Indiana Tribüne, Volume 29, Number 52, Indianapolis, Marion County, 24 October 1905 — Page 1

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-1 Erscheint jeden Nch,lUag. ' , Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Dienstag, 24. Oktober 1905 , ' ' No. 52. : i ' ; ! ' jj , : :

Das vierte Opscr der Kollision. Jacob eyob erliegt, seinen Verletzungen. Jacob Heyob, der am Sonntag in der Kollision zwischen Jnterurban Waggon und seinem Wagen so schwer verletzt wurde.' ift gestern Abend kurz nach 10 Uhr yeftorben. DieZ bringt die Zahl' der Todten jener Unglücks nacht auf 4. Schon gleich von Anfang an hegte man wenig Hoffnung auf Heyobs Ge nesung. Er war am Kopfe schwer zer. schnitten und hatte außerdem durch Er schütterungen so gelitten, daß nur ein Wunder den 50 Jahre alten Mann hätte retten können. Frau Lydia Morrison, ' die schwer verletzt im Hospitale darniederliegt, ein Opfer desselben UnglückSfalleS, weiß noch nicht, daß ihre Mutter und ihre Tochter Nellie als Opfer der Kata ftrophe gestorben sind. Sie wünscht v.'rschiedentlich dieselben zu sehen, da man aber befürchtet, daß der Schlag ihr das Schicksal derselben mitzuthei, len. für die Frau gefährlich ift, weicht man ihren Fragen aus. Die übrigen Verletzten scheinen der Vesierung entgegen zu gehen. Harvey JameS, 13, wird am Mitt woch Vormittag von der Wohnung seiner Eltern, 516 Süd Capital Ave. aus beerdigt. Am Nachmittage werden dann Nellie Rüssel und ihre Großmutter, Frau Lydia Morrison zu Grabe getragen. Die Beerdigung findet von der Famllienwohnung der Frau Morrisons 423 Süd Capitel Avenue aus statt. - mm in Todt in seinem Zimmer ansge-funden.

John Strandthader aus Chicago, ein etwa 45 Jahre alter Mann, der in Vertretung einer Chicago Firma hier in der Parry Fabrik mit Jnstallirung von Apparaten beschäftigt war, wurde in WormS Hotel, West Indianapolis, gestern Abend durch seinen Zimmerge offen todt aufgefunden. Coroner Tutewiler wird die Leichenschau abhalten, obgleich man an nimmt, daß der Mann eines natür liehen TodeS starb. Die Frau deS Verstorbenen .wurde vom Tode ihres Mannes benachrichtigt. Ridgevillle. 24. Oct Sie. den Räuber sprengten heute früh den Geldschrank der Ridgeville Staats Bank und entkamen mit etwa 56000. Der Nachtwächter Harlin Landes wurde ergriffen, als er sich auf der Straße zeigte, er wurde an Händen 'und Füßen gebunden und in eine sin ftere Ecke geschleppt, wo einer der Räu der mit einem Revolver bei ihm Wache hielt. 5 Mann wurde als Wachen be nutzt, während zwei sich nach innen machten und oen Tresor sprengten. R. P. Brenson, der ttassirer wurde durch die Explosion aus dem Schlafe geschreckt. Er eilte 'zur Stelle und er öffnete Feuer auf einen der Wache fte henden Räuber, der das Feuer erwiederte, den Cassirer zweimal treffend. Die Wunden desselben sind nur leicht. Inzwischen hatten die Räuber ihr Werk vollendet und alle flohen. Die Explosion hatte auch noch andere Bür ger geweckt und ein Feueralarm wurde abgegeben, ehe jedoch die Bürgerbrigade anlangte, waren alle Räuber bereits entflohen. Das Gebäude wurde durch die Explosion theilweise demollrt. DaSStraße nR e l n i g u n g 5 Departement hat fortwährend seinen Troubel. Bald gebrichtö hier, . bald da. Superintendent Garrard stimmt wledee die alte Klage über Mängel an Arbeitskrästen an. 30 Mann werden gewünscht; der Lohn betrügt $1.50 für Ardeiterund $1.75 für Fuhrleute. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt. Mucho'S .Lcngfellow-.

Berufung eingelegt

Von den durch Richter Carter's Entscheidung abgewiesenen Schulraths-Kandidaten. Die Schulraths-Kandidaten, deren Namen laut Entscheidung des Richters Vinson Carter nicht auf die Stimmzet tel gesetzt werden dürfen, haben gestern gegen diese Entscheidung Berufung ein gelegte Die Petenten geben an, daß die jetzigen Schulrathsmitglieder natürlich genau gewußt hätten, in welcher Form :c. die Petitionen einzureichen seien. daß man aber sie die Petenten darüber vollständing im Dunkel gelas. sen, trotzdem sie sich an zuständiger Stelle erkundigt. i ES liege von Seiten der Petenten nicht die Sucht, eine gut dotierte poli tische Stellung zu erlangen, vor. denn eS handle sich um unbesoloete Aemter, um Ehrenämter und sei eS nur. ihr Wunsch, dem Gemeinwesen ihre Zeit und Dienste zum allgemeinen Besten zur Verfügung zu stellen. Eingesandt. Abschluß der Saison 1905 des Germania Park-VereiuS. Für die aktiven Mitglieder des Ger. mania ParkVereinS fand am Sonntag Nachmiitag im kleinen Schloß des Parkes eine Schlußfeier statt. Wenn jemals der Jndian Summer" sich in seiner vollen des rothen, gelben und teilweise noch grünen Blätterschmuckes gezeigt, so war eS am Sonntag der Fall. ES schienen die Baumriefen den dort Versammelten noch einen letzten Abschiedsgruß Lebewohl für dieses Jahr, kommt Alle im nächsten wieder. uns in unserem FrühlingSgewande zu bewundern" zuzurufen. Ja, , eS war eine recht schöne Abschlußseier; hatten sich doch fast alle Comite.Mitglieder mit Familien eingefunden. Leider war Herr Francke cm Kom men verhindert, da die Familie auf Herrn Albert Lieber's Burg Düssel dorf am White River" eine andere Ad schiedSfeier zu Ehren deS Herrn Peter Lieber beging, und so begrüßte Herr Keller die Versammlung, deS Präsiden ten Abwesenheit bedauernd. Hr. Wm. Kiemeyer dankte im Namen der Anwe senden, das Quartett Roebke, Ziegler, Mack und S. Schmidt erfreute Alle durch Vortrüge, Lieder usw. Ein deli kater Imbiß wurde von Herrn Ambühl servirt und jeder Einzelne schien hoch befriedigt von der Abschiedsfeier. Gruß des Vorstandes und fröhliches Wiedersehen im nächsten Jahre! Jacob W. Loeper, Secr. Von seinen Qualen befreit. Ein müdes, altes und völlig ver krüppeltes Pferd wurde gestern Nach Mittag von den Radlern ASkin und Duncan in den Pferdehimmel beför dert, während Sarah Boothar, welche mit demselben auf der Straße gefahren hatte, wegen grausamer Behandlung deS Thieres verhaftet wurde. Das alte Pferd war anscheinend seit langer Zeit nicht beschlagen worden und dasselbe hatte den Huf deS einen Hinterbeines fast ganz abgenutzt. Das Bein war in Folge der Schmerzen völlig lahm und das arme Thier hinkte auf drei Beinen einher. Sarah, die schon ziemlich bei Jahren ift, hatte anscheinend, das Thier irgendwo geschenkt erhalten und das selbe vor einen alten Magen gespannt, um einen kleinen Handel anzufangen. CarsonB. George, früher Lokalredacteur der Sun", wurde ge ftern Mittag in feinem Zimmer, No. 517 Nord Delaware-Straße, todt aufgefunden. Als Todesursache sieht man Herzschwäche, eine Folge von Ruhr, an welchrr er seit einiger Zeit gelitten, an. HilfS'Coroner Robert son hielt die Leichenschau ab. Bauerlaubnißscheine. Susan Johnson, Cottage, Eugene nahe Clifton. 51.650. Nancy P. Privett, Wohnhaus, West New York nahe Beauty, $1000. W. H. Roll, Reparaturen, 1806 Oft 11. Str., $900. H. L. Baß, Wohnhaus, 20. nahe College, 1,500.

Der Verband deutscher Vereine von Indianapolis Halt seine vertagte Bersammlulig ab. -.

Die, alten Beamten einstimmig wieder erwählt.

Abrechnung über die National - Konvention. Ein interessantes Plauder-Stündchen.

Gestern Abend fand die wegen der National'Konvention deS deuischamerikanischen Nationalbundes vertagte regelmüßige Versammlung deS Lokal Verbände? deutscher Vereine unter zahlreicher Betheiligung der VerbandSdele gaten in der Halle deS Unabhängigen Turnvereins statt. Präsident Herr Fritz Francke führte den Vorsitz. Nachdem die Protokolle über die letzten Versammlungen und die National'ttonvention dom Sekre tär Loeper verlesen worden waren, rich tete Präsident ' Francke eindringliche Worte an die Versammelten. Er wies daraufhin, daß die National-Konven tian in einer Weise verlausen sei, die jedes deutsche Herz höher schlagen mache. Die fremden Delegaten hätten die besten Kräfte deS Deutsch'AmerikanerthumS deS Landes revräsentirt und die"Kon vention habe so viel GuteS gefördert, daß das Deutfchthum von Indianapolis mit Recht darauf stolz sein könne, daß diese Konvention 'in Indianapolis stattfand. Lauter Beifall dankte dem Redner. Dann verlas Sekretär Loeper folgen des an Herrn Joseph Keller, dem 1. Vice.Präfidenten deS Nationalbundes, gerichtetes Schreiben folgendenJnhaltS: Philadelphia, Pa., 19. Oct. Herrn Jofeph'Keller.' , 1. Vice.Präsident deS NationalBundeS, Indianapolis, Ind. Sehr geehrter Herr! Ich habe den ehrenvollen Auftrag, Sie zu bitten, dem Verband deutscher Vereine von Indianapolis den Äank der Philadelphia Delegation zur bristen Konvention des Nat!onalBundeS für den überaus herzlichen Empfang und die ' vortreffliche Bewirthung zu übermitteln. Ferner den Beern ten des Verbandes, insbesondere Herrn Fritz Francke, dem Em pfangS'ttomite, den Damen, der Presse, besonders den Herren H. O. Thudium und Wm. RieSS vom Telegraph", den Gesangvereinen, welche die Feier, deS Deutschen TageS so verschönt, dem ganzen Deutschthum von JndianapoliS, und nicht zum. Mindesten auch Ihnen, der Sie schon so wacker bei den Konventions Vorarbeiten mitgewirkt. Seien Sie'ferner versichert, daß die inmitten eines so trefflichen DeutschthumS verlebten KonventionS'Tage, die Stunden der Arbeit und der Geselligkeit in dem prächtigen Deutschen Haufe für uns alle unvergeßlich sind. Mit großer Hochachtung und deutschem Gruß Ihr sehr ergebener AdolphTimm, Bundeö.Sekretär. Nun wurden die Finanzberichte über den Deutschen Tag im August und die .Bundesconvention verlesen. ES zeigte sich, daß der in den Händen deS Schatz Meisters Behringer besinnliche Baar bestand durch die Unkosten der herrlichen Convention zwar arg zusammenge schmolzen, aber - keineswegs erschöpft war. In deS Schatzmeisters Verwahr be fanden sich bei Beginn des JahreS $1282.38. Die Ausgaben für die Convention allein beliefen sich auf die Summe von $971.77, insgesammt auf $1145.19, bleibt also immer noch ein Bestand von $130.19. Wie Herr Francke bemerkte, muß bei der nächsten Deutschen Tag.Feier auf gut Wetter gerechntet werden, damit Schatzmelker Behringer wieder größere Sorgen hat. Die Finanzberichte, die in all' ihren Einzelheiten bewiesen, daß alle Aus gaben für die Konvention in der .mög ttch? sparsamen Weise gemacht waren,

wurden ohne Debatte' entgegengenom men. Ein Schreiben -wurde verlesen, in welchem Bundes . Sekretär imm Herrn Loeper seinen Dank für uneigen nützige Unterstützung aussprach. Ehe nun zur Beamtenwahl geschrit ten wurde, brachte die Versammlung ein dreimaliges Hoch auf Joseph Keller auS, in dessen Wahl als 1. Vice.Präfi. deuten des Bundes der ganze Lokal verband eine Ehrung erblickt. Die Beamtenwahl refultirte in der. einstimmigen Wiederwahl der früheren

Beamten. Als neues, Mitglied deS Verbandes wurde Cherusker Loge Orden der HermannS.Söhne auf Antrag von Arnim Bohn aufgenommen. Die Nachricht, daß Herr Konsul Pe. ter Lieber dem deutschen Lehrer.Seminar in Milwaukee $50 gestiftet habe, erregte allgemeineBefriedigung. Ebenso die Ankündigung, daß der Krieger. Verein von Terre Haute und der Turn Verein Vorwärts sich dem StaatZver band angeschlossen haben. Die Delegaten hielten Ausdrücke ihrer Entrüstung darüber nicht zurück, daß durch schmutzige politische Umtriebe der Versuch gemacht wird, Männer. wie Joseph Keller, von der Kandida tut für das Schulraths . Amt zu: verdrängen und allgemein wurde der Wunsch laut, daß die Berufung gegen die Entscheidung des Richters Carter in dieser Angelegenheit erfolg reich verlaufen möge. ES wurde be schlössen, daß die Mozart, und Benja min Fr,anklin Gedächtnißfeiern am dritten Montag im Januar gefeiert werden sollen in Verbindung mit der DelegateN'Verfammlung. Nun folgte eine gemüthliche Unter Haltung, eingeleitet urch eine markige Ansprache deS geschützten Prof. Robert Nix, die lautschallcnden Beifall fand. In launiger Weise berichtete Delegat Karl Freund über seine Reiseerlebnisse zur Konvention nach Evansville un wenn sein Gedächtniß, intimeren Episo den der denkwürdigen Fahrt nicht ganz gerecht wurde, so ergänzten Franz Schä fer und Loeper etwaige Lücken: nachdem noch die Herren Stickan, Grüf und Ko fahl gesprochen hatten, erfolgte Verta gung bis zum dritten Montag im Ja nuar. Wie bereits berichtet, ift die stattge habte Convention des Deutsch-Amerika-nischen Nationalbundes seitens der Milwaukee'r Vertretung angegangen worden, dem Deutsch Amerikanischen Lehrerseminar seine Beachtung zuzu wenden' Die eigenthümlichen Verhält' nisse, unter welchen,jeneS Institut zur Zeit laborirt, veranlaßte die Conven tion, Mayor Lankering von Hoboken, dessen gesunder Geschäftssinn ihn als die dafür geeignetste Persönlichkeit er scheinen ließ, mit dem Auftrage zu be trauen. Namens deS Nationalbundes zunächst von den Verhältnissen Einsicht zu nehmen, unter welchen das Lehrer feminar besteht, und gleichzeitig ein Mittel zu empfehlen, wie der Fortbe stand dieses Instituts auf die Dauer gesichert werden könne. Mayor Lankering begab sich darauf nach Milwaukee, konferierte mit den maßgebenden VerualtungS Behörden und interessierten Persönlichkeiten, ftu vierte die Jahresberichte und die Fi nanzbeftände, worauf er mit den be treffenden Leuten Berathungen pflog, wie .der Bestand des Lehrerseminars für die Zukunft gesichert werden, könne. Mayor Lankering ift nun zu der Ansicht gelangt, daß eS möglich fei, einen Fonds von etwa $100.000 zusammen zubringen, dessen Zinsen die erforier

lichen $5000 pro Jahr für das Lehrer

feminar ergibt. Nicht nur hält er das für möglich, sondern er hat bereits einen Plan da für ausgearbeitet und sich auch gleich die Mitwirkung bedeutender und ein flußreicher Kräfte dafür gesichert. Der Mayor geht von der Annahme aus, daß sich in den Ver. Staaten noch 1000 wohlhabende Deutsche finden lassen, die bereit find, je $100 für diesen Zweck herzugeben. Ball der Lokomotiv-Heizer Auf den 9. November verschoben. Da die Stadt die Tomlinson Halle vom 26. d. M. bis zum 8. n. M. an die Merchant'S. Pure Food Show & Jhdustrial Expofition Co." vermiethet und derselben gestattet hat, die Halle schon einige Tage vorher für die nöthi gen Vorbereitungen für die Ausstellung zu benutzen, kann der Ball der Lokomo tivheizer heute,' am 24. d. M., nicht abgehalten werden und ist derselbe auf den 9. Nov. verschoben. Schon verkaufte Eintrittskarten werden natürlich für das spätere Datum angenommen. Polizeiliches. Die gestern hier im Maryland Hotel verhaftete Emma Marsh auS Kokomo hat sich alS.Lulu West aus Chicago' eine notorische Ladendiebin, entpuppt. Lulu und ihre Gefährten wurden den Großgeschworenen über wiesen. Zwei' der in dem Zimmer vorgefundenen Hüte wurden als aus dem New )ork Store stammend erkannt. Der andere Hut, fowie auch eine Anzahl anderer Kleidungsstücke wurden noch nicht identifizirt. Lulu hat mit Erfolg in Milwaukee und in Cincinnati operirt. D e t e c t i v Tom C o n n e l l reiste gestern Nachmittag mit dem hier verhafteten Farbigen, John Carson, nach Louisville ab. Carson ist beschul digt, sich an einem Angriff auf einen alten Farbigen betheiligt zu haben. Der alte Mann erlag den erlittenen Verletzungen und drei Angreifer wur den in Anklagezuftand versetzt. Einer derselben erhielt 21 Jahre Zuchthaus, der andere lebenslängliche Haft. Car fon soll von den Beiden als der Sün denbock in der Affaire hingestellt sein. Er reist: mit trüben Gefühlen fort. Der Angriff wnrde im April dö'Js. ausgeführt. Carson wurde im Hause seiner Angebeteten verhaftet, als er sich gerade nach dem Stalle begeben hatte, um dort die Pferde in Augenschein zu nehmen. Wf I l i a m H a d l e v,' ein 25 Jahre alter Farmer aus MartinSville, wurde gestern durch die Polizisten Con dell, Glenn und Doherty verhaftet, und die Anklage des Straßenraubes und des thätlichen Angriffes wurde gegen ihn erhoben. Hadley ist beschuldigt, einen Mann, den man zur Behandlung nach dem Hospital senden wollte, angegriffen z haben. Ob er aber irgend welche Sachen, von dem Verletzten angenom' men, ließ sich nicht- ermittcln. Die Verhaftung wurde auf Information hin vorgenommen. Wegen Angriffs wurde der 34jährige farbige Arbeiter Thomas Williams, der feine Wohnung als 1953 YändeS Straße angab, in der Polizeistation abgeliefert. Unter der Anklage', feine Frau angegriffen zu haben, wurde der 33 jährige Arbeiter Geo. W. Jshmier, von 530 Süd Delaware.Str. in Haft genommen. . Der 32jährige Koch Wm. . B. Smith von Chicago, Jll., und der 38jährige Koch Col. P. Leonard von Buffalo, N. V, wurden wegen Umher treiben? von der Polizei eingeliefert. Der 23. jährige Neger Thoö. DiggS, gegen den Anna Kunkler einen VerhaftSbefehl herausgenommen, weil derselbe ihr angeblich $6.50 in Baar geld, ein Zacket und 2 Hüte gestohlen, wurde gestern Abend in der Polizeifta tion eingeliefert. . Uaucht die B0NANZA,

Nachrichten aus Jndiana.

New Alb an y, 23. Okt. Brand stifte? versuchten gestern in aller Frühe die Wirthschaft deS John McJntyre an West 1. Straße niederzubrennen, doch wurden die Flammen entdeckt, bevor sie bedeutenden Schaden anrichten könn ten. McJntyre berichtete der Polizei über eine Person, die vor mehreren Monaten mit dem rothen Hahn gedroht hatte und man sieht den weiteren Cut Wickelungen entgegen. C o r y d o n, 23. Oct. Vor einigen Tagen fand mon auf einer Sanddank des Ohio River das Skelett eines Man nes, mit Handschellen um die Hand gelenke. Man nimmt an, daß es das Skelett des Mannes ist, der im Jahre 1870 des Weizen.DiebftahlL schuldig gefunden und mit seinen Genossen zusammen per Dampfer nach Louisville befördert werden sollte, während der Fahrt sich aber losriß und in'S Wasser sprang und von dem man nie wieder etwas sah. I a s p e r , 23. Oct. Weil Joseph Hatter, ein bekannter junger Mann hier, sich weigerte, den Großgeschwore nen Fragen mit Bezug auf Glücksspiele zu beantworten, wurde er dem Spe zialrichter Dillon vorgeführt. Als er dann noch , auf seine Weigerung be harrte, strafte der Richter ihu um $25 und Kosten und verurtheilte ihn zu 5 Tagen Gefängniß. Dies löste feine Zunge, er erklärte sich sofort zum Re den bereit und beantwortete alle an ihn gerichteten Fragen. . A n d e r s o n , 23. Oct. George LewiS, einer der reichsten Farmer in Madifon County, wurde durch zwei anonyme Briefe, welche ihm in letzter Zeit zugingen, so in Ausregung ver setzt, daß er sich veranlaßt fühlte, der Polizei von dem Inhalte derselben Mittheilung 'zu machen. Die Briefe verlangen, daß LewiS einem seiner Miether in MarkleSville, der dort ein Geschäft betreibt, daS von demselben gemiethete Geschäftshaus kündige. - Im Falle er nicht bis Montag dem Verlan gen nachkommt, sagen die Briefe, werde man mit LewiS dasselbe Verfahren ein schlagen, welches an Walter Ellison in Emporia vor mehreren Wochen in An Wendung gebracht wurde. Ellison ift der Kaufmann, welcher durch einen un bekannten Banditen, der in sein Ge schäftSlokal trat, ohne ein Wort der Warnung durch einen Schuß in'S Ge ficht schwer verletzt wurde. Fort W a y n e , 23. October. Am nächsten Donnerstag werden die Verhandlungen gegen John Weller, der unter der Anklage steht, Minnie Melching ermordet zu haben, beginnen. Wie jetzl bekannt wird, beabsichtigt sein Anwalt, als Vertheidigung Irrsinn geltend zu machen. Er wird nachzu weisen versuchen, daß Welker drei Mo nate vor dem Morde ohne jegliche Ur sache einen Mordangriff auf einen Mann machte; ferner soll nachgewiesen werden, daß der Angeklagte als kleines Kind an epileptischen Anfällen litt und daß seine Großmutter die letzten dreizehn Jahre ihreS LebenS in einer Jr 'Anstalt zubrachte. Behörde öffentlicher Werke. Die Behörde für öffentliche Werke genehmigte in ihrer gestrigen Sitzung folgende Kontrakte: Für einen BackftelnFahrweg in der Jndiana Ave., vom Fall Creek bis zur Montcalm Str. American Con ftruction Co., $3.74 für den Fuß. Für Abflußröhren in der Maryland. Straße, von der Davidson Str. bis zur ersten Gasse östlich. John Jen kins, $1.15 für den Fuß. Endgültig bestätigt wurden die Affeßmentliften: Für Erweiterung der New Jersey Straße, von 34. Straße bis zu einem Punkte 105 Fuß südlich. Für KieZ.Fahrweg in der Vigo Str., von Linden Str. 935.42 Fuß östlich von Linden Str. ,