Indiana Tribüne, Volume 29, Number 48, Indianapolis, Marion County, 19 October 1905 — Page 7
Jndiana Tribüne, 19. Oktober RO03.
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IN o m a n von Johannes Emm er (Fortsetzung.) Miß Lucy legte ihre Hand in die seine, sagte mit holdem Erröthen, aber mit fester Stimme: Ich will!" und neigte sich ihm um den Verlobungskuß zu empfangen. Sie empfing ihn auch, denn Gloclthurn war so im Eifer seiner Nolle, daß er diesen Abschluß nicht vergaß. Meinen herzlichen Glückwunsch!" Tie Beiden fuhren auseinander. Miß Lucy flog auf die Freundin zu, Kelche unter der Thüre stand, fcei Lcutnant griff mit den Fingern nach irgend etwas, das nicht da war. Sie haben mir eine große Freude bereitet. Herr Leutnant, und ich hoffe. Sie werden meine liebe Lucy glücklich machen. O, sie liebt Sie sehr, und Sie dürfen stolz sein auf diese Liebe!" Ist dies wahr?" Die Stimme Glockthurns zitterte. War es aus Verlegenheit? War es aus Rührung? Wollen Sie es nicht glauben?" flüsterte Miß Lucy und sah ihn an. Dieser Blick entschied, er war ein Stoß in's Herz. Gewiß glaube ich es! Ach natürlich. und wie glücklich mich das macht!" Als Leutnant v. Glockthurn die Villa ttrließ, kam eben Fergus zurück. hören Sie 'mal. das haben Sie nett gemacht! Zum Glück ist es gut abgelaufen; aber " er faßte den Kapitän unter den Arm, als Diplomat .werden Sie nicht berühmt!" Auf dem Heimwege dachte Glockthurn über die saltsame Wandlung seines Schicksals nach. Verlobt sind wir! Hm! Ich möchte jetzt fast selbst glauben, daß ich eigentlich in Miß Lucy verliebt war." . . . Was hat es gegeben?" fragte Fergus feine Damen, welche er in einer ganz wunderbaren Stimmung fand. Ti: Antwort, welche er empfing, war ihm sehr räthselhaft. Sie müssen heute einen Toast sprechen auf Englands lustige Mädchen." 15. Kapitel. ch finde die Gegend hier keinesWegs so reizlos, wie Sie miH vermuthen ließen. Es ist ein eigenartiger Charakter m der Landschaft, der mich anzieht," fagte EvanZ, welcher 'mit dem Baron von einem Morgenspaziergange nach der Stadt zurückkehrte. Aus dem Wege entdeckte ich ein ganz reizendes Motiv, und ich gedenke dasselbe aufzunehmen, während Sie Ihren Besuch machen." . JD, dann bedauere ich, daß Sie meinethalben den Weg zurück machten," erwiderte der Baron. Evans lächelte. Ich muß meinen Malkasten aus dem Hotel holen." Um so besser; es wäre mir unlieb gewesen, wenn ich Ihre Begleitung nur einer konventionellen Höflichkeit zu danken gehabt hätte." Baron Prettau sah auf die Uhr. . Auf die Minute zurecht gekommen. Hier ist das Haus," er deutete auf das Gebäude, welches jenseits der Straße ihnen gegenüberlag. Bei dem Mittagsessen sehen wir uns wieder." Meine besten Wünsche begleiten Sie. Herr Baron," sagte Evans und reichte dem Freunde die Hand. In diesem Augenblicke schritten zwei Soldaten quer über die Straße dem Hause zu, welchem Baron Prettau seinen Besuch machen wollte, ein UnterOffizier und ein Soldat ohne Waffe, bleich und abgemagert, dem man es ansah, daß er nur mit Mühe die aufrechte Haltung bewahren konnte. Evans blickte verwundert auf, als der Baron mit weit geöffneten Augen den Beiden nachsah und dann, ohne weiter ein Wort zu sprechen, mit großen Schritten über den Straßendamm fetzte. Aus dem Hause trat eben ein anderer Unteroffizier mit einer Mappe unter dem Arme: der Baton hielt ihn an. Wer ist dieser Mann; ich meine den Bleichen, der eben hineinging." Der Unteroffizier maß den Fragenden und überlegte offenbar, ob er antWorten oder den Frager abweisen solle. Erst nachdem er sich überzeugt hatte, daß er es offenbar mit einem vornehmen Mann zu thun habe, sagte er militärisch kurz: Ulan Pailer." Wie? Pailer!" , Jawohl!" erwiderte Jener und ging seines Weges. Baron Prettau lüftete etwas den Hut und fuhr sich dabei über die Stirne. Ach ja, welche Tollheit!" sagte er halblaut vor sich hin und schritt nun langsam der Treppe zu. Er brauchte nicht lange im Salon zu warten, bis Frau v. Steinberg erschien, welche den Gruß des Besuchers mit kühler Zurückhaltung erwiderte. Ich bin Ihnen zu Dank verpflichtet, gnädige Frau, daß Sie mir diese Unterredung gewährten. Sie werden vielleicht erstaunt gewesen sein, daß ich es gewagt habe, hier zu erscheinen." Ich war allerdings, überrascht, als Sie mir Ihren Besuch ankündigten." ' Erst vorgestern Abend empfing ich in Mainz Nachrichten von meiner Schwester, welche es mir gewTermaßen
als Pflicht erscheinen liefen, hierher zu reisen." Wieso Pflicht?" fragte mit scharfer Betonung Frau v. Steinberg. Ich habe keinen brieflichen Verkehr mehr mit Ihrer Frau Schwester." Ganz richtig, meine Schwester bemerkte auch ausdrücklich, daß sie die Mittheilungen, welche' sie mir machte, von einer Freundin erhalten habe." Ich weiß nicht, in welcher Form diese Mittheilungen gehalten waren; jedenfalls aber lag auf meiner Seite niemals die Absicht vor. Sie. Herr Bäron. irgendwie zu bemühen." ,Jch verstehe vollkommen, gnädige Frau, daß Sie betonen wollen: irgend eine Aufforderung zum Kommen sei ron Ihnen nicht ausgegangen. Sie glauben Ursache zu haben, mir zu zürnen; in Ihren Augen muß ich ja als schuldig erscheinen. Ich bitte aber, mir zu glauben, daß Sie mich falsch beurtheilen. Ich kann allerdings auf diese Verhältnisse und Umstände nicht eingehen, welche mich rechtfertigen. Doch
lassen wir das. Ich bin gekommen, j weil meine Schwester mir schrieb, Fräulein Elfe sei schwer erkrankt, und ihr Geist beschäftige sich lebhaft mit meiner Person." Es ist richtig, daß Else in ihre? Fieberraserei oft Ihren Namen nannte, meist in Verbindung mit dem eines Ihrer Freunde, den ich nicht persönlich kenne." Mit gespannter Ausmerlsamkeit schaute der Baron auf Frau v. Steinberg. Wovon sprach Fräulein Else? Hatte das irgendwelchen Zusammenhang; das heißt, konnte man errathen verzeihen Sie meine Neugierde, gn'ädige Frau." - Was sollte man aus solchem Irrereden errathe-, können? Meine arme Tochter litt schwer unter allerlei grauenhaften Traumbildern und entsetzlichen Vorstellungen. Es waren schreckliche Stunden." Baron Prettau schien erleichtert aufzuathmen. Ich war sehr freut zu $&n, daß jetzt die Gefahr vorüber ist." Ja. Gott sei es gedankt, der Arz hofft auf Genesung." Empfangen Sie meinen Glückwünsch dazu. qnäbiqe Frau, ?tä will nur noch hoffen, daß mit der Wiederkehr zum neuen Leben Fräulein Else Alles vergißt, was vergangen ist und auch mich." Baron Prettau .griff nach bzm Hute. ..Else spricht auch jetzt noch von Ihnen. Herr Baron!" Förmlich erschreckt fuhr e? zurück. .Jetzt noch? Bei klarem Bewußtsein?" Auch jetzt r-och, ja! Sie scheint wirklich den Wunsch zu hegen, Sie wiederzusehen." Wozu sollte dies gut sein?" sagte der Baron mehr bor sich hin. als zu Frau v. Steinberg. Ich weiß nicht, was zwischen meiner Tochter und Ihnen vorgefallen ist. Else ist stolz und verschlossen, und sie hat mir ihr Herz nicht geöffnet. Was aber immer geschehen sein mag, ich glaube jetzt, Else ist bereit, zu verzeihen oder um Verzeihung zu bitten." Sind Sie beauftragt, mir dies zu sagen, gnädige Frau?" Frau v. Steinberg hob abwehrend die Hand. Ich bemalte ja. daß Else über ihr: Herzensangelegenheiten nichts sprach. Imme? bekam ich nur zur Antwort: .Frage mich nicht, Mama, ich kann es Dir doch nicht sagen.' " Fräulein Else wünscht also ein Wiedersehen?" Vielleicht; ich glaube es vermuthen zu dürfen, wiederhole aber, mein Wunsch war es nicht, daß Sie kommen sollten. Natürlich sieht es auch Ihnen vollkommen frei, eine Wiederbegegnung abzulehnen." Selbstverständlich würde ich einen ausdrücklichen Wunsch des Fräuleins erfüllen. Ich bitte Sie also, gnädige Frau, deshalb anzufragen und mir dann Bescheid zu geben. Ich bin bereit, so lange es nöthig ist, hier in 2 zu bleiben. Wenn Sie einen Augenblick warten wollen, Herr Baron, so werde ich Else sofort fragen." Frau v. Steinberg erhob sich und verließ den Salon. . Der Baron schüttelte den Kopf, es konnte ihm nicht entgehen, mit welcher Hast die alte Dame fortgeeilt war. um ihre Tochter zu benachrichtigen. Man hat mich also doch rufen lassen, so sehr man es auch abzuleugnen' versucht," dachte er. Frau v. Steinberg kam wieder zurück. Else wünscht Sie heute noch zu sprechen." So sei es denn!" Baron Prettau folgte der Dame hin über in das Krankenzimmer; Else saß in einem Lehnstuhle nahe 'dem Fenster und begrüßte den Baron mit einem leichten Neigen des Hauptes. Die Spuren der überstandenen Krankheit gaben sich in der Blässe und in der Schärfe der Gesichtszüge kund, welche dadurch einen Ausdruck ganz eigenartiger, befremdender Schönheit gewannen. Es lag etwas Gespenstiges in diesem tadellos geformten Antlitz; die Form war reizvoll, aber dennoch fühlte man sich mehr abgestoßen, als angezogen. Ein dämonischer Hauch schien von ihr auszugehen. Frau v. Steinbach schob einen Stuhl heran. Ich bitte uns allein zu lassen. Mama!" Du sollst nicht viel sprechen. Else " Mama!" Das klang wie ein Befehl, dem nicht widersprochen werden darf. Frau v. Steinberg ging zur Thüre. Daß Du aber nicht horchst, Mama!"
Aber Kind!" erwiderte ' die alte Dame gekränkt, und schloß die Thüre hinter sich. Nun waren die Beiden allein. Mit lebhaftem Bedauern hat mich die Nachricht von Ihrer Erkrankung erfüllt," begann der Baron. Sie unterbrach ihn. Sehen Sie doch nach, ob Niemand lauscht," sagte sie so laut, als es ihr möglich war. Etwas widerwillig erhob sich Prettau, ösfnet: alle Thüren zu den Nebenzimmern und meldete dann, daß Niemand horche. Kommen Sie näher, wir dürfen nicht so laut sprechen." Er rückte seinen Stuhl heran, sie legte ihre Hand auf seinen Arm und neigte sich ein Xütniz zu ihm. Wissen Sie, daß er lebt? Er hat sein Wort gebrochen! Ich habe ihn gesehen, mit ihm gesprochen." Ist dies wahr?" Die Stimme Prettaus zitierte. Ich sage es Ihnen ja. er lebt!" Der Baron athmete tief auf. Ich danke Ihnen für di:ses Wort; es nimmt eine schwere Last von meiner Seele." Sie wollen das dulden?" Dulden? Ich freue mich darüber!" Elfe warf den Kopf nach der ande ren Seite und sah zum Fenster hinaus, ohne zu antworten. Ich sehe mit Betrübniß." sagte der Baron, daß Ihr Haß noch immer nicht geschwunden ist." Sie fuhr herum. Haß?! Nun ja, es ist so etwas. Liebe kann es doch nicht sein." Baron Prettau sah sie mit einem ernsten und traurigenBlicke an. Fräulein Else, ich wollte Sie vorhin beglückwünschen zu Ihrer Genesung, zwingen Sie mich nicht, zu glauben, es wäre besser gewesen " Sie fiel ihm in's Wort. Ich wäre todt! Das wollen Sie wohl sagen. Natürlich wäre es besser!" Sie Unglückliche!" Warum machte man mich dazu?" Sie selbst thaten es." . Was kann ich für meine Natur?" Man kann sich selbst bezwingen." So stark bin ich nicht. Und Andere sind auch schwach." Sie haben Necht. Fräulein Else; der Vorwurf der Schwäche trifft auch mich. Ich ließ mich von Ihnen zu Handlungen drängen " 0, Sie bereuen wohl, daß Sie mich liebten?" Ich muß es beklagen; mehr aber noch Sie. daß Sie ein so frevelhaftes Spiel mit mir treiben konnten." Es war kein Spiel! Ich glaubte wirklich, mein Wort halten zu können. Aber es ging über meine Kräfte. Der Gedanke, einem anderen Manne angehören zu müssen, erregte mir Entsetzen. Jetzt freilich aber er dürfte mir nicht im Wege sein. Ich ertrüge es nicht, ihn irgendwo auf der Welt zu wissen. Schaffen Sie ihn fort und ich will mein Wort einlösen." Keuchend, in abgerissenen Sätzen, hatte sie dies hervorgestoßen. Else!" schrie er auf. Fühlen Sie denn nicht das Ungeheuerliche! Doch Sie sind ja krank, und darum will ich es Ihnen verzeihen." O, ich verstehe Sie; ich bin Ihnen nichts mehr. Sie sind wohl kurirt von Ihrer Liebeskrankheit? Nun, ich bedarf Ihrer Hilfe nicht; ich werde es selbst besorgen. Ihr seid feige, ihr Männer, feige, feige!" Der Anfall von Naserei erschöpfte ihre Kraft; mit einem schwachen Aufschrei fiel sie in den Stuhl zurück und schloß die Augen. Baron Prettau hatte an der Wand einen Glockenzug bemerkt, er zog an demselben. In wenigen Sekunden erschien Frau v. Steinberg und hinter ihr die Kammerjungfer. Bestürzt beUgte sich die alte Dame über ihre Tochter.--Jcht dachte es ja," jammerte ste, daß die Aufregung sie tödten wird. Else! Else! Um des Himmels willen. den Arzt! Schnell!" Else v. Steinberg schlug wieder die Augen auf. , Ach, Mama, es ist nichts. Beunruhige Dich nicht." Dann sich langsam zu Prettau wendend: Adieu, Herr Baron!" Mit einer stummen Verbeugung gegen Mutter und Tochter verließ Baron Prettau das Haus. Was hat es wieder zwischen euch Beiden gegeben?" forschte ängstlich Frau v. Steinberg. Ich hoffte. Ihr würdet Euch versöhnen." Quäle mich doch nicht damit. Mama! Laß mich allein; ich bin etwas müde." In dem Zimmer darf ich aber doch bleiben; Tu könntest etwas bedürfen." Wenn Du es durchaus willst " Else legte den Kopf zur Seite. In diesem Augenblick trat der Oberst ein. Ihr hattet Besuch! Vor der Thür begegnete ich einem fremden Herrn." . Baron Prettau war hier," sagte Fraü v. Steinberg. Prettau? Den Namen habe ich wohl schon gehört.' Ach, war das nicht der er war verlobt mit Dir, Else?" Ja, ja; der war es." Und er war hier? Nun bas trifft sich gut. Ich habe auch mit Dir zu sprechen, Elfe." Später! Ich will jetzt Ruhe haben," sagte sie leise. Ich bitte Dich, schone sie." bat Frau v. Steinberg. Sie ist sehr angegrifsen." Herr v. Tillfuß sah etwas mißtrauisch seine Nichte an. zuckte dann brum-
mend mit den' Schultern und gab Frau v. Steinberg einen Wink, ihm in's Nebenzimmer zu folgen. Was war denn das für eine Geschichte mit der Verlobung Elses?" fragte er. 3ch weiß ja auch nicht viel darüber. Als ich damals mit der kleinen Hilda nach Bad Hall reisen mußte, ging Else zu ihrer Freundin Melanie v. Lölling. um bei dieser einige Woche zuzubringen. Dort müssen sich die Beiden kennen gelernt haben. In Hall erhielt ich plötzlich einen Brief des Barons Prettau. in welchem dieser mir mittheilte, er sei so glücklich gewesen. Elses Jawort zu erhalten, und frage nun an,, ob er als Schwiegersohn genehm wäre, erbitte meine Zustimmung und so weiter. Ich war vollkommen überrascht, denn Else hat mir nicht die geringste Andeutung qemacht, daß so etwas im Zuge sei. Ich schrieb ihr sofort; sie antwortete ganz kurz, es sei richtig. Ich gab nun dem Baron Bescheid, erhielt ein Dankschreiben mit der Mit-, theilung, er werde sich nach meiner Rückkehr vorstellen, und damit war vorläufig die Cache zu Ende. Als ich nun heimkam, war die Sache wirklich ganz zu Ende. Weshalb weiß ich bis heute nicht. Else wollte nicht reden; von Löllings. mit denen ich ja selbst fast keine Beziehungen hatte, war auch nichts zu erfahren. Melanie war plötzlich gestorben, und ste waren auf Reisen gegangen; und an den Baron konnte ich mich doch nicht wenden. Ich war nur darüber froh, daß die Verlobung noch nicht bekannt gegeben worden war." Nun, da weiß, ich jetzt etwas mehr darüber." Du weißt" Ich muß zuerst mit Else sprechen." fiel rasch der Oberst ein, der sah, mit welcher Spannung seine Schwester auf weitere Mittheilungen harrte. Was muß denn vorgegangen sein, daß nun auch Du vor mir ein Geheimniß machen willst?" rief gekränkt die alte Dame aus. Gedulde Dich noch ein wenig; Du sollst dann erfahren, so viel Du zu wissen brauchst." ch ch ch ch Gvans war inzwischen mit seinem Malkasten wieder nach dem Ende des Städtchens gcwanoert, um das vorhin entdeckte Motiv aufzusuchen. Es war eigentlich nichts Besonderes: ein Garten. der hinter einem niedrigen Hause lag, das nicht die geringste architektonischc Merkwürdigkeit aufwies, gewöhnliche Bäume und gewöhnliche Blumen, wie sie im Lande gedeihen. Von einem gewissen Punkte des FeldWeges aus aber verschoben und schnitten sich die Linien und Umrisse derart, daß ein ganz reizendes Bild stch bot, welches einem Malerauge wohl gefallen konnte, zumal bei der augenblicklichen Beleuchtung. Evans fing an, mit slotten Pinselstrichen das Bild zu skizziren. plötzlich reckte sich in dem Garftn die Cc sialt eines Mannes auf, der langsam zu dem niederen Gitter herankam und über das Feld hin schaute. Jetzt hatte er den Maler entdeckt, und widmete diesem seine Aufmerksamkeit. Nach einer Weile schwang sich der Mann über den Zaun und ging geradewegs auf Evans zu, beugte sich, ohne zu grüßen, vornüber und betrachtete das Skizzenblatt. Ich will nicht, daß Sie malen dieses Haus!" sagte der Mann mit herausfordernder UnHöflichkeit. Evans lächelte spöttisch. An der Aussprache hatte er den Engländer erkannt. und er antwortete daher in seiner Muttersprache: Ich will aber gerade dieses Haus malen." !" Offenbar hatte die Thatsache. auf einen Landsmann gestoßen zu sein, zunächst den Mann verblüfft, dann aber gründlich umgestimmt. Nach einer Weile sagte er in weitaus freundlicherem Tone: Sie sind aus England?" Ja, geradewegs von London gekommen." O! In der That, sehr angenehm. Ich freue mich sehr;" er streckte dem Maler die Hand hin, welche, dieser lachend schüttelte. Sie scheinen große Sehnsucht nach der Heimath zu haben," bemerkte Evans. Wohl; es ist so langweilig hier. Sie müssen mir erzählen von daheim." Ich fürchte nur, daß ich von dem. was Sie interessirt. nicht viel erzählen kann. Ich heiße Evans, bin Maler." Der. Andere mußte nun auch seinen Namen nennen: Kapitän Fergus. Ich liebe sehr Ihre Bilder. Mr. Evans," setzte er dann hinzu. Sie kennen Werke von mir?" fragte der Maler überrascht. Ja, meine Kousine besitzt zwei Gemälde; ste stnd sehr schön. Meine Kousine lobt sie sehr." Dann bitte ich der Dame meinen Dank für dieses liebenswürdige Lob auszuspucken." Wollen Sie das nicht selbst ihr sagen?" Die Dame ist hier?" Wollen Sie kommen mit mx$ Ich wünsche Gesellschaft zu haben; man kann hier nicht sprechen mit den Menschen." Weshalb bleiben Sie denn hier. Kapitän?" .iM (Fortsetzung folgt) Die Sanitäts Polizei von London konsiszirte im vergangenen Jahre 1556 Tonnen verdorbenes Fleisch, darunter 73.4 Prozent impor-tirtes.
WssnbKbN 5 MtzFPlWN. vandalia (ine. Abgang A-l'unst St. LouiS Spcl., tägl s.. 1 508 PittSburg Spcl, tazlich 30W St Louis Liw täglich id&b 6 6)L Ste, Sork Erpreß täglich s 6 6 608m Capital Expreß tügl d.... 7 0393a Schneller Mail täglich .... 8 0033 st LomS Ac tägl 7 2533m Terre Haute Sffing Ace täz 10 2533 Ch St S Erpreß täglich 6s. 12 2)Nm Keystoae Expreß täglich äs. 2 50K St Loui, Erpreß tägl ...... 8 15N Atlanti: Erpreß täglich.. 4 455 THK Ssfingham Aec tägl. 4 00 Rm The W Limited tägl i 4 b 6 45R St L ga? Mail taglich.... 8 Pittöb S5P, tägl 6--.... 6 ?5a VincenneS Division. baixo & Bimen Sxpr täglich 7 20Vm Spencer & Bedsord Ae, tägl. 9 4LV VincenneS Erpreß tägl..... 3 5091 BmeenneS Ezpreß täglich. .10 80V Spencer fc Bedford Ae. tägl. 4 45Nm Eairo Expreß täglich.6 1LR7 VincenneS Accom,nurSigS. ..5 35Nm VincenneS Accom. nur StgS..9 25Nm leveland, incmnatt, Chicago & St lernte Railu-ay. Sleveland Di disie. 4. Abgang .Ankunft American Erpreß täglich.... 4 20Vm New Sork Ltd tägl 6 12 lOSBra NSKB Lim täglich s d... 7 SOVm Detroit & Toledo Exp tägl s 7 55Nm Elevland Accom ..10 45Vm Fort Wayne 62 Elk ErP tägl 10 3SV Anderson Exp .11 30Vm Southdeüern Ltd tgl äs.. ..11 263 V S ck B Lim. tägl & 8.. 2 45Nm Anderson Expreß p 2 45Nm Winona Fltzer, p 3 10Nm St LouiS Ltd tgl ä s 3 005! ZU Wayne & Elkh Exp tägl ö 50Nm Winona Fly?r, p g !0Nm llickerbocke? Sv töal ä . . S 55ta American Expreß täglich.... 645NK. Toledo 6c Detroit Exp tägl. 8 30Nm & Union Eity Accom... 8 l5Rm St. Louis Division. Cin,3ndps öe St L Exp tgl 12 05Vm American Expreß tgl 4 0033m New Aork Ltd tägl s. : 12 20Vm St L, Ein & Col N Exp tgl ä s 4 20Vm St LouiS Accom.. 7 16Vm St..LouiS Expreß tägl .... 7 15BM SouHweßern Lim tgl 6 g. . . 11 05Vm Mat'n & T Haute Aec ..... 10 35Sm St Louis Expre?, tägl d s. .11 4593m 3 8 & Bofion Lim tägl d . 2 40R St. LouiS Ltd tägl 6 s. .... 3 15Nm' St LouiS Aceom.. 5 36Rm Terre Haute & Mat'n Aec 5 OSRm Washington Ezp, tägl p d8. 6 05N American Expreß tägl 7 05Nm nickerbockn Sp tägl,d.... 6 45 Siueiuuati Division. 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