Indiana Tribüne, Volume 29, Number 58, Indianapolis, Marion County, 31 October 1905 — Page 5

JndZans Tribüne. 3i Oktober 1005

Glüt? und Tchmerz.

Willst du den hcrbcn Tchmcrz der Welt vergessen. Wird deine Freude keine wahre sein. Vlod) keiner liat sich je vermessen. Ein ganzes Alinb des Glücks zu sein. Es sirahll der Stern am dunkeln Firmamcnte, Tie Nos' entbehrt der Torncn nicht. Lohnt dir am reinsten nicht die Spende erx Tank, wenn er durch Thränen spricht? Trum theile Schmerz, drum theile Freude, Tin Glück, nur dann wird es vollkommcn sein. EZ leuchtet dir die ewig schöne Erde In deines Friedens Sonnenschein. - Nomtcjse iu Von B. Fay. Komtesse Lu saß auf der Schaukel und wippte ganz sacht hin und her, ein Zeichen, daß sie ernst gestimmt war, fcenn gewöhnlich pflegte sie sich so hoch zu schaukeln, daß ihr dicker, blonder Zopf die Blätter des alten Nußbaumes peitschte. Das Komteßchen hatte aber auch sehr viel durchzudenken. Es war ein Glück, daß sie einige stille Stunden vor sich hattej wo sie das gründlich besorgen' konnte. Das dämmergrüne Eckchen war dazu wie geschaffen. Sie sah nachdenklich auf die Erde, wo die huschenden Sonnenflecken den Glimmer im Sande lustig aufblitzen ließen. . Ob er sich wohl erschießen würde? Oder ob er lieber langsam dahinschwand so wie Mignon? Armer Fritz Nelldorf! Lu konnte sich nicht klar darüber werden, was er thun würde. Sie lehnte den Kopf sinnend in das Seil, so daß die Schaukel etwas schief ging. Vor einer Viertelstunde waren Papa und Anita mit Frau von Ralden nach Hetzling gefahren, um den Erbprinzen dort abzuholen, welcher zur Hühnerjagd kam. Wie lustig hatte das weiße Automobil mit den hellgekleideten Infassen ausgesehen. Eigentlich war es ruppig, daß man sie nicht mitgenommen hatte. ftrem von Ralden hätte recht gut zu Hause bleiben können, um den Erbprinzen an der Freitreppe zu empfangen, wie es die selige Mama gewiß gethan haben würde. Aber Anita wollte sie mithaben. weil sie sich vor dem Erbprinzen fürchte. Ja, sie fürchtete sich, Lu wußte es ganz genau. Gestern Abend hatte Anita geheult wie ein SchloßHund. Gott, was war das für eine Welt! Wie sich das alles noch entwickeln würde? Die Schaukel stand jetzt ganz still. Lu war also jedenfalls am Gipfel alles Nachdenkens angelangt. :2)ie Ringe quieksten noch ein paarmal, dann lag der Park wie ausgestorben. Auch im Schlosse, das in der blendenden Nachmittagssonne lag, rührte sich nichts. . Sie blickte blinzelnd hinüber, wo auf den bunten Blumenrabatten weiße Falter lautlos herumflatterten. Da drüben vor der ??reitreppe würde das weiße Automobil wieder halten, und dann dann kam das Unglück in's Rollen. Sie wußte nur noch nicht wie. Vielleicht ging Anita in's Wasser. Der kleine See' mit den dunklen Tannen kam ihr in den Sinn. Wie das wohl sein mochte, wenn man zwischen den weißen Wasserrosen versank? Trotz des warmen Tages schauerte 2u zusammen. Aber ihr beweglicher Geist verharrte nicht lange bei dem gruseligen Bilde. Wenn Anita sich nun von Fritz entführen ließ; die beiden konnten ja nach Helgoland reisen und sich dort trauen lassen. In dem Roman, den Lu nicht lesen durfte, hatte es die Heldin auch so gemacht. ' Ter Erbprinz würde sich schon eine andere Da knisterte der Sand, ein Radler schoß an ihrem Versteck vorbei und sprang elastisch zur Erde. Von ihr abgewendet, spähte er nach demSchlosse hinüber. Was wollte er wohl? Nun, das war ja bald ,zu ergriinden. Lu brach leise eine dicke, grüne Nuß ab und zielte aus den Rücken des AnZömmlings. Sie mußte wohl gut getroffen haben, denn der junge Mann fuhr wie der Blitz herum. Lu wippte sich mit dem unschuldigsten Gesicht von der Welt. Wo kommen Sie denn her?" Direkt von der Landstraße, meine Gnädige." Und indirekt?" Indirekt aus der Residenz." Das habe ich mir dock aleick aedacht, denn wie ein Landstreicher sehen feie mHt aus. . 'Vielen Dank für das Kompli ment!" c r Y c. .. Huaj, oummes Jeua, es 1 t mein Ernst. Komplimente mache ich über Haupt nicht. Wenn Sie nicht so ein fach und naturlich waren, würde ich Sie fast für einen verkappten Offizier halten. Der Fremde bekam einen etwas un natürlichen Hustenanfall. Unterdessen spann Lu den Faden lyrer Gedanken weiter. Ist der Erbprinz sehr affig?' fragte sie plötzlich. Der Fremde starrte sie ganz ver blufft an. Na, da Sie aus her Residenz kom

men, werden Sie ihn. doch wohl schon mal gesehen haben?" Gewiß, meine Gnädigste." Lassen Sie die alberne-Gnädigste, und sagen Sie Komtesse". Ich bin die Comtesse Luise von Hohenfels." Der Fremde verneigte sich tief. Wann haben Sie denn den ErbPrinzen zuletzt gesehen?" begann der kleine Inquisitor von neuem. Ich sehe ihn täglich." Täglich?" Lu bremste so heftig, daß ihre Füße knirschend über den Sand scburrten. Sie gehören wohl zum Gefolge?" Das gerade nicht!" Nun, Sie müssen doch irgend ein Amt bei ihm haben!" Ein Amt? Ach" so ja natürlich. Ich kämme ihn und binde ihm die Kramatten." Sie sind also fein Kammerdiener. Das hätte ich also endlich aus Ihnen herausgequetscht!" Statt aller Antwort trug der Kam merdiener sein Rad, auf das er sich

bisher gestützt hatte, zu der Taxushecke, welche das Platzchen wie eme grüne Mauer umgab. Waschen Sie ihn auch? Der Kammerdiener schien schlecht zu hören, er starrte Lu verständmßlos an. Den Nneumatik?" Den Erk Prinzen meine ich!" Der Kammerdiener bekam wieder einen Hustenanfall. Ach so ja naturlich. d) habe es bisher immer nicht glauben wollen, daß sich die Fürsten waschen lassen", memte Lu ernsthast. Es wäre mar gräßlich, wenn mir Jemand im Gestcht herumführe. Mir auch!" Ich bin überhaupt gegen alle Thue rei." Gegen was?" Na,'a.eaen alles Gethue und das ruppige Feinsein!" Ruppiges Femsein ist gut", memte der Kammerdiener amüsirt. Alle Thuerei ist doch meist Schwmdel." Für diese Erkenntniß sind Sie aber noch viel zu jung, Komtesse." Ich jung? ' Ich werde :m nachsten Jahre sechzehn alt." Das ist allerdings kolossal." Und ich kann Ihnen sagen: Ich habe mehr erlebt, als Sie auch nur ahnen." Lu blickte düster vor sich hin, als sähe sie das Elend der ganzen Welt zu ihren Füßen liegen. Sagen Sie mal, was würden Sie lieber thun: sich todtschießen oder langsam dahinsiechen?" , -v. Das Komteßchen sah den Gefragten gespannt an, aber der arme Kammerdiener hustete wieder zum Erbarmen. Sie sollten wirklich etwas gegen ihren Husten thun, Sie sind ganz blau." Der Fremde wischte sich die Thränen aus den Augen und lehnte sich matt an den dicken Stamm des Nußbaumes. Nun?" drängte Sie, deren Wißbecier noch über ihr Mitleid ging. Eigentlich inklinire ich für leine von beiden, wenn es aber absolut sein müßte, würde ich die raschere Todesart vorziehen." Die Komtesse nickte eifria: Ich bin ganz Ihrer Ansicht, mit deck Hinsiechen geht es sicher langsam namentlich, wenn man so kräftig ist." Wer ist so kräftig?" forschte der Kammerdiener interessirt.' Nun Fritz, der den Ant ich darf es nicht sagen, sonst" Sie brach ab und besah ihre kleine Taschenuhr. . In einer halben Stunde geht's los!" Was geht los!" Das Unglück." Hat sich denn das Unglück auf eine bestimmte Stunde angesagt?" Es sollte wohl scherzhaft klingen, aber der Fremde war plötzlich total heiser. Sie müssen wirklich etwas einnehmen. Ich will,Jbnen Rettichbonbons holen, die sind famos und helfen gleich." Die Komtesse glitt von der Schaukel, obgleich der Kammerdiener lebhaft protestirte. Wie ein bunter Vogel flog die leichte, graziöse Gestalt über den Rasen, die Freitreppe hinauf und verschwand im Hause. Der Fremde setzte sich unterdessen auf eine Rasenbank und stützte das Haupt in die Hand. Das leichte Geplauder der kleinen Komtesse war dahingeglitten wie die Schwäne über-ein tiefes Wasser. Was lag da alles verborgen? Anita von Hohenfels, die Kalte, Stolze, hatte eine heimliche Liebe! Eine königliche Erscheinung", hieß es allgemein auf den Hofbällen. Die lang gesuchte Schwiegertochter", hatte der Herzog gesagt. Von ältestem Adel, rekchsunmittelbar, schön, f lii' und steinreich. Es war fast m viel nur eine Kleinigkeit fehlte die Liebe. Der Fremde lächelte müde, als ob Prinzen überhaupt danach gefraat würden! Töff töff". klang es in der Ferne. Töff töff", diesmal schon ganz nabc. Der Träumer sprang von seinem Sitze auf und legte die Hand beschattend über die Augen. Ein weißes Automobil schoß heran und hielt geschickt mitten vor der Fr trevve. wäbrend eZniae Lakeien herbei eilten, um den Herrschaften zu Diensten zu sein. - '

Die vier angekommenen Personen

standen plaudernd auf der Plattform vor dem Schlosse. Anita scherzte rnrt einem Herrn in Uniform. Da kam Lü aus dem Hause gesaust. Sie trug m der einen Hand eine Schachtel Emser Pastillen, in der anderen eine große Düte mit Rettichbonbons, von denen sie unglücklicherweise auch beide Backen voll hatte, was ihr äußerst peinlich war. In ihrer Eile war sie obendrein gegen den fremden Herrn geprallt, einen übermäßig ' langen Offizier, der sich so gräßlich vornehm verbeugte, daß Lu am liebsten laut losgelacht hatte. wenn die Nettichbonbons und Frau von Ralden nicht gewesen wären. Huh, was 'ne Latte, dachte sie. Aas war also der zukünftige Schwager. Herr von Bergen , stellte ihn aber der Papa vor. Wenn, sie die dummen Bonbons doch nicht im Munde gehabt hätte. So konnte sie nicht einmal fragen, wo oer Erbprinz geblieben war. Zum Glück hörte sie, wie Frad von Ralden den Haushofmeister fragte: Sind Seine Durchlaucht der Erbprinz nicht inzwischen angekommene Nem, gnadige Frau. . Pardon, gnädigste Gräfin," näselte da Herr von Bergen, ich bin so glücklich. Seine Durchlaucht Herannahen zu sehen!" Lu folgt den Blicken des Offiziers, der mit dem Grafen die Stufen hinuntereilte. Fast hätte sie sich verschluckt; denn da unten kam der Kammerdiener! Karl. . Eine seltsame Geschichte von Gustav tzochstetter In dem Extrazimmer, eines fashionablen Hotels saßen fünf Herren in Uniform. Vier davon Gardeleutnants aus Potsdam und der Fünfte ein Potsdamer Stabsarzt. Die Gesellschaft wollte heute gar nicht so recht munter werden. ,Es lag etwas Düsteres, Schwermüthiges über der kleinen Gesellschaft. Nachdem alle Ablenkungen nicht recht verfangen wollten, fing schließlich Egon von Wettstein, der Aelteste von den Herren damit an, auf das Thema einzugehen, an das alle Fünf dachten, wenn sie auch nur von anderem gesprochen hatten: Also heute Nacht um zwölf Uhr will er Dir erscheinen?" Laß doch das Spotten!" Ich spotte nicht! Es hilft ja doch nichts, wenn wir nicht davon reden; wir denken ja doch alle nur daran und an nichts anderes. Natürlich, ich glaube ja auch nicht daran. Aber er war doch immer ein so korrekter und gcwissenhafter Mensch, und wenn er Dir das nun bestimmt versprochen hat!" Ach was!" sagte der Jüngste aus der Gesellschaft, die Todten sind todt, deshalb brauchen wir unseren Pommery nicht mit solcher Leichenbittermiene herunterzuschlürsen. Aber da seht Ihr, wohin das ewige Streiten führt. Siehst Du. lieber Stabsarzt, ich Hab's Euch beiden hundertmal gesagt. Ihr sollt Euch nicht immer über solche Dummheiten in den Haaren liegen. Wie oft hat Dein lieber' Vetter Karl, als er noch lebte, seine Theorie von der Unsterblichkeit der Seelen verfochten, wie oft hast Du viertelstündige Kampfreden gegen diese Theorie gehalten. Nun hat Dir der theure Verblichene in seinem Testament die Ankündigung hinterlassen, daß er Dir. wenn sein Sterbetag sich zum ersten Male jährt, zur Mitternachtsstunde erscheinen will. Na und wenn nun auch von uns allen keiner im entferntesten daran glaubt, daß Dir heute Nacht die Ehre dieses Besuches zutheil werden wird ... Es ist doch eine unangenehme Geschichte." Kameraden!" meinte Egon, ich Hätte da einen ganz vernünftigen Vorschlag: Stimmung kommt heute doch keine! Also fahren wir schon nach Hause! Um 10 Uhr 30 fährt der nächste Zug nach Potsdam, den können wir gerade noch erreichen, also: Wohlaus Kameraden, auss Pferd, aufs Pferd!" Auch während der Fahrt nach Potsdam wollte keine bessere Stimmung in den kleinen Kreis einziehen. Schließlich war' der Stabsarzt in seiner Junggesellenwohnung mutterseelen allein. Es war dreiviertel Zwölf. Klar und deutlich schallten eben die drei Schläge von der nahen Thurmuhr. Der Stabsarzt wirft sich in den breiten Klubsessel aus braunem Saffianleder und schaut melasscholisch auf die Biesen seiner Uniformhose herab. Dazu hat rttan also zehn Semester auf der Universität, auf der Anatomie und in der Klinik herumstudirt, daß man schließlich vor seinem eigenen Vetter Angst hat! Angst? Zum Donncrwetter ja! Ehrlich muß der Mensch doch gegen sich selbst sein! Und so schlecht es sich Ymch einün kaiserlich deutschen, königlich preußischen Kriegerherzcn geziemt, die Angst war da. Und dabei mußte er sich eingestehen, daß er sich, noch nie in seinem Leben so dumm vorgekommen war wie heute. Er hatte doch genug mit Leichen herumgewirthschaftet, als er noch auf der Anatomie war, um zu wissen, daß die Todten wirklich todt swd. Und dennoch :,Die gräßlichste Anast war da, und ließ sich durch nichts, durch knne Aernunstgrunde bannen. Was hatte ihm denn sein ganzes Studium gelehrt? Schließlich doch nur

bafr eine, daß wir Menschen. t mehr

wu an Wissen erringen, nur um so schärfer zu der Erkenntniß gelangen. vatz wir nichts wissen. Nun gut, wenn er also nichts wußte, dann konnte ja

der andere, mit dem er sich so oft darüber gestritten hatte, recht haben! Dann gibt es vielleicht ein Fortleben nach dem Tode. Und wenn es das gibt, warum soll nicht ein Todter für eine Nacht zurückkehren können? Ach was! Zwanzig Jahre lang war man darüber mit sich einig, daß von da drüben keiner zurückkommt. Und nun soll man heute aus einmal, einem dummen . Einfall eines verstorbenen Vetters zuliebe, seine ganzen Lebensanschauungen umkrempeln? Fällt uns ja gat nicht ein! Nein! Und nochmals nein! Er kommt nicht wieder. Und damit basta! So! Und jetzt den Rock an den Nagel und hübsch ins Bett gelegt. Sofort einschlafen, wenn ich bitten darf. Ja, wer das könnte! Zu dumm! Zu dumm! Immer nur der eine Gedanke: Und wenn er nun doch wiederkommt?" Vom Thurm drüben schlägt es Zwölf. . Nun gut, c.lso muß es sich jetzt entscheiden. . Banges Lauschen. Nichts rührt sich. Unheimliche. Stille. Er sitzt halb aufrecht im Bett; wenn er sich ein ganz klein wenig bewegt, knistert und knarrt die Bettstelle. Aber sonst kein Gcrausch. Nichts.. Gar nichts. , Da plötzlich dreimaliges, langsames, deutliches Pochen an der Thür. Zum Kuckuck! Nein! Das kann ja nicht sein! Akustische Täuschung! Nervosität! Aufs Ohr legen und einschlafen, dummer Kerl! Ein paar Sekunden dann klopft es wieder laut und deutlich dreimal an die Thür. Hölle und Teufel! Ob das wirklich Karl ist? Ach was! Blödstnn, Halluzination! Einschlafen, einschlafen! Nichts regt sich. Dann wieder lautes, deutliches Pochen, dreimal, genau wie vorhin. Also jetzt hilft alles nichts! Muth gefaßt, aus dem Bett heraus und nachsehen, was das ist! Schließlich ist es vielleicht ein ganz einfacher lebendiger Mensch Kurz und gut, Muth gesaßt! Den Säbel aus der Scheide, das Licht in die andere Hand, so! Und jetzt zur Thür! In aller Heiligen Namen wer ist da?" Und von draußen tönt es klar und deuNich: Karl!" Um des Himmels willen, das kann ja nicht sein, das darf nicht sein! Noch einmal: Wer ist es. der mich ruft?" Und wieder draußen nur das eine Wort:' Karl!" Das Licht zittert in der Linken, der Säbel zittert in der Rechten, aber schließlich dreht sich der Schlüssel, der Riegel knirscht, die Thür ist offen. Wenn Du es denn wirklich bist, Karl, so tritt ein!" ; Draußen auf dem Korridor ist es stockfinster. Die Kerze in der Hand des Stabsarztes wirft nur einen schwachen Schein in den Korridor hinaus. Die Umrisse einer großen, schlanken Mannergestalt werden sichtbar, und sie trägt die Uniform des Potsdamer Regiments, bei dem Karl stand, als er noch lebte. Die Gestalt bleibt wie angewurzelt draußen stehen. Bis der Stabsarzt sie anruft: Tritt herein, Karl! Was willst Du von mir?" Die Gestalt tritt in, den Lichtkreis der Flamme. Die Gestalt legt militärisch stramm ihre beiden Zeigefinger an die Hosennaht. Die Gestalt meldet in streng vorschriftsmäßigem Tone: Bursche Karl vom Herrn Major aus der oberen Etage. Schöne Empfehlung vom Herrn Major, die gnädige Frau Majorin wären nicht recht wohl, und der Herr Major waren van Herrn Stabsarzt sehr dankbar, wenn Herr Stabsarzt sich gütigst sofort nach der oberen Etage bemüher. wollten." Der brave Bursche Sebastian Karl ans Neutomischl hat es bis heute noch nicht begreifen können, warum ihm der Stabsarzt damals in der Nacht zum Dank für die Störung einen vollen Thaler Trinkgeld gegeben hat. Gründlich parfümiert. Um sich zu Parfümiren, füllten die alten Aegypterinnen eine Pfanne mit glühenden Kohlen und legten Zimmet, Nelken, Myrrhen, Ingwer und andere wohlriechende Dinge darauf. Dann stellten sie sich, die Gewänder ringsum ausgebreitet, über die Pfanne und ließen sich förmlich durchräuchern. Ein ähnlicher Brauch findet sich heutzutage im nubischen Nilthale bei den Bewohnerinnen der Halbinsel Senaar und denen von Dadrfan und Darfur. Sie brennen in einer Grube, die sich im Hofe ihres Hauses befindet, ein Feuer von Holzkohle an und bestreuen dies mit Weihrauch, Sandelholz, Nelken, Myrrhen, Zimmet und. Ingwer sowie mit Spähnen der Faltiakazie. Darüber kauern sie sich dann nieder und umhüllen sich und die Grube mit ihrem Hemde. Nach einer Viertelstunde sind sie derartig' parfümirt, daß man sie ,auf große Entfernung riechen -kann, 'i i

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