Indiana Tribüne, Volume 29, Number 44, Indianapolis, Marion County, 14 October 1905 — Page 5
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MSnnertreu Frauentreu.
(Von Georg Böttichcr.) Er : Wo wachst daZ Blümlein Fraucntrcu" ? Wer es mir könnte sagen! Ich eilte bis an's Eud' der Welt, Dürft' ich's von hinnen tragen. Das Blümlein Männertreu", ich seh's Ringsum ans allen Wiesen. Doch Frauentreü- ich sucht' und sucht' Sah einer schon eZ sprießen? - Sie: Das Blümlein Männertreu", gewiß. Ist überall zu finden. Es blüht ein klcwes Weilchen, um Für immer zu verschwinden. Das Blümlein Fraucntrcu", es ist . Wie alles Edle selten. Doch Liebe findet's. Find'st du's nicht. Darfst dich allein du schelten! m m m " Drückeberger! Von Dr. R. E. PistoriuS. 5o eine Gemeinheit!" Dr. Fuchs hat soeben das Klassenßimmer verlassen, und jetzt steht der dicke Puntz da und stemmt die Hände in die Seiten, und er macht ein Gesich! dazu, als wollte-er jeden fressen: So eine Gemeinheit! So eine bodenlose Gemeinheit! Der Kerl hat sich doch gedrückt!" Der fixe, kleine Lippert wollte eben am Dicken vorbeiflitzen; aber jetzt steHt er Mit einem Ruck still und betrachtet ängstlich und wie gebannt den Puntz in seiner imposanten Pose und sittlichen Entrüstung. Und der ewig lächelnde Dittmer hat sich neben dem Dicken vornüber gebeugt und ist eben dabei, feine Mape unter den Tisch zu schieben. Und vor lauter Staunen wird er - plötzlich ernst und sitzt wie versteinert da. Und hier und da hat sich alles nach dem Dicken umgewendet, und man sieht ihn verwundert an. Und der bekräftigt von neuem: So ine bodenlose Gemeinheit! Natürlich hat sich der Kerl gedrückt!" Wer? Fuchs?" fragte der kleine Lippert. Aber Puntz hat nur einen flüchtigen, verächtlichen Blick für ihn und das eine Wort: Mondkalb!" Dann aber fährt er in seiner Entrüstung fort: Und heute wollte er mir doch noch die beiden Briefmarken mitbringen! Und nun ist er verduftet! So eine Gemeinheit!" Da lacht nun alles um den Dicken herum: JSla, Dicker, die kannst Du ja auch nach den Ferien kriegen!" Die will ich schon kriegen! Aber so eine Gemeinheit von htm Arnold! Der Kerl hat sich dock gedrückt! Der hat heute schon Ferien gemacht!" Na ja," schiebt da Dittmer seine Mappe mit einem kräftigen Ruck ganz unter den Zisch und beeilt sich hinzuzufügend Sein' Väter ist döch' Inten-dantur-Rath, und der hat vom l.'Juli bis 1. August Ferien, und da ist nun die ganze Familie weg! 1 Aber der dicke Puntz steht noch immer .wie ein zürnender Jupiter da: Js, ja Blech! Seid doch nicht so dumm. Jungen, und laßt Euch was vormachen! Und wenn sein Vater zehnmal schon jetzt Urlaub hat und meinetwegen schon ein ganzes Jahr vorher, darauf gibt's nichts. Ich weiß es ganz genau: man kommt nur frei, wenn man ein ärztliches Attest bringt." Na, dann hat Arnold eben ein arztliches Attest gebracht!" Na" der Dicke windet sich fürwahr und wirft den Kopf zur Seite seid Ihr aber alle dumm, Menschen! Das ist ja gerade die Gemeinheit! Arnold und ein ärztliches Zeugniß! Na, ich danke! Am Sonnabend habe ich mich mit ihm noch auf dem Exerzierplatz gebalgt. Der und krank! Das ist ja der reine Schwindel!" Na ja, was willst Du denn aber machen?" lachen jetzt die Anderen den Dicken aus. Aendern kannst Du es doch nicht!" Indessen, der Dicke platzt trotz alledem bald vor Aerger: Aendern kann ich's nicht! Aber warum soll denn der Karl mehr Ferien haben als wir anderen? Wir haben auch keine Lust, hier noch weiter zu schwitzen! Ich habe immer keine Lust!" Und das glaubt jeder dem Dicken auf's Wort. Und der schiebt jetzt seine Mappe ärgerlich dem Bankende zu: Wenn ich jetzt den Arnold hätte, dann mürbe ich ihn aber verhauen! Sage mal, Für- . sienau. Du fährst doa) auch' immer früher! Was für eine Krankheit wirst Du denn dieses Jahr nun wieder haben?" Fürstenau kennt die Fäuste des Dicken zu gut. Er hält es für besser, gar nicht zu antworten. Und so wirst er dem empörten Inquisitor nur einen scheuen Seitenblick zu und schlängelt sich in dem schmalen Gange schleunigst ur Thür hin. Aber der dicke Puntz ist nun einmal kräftig angeärgert: , Du, Fürstenau, das sage ich Dir aber, wenn Du dieses Jahr früher fährst, dann vertobacke ich Dich vorher noch nach Noten!" Fürstenau ist verschwunden. Aber dafür wird jetzt der Dicke Von neuem von den anderen ausgelacht und obendrein gehänselt dazu: .Du, Dicker, der Fürstenau ist freilich so dumm, Dir das vorher zu sagen!" Weißt Du was, Dicker, wenn er weg ist, dann ist's mit dem Verto backen zu spät. Mach's lieber bald ab, weißt Du!" . Halt lieber Deinen, Mund, sonst kannst Du was kriegen!" Damit schafft sich der Dicke allerdings Ruhe;
aber der ganze Tag, ist ihm 'nun verdorben. Das Frühstück sogar schmeckt ihm nicht mehr, .und zudem fällt er natürlich nachher, noch im Lateinischen bis über die Ohren hinein. Und nach seiner Meinung ist daran einzig und allein dieser Drückeberger, der Arnold, schuld. Natürlich! Der ist nun schon über alle Bere und pfeift auf die ganze Schulsimpelei hier! Der kann keinen Tadel mehr kriegen! - Aber freuen kann er sich, , wenn er wiederkommt! Und der .-Dicke, ballt die Faust: So eine bodenlose Gemeinheit!" Lust hatte der dicke Puntz nicht mehr. Und Lust haben auch die anderen Jungen jetzt nicht mehr; denn unbewußt gleichsam liegt es doch allen in den Gliedern, daß. sich einer freigemacht hat. Und ein Junge fragt nicht nach den Gründen; er sieht nur, was vor Augen m. und was er hici
sieht, das ist eben für ihn eine Unge.' rechtigkelt. Und wenn auch am Montag Morgen derDittmer seinen Freunr vertheidigt hat, Puntz' Worte Haber sich doch 'jedem tief in's Empfinder gedrückt, und am nächsten Tage schor schreit alle Welt Zrter und Mordic über diese Ungerechtigkeit: AerztlicheZ Zeugniß! Ha, das könnte ja jede: bringen! 'Wenn's weiter nichts ist! Freihaben möchten wir alle gern!" ' Nur einer schimpft nicht mehr. DaZ ist der dicke Puntz. Dafür beobachtet er aber unausgesetzt den Fürstenau. Auf Schritt und Tritt. Er läßt ihn nicht mehr aus den Augen. Er folgt .ihm wie sein Schatten. Und bis zum Mittwoch um 1 Uhr ist er sicher, daß Fürstenau weder dem Ordinarius, wik es in denVorjahren geschehen, noch -auch dem Direktor ein wohlverschlossenes Couvcrt übergeben hat. Das wäre das ärztliche Attest." murmelt der Dicke vor sich hin, und ich würde diesen Drückeberger verdammten balk todtschlagen!" ' Aber ganz unbemerkt ist des Dicken Spionage nicht geblieben. Und als er am Donnerstag Morgen selbst etwas spät kommt und gerade noch vor dem Läuten in die Klasse stürzt, da wird er schon mit dem Rufe empfangen: Dicker! Dicker! Fürstenau ist nicht da! Der hat Ferien gemacht!" Da reißt der dicke Puntz die blitzenden Aeuglein in dem hübschen, runden Gesicht auf. ' Und seine Nase wird breiter und größer. Und er schleudert einen wüthenden Blick auf Fürstenau's Platz. Und der ist leer. Schön, da schlage ich Radau!" Und er wirft seine Mütze an den Haken und setzt sich mit einemRuck hin, daß die ganze Bank kracht Nein, das lassen wir uns nicht gefallen! Jetzt -zapfe ich direkt Fuchsen an. Aber Ihr müßt mir alle beistehen!" Da tritt auch schon der Ordinarius, der Dr. Fuchs, in die Klasse. Und als das Morgengebet gesprochen ist, setzt er sich auf das Katheder: Es fehlt Arnold! So!" Und Fürstenau!" beeilt sich da dik Hälfte der Klasse zu rufen und am lautesten der dick? Puntz. Und Dr. Fuchs beugt sich schnell noch einmal über das Klassenbuch: Richtig, richtig! Ich weiß, Fürstenau!" Und er trägt schnell den Namen noch ein. Und die beiden fehlen auch morgen! Also: Ärnold, Fürstenau!Als aber Dr., Fuchs wieder aufblickt, da steht mit dunkelrothem Gesicht der dicke Puntz hoch aufgerichtet da: Herr Doktor? Dürfen wir fragen, warum Fürstenau fehlt?" Dem Dicken zittert die Stimme vor Erregung. Mit einem Blick scheint Dr. Fuchs die ganze Situation erfaßt zu haben. und so geht er auf die hastig heraus gestoßene Frage ein: Nun ja, Dicker! für Fürstenau ist beim Herrn Direktor em arztliches Äeugmn eingelaufen!" Aber Fürstenau ist doch nicht krank!" Willst Du das als Laie behaupten?" , Ja. das weiß ich. Das mach! er jedes Jahr so! Der drückt sich jedes Jahr zwei Tage vor den Ferien! Dr.. Fuchs hat jetzt die Stirn gerunzelt. Es ist aber doch alles in Ordnung, mein Lieber! Also kümmere Du Dich nur nicht um solche Sachen und setze Dich! Wir haben zudem keine unnütze Zeit! Herr Doktor!" haspelt jetzt der Dicke aber doch in seinem Aerger heraus. Das muß aber ein netter Arzt sein, der den Fürstenau krank geschrieben hat. Und jetzt schießen dem Dicken sogar die Thränen in die Augen. Mein Papa sagt, solch Hausarzt Halt. Dicker! Noch ein Wort und ich muß Dich schwer bestrafen undDick auch dem Herrn Direktor melden Deine Eltern können zu Hause sagen, mein Junge, was sie wollen! Hier kann ich so was nicöt zulassen. Am allerwenigsten eine Beleidigung des arztlichen Standes, der gerade bei uns in Deutschland alle Hochachtung ver dient Und wenn der Arzt solch Zeug niß schreibt, so geschieht dies mit Genehmigung unserer vorgesetzten Behor de. und der haben wir alle zu gehör chen! Und einem dummen Tertianer j l kommt es nun aooiu: Nicyl zu, sn oem Kritik zu üben, was der Staat zu thun für gut befunden hat. Das muß Dir und allen anderen ein für allemal klar werden! Hast Du mich jetzt verstanden?" Der dicke Puntz starrt seinen Ordi ..K '
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narws. der lange nicht so zu der Klass gesprochen hak. mit weit genöffneten Augen an. Er ist 'rre an ihm geworden. Gerade zu ihm, dem Dr.. Fuchs. hat er wie zu einem Gott und wie zu einem Ideal der Gerechtigkeit aufgeblickt, und der kann jetzt so reden! Und so kriegt der arme, dicke Puntz ge'rädk noch ein leises, klaglichesJa!" heraus und dann setzt er sich. , In der Klasse ist es todtenstill. Jeder weiß jetzt, daß er seine Zunge im Zaume zu halten hat; jeder weiß au$, daß mit Arnold sowohl als mit Fürsienau alles in Ordnung ist; aber jeder einzelne aus dieser 5unaenschaar nm7de.zeiZl aucy lein und Bern darauf schwören, daß etwas dabei doch nicht in Ordnung ist; denn sonst wäre Dr. Fuchs sicherlich ruhig geblieben und hätte den dicken Puntz nicht so niedergedonnert. Lust und Liebe zur Arbeit .sind verflogen. Man schleppt sich mühsem durch .,die langen Unterrichtsstunden der beiden, noch bleibenden Tage bindurch. " Ja, die Jungen da in der Tertia hatten alle ganz gern bis zum letzten Augenblicke ausgehalten, genau wie die Soldaten auf dem Schlachtfelde. Wenn aber da der oder jener in voller Bataille fahnenflüchtig wird, wo sollen die anderen den Muth und die Lust hernehmen, auszuharren? Die schwarze Suppe der Pflicht schmeckt nur, wenn alle sich bereit zeigen, sie auszulöffeln. Das ist nun einmal so im Leben und also auch in emer Tertia! Allerlei fiif HauS. Reinraen vonGlaS- und Alaba st erschalen. Man überstreicht diese mit dickem Stärkekleister. läßt diesen ganz eintrocknen, blättert uno reibt lhn dann ab. 5ift Kalk in's Auae aekommen, so wasche man dieses zuerst mit watx, vann mit stgwajjer aus uno träufele darauf Zuckerwasser ein. was den Schmerz sofort lindert. Svrünae in eisernen Oefen beseitigt man folgendermaßen: Man nimmt reine, gutgesiebte Holzasche, etwas Kochsalz und etwas Lehm, rührt alles, unter Zugießen von Wasser, zu einem dicken Teig und verkittet die Sprünge damit.. Vanamabüte werden, um sie zu reinigen und zu appretiren, mit Hilfe eines Schwammes oder einer Bürste in warmem Seifenwasser aewaschen, dem etwas Soda zuaefeRt l!t. Gut nachgespült, kommt der Hüt dann in eine warmeosung von 100 lLramm Kleesalz in einemQuartWasser. Hierin bleibt er eine haj&e Stunde, wird dann mehrmals sehr gut nachgespult und, etwas getrocknet, mit einer dünnen Auflösung von . weißer Gelatine in warmem Wasser oesrnchen, der eine kleine Menae Glvcerin zuaesekt ist. Dann kommt der Hut auf die Form, wlro gepreßt, gebügelt und getrocknet. f t'r b b I fl t t n ait rtTrirrn. Verrostete . und vernachlässigie, oder vurch ueoerlausen von Speisen und dergleichen schmutzig gewordene,'eiserne öerdvlatten werden wieder svieaelalatt und wie neu, wenn man sie, so lange sie noch warm sind, mit heim ' SodaWasser begießt und dann mit Harzseife einreibt. Einige Minuten darauf reibt man mit seinem Sand oder Putz stein kräftig nack und nimmt, wenn nöthig, nochmals Sodawasser und f.:z. i : f r. r..f.i.i ni vscijc zu jyujc. Hllleßi ournel man gründlich, reibt mit Papier xiaaa und endlich mit wollenem Lappen trocken. Um Schuhe vonGlanzled e r zu putzen, wird erst der Staub entfernt, dann eine Mischung von 1 Theil Oel mit 2 Theilen Rahm aufgetragen. Man benutzt dazu einen Flanelllappen und reibt dann das Leder mit einem weichen Lappen trocken. Alte, schwarz gewordene Gefäße aus Kupfer lege man einiae Zeit inMolke. Sollten sie inwendig fettlg jem, so ist es nothig, die Mölke m ihnen heiß werden zu lassen. Nachdem man sie tüchtig nachgescheuert hat, entferne man etwa noch vorhandene Flecke durch Putzen mit verdünnter Salz säure und Schlemmkreide. Bei Quetschungen und Verstauchungen lege man auf die gequetschte Stelle Bleiwasser-Umschläge auf, welche viertelstündlich gewechselt werben. Der kranke Theil muß in strenger Ruhelage gehalten werden. Ob noch ein Verband anzulegen ist, oder nicht, entscheidet der Arzt.' DasEinlaufenderWalle z u verhindern Das EilNaufen verhindert man am besten dadurch, daß man die Wolle vor dem Stricken rumpt. Man bringt die Wolle in Strängen mit Wasser und Seife auf's Feuer und laßt sie 10 Minuten kochen. Dann zieht man sie durch kaltes Wasser und hängt sie zum Trocknen auf. Wollsachen müssen vor dem völligen Trocknen stets gedehnt und geweitet werden. FarbenerhaltungbeiWas ch e. Essig, sogleich zur Waschbrühe aeaeben. erbält blakrotbe und arüne. j j ' i i j ' i r -1 i . crr tr. n yi zum leyien xuan gegeoen, ueui er veränderte, hochrothe Farben wieder her. Soda erhält purpurroth und bleiblau; reine Pottasche erhält und bessert Schwarz auf reiner Wolle. Ist Farbe durchSäuren verändert, so ellt Salmiakgeist, mit 12 Theilen Wasser verdünnt, sie wieder her; ist sie durch Alkalien verändert, so stellt sie Essig wieder her. '
'Aus Australiens Chicnvctt. d Baum-Säugurnl, .im wilden und zah mcn Zustand. Zu der merkwürdigsten Thiergattung, welche die australische Fauna aufzuweiseu hat, gehört unzweifelhaft das Baum-Känguruh. In der Sprache der Eingeborenen, heißt es Mape oder Morpe. Seinem Körperbau nach weicht es erheblich von dem echten Känguruh ab. Vor allem ist es viel kleiner und 1 dürfte daher eher den Namen Wallaby verdienen. In der That, scheint das Baum-Känguruh mit dem Rock-Wal-, laby verwandt und vielleicht ein MischAbkömmling des Rock-Wallaby von einem der großen schwarzen ScrubOppoffums zu sein. Das Baum-Känguruh besitzt die Vorderfüße oder richtiger Hände des großen schwarzen Oppossums, auch zeigt es die Gewohnheiten der Oppossums in manchen Dingen, während in andern es mehr den Wallabys ähnelt. In seiner Kopfbildung ist es weder den Opossums noch dem Känguruh oder Wallaby ähnlich, sondern zeigt fast genau den Kopf der Känguruh-Ratte. Wahrend Känguruh und Wallaby oft zwei Junge haben, hat das BaumKänguruh ebenso wie die Oppossums nur ein Junges im Beutel, wenigstens ist bisher noch nie ein solches mit zwei Jungen im Beutel hier erbeutet, gefangen oder gesehen worden. &as Baum-Känguruh klettert äußerst langsam und vorsichtig und klammert sich mit seinen Krallenhänden fest an die Rinde. Wenn es von einem Ast zum andern will, geht es vorsichtig den Ast entlang, worauf es sich befindet, bis zum Stamme und klettert dann den Stamm hinauf oder herunter, um auf denjenigen Ast zu gelangen, worauf es zu kommen wünscht. Wo nur möglich, vermeidet es an senkrechten Bäumen heraufzuklettern und thut dies nur, wenn hart bedrängt; zumeist klettert es cluf Bäume, die einen schrägen Wuchs haben. In den Farngewächsen und a'if den Orchideenbüschen, die auf solchen Bäumen wachsen, liebt es seinen Ruheplaß auszusuchen und den Tag über mit Schlafen zu verbringen. Wie das Opossum, so sucht das Baumkänguruh während der Nacht seine Nahrung. Diese besteht nur aus Pflanzen, namentlich den Blättern einer Sorte Orchideen, die im Herberton Scrub reichlich wachsen. Ist doch der Herberton Scrub .fast der einzige Platz, wo das Vaumkänguruh in Australien zu finden ist, und wird als die Heimath des Thiers allgemein angesehen. Jm wilden Zustand vertheidigen sich diese Thiere nach Kräften, beißen und kratzen, wenn man sie anfaßt. Sind dieselben aber einmal gefangen, fo ergeben sie sich bald ruhig in ihr Loos und werden vollkommen zahm, so sehr,
dß sie demjenigen, welcher sie futtert, wie Hunde nachhüpfen und an ihm heraufklettern und sich unter dem Rock anklammern. Das Vaumkänguruh ist gegen Kälte höchst empfindlich und erliegt derselben bald, ebenso wie es bald stirbt, wenn .man es in einem Käfig oder Kasten gefangen gehalten hat. Im Säfig weigert es sich, Nahrung zu sich zu nehmen. Uebrigens ist auch im Herberton Scrub dieses seltene Thier eine wirkliche Seltenheit, und erfordert es des Absuchens für mehrere Tage durch erfahrene eingeborene Treiber, um die Thiere aufzuspüren und ihr Lager zu finden. Ein Namenloser. Infolge der bureaukratischen Umständlichkeit seiner Heimathbehörde sieht sich ein in Delmenhorst, Oldenburg, wohnender sächsischer Staatsangehöriger in die unangenehme Lage versetzt, bis zur Erledigung seines Falles sich ohne väterlichen Zunamen zu behelfen. Der Mann nennen wir ihn Müller will die oldenburgische StaatsangeHörigkeit erwerben und hatte sich deshalb an eine sächsische KreishauptMannschaft gewandt. Nach dem Verlauf von vier Monaten erhielt er folgende Antwort: Du auf Ihren Antrag hier angestellten Erörterungen haben ergeben, daß Sie die sächsische Staatsangehörigkeit besitzen. Hingegen konnte bis jetzt noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden, welchen Namen Sie zu führen berechtigt sind. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich ergeben, daß Sie in Zukunft nicht den Namen Müller, sondern Meyer zu führen haben, da Ihr Vater anscheinend als unehelicher Sohn der Karoline Schulz, geb. Meyer, geboren ist und ein Nachweis dafür, daß der als außerehelicher Vater bezeichnete Gottlieb Müller, die Vaterschaft anerkannt habe, nicht zu erbringen war. Auf der anderen Seite ist es noch nicht mit Sicherheit festgestellt, ob Ihr Vater wirklich als unehelicher und nicht vielleicht doch als ehelicher Sohn der Karoline Schulz zu gelten hat. Es ist daher nicht ausgeschlössen, daß Sie weder den Namen Meyer noch Müller, sondern Schulz zu führen haben." (Gelungener Ausweg.. Bei den Zeitungen in Spanien ist es sehr gewöhnlich, ihre Redakteure und ihren Geldbeutel vor den Strafverfügungen der Gerichtshöfe dadurch zu schützen, daß sie ein Mitglied der Cortes zu überreden wissen, sich selbst für den Verfasser eines beanstandeten Artikels zu erklären. Es kann nämlich kein Abgeordneter angeklagt oder gar verurtheilt werden ohne besondere Zustimmung des Parlaments (der Cortes) und diese pflegt die hohe Versammlung in den allermeisten Fällen zu versagen.
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