Indiana Tribüne, Volume 29, Number 57, Indianapolis, Marion County, 30 October 1905 — Page 6

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Auf Dess. Von F. Wisde. Im Malmoer Hafen lag das Trafest ,.Swea". Es sollte nach Kopent hagen abgehen. Der Abend war kalt, nachdem ein Gewitter die Luft gereinigt hatte. Viele Reisend: gingen daher nicht an Vord. Die beiden Herren, die auf dem Schiffe hin und her promenirten, reisten alljährlich zusammen. Hellmuth Norden Bildhauer und sein Neffe Günther Doctor juris. Der erstere wohlhabend ein namhafter Künstler. Der andere, in dessen Kasse immer Ebbe" war. nahm oit Reisebegleitung beim Onkel gerne an. Zu seinem Schaden gereichte es ihm bisher nicht. Es hatte sich daraus zwischen Weiden ' ein slottes Freunschastsverhältniß entwickelt. Dr. jur. Norden kleidete sich mit ausgesuchtem Schick. Er liebte allerlei Extravaganzen, aber sie fielen bei ihm nicht auf, denn er war unscheinbar, hatte ein nüchternes Gesicht, winzigen Schnurrbart und blond bewimperte, graue Augen. Der Bildhauer bevorzugte in seinem Anzüge die geniale Nonchalance. Unter der lässig umgeworfenen grünen Lodenpelerine gewahrte man eine lose geknüpfte Krawattenschleife. Die graue Stoffmühe saß leicht im Genick, daß das wellige, schon etwas ergraute Haar sich darunter hervordrängte. Das Gesicht mit den charaktervollen Zügen umrahmte ein dunkler Spitzdart. Die intelligenten Augen schauten mit gereifter Ruhe das Leben an. Ich denke, wir sichern uns gleich einen Platz im Rauchsalon," schlug der Onkel vor. Auf Deck ist es rauh und stürmisch." In den breiten Ledersesseln saß es sich bequem. Gemüthlich war's in der behaglichen Wärme bei Ocl und Aquavit", vor sich die übliche pikante schwedische Schüssel. . Das Schiff machte seine gleichmäßig hoch und nieder tauchenden Bewegungen, die sich einschläfernd auf die Nerven legten. Die beiden Herren überließen sich ihren Gedanken und pafften still ihre Cigarren. Aber für den .Jüngeren wurde das allmählich zu langweilig. Muß doch mal sehen, wie's da oben auf Deck ausschaut," sagte er, seinen Paletotl'ragen hochklappend.. Der Sturm wird Dich über Bord wehen," lachte der andere. Gerüttelt und geschüttelt, stolperte der Doktor die Treppe hinauf, mit dem pfeifenden Winde kämpfend, der ihn geradezu peitschte. Die linke Hand hielt krampfhaft seinen verwegen gebogenen Panama, die rechte tastete an dem Geländer entlang. Das Spritzwasser leckte nur so von dem Schiffsbug herab. Bis da hinauf langten die Wellen mit ihren weißen Armen, gespenstisch wirkte das in der matten Beleuchtung der Sterne, die jetzt klar am Himmel standen. Keine Menschenseele weilte auf Deck, und Günther Norden wollte eben eiligst Kehrt machen, als er im Schutze der Commandobrücke eine weibliche Gestalt erblickte. Ihren weiten Mantel blähte der Wind. - Er verwilderte das helle Haar und trieb es zu beiden Seiten unter dem Chasseurhut hcrv(7. Es schien eine reizvolle Gestalt. Schlank, geschmeidig, aber von kräftig üppigem Wuchs. Das ebenmäßige Lrofil hob sich deutlich heraus. Helle, blaue Augen sahen träumerisch in das Meer. Günther Norden räusperte sich, da wandte sich ihm ein schönes Gtsicht zu. Gerade in diesem Moment löste der Sturm den Chiffonschleier, der um den Hut geschlungen war, und trieb ihn dem abenteuerlustigen Doktor entgegen. Ter fing ihn auf und präsentirte ihn der Eigenthümerin. Es wirkte so komisch, daß sie beide lächeln mußten. Der Wind ist ja ein verteufelt zudringlicher Geselle," sagte Günther Norden. Aber er macht eine Seefahrt erst stimmungsvoll," erwiderte sie, den Schleier sorgfältig zusammenlegend, es giebt doch n'chts Schöneres, als wenn das so heult und tobt. Ich derstehe nicht, wie man da unten in der Kajüte sitzen kann. Ist es nicht wundervoll auf Deck?" Der Doktor bejahte das natürlich ganz gegen seine Meinung und fügte dann hinzu: Es sind auch nicht alle so seefest, wie Sie, gnadiges Fräulein." Ich bin auf dem Wasser groß geworden! Kopenhagen ist meine Heimath." Ah Dänin, beinah' habe ich's geahnt!" Nun nannte er seinen Namen. Helga Thygssen," entgegnete sie flüchtig. Und Sie sprechen solch ein reines Deutsch." sagte er bewundernd mit einem längeren Blick in ihn hellen Augen. Seit Jahren lebe ich mit meinem Bruder in Lerlin. Nur einmal im Sommer besuche ich meine Heimath. Dann stehe ich hier auf Deck und sehe ihr erwartungsvoll entgegen. Kennen Sie Dänemark mit seiner herben Romantik?" . ' .Nein, macbe die Tour beut' zum

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Gouverneurs-Randidaten in der aufregenden Ohio-Rampagne. ES wird allgemein behauptet, daß die gegenwärtige Kampagne in Ohio eine der erregtesten in öer Geschickte deS Staates sein wird. Der jetzige Gouverneur, Myron T. Herrick ist der republikanische, John M. Pattison der demokr?. tische Kandidat.

erlten Maie, uevrtgens, rcy komme auch aus Berlin." ' Berlin ist eing, in semer Art un erreicht. Aber es fehlt der deutschen Hauptstadt das Beste der Zauber der Natur." Und doch haben Sie Ihr poetisches Land verlassen 2" Wir Geschwister waren auf uns selber angewiesen. Der Kunstsinn, der unserem Volke eigen, entwickelte sich auch in uns. Man sagte: für ein ernstes Studium sei nur Berlin maßgebend." Gewiß sind Sie Malerin!". In Charlottenburg haben wir unser Atelier." Wenn sie sprach, blitzten ihre festen Zähne. Der Doktor hätte ihr immerfort zuhören können. Das ist Kopenhagen!" rief sie glücklich und wies mit dem ausgestreckten Arm auf die Reihe Lichter, die fern am Horizont heraustraten. . Dann wandte sich Helga Thygssen zum Gehen. Günther Norden trat in den Rauch!alon. Ich habe ein Erlebniß gehabt auf Deck, ein Erlebniß. Onkel!" Natürlich, ohne so etwas könnt Ihr ja nicht ezistiren!" Der Neffe zuckte die Achseln. Du würdigst das nicht mehr, weil Du über die Jahre hinaus, bist! Nur die Jugend hat ja auch eigentlich ein Recht darauf." Bildhauer Norden hatte brillant geschlafen. Sein Gesicht zeigte eine gefünde Nöthe. Er sah so frisch und glatt aus mit seinen leuchtenden Augen. Seit einer Stunde saß er bereits beirn Frühstück und wartete an"; seinen Neffen. Schließlich riß ihm die Geduld, und er ging hinauf in dessen Zimmer. Günther stand vor dem Spiegel und p.obirtc Krawatten an. Ich bin scheußlich unschlüssig, Onkel. Entscheide Du. Die terrakottfarbene, die violette oder das Schachbrettmuster?" ' Der Onkel warf den ganzen Schub in den Kasten. Wenn Du nicht solche Seele von Mensch wärst, würde ich Dich einen eingebildeten Lassen nennen." Höre mal, ich bin auf der Jagd nach dem Glück!" Und er pfiff noch die ganze Treppe hinuntere Wie schön, wie schön, wie schön bist du!".. . Der erste Weg führte sie natürlich in's Thorwaldfen - Museum. Weißt Du. es' ist eine Aufgabe, mit Dir durch die Säle zu schlürfen." klagte Günther Norden, als sie die Schätze nordischer Bildhauerkunst besichtigten. Solch Kunstenthusiast ist was Fürchterliches. Nach der Uhr gesehen, volle fünf Minuten stehst Du vor jeder Statue." Geh' doch voran!" Das that der Doktor auch. Er gähnte ungenirt und ließ sich auf einen Sessel nieder, gegenüber der Graziengruppe. ' Da entdeckte er etwas, das ihm das Blut zu Kopse trieb. Im weißen Leinenkleid mit Stickereidurchbruch und einem 'FlorentinerHut, beladen mit wogenden, hellen "Fedein licht wie der Morgen trat Helga Thygssen in den Saal. Im nächsten Moment war Günther Norden bei ihr. Sie schien überrascht, aber sie gab ihm gleich freundschaftlich die Hand. Das ist in der That ein ungeahntcs Zusammentreffen, gnädiges Fräulein." So?" fragte sie etwas ungläubig.

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" V vS V V ' r f ß : :: . - -x i' 5 ' - z : t ? j k A i'V ' X 'J - V Auf Wort! Ich bin auf Wunsch meines Onkels hier. Ah da kommt ja mein Begleiter. Der Neffe stellte vor. Günther hat mir bereits von der dänischen Malerin erzählt." sagte der Bildhauer, mit schnellem Blick Helga's herrliche Gestalt musternd, wir sind also Collegen." Ich bin erst eine bescheidene Anfängerin," entgegnete' Helga und spielte mit ihrem silbernen Handtäschchen. Sie sind ein großer Künstler! Ich kenne, glaube ich. mehrere Ihrer Skulpturen, diese gewaltigen, packenden Schöpfungen." Und ich entsinne mich, kürzlich eine nordische Landschaft gesehen zu haben. Die Malerin nannte sich Helga Thygssen." Sie errdthete ein wenig. Stimmungsvoll wirkte die Sache und verrieth Talent." Als Helaa sich verabschieden wollte. wagte Günther die Frage: Dürfen wir Sie heute Nachmittag im Tivöli erwarten?" Das kann ich nicht versprechen!" Und weil der Doktor ihre Hand länger als nothwendig in der seinen zu halten suchte, dabei ihren Blick fesselnd. nahm sie eine stolze Miene' an. zog ihreHand schnell zurück und reichte sie dem, der bescheiden abseits stand. Da wiederholte dieser die Frage seines Neffen. Nasch entschlossen antwortete sie mit ihrem anmuthigen Lächeln: Ja ich komme." Deine Dänin ist unbestritten schön," urtheilte Bildhauer Norden. Dem Künstler 'eine wahre Augenweide. Diese weichen, wonnigen Körperlinien, überhaupt die ganze Prachtgestalt möchte man modelliren." Weiter nichts? Da bin ich doch ein anderer Kerl, der noch ein Herz im Leibe hat. Ich betrachte Helga mir idealeren Augen. Ich liebe sie, ich bete sie an. Aber, was versteht Deine Weltweisheit davon!" . Im Concertsalon des Tivoli saßen die beiden Norden mit der schönen Dänin. . Jetzt oder nie," sagte sich der Dolto.. heute wird die Festung gestürmt, auf solcher kurz bemessenen Reise darf man nicht lange zögern." Er hatte es bereits fortgesetzt durch Blicke und Redewendungen angedeutet, aber Helga schien keine Notiz davon zu nebmen. Sie sah vielmehr über lhn hinweg in das beobachtende Auge selnes Onkels. Dessen Benehmen war auch merkwürdig. So laut, so nervös hastig, wie es sonst gar nicht seine Art war. Wollte der beinahe fünfzehn Jahre Aeltere ihn aus dem Felde schlagen? Unstnn! Hellmuth heirathet nie, sagten alle in seiner Familie. Möchten Sie mir einen Gefallerr thun, Herr Doktor?" Er fuhr aus seinen Grübeleien hoch. Ich hätte gern ern Programm! Links am Eingang werden Sie eins auftreiben." Schon stürmte Günther davon. Helga sah ihm nach und seufzte. Wie gutmüthig und gefällig Ihr Herr Neffe ist. Ich habe ihn gern, und es sollte mir furchtbar leid thun, wenn ich vielleicht unbeabsichtigt Hoffnungen in ihm geweckt hätte, die ich nicht erfüllen könnte. Wissen Sie etwas darüber?" Allerdings!" Möchten Sie ihm nicht mittheilen, wie ich denke, um eine peinliche Ausspräche zu vermeiden?" Das ist keine leichte Aufgabe," antwortete, Hellmuth Norden, er fcheint so siegesgewiß!" Aber, er wird sich trösten, nicht wahr? Er ist ja noch so jung. Viel

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H aav i zu jung für mich. Ich sin schon siebenundzwanzig." Das glaubt man Jh7.en ' einfach nicht," entgegnete d:r Bildhauer erstaunt über ihre Ehrlichkeit. Es haben mancbe Menschen das Glück, sich vortheilhaft zu erhalten." erklärte Helga und sah ihn scharf an. Hellmuth Norden trank in schnellen Zügen sein Glas schwedischen Punsch leer, als wolle er sich Muth holen für die nächste Frage. Wie muß denn der ausschauen, für den Sie sich interessiren könnten?" Sie antwortete nicht gleich. '- Und in ihm tobte ein reiner Teuftlsspuk, so leidenschaftlich schlug sein Herz. 'Dazu hatte der. schwedische Punsch das Blut erhitzt. Seit er Helqa kannte, mußte er etwas in seiner Brust bekämpfen. Aber heute wollte es sich nicht bannen lassen. Es sollte auch nicht. Nein es sollte nicht! Seiner impulsiven Sehnsucht folgend, zog er Helga's Hand, die dicht neben der seinen lag, an die Lippen. Sie blickte ihn überrascht an, mit glücklichen Augen. Ich habe Sie lieb, Helga," flüsterte er und seine Stimme zitterte ein'wenig. Aber es ist vermessen von mir, Ihnen das zu gestehen!" Warum?" fragte sie leise. Solch alter Graukopf!" Sie lächelte herzlich. Sie waren ja neugierig, zu erfahren, wie der sein müßte, den ich lieben könnte. Wie Hellmuth Norden, das ist meine Antwort darauf." Und mein Zukunststraum blieb immer eine echte Künstlerehe. wo die Muse ihr unzertrennbares Band um das gegenseitige Glück schlingen möge. Darum habe ich nicht geheirathet, weil ich nicht fand, was ich suchte." Der Doktor hörte die letzten Worte. Er stand da mit finster gefalteter Stirn. Eine unheilvolle Ahnung war ihm gekommen. Ich danke Ihnen," rief Helga, ein heißes Roth auf den Wangen, aber ich will jetzt doch lieber heimfahren. Es ist schon spät." Günther biß sich die Lippen wund und schwieg. . Erst als er mit seinem Onkel allein war, tobte er: Ich bin schmählich hintergangen worden! Während ich in rosigsten Hoffnungen schwelgte, machten sich die großen Künstler über den dummen Einfaltspinsel lustig, der nun das holdeste Wesen seinem alten Onkel überlassen mutz, auf dessen Harmlosigkeit .er geschworen hätte." Der Onkel redete ihm gut zu. Laß Dir Zeit mit dem Heirathen, bis Du eine vollkommen sichere Existenz hast. Jetzt hätte das doch noch nicht sein, können. Dir sieht ja die ganze Welt offen!" Aber ich werde mich hüten, sie noch einmal als Reisebegleiter zu durchkreuzen. Diese Nieoerlage kann ich nie vergessen," Damit hast Du mir das Glück geschaffen, nach dem ich mich lange gesehnt habe. Sie war von großer Bedeutung. Deine geheime Eroberung auf Deck Modernisirte Reden 5a r t. Mein Sohn bringt mich noch irr's Grab! Wahrhaftig, er ist der Deckel zu meiner Urne!" Vorsichtig. Herr Goldblatt, geben Sie mir Ihre Tochter ich liebe sie über alles!... Wenn Sie mir ihre Hcmd geben, werde ich sie in'S Paradies führen!" Schön gesprochen, Herr Baron, sehr schön; aber sa gen Se mer auch, wie hoch kormnt mer's Entree?" , Aauedt di Tifih I Mingo.

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Tie französischen großen Manöver. An d?n grofzen Uebungen in Westfrans reich nahmen das IX., da X. und XI. Armeetorpö und die GnU' swoatteriedivjfion tl'eil, im ganzen 72 Bataillone, 50 Schwadronen, 52 Batterien und 9 Genickompagnien. Si: brachten die Operationen einer Ar. mecabtheilung von zwei Korps rTei: ein Korps und eine Uavalleriedwi'n. General DuchcSne, der Manövcrici ter, hat nun den betheilitenTrupPeN' fiihrcrn seine kritischen Bemerkungen über den Verlauf der Herbstnbnngo znaehen .lassen. Er berührt darin tattisch? Unwahrschciulichkcitcn. die sich bei den Manövern ergeben hätten, nnd fährt fort: Die Jnfautcri? bat im allgemeinen den Vorschriften des Reglements snr das Vorgehen feindlichen Feuer entsprochen. Wo di?s wegen dcS raschen Verlaufs der Gc feckte nicht geschehen ist, muß es .in Zukunft beobachtet werden. Beim Anmarsch gegen den Feind müssen der Infanterie Nciterpatrouillen voraus a,eftcn, die sie über Deckungen im Ge lande nnd die Stellung des Gegner? unterrichten." Zu dieser Kritik muß man bemerken, das; General Ducheon' in seinen Bestimmungen für das Manöver betonte, er werde, um ein eiliges Durchtreiben der Gefechte zu ve:meiden, mehrere Manövertage auf eineu Gefechtstag verwenden. Dies ist anch geschehn:. Bei der Infanterie bat sich überall ein starker Drang zur Offensive, auch ans der Vertheidigung heraus erkennen lassen, mehrfach ist angreifende Infanterie ohne genügen Ic Vorbereitung durch Feuer und in sehr dichten Schützenformationcn im feindlichen Feuer vorgegangen. Bc merken ölverth war das Streben nach Umfassung. In der Vertheidigung wareii die Fronten vielfach außeror deutlich dunn und breit, im Angriff größerer Verbände nebeneinander fehlte manchmal die Verbindung, so das? der Gegner durchstoßen sonnte. Die Marschleistungen der Infanterie waren sehr gut. Die Divisions und Korpskavalleie hat nach General Ducheöne ihre Aufgaben richtig erfüllt, die großen Neiterkörper erwiesen sich als unternehmend, sollten sich aber vor Angriffen auf unerschütterte Irfanterie hüten. Man darf liier hinzufügen, daß die Nahaufklanmg und der Verbindnngödienst mehrfach vor sagt haben, und daß auch die Sichc ruiig im Zustand der Ruhe bezw. der Flanken im Gefecht nicht immer nngt hat. Die Artillerie hat, wie Geueral Ducheöue urtheilt, geschickt ma. uöverirt, müsse aber bei der Verfol gung .rascher, gegebenmfalls unter dem Schuh der Kavallerie in die vom Gegner geräumt? Stellung gelangen. Diese Erscheinung ist, wie sich aus an dern Berichten ersehen läßt,. durch das Gewicht der französischen 7,5 Eenli meter'Geschnlzc und die kurzen Gang arten zu erklären. Die Berichte zeigen auch, daß die Verwendung der Artillerie nicht nach einheitlichen Grundsätzen erfolgt ist. An einzelnen Stellen konnte man Zersplitterung der Batterien, an andern aber auch Masscnverwendnng bis zu 10 und 12 Batterien in einer zusammenhängen den Linie beovachten. Mehrfach trat, wie übigens auch bei den Manövern, im Osten, die vier Korps und vier Kavallcriedivisioncn ausführten, wie der die französische Vorliebe für Vor siellungen vor den Haupwerlheidi gungslinien hervor. Die verschiedenen Dienstzneige sollen gut funktio nirt haben. Die Verbindung des Ar rne-Oberkornrnandos mit den .Korps in der Ruhe, und mit den Nachrichten Offizieren im Gefecht wurde durch drahtlose Telegraphie vermittelt. Richtung und Ausdehnung des Artil lerieferlers hat man durch Scheinwer fer mit Acetylenlicht darzustellen versucht. Im Ganzen haben die Nebun gen bemerkcnsnxrthc Fortschritte öer französischen Armee erwiesen. (?in sibirisches nlturbild entrollt folaende Mittheilung der Bush. Wjed." aus Jenisseisk: Dieser Tage wurde der Prozeß gegen den Bauernvogt von Angara. Staatsrath Gischilinski, verhandelt. Dieser pflegte, wenn er in ein Kirchdorf hineinfuhr oder es verließ, die Kirchenglocken läuten zu lassen. Während er schlief, mußten die Zehntmänner wachen und die Wanzen todten, die sich an's Bet: des Bauernvogtes wagten. Hähne wurden consisziert, wenn ' sie keif Schlaf des Gewaltigen störten. Vor Gericht kam er wegen Mißbrauches de: Amtsgewalt. Er hatte Bauern des Dorfes Rybny weaen sanitärer Ver gehen arretieren lassen. Die sanitären Vergehen bestanden, darin, daß das Bauernvieh auf der Rückkehr von der Weide an den Fenstern des Gewalligen vorüberging, weil es kcinen anderen Weg gab. Für jede vorüberziehende Kuh kam ein Bauer in's Gefängniß, oft auf sieben Tage. Einmal saßen 16 Bauern. Einer wurde eingesperrt, weil er sich erfrecht hatte, vom Bauernvogt für die im Hause des Bauern mehrere Monate lang belegten Räume Mietye zu verlangen. Als ein Hund heulte, während der Herr Bauernvogt betrunken mit Dorfmädchcn spazieren ging, wurde er arretiert. Eine ganz? Reihe anderer Fälle von Willkür kam ans Tageslicht. Das Gericht erkannte aus Aintsentfernung. , m i 4 Das königliche Gymnasium zu Hulda feierte sein hundertiäbriges Bestehen durch eine Reihe fest!! cher Veranstaltungen.

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