Indiana Tribüne, Volume 29, Number 58, Indianapolis, Marion County, 31 October 1905 — Page 6
Jndiana Tribüne, 31. Oktober 1905
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Aus Zurcht. vtne psychologische Sfi.vje von P. Bernhard. ffrau Arandenscls war eine ziemlich Iveltlich gesinnte Frau, deren ganzes
Etttl'cn darnach ging, ihre Tochter yDUuyci so gut wie möglich zu verheirathen. Vllic ihre Verwandten waren rcick. nur sie hatte ein bescheidenes Einkommen und sie hatte es nicht deruntrem können, schulden zu machen, damit Marga nur immer recht elegant gekleidet gehen konnte. war daher nur natürlich, daß lir Herz aufjauchzte, als Georg Ferndach, der Millionär, um Marga die er im Hause ihres Onkels kennen geernt anhielt. Nachdem er Frau Vrandenfels seine Liebe zu Marga erklärt und ihr seine Verhältnisse auseinandergesetzt hatte, zagte er: Jch darf es nicht unterlassen, Sie Karauf aufmerksam zu machen, daß in meiner Familie eine gewisse erbliche Belastung herrscht. Mein Großvater starb im Irrenhause, und auch mem Bater hat einige Jahre in einer Irrenanstatt zugebracht. Meine beiden Brüder dagegen sind kerngesund, obgleich sie das verhängnisvolle dreißigste Jahr in welchem der Erbfehler ausbrechen soll. längst überschritten haben." Frau Vrandenfels machte - ein furchtbar erschrockenes Gesicht. Sie werden denken, daß ich unter diesen Umständen vielleicht überhaupt kun Recht zum Heirathen habe, fuhr Fernbach fort. Aber ich liebe Ihre Tochter über alles und Sie können sich ja meinen Antrag überlegen. Ich werde Marga selbstverständlich keine Silbe bis dahin sagen. Sie haben zu entscheiden." Mem Gott, es kommt so unerwartet," stammelte Frau Vrandenfels. Lassen Sie mir fünf Minuten Zeit. Georg Fernbach nickte zustimmend, und beide versanken in Stillschweigen. Todtenstille herrschte m dem Znnmer. So mochten etwa acht Minuten vergangen sein, als die Uhr zu schlagen begann. Erschrocken fuhr Frau Brandenfels aus ihren Gedanken empor. Sie sind vollkommen gesund, begann sie, und Ihre Brüder sind gesund ich sehe also keinen Grund zu glauben, daß das Familienübel auch Sie heimsuchen könnte. Und ich glaube Marga würde das Herz brechen. wenn sie nicht die Ihre würde." So geben S:e Ihre Emwilligung?" Ja, antwortete Frau Brandenfels. Fernbach', erhob sich. Ich danke Ihnen, gnädige Frau, und gebe Ihnen die Versicherung, daß !-ie Ihren Entschluß nie bereuen sollen. Ich werde Marga z,uf Händen tragen, denn ich liebe sie über alles. Sie haben wohl die Güte und wiederholen Marga, was ich Ihnen soeben mitgetheilt. Sie ersparen mir dadurch eine schwere Viertelstunde." Frau Vrandenfels druckte Ihrem zukünftigen Schwiegersohn lächelnd die Hand. Sie brauchen Marga von der Familiengeschichte nichts zu sagen. Ich werde schon alles in Ordnung bringen. Gestehen Sie ihr nur ihre Liebe das genügt!" Als sie jedoch allein war, erstarb das Lächeln auf ihren Lippen, und sie blieb eine Weile tief in Gedanken versunken sitzen. Endlich erhob sie sich. Ja, ich habe weise gehandelt," murmelte sie vor sich hin. Diese glänzende Partie! Dieser Reichthum! Aber von dem Familienübel will ich Marga lieber nichts sagten es könnte sie nervös machen und ihr die Freude verderbcn. Und das wäre doch jammerschade!" Als Georg Fernbach und sein jungesWeib von der Hochzeitsreise zurückkehrten, begann für Frau Vrandenfels ein neues Leben. Sie trug die, kostbarsten Toiletten, hatte eine Loge im Theater und fuhr in der Equipage ihrer Tochter spazieren, wann es ihr beliebte. Alle Welt beneidete sie, und 5?rau Vrandenfels sonnte sich in dem Gold und dem Glück ihres Kindes bis eines Tages die Schwester Georg Fernbachs, die in Paris Isbte, unerwartet zu Besuch kam. Nora war Künstlerin, ein liebenswürdiges, offenes, vernünftiges Mädchen und sehr reich. Schon weniae Tage nach ihrer Ankunft theilte sie Marga mit, was denn Mutter lyr so sorgfältig verschwiegen. Ich war nicht wenig überrascht, als Geora mir schrieb, er wolle sich verbeirathen," sagte sie. Wir hatten uns nämlich beide vorgenommen, unverhei rathet zu bleiben. Du bist eine sehr tapfere kleine Frau, carga. Wie meinst Du das Nora?" fragte Die Zunge tau oerwunoen. Ihre Schwägerin gab ihr die derbänamkvolle Auskunft. Aber Du hast das natürlich vor der i-. i -.i r. i er. j. cn ..... ozrii cjciuuiji, juyic jiuiü, tlnzu. Georg gab mir sein Wort, daß er Deiner Mutter alles getagt. Natürlich, natürlich! sagte Marga mechanisch. Gleich nachdem Nora sie verlassen hatte, fuhr Marga zu lyrer Mutttz. Aus ibren Wangen glühten zwei brennend rothe Flecken, sonst war ihr Geficht leichenblaß. Mutter," begann sie mit stockender Stimme, hast Du gewußt, dak in Georgs Familie der Wahnsinn erblich ist?" , Frau Vrandenfels drohte der Athem
zu stocken.
Mein Liebling!" rief sie mit zitternder Stimme, ich handelte ja nur zu Deinem Besten und Du bist doch glücklich nicht wahr, Du bist glück-, lich? Natürlich hat Dir Nora Fernbach das mitgetheilt! Sie hätte auch etwas Besseres thun können. Aber dieses Künstlervolk ist immer unvernüns- ' I u "g! Ich hätte das unbedingt vor meiner Heirath wissen müssen! Unbedingt!" entgegnete die .Tochter. Es war unrecht, mir die Wahrheit zu verheimlichen. Ich werde keinen Augen-
blick mehr Ruhe und Frieden haben! Georgs Großvater hat versucht, seinen Kutscher zu ermorden wußtest Du das? O Mutter, Mutter kann ich nicht bei Dir bleiben?" Frau Vrandenfels sank fassungslos in einen Stuhl und begann krampfhaft zu schluchzen. Dann folgte eine sturmische Scene zwischen Mutter und Tochter, und schließlich kehrte Marga m das Haus ihres Gatten zurück. Aber obgleich sie in ihrem äußeren Leben nichts veränderte und ihren Gatten nichts ahnen ließ, hatte die Mittheilung Noras doch einen schreckuchen Emoruck aus sie gemacht. Nervös und nachdenklich, wie sie war, begann sie zu grübeln und wurde die Beute einer unheimlichen Furcht. Tausend schreckliche Bilder marterten thr Hirn. Kleine Gewohnheiten ' ihres Mannes, die sie früher nicht beachtet, bekamen jetzt Bedeutung in ihren Augen furchtbare Bedeutung. In allem und jedem glaubte sie den verhängnißvollen Erbfehler zu sehen, und sie wartete wartete immerzu auf den Ausbruch desWahnsinns bei ihrem Manne. Einer großen Leidenschaft war Marga nie fähig gewesen, doch sie hatte ihren Gatten zu lieben geglaubt diese Liebe war aber in wenigen Stunden erstorben. Es war wohl nur Dankbarkeit gewesen für das glanzende Loos, das er ihr bereitet. Nach dieser furchtbaren Enthüllung schien sich ihr seine ganze Persönliche keit grauenvoll verändert zu haben. Sie sah in Georg nicht mehr ihren Gatten, sondern einen Fremden, dessen Gegenwart sie mit einem Grauen erfüllte, das von Tag zu Tag zunahm. Sie fürchtete das Alleinsein mit ihm unbeschreiblich, und bei den Mahlzeiten brachte sie manchmal keinen Bissen herunter aus Angst, wie leicht ihr dieser Mann ein Messer in's Herz stoßen könne. Unter dieser fortwährenden Angst und infolge der schlaflosen Nächte litt ihre Gesundheit bedenklich. Sie wurde blasser und schmaler, so daß Georg mit größter Besorgniß erfüllt ward und und den Arzt holen ließ. Dieser, der von der wirklichen Ursache keine Ahnung hatte, verschrieb Schlafpulver und Beruhigungsmittel. Von dieser Zeit an fand Marga wenigstens' des Nachts Ruhe durch Ehloral. Aber bald hörte sie auf, dieses Mittel zu nehmen aus Angst davor, was vielleicht in der Nacht passiren könnte, während sie im tiefen Schlafe lag. Die einzige Zeit, während welcher sie wirklich noch schlief, war die Stunde nach dem Mittagessen, wenn sie sich niederlegte die verschlossene Thüre zwischen sich und dem Manne, vor dem Ke ein so namenloses Grauen empfand. Sie war jetzt völlig davon überzeugt, daß Georg wahnsinnig sei. Er verbarg den Wahnsinn nur vermöge der unglaublichen Schlauheit, die Geisiesgestörte manchmal besitzen, um ihre Umgebung zu täuschen. Aber sie sah den Wahnsinn in seinen Augen lauern, sie sah ihn in vielen seiner Handlungen kurz in allem. Eines Tages dachte sie, jetzt sei das Ende gekommen. Marga saß vor ihrem Schreibtisch, ihr Gatte stand daneben. Da ergriff er ihr Papiermesser, ein scharfgeschliffenes, dolchartiges, mit Juwelen besetztes Messer, und begann damit zu spielen. Eigentlich ist das Ding gefährlich," meinte er. Es ist scharf wie ein Rasirmesser. Ein einziger Stoß und es konnte ein Mord geschehen sein. Ich möchte wissen, wie es ist, wenn " 'In diesem Augenblicke trat der Diener ein und meldete, es sei servirt. Marga athmete auf die Krisis war hinausgeschoben, das Messer wurde bei Seite gelegt, und das junge Paar begab sich in's Speisezimmer. Aber Marga vermochte keinen Bissen zu essen. Fühlst, Du nicht wohl,. Schatz?: fragte ihr Mann. Nicht ganz. Ich möchte mich lieber ein wenig hinlegen." Das erste, was sie that, nachdem sie sich in ihrem Zimmer eingeschlossen hatte, war. daß sie an den Spiegel trat und ihr Spiegelbild musterte. Wie alt sie aussah! Wie schrecklich verändert in der kurzen Zeit! Erst einundzwanzig Jahre und schon so alt aussehend!" murmelte sie. Wann es wohl passirt? Ob heute oder morgen? Ach. dieses Warten ist entsetzlich. Dieses schreckliche, furchtbare Warten . . . und dann das Blut mein schöner Stuhl ... wenn er vom Blut befleckt wird " Sie strich bedauernd über den Armsessel, in welchem sie ruhte. Dann wandte sie sich schaudernd von dem Spiegel weg und barg leise wimmernd das Gesicht in die Hände. O mein Gott, wie kann ich nur so leben! Wenn ich doch nur schlafen konnte schlafen! Sie' öffnete das Fach, in welchem das Ehloral war. Träumerisch starrte it aus die Flasche m ihrer Hand.
In diesem Augenblick ließ sich die Stimme ihres Gatten vernehmen: Hast Du Dich niedergelegt.Schatz?" Noch nicht," antwortete sie. Möchtest Du nicht lieber mit mir spazieren fahren? Vielleicht thut die frische Luft Dir gut?" Nein, danke, ich möchte lieber schlafen. Ich hatte eine schlechte Nacht." Ich möchte Dich aber lieber nicht allein lassen, mein Lieb. Darf ich nicht neben Dir sitzen, Marga?" Nein, lieber nicht! Ich möchte schlafen " Und sie schlief noch, als Georg Fernbach, dessen Wahnsinn nur in Margas Einbildung existirte, nach mehreren Stunden mit Gewalt die Thür ihres Zimmers öffnete. Sie hatte zu viel Ehloral genommen. ,m wm 11 Ein ehrlicher Mensch.
Neulich kam man, so erzählt ein bayerisches Blatt, in einer Gesellschaft auf besonders seltene Fälle von Ehrlichkeit zu sprechen, und ein älterer Herr, über dessen Gesicht zuweilen ein kleines, spöttisches Lächeln huschte, erzählte folgende Geschichte: Ich stieg vor einiger Zeit eines Abends in Kaufering in den Abendzug ein, der nach München fährt, da mich wichtige Geschäfte zwangen, mich einen Tag in der Hauptstadt aufzuhalten. In dem Coupe zweiter Klasse, das mir der Schaffner öffnete, saß nur ein älterer Herr, angelegentlich in eine Zeitung vertieft, und neben ihm ein Knabe, offenbar sein Sohn. Weder der Vater, noch der Sohn hatten etwas Außerge wohnliches an sich, wahrscheinlich eine Familieneigenschaft der beiden. Wir waren kaum aus dem Bahnhof draußen, als. der 'Herr anfing, laut und schmerzlich zu stöhnen. Auf meine besorgteFrage, ob ihm etwas fehle, meinte er, die lange Reise sei ihm arg beschwerlich. Er käme von Lindau, und sechs Stunden sei eine schöne Zeit. Aber warum nehmen Sie denn nicht den Schnellzug, nachdem Sie doch zweiter Klasse fahren?" fragte ich. Hm!" antwortete er. Mit dieser etwas lakonischen Auskunft mußte ich mich begnügen, es war mir im Uebrigen auch ganz gleichgültig. Nach einer guten halben Stunde begann mein Reisegefährte mich wieder anzureden. Was "in München Neues los sei. wollte er wissen, er sei schon ganze sechs Wochen fort. Ich erzählte ihm dies und das, was ich so in letzter Zeit gelesen und erfahren hatte. Er hörte mir anscheinend fehr aufmerksam zu., doch zeigte er in seinem ganzen Wesen eine gewisse Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte. Dabei hielt er es auch für nöttzg, fortwährend auf seine Uhr zu sehen. Da. auf einmal, ungefähr dreiviertel Stunden vor Munchrn. stand er plötzlich auf. nachdem er noch einmal recht angelegentlich das Zifferblatt seines Chronometers studirt hatte. und zog die Nothbremse. Ich wiederhole: er zog die Nothbremse, als sei das die selbstrständlichste Verrichtung von der Welt. Im ersten Augenblick dachte ich nichts anders, als der Herr sei plötzlich verrückt geworden und war noch froh darüber, daß er die Nothbremse zuerst gezogen, bevor bei einem eventuellen Tobsuchts ausbruch ich sie hätte ziehen müssen. Mit einem fürchterlichen Ruck' hielt der Zug auch an, alle Köpfe steckten sich durch dieCoupeefenster, Laternen wurden geschwenkt und der athemlos herbeieilende Zuqführer riß heftig unsere Coupethür auf. Was ist denn los?" schrie er. was giebt's?" Ich blickte etwas unsicher . auf mein Gegenüber. Doch der lächelte den Schaffner aufs freundlichste an und sagte: Es ist nichts passirt, was die Sicherheit der Reisenden gefährdet, beruhigen Sie sich! Es ist nur wegen dieses Knaben hier, meines Sohnes. Er ist nämlich im Augenblick. 9 Uhr 30 Minuten, zehn Jahre alt geworden. Da er mit einer halben Fahrkarte in Lindau eingestiegen ist. so muß ich für die kleine Strecke nach München noch einen Zuschlag für' ihn zahlen. Sie verstehen. Um also später keine Unannehmlichkeiten zu bekommen, will ich das gleich hier anmelden. Was muß ich zahlen, bitte?" Sehen Sie. meine Herrschaften." schloß der Erzähler mit seinem ironisehen Lächeln, das war gewiß ein ehrlicher Mensch. Wer unter Jhnn hätte nicht im gleichen Fall die Sache auf sich beruhen lassen und nicht die n srj.i irr o rr imtt(iwSiM? gerlngiueil JI0ltuiuc smyiuuucu So ein Fall versöhnt einen mit der Menschheit, nicht wahr?" Der Thee des chinesischen Kaisers. Der im Haushalte des Kaisers von China verwendete Thee erfährt vorher eine höchst sorgsame Behandlung. Er wird in einem, von hohen Mauern umschlossenen Garten angebaut, worin sich weder ein Mensch noch ein Thier den Pflanzen nähern kann. In der Erntezeit müssen die mit' dem Einsammeln beschäftigten Personen sich streng des Genusses von Mischen enthalten, damit ihr Athem nicht das Aroma des Thees verdirbt. Ebenso haben sie täglich dreimal ein Bad zu nehmen und mus sen stets ganz saubere Handschuhe tra gen, wenn sie die Theeblätter für den Kaiserhos pflücken. Auf der Promenade. Warum tragen Sie ein Monokel, sieht man damit besser?" Nein, meine Gnädigste, aber man wird des ser aesehen."
Vom Jlllaude. Nicht geringe Bestürzung wurde gelegentlich einer Hochzeit in Durand, Wis., hervorgerufen, als die Gäste die an dem Hochzeitsmahl theilgenommen hatten, bald darauf unter Vergiftungserscheinungen erkrankten. Es war Büchsenfleisch (Hühner) servirt worden und diesem Gericht wird die Vergiftung zugeschrieben. Vier Aerzie nahmen sich der Kranken an, die sich bald sämmtlich auf der Besserung befanden. Als reicher Erbe i st dieser Tage ein junger Ma.nn nach Appleton, Wis.. zurückgekehrt. Seit einem 5ah-
re hatte man Arthur La Selle gesucht. welcher früler dort in Smith's Leihstall beschäftigt war. Ihm ist durch den Tod seines Vaters Zn Quebec eine Erbschaft don 70,000 zugefallen. Er wurde kürzlich in der Supenor Eisen region aufgefunden und kam dieser Tage.m Appleton an. Vor fünf Iahren hatte er sich mit seinem Vater erzürnt, war auf und davon gegangen und hatte-seitdem nichts von sich hören lassen. Ein schwerer Unfall hat sich dieser Tage im Washington-Mo-Nk.'ment in der Bundeshauptstadt zugetragen Tort brach ein Gerüst, auf welchem mehrere Anstreicher beschäftigt waren, und der Anstreicher Joseph G. Owings stürzte aus einer Hohe von 270 Fuß innerhalb des Monuments herab und schlug auf die Steinfließen auf. Nahezu jeder Knochen in seinem Korper war zerbrochen. Zwei der Mitarbeiter des Unglücklichen, welche sich mit auf dem Gerüst befanden, retteien sich durch Anhalten an dem eijernen Gitterwerke im Inneren des Monuments uno kletterten nach einem der Stockwerke. Der Unfall ereignete sich einige Sekünden nach dem Hinaufgehen des Elevators mit Bejuchern des Monumentes. Der Thürwärter Craig hatte sich gerade nach seinem Zimmer im Unterbau des Monumentes gedreht, als er einen Schrei aus dem Monumentschaft vernahm, und er drehte sich gerade m dem Augenblick um, als der Körper des Unglücklichen mit einem dumpfen Klatschen auf die teine aufschlug. Owings war auf der Stelle todt. Mit einem Hospital in New Fork hat sich dieser Tage ein Unbekannter allerlei faule Späße erlaubt. Ziemlich früh am Morgen fuhr vor dem Roosevelt-Hospital ein Wagen vor und der Kutscher brachte eine Anzahl Körbe mit Früchten in das Bureau und präsentirte eine Rechnung von über 530. Da aber die Früchte nicht bestellt worden waren, mußte er sie wieder aufladen und mitnehmen. Bald darauf erschien ein zweiter Wagen und brachte für 523 Kuchen in kleine Stücke zerschnitten. Als sodann der Reihe nach fünfundzwanzig Wagen mit allen möglichen eßbaren und trinkbaren Dingen erschienen, benachrichtigte der Vorsteher Grimshaw die Polizei. mit der Bitte, auf den Menschen, der ihm diesen Schabernack gespielt, zu fahnden. Von den Kutschern hatte, er erfahren, daß es ein dunkelhaariger Mann gewesen sei. der mit einem dunklen Anzug und einem weißen, weichen Hut bekleidet war. In der Hoffnung, nun endlich Ruhe zu haden. setzte Grimshaw sich zur Arbeit hin, als die Wagen verschiedener Leichenbestatter erschienen, um eine Leiche abzuholen; sie waren von demselben Menschen angeführt worden. Ein pathetischer Fa.ll kam dieser Tage im Tombs - Polizeigericht zu New ?)ork zur Verhandlung, wo sich dei 33jährige Mary E. Golding, welche seit sieben Jahren als Kassirerin in einem Seifengeschäft angestellt war, schuldig bekannte, ihrer Firma im Laufe d letzten vier Jahre Beträge von insgesammt 52000 unterschlagen zu haben. Wie' sich aus dem Verhör des vollständig gebrochenen und verzweifelten Mädchens ergab, hat dasselbe ihr Vergehen in bitterer Noth begangen. Von , ibrem aus einem wöchentlichen Gehalt" in Höhe von 515 bestehenden Verdienst hatte sie nicht allein ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch den ihrer in Vuffalo lebenden Eltern und einer invaliden, erwerbsunfähigen Schwester zu bestreiten. Den ersten Fehltritt beging sie vor mehreren Jahren, als sie zehn Dollars, die sie amtlich empfing, nicht der Kasse zuführte, sondern behielt, nm mehrere Avotheker- und Doktorrechnungen. welche ihre Angehörigen schuldig geblieben waren, zu begleichen. Sie hatte damals gehofft, den Fehlbetrag allmählich wieder ausgleichen zu können, indeß häuften sich die Verpflichtungen, die ihre -nächsten Verwandten eingegangen waren, und dem ersten Abweichen vom Wege der Pflicht folgten weitere, Verfehlungen. Schließlich wurde die Firma aufmerksam auf die Fehlbeträge, welche die halbjährlichen Rechnungen auswiesen, sie stellte mehrere Detektivs in den Dienst, die vergeblich sich mühten, den Urheber der Unterschlagungen festzustellen. Erst, als ein Unschuldiger in den Verdacht qerieth, verantwortlich für sie zu sein, stellte sich Fräulein Golding selbst und legte in höchster Verzweiflung ein offenes Bekenntniß ab. Der Magistrat sowohl wie der anwesende Vertreter der geschädigten Firma zeigten offen ihre Sympathie für das unglückliche Mädchen, und Letzterer erklärte, daß er dafür sorgen wolle, daß die von dem Richter verfügte Bürgschaft besorgt
werde.
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