Indiana Tribüne, Volume 29, Number 52, Indianapolis, Marion County, 24 October 1905 — Page 5

Jnviana Tribüne, 24 Oktober 1905

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tXm VieereSstrand. 1 Ich steh' auf steiler Bcrgcsboh'l Lu meinen Füßen weißer Strand Und dann d;e weite, weite See Und in der Fern' in Jnselland! Die Welle unaufhörlich küßt Den dürren Uferscrid; Aus fernen Höh'n die Sonne grüßt In glühcnd-hcißem Brand! Und in dem ewig gleichen Lang, Den leis die Woge singt. Tönt hell der Lerche Liederklang, Der hoch gen Himmel dringt. Ein kühler Wind weht von der See, Umkoft die grüne Flur, Und ich allein hier einsam steh' Im Frieden der Natur! Bald taucht in Meer der Sonncnball. Der Lerche Lied verklingt. Und übers weite Erdcnall Der Abend niedersinkt! Am Himmelszelt der Mond hinzieht. Schon manches Sternlein blinkt. Doch immer noch ihr leises Lied Die Mcereswoge singt! . Hör' ich die Brandimg wogen, Wird mir das Herz so weit! Dem Weltenlärm entzogen. Denk' ich der Ewigkeit! ' ; Auf der Hochzeitsreise. ; Bo? Th! 51. Paris. Sie schlenderten. Arm in Arm, dicht cneinandergeschmiegt, die Ringstraße entlang. Gestern waren sie spät Abends in Wien 'angekommen, dem Ziele ihrer Hochzeitsreise; recht müde waren sie auf dem Franz Josefs - Bahnhofe aufgestiegen und herrlich froh, als ein Gepäckträger, die Situation schnell erfassend, sie mit sammt den zahlreichen Kollis in einem feschen Fiaker verstaute und dem Rosselenker die Direktive gab: Foahrns zug ins Hotel." Das war alles so selbstverständlich, und Mieze war einfach entzückt von der Liebenswürdigkeit der Wiener und der Gemüthlichkeit in der Spraehe. Sie hielten vor einem Hotel; das Vestibül war taghell erleuchtet, mit Blattpflanzen und Teppichen geschmückt und machte einen anheimelnden Eindruck. Rechts die Portierloge, in welcher der Cerberus gravitätisch feines Amtes waltete. Alfred entlohnte den Kutscher. Drei Gulden, Euer Gnaden, und an Gulden Trinkgeld fürs schnelle Fahren, Herr Graf." . Ein wenig verdutzt blickte Alfred den Kutscher an, weniger ob der un--vermutheten Ertheilung eines hohen Adelsprädikates, als aus wirklicher Ueberraschung über 'die Höhe des Fahrpreises. Aber des Kutschers Züge

zeigten nur das größte Wohlwollen und einen unfchuldsvollen Ausdruck. Da griff Alfred stillschweigend in -das Portemonnaie und zahlte. Mieze studirte unterdes das Treppenhaus. Ein Zimmer mit zwei Betten," verlangte Alfred. Der Portier ließ einen prüfenden Blick über ihn und seine Begleiterin schweifen, dann reichte er dem Kellner einen Schlüssel. Nr. 87, zweiter Stock, das Gepäck ist bereits oben." Kostet?" fragte Alfred, ein wenig eingeschüchtert. Zehn Gulden." Noch schnell die Eintragung ins Fremdenbuch und die Sache war erledigt. Das waren ihre gestrigen Erlebnisse. Heute , hatten sie sich zeitig aufgemacht, um die Sehenswürdigkeiten Wiens zu bewundern. Von einer Straße in die andere wandelten sie. Für die glänzenden Auslagen hatte die junge Frau keinen Blick; sie hatte nur Sinn für die Stimme ihres Alfred, die immer und immer wieder die inhaltsschwere Frage aufstellte: Mieze, hast du mich lieb?" Die Beantwortung nahm ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Ein paar Stunden mochten so vergangen sein, da blieb Mieze plötzlich stehen. . Schatz," sagte sie, ich denke, wir könnten jetzt etwas ausruhen." Er war entzückt von diesem Vorschlag. Wir .gehen ins Hotel .zurück," pflichtete er ihr bei. Ist das sehr weit?" fragte Mieze vorsichtig. Nein, Maus, es muß ganz in Ler Nähe fein. Wir gehen hier durch, wie heißt die Straße?" Ach. richtig. Kärtnergasse; wenn ich nicht irre, so ist das Hotel gleich da um die Ecke." Aber um die Ecke herum war es Nicht. Sonderbar," meinte Alfred köpfschüttelnd. Wir wollen doch lieber fragen, schlug Mieze vor.v Wo denkst du hin? Daß jedermann uns gleich ansieht, daß wir nicht "von hier sind? Unmöglich. Mieze fah diese Unmöglichkeit gar nicht ein; aber sie schwieg; auch Alfred .sprach kein Wort, als sie weiterschritten; endlich that er den Mund auf, aber nur ein tiefer Seufzer ließ sich bören. Alfred," fuhr die kleine Frau erschrocken auf. fehlt dir etwas?" Ach leider,", sagte er, ein wenig kleinlaut, aber vielle:cht kannst du aushelfen." ' "Mieze 'sah ihren Gatten sprachlos en.

Mäuschen," fuhr er fort, und man mcrkte ihm die Anstrengung an, die ihm diese Worte kosteten, weißt!, du vielleicht, -wie das Hotel heißt, in dem wfr abgestiegen sind? Ich habe nicht darauf geachtet." . Nun war es heraus, und erleichtert athmete er auf. Ich? Heiliger Gott." lachte Mieze, ich weiß' es auch nicht!" Sie sahen sich beide an. . .Was nun?" .( 'Wir gehen suchen," .sagte, Mieze,, wir werden es schon finden. Ich weiß ganz genau, wie es ausgesehen hat; viele Blattpflanzen, am Errrgange " Und rechts die Portiersloge, ganz richtig," erläuterte Alfred. Dabei zeigte er nach dem gegenüberliegenden Haus. Wirklich ein Hotel, das Vestibül mit Teppichen .und Blattpflanzen geschmückt, rechts die Portierloge. Aber Mieze, hatte ein beklommenes Gefühl; gestern schien es ihr einen anderen Eindruck gemacht zu haben, doch man täuscht fich Es ist ein Unterschied zwischen künstlicher Beleuchtung und Tageslicht. Und Alfred war seiner Sache so sicher. ' . y Der Portier kam zum Vorschein, ließ einen langen prüfenden Blick über die Beiden gleiten und winkte den Hausburschen herbei, der etwas schläfrig in einer Ecke lehnte. Gepäck ham's kan's?" fragte er ziemlich unvermittelt den etwas ver-blufften-Alfred. Nein, das heißt ja." antwortete dieser, aber es müßte schon hier sein, wenn wir nämlich schon eine Nacht da geschlafen haben." Genga's zua mit Eahnen G'spaß," sagter der Portier gemüthlich. Aber es ist mein voller Ernst," betheuerte Alfred. Kamen Yolz- gestern Abend nicht mit einer Droschke hier an?" Der Portier besann sich. Sie manen mit an Fiaker? Jawohl, jawohl, nur Sie san net drin g'sessen, fondern andere Herrschaften." ; Tann war es also ein Irrthum." S'- wird schon so sein." Dabei steckte er seine fleischige Rechte Alfred entgegen, in die dieser zögernd seine wohlgeflegte Hand schob. Er wollte den Biedermann nicht kränken. Aber ham Sie a weich's Patscherl," sagte 'dieser in jovialem Ton, Wissen's unseran's ist halt allaweil an an hart'n Druck g'wöhnt." Der Hausbursche brüllte in seiner Ecke. A silbers Handl is eahm allemal liaber." Nun endlich verstand Alfr:d; er

griff in die Tasche und gab ihm eine öirone. Der Portier ' dienerte: Küß d' Hand, gnä Herr, schaffend bald wieder. '------ Sie gingen weiter. Schon nach wenigen Minuten blieb Alfred stehen. Ich glaube gar, hier iit schon wieder ein Hotel!" Mieze sah sich das Gebäude prüfend an. Unser?". Ihr Gatte zuckte die Achseln. Wer weiß? Uebrigens es sieht sehr ähnlich aus, meinst du nicht auch?" cieze meinte gar nichts. Fragen! sagte sie lakonisch. Und er fragte. ES dauerte mcht lange, da kam er zurück. Weiter!" , Es wiederholte sich noch' öfters, das amüsante Spiel; unseren Reisenden fing es bereits an, höchst unbequem zu werden. Ich bin müde zum Umsinken," gestand Mieze, als sie wieder umsonst anklopften. Wie eigentlich ihr Hotel aussah,wußten sie schon gar nicht mehr; denn ein Bild löste das andere ab. Jetzt sehe- ichnoch eins an und wenn das nicht das richtige ist, dann verzichte ich auf alles und fahre schnurstracks nach Hause," erklärte Mieze kategorisch. Auch Alfred war d:r Meinung. Das . Glück schien ihnen günstig; denn nach nicht zu langer Wanderung durch einige Quer- und Seitengassen standen sie wieder einmal vor einem Hotel. Aber ehe sie eintraten, gingen sie erst einige Mal auf und ab,' um sich genau zu orientiren, ob sie sich nicht wieder einer Täuschung hingegeben. Mieze prüfte jede Ecke, doch je mehr sie ihr Gedächtniß nach allen Einelheite anstrengte, desto überzeugter wurde sie, daß sie endlich am Ziele waren. Und Alfred 'glaubte so gerne, was er so sehnlich wünschte. Hocherhobenen Hauptes ging er auf die Portierloge los. Wozu noch lange fragen und sich unnöthig vor dem Personal blamiren,. ,wo sie ihrer Sache doch so sicher waren. v Den Schlüssel zu Nr. 87," derlangte er keck. Der Portier fragte zurück: Was woll'ns?" Und gleich 'darauf nachdem er ihn blitzschnell betrachtet hatte: Gedulden's Eahna an Augenblick, glei wird ihn der Oba runta bringa." Können wir nicht gleich hinaufgehen?" Alfred freute sich ihres endlichen Erfolges und. schaute triumphirend zu seinem Frauchen hinüber.. die wartend am Eingange stand. Aber . auch der Portier hatte diesen Blick aufgefangen Er nickte vor sich hin und rieb sich die Hände; dann drückte er auf einen Knopf, daß ein schrilles Läuten wie ein Alarmsignal das Haus durchtönte. Aus allen Thüren kam das Personal gestürzt, allen voran ein Hausknecht. der. als Mitglied eines 'Athle-

tenclubs sich seines Werthes bewußt war. ' Halten's den derweil, bis a Schutzmann kommt," kommandirte der Portier, und dort das Weibsbild." Der Vorgang spielte sich ss schnell ab, und Alfred war so überrascht, daß die Stimme 'momentan versagte. Dann keuchte er hervor: Wer meine Frau anrührt, den schieße ich nieder wie einen Hund!" Ah geb' zua, mach ka Hetz." spättelte der Athlet und umklammerte seine beiden Arme, daß er sich wie in ei nem Schraubstock fühlte. ' G'fangt hama di. Freunder!." Die kleine Frau, die wie ein Steinbild dastand, fand plötzlich ihre eistesgegenwart. Alfred, bitte sei ruhig, es wird sich alles aufklären, wir sind das Opfer eines Irrthums." Der Portier lächelte. Geb'ns Eahna kane Müah, den Vogel kennen wir viel zu guat an sein Federln." Er zog ein Blatt Papier hervor und begann einen Steckbrief vorzulesen: Statur mittel. braune Augen, volles braunes Haar, dunkles Schnurrbärtchen, Anzug grau, weicher Filzhut ein sicheres, keckes Auftreten, reist mit seiner Geliebten, die er für seine Frau ausgibt?" Aller Augen waren auf Alfred gerichtet. Stolzen Blickes sah sich der Portier im , Kreise um: Na, stimmt's oder stimmt's net? Dös is da Hoteldieb, den wir schon lang auf da Spur san. Bist einganga in d' Mausifall'n hag wohl ausg'spionirt. daß Nr. 87 der reiche Bankier aus Leipzig wohnt, ha?" Ehe Alfred nur ein Wort zu seiner Vertheidigung erwidern konnte, trat ein Schutzmann ein. Er zog langsam und bedächtig ein großes Notizbuch hervor und starrte hinein. Jedes hielt den Athem an in der Erwartung, was nun folgen würde. Nun schüttelte er seinen Kopf: Der is' net!" Sprach's und wandte sich zum Gehen. Da hatte er aber die Rechnung ohne den Wirth, wenigstens ohne den Portier gemacht. IS. denn dös a Gerechtigkeit? Net amal nach die Papier fragt er; so mir nix dir nix darf so a Früchtl wieder entwischen! Wer bezahlt uns unsere Müah und unsere Aufregung mit so an verdächtigen Menschen? Und verdächiig hat er sich gemacht ums Haus rumg'schlichen und die Schlüssel verlangt, als ob er rein gehörte! Was is denn dös für eine Schlamperei?" Der Portier mußte eine Pause machen, um Athem zu schöpfen. Alfred hatte bereits in die Brusttasche gegriffen und seinen Paß herausgezogen. Ich lege freiwillig meine Papiere, vor, hier, bitte!" Der Polizeimann sah sich dieselben an. Es stimmt,"' sagte er. So es stimmt," eiferte der Portier weiter, freili stimma thuat's, aba, ob's g'stohl'n san oder net, daran denkt ka Mensch. Und wos hat? denn nachher der feine Herr bei uns g'suacht? Soll er sich doch ausweis'n, wo er logirt, daß ma anfrag'n ' kann, ob's wahr is?" Darauf war Alfred nicht gefaßt. Sollte er wirklich all diesen Menschen da erzählen, daß sie den Namen ihres Hotels nicht , wußten, daß sie stundenlang schon danach suchten? Man hätte ihm doch nicht geglaubt! In welchem Licht stand er da. Aber wiederum, verdächtig blieb sein Eindringen hier und so entschloß er sich nach kurzem, innerlichen Kampfe zu einer Erklärung. Er gab eine wahrheitsgetreue

Schilderung ihrer Erlebnisse. Der Portier und der Athlet sahen sich wiederholt an; kaum war die Erzählung beendet, da konnte sich letzterer nicht mehr enthalten: Na, so a Schwindel, und dös soll unserans glaub'n." Und zum Schutzmann gewendet frug er herausfordernden Tones: Was wird's?" Der Polizist lächelte gemüthlich: I denk, i nehm sie mit!" Dabei winkte er schon einen Fiaker beran. lieft das Ehepaar im Wagen Platz nehmen, während er sich auf den Bock schwang. Als sie beim Polizeigebäuds angelangt waren, da zwinkerte er lustig unter seinen dicken Braunen hervor: So. jetzt genga's. aufs Meldeamt und suachn's in der Fremdenlist'n ihren Namen und nachher fahren's hin, wo's inlogirt san! I dank auch schön fürs Mitfahr'n." . Alfred liefe sich daZ nicht, zweimal sagen. Daß sie auch nicht früher daran dachten! . Wie gut, daß sie sich gestern ins Fremdenbuch einzeichneten! C?5 dauerte auch nicht lange, da hatte er sich gefunden und mit der Miene eines Triumphators kommandirte er: Kutschers ins Goldene, Kreuz". Dann sank er in die Arme seiner Mieze. Unter Thränen lachend durchlebten sie noch einmal die letzten Stunden, und Mieze recitirte: Wer meine Frau anrührt, den schieße ich nieder! Dabei hattest du ja gar keinen Revelver!" D i e Städter: n a u s s e m Lande. Schaun's, gnäd'ge Frau, die sechsMilchkälber gehören alle mir!" So so wie viel Liter geben die täalich Milch?" - - Einwand. Untersuchungsrichter: Als Beruf haben .Sie angegeben Treiber", aber davon kann man doch nicht leben?"- Angeklagter: Da kennend unsre Jäger schlecht, Herr Ge-richtsrath!"

Af schreckliche Weise Selbstmord beging in Audubon, Ja., F. A. Rigge, indem er sein Bett mit Kerosin begoß. dieses ansteckte und sich hineinlegte. Die Nachbarn sahen das Feuer und eilten herbei; der Mann war aber so verbrannt, daß er kurz darauf seinen Geist aufgab. Er hatte sich wegen häuslichen Unfriedens dem Trunke ergeben. Nach Berichten aus Pierre, S. D., ist die Einwanderung in die westlichen Eounties des Staates fortwährend in der Zunahme begriffen, und viele Squatters" versuchen sich bereits auf die Shöshone - IndianerReservation einzuschleichen, trotzdem die Regierung scharfe Wacht halten läßt. Diese Reservation wird nächstes Jahr formell für die Ansiedlung eröffnet werden. Die Einwanerungs - Behörde auf Ellis Island hatte dieser Tage einen interessanten Immigranten unter ihrer Obhut und zwar den 99 Jahre, alten Alexander Harriett. von dem man glaubte, er habe kein. Recht, zu landen, da er schon zu alt sei. Dann stellte sich aber heraus, daß Harriett früher schon 65 Jahre lang in New Aork gewesen war. Er kam kürzlich auf dem Dampfer Numidian" aus Schottland, seiner alten Heimath, an, wo er seinen. Bruder, der 102 Jahre alt ist, besucht hatte. Seine Tochter, Frau Sarah Sirsp, begab sich nach Ellis Island und überzeugte die Beamten, daß ihr Vater ein Burger dieses Landes sei und $10,000 auf der Bank habe. Dann erlaubte man ihm, zu gehen. . , Ein trauriger Jagdunfall hat sich in der Nähe von Jersey City. N. I.. zugetragen. Der 17 Jahre alte Samuel Leffer und der 16 Jahre alte William Hager machten einen Jagdausflug nach den Greenwood Wäldern an der Newark Bay. Hager hatte einen Hund bei sich, mit dem er die Vögel aufjagte, und da das Gebüfch dort sehr dicht ist, konnte Leffer feinen Freund häufig nicht sehen. So kam es, daß eine Schrotladung aus Leffer's Büchse aus Versehen Hager in den Unterleib traf. Der' unglückliche Schütze schleppte seinen Freund nach der eine Viertelmeile entfernten Wohnung eines Arztes, der einen Nothverband anlegte und die Ueberführung des Verletzten nach dem Hospital veranlaßte. Die Verletzung ist sehr bedenklich. Leffer stellte sich sofort der Polizei. Energische Maßregeln zum Schutze '.geqen Einbrecher haben die Bürger von Midland Park, N. I., getroffen. In einer Sitzung der Vorough - Commissäre wurde beschlossen, die ganze Stadt. mit 'elektrischem Licht zu versehen, die Straßen Nachts durch Borough - Marschälle abpatrouilliren zu 'lassen und jeden Fremden,, der sich nach 9 Uhr Abends auf der Straße blicken läßt, festzuhalten, bis er sich genügend ausweisen kann. Die Privat - Wohnungen der Vorough-Com-missäre und Marchälle sollen TelePhonanschluß erhalten, damit diese Beamten von jedem Bürger zu jeder Zeit zu Hülfe gerufen werden können. Midnd Park ist bisher Nachts ohne jeden Schutz gewesen, und man hofft, durch die beschlossenen Maßnahmen die Herren Einbrecher" einigermaßen abzuschrecken. JmBeiseindes Ober - Inspektors vom Dampsschiffs - Jnspektions - Dienst, General George Uhler. Kapitän Jra Harris von der New Yorker Dampfer - Jnsvektions - Ofsice. Kapitän John Oerst aus Norfolk und verschiedener anderer Personen fand dieser Tage auf der oberen Bai bei Liberty Island eine Probe mit einem zusammenklappbaren Rettungsboote statt. Die Gesellschaft fuhr mit dem Dampfer Favont'e" von der Battery ab. Auf dem Deck des Dampfers lagen zwei Ux neuen Rettungsboote und zwar ein 20 Fuß und ein 12 Fuß langes. Bevor der Dampfer abfuhr, sammelte der mit vier seiner Gehülfen für die vorzunehmende Pro-

be engagirte Coney Island Lebensretter Kapitän Reilly zwanzig auf den Bänken des Parks herumlungernde Müßiggänger, von denen jeder einen Dollar erhielt, um nacyyer ourcy tm Körpergewicht den Beweis zu liefern, deß das neue-Boot nicht untersinken könne. Die Proben ergaben, daß das 20 Fuß lange Boot im Stande war, 28 Männer, ein Totalgewicht von etwa 4400 Pfund repräsentirend, zu tragen. Das kleinere Boot konnte 14 Manner fassen. Sobald das Boot heruntergelassen wird, erscheint es anfänglich als ein einfaches Rettungsfloß. Dasselbe wird am Boden von Gurten, die. aus schwimmendem Kapok hergestellt sind, zusammengehalten. sobald jedoch Die obere Aerllelvung aufgeklappt wird, entsteht aus dem Floß ein Rettungsboot, dessen Seiten aus Seaellemwand ve stehen. Im zu sammengeklappten Zustande ist die obere Verkleidung mit den Seiten in gleicher Höhe. Rings um das Boot lauft tut etwa neun Zoll :m Durch messer starker Kapok - Gürtel, in wasserdichtes Segeltuch gehüllt. Obgleich i (vni. f r . cr i : . n : . . Die Scanner, weicye oas ooi üqucgen, sich auf eine Seite desselben stellten, waren sie doch nicht im Stande, diese Seite unter Wasser zu bringen. Die Erfinder des Bootes behaupten, daß die Boote sich nicht allein automatisch ausschöpften, sondern daß sie auch trn zusammengeklappten Zustande wenig

Platz emnehmen.

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