Indiana Tribüne, Volume 29, Number 50, Indianapolis, Marion County, 21 October 1905 — Page 6

Jndiana Tribüne, 2R. Oktober 1905

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Europaische Nachrichten. Sksaß-Lothringen. Straßburg. Hier ist ein Aus-

schuh zur Errichtung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. (in Form eines Reiterstandbildes) zusammengetreten. Der bereits dafür gesammelte Betrag belauft sich auf 250.000 Mark. Eine Reihe von Kunstlern haben die Emreichung von Entwürfen zugesagt. j Devant les Ponts. Kürzlich wurde das Colonialwaarendepot der Firma Volkmann, m dem sich u. a. Öel und Petroleum befand, durchFeuer ! zerstört. Der Schaden wird auf mehre re 100.000 Mark geschätzt. M ü l h a u s t n. Alt - Bürgermei ster Karl Hack, der nach seiner Amtsniederlegung sich nach München zurückgezogen hatte, ist dort gestorben. Er war gleich nach der Annerion in reichsländlschen Dienste getreten, und kam 1887 als erster Berufsbürgermeister j nach hier. Weißenburg. Dieser Tage starb hier im Alter von 71 Jahren der aus Schloß Heimbach in Baden gebürtige Baron Napoleon de Ring. Er war uner Napoleon in. französischer Gesandter in Wien undKairo gewesen. MeMrc'Nvrtrg. N Schwerin. Bei der Hmrichstraße stürzte sich der Drogenhändler Toeffling in den Pfaffenteich und errank. Der Ertrunkene, der auf ver schiedenen Stellen wirre Reden geuhrt hat, 'dürfte die That in umnachetem Zustande ausgeführt haben. B ü tz o w. Vor einiger Zeit beging Reifermeister F. Finck Hierselbst sein 50jähriges Meisterjubiläum, anläßlich dessen ihm Ehrungen , mancherlei Art erwiesen wurden. Die hiesige Innung der Sattler, Reifer etc. ernannte ihren langjährigen Obermeister zum Ehrenmeister. Die dies bestätigende Urkunde wurde dem Jubilar durch eine Deputanon überreicht. Klein - Bünsdors. Letztens stürzte der' bei dem hiesigen Schulzen bedienstete Arbeiter Warnemünde auf dem Felde von einem Fuder Heu und erlitt anscheinend schwer Verletzungen. . Neubrandenburg. Das langjährige Mitglied des hiesigen Magistrats, Senator Rosenhagen, ist im Alter von 72 Jahren gestorben. .P o g r e ß. Vor kurzem wurde der Vogt Evers beim Anspannen von einem Pferde gegen das Bem geschlagen und so schwer verletzt, daß er sofort ärztliche Hilfe m Anspruch nehmen mußte. Sternbera. Dieser Tage beging die hiesige Schützenzunft die Feier ihres 2i)0iahrigen Bestens., Wesen b erg. Hier verstarb die älteste Einwohnerin unserer Stadt, die im 99. Lebensjahr stehende Wittwe Luise Heise, geb. Watke. Hköenliurg. Oldenburg. Hier hat sich der evschütternde Unglücksfall ereignet, daß zwei angesehene hiesige Einwohner beim Baden ertrunken sind. Apotheker Heinrich und der Mitinhaber der Baumschulen von Fr. Wiedemann & Co., Ernst Wiedemann, fuhren mittels Rades nach dem etwa 8 Kilometer entfctnt liegenden Wessecker Strande, um dort zu baden. Beide wurden von zufällig Hinzukommenden später als Leichen aufgefunden. Blo Herfeld. Unlängst traf der Blitz das große Bauernhaus desLandwirths Georg Willen und entzündete es. In wenigen Augenblicken stand es in hellen Flammen, die günstige Nahrung fanden an den Heuvorräthen, die schon eingefahren waren und die in der mit dem Wohnhause in Verbindung stehenden Scheune lagerten. Es war daher nicht daran zu denken, die Scheune zu retten. Delmenhorst. Ein großer Brand äscherte die Häuser des MöbelHändlers Nikolaus jr., des Kaufmanns W. Mühleibrock vollständig, 'das Haus des Bauunternehmers Twisterling theilweise ein. Die Nachbarhäuser litten durch Wasser und Feuer nicht unerheblich. H.eppens. Auf einer Radtour fand der Arbeiter Behrens von hier seinen Tod. Behrens wurde von einem entgegenkommenden Gespann, dem er nicht mehr ausweichen konnte, übersahren. Das Wagenrad ging über seinen Kopf hinweg, so daß bald darauf der Tod eintrat. Eine Wittwe mit 4 noch unversorgten Kindern betrauert den Tod des Ernährers. Sreio Stcidte. Hamburg. C. F. Möller, Besitzer des Parkhotels in Teufelsbrücke, beging fein 25jähriges Geschäftsjubiläum. D:r Arbeiter H. Busch, der bei der Firma Nathan Philipp & Co. beschäftigt war. fiel von einer Stellage ins Wasser und fand seinen, Tod durch Ertrinken. Vor ewiger. Zeit ent schlief sanft an Herzschwäche in seiner Wohnung, Schwanenwik 31, der Se nior der Bankfirma Haller, Sohle & Co., I. W. Lübbers im 9. Lebens jähre. Der Verblichene war 53 Jahre lang in der Firma thätig. Nach kurzem Leiden verstarb Johannes Wichers in ssiner Wohnung Langemühren 5 im 65. Lebensmhre. Der Verstorbene, der eine Buchdruckerei besaß, hat sich um seme Vaterstadt in manmgsacher Wette verdient gemacht. Bremen. Sein fünfzigjähriges Amtsjullaum beging kürzlich der Te legraphensekretär.Meinken. Der Ju

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Sorgen Sie sich wegen nichts? Erschrecken Sie vor Kleinigkeiten? Fühlen Sie reizbar, mißmuthig traurig und verstimmt? Leiden Sie an Neuralgie, Migräne Schwindel, Rückenschmerz, niederziehendes Schmerzen? Falls dies der Fall ist, so sind Ihre Nerven bis aufs Aeußerste angespannt, wie die Seiten eincr verstimmten Violine, die bei der geringsten Berührung einen Mißton hören läßt. Sie befinden sich in einem gefährlichen Gesundheitszustand und brauchen eine Medizin, um die Anspannung Ihrer Nerven zu, beseitigen.! Wenn Sie eine Frau sind, so ist vielleicht die Ursache dieser Nerven-Ueberreizung gestörte Menstruation, welches bei Frauen mehr Beschwerden, Schmerzen und Nervenleiden hervorruft als irgend eine andere Ursache. Was! man zu thun hat ist, dem Beispiel zu folgen, das täglich von Tausenden von Frauen gegeben wird, und' das gute, alte, zuverlässige Heilmittel für weibliche Leiden zu nehmen, welches einen Record von 70 Jahren des Erfolges in der Kur weiblicher Leiden hat, nämlich:

Schreibt in freien Rath bezüglich Nahrung. Gewohnheiten und spezielle Anweisun gen für Ihr besonderes Leiden Man theile die Beschwerde frei und aukrtchtig in strengstem Pcrtrauen mit und wir schicken Ihnen einen rtes mit Rathschlägen frei, in ein sackem, versiegeltem ouvert. Adresse: Ladie ldvisory Tep:.. Chalianooga Medicinc Co., Ehzttanooga, Tcnn.

bilar war in seiner Jugend Veucytthurmwächter und hat dann im Postdienst von der Pike aus gedient. Im 63. Lebensjahre ist der erste Staatsanwalt Rapp gestorben. In ihm ist ein Mann dahin gegangen, der in weitesten Kreisen der Bevölkerung die fuitfift Acktuna aenok und slck bei seinen Freunden und Bekannten einer seltenen Beliebtheit zu erfreuen hatte. L ü b e ck. Tödtlich verunglückt ist der Kahnschiffer Unger. Er wg in unserm Hafen mit seinem Kahn neben dem Dampfer Holland", und ibernahm von diesem mehrere Fässer. Als gerade ein Faß im Gewicht von acht Centnern mit der auf dem Kahn befindlichen Windevorrichtung nach dem Schiffsraum heruntergelassen werden sollte, brachen von der Winde beide Handgriffe ab. Die Bremsvorrichtung versagte und in rasender Geschwindigkeit stürzte das Faß hinunter. Unger glitt auf Deck aus und fiel vor die Winde, wo ihm von einem eifernen Arm der Schädel eingeschlagen wurde. ScHwciz. J8 1 x n. Vor einiger Kit unternahmen drci hiesige Gymnasiasten die Vesteigung des Blümlisalphorns. Unterwegs blieb einer von ihnen Namens v. Muralt, der Sohn eines hiesigem Bankiers, zurück, weil n sich unwohl fühlte. Bei Rückkehr fanden ihn, die Knaben nicht wieder vor. Die Nachforschungen waren erfolglos, infolgedessen eine Rettungsexpedition abging, die ihn alsbald todt auffand und nach Kandersteg brachte. Muralt war vierhundert Meter tief abgestürzt. Baden. Dieser Tage starb hier Ständerath Armin Kellersberger, 67 Jahre alt. Der Verstorbene gehörte seit 1881 dem StänderQth an; er zählte zur radikalen Partei. Hier hekleidete er viele Jahre das Amt des Stadtammanns. wohnhaft, in vollgetrunkenem Zustand plötzlich gestorben. Vermuthlich ist er einer akuten Alkoholvergiftung erlegen. Der 17jährige Mechanikerlehrling Emanuel Markovic, welcher im Uebermuthe auf ein Automobil springen wollte und hierbei überfahren wurde, ist im Allgemeinen Krankenhause gestorben. Werkführer Johann Jirouset, welcher seit September 1865, somit vierzig Jahre, ununterbrochen in der hiesigen Fortepianofabrik Jakob Czapkas Sohn thätig ist. konnte dieser Tage sein Jubiläum feiun. In der Liechtensteinstraße vor dem Hause No. 141 wurde die 73jährige Wittwe Rosalie Remisch von einem Automobil niedergestoßen und überfahren. Die alte Frau, wele cinen Bruch der Schädeldecke und. einen, Bruch des rechten Unterschenkels' erlitten hatte, wurde von dem Jnspektionsarzte des freiwilligen Rettungscorps transportfähig gemacht, ist jedoch noch vor ihrer Abgabe im Allgemeinen Krankenhause gestorben. Baden. Der in Waltersdorfer Mühle bedienstete Aufseher Wilhelm Woikitsch ist infolge eines Fliegenstiches plötzlich gestorben. Die ärztliche Obduktion der Leiche constatirte Milzbrand infolge Uebertragunq des Giftes .durch den Flic.genstich. L u z e r n. Die Leiche des vor einiger Zeit beim Baden im See ertrunkenen Chefs des hiesigen Telegraphenbureaus, Kreis, wurde bei Mährenschwand aus der Reuß gezogen. Rorschach. Gestorben ist der Mitbesitzer der hiesigen Armee - Conservenfabrik, I. Bernhard. Der erst 37jährige, tüchtige und überall beliebte Mann erlag auf einer Geschäftsreise einem Hirnschlag. U z n a ch. Vor Kurzem hat hier die Frau des Kaminfegers Moritz Schubiger im EinVerständniß mit dem Gehilfen ihren Mann ermordet. Die Mörderin, die Mutter von fünf Kindern ist, hat die That eingestanden. Hesterreich''ZlSarn. Wien. Kürzlich ist der 31jährige Hilfsarbeiter Leopold Petrzilka, Favoriten, Jnzersdorferstraße .No. 20

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Mährisch - Q st r a u. - Vor einiger Zeit hat sich der ehemalige städtische Amtsdiener Helbich im hiesigen Stadtparke erschossen. Helbich war in der letzten Zeit dem Trunke stark ergeben, weshalb er vor Kurzem aus dem städtischen Dienste entlassen werden mußte. Seither war er ohne Beschäftigung. N e u d o r f. Auf einem Baume an der Bezirksstraße Wainitz - Hosterlitz wurde der 65 Jahre alte Schmiedegehilfe Franz Nießner von hier erhängt aufgefunden. Olmütz. Vor einiger Zeit hat sich der in der Vcrlorenengasse No. 22 wohnhafte Fleischhauermeister Ernst Sotornik mit seinem Kugelstutzen erschössen. Sotornik hat die unglückliche That wegen schlechter fmanziellerVerHältnisse begangen; er hinterläßt eine seit etwa drei Jahren bettlägerige Wittwe und 8 unmündige Kinder. P Z st a u. In dem nahen Maiwalde wurde der 36jährige Franz Nowak, Leistenschneider aus Jglau, erhängt aufgefunden. Er hinterläßt ttm Wittwe und drei Kinder im Alter von 2 Monaten bis 3 Jahren. Noth soll das Selbstmordmotiv sein. Salzburg. Der siebzigjährige Maurerpolir Domeniko Micossi aus Ardegna ist beim Schleierfall auf den Naßfeldertauern abgestürzt. T r o p p a u. Es wurde der 62 Jahre alte Fleischhauer Josef Larisch in Neplachowitz in seinem Hause am Dachboden in einer großen Blutlache mit mehreren Wunden am Kopfe, einm Leibriemen um den Hals geschlungen, todt aufgefunden. Luxemburg. Luxemburg. Das Geschäftshaus des Herrn Wampach - Wirol aus Stadtgrund ging in den Besitz des Herrn Joh. Schwartz Sohn. Handschuhschneider, Clausen - Park, zum Preise von 23,000 Francs nebst 10 Procent über. Ettelbrück. Zum Begräbniß des Herrn Dr. B'äffet von hier waren Leidtragende aus allen Theilen des Landes, besonders zahlreiche Aerzte erschienen. Auch die Betheiligung der Einwohnerschaft war sehr rege. Differdingen. Der zehnjährige Sohn des Arbeiters Frieseysen spielte in einem Steinbruche zu Differdingen mit Pulver. Er zündete dasselbe an und erlitt so schrecklicheBrandwunden, daß er tags daraus starb. Um Silbe rgeräthe auf ihre Echtheit zu prüfen, faßt man den zu untersuchenden Gegenstand mit der Pincette, spritzt ihn (mittelst Spritzflasche) mit Alkohol und gleich hinterher mit Aether an, legt ihn eine Minute auf Fließpapier, und betupft ihn mit einem Tropfen einer etwa Iprozentigen Lösung von Zweifach-Schwe-selnatrium. Nach einer Einwirkung von 10 Minuten spült man den Tropfen mit Wasser weg. Ist der Gegenstand versilbert, so hat der Tropfen einen vollen, runden, stahlgrauen Fleck hervorgebracht. Andere weiße Metalle und Legirungen, mit Ausnahme des verquecksilberten Kupfers, zeigen bei gleicher Behandlung diese Erscheinung nicht, es tritt höchstens am Rande des Tropfens ein Ring auf. Das verquecksilberte Kupfer wird durch den Tropfen Schwefelnatrium schneller gefärbt und matter schwarz als Silber. Die Probe ist so empfindlich, oatz ver Fleck auch dann auftritt, wenn dieVersilberung so dünn ist, daß sie die ursprüngliche Farbe des Gegenstandes durchscheinen läßt. Wäscheleinen reinigen. Man zieht die Leine fest nebeneinander um die Waschwanne herum, befestigt das Ende derselben usd bürstet sie dann mit der Scheuerbürste mit Sodaund Seifenwasser recht tüchtig ab. Hat sich der Schmutz aufgelöst, so werden sie noch gründlich mit reinem reichlichen Wasser durchgebürstet und entweder im ffreien oder auf dem Boden aetrocknet. Das Aufspannen derselben muß sehr fest geschehen. Auf diese Art ge reinigt, werden sie ganz schön.

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Eine große Menschenmenge im Central Park zu New Jork war neulich Nachmittags Zeuge des tapferen Verhaltens einer jungen Dame, die einem Pferde, das mit seiner Reiterin durchgegangen war, in den Zügel siel und ein Unglück verhütete. Die tapfere Dame ist die 18jährige Minnie Kaufmann, . Mitglied der Familie Kaufmann, welche in Radfahrer - Kunststückchen im Hippodrom auftritt. Frl. Kaufmann unternimmt tägliche Fahrten aus ihrem Rade im Park. Als sie kürzlich sich in der Nähe des Einganges an 59. Str. ,und 5. Ave. befand, vernahm sie hinter sich Hilferufe.' Sich umwendend, erblickte sie ein Pferd, das mit jelner yieitenn durchging. Chnc viel zu bedenken, wendete Frl. Kaufmann ihr Rad nach der links gelegenen Chaussee und ergriff das Pferd im Augcnblicke. als dieses an ihr vorbeirasen wollte, am Zügel. Hierbei verlor sie keinen Augenblick die Controlle über ihr Rad und fuhr eine Strecke von 100 Fuß weiter, den Zügel nicht locker lassend. Schließlich kam ihr Rad zum Stillstand und sie wurde mehrere Nards von dem Pferde geschleift, kam aebr mit. unwesentlichen Kratzwunden davon. Das Pferd aber hatte sie zum Stillstand bringen können. Die verunglückte Reiterin war Frl. Adele von Olde von Plainfield, N. I., die Eigenthllmerin der dortigen Willow Lake Ranche.. Jnfolge.vonbarbarischen Fuchsprellens seitens seiner Collegen hat der 16jährige Student der MarineAkademie in Webb, N. Y., Abraham Klein, die Anstalt verlassen. Er wurde das Opfer von unmenschlichemHazing offenbar aus dem Grunde, wie er sagt, daß er Jude sei. In einem Schreiben an seine in Syracuse lebenden Eltern beschwert sich der Student, daß seine Collegen ihn mit dem Spitznamen Rabbi" belegten und ihn veranlassen wollten, seine Religion lächerlich zu machen. Ein anderer jüdischer Student Namens Koppe von Oil City wurde in ähnlicher Weise mißhandelt. In seinem Schreiben schildert er seine Erlebnisse folgendermaßen: In der ersten Nacht mußte ich eine Peanut mit der Nase auf dem Boden rollen, nach einem Gebet in einen mit Wasser gefüllten Behälter tauchen und in einem Gemisch von Wasser und Molasses auf dem Magen schwimmen. In der zweiten Nacht mußte ich mich meiner Kleider entledigen und balgen. Hoppe und ich waren kaum zu Bette gegangen, als meine Collegen bei uns eindrangen,uns aus dem Bette zerrten und mich zwangen, ein Ei mit Carbon-Bisul-phat, ein entsetzlich stinkender Stoff, zu rühren. Sodann mußte ich mit der Mischung meinem Collegen Hoppe ein Shampoo" geben, das seinen Kopf fast verbrannte. Die Studenten träuselten nachher einenTheil der Mischung in meinen Nacken, warfen, mich in einen Behälter eiskalten Wassers und tauchten mich unter, bis ich fast besinnungslos war. In der nächsten Nacht wuriie ich aus dem Bette gezerrt und mußte das Paddling the Canoe" machen. Dann legten sie mich auf eien Tisch und marschirten, 20 an der Zahl, vorbei, jeder mit einem Knüppel mich schlagend. Schließlich erklärten sie .mir, das Beste Ware, wenn ich nach Hause ginge und meineReligion ändern würde. Nachdem sie mich nochmals geschlagen, händigten sie mir am nächsten Morgen $6.5 ein die sie unter sich aufgebracht hatten, und zwangen mich, ein Resignations - Schreiben an die Trustees zu richten und es in New York zur Post zu geben. Sie hatten wohl ein Recht, die Freshmen" einzuführen, aber nicht in dieser Weise. Ich werde nach der Anstalt nicht zurückkehren, denn ich bin dort wie ein Hund behandelt worden." Verwandlung. Bräutigam: Ich sage Dir, ich bin. jetzt unbändig glücklich . . Freund: Warte ur: bald bist Du glücklich .gebän-digt!

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Fünf Jahre lang war ich so krank, daß ich kaum über das Zimmer gehen konnte, unÄ sehr schwach und nervös," schreibt Frl. Mattie Elusher von Cambria, Ba., aber nachdem ich Cardui genommen, fühlte ich sehr er leichtert."

Vev Fvnnen Heilmittel. I Auf die Probe gestkllte Wissenschaft. Als vor einigen Jahren in Constantinopel die Pest ausbrach,. erkundigte sich der Sultan bei seiner Umgebung, woher denn die Seuche ihren Ursprung nehme. Die Gelehrten behaupten, sie käme von verunreinigtem, bazillenhaltigem Trinkwasser," wurde ihm zur Antwort. Oho, der Sache müssen wir doch auf die Spur kommen," sagte derSultan. Den Herren Gelehrten muß man ein wenig auf die Finger sehen. Es wäre mir, wenn an der Idee etwas sein sollte, auch ganz angenehm zu wissen, was für eine Sorte Trinkwasser wir hier haben." Damit klingelte er und befahl dem eintretenden Diener, eine Karaffe voll Trinkwasscr zu holen. Dann ließ er sich fechs leere Fläschchen bringen und sie aus der soeben geholtcnKaraffe füllen. Er sah dem Füllen zu und versiegelte die sorgfältig verkorkten Flaschen mit seinem eigenen Petschaft. Durch einen, andern Palastbedienten, der so wenig von der stattgehabten Unterredung, wie von dem Füllen der Fläschchen aus einer und derselben Karaffe etwas wußte, ließ er dann alle sechs Flaschen zu dem namhaftesten Chemiker von Constantinopel befördern und um Analyse der Wasserproben bitten. Der Bescheid, der darauf erfolgte, war verblüffend. Nach den aufgeklebten Analyseberichten enthielten vier von den Fläschchen Pestmikroben, eines enthielt unreines, nicht trinkbares Wasser; nur die Quelle oder derBrunnen, aus dem das sechste gefüllt worden, sei, enthalte gutes Trinkwasser. Abdul Hamid zuckte die Schultern, als ihm die untersuchten Fläschchen zugingen, und er das Ergebniß der Analyse studirte. Dann sagte er lachend: Habe ich's nicht gesagt, daß man den Gelehrten auf die Finger sehen muß? Dasselbe Wasser aus derselben Karaffe war also in vier Proben pestdurchseucht, in der fünften verunreinigt, in der sechsten klar und trinkbar. Vor solcher Gelehrsamkeit muß man unbedingt Respekt haben!" Der Hagestolz. In dem Buche von L. Günther Deutsche Rechtsalterthümer in unsrer heutigen deutschenSprache"wird gesagt, daß das Wort Hagestolz" keineswegs mit stolz" inVerbindung gebracht werden darf, auch nicht mit stolziren, als ob es einen bedeutete, der in feinem Hag umherstolzirte; vielmehr ist es abzuleiten vom althochdeutschen Hag", Hag, das heißt umzäunter Grundbesitz, und stalt" (vom gothischen staldan gleich bestallen, besitzen); es bedeutet also so viel wie Hagbesitzer". Besitzer eines wenig werthvollen Gutes. Ein solcher wurde nach uralter, bei den Bauern noch heute vielfach geltender Sitte häufig den jüngeren Söhnen einer Familie gegeben, die dann auch noch in einem Abhängigkeitsverhältniß zu dem durch, den Besitz des Haupthofes (Herrenhofes) bizzünstigten ältesten Bruder standen und in der Regel unverheirathet blieben. Wegen dieses letztern Umstandes wurde dann der Ausdruck Hagestolze schon im frühen Mittelalter schlechthin sür die Unverheiratheten gebraucht. Das , hört sich ganz gut an; aber es gibt eine noch einfachere Erklärung des Wortes; diese hat schon vor längerer Zeit Heinrach Brunner in seiner Deutschen Rechtsgeschichte" gegeben. Er weist darauf hin, daß die altsächsischen Gefolgsleute, so lange sie am Hofe des Herrn weilten, unverheirathet bleiben mußten; diese Gefolgsleute aber hießen Hagustalden". Auf der Promenade. Warum tragen Sie ein Monokel, sieht man damit besser?" Nein, meine Gnädigste, aber man wird besser geseben." (Inf (Stnn k .v w w... vz fc . . 44 der Stadt, Mucho'S Longfellov-. .