Indiana Tribüne, Volume 29, Number 59, Indianapolis, Marion County, 1 November 1905 — Page 5
Jndiana Tribüne, l November 1905
Evas Apfel.
X Vizze von Louise Cchulze-Brück. Theiß Theisen ging .den Hohlweg Ijtncm zu seinen Nußbäumen. Es war Zeit, die Nüsse zu schlagen,- sie sprangen schon aus der Schale. Klatsch, da fiel ihm gerade eine auf den Kopf. Der Baum gehörte Nachbar Klaus, na ja, Klaus hatte ja auckandere Sachen zu thun, als auf seine Ittüßbäume zu achten. Der zog schon heute Morgen in aller Frühe sein bestes Zeug an, spannte den Scheck ein und fuhr weg, peitschenknallend, schellenklingend. Der fuhr auf Freite, der hatte es eilig.' Kaum war die Erste todt, da spekulirte er schon nach der Zweiten. Theiß Theisen knabberte an einem Strohhalm und sah nachdenklich aus. Ein gutes Jahr, dies Jahr! Ein gesegnetes Jahr! Im Kreisblatt las man allerhand von der Dürre anderswo! Nee, davon merkte man hier nichts. Der schwere, fette Boden hielt das Wasser gut. Ein wahrer Staat, eine wahre Pracht, wenn man durch die Flur ging. Korn und Heu hatte es im Ueberfluß gegeben, die Kartoffeln waren gesund, und eine Obsternte gabs, wie seit Menschengedenken nicht mehr, Aepfel und Birnen, Zwetschen und Nüsse, mehr Früchte waren ah den Bäumen als Blätter. Das ganze Dorf roch nach Obstkraut, in allen Häusern kochten die Riesenkessel mit dem Mus. Und die letzten vrerzehn Tage war Theiß Theisen fast jede Nacht zum Muskochen gewesen. Er reckte sich und gähnte. Jede Nacht bis ein, zwei Uhr. Na ja, fein war's ja! Mal eine Biertelstunde im Kessel rühren, damit das Mus nicht anbrennt, und die andere Zeit sich's wohl sein lassen bei süßem Apfelmus und frischen Nüssen, und sich karessiren lassen von den Mädchen, die da auch zum Muskochen gekommen sind aus der ganzen Nachbarschaft, zum Helfen, zum Zwetschenentsteinen und Aepfelschälen und zum Rühren. Sie karessirten ihn alle. Das war er so gewohnt. Dafür war er Theiß Theisen. Matthes Teisens Einziger, der die meisten Aecke" jn; Dorf hatte, die besten Wiesen. schönste Holz. Aber das nützte ihnen nichts. Karessiren war ganz lustig auf dem Tanzboden und Ulm' Muskochen, wenn er sich im Allgemeinen auch nicht viel daraus machte. Theiß Theisen war keiner von denen, die jeder Schürze nachliefen, er war von solider Gemüthsart. Und es war besser, Lena Jsselen zu freien, die von ihremBater geerbt hatte und deren Wiesen an die Theisens anstießen, als sich von einer einfangen lassen, die nichts hat.. Viel besser. Theiß Theisen spuckte den StrohHalm aus. Lena Jsselen war keine Schönheit! Nee! Alles an ihr war 'n bischen lang gerathen, und 'n bischen mager, und ihre Gemüthsart war 'n bischen scharf und säuerlich, und sie besann sich schon lange, ob einer kam, der ihr gut genug wäre. Aber die dreischürigen Wiesen neben Matthes Theisens Wiesen, die waren fett und üppig, und das mußte man bedenken und durfte es nicht in den Wind schlagen. Schönheit vergeht, und dreischürige Wiesen bestehen. Theiß Theisen hatte einen faden Geschmack im Munde. Er hob einen Apfel auf und biß hinein. Der war sauer. So sauer, daß er ihm den Mund zusammenzog. .Aber das vertrieb das Fade. Hm! Ein saurer Apfel war's immerhin, die Lena Jsselen, ach was sauer macht lustig! Sauer macht lustig! Theiß Theisen pfiff sich eins. Er guckte in den Himmel, der war dunkelblau, und die Sonne blinzelte golden durch das Grun der Nußbaume. Die rothen Aepfel winkten aus dem Geäst der Aepfelbäume, und am Feldrain reiften Schlehen und Brombeeren, hellrothe Hagebütten und schwarzer Hollunder. Im Raingras wucherten gelbe Löwenmauler und blauer Fingerhut. Von den schon abgeernteten Nußbäumen bedeckten die Blätter die Erde wie einen Teppich, einzelne Büschel Ebereschen glühten gelbroth dazwi schen. Es roch bitterlich nach den grll nen Nußschalen und würzig nach Aep feln und Zwetschen und kräftig nach aufgewühlter Erde. Und auf einem Kartoffelacker orannte ein Feuer, der brenzliche Qualm zog durch die Luft, und Theiß Theissen schnupperte begehrlich .Kartoffeln. in der Asche gebraten, ha, die waren fein. Schön war die Welt das merkte Theik Theisen auch. Der ferne Waldfaum stand so klar in der Herbstluft, die Berge dahinter zeichneten sich so scharf am blauen Himmel ab. Und der Fluß drunten im Thal, der schlängelte sich wie ein silbernes Band, Theiß Theisen dachte an flatternde, weiße Bänder, an des Hochzeitsbuters Stock. Nee, daray wollte er ja noch nicht denken. Das hatte noch Zeit, 'und die Lena Jsselen, die wartete auf einen Freier wie Theiß Theisen immerhin cm . nocy eine zuzuz. Tbeik Theisen pfiff jetzt ganz ver gnügt. Kommt Zeit, kommt Rath. Es war ibm warm worden vom Gehen und Nachdenken, er lockerte seinen Kittel -am Hals und reckte sich einma lüchtia. " v Das Blut stieg ihm zu Kopf, die Sonne brannte auch, wie muten ,m
Sommer. Aber das that gut, fand
AU.- lernte er alttcy varau?.. um
Apfel war gefallen und hatte ihn an der Schulter ziemlich hart getroffen. Er guckte auf. 'Da war doch gar 'ein Apfelbaum. Aber am Graoenrano mitten zwischen Löwenmaul und Fingerhut saß eine, die lachte, daß sie sich frhuilnit? .Worüber hast smnirt. Theiß Theien. daß Du fast über die Leut' fällst?" rief sie so recht schnippisch. Ihre blanken Ääbne blitzten.- ihre schwarzen Augen waren wie Hollunderbeeren und lhre Backen wie die rothen Hagebutten, wenn sie recht reif sind. .Du. Ev." rief Th?ln Theilen,. Iacbend. .Du. nimm Dich in acht! Du hast noch was vomMuskessel bei Nachbar Odernach im Salz. Die Ev' schwana eine schlanke Gerte mit einem Blätterbusch an der Spitze: Siehste, da Is was sur dose Buben. Komm mir nicht zu nah'." Tbeik Theilen klomm den kleinen Steg hinan. Aber die Gerte schwenkte ich drohend. Da bleib, wo Du bist." .Uff!" Jetzt war ihm wirklich heiß. Und diesmal war's das Jugendblut, das hat keine Tugend. Aber er gab lein bei. Gb', ich wollt mich nur was ausrasten." Da setz Dich hin." Die Gerte wies auf das Plätzchen. ein bischen näher, aber nicht gar zu nah. Da saß er ganz brav. An was hast gedacht'i" An Dich, Ev'." LLa nit. Theiß Theisen. Das weiß man gut genug, an was Theiß Theien denkt! Nit an so unnutze Sachen, wie an'n Mädchen, das nit zu den Reichsten gehört, das nur so in der Reih mitläuft. Und ich wollt' auch gar mt haben, daß ei:r, der an mich denkt, so ein Gesicht macht, toit eben eins gemacht hast." Was hab' ich denn für eins gemacht?" Die Ev' lachte und warf einen rothen Apfel als Fangeball in die Luft: St. hi! Grad' so eins, als ob Du an wen anders gedacht hättst! Lang und sauer!" .Ev'!" Er rückte drohend näher. .Ev'. Ev'!" höhnte sie. Meiner. der müßt ein ander Gesicht machen, wenn er an mich dacht , so als ob er was Süßes gegessen hätt' und müßt mit der Zung' schnalzen und fidel sein wie'n Sieglitz und daherkammen, als wenn er auf Sprungfedern ging! Ja, so müßte meiner sein, kein Trauerkloß und Grünappelgesichtiger, und keiner, der was zusammenrechnet." Sie biß mit ihren festen, weißen Zähnen in den rothen Apfel. Theiß Theisen sah zu. Ein großes Stuck biß sie heraus. Im Apfel war der Abdruck ihrer Zähne rund und deutlich. Und da ging ein Erinnern blitzschnell durch Theiß Theisens Hirn.. Lena Jsselen, der fehlten zwei Zahne an der Seite. Man sah's, wenn sie den Mund' aufmachte. Ja, wenn die in einen Apfel biß, da gab s eine Lücke drin, groß und weit, eine Lücke, wo zwei der langen, gelben Zähne fehlten. Wie hatte die Ev' gesagt: Lang und sauer." Und er sah plötzlich Lena Jsselen vor sich,' hager und mager, säuerlich , und bitterlich, mit ihren dürren Armen und dem strähnigen Haar, durch das man die Kopfhaut sah, und mit den farblosen Augen, die sich kalt und prüfend auf ihn richteten und ihn abschätzten nach Haus und Hof, nach Acker und Weide, nach Holz und Heide. Er starrte auf den Apfel, den die Ev' in ihrer runden, festen Hand hielt. Und er pfiff durch die Zähne mit einem scharfen Hui, wie einer, dem ein ganz neues Licht aufgeht, in dem er alle Dinge anders sieht, als er sie bisher gesehen. Da saß er auch schon dicht neben der Ev' und hielt die Gerte fest. Laß mich beißen." Langweiliger! Grünappelsaurer! Gehe zur Lena! Ich lasse ander Mädchens Schatz nit beißen." Jetzt hatte er ihren Zopf erwischt, der ihr im Rücken herabhing. DonnerWetter! Dick wie ein Arm war der. Und nun hatte er sie fest. Laß mich beißen." Und dann hatte er sie noch fester! Nun küß mich." Sie stieß nach ihm. Ich küß ander Mädchens Schatz nit." ' Sollst Du auch nit. Meiner sollst Du sein! Hörst Du's? Ich will Deiner sein! Wie hast Du gesagt? Mit der Zung' will ich schnalzen und fidel sein wie 'n Stieglitz! Hörst Du? Willst Du? Bin ich nun. noch 'n Grünappelsaurer und 'n Langweiliger? He. Ev'? noch? Und noci Und noch? Der Apfel rollte ms. Gras und blieb da liegen. Und das war der Unterschied zwischen diesem und jenem andern, von'dem geschrieben sieht: Und sie gab ihn dem Manne, der auch aß!" Gut getroffen. Dreizehmnal hat der Meyer Eoncurs gemacht und is e vermögender Herr!" Gott über die Welt und da wird über die Unglückszahl geschimpft!" Schlau. Schimpft Ihre Frau mcht, wenn Sie beduselt hermkommen?" O nein, da erzähl' ich ihr von meinen Seefahrten, von den Stur men des' Meeres und mach' ihr daZ
Denverkannten Talenten,
die bisher im Dunkelsien der Unbekanntheit nach der, Sonne des Ruhmes schmachteten., kann jetzt geholfen wer'den. und natürlick find es die Pariser. die das Mittel zur Abbitte erfunden . haben. Wie man aus Paris meldet, , wurde, m der Rue Richelieu ern franko - englisches Bureau für rasche Berühmtheit eröffnet, dessen Leiter unbekanntenSchriftstellern und Künstlern gegen Hinterlegung bestimmter Taxen einen entsprechenden Berühmtheitsgrad binnen kurzer Frist verbürgt. Ein gefährlicher Automobilfahrer wird von den deutschländischen Behörden gesucht. Es handelt sich um einen Mann, dessen Automobil die No. M 797 trägt und der in vielen Orten Deutschlands mit seinem Gefährt großes- Unheil angerichtet hdt, indem er zahlreiche Passanten erheblich verletzte und Thiere überfuhr. Stets entzog sich aber der wilde Fahrer der Bestrafung durch die Flucht. Es hat sich herausgestellt, daß die erwähnte Nummer, welche in der Provinz Sacbsen hätte ausgestellt sein müssen, überhaupt nicht ezistirt, sondern gefälscht ist. . ' . Während der letzten Kaisermanöver'in Teutschland wurde von den Offizieren des Generalstabes eine Vorrichtung erprobt, die es geftattet, Karten in der dunkelsten Nacht und an jedem Orte zu studiren. was ja für Kriegszwecke von der größten Bedeutung ist. Die Vorrichtung, deren Erfinder ein Berlin Photograph ist, besteht kurz in Folgendem: Auf eine matte Glasscheibe ist die darzustellende Gegend photographisch -übertragen worden. Die Platte kann von unten mit einer kleinen elektrischen Lampe, wie man sie an den bekannten Taschenlatenten hat, erleuchtet werden. Ueber der Platte ist an einem kleinen, beweglichenKniehebel eine Lupe befestigt, mit deren Hilfe die Karte deutlich und bequem abgelesen werden kann. Der ganze Apparat hat die Größe eines Cigarren - Etuis. Die damit erziel ten Resultate sollen befriedigend sein. Uebrigens ist mtm auch schon in Frankreich und England aus diese kleine, aber sehr nützliche Erfindung aufmerksam geworden. Ein Projekt, das für alle Pariser etwas ungemein Bestechendes hat und dessen Durchführung trotz seines gigantischen Charakters relativ leicht erscheint, wird neuerdings in der Presse und den Jngenieurkreisen von Paris lebhaft diskutirt. Es gilt, die mit einem Ringkanal zu umgeben und gleichzeitig an der Seine einen Seehafen anzulegen, in dem die den Aermelkanal passirenden großen Dampfer ankern könnten. Erleichtert wird die Verwirklichung bt:fer Idee durch den Umstand, daß der Zlanal bereits gegraben ist es sind dies die Gräben der alten, hohen Pariser Fortifikahonen. Würde man sie mit Wasser füllen, fo Ware Paris von einer großenPlage befreit: heute Hausen nämlich in den Fortifs" die frechsten Dirnen und die gefährlichsten Raubgesellen. Man müßte nur die Wehren niederreißen, die heute das Wasser der Seine und Marne absperren, um in einer Nacht einen Gürtelkanal zu schaffen, dessen Kais eine Lange von hundert Kllometern besitzen, also diejenigen von Hambürg, Antwerpen und London übertreffen würden. Freilich wäre es nöthig. manche Strecken tiefer auszugragraben, andere zu verbreitern, auch Schleusen müßten errichtet werden. Zweifellos würde Paris nach der Durchführung dieses Planes sich mächtig erweitern, da an den Ufern des Gürtelkanals Villenviertel und industrielle Etablissements entstehen würden. D ieWiederbelebung heidnischer Gebräuche bezweckt eine selisame Bewegung in England, die nach der Behauptung ihrer Anhänger bereits eine große Verbreitung gefunden hat.' Die Brüder der Eiche" so nennt sich der Bund sollen nicht weniger als 250,000 Mitglieder zählen. Dieser Tage hielten sie eine qroße Druidenfeier zu Stonebenge auf dem Salisbury -.Hochplateau in Wiltshire ab, wo sich die Ruine eines uralten Heidentempels befindet. Ueber 600 geheimnißvolle Gestalten in langen Priestergewändern versammelten sich da. eine Streitaxt oder eine goldene Sichel in der Hand. Die Brüder der Eiche" haben sich ein (eremoniell' geschaffen, das in. mystischen Redewendungen und symbolischen Zeichen besteht. Gelegentlich dieser Feier fand die Aufnahme von 25 neuen Brüdern statt, zu denen auch der Besitzer von Stonehenge, Sir Edmund Antrobus, gehört. Auf dem alten Opferstein hatte man mit Salz und Spiritus ein magisches Feuer entzündet. Der oberste Priester,, der den Titel Most noble Grand Arcli" führt, nahm am Altar seinen Ehrenplatz ein; die übrigen Brüder stellten sich in zwei Reihen auf. Während die Druidenkapelle einen Priestermarsch spielte, mußten die Novizen mit verbundenen Augen, die Hände auf den Schultern des Vordermannes stützend, zum Opferstein schreiten. Jedem von ihnen wurden die Geheimnisse der Einweihung vom Oberpriester in's Ohr geflüstert. Das in einiger Entfernung versammelte Landvolk fand diese Ceremonien belustigend und gestattete sich allerhand respektlose- Bemerkun-geiu
Diebische Ratten.
Eine junge Dame,die sich bei einer Familie zu längerem Besuche aushielt, verlor ihren Verlobungsring. Sie erklärte, ihn Abends auf einen kleinen Nachttisch gelegt zu haben, doch als sie ihn am Morgen wieder anstecken wollte, war er fort. Der Verdacht fiel auf die Dienerschaft, ermittelt wurde jedoch nichts. Es vergingen zwei Jahre, und die Geschichte war bereits vergessen, als eines Tages die der Familie gehörige Katze eine Anzahl von Ratten tödtete, die das Haus seit einiger Zeit heimsuchten. Alle begaben sichan den Schauplatz des Blutba. des", wo die Katze unter den leblosen Körpern von nicht weniger als sieben Ratten stand. Als man sich ihr na herte, bemerkte man mit Verwunderung an dem Hals der Ratte den Ring, den die junge Dame zwei Jahre vorhervermißt hatte. Der Ring saß so fest um den Hals des todten Thieres geklemmt, daß nichts Anderes übrig blieb, als der Ratte tcn. Kopf abzuschlagen. Die einzige Erklärung für diesen merkwürdigen Vorfall war, daß die Ratten den Ring von dem Nachttischchen gestohlen und in ihre Höhle geschleppt hatten, wo eines der jüngsten Thiere seinen kleinen Kopf durch den Reif gesteckt und ihn dann nicht wieder hatte herausziehen können. In dem folgenden Falle wurde glücklicherweise Niemand fälschlich des Diebstahls beschuldigt. Ein Engländer reiste vor einigen Monaten in's Ausland und war bei dieser Gelegenheit genöthigt, in einem DorfwirthsHause abzusteigen. Es wurde ihm ein Zimmer eingeräumt, und er machte, eö sich in demselben so bequem wie möglich. Der einzige Werthgegenstand, den er in dieser Zeit bei sich trug, wa? eine Diamantnadel, die etwa $200 gekostet hatte, und die er, bevor er zu Bett ging, auf den Tisch legte. Am folgenden Morgen war Die Nadel spurlos verschwunden und blieb. trotz genauen Suchens verloren. Der Reisende beschloß, von seinem Verlust nichts zu sagen, sondern gewissermaßen selbst den Detektiv zu spielen. In der nächsten Nacht, als er in seinem Bette lag und über seinenVerlust nachdachte, raschelten die Ratten und Mäuse so energisch über die Diele, daß er sich fragte, ob sie mcht möglicherweist' etwas mit seinem Verlust zu thun hätten. Er stand schließlich auf, schnitt ein Stück der Kerze ab und knüpfte ein Stück eingereifelte Baumwolle, an das Wachs. Dann legte er das Stückchen Baumwolle auf den Fußboden und stellte das anziehende" Stearinende in die Mitte des Zimmers. Er hatte dabei die Idee, die Ratten würden das Licht in ihr Nest schleppen; auf diefe.Weise würde er ihr Versteck in Erfahrung bringen und so ersehen können, ob sie seine Diamantnadel gestohlen oder nicht. Als er erwachte, fand er, daß die Kerze verschwunden war. wahrend dieBaumwolle sich durch zwei Zimmer abgehaspelt hatte. Hier fand sich das Rattennest. und unter den zahlreichen Gegenständen, die die Ratten hierher geschleppt hatten, war auch die Nadel, die in jener Nacht so geheimnißvoll verschwunden war. Eine Tochter des bekannten farbigen Publizisten Brooker T. Washington. Fr. Portia Washington, ist soeben in das bekannte Musik-Jn-stitut des Professor Krause in Berlin eingetreten. Diese Nachricht wurde von d Vorsteherin des Tuskegee Instituts Mr weibliche Studenten, Frl. Clark, nach New Aork gebracht. Frl. Clark war in Berlin mit der Tochter Washington's die sich der Musik widmen will. Die beiden Damen begaben sich zu ProfessorKrause, um für Fr. Washington die Aufnahme in die Musikschule nachzusuchen. Herr Krause ersuchte Frl. Washington, ihm etwas vorzuspielen, und die junge Dame wählte eine Neger-Melodie Sometimes I feel like a motherleß Child". Herr Krause acceptirte sie dann sofort als Schülerin, indem er ihr hohe Complimentc über ihre, Kunst machte. Sicher. Na, Weibchen, was kochst Du denn da?" .Frikassee." - Du, wird es das wirklich?" Erlaube, ich habe mir vorhin die Karten gelegt es wird Frikassee!" EingutesHerz. Studiosus (der von seinem Vater, statt der erhofften hundert, blos sünfzig Mark erhalten): Das ist doch recht herzlos von dem Alten! Meine armen Gläubiger wissen ja rein nicht mehr, wie sie sich einschränken sollen!
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The Inämna
Trast . Company i fi Condition Octofocr 31, 1905. HESOURCES" Loans 2,092,062.50 Municipal and other Bonds.. .... . 2,722,107.75 Stocks 28,360.00 Company's Building.. 380.000.00 - Vaults and Fixtures.... i 40,000.00 Advances to Estates 36,086.90 Cash and Due from Banks..'. 1,870,197.65 7,168,904.98 LIABILITIES Capital Stock $1,000,000.00 . Surplus and Profits 356,404.89 Deposits.. ...... 5,812,410.09 97.168,904.98 j. P. Frenzel, President. Fred Fahnley, Vice President. James F.' Failey, 2nd Vice President. John A. Butler, Secretary. Frank Martin, Treasurer. , John E. dasey, Auditor. Charles II. Adam, Asst. Secretary. H. B. Ilolloway, Aast. Secretary.
Central Trust Company STATEMENT, OCTOBER 31st, 1905. ASSETS oans.... 5569.379.47 Bonds and Stocks.. 83,952.66 Real tstate, furniture and fixtures 71,252.17 Capital stock unpaid 100,000.00 Cash and dne from banks "... 185,051.97 $1,009,636.27 LIABILITIES Capital stock $300,000.00 Surplus and undivided prosits 47,478.11 Deposits 662,158.16 $1,009,636.27 OFFICEKS . . CHARLES E. COFFIN, President. CHARLES E. HOLLOWAY, Vice President. EDWIN H. FORRY, Second Vice President. AUGUSTUS JENNINGS, Secretary. v CLARENCE E. COFFIN, Assistant Secretary. THOMAS B. FULMER, Treasurer. DIRECTORS
Charles E. Coffin. Charles E. Holloway. Cortland Van Camp. Winsield Ovid B. Medford . ... . Ayres Bulletin . . Noyal Worsted Korsets Es wäre schwer ein besseres Korset herzustellen als die Rsyal Worcester-Dowager und Breche Modellen. Die Dowager sind speziell für beleibte Personen, hoch genug unter den Armen um die Büste nach vorne zu werfen, lange Princeß Hüfte und starke Fischbein Schir mung über dem Leib, moderne Form und Bequemlichkeit versichernd ; vollständig mit zwei SetS Velvet Grip 0 Cfl Strumpfhalter .. Vtidü Das Brache Model 591 ist speziell hübsch und modern für leichte oder mittlere Figuren, in rosa oder blau, hübsch gar.VII, tu lUt vvtt viuu, yurvy 3)nit Spitzen und Bänder; 00 Rsl gezeichneter Werth zu.. tHiJU nirt mit ein ai Wir passen diese Korsetten an ohne Berechnung. Das Einkaufs'Centrum der Stadt. Der N M Slfl (Stablirt 1653.) ..Jndiana'S größter Lade.. Moderne... Herbst... Koftnme... für 825., werth $35.00 Die Kostüme welche wir am Don nerstaa osseriren, besitzen alle gute Qualitäten der Z33.0S Sorten. Bolero Eton Effekte, in einfachem Broadcloty mit neuester breiter Garnirung. Au? , wähl in roth, schwarz oder blau, zu $25 00 Spezielle neue Sendung von Frauen Mänteln, mittelschwere Kersey mit losem Falten Rücken, großen Aer meln mit Sammet Garmrung. Aus wähl 515.00,516.50. $18.50, $20.00 und 25.00 Zweiter Stock. MS M G00DS C0.
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T. Durbin, Jameson. B.Wilson.
Lorenzo D. Moody, George B. Elliott. William J. Richards. Bericht über den Stand der MV TRÜST CO. 31. Oktober 1905. Aktiva. Hypotheken Dnleihm Collateral 11,185.032 1 191,741 10 308,987 7 5.235 3 5, Ml C7 278 13 15, vv 00 9 4S 215.253 SS Verschiedene Bond.... Vorschuß auf Nachlafsenschaften Miethe nud LersiherungS'Departenient... Erundeigenthum. UnnngezahlteS Grundkapital... Vond Prämien Trust Sicherheiten.. S3&Ar 293,610 33J2.356.44S 80 Total... ...... Passiva: Grundkapital .............., 300,000 00 Ungetheilter Gewinn..... 179,411 27 353,488 8 1,227.060 35 Depositen Certtsikate , Spar Depositen.. Miethe und Ver'sichervngs.Departement... , 6,975 44 Fallig an Trust? und Nachlaffenfchasten. 289.512 C2 Total 42.356,445 9 Beamte : Hugh Dougherty.. . .Präsident. Ttoughton A. Fletcher.............Vlce.Pröstdknt. Ferdinand Winter Zweiter Vice,?rLsü)ent. P. k. Trusler. Sekretär und Schatzmeister. Direktors: Stoughtin I. Fletcher, Lharles Latha, Wm. A. Hughe, Stouzhton A. Fletcher, Hugh Tougherly, Ferdinand Winter. Victor SL Hendiits, JulinZ 2. Lemeke, Ehas. N. Thompjon, W. H. H. Viller, . W. Eonduitt. LffknropöischeS 'Fsleparte r s m&nr0 Wechsel, Creditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. chtffsschetNS von und nach Europa. Un und Verkauf auölSnSZ' scheu Geldes. F No. 35 Süd Meridian Str. Zlerchants National Bank.
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Schwanken des Schiffes vor. - -
