Indiana Tribüne, Volume 29, Number 53, Indianapolis, Marion County, 25 October 1905 — Page 7
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--0'-0-0----C C-0--0--3,-C-'P $ Die brrnncnde Frage 1 ? $ 0 Humoristischer Noman Y ?1 l f xtatx Cstinndj Ö Q--q--q--q-o-q o-.Q-.c.-o-0--C-a-& (Fortsetzung.) Lisi. ' die Kellnerin, beschattete sich die Augen mit der Hand und sah dem Gefährt ncch. Jetzt weiß man beinah nimmer, ob der Schani, oder ob der Herr Graf kutschiren." Dumme Gans." brummte 'der Wirth. Schreib auf: Drei Flaschen Schilcher. drei Flaschen Selterwasser und für dreißig Kreuzer Zucker." Drei ?" Halt 's Maul und schreib', was ich Dir gesagt hab'!" 2.' K a p i t e l.
as alte Schloß Wclzeneck, vor Zeiten der Sitz des Minnesängers Harrand von Welzeneck. lag auf einem Hügel jenseits des Gebirgsflüßchens. über das man auf einer schwanken hölzernen Brücke ungefähr eine halbe Fahrstunde von Matthias Schwendtners Gastwirthschaft gelangte. Die mächtigen Grundmauern des Schlosses stammten noch aus dem zehnten Jahrhundert, der Bau selbst größtenteils aus dem fünfzehnten, die Ausschmückung der Jnnenräume aus 'dem sechzehnten und siebzehnten, die eines großen zum Theatersaal hergerichteten Gemachs aus dem achtzehnten Jahrhundert. Ein runder, dicht bis unter sein schwarzes Schindeldach von den grünen Blättern wilden Weites bedeckter Thurm neben dem mächtigen Portale erinnerte an die Kindheit des während so vieler Zeitläufte zu seinem jetzigen Umfange herangewachsenen, nunmehr bereits im verfallenden Greisenalter stehenden Adelswohnsitzes; ein grell bemalter lebensgroß aus Holz geschnitzter Türke mit Turban und Reiherfeder, der sich aus einem runden Fenster unter dem Dache herausneigte, mahnte an die einstige Bestimmung des alten Gefängnißthurmes. Die Sage ging, daß nach den Türkenkriegen ein Pascha, der hinter diesen dicken Mauern gefangen faß, sich dem Hungertode dadurch entzog, daß er eines Tages auf den Boden flüchtete und sich von dort oben zum Fenster hinunter gestürzt habe. In dem mit Gallerten umgebenen großen Hofe; in den man durch das Hauptportal gelangte, wuchs das Gras, aber es war augenscheinlich gepflegt, was man von allem übrigen zu dem Schlosse Gehörigen nicht sagen konnte. Der Hof diente den gegenwärtigen Bewohnern .und ihren Gästen als Tennisplatz. Ein paar Obstbäume auf der linken Seite des Burgberges und ein verwilderter, mit Unkraut überwucherter Gemüse garten rechts vervollkommnete den Eindruck der Verwahrlosung, den das Ganze machte. Das Schloß gehörte' einem nichts weniger als heruntergekommenen, sondern einem der reichsten Adeligen Oesterreichs, der nicht nur in Kärnten, sondern auch in Mähren und Böhmen ausgedehnte Herrschaften besaß. Herrschaften, die zusammen den Flächeninhalt eines kleinen Königreiches hatten. Aber obwohl ihn als Erblandstallmeister des Herzogtums auch noch anderweitige Beziehungen mit dem Lande verbanden, besuchte er doch seine kärntnerischen Güter überhaupt nie. Früh verwittwet und kinderlos, Ende der Sechzig, ehemals Offizier, aber bcreits als Rittmeister des Militärdienstes überdrüssig, widmete sich Graf Dominik Laschek, wenn er nicht in Wien' den Herrenhaussitzungen beiwohnte, ausschließlich der Leitung seiner vielen böhmischen-Fabriken, vermiethete seine Schlösser in Kärnten, die er ruhig verfallen ließ, gegen wahre Spottpreise an vornehme Familien, und verpachtete die Grundstücke meist an die Bauern der Umgegend. So kam es, daß auf Welzeneck eine weitläufige Kousine des alten Grafen Laschek. die Gräfin Therese Piccolomini, Gattin de3 Grafen Pius Silvio Piccolomini, römischen Fürsten und Herzogs von Porto d'Anzio, Markgrafen ron Ävettno, k. k. ZlammererS und eycmaligen Rittmeisters, residirtc, auf den zum -Schüsse gehörigen Aeckern und Wiesen aber der Fleischer und Gastwirtb Matthias Schwendtncr, der berüchtigtste Wilderer in der ganzen Umgegend. wirthschaftete. Während der einäugige Schwendtner, dessen andres Auge ihm einmal gelegentlich eines seiner nächtlichen Waldgänge bei einem Rekontre mit einem nachbarlichen fürstlich Eggenberz'schen Forstaehilfen abhanden gekommen war, ohne Jagdschein, allein, auf eigene Faust dieser seiner Leidenschast des Pirschens fröhnte und alles wegschoß, was ihm an herrlichen Vielendern im Umkreise von ein paar Meilen vor das Gewehr kam, versuchte der Graf Piccolomini das von jenem Übriggelassene mit Hllfc der Bauern des nahen Torfes Sonnberg zur Strecke zu bringen und so seine Haushaltungsausgabcn, die trotz des lächerlich niedrigen, überdies dem alten Grafen Laschek seit drei Jahren schuldig gebliebenen Miethzinses von zweihundert Gulden jährlich dennoch seine Revenüen überstiegen, zu verringern. Eine Beschäftigung, die ihm nicht nur in der . Hauptstadt den Namen Brateljäger"
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eingebracht hatte, sondern die auch infolge der - Schmerzcngelder, die der gräfliche Jäger in regölmäßigen Jntervallen einem in der Hitze des Gefechtes angeschossenen Treiber zu bezahlen sich gedrungen fühlte, durchaus nicht so lohnend war, wie er sich und seiner Frau weiszumachen bemüht war. Gräfin Therese führte unterdessen mit ihren drei schönen Töchtern Jsaura, Thekla und Mutzi (auch Mutzi-Katzi genannt) und dem jungen Pussi eine weniger blutige und für die betheilige Hilfe weniger gefahrvolle Jagd auf den vegetarischen Wildreichthum fr Gemarkung, indem sie mit ihrer Familiengefolgschaft Pilze und Beeren in riesengroße (augenscheinlich aus den Resten ehemaliger Ballroben angefertigtc) Pompadours sammelte.' Der Kampf um die Nahrung spielte so eigentlich die Hauptrolle in d:m Leben der Schloßbcwohner; Frau Therese sorgte aber auch für die Beschaffung geistiger Speise. Mindestens jede Woche einmal vereinigte sich in den weiten Räumen der Burg die gcsammtz Nachbarschaft zu allerlei interessanter Kurzweil. Heute nun war etwas ganz Großartiges geplant: ein Picknick-Fest mit Theater, zu dem Graf und Gräfin Piccolomini die ganz? Umgegend eingeladen und zu dem man sich, da es zwar nicht an bühnengewandten Damen, aber an solchen Herren mangelte, den Regisseur und den jugendlichen Liebhaber des seit dem Frühjahre in der Stadt eröffneten .Sommertheaters engagirt hatte. Eine Woche lang bereits waren die Proben zu Wilbrants Jugendliebe" abgehalten worden, in der die Komtessen Jsaura und Thekla, Herr Waldau und der junge Studiosus Hermann Kriegstein die Hauptrollen spielten; Tag für Tag hatte sich der kleine dicke Herr ' Gaudig in Schweiß geredet, endlich waren Thränen, Umarmungen und Küsse zu seiner Zufriedenheit ausgefallen, der Heutige Tag sollte Zeugniß von seiner Regiekunst und dem Talente seiner aristokratischen Schüler und Schülerinnen ablegen. Einzelne, dem Hause besonders nahe stehende Gäste waren bereits eingetroffen und hatten sich der Sonnengluth wegen in möglichst kühlen Räumen plaudernd gruppirt. Im Hungcrthurme, dort, wo ehedem jener Türke einsame Tage vertrauert hatte, in einem kreisrunden nackten Gemache, dessen ganzes Mobiliar aus ein paar Stühlen und einem mit allerlei Braten- und Salatschüsseln bedeckten Tische bestand, war Gräfin Therese Piccolomini damit beschäftigt, den graugetünchten Wänden durch ein paar Blumenguirlanden einen etwas fröhlicheren Anstrich zu verleihen. Baron Anton Kriegstein, ein alter Jugendfreund der G5äfin, ein kleiner, magerer, kahlköpfiger Herr mit einem langen, eisgrauen Schnurrbarte und schwarzen, funkelnden, unruhigen Augen, sah ihr zu, während der kleine Stammhalter Pius, Pussi genannt, auf den Zehenspitzen auf einem Stuhle stehend, zu einem des kleinen Fenster hinausguckte, die in Mannshöhe die eine Seite der Thurmmauer durchbrachen.. Es war einer von den launigen Einfällen der Gräfin, gerade dieses Hungerthurmgemach bei festlichen Gelegenheiten als Speisezimmer zu benutzen, um durch die historischen Erinnerungen an ehedem in ihm ' erlittene Qualen Speise und Tran! um so schmackhafter zu machen und ihnen den Schein einer unendlichen Fülle zuverleihen, die sie oft wenn nicht wie heute das Picknick der Dürftigkeit der gräflichen Küche abhalf in Wirklichkeit durchaus nicht besaßen. Nun?" fragte die Gräfin, indem sie mittelst eines kleinen verrosteten Beiles einen Zimmermannsnagel in den Putz schlug, kommt noch immer Niemand?" Nein, Mama." Schrecklich. Wo nur dieser unselige Gaudig bleibt. Er muß ja vorher noch die Schauspieler schminken." Wird er mich auch schminken, Mama?" fragte Pussi, sich auf seinem Beoöachtunzsposten umdrehend. Dummheiten, Du spielst ja doch nicht mit." Aber ich will zusehen, wie der OnitU Hermann sich anzieht. Onkel Kriegstein kann aufpassen." Nun, so geh, mein (rngel." Pussi sprang vom Stuhle herunter fcnd schnitt Baron Kriegstein eine nich! gerade sehr respektvolle Grimasse. Was soll denn -aus Dir noch werden?" fragte dieser, ihn asi Arme packend. Papst!" erwiderte der Jlnge. riß sich los und verschwand im Halbdunkcl eines schmalen Ganges, durch den man aus dem Thurmzimmer übe? ein paar Stufen hinab in einen Vorraum neben dem Thcatersaal gelanate. Wie alt ist der Lengel?" fragte der Baron. Zehn Jahre." Hm . . . hm. Ich war in dem Alter schon int Thcresianüm. Ich glaube, Gräfin, Sie sind zu gut mit dem Jungen. Sie sind überhaupt zu gut." Gräfin Therese seufzte. Sagen Sie das meinem Manne." Baron Krieqfiein zuckte die Achseln. Wo steckt er denn heute?" Mein Gott, fragen Sie mich nicht, halfen Sie mir lieber die Blumen festmachen." Ein Diener in Gamaschen und eine? Jagdjoppe, einen Korb in den Handen, trat ein. Küss' die Hand, Frau Gr'äfin, der Herr von Wiener schickt den
Champagner." Er stellte den Korb zu den Eßwaaren auf den Tisch. Es ist gut." Das Eis hat der Herr von Wiener auch mitgeschickt. Soll ich es heraufbringen lassen?" Natürlich." Der Bediente entfernte sich. Also der crr von Wiener kommt auch heute?" fragte lachend der Laron. Sie lachen. Sie liberaler Mann? Sie Mann des neunzehnten Jahrhunderts? Haben Sie etwas gegen Herrn von Wiener?" Sagen Sie lieber. Mann des zwanzigsten Jahrhunderts." entgegnete der Baron stolz. Ich lache nur, weil ich an fcie Ungnads denke. Sie haben doch auch die Ungnads eingeladen?" Selbstverständlich Ich glaube aber, wenn mir der Herr von Wiener nicht zu schlecht ist, können sich die Ungnads Herrn von Wiener auch gefallen lassen." Man sollt' es meinen. Was mich anbetrifft, so ist mir der Herr von Wiener nicht nur nicht zu schlecht, sondern im Gegentheile sehr angenehm. Ich habe ihn für meine Unternehmung gen begeistert. Er will sich mit Kapital betheiligen. Ich brauche eine Geldkraft. Vorderhand sind Untcrnehmungen wie die meinige ohne große Geldkraft nun leider einmal nicht möglich. Das Kapital ist die brennende Frage -" Um Gottes willen, Baron, sprechen Sie mir nicht oon brennenden Fragen, es ist ohnedies heiß genug heute," stöhnte die Gräfin . Sehen Sie, liebe Therese," fuhr der Baron unbeirrt fort, wenn ich erst Millionär sein werde, dann können Sie auf mich rechnen." Gräfin Therese legte das Beil fort. Ich würde mir von Ihnen auch ohne Skrupel hunderttausend Gulden leihen, Sie sind ein guter Mensch, aber " Was aber " Aber ich glaub' halt nicht an Ihre Millionen." Die Gräfin hatte recht, wenn sie den Baron einen guten Menschen nannte, in diesem einen Punkte jedoch hörte bei ihm der gute Mensch auf. Wer an seinen Unternehmungen zu zweifeln sich erlaubte, hatte es mit ihm verscherzt, ja der konnte ihn in hellen Zorn versetzen. Solch ein Wort wie das eben gesprochene, noch dazu aus dem Munde einer alten Freundin, war mehr als kränkend. Das Blut stieg dem kleinen Herrn in's Gesicht. Sie sind sonst eine gescheite Frau, Therese," sagte er aufgebracht, aber von solchen Dingen verstehen Sie absolut nichts. Sie halten mich wohl für einen Narren? Was? Sie meinen, ich baue Luftschlösser? Hat man nicht auch Kolumbus für einen Narren erklärt? Nur die Königin Jsabella glaubte an ihn" . Ach, die Königin Jsabella. die arme Haut." fiel die Gräfin ein, die hab' ich gekannt, damals in Wien wurde ich ihr vorgestellt, als sie ihren Sohn auf's Theresianum brachte jetzt ist der nun auch todt " Die meine ich, doch nicht," cntgegnete der Baron ärgerlich. Ich meine Jsabella von Aragonien, die Gemahlin Ferdinands des Katholischen." Ich bin eine ungebildete Frau, mit mir müssen Sie nicht streiten. Helfen Sie mir lieber." Auch das noch! Es ist schon genug, daß meine Frau und mein Sohn diese Possen mitmachen." Possen?" . - Nun ja. Ich bin nur froh, daß die Ferien meines Sohnes bald zu Ende sind. Dieses Landleben taugt nicht für einen Mann der Wissenschaft, für einen Philosophen." Die Gräfin hatte sich auf einen der umherstehenden Stühle gesetzt und ermüdet die Hände in den Schooß gelegt. Wissen Sie," sagte sie mit einem Anflug von Nachdenklichkeit, Ihr Sohn gefällt mir. Ich hab' ihn sehr gern. Meine Mädel haben ihn auch gern." So? Wirklich?" Sie thun ja. als ob Ihnen das unangenehm wäre, wenn wir ihn gern haben." Der Baron zupfte an den 'Enden seines langen Schnurrbarts. Gern haben dürfen die Mädel ihn schon, aber nicht mehr ja, schauen Sie mich nur groß an, Therese, ich säg' es frei yeraus aus eme? Heirath wirö nichts. Alle Frauen haben eine Freude am Heirathstiften, und wenn auch die allerunpassendsten Heirathen dabei zu Stande kommen. Und gar Sie, Sie Jdealistin " Alter Freund, wenn mir das ein andrer sagte " So wäre es eine Unverschämtheit. Bei mir aber ist es etwas andres. Oder Nicht?" , An eine Heirath habe ich nie gedacht Mit dem Kopfe vielleicht nicht, aber mit dem Herzen. Sie denken ja überHaupt nur mit dem Herzen. Aber was aus den Liebesheirathen herausschaut,' davon könnten wir beide, dächt' ich. etwas erzählen." Der Gräfin traten plötzlich Thränen in die Augen... Warum sagen Sie mir das jetzt, heute?" Ich weiß selbst nicht," antwortete der Baron weich. Es ist mir nur ge rade so über die Lippen gekommen. Weinen Sie nicht, liebe alte Freundin. Unsre Kinder sollen es besser haben als wir." Das wünsche ich ja auch." Nun also. Nichts von LiebeZh.ei-
rathen. Ich bin nur für die sogenannten Vernunftehen, die man recht eigentlich vernünftige Ehen nennen sollte." Die Gräfin blickte auf. Sehen Sie, lieber Freund, das denk' ich auch manchmal " , .Aber freilich." fuhr der Baron, ohne auf die Gräfin zu hören, fort, das ist leicht gesagt. - Wo sind hier zu Lande die Männer, denen man seine Töchter anvertrauen, kann? Das ist die brennende Frage. Die Männer, die etwas 'haben und zugleich etwas sind, holen sich ihre Bräute anderswo he?; und " -Der rann Laschek " Der Baron drehte sich haMg um. Was? Kommt der am Ende heute auch?" Nein, er hat leider abgesagt." Leider? Also da schaut's heraus! Ihnen gefällt dieser gigerlhafte aufgeblasene Mensch!" Mein Gott," sagte die Gräfin erschrocken, für die Jsaura " Ah so ... also so ... für die Jsaura! Sie haben ihn schon' für die Jsa bestimmt! Nun, da lassen Sie sich nur sagen, daß es mir um die Jsa leid thäte. Die hat Kern und weiß, was sie will. Und sie ist jedenfalls so gescheit, ihn nicht zu nehmen, auch, wenn er sie will." Das wäre nur ein Unglück für uns." Ein Unglück wär's, wenn die Jsa ihn nähme. Sie sind wirklich unverbesscrlich, Therese. Sie können die neue Ordnung der Dinge nun einmal nicht begreifen. Sie bleiben immer noch die idealistische Träumerin aus der alten Zeit ... Sie haben sich zwar in Ihre miserablen Verhältnisse gefügt und ertragen sie mit Humor, aber nur weil Sie immer auf ein großes Glück, das vom Himmel herunterfallen soll, warten. Weil Sie sich immer noch für eine Bevorzugte halten. Heutzutage aber gibt's keine Bevorzugten mehr. Eine neue Zeit ist angebrochen. Eine Zeit der Arbeit. Eine, Zeit der Umwerthung aller Werthe. Und nur, wer sich dieser Zeit anzupassen versteht, wird in dieser Zeit glücklich leben können. Sehen Sie mich an, liebe Therese. Ich arbeite und meine Kinder müssen arbeiten. Heutzutage darf man eben keine Jagdfexe und Komtessen erziehen. Und ich würde es nie und nimmer zugeben, eines meiner Kinder mit einem Manne zu verbinden, der auch noch aus der alten, Gott sei Dank bald aanj verschwundenen Zeit stammt, geivin ermaßen als ein degenerirtes Uederbleibsel. Der junge Laschek kann es leicht noch erleben, daß es gar keine Majorate mehr gibt. Sein alter Onkel. a la bonheur! Den ließe ich mir gefallen, trotz seiner grauen Haare. Das ist ein Mann der Arbeit. Und ein Mann der Arbeit kann niemals untergehen. Aber dieser Laffe von Nichtsthuer " Pussi, der aus dem Halbdunkel des Verbindungsganges auftauchte, schnitt das. Ende des Satzes ab. Onkel Franzi ist gekommen!" Er rannte wieder davon.
W Vollsitzung folgt.) Humoristischer Ausbrecher. Außerordentliche Geschicklichkeit bekundete ein gewisser Wahlon Parson vor Kurzem, als er an einem Tage zweimal aus dem Gefängniß von Tioga County, Pa., ausbrach. Beim letzten Ausbruch ließ er sich an einer Ventilatorröhre hinunter. Am folgenden Tage erhielt Sheriff Torsett eine Postkarte, auf welcher ein Gefangener abgebildet war, der ein Seil hinunter klettert, mit der Unterschrift: Eben entkommen." Auf der Postkarte standen die Worte: Werther Sheriff! Es thut mir leid, daß ich bei meiner Verurtheilunz nicht anwesend sein kann." Nach 5 2 Jahren. Arbeiter, welche ein altes Gebäude in East Oakland, Kal., abrissen, entdeckten die Spuren eines vor 52 Jahren verübten Posträubes. In 1833 war in dem Gebäude das Postamt und eine Expreßoffice. Im Dezember jenes Iahres wurde in beide Officen eingebro chen und für mehrere tausend Dollars Goldbarren gestohlen. Der Postsack wurde aufgerissen und seines Inhalts beraubt. Der Dieb wurde niemals entdeckt. Neulich fand man beim Niederreißen einer Mauer ein verschimmeltes Packet Briefe und Papiere, welche von jenem Postraub herrühren. Muthige That. Etwa zwei Meilen von Janesville, Wis., war eine Holzbrücke d:?Milwaulee & St. PaulBahn in Brand gerathen und ein Passagierzuz wurde, durch die muthige That eines 18jährigen Mädchens Namens Hattie Lentz, der Tochter eines nahebei wohnenden Farmers, gereiht. Das Mädchen lief dem Zuge entgegen und schwenkte ein altes Tuch; der Ingenicur konnte noch dicht vor d:r Brücke anhalten und dadurch wurden Menschenleben gerettet und großer Schaden verhütet. L e b e N'd i g e Fackel. Auf schreckliche Weise machte eine Frau I. Johnson in Seattle, Wash., ihrem Leben ein Ende, indem sie ihre Kleider mit Petroleum tränkte und in Brand steckte und sich darauf mit einem Brotmesse? di? Kehle, durchschnitt. grcunbsdjaft. Nun, Sie haben sich mit Ihrer Freundin ja wieder, ausgesöhnt?" Ja, durch ihre letzte Krankheit ist sie so häßlich geworden, daß ich ihr wirklich nicht lnehr böse sein kann."
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vandaiia Cine. Abgang Anlast St. Louiö Spcl., tszl 8.. I 50 vm PittSburg S?cl, täzlich s.. 30Öa StLoutSLiw täglich 8d&b66JBai New Sork Erpreß täglich sd6 60öra Capital (5tpte tägl . d.... 7 ODÖtn Schneller Mail täglich.... 8 003 1 1 &Ui8 5c 7 26Vm Terre Haute Sfsing Ace t4g 10 25V Ch St L Erpreß täglich ds.12 ioftnt Keysto Erpreß tigltch ds. I 6031 St Lom, Erpreß tägl 3 15N Atlantic Erpreß täglich.. 4 4öR THK Slfingham Aee täzl.. 4 00 Nm The NJ Limited tägl s4b 6 46Rm St L gast Mail täglich .... 8 55N Pittöb Erp, tägl s d -. . . . 6 55 Vincennes Division. ako & Bineen Expr täglich 7 SOVm Spencers Bedford e, tägl. v 4533 Bineenneö Erpreß tägl...... 3 öNm LincmneS Erpreß täglich.. 10 SVÄs Spencer & Bedford Ae. tägl. 4 45Nm Eairo Expreß tSglich.6 If&T Vmcennes Accom,nur Stgs. . .5 36Nm Vincennes Accom, nur Stgs..9 35Nm leveland, Cincznnatt, (Chicago öc SU Zorns Railwa?, Sledeland Di disie s. 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