Indiana Tribüne, Volume 29, Number 64, Indianapolis, Marion County, 7 November 1905 — Page 1

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' -? Erscheint seden Nartzmittag. Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Dienstag) 7. November 19) . No. 6. " . 1 ; ' : :

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Verhaftungen.

Aiö 12 Uhr heute Mittag wurden wegen unberechtigten Stimmen an der Wahlurne solgende Personen derhaf tet. Guy Delaton, John W. Hamilton, Simon Phillip, Wm. Jordan, Ed. Major, Wm. Campton. Lade McPearson und Edw. FarriS. wegen an gewandter UeberredungSlist wurden John V. Allen und William Cool ab gefaßt und hinter die Culissen gesteckt. Um dieselbe Zeit wurde ein gewisser Edw. Bare seines Zeichens Solizttor, angeblich wohnhaft 709 Cedar ctr. verhastet. Bare arbeitete für die Ra. batt Stamp Co. 123 Nord Delamare Str. verkaufte für etwa 8125 Bücher und verwendete das Geld für persönliche Zwecke, infolge dessen er oer Unterschlagung ihm anvertrauter ' Gelder beschuldigt ist. Barewird außerdem auch in Anderson und Elwood ühn licher Vorgehen halber gewünscht. t Dora Koester. i Am Montag, den 6. November starb Frau Dora Koester im Alter von 62 Jahren. Frau Koester war eine alle mein bekannte liebenswürdige Dame die sich der Achtung Aller erfreute, die näher mit ihr bekannt waren. Frau Koefterkam vor 43 Jahren, von Mek lenburg'Schwerin nach JndianavoliS. woselbst ihr Gatte vor langen Jahren ihr im Tode vorausging. Ein Sohn und viele Freunde betrauern ihren Tod. Die Beerdigung findet Donner, ftag Nachmittag von dem Trauerhause ' No. 1531 Madison Ave. aus statt. Stadtrathssitzung. Zur gestrigen Sitzung des Stadt raths hatten sich etwa ein Dutzend der Stadtväter eingesunden. Die Geschäfte wurden in Eile er' l:digt, und da nichts Besonderes an der Tagesordnung war wurden die Ordi nanzen 33 und 34 einstimmig passirt, denen zufolge die Cedar Straße von Virginia Avenue bis östlich zur Shelby in McCarty, und die Grove Straße von Virginia Avenue bis östlich zur Shelby Str., in Bradshaw Str. um getauft wurden. - An Stelle der früher ernannten In spektoren für die heutige Municipal wähl wurden für die 6. Ward 19. Pr. Walter C. Johnson, die 7. Ward 11. Prec. Wm. G. McCheöney. die 11. Ward 2. Pr. Patrick M. Duffy und für die 15. Ward 7. Prec. Geo. E. Cor ernannt, worauf Vertagung ein trat. Feuer. Gestern Abend um 10 Uhr wurde die Feuerwehr nach 513 Douglas Straße, der Wohnung von Wm. Corie geru fen, in dessen Zimmer auf , sonderbare Weise Feuer auögebrochen war. Corie hatte nämlich gestern, wieder einmal Spreetag, den er jedenfalls in folener Weise feiern wollte. Nachdem er verschiedene Flüssigkeiten hinter die Binde gegossen, gerieth er in große Aufregung und kehrte schließlich schwankend wieder nach seinem Helm zurück. Dort angekommen, übermannte ihn etn sonderbares Gefühl. Er blickte forschend im Zimmer umher, nahm ein Stück Möbel nach dem andern und thürmte Alles, was erhalte, in eine Ecke, nachdem er eS vorher mit wahrer Wolluft zertrümmert hatte. Damit no!) nicht zufrieden, nahm er die brennende Lampe und warf sie in den Plunder, der sofort Feuer fing. lichterloh brannte und einen Schaden von $16 am Gebäude anrichtete. Infolgedessen radelten die Polizisten ASklnS und Duncan nach der Brand stätte und verhafteten den Uebelthäter, der im StationShaufe angelangt, tot geu Trunksucht und Brandstiftung an gekreidet, in'S Loch gesperrt wurde. Nsucht die Tiah I-Mingo.

DcrWoHUHätigtcits-Ball

Zmdet Freitag im Deutschen Qaufc statt. Ein glänzender Erfolg zu erhoffen. Wie bereits mitgetheilt, findet der jährliche WohlthätigkeitS . Ball des Frauen HilfS Vereins am nächsten Freitag, 10. November, im Deut fchen Haufe- statt. Diese Ankün digung sollte genügen, um einen großen Besuch zu sichern, gilt eS doch dazu bei zutragen, um die augenblicklich leere Kasse der Schatzmeisterin wieder zu füllen. Die Wintermonate stehen vor der Thüre und die Ansprüche an den Verein find dann immer größer als im Sommer. Zu den LebenSmitteln müssen Schuhe. warme Kleider und Kohlen beigefügt werden und das Alles kostet Geld. Der Frauen HilfS'Verein, der nur einmal im Jahre um die. Gunst seiner Mitdürger bittet, sollte von denselben in liberalster Weise unterstützt werden. Jeder Dollar der eingeht, entweder durch jährlichen Beitrag oder Besuch deS Balles, geht direkt an hilföbedürf. tige Familien, da der Verein fast gar k?ine Unkosten hat. Jeder Deutsche sollte eS als Ehren fache ansehen, nächsten Freitag zum Ball zu erscheinen. Weftphälischer Verein. Gestern. Abend hatte sich der Weftphälische Verein, in Keller'S Halle versammelt und seine regelmäßige Geschäfte erledigt. ES wurde beschlossen, die auf den 8. Januar anberaumte Versammlung in Kellers neuer Halle abzuhalten um die DelegateN'Berichte deS deutschen Ver banbeS entgegenzunehmen, und nach Schluß der Gefojäftsfitzung den GeburtStag deS Präsidenten Herrn Anton Wiese in gebührender Weise zu feiern. Macht Selbstmordversuch. JameS Davidson, 1733 S)eldon Straße, wurde gestern Mittag mit einer großen Wunde am Halse nach der Station gebracht und als Irrsinnig gebucht. Der Mann hatte einen Selbstmord versuch unternommen, übrigens der zweite innerhalb kurzer Frist. Schlechte Gesundheit scheint die Motive geliefert zu haben. Ermußte mehrere Male verbunden werden, da eS fast unmög lich war, die Blutungen zu stillen. Marion, 6. Nov. Stephan Faulkner wurde gestern in seiner Hütte auf der McKee Farm auf seiner Cot" liegend in leblosen Zustande mit einer klaffenden Wunde am Munde und ne ben ihm ein Revolver, aus dem ein Schuß abgefeuert war, von seinem Bruder angetroffen.- Dem Anscheine nach mußte die That bereits vor meh reren Tagen verübt worden sein. Faulk ner arbeitete in den Oelfeldern und wohnte für sich. N. K o k o m o, 6. Nov. Letzte Nacht kurz nach 11 Uhr brach in der Automo bile.Fabrik von Apperson BroZ. Feuer aus, wodurch ein Theil der Gebäulich leiten total zerstört wurde. 'Werthvolle Maschinerien wurden zerstört und der Verlust wird auf circa $26.000 ge schätzt. Peru, 6. 'Nov. DaS Testament der verstorbenen Frau Jennie New man wurde im Probatgericht hinterlegt. Die Hinterlassenschaft im Werthe von 50.000 füllt auf ihren Schwieg. söhn John Fidler und dessen Tochter Oliva Fidler. Außerdem vermachte die Erblasserin S1000 dem Waisenhause in Mexico. Znd.. und $300 der Methodi. ftenkirche in Peru. Ein alter Mann, anscheinend ein Kriegsveteran, der gestern in Krause BroS. Geschält an der Ost Washington Straße trat, um sein Geld nachzuzählen, ging später fort und ließ dasselbe 'liegen. Derselbe kann ' daö selbe in Empfang nehmen, falls er sich dort meldet. ' ' .

Aus den Gerichten. Kreisgericht.. Achtb. Henry Clay Allen, Richter. Renihan & Alackwell gegen Ellen

ElliS' Hinterlassenschaft wurde dem Gerichtshof unterbreitet und r Be. trag von $31 bewilligt. F.'M. Dell gegen John Elements' Hinterlassenschaft. Dem Gerichtshof unterbreitet und derBetrag von $5.25 bewilligt. Frant M. Cropsey gegen Henry Bristow's Hinterlassenschaft. $51.50 von der Administratorin bewilligt. Dr. I. D. Moschelle gegen Sarah I. Wiedman'S Hinterlassenschaft. Unterbreitet'und der Betrag von $78 vom Gericht bewilligt. Renihan & Blackwell gegen die Hin terlassenschaft von Wm. I. TraneyS. Den Klägern $172 zugesprochen. Suveriorgericht. Acht. John L. McMaster Richter. International Harvefter Co. gegen W. A. Reed. Hypothekenklage. Verhört und infolge der Abwesenheit des Beklagten Urtheil zu Gunsten des KlägerS auf $125.73 und Kosten. Nellie Skirwin gegenllMartin,Skir win. Scheidungsklage. Da Beklag ter zur Verhandlung nicht erschienen war, wurde die Klage von der Klä gerin fallen gelassen. Perry F. Carr gegen Alma A. Carr Scheidung. Verhört. Urtheil vorbehalten. James Weed gegen Anna Weed, Scheidung. Beweis der Veröffentlich ung beigebracht und verhört. Neue Klagen. R. W. Furnas Jce Cream Co. gegen W. H. Labb. I. F: Given und die White City of Indianapolis. Rech nungSklage auf Zahlung von $152 und Kosten für geliefertes Jce Cream. ChaS. H. Langler gegen David M. Rye u. A. Klage auf Entschädigung undZahlung von $2600 für durchNach lässtgkeit der Beklagten erlittene körper liche Verletzungen. - Mary E. Ray gegen lASbury C. Ray. Scheidungsklage. Wegen Ver nachlässigung des Unterhalts der aus 3 Kindern bestehenden Familie. Mary C. Hunter gegen Henry Dun can, Klagr auf EinhaltZbefehl gegen Beklagten wegen AbhauenS der Klägerin gehöriger Obst und Schatten bäume. Francis Boggs gegen das Jndiana Theater Ralph ThorbuS und Frau Ralph ThorbuS. Klage auf Rücker stattung von dem Kläger gehörigen Eigenthumes im Werthe von $350. Zur' letzten Ruhe. Auf dem Crown Hill Friedhofe fand gestern Nachmittag 2 Uhr die Bestat tung der Leiche von Henry Schnull statt. Schon um die Mittagsstunde hatten sich die Angestellten in das TrauerhauS, 1305 Centra! Ave., begeben um einen letzten Blick auf die Züge des Mannes zu werfen der ihnen Freund und Vor bild gewesen. Vor der letzten Fahrt nach dem Fried Hofe fand eine einfache doch eindrucks volle Feier im Hause statt. Der Solist Raymond Lynn trug unter Harfenbegleitung von Frl. Louise Schellschmidt ein weihevolles Lied vor. Dann widmete Prof. Karl E. Em merich dem Andenken des verstorbe nen Freundes, schlichte aber innige Worte. Nicht über die glänzenden äußeren Erfolge deö Verblichenen sprach er, sondern über die trefflichen Charak tereigenschasten, durch die er sich die Achtung Aller erworben hatte. Auf dem Friedhof sang ein vier facheS Quartett des MustkvereinS die Lieder' Unter allen Wipfeln ist Ruh und Still ruht das Herz." Als Ehren'Bahrtuchtrüger fungirten folgende Herren: Clemens Vonnegut Sr., Herman Lieber, Fred. P.- Rufh. Jacob Metzger, Wm. Haueisen, LouiS Hollweg, Albrecht Kipp. John H. Hol liday, Alfred, F. PottS, Wm. A. Ap plegate. Activ: Wm. I. Griffin, Geo. G.Srlffin, M. S. Griffin, W. A. Shirean, Wm. I. Summer und G. Pfeiffer.

Xic letzten Tage eines bcrükimtcn Hotels. Man schreibt aus Brüssel: Das Ho!el de Vellevue auf derPlace Royale, in dem erst kürzlich die Gräfin Lonyay einen Tag verbracht hat. ist seit semer Eröffnung von Herrschern und sonstigen, durch gesellschaftliche Stellung. Üieichthum oder großen Namen hervorragenden Persönlichkeiten besucht worden. Kein Wunder, die eigentliche Gründerin, war ja auch eine Kaiserin: Maria Theresia verkaufte mit Palenj vom 14. August 1776 ein,großestüä des ihr gehörigen Terrains des alten Brabanter Herzogspalastes Herrn Philipp de Prost unter der Bedingung, daß dieser ein Hotel im vornehmen vorgeschriebenen Baustil da errichte. So entstand das Hotel de Bellevue, das im Laufe der Zeiten sehr bedeutende Mann?r und Frauen beherbergte. Aus dei langen, hochinteressanten Fremdcnliste des Hotels seien genannt: Die Krön--Prinzen, nachmaliger KaiserWilhelm 1. und Friedrich III., der 'Prinz von Wales, nachmaliger König Edward VII.. Kaiserin Eugenie, der König und die Königin von Dänemark, der letzte Kaiser von Brasilien Don Pedro, die Könige Humbcrt und , Viktor Emanuel III., die 'Königspaare von Schwer den und von Griechenland, die Körn gin Jsabella von Spanien, der König von Rumänien, der von Siam und König Kalakaua. Die Namen der Erzherzöge. Großfürsten. Prinzen. Grafen, Staatsmänner. Künstler u. s. w.. welch: Gäste des Hokels waren. an

führen, hieße einen dicken Band schreiben. Einige sollen erwähnt werden: Grant, Präsident der Vereinigten Staaten, Prinz Napoleon. Bonaparte. Großfürst und. Großfürstin Sergius. der chinesische Minister 5-Hung Tschang. Marquis Saliskury. Lord Beaconsfield. Gladstone. Cecil Rhodes. Stanley, der kurzlich verstorbene Am kaforscher de Vrazza, Gordon-Pascha. Marquis Jto, Krupp, die Mitglieder der Familie Rothschild. Meiffonier, Sarah Bernhardt. In den blutiger Septemvertaqen des Jahres 1830, wel che zur staatlichen Selbstständigkeit Belgiens führten, spielte das friedlich: Hotel sogar, die Rolle einer Festung. Aus den Fenstern schössen die Äusständischen auf die holländischen 'Soldaten. die vom königlichen Park her das Hotel anqnffen. Im Jahre 1862 kaufte die Familie Dremel das Gebäude von den de Prost schen Nachkommen. Vor Kurzem ifl König Leopold Eiaenthümer des Ter rains geworden, und bald soll das historische Hotel zu einem Palais werden, das die jüngste Tochter des belgischen Kcwi.qs, Prinzessin Elementine. bt wohnen wird. i Ein neuer Wasscrwcrksprozctz steht in Gelsenkirchen, Westfalen, demnächst zu erwarten. Nachdem die Anspruche einer Anzahl durch Typhus ge schädigte? Einwohner von Gelsenkir chen vom dortigen Wasserwerk zurück gewiesen wurden, strengen diese jetzt auf Veranlassung des Hausbesttzerverelns eine Entschädigungsklage an. Das Klageobjekt beträgt 150.000 Mark. Dadurch wird der ganze WasserwerksProzeß wieder aufgerollt. Bekanntlich brach im Herbst 1901 im Kreise Gelsenkirchen eine Typhus - Epidemie aus, die in dem dichtbevölkerten Industriegebiet sehr bald einen ungeheuren Umfang annahm. Etwa 3000 Personen erkrankten. Monatelange Untersuchungen einer Kommission, der die Professoren Robert Koch und Piefke (Berlin) angehörten, führten schließlich zu der Erkenntniß, daß die Epidemie durch das Leitungswasser hervorgerufen wurde. Die Infektion des Wassers soll durch ein Siichrohr erfolgt sein, das zu Zeiten großen Wassermangels unfiltrirtes Wasser unmittelbar aus der Ruhr- in das Röhrensystcm des Wasserwerkes führte. Diese Zuleitung unfiltrirten Wassers sollten die derzeitigen Leiter des Wasserwerkes verschuldet haben. Sie wurden daher in einem Aufsehen erregenden Prozesse wegen Nahrungsmittelverfälschung zu großeren Geldstrafen verurtheilt. Die Mannschaft des Knjäs Po temkin". Die Meuterei auf dem Potemkin" wird jetzt binnen einiger Wochen zur Aburtheilung gelangen. Im Laufe dc) Oktober sollen 60 Mann der. früheren Besatzung vor das Kriegsgericht gestellt werden. 'Diese Gerichte find jetzt überhaupt in Rußland sehr beschäftigt, und fast täglich werden gegen Soldaien kriegsgerichtliche Todesurtheile gefällt und rollzogen. In dem Fall da vorerwähnten Meuterei wird die Bestrafung nicht ganz einfach fein, da der Thatbestand noch ' immer nicht völlig festgestellt ist. Unter jenen 60 bestreiten die meisten, überhaupt an der Meu terei theilgenommen zu haben, vielmehr blieben sie auf dem Schiff, als die Rädelsführer'.Zn dem rumänischen Konstanza an's Land gingen und sich da-

durä) der rusüscben Botmäßigkeit entzogen. Andere haben sich freiwillig gestellt und machen dies als Mild?rungsgrund geltend. Unter den 60 Angeklagten befindet sich außer einem Schiffsarzt ein blutjunger 'Leutnant. dessen Schicksal in der russischen Gescllschaft das lebhafteste Interesse erregen wird.

DasK.riegsgerichtzuGlogcu verurtheilte den Hauptmann und Batteriechef Walkling wegen Mißhandlung eines Untergebenen zu zehn Tagen Stubenarrest. '711 r(stt y m it 31ktltthirtllt UlVLUlVIj? ) jtMjUUUiy 1111. fltv Präsident der Xlutual Life Jnsurane tzonipany und sein Anhang. Ein so Ernstes Gepräge die Verhandhingen vor dem Komite. welches von der Leaislatur des Staates New Fork zur Untersuchung des dortigen LebensVersicherungswesens eingesetzt ist, im Allgemeinen besitzen, so ermangelten sie doch unlängst nicht einer gewissen, allerdings bitteren Komik infolge der mm ß' ' : " Richard A. McCurdy. Aussagen des Präsidenten der Mutual Life Insurance Company, Richard' A. McCurdy. Er behauptete, die betrefsende Gesellschaft sei seiner Zeit gegründet worden, um , einzig philanthropischen Zwecken zu dienen; dabei hielt er die im Jahr? 1901 erfolgte Erhöhung feines Jahressalärs von Z100.000 auf Z150.000 für vollkommen gerechtfertigt und faßte diese als ein Kompliment fürihn auf. Auch erblickte er in der Thatsache, daß eine ganze Anzahl seiner Angehörigen und nächsten Verwandten bei der Mutual Life Insurance Company ungemein fette Posten bekleiden, keinerlei Unrecht. Im Uebrigen bekunten die Aussagen McCurdys in vielen Dingen eine höchst befremdliche Unkenntniß hinsichtlich de? Geschäftsführung der Gesellschaft. Richard A. McCurdy wurde 1835 in der Stadt New Jork geboren. Er besuchte . die Harvard - Universität, studirte die Rechte u.nd wurde zur Barre zugelassen. Nachdem er von 1860 bis 1865 als Anwalt der Mutual Life 'Insurance Company fungirt, wurde er im letztgenannten Jahre Vizepräsident und 1885 Präsident der Gesellschaft. Mädchen erlegte einen Bären. Eine junge Dame Namens Tillie Hudson befand sich allein in ihrem Hause in Eaglesmere, Pa., als sie durch das ängstliche Geschrei eines Schweines aufgeschreckt wurde. Als sie nach der Ursache des Lärms forschte, sah sie einen schwarzen Bären, welcher damit beschäftigt war, sich einen Eingang in den Stall zu schaffen. Frl. Hudson hatte nie zuvor eine Flinte abgefeuert, aber schnell entschlossen holte sie die Büchse ihres Bruders herbei und schoß nach dem Thier, worauf sie eiligst in's Haus lief. Erst nach etwa einer Viertelstunde fand sie den Muth, aus dem Fenster zu schauen. Der Bär war verschwunden, aber etwa 100 Fards vom Hause entfernt wurde er mit einer Schußwunde im Schädel todt aufgefunden. - N Mädchen- u n dS ch l a n -g e n if ß. Professor W. D. Miller von. Berlin hielt dieser Tage den Studenten des Wesleyan College in Middleton. Conn.', einen Vortrag, der den Jünglingen gewiß em unangenehmes Gruseln beredete, denn der Gelehrte erklärte ihnen, daß der Biß eines Mädchens einen schnelleren und schreckkicheren Tod veranlassen könne, als der Biß einer Schlange. Professor Miller hat im Besonderen die im Munde befindlichen Bakterien studirt. Er erzählte, daß er vor kurzer Zeit Versuche anstellte und fand, daß ein Pfeil, dessen Spitze in den Speichel eines Mädchens getaucht würde, das davon getroffene Opfer schneller in den ' Tod senden würde, als das Gift der gefährliebsten Scklanae. ,

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Die tzclungrnc Kcdrrtascl. Unser Herr Lehrer," so erzählte der Botenfranzl aus Klein-Kaslcithen, is' " noch a junger Herr, aber was er amal ang'fangen - hat, dös führt er exefize durch und zu an', sch'ön'n End' aa noch. . Vorig's Jahr hat er in unserm Ort an' G'sangverein g'gründet. Dös V so herg'gangen: Dem reichen Reinlir.gHofbauer fei' Tochter, die Nani, is' mit de? Nas'n a biss'l hoch außi, sie flitzt unter uns auf 'nHerrn Lehrer, und sie thuat und sie redet mit ibm ganz stadtlerisch. .Herr Lehrer sagt sie amal zu ihm, .es möchte mich sehr verinteressiren, wenn bei uns der Gesang a wengerl gepflegt werden möcht.' Können Sie da nix machen?' Ter Herr Lehrer, gfällig, wie er fchon is'. geht her, sagt, es freut ihn, daß er so viel Verständniß und Gefühl findet, redet nachher mit den Burschen in und um den Ort und gründet einfach den Männerg'sangverein .Silbergurgl,' die Dirndln spendiren a Fahn.' die Nani

ls' Fahnenjungfrau und der alte Rernlinghofbauer Ehrenvorstand vom Verein. Hiazt wird geprobt und geprobt. Am Ehrenvorstand sein Namenstag soll die erste Liedertafel stattfinden. Ter Hirschenwirth laßt aus dem großen Saal die Erdäpfel und Mehlsäck' außiramen und richtet alles fein her, weil noble Gaste eing'laden sind, wie z. V. der Doktor, der Steuereinnehmer und der Bierführer. Wie der große Abend da war, sitz'n die Mitglieder, vom G'sangverein schon lang . früher im Sängerzimmer und schaunt halt, daß sie derweil nit verdursten. Der Holzhackerwastl übt sei' -Tenorsolo ganz still noch a paarmal durch, der Mistführer-Jockl lernt den . Text noch a biss'l auswendig, weil's do' nit so leicht geht, glei' vom Blatt herunterlescn, und der Schinder-Pepi fragt den Schusterpech-Franzl zum letztenmal, ob ,piano' ,still' heißt oder .layiV Der Meßner-Toni und der Sauhalter-Ferdl, die eh fein singen können, thun halt haklziag'n zum Zeitvertreib. So sind alle recht lustig und warten halt, bis der Herr Lehrer sie einiruft auf's Podium und die G'schich! anfangt.. ..Draußen im Saal is' schon alles voll, acht Uhr is' aa schon und der Herr Lehrer in sein schwarzen Sonntagg'wand laaft hin und her. Es -is' schon fchiach Zeit, aber anfangen geht do' nit, weil der Herr Ehrenvorstand noch nit da is' mit seiner Tochter. No, der Lehrer redet halt derweil mit dem Herrn Doktor und bedankt sich für's Klavier, das er g'lieh'n hat zur Aufführung. Der Doktor, a freundlicher Herr, mant, 's Warten machet nix, wenn nur die Sänger nit ungeduldig werden und etwa a Lampenfieber kriag'n, weil's do' dte erste Aufführung is'. Er höret schon a leichte Unruhe im Sängerzimmer, sagt er. Dem Lehrer steigt's haaß aufer. aber der Reinlinghofer kimmt no nit. Die Unruhe wird immer größer und größer, und wie die , Saalthür' aufgeht und der Ehrenvorstand z'sammt der Fräul'n Nani erscheint, fliegt schon a Bierkrüg'l aus 'm Sängerzimmer und die Kellnerin schreit außer: ,Herr Lehrer, fangt's an, der Männerg'sangverein raaft schon und der Teisor-Lenzl is' verwund't!" Hui, da hättest D' sehg'n soll'n! 's Publikum is eini in's Sängerzimmer und hat aa dreing'haut, der Ehrenvorstand hat a Watsch'n kriagt, daß er glei' getanzt hat und a Mordskrawall is' fertig g'wen. In aner Stund drauf hat der Doktor den letzten verbunden g'habt, die Stimmung war g'müaihli wie nia, der Lehrer hat ang'fangt zu dirigiren nvt sein Frack, den ihm der Hausknecht bat z'rissen g'habt in der Eil, und alle ham g'sungen bis in die Fruah, so daß es am zachsten Tag in der Zeitung is' g'stand'n. Sakra, dös war a Liedertafel!" Srcc!,. Richter: Angeklagter. Sie sind in der Nacht mit Dietrich und anderen Werkzeugen im Kassenzimmer der Bank angetroffen worden. Was haben Sie dazu zu sagen?" Angeklagter: Ich hatte gehört, daß an dem Geldschranke eine lieue Art Schloß angebracht sein soll und da ich mich für solche Sachen interessire. wollte ich es mir mal m aller Ruhe betrachten!" . (ßinc andere Saclie. Hausherr (zum Weinreisenden): Ich habe Ihnen doch bereits aesagt,, daß ich Antialkoholiker bin und weder Bier noch $2em, trinke!" Weinreisender: Nun, eine Kleinigkeit könnten Sie immerhin bestellen, wir geben neun Monate Ziel" Hausherr: So. neun Monate da schicken Sie hundert Flaschen!" Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Lengfellov-.

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