Indiana Tribüne, Volume 29, Number 51, Indianapolis, Marion County, 23 October 1905 — Page 4
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Dndiana. Tribüne. Hnangtitden von der utedrg s. JlckianapoNS, Ind.
vany 0. Thulium B yrSsideut. Veschäftölocalt No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE S6S. rntered Rt the Pot Office ol Indi&napolia as accond claaa matter. " V , , Millionendiebe.
Die befchworenen Aussagen mehrerer unbescholtener Bürger genügen in den Meißen Füllen irgend einen ihrer nahen oder entfernten Freunde, der auf dem Wege ift, sein Vermögen zu der schwenden, gerichtlich unter Kuratell zu stellen, das heißt, ihm die Verwaltung und .das freie VersügungZrecht über Eigenthum, da? er befitzt, zu nehmen und solche einem vom Gericht bestallten Kuratur zu übertragen. Dabei braucht der Betreffende noch gar nicht so arg in'Z Zeug zu gehen, wie die Direktoren der großen LebenZBerficherungSGe sellschaften, welche mit dem ihrer Obhut anvertrauten Eigenthum der Gesell schaften, deren Affairen sie lchen, Schindluder treiben. , Mehr als genügend Material haben die Untersuchungen gegen die Mutual Life und dielCquitable zu Tage gesördert, um ein Einschreiten der zuftündigen Behörden gebieterisch zu fordern. Wenn schließlich, ein Privatmann sein Vermögen in finnloser Weise der schleudert, so leidet daS Gemeinwohl nicht darunter und doch find die Ge richte befugt einzuschreiten. ' Warum zögert die Obrigkeit, daS Verschleudern von FundS, welche von Bürgern einer Anzahl VertrauenSmSn nern anvertraut wurden, zu verhin dern? WaS im ersteren Falle Sinnlofigkeit ist, weil der Verschwender nur gegen seine eigenen Interessen wüthet, ist' im letzteren Falle unbedingt ein Verbre chen, welches den ' gröblichsten Ver trauenSbruch in sich schließt. Daß die salärirten Direktoren der Verficherungsgesellschasten ebenso gut nur einfache Angestellte der Corporatio nen sind, wie zum Beispiel der Prüsi dent oder Kasfirer einer Bank, liegt auf ' der Hand, und wenn sie sich kraft ihrer Stellung aus den Fonds der Vesell schaften zum Schaden der Aktionäre oder Policen'Jnhaber bereichern, so ist dies verbrecherischer Vertrauensbruch, gegen welchen die Criminalgesetze in jedem Staate Strafen vorgesehen haben.
i Wenn man die Leute, welche au? dem VertrauenSdusel der PolicenJn Haber Nutzen gezogen haben, näher be trachtet, so findet man, daß fie schon aüVBesifeer von Millionen sind, wie zum Beispiel: Thomas F. Ryan. August Belmont I. Pierpont Mor. start, H. H. RogerS, E. . Harriman, Cornelius Vanderbilt, Juhn Jacob Astor, A. I. Cagatt, Chauncey M. Depew, T. Jesserson Coolidge, H. C. Deming, Louis Fitzgerald, JameS B. Morgen,' H. C. Frick, JameS H. Hyde, I. I. Hill, Alvin W. Krech, David Mofsitt, Levi P. Morton,, D. Ogden MlllS. B. B..Odell. Jacob H. Schiff. Harry. Payne 'Whitney, McCall und der würdige McCurdy. Sollte das Gesetz machtlos sein, die selben zu erreichen, dann wäre eben der demüthigende Beweis erbrächt, daß unsere Republik auf den Namen Rechts gaat keinen Anspruch zu machen hat. Die unantastbaren Beweise liegen jetzt schon vor, daß Diebfiahl. Unte schlagung und Verschwörung geübt wurden, um daöVolk zu berauben. Beweise liegen vor, daß Legislatur Mitglieder bestochen und beeinflußt wurden. Wie Preßnachcichten melden, hat Pierpont Morgan seine riefigen Inte reffen seinem Sohne übertrageu und beabsichtigt, die Republik, die er auöge saugt hat,- zu verlassen, um auf seinen Gütern in England ein beschauliches Dasein zu führen. Der Schluß ist wohl nicht unbegrün der,- daß Herrn Morgan angesichts der Enthüllungen, welche die LebenS'Ver ficherungS'Unterfuchung mit sich brach te, der amerikanische Boden etwas zu warm unter den Füßen wird. Zwei felloS werden andere von der Zunft feinem Beispiele folgen. Wird man fit ziehen lassen ohne den Versuch gemacht zu haben, sie zu zwln gen einen Theil der erpreßten Mil Honen herauszugeben, ' oder ihnen das Stigma des Verbrechers aufdrücken. welches sie mehr verdient haben, als so mancher Farmer Teufel, der einer
zugenblicklichen Versuchung unter liegt? Die Schufte, die eigens hoch bezahlte RechtSbeiftSnde im Solde haben, die hnen die Wege weifen wie man stehlen und rauben kann, ohne die Gesetze fürchten zu müssen, find doppelt straf, bar, wenn eö schließlich doch gelingt, sie zu packen. Der einzige Unterschied zwisch en dem Ervreßboten Cunliffe, der die AdamS Expreß Co. um $101,000 be' stahl,', und den Beamten der großen New Yorker Lebensversicherungen ist der, daß diese buchten, was sie sich un rechtmäßig aneigneten und jener nicht schlau genug war, seinen Raub festzu. halten. Wieder einmal kommen Enthül lungen über angeblich entsetzliche Zu stände in der Reformschule sür-junge Müdchen. Wenn dieselben wahr find, so sollten die Beamtinnen, welche die ihrer Obhut anvertrauten Jrregeleite ten mißhandelten, zu: strengsten Recher schast gezogen werden. Jedenfalls ift eine strenge Untersuchung am Platze. Die englische fflotte soll, wie ge meldet wird, vorläufig noch in der Ost see verbleiben. Wenn beabsichtigt wird, dadurch einen Druck auf Deutschland in der Marokko-Angelegen heit auszuüben, so ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß sie England nlcht wiedersieht. Die. Währung im deutschen Volke über die durch den Matin- enthüllte Niedertracht Eng landS kann gar leicht zu einem Aus bruchdeS Furor teutonicus" anwach sen und dieser ift bekanntlich kaum zu hemmen. ' t Apotheker-Gehulfen muffen Eramen machen. DaS StaatSgesetz, welches Apotheker gehülfen zwingt, ein Examen abzulegen und ihr Certifikat im Laden, wo fie beschäftigt sind, aufzuhängen, daß jedermann Einsicht von demselben neh men kann, wird jetzt strikt durchge führt. Die Folge ist, daß große Nachfrage nach solchen Apothekergehulfen herrscht und die Apothekerschulen überfüllt sind mit zungen Leuten, die sich bestreben. daS verlangte Examen abzulegen. Co find im Winona Technical Institute z. Z. 59 solche Studenten, die alle gern recht bald den Kursus durchmachen möchten, da- reichlich Gelegenheit vor Handen ist für gute Sellungen. Für ein Certifikat hat der Zygling 83 an den Staat zu zahlen. Dieses Geld wird dazu angewandt, solchen Apothekengehülfen auf die Spur zu kommen und zur Verantwortung' zu ziehen, die ohne abgelegtes Examen in Apotheken beschäftigt find. Da der für diesen Zweck nöthige Fonds etwas knapp ift, wird man wahrschein lich den Preis für die Eertifikate um S2 erhöhen. Neue Kohlenbahn. Die Southern Bahn wird binnen Kurzem mit dem Bau einer neuen Koh lenbahn in Warrick County beginnen. Diese Bahn wird zwischen Boonville und De Gonia Spring? von derHaupt linke abzweigen und fünf Meilen lang sein. Folsomville, Lynnville und an dere kleine Ortschaften werden von der Linie berührt werden. Mit den Zwei gen und Seitengeleisen werden etwa 20 Meilen neuer Bahnstrecken zu bauen lein. ES wird erwartet, daß mit der Er öffnung neuer Gruben auch neue Ort. schaften läng? der Linie entstehen wer den. Die Bahn wird die Gruden der Woolley Coal Co. berühren und im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt fein werden. Zehn .Ingenieure find zur Zeit mit den VermessungSarbelten beschäftigt und die Crdarbeiten für den Bahndamm werden binnen Kurzem in Angriff genommen werden. Die Beamten der National Dry Kiln Co., deren Anlagen vor einigen Tagen von einem Feuer heimgesucht wurden, haben jetzt festgestellt, daß der angerichtete Schaden sich , auf 10.000 beläust. Im Dampfkegel' und Eisen blechDepartement war. gar kein Scha den angerichtet. Andere Theile der Fabrikanlage, die total zerstört schienen. waren nur von den Trümmern deS ein gefallenen DchsS. bedeckt. Schon in einigen Tagen denkt man die Urbeitm wieder aufnehmen zu können.
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Vom Jnlande.
Bei Perryville, dem Geichisorte des County Perry in Misouri. wurden unlänast Nackts an einer der nach Perryville führenden Landstraßen fünf Vriefkästen Zer trümmert. Niemand hatte' den Uebelthater erkannt, doch hatte man oesbachtet, daß er auf einem weißen Mauli r t c f f tti ritt. Äis oayer oer vomier VoMnsvektor Bates. der zur Ermittelung des Schuldigen nach Perryville entsandt war, seine Untersuchung anstellte, sah er sich zunächst nach emem ween Mameiei um; uno ms vieler gefunden war, nahm er dessen Eigentbümer. den bei Verrkville woksnenden 22jährigen Farmer Daniel Rhyme, so rtr4?rfl fö.v&X V fi Vttrt ftn yv,uyiui iu s njikijVlf VUQ itut Sckuld einaestand. Rbtime fübrte zu seiner Vertheidigung an. daß er sich in Perryvllle einen gehörigen Assen gerausl uno zu dessen unteryanung einen Angriff auf die Vriefkästen aenacht habe. Er wurde in Haft genommen. Ein u n a n a e n e b m e s Abenteuer erlebte der Fallschirm - Luftsegicx Joyn Mornssey von Omaha. Er stieg kürzlich zu Tecumseh, dem Hauptort des County Johnson in Nebraska, von dem dortigen Ausstellungsplatze um 6 Uhr Abends mit seinem Ballon ungefähr 1000 Fuß in 'die Höhe, um sich dann it dem Fallschirm herunter zu lassen. Alles ging soweit ganz gut, nur war derNemaha - Fluß westlich von der Stadt ausgetreten und daher fast eine Meile breit. Morrissey landete mitten im Wasser, konnte sich nach einem Baumstumpf retten, war aber in keiner angenehmen Lage, denn nur Kopf urid Schultern waren außerhalb des sehr kalten Wassers. Bekleidet war er nur mit Tricots. Er rief um Hülfe, doch dauerte es Stunden lang, bis Streckenarbeiter der Eisenbahn ihn hörten. Ein Boot wurde requirirt und es war nach 11 Uhr, als man den durchfrorenen Luftschiffer an's Land brachte. Ein merkwürdiger Unfall ereignete sich in der Bundeshauptstadt auf dem sogenannten Wyite" - Platze. Der ISjätige John I. Barry, ein Student vom St. John's College", hatte den Platz besucht, um eine Probe des Fußballspiels zu sehen, und war im Begriffe, nach Hause zu gehen, als Leo Hughes, ein anderer Schüler der Lehranstalt, mit mehreren Kameraden an ihm'' vorbeifuhr. Er sprang auf 'das Fuhrwerk von hinten und. beim Versuche, über einen Sitz zu klettern, gerieth sein rechtes Bein in die Speichen eines Rades, wodurch er fortgerissen und mit dem Kopfe gegen den Wagentritt geschleudert wurde. Ehe der Wagen angehalten werden konnte, war der arme Knabe 'zweimal mit dem Nade herumgeschleudert und jedes Mal schlug der Kopf gegen den eisernen Wagentritt. Ein Polizist nahm den bewußtlosen, blutüberströmten Körper auf und legte ihn in den Wagen, um damit'nach dem Emergency Hospitalzu fahren; doch als er dort ankam, war der Knabe in den Armen des Polizisten gestorben. Ein Fall rührender Anhänglichkeit an ein Thier wird aus Newark, N. I.. berichtet. Mit Thränen in den Augen und einem Vogelkäfig auf den Armen, kam ein etwa 8jähriger Knabe nach dem StadtHospital und bat den dienstthuenden Polizisten unter Schluchzen, seinen Kanarienvogel zu heilen, der halbtodt auf dem Boden des Käfigs lag und nur von Zeit zu Zeit ein klägliches Piep" hören ließ. Wie der Knabe erzähtte, war sein gelbgesiederter Liebling auf den Hof geflogen, wo ihn beinahe eine große Katze erwischt hätte, wenn er das Naubthier nicht derscheucht hätte. Die Katze hatte aber bereits dem Vögelchen einen Schlag m!t ihrer Tatze versetzt und dem kleinen Sänger ein Veinchen gebrochen. Die Eltern waren nicht zu Hause und ob man seinen Voqel nicht kuriren möchte, bat er schüchtern. Der Polizist und eme Wärterin verbanden hierauf den Verletzten, und unter vielen Dankesworten zog der Knabe freudestrahlend mit seinem gefiederten Freunde ab. Eine tüchtige Amerikanerin ist die Polizeimatrone von Minneapolis, Frau Sarah Schäffer. Sie hat die alleinige Verantwortung für die gesammte Frauenabtheilung des Polizeigefängnisses der Stadt. Mehr als 1000 Frauen und Kinder getzen jährlich durch ihre Hände. Ebenso hat sie die Aufsicht über alle Knaben unter 17 Jahren. Als man Frau Schäffer fragte, ob es ihr nicht schwer werde, diese großen Jungen . zu meistern, entgegnete sie mit einem Lächeln, daß dies nicht so schwer sei, wie mit betrunkenen Weibern fertig zu werden, aber daß sie noch immer über beide Herr geworden sei durch Güte, die mit Festigkeit gepaart sei; sie habe niemals Hülfe nöthig gehabt. Frau Schäffer ist die Wittwe eines Polizeibeamten. Bei Uebernahme ihres Postens war sie schwächlich und kränklich, aber bei dem verantwortlichen Werke wuchsen ihre Kräfte. Sie sieht in hohem Ansehen bei ihren männlichen Kollegen, die oft ihren Rath einholen. Sie erhält oft rührende Dankschreiben von Frauen und Mädchen, die sie auf den rechten Pfad geleitet hat, und die Fraum Minnesotas sind stolz auf ihre Polizeimatrone.
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000 gtäP919 1 n Exkursionen Sonntag,29. Oktober M Mi Stationen Indianapolis nach Blos mingdale 81.00. Bloomingdale nach Hume 81.23. Letzte Exeurston. Tpkzialzug.Sbfahrt 7 Uhr Morgen ; Retour fahrt von Tecatur 6.80 Uhr bend. Ein aufregender Kampf zwischen drei Löwen spielte sich unlängst in einer großen Pariser Menagerie ab. In einem Käfige waren neden einem gewaltigen abessmischen Löwen zwei Löwen aus dem Kaplande untergebracht. Die Thiere vertrugen sich sehr schlecht, sollten sich aber mit der Zeit" aneinander gewöhnen, weil sie zusammen vom Bändiger dressirt werden sollten. Um die Bestien aus mildere Gedanken zu bringen und an liebenswürdigere Sitten zu gewöhnen, hatte man dieser Tage noch eine Löwin in den Käfiq eingesperrt, die auf den poetischen Namen Savpho hörte. Durch diese Maßnahme schien man aber das Unglück noch vermehrt zu haben; denn nun brach auch noch' die Eifersucht unter den Löwen aus. In einer der letzten Nächte erscholl ein fürchterliches Gebrüll in der Menagerie. Als die Wärter herbeieilten bot sich ihnen ein furchtbares Bild dar. Der eine der Löwen war von den beiden anderen an die Eisenstäbe des Käfigs gedrückt worden und blutete aus unzähligen Wunden. Als es dem Personal endlich gelungen war, die wüthenden Bestien zu trennen, war der schwer verwundete König der Thiere, der einen Werth von 12,000 Franken repräsentirte und ein Geschenk König Menelil's an den Direktor der Menagerie darstellte,' bereits verendet. Aber auch die beiden anderen Thiere hatten so schwere Werletzungen bei dem Kampfe davongetra. gen, daß ste getödtet werden mußten. Die Löwin hatte während des bluti gen Streites in einer Ecke des Käsigs. gekauert und dem Ringen zugeschaut. . - ., .
