Indiana Tribüne, Volume 29, Number 63, Indianapolis, Marion County, 6 November 1905 — Page 6
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Europaische Nachrichten. Provinz ZSestpreußen. D a n z i g. Der Rentier van Nispen, dessen Ehefrau in der Vadeänstatt ihrer Mutter, der Wittwe Robinson, als Stütze thätig ist, kam in vollständig ruhigem, durchaus nicht aufgeregtem Zustande in die Privatwohnun feiner Schwiegermutter und feu
erte zwei Revolverschüsse gegen diese ab, die aber nicht tödtlich wirkten. Sie . trafen beide in den Unterleib. Die Schwerverletzte wurde ln besinnungslosem Zustande nach dem Stadtlazarett gebracht. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Der Schwiegersohn Van Rispen stellte sich sofort der Polizei mit dem Bemerken, daß er mit voller Ueberlegung gehandelt und schon lange beabsichtigt habe, seine Schwiegermutter zu erschießen, denn sie habe versucht, seine Frau, die ein gutes, bravesWeib sei, 'auf falsche Bahnen zu führen. Deutsch - Krone. Dem Seminardirektor Wacker wurde der Rothe Adlerorden 4. Klasse verliehen. Elblnq. Zur Einweihung de Denkmals Kaiser Wilhelms des Großen trafen die Kaiserin und die Pnnzen Eitel-Friedrick, Avalbert und Oskar hier ein. Nach der Festrede des Oberbürgermeisters Elditt wurde das Denkckal enthüllt. Prinz Eitel-Frie-drich legte als Vertreter des Kaisers einen Kranz am Denkmal nieder. j Hammer st er n. Kürzlich ist die Hülfsbahnwärterfrau Handt von einem Zuge überfahren und getödtet worden. Frau Hanoi war am Ueberweae beschäftigt, als sie der Zuq erfaßte. Ein Bein wurde ihr vom Rumpfe getrennt. - K r o i a n l e. Die goldene Hochzeit feierte der Rentier Salomon Meyerhardt. Marienburg. In das hiesige Gerichtsgefängniß wurde das DienstmädchenMarie Durau aus Posilge eingeliefert. Sie hat ihren kürzlich geborenen unehelichen Knaben zwischen lchthorst und Altfelde in einen mit Wasser angefüllten Graben geworfen. Riederzehren. Lebensgefahrliche Verletzungen haben sich die beiden 2i. und 1 Jahr alten Kinder des Jnstmanns Orwwski zugezogen. Sie kippten sich, wahrend ihre Mutter mit Flinfcnbacken beschäftigt war, einen mit heißem Kaffee angefüllten Kochtopf so unglücklich über den Leib, daß das Ftoich in Fetzen Herunter hing. Rosenberg. Das Fest fo gol denen Hochzeit feierte in seltener Rüstigkeit Rentier Nesselmann. Die seierliche Einsegnung des Jubelpaares fand in .der evangelischen. Kirche durch Pfarrer Glang statt. Schwetz. Kürzlich ertrank im Schwarzwasser die neunjährige Tochter des Arbeiters Bonna. Das Kmo wollte Wasser schöpfen, stürzte dabei kopfüber iX ' den Strom und verschwand, bevor noch jemand zu Hilfe eilen konnte. Z'rsinz "gpommcrri. Stettin. Erstochen aufgefunden wurde an der ?!iiseniker Babn beim Feuerwerkslaboratorium der 31 Jahre alte Arbeiter Fürstenau. Er hatte eine tiefe Schnittwunde oberhalb der Stirn zwischen Auge und Nase. Der Tod mm W rr f 4 I ist ossenvar ourcy AerviUlung elngetreten. Alt - Wieck. Einem bedauerliche'n Unfall ist der Büdner Scheunemann zum Opfer gefallen. Derselbe Fing mit seinem jungen Hunde auf die rvi c m.' . lt.ri- . ! . 3 ago. eim ucoeifpringeu elnc Grabens ist ihm wahrscheinlich der Hund an den gespannten Abzug des Gewehres gekommen, so daß derSchuß losging und die ganze Ladung Rehpo nen lym vom Halse auL den opi durchbohrte. Finkenwalde. Unlängst fiel der ILjäbriae Sobn des Arbeiters Mcknthey von hier beim Spielen in Ä i rm i oen anal unwen oer l2.emenlsaorll und ertrank. Seine Leiche wurde in die elterliche Wohnung geschafft. iLruvenyagcn. Die Ehefrau des hier wohnhaften Schlossers Preuß ließ, als sie mit der Zubereitung des Mittagessens beschäftigt war, ihre beiden Kinder von zwei und vier abren auf dem Hofe spielen. Nach kurzer Zeit war der zweijährige Sohn verschwunden. Bald darauf wurde er als Leiche im Danziger Graben vorgesunoen. K o l b e r g. Das 16jährige Dienstmädchen des Restaurateurs C5. Neu bauer, am Hafen, Anna Vollbrecht aus .replow a. 'ega, wollte mit dem Kindermädchen Greifen svielen und lief in- ihrer' Unvorsichtigkeit übers Bollwerk. Trotzdem mehrere Gäste aus Caf6 Sailors-Some sowie der Wirth selbst sich redlich bemühten, das jugendliche Menschenleben zu retten, war es bei der herrschenden Dunkelheit nicht möalick. irgendwie Qilfe zu leisten, und mußte das junge Mädchen vor den Augen der Anwesenden er rrlnien. N e u e n d o r f. Ein trauriger Unglücksfall ereignete sich hier beim Richten eines Hofgebäudes. Während der Arbeit riß plötzlich ein Tau, ein Balken stürzte herab und traf den hier wohnhaften Familienvater Ewert. Letzterer hat schwere innere Berletzungen erlitten. Schönfeld. In tiefe Trauer wurde die Familie des hiesigen. &t
meindevorstehers Watter versetzt. Der 20jährige Sohn, welcher in Berlin thätig war, weilte bei seinen Eltern zu Besuch.- Mit Aufräumungsarbeiten in der Scheune beschäftigt, fiel er so unglücklich vom Fach, 'daß er nach kurzer Zeit an Gehirnerschütterung starb. Z ü l l ch o. w. Kürzlich unternaymen von hier aus sechs Personen 3 Erwachsene und 3 Kinder in einem Boote eine Segelpartie über den Damm'schen See. Infolge des GeWittersturmes kam das Boot vor der Stettin-Bredower Einfahrt zum Kentern. Dabei ertrank derArbeiterBerndt und der 12jährige Knabe Willi Hermann, dessen Vater gleichfalls im Boote war. Provinz Schreswig-.KoMcin. Au'dorf. Auf, dem Stahl- und Walzwerk erlitt der 25jährige Schmied Heinrich Haupt einen schweren Unfall. Er trug u. A. einen Schädelbruch davon und wurde sofort in das hiesige städtische Krankenhaus gebracht. Bekmoor. Hie? schlug der Blitz in das Haus des Käthners H. Hüll-
wig. Dasselbe brannte in.kurzer Zeit gänzlich nieder. E lm s h o r n. Dieser Taae konnte der Viehhändler Markus Köhnke hierselbst in voller, Rüstigkeit seinen 80jährigen Geburtstag begehen. Mit diesem Feste verband der Jubilar sein 50. iÄeschasts- und sein 65. Berufsjubiaum. G o s d o r f. Letztens brannte das Wohnhaus des Hufners Ventfeldt toal nieder. Das Mobiliar wurde zum großen Theil gerettet. H u s b y. Gestorben ist der in weiten Kreisen bekannte Volksdichter Wilhelm Balow Hierselbst. Der Verstorbene, der Kampfgenosse von 1864, 1866 und 187071 war, kam 1864 als brandenburgischer Kürassier nach Schleswig - Holstein und verblieb hier. Er war lls Volksdichter sehr beliebt und manch' volkstümliches, launiges Gedicht ist aus seiner Feder hervorgegangen. Kappeln. Zum Burgermeister wurde Bürgermeister Schreck aus Calbe gewählt. Lendemark. Der 70jähriae Landmann Eskudsen stürzte von einem Fuder Heu herunter und der Wagen ging ihm über die Brust, infolge dessen er nach kurzer Zeit starb. Neustadt. Schuhmachermeister Wilhelm Stieglitz gehört jetzt 50 Jahre der' Lütjenburger Liedertafel" an. Stieglitz, der 68 Jahre alt ist, singt noch tadellos den zweiten Tenor. Oldendorf. Im Alter von 73 Jahren starb hier der Rentner Claus Junge. Er war seit dem Jahre 1873 Gemeindevorsteher unserer Gemeinde. Re i nfe l d. Vriefbote Emil Aberhoff, der ein Fuder Heu eingefahren hatte, wurde beim Abschirren des Pferde gegen die Mauer gedrängt. Die Deichsel drang irn in die Brust, der Tod trat alsbald ein. Schulau. Beim Baden ertrunken ist hier der etwa ".0 Jahre alte Kaufmann Levi auS Altona. Levi hatte sich zu weit in den Strom hmausgewagt und wurde von der Fluth fortgerissen. W i l st e r. Vor einiger Zeit feierte die hiesige freiwillige Feuerwehr in Gegenwart mehrerer Herren des Magistrats und des Stadtverordnetenkollegiums ihr. 35. Stiftungsfest. Dabei wurden dem Kameraden Becker für Oiähriqe, den Kameraden A. Mohr, I. Maaß und P. Eckhardt für 20jährige und dem Kameraden A. Moser für 10 ähriae Dienstzeit die Auselchnungssterne verliehen. Bürgermeister Dethleffen überreichte Außerdem an Beeker für die treue langjährigeDienstzeit ein künstlerisch ausgeführtes Diplom. Provinz Schlesien. V r e s l a u. Auf der Klosterstraße erkrankte em obdachloser, etwa m den fünfziger Jahren stehender Arbeiter Namens Deutsckmann und verstarb nach kurzer Zeit. Die Leiche wurde nach der Anatomie aefchafft. Vor einiger Zeit wurde auf dem sogenann-1 t:n Finkenwege im Scheitniger Park! der 534 Jahre alte Knabe Rudolf Rösler, Sohn eines an demselben Wege wohnenden Droschkenbesitzers, durch ein Postautomobil Übersahren und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Leiche wurde in die elterliche Wohnung geschafft. Baumgarten. Hier starb plötzlich am Herzschlage Pastor Hirschberg, früher in Schreiberhau. Pastor Hirschberg ist als Verfasser und Herausgeber des Schlesischen Pfarrer-Alma-nachs in weiteren Kreisen bekannt geworden. Dürr , Kunzenorf. Letztens brannten demSchuhmacher Adolf Müller Stallung und Schuppen vollständig nieder. Kinder, die mitZUndHölzchen gespielt haben, sollen den Brand verursacht haben. Evantbal. Durch einen Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange wurde die Familie des hiesigen Hausbesitzers und SchuhmachermeistesSch'äl in tiefe Trauer versetzt. . Letztens begab sich Schäl mit seinem Fuhrwerk nach Landeshut, um Asche zumNeubau eines Schuppens zu holen. Bei der Rückfahrt wollte, nur noch 100 Meter von der Besitzung entfernt, das Pferd nicht mehr ziehen. Es schlua binten I aus und traf den Schäl so heftig an
den Unterleib, daß er in wenigen Aublicken verschied. G l 0 g a u. Major Ziehlke vom hiesigen Feldartilleriereziment mußte in eine Heilanstalt überführt werden. Es machten sich bei ihm in letzter Zeit und besonders als sich das Regiment auf dem Schießplatz Neuhammer befand, Anzeichen von Geistesstörung bemerkbar. Während des Feldzuges in China war Major Ziehlke Adjutant des Grafen Waldersee. L a u r a h ü t t e.. Zu Tode verunglückt ist im Richterschacht der Bergmann Grobek von ter Gelhornstraße. Er wurde von herabstürzenden Gestcinsmassen erschlagen. Grobek hinterläßt eine Wittwe mit noch sechs, zum Theil schulpflichtigen Kindern. N e s s e l w i tz. Durch Feuer ist das dem Besitzer Alexander Obronczka gehörige Wohngebäude vollständig eingeäschert worden. P e t e r s w a l d a u. Der 4jährige Knabe Kaßner legte im kindlichen Leichtsinn seine Hand auf einen Hackeklotz und gebot einem anderen, ihm die Finger abzuhacken. Der 5jährige Kna-
be Köhler nahm auch thatsächlich eine Axt und hieb dem Kaßner- die drei Mittelfinger der linken Hand ab - R 0 g a u. Kurzlich erkrankte me Familie des Stellenbesitzers Kurzydym nach dem Genuß von giftigen Pilzen. Der Mann und zwei Kinder sind gestorben. Weihwasser. Letztens ist das am Ringe belegene Hotel Hohenzollernhof" total niedergebrannt. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Zobten. Student v. Goltz, der aus einem Fenster des ersten Stockwerkes des Gasthofes zum goldenen Kreuz" stürzte, ist in Breslau seinen schweren Verletzungen erlegen. Provinz 'Z'ofen. B 0 m ) 0 l i n. Rittergutsbesitzer Koehke wurde mit dem Rothen Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet. G n e s e n. Den Hauptleuten Panke und Sänger vom hiesigen Infanterieregiment wurde auf dem Exerzierplatze der Rothe Adlerorden 4. Klasse verliehen. ' 'K r z y za n 0 w 0. Als der Arbeitersohn Kubiale auf dem hiesigenGute mit einer mit einem Pferde bespannten Wasserkufe Trinkwasser für die Arbeiter aufs Feld fahren wollte, ging das Pferd mit ihm durch, er fiel von der Kufe herunter und blieb mit einem Bein in dem Geschirr des Pferdes hängen. So wurde er eine Strecke mitgeschleift und erlitt so schwere Berletzungen am Kopfe, daß er gleich darauf starb. Lissa. Der im besten Mannesalter stehende Malermeister König hatte es übernommen, ein Haus am neuen Ring zu streichen. Zu diesem Zwecke bestieg er eine Leiter. Plötzlich wurde er von Krämpfen befallen und stürzte aus einer Höhe von etwa 8 Meter auf das Straßenpflaster, wo er besinnungslos liegen blieb und von wo aus er in seine Wohnung getragen werden mußte. Der Arzt stellte einen Bruch der Wirbelsäule und schwere innere Blutungen fest. Schon nach kurzer Zeit starb König. P a k o s ch. Beim ' Baden in der Netze ertrank der 54jährige Bolksanwalt Wilhelm Wendt vor hier. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Santomischel. Hier brach in dem Schnittwaarengeschäft von Koszewski Feuer aus. Die Flammen wurden zwar auf ihren Herd beschränkt, richteten jedoch bedeutenden Schaden an. Da in letzter Zeit die Stadt öfter von Bränden heimgesucht wurde, bei denen Brandstiftung angenommen wurde, weilte letztens hier eine Gerichtscommission. Im Verlaufe der Vernehmungen häufte sich derVerdacht derartig auf Koszewski, einen hochgeachteten Mann, daß Koszewski sofort verhaftet und in das Untersuchungsgefängniß nach Pofen. eingeliefert wurde. Znin. Im großen Zniner See ist der 118jährige Fleischergeselle Blachowski von hier ertrunken. Neid. (Im Boudoir einer schönen Schau- ' spielerin das Kollier uf dem Toi- . f-u urjc V?2 ieuciuiUf7 vccu v?ic u;ui u. schöne Perlenkollier!" ' Wie beneide ich die Perlen!" Warum?" Weil sie Ihnen um den Hals fallen dürfen." umgangener Stoss Kaufmannsgattin: Fatal! Grad' heute Morgen bezahlt die Frau Sekretär ihre große Rechnung endlich und heute Nachmittag ist Kaffeekränzchen bei der ??rau Revisor!- . V
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Prinz Eilet Irik verlobt. 2U Braut eine Tochter des Oldenburger Grobherzogs. Es ist nun einmal höfische, althergebrachte Tradition, daß Fürstensöhne und Fürstentöchter früher als andere die Schwelle des Ehestandes überschreiten, und so hat auch für den zweiten Kaisersohn, d:n Prinzen Eitel Friedrich die Stunde des Abschieds von seiHerzogin Sophie Charlotte. nem kurzen Junggesellenleben geschlagen. Bereits zu Anfang des kommenden Jahres, am silbernen Hochzeitstage seiner Eltern, wird er sich mit der aus der ersten Ehe des Großherzogs Friedrich August von Oldenburg stammenden Herzogin Sophie Charlotte verwählen. Die Braut ist eine anmuthige Erscheinung mit blassen, regelmäßigen Gesichtszllgen. In Berlin ist sie wenig bekannt. Sie war bisher die stetige Reisebegleitcrin ihres Vaters auf dessen ausgedehnten Nachtfahrten. Ter Großherzog ist Halbinvalide und seinen liebsten Aufenthalt bilden die Planken einer bequemen Nacht. Den größten Theil des Jahres verbringt er an Bord seiner Jacht Lensahn." Auch seine Tochter liebt das Wasser. Si: machte die Bekanntschaft des Prinzen Eitel Friedrich im vergangenen Juni in Kiel, wo sie durch geschickte Führung ihres kleinen Schiffes Elisabeth" auffiel. Prinz Eitel Friedrich gilt als Liebling des Kaiserhofes. Auch beim Vo.lk ist er beliebt und seine Verlobung hat ungewöhnliches Interesse erngt. Ocutschcr diplomatischcr UUchsd. i Ter neue Botschafter für St. Petersburg. BejZcre Beziehungen. Die ausgesprochene Freundschaft des Zaren Nikolaus für Kaiser Wilhelm, welche in jüngster Zeit wiederholt beredten Ausdruck gefunden hat, und die Erkenntniß, daß auch der Kaiser dem wahren Interesse des russischen Reiches 2S. . Schön. in durchs uneigennütziger Weise gegenübersteht, haben nicht verfehlt, auf die Stimmung der maßgebenden Kreise in St. Petersburg zu Gunsten Deutschlands einzuwirken. In dieser Hinsicht hat besonders die Begegnung der beiden Herrscher, welche auf des Zaren Anregung am 23. Juli auf der Kaiservacht Hohenzollern" bei der Insel Björkö stattfand, gute Früchte gezeitigt. Als Folge dieser Zujammcnkunst macht sich in .den maßgebenden russischen Kreisen eine starke Neigung zu Deutsche land bemerkbar. Eine weitere Förderung dieser freundschaftlichen Annäherung zeigt sich in dem Botschafterwechsel zwischen Berlin und St. Petersburg, welcher zunächst den bisherigen Vertreter Deutschlands in Kopenhagen, den Gesandten W. v. Schön, in die Hauptstadt an der Newa bringt, während sein Kollege v. Jswolsky, der russische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister in Kopenhagen, in Bälde den Botschafterposten an der Spree erhalten wird. Botschafter v. Schön steht beim Kaije? in hoher Gunst. Er ist 53 Jahre alt, war früher Botschaftssekretär in Paris und bekleidete den Kopenhagener Posten, der wohl als eine der besten Vorschulen für die Vertretung in Rußland angesehen werden darf, während fünf Jahren. . Sein Voin St. Petersburg Alvensletrn, der - hohes Alter (70 'esundheit wieder war Graf mit Rücksic" Hahre) und holt den Mu.'..ch geäußert hatte, sich zurückzuziehen. D i e Centra l-M ä r k t e von Paris verbrauchen jährlich für mehr als 560.000 Körbe.
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Von Stephanie zu PuUitz. Sie waren beide jung und lebenö lustig. Beim Tennis hatte er sie kennen ge lernt und ihr nach heißem Ringen doch die Partie abgewonnen, liebe? ihre Gewandtheit staunend, hatte er dann das frische Mädchen mit wachsendem Wohlgefallen betrachtet. Si: war schlank und groß, ihr feines Näschen ragte keck in die Luft, und blaue Augen lachten fröhlich darüber hinweg. Sie verabredeten sich für den nächsten Nachmittag, trafen sich dann täglich und plauderten auf dem Heimweg immer länger miteinander. Sie erzählte von ihrem einfachen, stillen Leben bei ihren Eltern, er vom Treiben der Großstadt, all' seinen Plänen und seiner Hoffnungszuverstcht. seine noch bescheidene Praxis als Architekt auszudehnen, sich durchzuringen. So wurden sie gute Freunde. Und als der dicke Major nach seiner Niederläge bei der hübschen, jungen Wittwe reumüthig zu Lotti zurückkehren wollte und ihr anbot, das Packet zu tragen, da hatte sie schnippisch knixend gesagt: O, sehr gütig, Herr Major, das hatte schon Herr Woynitz übernehmen wollen." Dieser ergriff das Packet und schwatzend gingen sie mit einigen Bekannten bis an ihr elterliches Haus. Als sie dann in der Umrahmung von Rosen stand, welche sich um die Hausthür rankten, hatte er gesagt: Nicht wahr, Fräulein Lotti, Sie kommen doch heute zum Conccrt im Kurgarten?" Es wird ein schöner Abend unv Frau Direktor nimmt Sie sicher mit." Lotti hatte lachend zugesagt und war, noch mehr Sonnenstrahl als sonst, zu ihren alten Eltern hineingegangen, um ihre Erlaubniß zu erschmeicheln. Mit Concerten, Tennis - Partien und kleinen Ausfahrten verflogen einige heitere Wochen. Der Herbst kam. die Reihen der Kurgä?? lichteten sich, und der Umbau, den der junge Archiv tekt geleitet hatte, war beendet. Morgen in der Frühe wollte er abreisen. Als die beiden zum letzten Male von ihrer Tennispartie zurückgingen, scherzten sie noch lebhafter miteinander wie sonst, als wollten sie sich darüber hinwegtäuschen, daß ihre Herzen höher schlugen, weil sie sich eigentlich so viel Ernstes zu sagen gehabt hätten von Liebe und 'Hoffen und Wartenwollen. Und wie einmal die Sonne so recht strahlend auf des Mädchens blonde Flechten fiel, raffte sich der junge Mann auf und sagte mit bewegter Stimme: Fräulein Lotti ..." Aber das Wort erstarb ihm auf der Zunge, denn von diüben wurde lebhaft gegrüßt: Guten Abend, guten Abend." Die dicke Frau Direktor watfchelte auf sie zu, klopste Lotti auf die glühenden Backen und sagte: Na, Kindchen, so warm gespielt?" und sich zu Woynitz wendend: Und Sie verlassen uns morgen schon? Die Zeit ist wirklich rasch vergangen, und wie schön ist der neue Saal geworden! Es wird eine bleibende Erinnerung an Sie sein. Hoffentlich führt Sie Ihr Beruf doch auch wieder her. Leben Sie wohl, lieber Herr Woynitz." Lotti überhörte noch, wie sie im Weitergehen zu ihrer Nichte sagte: Man kann dem netten, talentvollen jungen Menschen diesen Verdienst doch recht vom Herzen gönnen. .Vorläufig hat er es noch seh? knapp, und muß sich abmühen, um . . . Ein Schatten huschte über Lottis heiteres Gesicht, ihre frohe Stimmung verflog. Sie standen wieder vor dem .kleinen Häuschen, aber unwillkürlich gingen sie noch einige Schritte auf dem Wege, bis sie an eine weite Wiese kamen. Alte Buchen umschlossen sie, dieAbend sonne glühte in dem rothbrauncn Laub, dazwischen standen schlanke, schauernde Birken. Ihre Blätter rieselten in den Sonnenstrahlen zitternd wie goldene Herzen auf die feuchte Erde herab. Wie schön ist es," sagte Lotti leise, und wieder stieg es warm in ihm auf, er wollte sprechen. Da schob sich eine dunkle Wolke vor die Sonne, erloschen war das Spiel der Lichter in den' Bäumen, die feinen Nebel, die von der Wiese aufstiegen, schienen sich zu verdichten, und es war, als legte sich eine kalte Hand auf ihre Herzen, immer fester, beängstigender. Aus den grauen Schleiern wuchsen unheimlich Gestalten mit starren Augen empor, sahen sie höhnisch an und raunten ihnen zu vonSorge und Kum mer, von Krankheit, Sterben. . Seid Ihr stark genug, das alles zu ertragen, und aufrecht, ungebeugten, Muthes weiterzugehen? Wo habt Ihr Eure Kraft erprobt? Und eine ungeheure Angst kam über sie, ein Bangen vor den finsteren Möglichkeiten, die in der Zukunft Ungewißheit lauern mochten. Er suchte nach Hoffnung und Zuversicht, rang gegen die dunkle Macht, die sie mit Zagen erfüllte, sie beklemmend, lähmend umstreckte. Umsonst. Ich muß nach Hause," sagte Lotti schließlich tonlos, und schweigend schritten sie zurück. Leben Sie wohl, Herr -Woynitz, und möchte es Ihnen recht gut gehen. Leben Sie wohl, Fräulein Lotii," gab er ebenso gedrückt zurück. Ich danke Ihnen für die schöne Zeit." Er ließ ihre Hand los und wandte sich zum Gehen. Ein kalter Windstoß pfiff um das Häuschen, löste die Blätter der letzten abgeblühten Rose und streute, sie über Lottis blasses, ernsteZ Gesicht.'
