und mit fönt das ganze republikanische Ticket. Der Stadtrath republikanisch.' Große Betheiligung der Bürger au der Wahl. -

Der bittere Kampf löste sich znr allgemeinen Zufriedenheit auf. Wenige Ruhestörungen wurden gemeldet. '

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Unser nächster 2Nayor.

DieWürfel sind gefallen., De.S Volkes St immehatent schieden. Mit eine r Majori. tüt von annähernd 1750 Stimmen wurde ChaS. A. Bookwalter erwühlt. 244 Precinkte geben B o o k w a l t e r nach o f f i ciellemBericht.heute Nach. mittag eine- Pluralitüt über Holtzmann von 1481 Stimmen. McNulty's Pluralitüt über Fogarty 250 Stimmen. Whallon über.Mitchell 600 Plura lität. ' Fogarty war der stärkste Candidat des ganzen demo kratischen Tickets, er lief dem Mayor um. etwa 1500 Stimmen voraus. Eine eh renhafte' Anerkennn g sei ner treuen Dienste. Polizeirichter Whallons M aj orität wird auf etwa 1750 Stimmen geschützt, doch wird sich dieselbe wohl noch bei nühererNachzühlung be deutend vermehren. Die republikanischen S t a d t r ü t h e wurden alle erwählt.. Moriarity wurde unter geschneit. Hitz erhielt etwa 1200 Stimmen. Nur noch einige ausständige Pre cincts, welche an dem Resultate im Allgemeinen wenig ändern können, fehlten, als wir zur Presse gingen. , Das dieser Wahl entgegengebrachte Interesse war ein allgemeines, wie sich schon gleich zu Anfang deS gestrigen TageS ersehen ließ, und wie ja auch die Gesammtzahl der abgegebenen Stim men deutlich zu erkennen giebt. Diese Wahl, welche auf 4 Jahre Gültigkeit hat, wurde mit einer Bitter keit gekämpft,' die andere Wahlen weit in den Schatten stellt, und bei Anbruch' deS TageS gestern hatten beide Parteien so ziemlich alle Ammunition verbraucht und sahen siegesgewiß dem Resultate entgegen. Der Andrang zu den Stimmkästen bereits am frühen Morgen wurde von belden gegnerischen Selten natürlich als ein gutes Omen angesehen und mit erneuter Energie ging'S an die Arbeit. Bei Mittag hatten bereits über die Hälfte der Stimmgeber der Stadt ihrer

mit großer

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Goldenes Jubiläum

Eines ehrwürdigen Geistlichen. Die Feier deS goldenen ZubilüumS von Monsignore Franz Goller, Rektor der St, Peter und Pauls-5ttrche, wird in - der Geschichte des amerikanischen Katholizismus unvergeßlich bleiben. Prälaten Priester und Laien von nah und fern strömten zu der Feier in St. Louis zusammen. Die geräumige Kirche vermochte die Zahl der Gemeinde Mitglieder und sonstiger Verehrer des greisen Geistlichen nicht zu fassen und die prächtige Dekoration nicht nur der Kirche, sondern der ganzen Umgebung derselben legte Zeugniß ab von der all gemeinen Antheilnahme an der Jubel feier. Kurz nach 10 Uhr Vormittags for mirte sich die Prozession im Pfarrhause und zog unter jubelndem Glockenge läute und brausenden Orgelklängen in die Kirche ein. Beim Einmärsche der Prozession intonirte der - Chor Cxul. täte Domino." Der ehrwürdige Jubilar selbst zele brirte das Hochamt, Unterstützt von dem Rev. P. M. Abbelen von Mil waukee als Erzdechant. Die Brüder Hermann und Francis Goller, Neffen deS Jubilars, waren Dechant und Sub dechant. Erzbischof Glenon präfidirte, mit den Generalvikaren O. S. Hoog und I. A. Connolly als seine Kapläne. Rev. Joseph Hoelting vom St. TheresoSprengel warZeremonien meiste?. Seinen Leide erlegen. Dee gestern in einem Stalle hin ter dem Hause No. 617 Eddy Straße aufgefundene Mann, von dem man annimmt, daß sein Name George D. Edwards ist, starb im Ho spitale, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben. ES wurden keine JdentisicationL zeichen vorgefunden, ausgenommen ein auf den amen Edwards ausgestellter PensionZ'Check. Der Verstorbene ist etwa 60 Jahrealt. Der Coroner wird eine Leichenschau abhalten. Auditor der Jndiauapolis Ter mlual & Tracliou Co. ge-' fiorben. William L. Shipp, der Auditor der Indianapolis Traction & Terminal Company ist am Sonntag 5n-Fort Garland, Colo., gestorben. Er hatte sich nach dort begeben, um seiner Frau, die seit einiger Zeit kränklich war, eine Luftveränderung zn gönnen. Er starb plötzlich, Lungenentzündung war die Todesursache. Herr Shipp, 35 Jahre alt, aus Georgia gebürtig, wohnte hier 2139 Nord' Pennsylvania Str. Die Leicbe wird nack Vilbam. Ga.. Be erdigüng gebracht werden, da die Än gehörigen des jungen Mannes dort wohnen. - Frau und drei Söhne über leben ihn. Jodn Winnens, 532 Oft Georgiz Straße, der laut Aussagen der Polizei während eines polilischen Streites seinen Sohn mit einem Was' Zerglase ewarf, denselben schwer ver letzend, wurde heute früh unter Anklage des Angriffs verhaftet. Eine .harte Strafe, nämlich -acht Monate Gefängniß, wur de einem Musketier des 69. Jnfante rieregiments vom Kriegsgericht in Trier auferlegt, der einem GarnisonÄfehl zuwider einen am Wege liegenden Apfel aufaeÄben hatte. Die Aufforderuna eines Unteroffiziers, den Apfel wegzuwerfen, befolgte er nicht, indem er noch hinzufügte: Das ist ja lächerlich!" Tin Mädchenkleidern entflohen ist aus , einem Berlincr Pensinat ein 13jähriaer, aus Groß - Lichterfelde gebärtiger Knabe. Er kam aber in seiner Verkleidung nur bis Potsdam, wo er auf fo Straße die Aufmerksam keit eines Schutzmanns erregte, der ihn festnahm. Die Angehörigen' des Knaben wurden benachrichtigt und holten ihn unverzüglich von Potsdam ab. . ' '.' '

Die Wahlen im Staate i Weisen überraschende Resultate auf.

Ueberraschend: Resultate haben die Wahlen w anderen Städten d:S Staa es zu Tage gefördert. . In Richmond z. B. erwähl en die Demokraten zum ersten Male eit 20 Jahren einen Mayor. Dr. Richard Schillinger wurde dort mit einer nahezu 500 Stimmen betragen den Majorität über Dr. W. W. Zim mermann erwählt. Die Republikaner. welche sich gegen Zimmermann auf ehnten. halfen einen demokratischen Sieg herbeiführen. In Evanöville wurde John W. Boehne, der demokratische Kandidat -mit einer Majorität .von etwa 1800 Stimmenzahl erwählt. Von den 13 Stadträthen erwählten die Demokraten 9, und außerdem den Stadtclerk und den Polizeirichter. Die Demokraten hatten eine feste Organisation und wur den durch die Geschäftsleute und das Deutfchthum thatkräftig unterftützk. Die Sozialisten haben an Stimmenzahl ehr abgenommen. I n T e r r e Haute wurde der demokratische Candidat JameS Lyon mit guter Majorität erwühlt. Seine Campagneführer sprechen von über 1000 Majorität. Die Republikaner erwählten Lyons, ' da die Stadt annähernd eine Majori ät von 2000 republikanischen Stim mengebern hat. Mayor Biedeman wurde im Vorjahre mit etwa 1600 Stimmenmehrheit erwählt. Eine Er höhung der Schulsteuern, sowi5 auch der Plan einer von der Stadt zu eig nenden Lichtanlage, waren die JssueS . der Wahl hier. Tell City' hat bis jetzt noch kein Resultat zu melden, da der Kamps zwischen Jacob Zoercher dem Demokra ten und Theodor Kieser dem Repudli kaner ein scharfer war und nur eine kleine .Majorität für den Sieger zu verzeichnen sehr wird. Stadt.Clerk und Schatzmeister werden Republikaner sein, sowie auch die Hälfte etwa der Stadträthe. Aus Warsaw wird gemeldet, daß dort der Republikaner Charles A. RigSdon mit etwa 255 Stimmenmehr. heit erwählt wurde. Delphi berichtet, daß dort nach heißem Wahlkampfe zwischen den Republikanern und dem CitizenS Ticket Mayor Jsaac N. Cochran,. Republika ner. Clark Ray Arnold, Rep., erwählt wurden, während die anderen Kandi daten sich zwischen ' Republikanern" und Citizen" vertheilen. Plalnfield erwählte mit AuS nähme eines einzigen Demokraten alle Republikaner, Der demokratische Kan didat A. I. Shaw, Truft.'e der ersten Ward ist übrigens der erste Demokrat, der jemals dort erwählt wurde. R o ck v i l l e meldet, daß dort zum ersten Male in 20 Jahren die Repu blikaner geschlagen wurden. DaS Ci NzenSTicket gewann den Sieg. Mu nci e meldet,. daß bis jetzt der Republikaner MayorSkandldat Guthie seinem demokratischen Gegner weit vor aus ist. . In Milan siegten die Demokraten auf der ganzen Linie. Bedford erwählte den demokra tischen Mayorskandidaten. In Flora waren .mit' einer AuS nähme die Republikaner siegreich. In Winchester siegten die Re publikaner über das CitizenS .Ticket mit etwa 380 Majorität. MorriStown berichtet die Er wählung der gesammten republikani schen Kandidaten. - r G o s h e n, 7. Nov.' DaS mit ei nem Kostenaufwand von 550,000. neu erbaute Jesserson Theater wurde ge ftern Abend von Richard ManSsield mit dem Kaufmann von Venedig" er öffnet.- v Gouverneur I. Frank Hanly und der ehemalige General Anwalt Miller waren beide anwesend und hiel ten der Gelegenheit entsprechende An sprachen, ebenso Herr ManSsield, der die Zuhörer mit ejner kurzen Ansprache erfreute.

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