Indiana Tribüne, Volume 29, Number 56, Indianapolis, Marion County, 28 October 1905 — Page 1

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Wrsrtxeint jeden Nachmittag. ; ; Jahrgang 29. ( Indianapolis, Ind., Samstag, 28. Oktober 190ö . No. 56. " V 1 f I

Entzündung der Adern

Als Todesursache angegeben. Die CoronerS Untersuchung in dem Todesfälle des Studenten deö Jndiana Medical College (Zrover Muldoon er gab, daß derselbe einem Gehirnbluten erlag, durch Cutzündung der Adern hervorgerufen. DaS Boxing mit seinem Kameraden erregte den jungen Mann und der schlimmerte den Zustand desselben, so nach Ansicht deö CoronerS ein Bersten der Blutgefäße verursachend. D. S. Saldvin & Co. Im nctien Laden. Heute, Samstag, den . 23. October, findet in 13 und 20 Nord Pennsylvania Str. die Eröffnung des neuen Baldwin Ladens statt. DaS Publikum ist freundlichst zur Besichtigung eingeladen; das Geschäft bietet manche verlockende Offerten. Die Arrangements find so getroffen, daß das kausende Publikum nicht w Zwei fel bleiben kann über daS aaSzuwäh lende Piano. Außcr den beftbekanntesten PianoS hat das Baldwin Geschäft noch eine besondere Art von Pianoautomaten ausgestellt. Die prächtige Ausstattung des neuen LadenS ist schon an sich eines Besuches werth und sollte Jedermann Einsicht von demselben nehmen. - Heute am Eröffnungstage spielt Nachmittags und Abends ein gutes Orchester. Schöne Souveniere. Bortrag von Prof. Dr. Otto Seller. Untec den Auspizien des Socialen Turnvereins wird am Sonntag, den 19. Nov., Abends 8 Uhr, Herr Prof. Dr. Otto Heller von dem deutschen Departement der Washington Univer fität in St. LouiZ im Auditorium des Deutschen HauseS einen Vortrag halten über da? Thema: Amerikanische Betrachtungen. Dr. Heller ist als eine Autorität in der deutschen Literatur bekannt und hat erst kürzlich ein Werk über die neueste deutsche Literatur im Druck erscheinen lassen. Noch rechtzeitig gerettet. George Wright. ein Neger, der mit einer Eisenbahn-Waggonladung Pser den nach hier kam, wurde in schwer ver letztem Zustande nach dem Hospitale gebracht. Durch ein plötzliches Stoßen des Zuges angeblich, fiel Wright im Waggon auf den Boden nieder und der glühend heiße Ofen fiel auf ihn. Er wurde durch promptes Eingreifender Bahnbeamten vor einem schrecklichen Tode bewahrt. Man glaubt daß er sich außer Quetschungen und Brand wunden noch innerliche Verletzungen zuzog. . Besucher verhaftet. Morris JoneS, ein 24 Jahre alter Neger, den man unter Anklage des Be treten? fremden Eigenthums und Dieb stahlS verhaftete, soll im Hause 1415 Northwestern Ave., wo er in Arbeit stand, aus dem Fenster geklettert sein, um im Zimmer einer Nachbarwohnung einen unwillkommenen Besuch abzuftat ten. MorriS soll dort gleichfalls durchS Fenster gestiegen sein, und da zugleich eine Mr und ein werthvoller Ring ver mißt werden, wurde MorriS festgenom men, obgleich er seine Unschuld ietheuert. BauerlaubniHschein e. Frau A. M. McCullough, Wohnhaus, 27., nahe Elision, S1300. National Dry Klin Co., Reparaturen, 1113 Oft Maryland, S1500. Eliza Long, Re. paraturen, 2223 Kenwood Ave., $500. Otto Nelson. Cottage, 2067 Cathe rine Str, S1050.

Enormer Frachtlicrkchr.

Alle Bahnen bringen großen Gesckäftszuwachs. Ein Mangel an EiscndahN'WaggonS macht sich bemerkbar. Die Indianapolis Eisenbahnberichte für die letzte Woche zeigen, daß der enorme Frachtverkehr, welcher auS allen Theilen des Lande berichtet wird, auch Indianapolis nicht unberührt ließ. Fast 25,000 Frachtwaggon liefe ein und aus und mit den 6700 lee ren Waggons, welche berichtet werden, belicf sich der Total'Frachtverkehr für Indianapolis in der Woche auf fast 32,000 Waggons. Die Gürtelbahn handhabte im Ganzen weit über 21,000 Waggons, nahezu 2000 'derselben mit lebendem Vieh, und fast dieselbe Zahl mit Kaufmannsgütern beladen. Fast alle Bahnen weisen einen Anwuchs in ihrem Frachtverkehre auf. Der bemerkenSwerthest: Moment der geschäftlichen Lage, welcher gleichzeitig das beste Kennzeichen derselben liefert. ist der auS allen Theilen des Landes gemeldete Mangel an TranSportmit teln zur Bewältigung des enormen FrachtverkerS. Trotz umfassendster Vermehrung ihrer Beförderungsmittel vermögen die meisten Bahnen den Anforderungen der Verlader nicht ge recht zu werden, und der Waggonman gel ist thatsächlich der schlimmste seit Jahren. Ein Beamter einer hiesigen Bahn gesellschaft sagte, daß-daS Geschäft sei. ner Gesellschaft daS Geschäft des Vor. jahreS um völlig 40 Proc. übertreffe. Dieser Zuwachs scheint aber auch auf alle Bahnen sich vertheilt zu haben. Versendungen von Heu, Getreidepro. dukten und Waaren aller Art sind grö' ßer wie je zuvor und Bahnbeamte, welche die Sache zum Studium mach. ten, sagen, daß ein Ende der in den nächsten 6 Monaten zu befördemden! Fracht nicht abzusehen sei. Die großen Bahnen des Nordwestens könnten 10,000 Frachtwaggons mehr beschäftigen, als ihnen zur Verfügung stehen, 6000 mehr Waggons wären be nöthigt um die Fracht'Anhüufung im PittSburger Distrikt zu beftitigenund in Buffalo haben sich enorme Quanti tüten Getreide angesammelt, zu deren Beförderung nach dem Hafenorte eS an Bahnwagen mangelt, mit dem Resul tat, daß die Exporteure im Osten, welche mit den Schiffsbesitzern abge. schlössen? Kontrakte einhalten müssen, schwere Verluste erleiden. , Trotz aller Vorbereitungen de, Bah. nen für die Versendung der dieSjähri gen Getreideernte erweisen sich diese! ben als unzulänglich, da die Erndte alle Erwartungen Übertrifft. Deutet doch der letzter Tage erschienene Bericht deS .Ackerbau.DepartementS auf eine Maisernte von 2,707 MillionenBuschel, eine Weizenernte von 683 Mill., eine Haferernte von 738 Mill. und eine Gerftenernte von 192 Mill. - Büschel an, die Ernten deS Vorjahres und aller früheren Jahre weit in den Schat ten stellend. Trotz der großen Anfuhren leiden die Getreidemärkte nicht an Uebersüllung. da dem starken Jnlandverorauo) fich steigender Auslandbegehr hinzustellt. (?in unangenehmer Kunde. Ben Perry, 2016 Columbia Ave., den die Radler ASkin 'und Duncan gestern Abend verhafteten, wurde unter die Anklage des Mordangriffs gestellt. Ben soll in angeduseltem Zustande in Matti? Rafierftue an der Nord Dela wäre Str. erschienen sein und fich dort in ungemein anstößiger Weise auf den Rafierstühlen herumgeflegelt haben, so daß dem Besitzer die Galle überlief.' Der Sohn desselben, Edgar Mattox der dem Mann Vorwürfe machte, er hielt für seine Einmischung in Ben's Rechte einen Messerstich im Genick. Ben machte fich dann daran zu verduften, wurde aber von den ihm nachspürenden Radlern festgenommen und unter 5,1. 000 Bürgschaft gestellt.

Durch Strakenbahn schwer

verletzt Wird G. A. R. Hoefler in seine Wohnung gebracht. Gustav A. R. Hoefler. 830 Oft Maryland Str., der in einem PianoGeschäft angestellt ist, wurde an der Pennsylvania und Ohio Straße durch das Hintere Ende eines die Biegung umfahrenden StraßenbahnWaggonS getroffen und schwer verletzt. Herr Hoefler .erlitt an den Beinen, sowie auch am Kopfe schwere Verletzun. gen, die seines vorgerückten AlterS hal. ber als äußerst bedenklich zu betrachten find. Die DiSpensariumS Ambulanz brachte den Schwerverletzten nach seiner Wohnung. Er ist ein Mitglied der Körner.Loge No. 1 deS Verbesserten Ordens der PythiaS.Ritter, für, die er in AuS. nahmefüllen als Orgelspieler fungirte. Popcoru führt Tod herbei. Willie Dore, dev 5 Jahre alte Sohn von Henry Döre und Frau, die zwei Meilen 'östlich von Brightwood woh. nen. ist an einem Stückchen Popcorn, welche fich in einem Halse festsetzte, ge starben. Der Fremdkörper hatte einen nicht zu stillenden Husten verursacht. gegen den selbst ärztliche Hülfe nichts auszurichten vermochte. Das Stückchen Corn arbeitete fich bis zur Lunge durch und gestern ist der Knabe den Folgen desselben erlegen Personal-Notizen. Herr Consul Peter Lieber nebst Gattin und Fräulein Tochter, welche hier mehrere Wochen besuchsweise bei ihren Kindern verweilt haben, reifen heute nach New Jjoxl ad, um von dort am nächsten Donnerstag ' wieder nach Deutschland, woselbst Herr Lieber in Düsseldorf als amerikanischer Con sul thätig ist, zurückzukehren. Ei Brief von Sanuo Deiler. An Herrn Jakob Löper. Sekretär deS Verbandes Deutscher Vereine von Indianapolis, lief folgendes Schreiben aus New Orleans ein: Erlauben Sie mir, Ihnen und durch Sie Ihrem verehrlichen Verbände für das mir ausgesprochene Bedauern meinen herzlichsten Dank abzustatten. Auch ich bedaure sehr, daß eS mir nicht möglich war, der Nationalconvention beizuwohnen. ' Ich bin erst seit zwei Tagen auS der ärztlichen Behandlung entlassen worden und dürste auch jetzt eine, so lange und anstrengende Reise noch nicht unternehmen. Daß die Herren Delegaten bei diesem Anlasse meiner gedachten und mir ihren Gruß entboten, habe ich als eine große Ehre empfunden und als eine Aufmun terung, meine Bemühungen im Jnter esse aller deutschen Bestrebungen fotf zusetzen. Seien Sie versichert, daß ich Alles, was in meinen Kräften steht, thun werde, um das bevorstehende 32. Nationale BundeSSüngerfkst, das ge wiß ein Ruhmesblatt in der Geschichte von Indianapolis wie auch deS Nord amerikanischen Sängerbundes werden wird, zu fördern. Ihnen nochmals dankend. Sin ich mit meinen besten Wünschen Ihr ergebenster I. H a nn o Deiler, Präsident deS Nordamerikanischen Sängerbundes. New A l f a c e, 27. Oct. George Wiedolf und ttatie Zerr, zwei junge Leute aus Yorkville, die in den Ehe, stand traten, hatten die größte Hoch zeitsfeier. die je in dieser Gegend abge halten wurde. Nicht weniger wie tau send Gäste waren eingeladen. Ein fetter Ochse, zwei große Kälber, eine große Anzahl Hühner wurden außer den anderen Eßwaaren verzehrt. Etwa 50 FüßchenBier wurden getrunken. Ein großer Tanzboden war errichtet und die Gäste tanzten bis zum frühen Morgen

Getreide-Frachtraten.

Konferenz von Interessenten nach Si. Louis einberufen. Den ewigen Controversen zwischen den Eisenbahnen u. Getreideversenden. den.Stüdten über welche der Getreide transport aus dem Westen und Nord, weften nach dem Süden und Südosten vermittelt wird, soll endlich 1 ein Ende gemacht werden. Als die Zwischen staatshandelskommisfion im letzten Jull in Louisdille in Sitzung war-, um Be. schroerden von Firmen in verschiedenen Städten über Discriminationen Sei tenS der Bahnen zu untersuchen, machte der Commissär Elements darauf auf. merksam, daß diese Beschwerden nach. gerade so zahlreich würden, daß eS am Besten sejn würde, wenn Vertreter von interesfirten Firmen aus allen in Frage kommenden Städten zusammenkämen, um sich unter fich und dann mit den Eisenbahnen auf einen allgemein zu friedenstellenden Ratentarif zu einigen Eine solche Versammlung ist nun einberusen worden, und die Conse renzen sollen in St. Louis am DienS. lag nacyfler Woche beginnen. Die meisten Beschwerden' entstehen über die Shrinkage" im Getreide, das auS dem fernen Westen kommt. Auf Rechnung derselben werden von den Punkten vom Obio aus für den Weitertransport Prozentale Ratener. müßigungen zugestanden, und eö ist er. lärlich, daß dabei eine Stadt vor einer anderen leimt devorzuat werden ann. Nahrungsmittel-AuSstellnng Erfreut sich riesigen Besuchs. Eine gewaltige Menschenmenge drängte und wogte gestern in der Tom inson Halle auf und nieder um die Nährungsmittel'AuSftellung in Augen schein zu nehmen. 60 Aussteller be theiligen fich an der Sache und aller Art Gegenstände sind vertreten. In einer Abtheilung zeigte jemand, wie eine bestimmte Ofen.Politur am vor theilhastesten angewandt erden könne. um dem Ofen gehörigen Glanz zu ge ben; gleichzeitig wurden kleine Probe flaschen der Politur frei, umsonst, for nothing" vertheilt. Daneben waren alle ArtcnWagschalen auSgestellt.mittelst derer nicht nur das richtige Gewicht, sondern auch gleichzeitig der zu zahlende Preis festgestellt werden kann. Weiterhin gewahrte' das Auge ein Abtheilung, in welcher Bouillon auSge stellt war, und jeder Durstige wurde befriedigt; wer aber Thee vorzog. konnte nebenan eine Schale diese? edlen, extra fein zubereiteten Getränkes er halten, ohne in die Tasche greifen zu müssen. Wen dies nicht befriedigte, konnte auch Kaffee bekommen, prächtig duftend und fein schmeckend. Dazu gab eS gleich um die Ecke in einer ande ren Abtheilung alle Sorten feinster Kuchen und BiLquitS. Wer aber für solche Süßigkeiten nicht eingenommen war, brauchte nur ein wenig weiter zu geben, wo ihm Bohnen, schön zubereitet, auf kleinen Tellerchen servirt wurden, und Gurken, süße, saure und gesalzene dazu; nicht zu vergessen der verschiedenen Obstsüste und des Gefrorenen. ' Was aber nicht weggegeben wurde, war ein hübscher Pony, ver, vor ein schönes Wägelchen gespannt, nahe der Tribüne stand. Derjenige, der am genauesten rathet, wie viele Körnchen in einem 3.PfundKaffee.Packet enthalten sind, erhält daS Gespann. Viele andere Sehenswürdigkeiten waren noch zu erschauen und Round'S Damen'Orchefter lieferte eine prächtige Musik.

Die Parkbehörde zieht den Plan in Betracht, im Riverside Park eine kleine elektrische Bahnlinie anzulegen, die nach allenüTheilen deS Parks führen soll. Man ist auf diese Idee gekommen, weib beabsichtigt wird, den Bau der Straßenbahn durch die 18. Straße fallen zu lassen, wodurch das Südende deö Parks sozusagen für das besuchende Publikum abgeschnPen flt& . I . '

Nachrichten aus Jndiana.

Hartford City. 23. Oct. S. W. Cantwell, der frühere Sprecher der Legislatur, ist heute früh 3:15 Uhr einer Krankheit, Tuberculofis der Nie ren erlegen. Herr Cantwell, der im 46 Lebensjahre stand, hinterläßt Frau und zwei Kinder. Gofhen, 23. Oct. Frau Mary Champlin, eine 83 Jahre alte Frau, beging gestern Selbstmord, indem sie hren Kopf in einen Kessel mit Wasser steckte, und solange darin behielt, bis das Leben entflohen war. Sie hatte von ibrer Tochter Morphium verlangt, welches ihr diese verweigerte. Man nimmt an, daß sie die That aus diesem Grunde beging. Plymouth. 23. Oct. Clara Mil. er, ein 20 Jahre altes Landmädchen, chnitt fich im hiesigen Gesängnisse gestern die Gurgel ab. Sie und ihre Cousine, Anna Wyant waren gestern unter Anklage deS Ladendiebstahls der ! hastet. Beide behritten ihre Schuld, doch waren die VerdachtS'Momente so überwältigend, daß man ihren Be heuerungen keinen Werth beimessen konnte. Zwei Hüte wurden im Besitze der Frauen vorgefunden, und ihre Kleider waren mit großen Teschen. augenscheinlich zum Verbergen der Beute ausgerüstet. Im Hause wurden große Quantitäten Waaren vorgefun den. Frau Wyatt ist etwa 25 Jahre alt, sie hat zwei kleine Kinder. HagerSkown, 23. Okt. Kurz nach 1 Uhr heute früh wurde die hiesige Bank durch eine Bande maskirter Mün y r ner, etwa r2 an der Jayt oerauor. Eintritt verschaften sich die Rüuber, in dem sie durch ein Hinterfenster elnstie gen. Der Tresor wurde gesprengt. Grade über dem Bankgebüude befindet fich die Telephone Centrale, und als nach der ersten Explosion Fräulein Hat tie CheeSman aus dem Fenster sah und mehrere bewaffnete Münner bemerkt?, die auf der Straße vor dem Gebäude auf und abgingen, telephonirte sie den Beamten der Bank, sowie auch einer Anzahl anderer Bürger, doch wurde nichts gegen die Räuber unternommen. da die Zahl derselben zu groß war. Die Banditen arbeiteten etwa eine Stunde nach der ersten Explosion und fuhren dann in'ihren Buggy's welche sie in der Nähe angebunden hatten, davon. So bald die Rüuber das Gebäude verließen, eröffneten die Bürger eine Fustlade, welche solange anhielt, bis die Bande aus dem Schußkruse entflohen war. Der gesprengte Geldschrank enthielt nur mehrere Tausend Dollars. R o ck V i l l e, 27. Oct. Wahrschein lich werden die Schießübungen der StaatZ.Art llerie circa 3 Meilen von hier abgehalten werden, da sich dort ein Platz befindet, der eine 2 Meilen Schußweite 'über das Little Raccoon Thal.bietet. Dazu fallen die Schüsse in den steilen Damm entlang dem Bach. Die Grundeigenthümer dsrt haben schon ihre Einwilligung gegeben und in wenigen Tagen wird die endgültige Entscheidung getroffen werden. Die Schießübungen werden zu Anfang nüch ften MonatS gehalten werden. M t. Vernon, 27. Oct. In einem Flintenduell mit Thomas Ridley, seinem Neffen, wurde Ephraim Ram sey, ein Farmer, augenblicklich getödtet. Ramsey kehrte betrunken heim und gerieth mit seinem Neffen in Streit, worauf dieser mit der Flinte in der Hand das HauS verließ, und gleich darauf von Ramsey, der fich gleichfalls mit einer Flinte bewaffnet hatte, ver folgt wurde. Ramsey,7als er seinem Neffen .nahe kam, hob sein Gewehr als ob er schießen wolle, woraus Ridley auf ihn schoß, Kopf und Schulter'mlt Schrot förmlich spickend. Der Getrof fene stürzte sofort todt zu Boden. Hartford City, 27. Oct. Nur seiner übermäßigen Willenskraft ist eS zuzuschreiben, daß S. W. Cant well, Ex.Sprecher der Legislatur, im mer noch am Leben ist. Er leidet an Tuberculofis der Nieren und feltSchluß der 'Legislatur hat sein Zustand fich mehr und mehr verschlimmert. Seit

mehreren Monaten hat er überhaupt daS Bett nicht verlassen. Sein Körper gewicht ist auf 50 Pfund gesunken. Zeitweilig scheint der Puls schon still zu stehen und dann wieder macht derselbe 106 Schläge in der Minute. Sein ursprüngliches Leiden begann mit den Nieren. Bisher hegte Herr Cantwell immer noch Hoffnung auf Wiederher stellung. doch hat er jetzt jegliche Hoff nung aufgegeben. Conneröville, 27. Okt. Ein furchtbares Feuer wüthet hier. Der Verlust beliffert fich schon auf die Tausende. Von Cincinnati ist die Feuerwehr schon zur Mithülse bei Be kämpfung deS Feuers eingetroffen. Das Feuer brachl!heute früh 5 Uhr

'.im Maschinenraume der Central Ma nufacturing Co. aus, das Gebäude vollständig zerstörend, sowie eine große Anzahl feiner Maschinen und viele Waarenvorräthe. Der iVerluft wird auf 5100.000 geschätzt, der theilweise durch Versicherung gedeckt ist. Die Companie beschäftigt sich mtt Anfertigung ;vvn Automobilen und be chäftigt 150 Mann', von denen viele durch daSZFeuer ihre Werkzeuge ein büßen. Ein großer Anbau, der kürzlich be gönnen war, wurde ebenfalls ein Raub der Flammen. M o o r e S v i l l e, 27. Oct. Frau Carrie Washburn, 42 Jahre alt. wurde gestern Abend durch ihren Gat en auf der Veranda ''eines Nachbar HauseS mit einer Kngelwunde im Munde aufgefunden. Die Frau war bereits todt. In ihrer Hand hielt sie noch den Revolver, mit.welchem die That ausgeführt wurde. In einem Zettel, welchen sie an ihr Kleid geheftet hatte, bat sie, ihre Leiche', nicht in ihr eigenes HauS zu dringen, noch ihre Fa. milie von .ihrem Tode zu benachrichti gen' Dle Famme verzog vor etwa d Wochen auS GoSport nach hier, und folglich ist über die Leute nur wenig bekannt. Washburn, der kurze Zeit in die Stadt gegangen war, kehrte zurück. und als er seine Frau nicht vorfand, machte er fich auf, dieselbe bei den Nachbarn zu suchen. 'Als er grade auf die Veranda des Nachbarhauses treten wollte, sah er zu seinem Schrecken die Frau entseelt auf dem Stuhle sitzen. Die Frau war seit längerer Zeit krank. Ein Sohn der Familie wohnt in In dianapoliZ. Neue Inkorporationen, Folgende Gesellschaften reichten(beim Staatssekretär ihre Jncorporations Papiere ein: Der Young Men's Busineß Club, Terre Haute, Direktoren, John B. Aikman, Omar C. McWhinney, Harry H. Hutton, Charles T. Murdock. Harry I. FoulkeS, August A. LeTel lier, William H. Albrecht, Jr., Otto C. Hornung, Edward E. Reiman, William H. MeyerS, Thatcher A. Par ker und Bruce Bindley. Flatrock Cemetery-, Flatrock; Di rektoren, Thomas Wooley, William S. Pope, Samuel Davls, George Oltman und John Gent. Polizeiliches. Ein unbekannter Mann, der gestern Abend von Frau A. Klein, 611 Nord Noble Str., in ihrer Woh. nung vorgesunden wurde, entkam, ehe man ihn festnehmen konnte. Anschei nend wurde der Bursche rechtzeitig ver. scheucht, da im Hause weiter keine Werthsachen vermißt wurden. Der Fuhrmann eines Mö belwagenS, I. HendrickS, No. , 518 Süd Keyftone.Avenue wohnhaft, wurde gestern unter Anklage des DiebftahlS verhaftet. Er ist beschuldigt, ein Paar Schuhe, welche während eines Umzuges abhanden kamen, sich angeeignet zu haben. Sottlted Leukhardt, .Die gemüthliche Ecke,Ecke Noble und Market Etr.