Indiana Tribüne, Volume 29, Number 43, Indianapolis, Marion County, 13 October 1905 — Page 5
, Jndiana Tribüne, 10 Oktober 1905
ZwcKi-grand.
TjumorfslvC von co von Torn. Auf der Eartenveranda des KasinoZ wurde der übliche Berdauungsskät geklopft. Um die Viertel mit Aufschreiben. Höher erlaubte es der Käsmoälteste nicht. Er meinte, daß auch bei diesem niedrigen Satze schon hinreichend Krach gemacht würde und außerdem bestände für das Offizierkorps keine Verpflichtung, die irdischen Güter des Leutnants von Lucks in's Ungemessenc zu bereichern. Sechsundfünfzig neunundfünfzig einundscchzig rrrrrrum !" An dem Tische, an dem Enno Lucks, der berüchtigte Räuber," thätig war, erhob sich ein Triumphgeheul. , Lucks hat einen Kucki-Grand umgeschmissen!" Einen mit vieren " Das macht hundertundzwanzig auf die Badehosen!" Dadurch kommt er mit minus drei in den Keller " Das letzte Spiel der letzten Stafce, das er angeblich nie verlier:!", Endlich haben wir den Kerl einmal gewürgt!" ' Leutnant von Biedenkorn trommelte in Hellem Entzücken mit beiden Fäusten auf den Tisch, und auch $er andere Partner, der sonst so gesetzte Oberleutnant Schallehn, hüpfte auf seinem Stuhle wie ein Kind, das unvermuthet Kandiszucker bekommt. Schnell sammelte sich um den Tisch eine ganze Korona und jauchzte mit. Selbst der Etatmäßige Na, Lucks," schmunzelte der alte Herr, hat man Sie auch mal beim Kamisol? Sehen Sie, wie es sich freut, das entmenschte Paar!" Leutnant vonLucks verharrte schweigend und unbewegt' Erst auf die Anrede des Vorgesetzten stieß er seine Stichkarten zusammen und schob sie mit einer grandiosen Eesie in den Uniformkragen. Die Herren locken zu früh froh, Herr Oberleutnant," sagte er in seinem breiten holsteinischen Dialekt. Sind nämlich 'n büschen schwach im Kopsrechnen." Sie wollen doch nicht behaupten" Ich behaupte nichts, meine Herren. S i e behaupten!" Da hört aber alles auf! Zählen Sie doch nach!" Das brauche ich nicht. Arme Leute zählen " linier allgemeinerBetheiligung wurden die Points der Gegenpartei noch einmal nachgerechnet. Achhindvierzig neun und fünfzig . . . wahrhaftigen Gott, blos neunundfllnfzig!" konstatirte Oberleutnant Schallehn. Es werden nicht mehr!" Was haben Sie denn vorhin gezählt, Biedenkorn!" . Die , Gehässigkeit hat ihn blind gemacht.", warf Enno Lucks trocken ein. Hat der Mensch wirklich wieder geWonnen und solch ein pflaumenweiches Spiel!" Ich habe Ihnen gesagt, meine Herren, daß ich das letzte Spiel immer gewinne. Außerdem brauche ich noch einiges Geld für meine Urlaubsreise. Zur Kasse, wenn ich bitten darf." ' Nach der Abrechnung verließ Oberleutnant Schallehn die ungastliche Stätte. Die beiden anderen blieben noch sitzen. Na, Biedenkorn was wollen Sie trinken für die sieben Groschen, die ich gewonnen habe?" ' Der Angeredete, der nachdenklich aus dem Protokoll eine Tüte gedreht, schüttelte den Kopf. . Es ist nicht zu glauben, was Sie für ein Glück haben, Menschenkind. Wie machen Sie das! Ich versteh's nicht " Sagen Si: anstatt Glück Kourage und Sie baben den Stein der Weisen." Leutnant von Biedenkorn schüttelte noch tiefsinniger den Kopf. , Im Spiel mag das gelten, Lucks. Aber davon rede ich nicht. Auch sonst haben Sie mehr Glück wie Ferdinand. Sie erwähnten vorhin Ihre Urlaubsreise. Während ich mit zwei ärztlichen Attesten dem Alten knapp zehn Tage habe abringen können, bekommen Sie glatt dreiundzwanzig mehr als drei Wochen. Das ist doch nicht Kourage" Selbstverständlich ist's das. Das ist genau so ein Kucki-Grand, wie ich ihn vorhin gewonnen habe. Sehen Sie, mein Lieber das Leben muß wie ein. großer Skat genommen werden. Wer sich immer übertournnen läßt, wird kein Spiel machen und es nie zu was bringen. Als ich mit unserem Herrn Oberst von Rauscher wegen des Urlaubs verhandelte, stand die Partie sehr schlecht für mich. Jeder andere, hatte gepaßt. Er hatte alle Atoüts in der Hand und ich eigentlich nur Fohsen denn es war schon das dritte Mal in diesem Jahre, daß ich wegen Urlaub einkam. " In solchen verzweifelten Fällen pflege ich auf's Ganze zu gehen und Kucki-Grand zu spielen " Den man gewinnen, aber auch umschmeißen kann." Sehr richtig, bemerkte der Igel. Im letzteren Falle zählt der Verlust sogar doppelt. Aber das muß man eben mit in den Kaufnehmen. Wenn kein Risiiko damit verbunden wäre, wurde ja das Kuckimachen epidemisch
werden. Na, kurz wissen Si5,was ich in dem Partiechen mit dem Alten im Skat gefunden habe ? Erstens eine sehr' gute Idee und zweitens Asta Rauscher " Aber die ist doch nicht hie,! Der Oberst hat sein: Tochter auf ein Jahr
fortgeschickt " " 4 kw v n Ganz recht. Ich habe sogar durch Handschlag an Eidesstatt versichern müssen, daß wi? uns in dieser Zeit weder sehen,. noch iorrespondiren. Trotzdem werden wir uns heirathen eventuell auch mit Hilfe eines KuckiGrand. Doch das nur nebenbei. Im vorliegenden Falle erkundigte ich mich nach Astas Befinden, was mir erlaubt ist, und ließ durchblicken, daß in diesen Tagen die Prüfungszeit zu Ende sei. Da hat er zunächst wie üblich getobt. Er meinte, Asta sei immer noch zu jung und ich immer noch zu windig na nd was sonst einsichtslose , Papas in solcher Lage zu sagen pflegen. Als ich ihm dann mein Urlaubsgesuch vortrug, war er Fett und Feuer dafür. - Sechs Monate wollte, er mir geben..." Lucks l Und das haben Sie nicht " Denke ja gar nicht daran. Ich habe bescheiden darauf hingewiesen, daß ich ein viel zu leidenschaftlicher Soldat sei, um mich für ein halbes Jahr dem Königlichen Dienste zu entziehen. Ich bäte nur um acht Tage " Mensch!" heulte Biedenkorn auf, indem er sich in die Haare fuhr. Nur acht Tage. Ich würde ja gern, fügte ich hinzu, zu meiner Erholung eine Nordlandreise machen, die dreiundzwanzig Tage dauere dazu aber fehlten mir leider die Mittel. In der nächsten Minute mimte' der Oberst den treuherzigen älteren Kameraden und legte eine braune Hose auf den Tisch des Hkuses. Es wäre ihm eine Freude und ein Vergnügen und ob ich nicht lieber nach Westindicn fahren wolle die Reise dauere sechsunddreißig Tage. Wennich jedoch auf dem Nordkap bestände, dann möchte ich mich dort durchaus nicht beeilen er würde mir jederzeit gern Nachurlaub bewilligen." Da haben Sie also zu den dreiundzwanzig Tagen noch tausend Mark?" Allerdings. Betrachte ich Äs Vorschuß auf die Mitgift." So ist unsere Verabredung in's Riesengebirge natürlich hinfällig " Durchaus nicht." Aber Sie gehen doch , nach Norwegen, Mensch!" Denke ich gar nicht daran. Ich gehe mit Ihnen-in's Riesengebirge. Dazu habe ich. meine besonderen 'Gründe." Leutnant von Biedenkorn schaute entgeistert. Lucks Sie sind das frechste Individuum. das mir jemals vorgekommen ist. Aber versuchen Sie die Götter nicht. Die Welt ist ein Dorf. Wenn Sie gesehen werden Dann spiele ich Kucki-Grand." Es gibt nichts Gemüthlicheres als einen Sommerabend auf einer Baude im Riesengebirge. Nach den anstrengenden Tageswanderungen finden die Touristen sich hier zusammen und pflegen der Erholung. Ein guter Trunk frischt die erschlafften Lebensgeister alsbald auf. Leute, die sich nie vorher gesehen und vielleicht schon am nächsten Worgen auf Nimmerwiedersehen sich trennen, sitzen beieinander, als wäre das alle Zeit so gewesen und würde nun immer so sein. Auch die Nachzügler mit ausgelassenen Zurufen empfangen finden sich schnell in die Fidelitas ' es sei denn, .daß ihre Frage !nach einem Quartier für die Nacht einem bedauernden Achselzucken begegnet und sie nach kurzer Rast mürrisch noch ein paar Stunden weiterwandern müssen, um wo anders ihr Heil zu versuchen. In der Schlingelbaude ging. es hoch her. Das Restaurant war überfüllt dennoch begnügte sich jeder mit dem vorhandenen Raume und freute sich der Unterkunft. Die Leutnants von Biedenkorn und von Lucks hatten die beiden Pseudotiroler von ihrem Podium gedrängt und konzertirten, daß es eine Lust war. Biedenkorn spielte virtuos die Zither. Enno Lucks sang und begleitete zur Guitarre. Das Publikum applaudirte rasend, und die zünftigen Baudensänger hatten nichts weiter zu thun, als das Geld einzukassiren, das die Stadtkollegen ihnen verdienten.' Plötzlich unterlief Herrn von Biedenkorn in einem Präludium ein schrif ler Mißton. . . Um Gotteswillen, Lucks " Was ist denn los, edler Mitbarde. Sie haben sich eben schauderhaft vergriffen!" Still! Drücken Sie sich so schnell Sie können! Der Oberst ist eben eingetreten mit Fräulein Asta " Wo" Na drüben zum Donnerwetter! Sehen Sie denn nicht. Unglücksmensch? Er zankt mit dem Wirth wahrscheinlich weil' kein Zimmer mehr frei ist. Jetzt läßt er sich nieder. Aber so verschwinden Sie doch!" . ' Zu spät Du rettest den Freund nicht mehr. Er hat schon sein Glas eingeklemmt und äugt also Kucki Grand! Ein paar Takte Schnadahüpfel. wenn ich bitten darf. Meine Herrschaften!" wandte er sich mit Stentorstimme an das Publi,kum. Jetzt kommt die Ballade vom Pech!" Jubelnde Zustimmung allerseits bis auf einen alten. Herrn, der durch sein Monokle wie ein Narr schaute, und
ein jungis Mädchen, dem freudige Ueberraschung und Angst gleichermaßen den Athem versetzten. Der Sänger rasch in die Saiten' fiel und begann sie mächtig zu schlagen ... In lustnlen G'stanzeln, denen das Auditorium' zuerst begriffsstutzig, dann aber mit wachsendem Verständniß folgte, besang er sein Pech. In den Zügen des alten Oberst kämpften. GeWitter und Sonnenschein. . Nach und nach aber, schwanden .die Wolken. Jmmer rascher und aufgeräumter strich er seinen weißen Schnurrbart und schließlich fiel er mit herzlichem Lachen in den brausenden Chor der Heiterkeit ein, als das Chanson mit folgenden Strophen schloß: Doch der Schlingel, der dalkete, fallt nix Ijev ein, Dieweil ma ja grad aus der Schlingelbsnd fin. Holdrio l . Und trenn's a gut End gibt, da kommt er zum Lobn Mit den zwei blauen Augerln seiner Liebsten davon. Holdrlo I Und fo kam es. Asta träumte längst einem glückseligen Morgen entgegen, als der Oberst immer noch eine lebte Runde ansaate. Er hatte es sich
2. Ka sinti( sainUl SCi slrn sS. rtYni -A in vcu juy vujj wuivugersohn doch wenigstens einmal das letzte Spiel verlieren müsse. Aber das war nicht zu machen er gewann immer durch Kucki-Grand. (Bin Z,lrrsttttri7er. Willy durfte mit der. Tante in's Theater und eine Kindervorstellung ansehen: Schneewittchen und die sieben Zwerge." Athemlos verfolgte er so erzählt man uns die Vorgänge auf der Bühne. Tieftraurig blickten die sonst so hellen Augen, als das arme Schneewittchen plötzlich gestorben war Helles Entzücken erstrahlte auf seinem Gesichtchen, als es, vom Tode erweckt und dem . schönen, glänzenden Prinzen als Gattin angetraut wurde. Als der Vorhang zum letzten Male gefallen war und Willy noch mit offenem Munde, ganz verklärt blickend, dasaß, sagte die Tante: Nun ist's aus, Willy komm laß Dir Deinen Mantel anziehen wir gehen jetzt nach Hause." Und er sträubte sich energisch gegen den Mantel. Aber Kind siehst Du nicht, daß alle fortgehen? meinte die Tante; es wird jetzt, gar nichts mehr gespielt Schneewittchen ist wieder lebendig und hat ihren Prinzen gekriegt und ist jetzt Frau Kömgin und da istjetzt die Geschichte aus." Nun aber heulte Willy ls, daß än's durch's ganze Theater hörte: ,'Huuuh huuuh" brüllte er ich .'.will auch!- Was willst Du auch?" Ich will auch auf die Hochzeit!" Finanzier.. ,' . Graf Prczinsky verkauft ein Haus an den Faktor Schlome Abeudroth. Da dieser den Kaufschilling nicht entrichtet, begibt sich der Graf selbst zu seinem Schuldner. Haben Sie Geduld, Herr Graf," sagte Schlome. Ich hab' jetzt große Ausgaben, ich heirath' aus ' meins Tochter "Jentel." Da der Graf die hübsche Jentel kennt, wird er' elwas milder gestimmt und fragt nach - dem Namen des Bräutigams. Schlome gibt die gewünschte Auskunft. " i,Ach, da gratulir' ich," meint der Graf, ich kenne diesen braven jungen Mann... und es ist sehr hübsch von ihm, daß er ein Mädel ohne Mitgift heirathet." Wie heißt, ohne Mitgift?" entgegnet Schlome piquirt. is das Haus, was mir der Herr Graf verkauft hat, nix e ganz e scheene Mitgift?" ,,Icix adjt s tvixv a Nngel!" An Schilda erinnert folgendes in einem Dörfchen bei Mügeln passirte Geschichtchen. Dort war einem Bauer ein Papagei zugeflogen und hatte sich auf ein Scheunendach häuslich niedergelassen. Das Väuerlein machte natürlich Jagd darauf und als er zugreifen wollte, fuhr ihn der Papagei an mit den Worten: Mein Herr was wilnschen Sie von mir?" Beinahe wäre der Bauer vor Schreck die Leiter herabgestürzt. Er kroch äußerst verblüfft zurück und meinte .unten,, sich hinter dem Ohre kratzend: Ich dacht', es wär' a Vugel!" ' Schneller Umschwung. Hausirer: Vermöge meines kolossalen Umsatzes kann ich Ihnen natürlich die allerhöchsten Preise für alte Kleider zahlen . . H a u s h e r r : Geben Sie sich keine. Mühe ich verschenke meine getragenen Anfüge an arme Leute!" H a u s i r e r (demüthig): Schenken Sie se mir ich bin auch .'n armer Teufel!" Met d)fcammMs4j-?tilbdTCii (Sächsisch.) Ich hadd' S scheeneS Däbbchcn Am Schdammdisch in d'n .Schdära," Daraus drank ich manch' Träbbchcu Sie fier vxti Löwen gärn. Ich gann Sie's nicht dergässen, So niedlich warsch und fein. X ' ES ging, wenn gut gemäffen, Ae halwer Lider nein. , , Ich hadd'S von meiner Alden Geschenkd begomm' Lmal -Und daht'S in Aehren Halden, - Als wärsch S Goldöogal. De (SSllner'n Hadd'S zerschmisse In ihrer Tusslichgeed. Cie drägt uff ihr'n Gewissen Mei großes Härzeleed. . Bedriebd häng' ich mei Gäbbchen, - Um'S Härze is mersch schwär. Mir schmeckd gee eenj'geS Drävbchen Eeit jener Echdunde mähr.
Allerlei für'S Hans. , Beulen an Möbeln. Ebenso, wie man dem Menschen bei derartigen Unfällen Compressen" auflegt, kann es auch .den Möbeln geschehen, wenn diese durch Anstoßen Eindrücke und Beulen erhielten. Durchnäßte Tücher, über die verbeulten Stellen gelegt, bewirken, daß das Holz sich wieder glattzieht. .Um Fettflecken aus Papier zu entfernen, legt man unter und über den Fettfleck mehrere Blätter trockenes Löschpapier und fährt dann mit einem heißen Bügeleisen mehreremale darüber hin; das Fett wird flüssig, zieht sich in das Papier, und der Fleck verzieht sich. Vergilben der Wäsche. Um das beim gewöhnlichen Waschen unvermeidliche leichte Vergilben weißseidener Gewebe zu vermeiden,verfahre man so: Man reibt rohe Kartoffeln, rührt das Rerbfel mit weichem, kaltem Wasser an und läßt die Mischung unter öfterem Umrühren einige Stunden stehen und dann absetzen. Das über den Kartoffeln stehende Wasser gießt man durch ein Sieb ab und wäscht in diesem den weißenSeidenstoff; dann wird derselbe in noch feuchtem Zustand mit nicht zu heißem, gut polirtem Bügele!sen zwischen reinem, weißem Muslin (älteres, frisch gewaschenes Bettleinen eignet sich vorzüglich hierzu) gebügelt. Auf keinen Fall darf das Eisen direkt mit d Seide in Berührung kommen. Auf' Porzellan eingebrannte Schrift bringt man durch Betupfen mit Königswasser zum Verschwinden. Dieses ist eine Mischung aus drei Theilen Salz- und einem Theil Salpetersäure. Bei sehr fest eingebrannter Schrift nimmt man Glasätztinte. Man trägt eine dieser Säuren mittels Asbestplnsels auf, erwärmt dann das Porzellan durch eine Spiritusflamme und reibt es mit Bimstein ab. Dabtt ist sorgfältig darauf zu achten, daß die Haut nicht von der Säure benetzt und die Dämpfe nicht eingeathmet werden. Weiße Hände. Ein einfaches Hausmittel, um weiße Hände zu erhalten, ist folgendes: Man wasche die Hände in ziemlich warmem Wasser, daß sich die Poren öffnen und die Haut geschmeidig wird. Dann, seife man sie tüchtig ein und tröpfle etwa einen Theelöffel Glycerin in die Hand und ; wasche sie mit diesem Seifenschaüm. Darauf trockne man sie, ohne die Seife abzuspülen, ab. Die Hände werden, wenw-sie aufgesprungen sind, schon nach einmaligem Gebrauch heilen, und wenn man täglich mehrere Male beim jedesmaligen Waschen sie so'behandelt, wird man bald eine schöne z'arte Haut erhalten. . . . . VW ei ß e Straußenfedern reinigt man auf folgende Weise: Feingeschabte venezianische Seife läßt man V Stunde . in. einem emaillirtel Topfe . kocheff, während man sie mit einem Schaumbesen zu Schaum rührt ' Hiermit werden die Federn gut befeuchtet, indem man sie Zwischen den 'Fingern durchzieht und die Seife mit lauwarmem Wasser abspült. Beim. Trocknen wirft man etwas pulverisirten Schwefel auf glühende Kohlen und hält die noch nassen Federn über' den' Schwefeldampf. Schließlich hängt man sie an einem luftigen Ort auf. Die Kräuselung der Federn geschieht, .indem man sie einzeln zwischen dem Daumen und dem Rücken eines Messers zieht. . Zum Putzen grotzer Kü-chen-und Waschgeräthe aus Eisen, Kupfer und Messing kann man, statt der stets mit großerVorsicht anzuwendenden Schwefelsäure .oder anderer scharfer Putzmittel, sauer gewordene Kleie verwenden. Diese kommt, wenn sie mit Wasser zu einem, steifen Brei angerührt wird und an einem mäßig warmen Ort steht, in Währung. Durch die Gährung bilden sich Milch- und Essig - Säure, ' die Metalloxyde zu lösen vermögen. Wirken diese organischen Säuren auch nicht so stark, wie Schwefel- und andere Mineralsäuren, so haben sie doch diesen gegenüber das Gute, daß ihr Gebrauch mit keinerlei Gefahr verbunden ist. lilbersachenzureinigen. Silbergegenstände säubert man in lauwarmem Wasser mit Silberfeife. Nachdem man sie in klarem Wasser nachgespült, lege man sie m Sägemehl und lasse sie trocknen. Die anhaftenden Holztheilchen sind mit einer weichen Bürste zu entfernen. Eine andere Reinigungsmethode erfordert ein dickflüssiges Bad aus gelöster Schlemmkreide in klarem Wasser, in das die Gegenstände gelegt werden. .Nach dem Herausnehmen lasse man sie trocknen und entferne dann den Kreideüberzug mit einem weichen Leder, aus den Fugen mit einer weichen Bürste.- ' ; - Kropfkrankheit bei Tauben. Am besten ist es, wenn man für sofortige Verdauung durch Eingeben von Abführungsmitteln sorgt. Als solche sind zu empfehlen: Ein Theeloffel erwärmten Leinöles und als Futter ölige Sämereien, wie Hanf und Lein mit gequellten .Weizenkörnern. In das Trinkwasser giebt man etwas Glaubersalz und .füttert nach eintretender Genefung eine Zeitlang Hirse und Rübsen. Geht das Futter niKt, seinen natürlichen Weg, so mutz bei.lverthvollen Tauben zur Oeffnung deS Krovfeö geschritten werden.. . .
r
dben Sie
ein hartes rauchloses Brennmaterial zu Weichlohlcn Preisen.
The Indianapolis
YHoncs 82.
f W
Spinne n. Ihre List beim Fangen der Beute-Lnwe - geuer Lustschiffer. Gewisse .Spinnen wenden häufig beim Fangen der Leute List an, indem sie trachten, das,Aeußere eines Blumensiengels. oder einer Blüthe anzunehmen, um Schmetterlinge herbeizuloaen. Stundenlang stehen sie auf der Lauer und stecken die gelben . Vorderbeine in die Luft. Die Schmetterlinge lassen sich oft täuschen, denn die Imitation ist in der Regel so gelungen. daß selbst Botaniker mit scharfen und erfahrenen Augen das Trugbild für eine Blume halten. Andere Spinnen gebrauchen eine andere List: Sie liegen wie' verwelkte Blumentöpfe auf dem Boden und strahlen dabei einen Geruch aus. der jenem des Jasmins ähnelt. Einige Spinnenarten haben . wiederum die Fähigkeit, das Aussehen eines Schneäenhauses anzunehmen. Eine phänomenale Geschicklichkeit bekundet die Spinne als Luftschiffer und um sie als solchen kennen zu lernen, stelle man folgendes Experiment . an: Man ramme inmitten eines Wasserbassins einen Pfahl ein. der mit seinem oberen Ende über den Wasserspiegel ragt, und lege auf diesen Pfahl . eine Spinne. Wäre ein Mensch in einer, ähnlichen Situation mit entsprechend größeren Dimensionen, so wäre" er verloren. Nicht so die Spinne. Man wird bald sehen, daß die Gefangene einen langen Faden spinnt, den sie mit einem Ende an den Pfahl hängt, während sie das andere Ende in die Luft bläst, in der Hoffnung, daß das schwebende Ende anirgend einen festen Gegenstand gelangt, wodurch sie die Freiheit gewinnen würde.' Gelingt dies nicht, dann entschlietzt sie sich zu dem letzten, gefährlichen Befreiungsversuch, der durch seine Kühnheit unser Erstaunen erregt. Die Spinne kriecht auf die äußerste Spitze des Pfahls und baut dort hurtiz einen Luftballon aus Seide. Obgleich sie keine warme Luft zur Verfügung hat, weiß sie ihn dennoch sieigend zu gestalten. Sobald der Ballon fertig ist. befestigt' sie ihn an ein Ankerseil. dessen zweites Ende mit dem Pfahl, von dem sie entweichen will, gut verbunden wird. 'Nun begibt sie sich in das Luftvehikel und probirt, ob es genügend fest ist und eine ausreichende Tragfähigkeit hat. Wenn der Ballon nicht in jeder Hinsicht Befriedigung erregt, zieht sie ihn herab, stellt ihn beifeite und macht sich daran, einen größeren oder festeren Ballon zu bauen. Man sah zuweilen Spinnen, die drei bis vier verschiedene Ballons bauten, ehe sie sich in das Reich der Lüfte wagten. Fällt die Probe gut aus, dann beißt die Spinne das Ankerseil ab und segelt davon. Erfolgreiche Herzmassage.. Die Wiederbelebung des Herzens ist einem Pariser Arzt, Dr. Cencert, bei einem Patienten gelungen, der einer schweren Operation im Bereiche der Gallenwege unterworfen werden sollte und zu diesem Zwecke mit Chloroform betäubt worden war. Der Leib war bereits eröffnet worden, da 'setzten plötzlich Puls und Athmung aus das Herz stand still. Rasch entschlossen, schob Dr. Sencert seine rechte Hand, die in der Bauchhöhle ruhte, nach oben" gegen das Zwerchfell vor, bis er die Herzspitze durch das Zwerchfell hindurch fühlte. Dann umgriff er mit Daumen und Fingern das Herz und begann es rhythmisch zu kneten. Zunächst hatte er den Eindruck, als od das Organ schlaff und leer sei; aber schon nach fünf Minuten dauernder Massage fühlte er, wie der Herzmuskel härter und das Herz größer wurde. Wenige Augenblicke später spürte er, während er die Herzmassage fortsetzte, wie sich das Herz zusammenzog;, noch eine kurze Pause, und die Herzschläge setzten, anfangs sehr leise, nach und nach stärker rhythmisch ein, und etwa zwei Minuten darauf erfolgte der erste Athemzug. Gleichzeitig röthele sich das Gesicht, der Puls wurde . regelmäßig kräftig. Rasch schloß man die Bauchhöhle, und wenige Sekunden später war das Bewußtsein wiedergekehrt. Die Herzthätigkeit war und blieb durchaus zufriedenstellend. Als neuer S t a ä.t 'wurde Alberta.in das Tominium .'-Kanada aufgenommen..
7
n es probirt ? i 324 W. Marylan Ervklasflgc Familicnwaschc. .. Beide Tkkphou eoe Der' NM Am lGtablirt 1863.) ...Jndlana'S größter Laden... Frauen Herbst . Unterkleider Kleider die für Bequemlichkeit und zum warm halten gemacht wurden. Frauen Vließ gefütterte, Jersey gekippte, baumwollene Unterleibchen, überworfene Nähte und gesetzte Aermel. Dazu passende Hosen, werth 33c, am Samstag 22e Frauen Vließ gefütterte, gerippte baumwollene Unterleibchen mit Außen-Nähten am HalS.hübsch aus stassirt. Hosen mit feinem Atlas Band in franz. Muster, das Ge wand,.. 49c Frauen baumwollene, Vließ gefütterte und Jersey gerippte Union Anzüge in regulären und extra Größen, mit Brust Oessnung oder gerader Fronte zu 49c Ost Gang. FE1TIS DSY G00DS CO.Lieber todt a l s u m.z i e -h e n. Ein 52 af)xz c.lter Fuhrmann Namens Fred Nitter in Altoonä. Pa., beging Selbstmord, weil er das Haus, in dem er wohnte und das kerkaust worden war. räume.-, sollte. Als die ihm gewährte Frist von 30 Tagen abgelaufen war. bemerkte er seiner Gaktin gegenüber, daß nun auch das Ende seines Erdendaseins gekommen sei. Elektrokutionirt wurde jüngst ein Elektriker Namens John Mitchell in Chicago, als er in den städtischen Beleuchtungsanlagen mit Reparaturarbeiten beschäftigt war. Mitchell hatte seine Arbeit nahezu vollendet, als er strauchelte und fiel. Hierbei kam sein Körper in Berührung mit einem elekirischen Drahte. Der elektrische Schlag, welchen Mitchell erhielt, war so stark, daß er auf der Stelle todt blieb. . Freiwillig in's Gefängn i ß. Dieser Tage traf ein gewisser 2& A. Barfield. welcher wegen Todtschlags in contumaciam zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt worden warohnc jegliche Begleitung in Nashville. Tenn.. ein und begab sich in .das Gefängniß. In Ribley. Tenn.. hatte Barfield sich das Strafdekret geben lassen und hatte sich sogar sein eigenes Eisenbahn-Ticket nach Nashville gekauft. Aufruhr i neiner Syn a g o g e. Während ein gewisserAdolf Kraus in einer Synagoge in Chicago Bericht abstattete über, seine Konferenz mit dem russischen Minister Witte, kam es infolge der Zwischenrufe einiger radikaler Juden zu einem Aufrühr, der von der Polizei unterdrückt werden mußte. KrauL erklärte später daß die Anstifter Nihilisten seien, mit denen die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung nicht sympathisire. nropäischeS epartenZ ir Wechsel. I Creditbricfe. Postanweisungen, l auf alle Städte Europas. '. chiffsscheins von und nach Europa. Nn nv Verkauf auSMnZk schen eldeö. lo. 35 Süd Meridian Str. Herclants 2?ational JSsalt.
mlk
las Oo.
W
IR JIOM
