Indiana Tribüne, Volume 29, Number 64, Indianapolis, Marion County, 7 November 1905 — Page 3
Jndlana Tibüne, 7. November 1903.
G esch äftö- U eb e r n ah m e. Hiermit die ergebene Anzeige, datz ich die Wirth, schaft. verbunden mit PoolZimmer und Vereins Lalle, bisher detanut unter dem Namen Reichwein Hlle. Eüdweft.Icle Market und Noble Ltr über n'ommen habe. - Ich habe die Halle, Kludzimmer sowie den übrigen Theil des EebaudeS gänzlich neu renodiren lassen u ad wird dieselbe in Zukunst unter dem Namen Moeller'S Halle bekannt sein. Halle sowie Clubräume stehen Vereinen und Gesellschaften zur Brsgung. Jedermann ist frenadlirft eingeladen, mich in meinem Platze zu besuchen. Achtungsvoll Hcramn Moeller, Südmest, Ecke Noble und Market Str. I Wirthfchafts-Uebernahme. Meinen Frennden und Bekannten.sowie dem Publi kum im Lllgemeine, zur Anzeige, da& ich die bisher von J?ob Megel, No. 16341536 Süd Saft Etrahe, Nordweft cke von Saft und Lincoln Str., geführte Wirthschft. verbunden mit PoolZlmmer,über loxncn habe. M wird mein Bestreben sei, eine in jeder Beziehung gute und respektable Wirthschaft zu führen und lad ich Jedermann srenndlichft ein mich t meinem neuen Lc lale zu besuchen. AlKtuug3voll John Sezzersdoerker, 1334 1530 Süd East Straße.
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König Alfonso Halt mit großem Pompe seinen Einzug . in die deutsche Rcichshauptstadt.
Die Krawalle in russischen Städten dauern
Lehrermangel in Norddcutschland. Streit im sozialistischen Lager. Bischof Conaty von Los Angelos beim Papste. Einzug des Fürsten Leopold in Detmold. .
Deutschland. KönigAlfonso. Berlin, 6. Nov. önig Al. fonso hielt heute seinen feierlichen Einzug tn Berlin durch das Brandenbur ger Thor. Er saß in einer offenen Equipage zur rechten Seite des Kaisers Wilhelm. Am Brandenburger Thore machte die Equipage Halt und der Oberbürgermeister hielt eine Begrü. ßnngSansprache. auf welche der König kurz antwortete. Die Monarchen fuhren darauf über die prächtig geschmückte Straße Unter den Linden, auf welcher Truppen Spalier bildeten nach dem Schlosse. V nii npiVTT xt n ni iifin 11 nur. . n";: ZZZmm Z yVht JVltl l uitimu II v in. V l " 1 I Seitenwege. Heute Abend fand im Schlosse ein Gala.Bankett statt. Bahnverstaatlichung in Bayern. Podewils tritt nicht zurück. . München, 6. Nov. Die .Kam mer der Abgeordneten hat mit 110 ge gen 16 Stimmen die Vorschläge be treffS Verstaatlichung der pfälzischen Eisenbahnen angenommen. Die Debatte hatte erst gestern begonnen. Eine durch mehrere Blätter verdrei ete Nachricht, daß der bayrische Mi? Nisterpräfident Freiherr v. Podewils ' urücktreten werde, entbehrt der Be irfinhuna llUHUUlll Ge,cyenlsuroen m 1 1 a 0 0. . . . ., . fyy, , , . I Berlin, 6. Nov. Kaiser Wilhelm ' x. i i FK . r . rv. . rxi I cylal oem aiser vonapan v sqwarze Hengste aus jemem Gepme. Handelsvertrag mit Amerika. Berlin. 6. Nov. ' Während der deutsche Botschafter Speck v. Sternburg Verhandlungen in Washington über einen neuen Handelsvertrag in Wash. ington angeknüpft hat. fauden gleich, zeitig hier Berathungen zwischen dem amerikanischen Botschafter Tower und der Regierung in der gleichen Angele, gendett Natt. Im Tageblatt schlügt Geheimrath Goldberger vor. Präsident Roosevelt solle mit der tym zustehenden achtde fugniß eine vorläufige Vereinbarung . , , rr . ir jt k i...rr tn X.1 Mll euisllZlano liessen, um ein Vruq zu vermeiden, der die Handelsinteressen beider Länder schwer schädigen würde. m , , Ä . , Beunruhigung über ruf. s , i u) e c i q a 1 1 n 1 1 1 c. Berlin. 6. Nov.. Die Ereig. msse m Rußland werven m ytestgen oiimeuen teilen mn lieng waq,enoer Veforgnib verfolgt. . Es ist ein offenes ,..?.., n.it . ir. .A... WQHmmB, 0QB oer aller oen Zaren bewog, dem russischen Volke die bescheidem Art der BersaNUNg zugeben, dle t5 nun hat. Und nun diese entsetzlichen Greuel, die sich als erstes Resultat der Freiheit m auenyenen oes arenreiqes aow fr i. i-fc-'pttlen! 'emano iann nq oer yaifache verschließen, daß der angeblich von nitm nrnfse.r.M :Mrv.:.:.. iut itil ' ii4"s 9 O AM AM V A MilUATltiS AX iTfAMtAM 41 o" icuuiumuu itmuuC ,vkskkv ?iMhtn 8U ' " r' m,,,,,, n , Bewegung weil, zu weit gediehen ist. qI5 db sie noch unterdrück, werden ISnnte. Da? Auswärtige Am, en. , . . , rrn f . r hält sich natürlich zederMeknungSäuße runa. aber die ReaierunaSoroane be den mit großem Nachdrucke hervor, daß die mtJntL fin in Rußland ein ft.nfi. ,infr fr K.uiiAun fifh.f UVL)W IUU IM VhH WilHMV V W ms m. MMti mrir. Ctrerse. Obgleich di.S in der letz, n-r ten Zeit mindestens dreimal dementirt 1 wurk ist e, Thatsache, daß die Garn,. , VIMtMUU VV Vi I Mkt fVItll' I 1 ' I "I m xr tt & . . cyen grenze oeoeuleno verstarlt. an manchen Stellen sogar verdoppelt wor dcN sind. Oesterreich trifft die gleichen Bor stchtsmaßregln. Eine directe Gefahr wird hier und in Wien zunächst nur in Polen erblickt. Dort herrscht thatsäch lich Revolution, und eö bedürfte that sächlich nur eines ganz kleinen Fünf. chenS. um das Pulversaß unter den re volutionür gesinnten Slaven in Schle sten und Posen, sowie in Oft und Weftpreußen zum Ezplodiren zu bringen. .
fort. Ein BombcN'Attcntat.
(i . . . , eyrerinanget. Berlin, 6. Nov. Die Schulmei ster.Mlsere ist im Reichstag und auch in den Landtagen der verschiedenen BundeSstaaten in den letzten Jahren unzählige Male beleuchtet worden. ES st kaum zwei Jahre her, feit August Aebel lm Reichstag das Elend der in Höhlen und Ställen lebenden Jugend blldnern OstelblenS in den düstersten Farben schilderte. Was der rothe" Bottstrtbun damals jagte, wurde durch die vom Lokalanzeiger" und anderen " . nt v I großen Jttiungen ausgescyiaten Bertcylerftatter vollauf bestätigt. Zur Ver' besserung der Lage der armen Schulweifler ist jedoch nichts geschehen. Sei i f. m 1 . r . m . I nlT fci. if Iimhh nirt i IHha utt wuituiiutt yiii jiitiitt vyuity, i aoer nun racyl na) oie verorecyerlscye r , i r i ? . ir ? M i Gleichgiltigkeit, mit welcher die Regie. l ff r r mm I rung me eyrer veyanvelr. macy! sich, mit Ausnahme der süddeutschen Staaten, überall ein starker Lehrer Mangel geltend. Gut aus volnHcben in deutsche Hände über. gegangen. B r e S : a u, 6. Nov. Wie aus Glogau g.'meldet wird, ist die Herr lchl unzmdif. .in uralte: deutschtt Besitz, welcher vor einigen Jahren an k cnf itt ... ......? .....ri i . . o-f . nro n wuxoc- 0ün 0Cm l1 SÜ5Öln iaui" lich erworben worden. , , .i i 'iiup 'isnmrtrnT trrpnr tn rnottciton i ' Kreisen um so größere Befriedigung, als das Umgekehrte, der Uebergang . I deut chen Besitzes in polni che Hände, in der lebten Zeit die Reael aewefen war und wachsende Erregung in na tionalgesinnten Kreisen hervorgerufen batte. " " I Berufung gegen zu mil d eS Urtheil.
Berlin, 6. Nov. In Posen istskrlitten Verletzungen.
vom GerichtZberrn deö KrieaSaericktS. welches den Leutnant v. Lekom vom Lissa'er Feldartillerie.Regiment No. 56 verurtheilte, Berufung eingelegt wor. den. weil die Strafe m milde bemessen s. gekow hatte bekanntlich in der Trunkenheit einen Hausdiener erschos. und war am 23. Oktober m drei Wochen Gefängniß virurtheilt worden, ' n z u g o e s Fürsten leo. pvzvzuiippe. Detmold. 6. Nov. Fürst Leo. r Lippe, welcher durch die kürz. ch mitaetbeilte Entscheiduna veSReicklZ. bricht? in seinem RechtSansvrück aus Tbron besiätiat wurde, bat seinen I feierlichen Einzug gehalten. Er ver. iünt eine Amnestie und erhob den Staatsminister Geveka) in den Frei, Herrnstand. Den Landtag eröffnete der Fürstin Person mit einer Thronrede, in welcher seinem Dank für den AuSaana des ErbfolgeftreitS und die Haltung deS BolkeS von Lippe Ausdruck verlieh. I e Regieruug beabsichtigt die Ein. bringung eines ErbfolgegefetzeS, durch ' P 1 v welches dle Rechte der Biefterfelder Linie - . geregelt werden sollen. I ffl , 1 1 1 t a u f a t m m ( . - - Weimar. 6. Oct. Der VorPand des Tharingischen Weberderban. des in Gera hat beschlossen, den Voll. leite cm ' l . . . , betrieb am Montag wieder aufzuneh. men. - ' ' . s ! nl A , i r n ß t s , ch n i ch t e l n s ch ü ch - h ltxn' I m . m. B e r l i n . s. Okt. Der würtlem'"f fTV i k4 t IKkZt ... .Q v ulu pam. I nAn (Ima aalm XCu t flt. m' ' V ' . ellen Angriffe auf die Kolonlalver. y- . . Im Al Iim a fc I M Xu W f umiiujiu maiyc in oer ttomlsqen Volkszeitung" erschienen, seinerzelt von der Regierung scharf zurückgewiesen und darnach auch von dem Blatte selbst des. avouirt wurden, im Reichstag wieder, EinFamiliendrama. Berlin, 6. Nov. Ein entsetzli cheS Trauerspiel hat sich in der hiesigen RummelSburger Straße abgespielt, Die Tischlersfrau Mehring, dle mit einem jungen. Mann seit zwei Jahren ein unerlaubtes Verhältniß unterhalten hatte, war fchwermüthig geworden, weil
der Geliebte sie verließ und ihr Ehe. mann sie gleichzeitig auf Scheidung verklagte. CineS Abends lockte die Uri glückliche ihre beiden Kinder in ein Schlafzimmer, legte ihnen Stricke um den Hals und knöpfte Beide an Haken, die sie in die Wand getrieben hatte,
auf, worauf sie sich selbst erhängte. Die ganze Familie wurde am andern Nachmittag von Nachbarn todt aufgefunden. Streit im so-ziallftischen Lager. Berlin. 6. Nov. Der ank im ter den leitenden Sozialisten, welche ' - anlüklich deö Ausscheidens von sechs RedactionSmitgliedern des Parteior gans Vorwärts" entstanden ist, nimmt an Schärfe zu. Der Vorwärts" oer öffentlichte eiue ganze Seite Erklärun. gen und Gegenerklärungen. In den Ergüssen häufen sich Schimpfworte, wie Lumpe, ehrvergessenes Gefindel, feile Kreaturen, Preßmeute etc., in un heimlicher Weife. Der ReichStagSabae ordnete v. Vollmar greift die Parteilei. tung auf das Schärfste an wegen der angeblich brutalen Behandlung der sechs Redacteure, die am 21. Oktober für den ersten April 1906 aekündiat attra. aber tteni9e spät fürn . . . . M.:rj IX rs.u V. an . w 1? jf. umilU CHimCH lüUlüCn. VelllNNNcy . M. . - lst der Rücktritt der Redacteure des Vorwärts" auf die Vorgänge des Je naer Parteitages zurückzuführen, der eine straffere Centralisation im Betriede deö Blattes durchgeführt wissen wollte. während die Redacteure sich einer neuen Censur durch den Partelvorstand, der neben der Preßcommission einAufsichtZ. und Einspruchsrecht verlangte, wider setzte. Dieser Streit in der sozialdemokrati' nMrlich von der bürgerlichen Presse mit Gusto ver rri , i f..i.n:rx. of...rrr. iwiui uiiu ca icuiici iuilu iiiqjc 'üu&Taiie . " tt Krawalle. wi : stv V U U, V. JIUU. OltUlt iUUl wieder ,u Unruben. Etwa 30 Perso nen wurden verwundet. Starke Pa trouillen duröneben die Stadt. Die Studenten baben beschlossen ,u V Ustreiken. Krawalle. 2B i e n, 6. Nov. Vor der Univer. fität kam eö heute wieder zu Kra wallen; 5 Studenten und 5 Polizisten Die Krawalle fanden zwischen deut ln und czechischen Studenten statt und hatten keme Beziehungen zu der sozialistischen Agitation 'für allgemeines ttmmrecht. ' stalten. Beim Papste. Ä 0 m' "0v. Der Paptt empslng ute Bischof Eonaty von Los Angeles I k tv..i v r ir cr;rjt-P jit. IN Prloallluolenz. )er lslyos uoer Machte $2000 Peterspfennig. nkland uszlans. " Amnestie. St. Peters bürg, 6. November. Viele rührende Szenen spielten sich gestern ab. als untrr dem Amnestie Erlasz die politischen Gefangenen aus der Festung Schlüsselburg freigegeben wurden. ES waren aber nur vier, Natürlich war die Enttäuschung vieler Angehöriger der Zurückgehaltenen bit' ter. Nicht befreit wurden zum Bei spiel Sasoneff. der Mörder de? Mini' fterS Plehwe, Peter Karkoritch. der Mörder deS Ministers Bogolipass 1 Geroldini, der Chef der Terroristen u. A. Bomvenattentat. I NovoaeoralevSkove. 6 i n n N. Eine Bmbe wurde gestern in die Wohnung des FeftunSImman ,, "f, oMk. im m g stinfcK .. ' l..k. VtU ( aiwiiiuua iUlWtil VUWMH sJ VitXh " r, 9' 6' Die Polizei von Kasan, die bisher gan ungenirt mit dem Pöbel plünderte, ist I von der durch ein Bllrger.gomite vr a"'''' Miliz vertrieben worden und' I , r. - t i. . cm. iitif rarnpine nun uszeryio oes eiqon I W w i . w i " " . In Balum am Schwarzen Meer I I. m s m fSf wurden heute nachmittag zwols Per. sonen von Kossacken erschossen und tn Tomsk in Sibirien haben die Revolu. tionäre eine provisorische Regierung er. richtet. Elizabethpol. 6. Nov. Die mohamedanlsche Bevölkerung hat aus Anlaß der Gewährung einer Konftitu tkon patriotische Kundgebungen veran staltet. Die Redner forderten ihre Stammesgenossen auf alle nationalen Streitigkeiten zu unterlassen. H e l s i n g f o r s, 6. Nov. Das Manifest hat hier einen vorzüglichen
Eindruck gemacht und die Voltsmassen beginnen ruhiger zu werden. Trotz der Opposition der Sozialisten ist der Streik für beendet erklärt worden. St. P e t e r 3 b u r g, 6. Nov. Seit Entstehung der gegenwärtigen Unruhen ist heute wieder der erste Zug von Odessa hier angekommen. Derselbe war 13 Tage unterwegs. Odessa, 6. Nov. Um 8 Uhr heute Abend wurden neue Unruhen in der Vorstadt Dalnia Malnitzi berichtet und Truppen dorthin geschickt. Das Theater in der benachbarten
Stadt Akkerman steht in Flammen. Der Generalgouverneur hat alle hie figen Zeitungen ersucht, die Vorkomm nisse der. letzten Woche möglichst wenig zu erwähnen, um eine weitere Erregung der Gemüther zu vermeiden. Die Her ausgebe? erklärten sich hierzu bereit. Antisemitische Krawalle werden von allen Außendistricten gemeldet. Die Landbevölkerung wird von Agitatoren aus Odessa aufgereizt. M o s k a u, 6. Nov. Einer gro ßen Anzahl politischer Gefangener öff. neten sich heute die Thore zur Freiheit. Die Unsicherheit in den Straßen ist noch mmer groß. Japan. -DiplomatischeZüge.' Tokio. 6. Nov. Marauiö Jlo reiste beute an der Svike einer Sve. zialgesandtschaft nach Korea ab, Baron Komura. der Minist bei uftc . . f . , , lgen, wird morgen als Spezialge. andter nach Japan abgehen. Großbritannien. HvHenbandorden für den w 1 1 st v o. London. 6. Nov. DaS auswär. ige Amt meldet, daß der König Prinz Arthur vonEannaught ausgewählt hat, UM dem Kaiser von Japan den Hohen, bandorden zu überbringen. SchiffsnaSriÄten. New York: Jtalia" von Livorno. Trieft: .Slavonia" von New Nork, über Gibraltar und Neapel, für Fiume. Cherbourg:. Kaiser Wilhelmder Große" von New York, über Plymouth, für Bremen; Bremen, von Bre- . m" m . inrn, vuiu uu. Neapel: Perugia- nach New York. Havre: Sardinian", von London, nach Montreal. vit,irnl: llenrian Kon Bonon: t ff ' Meoraic" von New Nork- Bari, eorgic von juxd o, -pau. sxan uon monueai uno uuem, k? . cvn i v ...c. über Moville. . London: Evangeline" von St. John, N. R. und fialtfar. Glasgow: Sicilian von Montreal. w. snrtrf v- . ti t . rn.. ic v rrt. t . uoer Plymoulu uno ueroourg; Albano- von New York; Bata via" von New York. - An Wbite E a r t h, M i n n., ist die Nachricht von Washington eingetroffen, daß nach einer Entschelvung ves Jmano .ejiKia,w cock unter den seither bestehenden Regeln dieses Jahr keine Holzverkause r v crn cii- rc izltt,v uu? i' slailslnoen meroen uno uic uu um 15. November anaesekten Verkäufe I . . J t m slitfslefiodpn find smarrtrtn m M Z ck. Zgan -Bahn dehnt ihre Geleise nach Duluth und Superior hin aus und w,;w öS. wJ in IUU.U. IWlfc 1.V qilD, w.v ... KoKlinleruz wird in Averett vi i st i r nr t ... v Tj.I.'Sn.. tvSM. .etfenWafl.tb (irrte v? Dululh nach dem Pcsthfen 7' r I J dem Fahrbt Aach Chicago b mgen ZU einer icuiiucicii jiuit, uw w . , .. , ... . !.. Wasserfracht möglich Ware. So hat ste es bis jetzt mit Holz und Eisenerz gemacht. Außer diesem Zran-port wird die Bahn auch neue Holz- uno 'armianocrcicix cruiiiicii. iLlNvoriecysayrenrn - . . . rt. . ' - Manila ' verübter Meuchelmord hat 2.1.1 CQ(..m1m!& .mV Vs.n icyi mu vu -ücumuuiö uuu wi Selbstmord des Thäters seine Sühne gefunden. Vor einigen Tagen vergiftete sich im Polizeigefängniß in Calcutta em Hochstapler, oer anaoier CnV.tt V 0nfrnr Wnnlfi llttb tt
htor nürtn frrnforn Vliifcetbem wird
l $fta 3 4 Vw Ei. i s dri'cr,l Jhr nachdem tt d re: .k,.s alteren aus der Schule angeblich zu
lenruuniauvvvtc vuucii. üi yiwv ,
.ivw vw vjvhvv - w. - - 1 r hinterließ das schriftliche Bekenntniß. , ?t Tanger traf kurzer habe am 27. Juli 1899 Kapitän lich eine französische Yacht ein. die be: H. Jngleton vom 22. Minnesotaer Re- den marokkanischen Behörden den Ver- . p . . n r SAii V C. .. I IC- XIiu.CA 1...
giment in Manila erjchoen. sei uu,.. au w mit ihm wegen Familienangelegenhei- laden sen. Die französische Getn ßtwit aeratben. babe ibn im sandtschaft wurde um die Zustimmung
Restaurant aufaesuckt und medergeknallt. In der allgemeinen Verwirnmrt entkommen. Doppeltes Malheur, Dein. Dienstbuch! hast Du verloren? Waren' denn so gute Zeugnisse drinnen?" - Nein, eben nicht!" - .Na, warum heulst Du denn dann so?" urückaebrackt baben V mir's wie-
der!"
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Notye Voefle zum Jenaer Partei tage. alle vicrzl?kn Tag2 in Mün chen erschcinmde sozialdcmokratisch? Witzblatt Süddeutscher Postillon" , bringt in Nummer 19 einen gercim ten Prolog zum Parteitage", in dem mit folgenden Worteir Scapolcon als Befreier gefeiert wird:' Brül lend stieg der korsische Leue In dis würgende Männerschlacht. Und cr warf sie krachend zu Boden Ti? Vrihcid'ger verganzr Zeit Schlug in Trümmer das Heer der Tcspoten Sprengte es über die Lande weit Scheuchte mit Schwer tern vom jungen Lichte Llltcr Ne bel Tünstc und lor . Siegreich stieg eine neue Geschichte lieber Blut und Trümmern cmpor." Es ist schon ein starkes Stück und b2w'ist eine selbst für einen dichterisch oeran logten Genossen allzukülme Phanta sie, mit solchen Reimen ?!apoleon I., einen der gröbtcn Turannen und Menschenverachter aller Zeiten, gleich sam ZUM Vorläufer der Sozialdemokrati? zu erheben. Aerger wird die dichterische Leistung aber in den fol genden Versen: Ja, hier ist bistori scher Boden! Einmal ward hier die Welt schon frei Nieder mit den Despoten! ihr Nöthen Sei auch heute das Feldgeschrci." Hier wagt es also ein Teutscher, in einem in Deutschland erscheinenden Blatte die Schlacht zu verherrlichen, die die tiefitc
Erniedrigung Deutschlands in der Geschichte bezeichnet, u. den Mann als B:freier zu feiern, der in jener Schlacht Preußen den Fun aus den Waden ge to-t und rs nefnrrfitrt bat. bis fiefc i " i j j ' ' aan Teutschland zum Freiheits. kämpfe gegen ihn erhob. Damals be- " k IJCHiHUlllf 411. VlCWttil yiuijuivu. Vaterlandsliebe, und heute darf es Qn sonaldcmokratischer Verseschmied wagen, den.Sieger von Jena als BeI imor 51t fptPrti! vlhfir ntPKP fiOill oft, dem kläglichen Gereime zuviel Ehre anthun, wollte man annehmen, I .? m if r c ... r oasz es in culsaz.ano irgenowo mm genommen wuroe. vcuv ais ciujen, wie weit die nationale Eharokterlosig' un &mtintx n ver sozialdemokrati schon Partei gehen kann, verdient e niedriger gehängt zu werden. Merkwürdige Tätowirungcn wies der Leichnam jenes Mannes auf, der wie wir mitgetheilt haben. unweit der Concordien-Bruae rn Pa ris ohne Kopf aus der Seine gelandet. wurde. Anfänglich glaubte die Polizei, daß ein Verbrechen vorliege, bald aber stellte es sich heraus, dafe dem Todten . PT cura o qwuoe. ein Dampfers abgeschnitten worden ist. o. Wn 3.fir.n der Leicke fand man keinerlei Handhaben, die zur Identität hätten führen können. Dagegen war der Korper mit seltsamen Tatowirun' gen bedeckt. Auf dem rechten Arm beI r e tr -f ' . ? STt , f r. " . , 'no icy eine vor einem emugci . . . arstll mn s.r itn.rs I '"-, u schnitt: .Meiner Mutter!" der linke Arm zeigte eine nur leicht bekleidete Tänzerin, die sich nachlässig auf einer Chaiselongue ausstreckt. Darunter beWdn sich .die Worte: Meiner Pauline". Auf der Brust end ich war ein Satz tä ow rt. der der Wahrspruch des I v ' . ' ' r . . Todten gewesen zu fein scheint: .Die Vergangenheit war mir hold. Die Gegenwart und die Zukunst erfüllen mich I - . - - ii Ä. W mit Schrecken . Jnzwiscyen ist es oer NnvZs,? Noliie! nurk bereit? nrhwnfrt I , MsnnIZkeit des ?ätowirten feststellen. Es handelt sich um einen Arbeiter, der infolge von Nahrungssorgen freiwillig den Tod-gesucht hat, dem et bereits vorher einen verunqlüclten Selbstmordversuch unter- ' ' nommen hatte. I. D . . , , A " w ? . ergrciscnoe tfamuicniraflPoc hatsich dieserTage in dem kleinenengliW l der als Versicherungsagent thätig war. irr, Y,n illic jiuyv diniuii, im vk wvi iitun 5reri,"T3LT sTZ 1 a a s f a$rl l 1 f a UUHCILJUIU UC5 VM13 1IIU llillill iliu' f . , 'unb Als Abends nicht qing man mit einer La , fanb fcie r,s,.,::s...n.?i, o,;,n taS I V Ilfftllll VIUIUI. tfVUV TtHf.;iT,t ? 7 K . ' Ue6crIeauna aebandelt z rociteren Grund r r, . nnjuaeben. fir soll in I I. i "--07 " ' . 1-- " uk er ?e t unoluc! icke svekula ve Geschifte gemacht haben. Seine Frau I . r n. ? l . unö eine allksle zeoniayrlge ocoier. die von ibrer Mutter u 'einer Besorgung weggeschickt worden war. sind dem furchtbaren Geschick entronnen. dazu angegangen, daß die Yacht durchsucht werde, verweigerte diese jedoch, da kein Beweis für die aufgestellte Vehauptung vorliege. Daraus ging di: Pacht ab. Jetzt geht das Gerücht sie liege vor Tetuan und dort hatten d rnarokkam chen BeHorden zwei von dus Vacht kommende Boote wegqenom. men. die mit Gewehren und. Patronen beladen waren.
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