Indiana Tribüne, Volume 29, Number 41, Indianapolis, Marion County, 11 October 1905 — Page 6
Jndiana Stvibünt, 11. Oktober 1905.
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Europaische Nachrichten. Vrovirrz Schreswig'Korstein. A l t 0 n a. Der Gerber Horst von hier, der vor einiger Zeit auf der Borsteler Chaussee von dem Vorderperron eines Straßenbahnwagens auf die Straße fiel und sich einen schweren Schädelbruch zuzog, ist im Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. Ertrunken ist auf der Unterelbe der hier wohnhaft gewesene 16jährige Schiffskoch Henne. Henne war auf-einem Finkenwärder Fischewer bedienstet. Bei einem Segelmanöver wurde er über Bord geschleudert und vom Strom fortgerissen. Die von dem Schiffer angestellten Rettungsversuche blieben erfolglos. Büdelsdorf. Das Ljährize Kind des Arbeiters Sievers stürzte aus dem zweiten Stockwerk der elterlichen Wohnung auf die Straße und erlitt so schwere Verletzungen, daß es an 'deren Folgen nach kurzem starb. Es in gen. Beim Baden ertrunken ist der Bahnwärter Jürgen Lüders Hierselbst, der demnächst in den Ruhestand treten wollte. Hermannshof. Aus unbekannter Ursache entstand in dem Gewese des Hofbesitzers P. Johannsen eine Feuersbrunst, die das Gewese völlig zerstörte. I tz e h 0 e. Unlängst erschoß sich in der Nähe des Lockstädter TruppenÜbungsplatzes der Unteroffizier Freudenthal aus Vierlanden mit dem Dienstgewehr eines Kameraden. Die Ursache des Selbstmordes ist unbekannt. . Kiel. Vor kurzem wurde der zehnjährige Sohn des Professors Rodewald im Garten des vaterlichenHauses todt aufgefunden. Er hatte, wie man annimmt, ein Gewehr seines Vaters zum Spielen mit in den Garten genommen, das wahrscheinlich noch geladen war. Vermuthlich ging das Gewehr los, als er in den Lauf sah; die volle Ladung ging dem Knaben in das Auge, so daß er sofort todt war. Wegen' einer geringfügigen Arreststrafe erschoß sich der Fähnrich zur See Suckau. Loitkirkeby. Die 7jährige Tochter des Landmanns Toft wurde von einem Steinwagen, dessen Pferde scheu geworden waren, überfahren und getödtet. Provinz Schkesien. V r e s l a u. Letztens fand man den Kassirer Richard Korth in seiner Klosterstraße 39 im Seitenhause gelegenen Wohnung, im Zustande einer gefährlichen Karbolsäurevergiftung vor. Nachdem ein im Hause wohnender Arzt zu Hilfe gerufen war, fuhr man den Lebensmüden ins Wenzel Hancke'sche Krankenhaus, wo er der-Vergiftung erlegen ist. Vor einiger Zeit stürzte das 14 Jahre alte Mädchen Gertrud Seer in dem Grundstück Sternstraße 92 aus dem dritten Stock über das Treppengeländer in den Hausflur und erlitt Verletzungen, die sofort den Tod herbeiführten Stieg. In der Zuckerfabrik von Neuzebauer u. Comp. Hierselbst stürzte der Arbeiter Weiß von einer Leiter, wodurch er schwere innere Verletzungen erlitt. Der Verunglückte mußte mittelst Krankenwagen in die städtische Krankenanstalt geschafft werden. G ö r l i tz. Nach kurzem, schwerem Krankenlager verstarb plötzlich der hiesige städtische Musikdirektor Arthur Stiehler im 42. Lebensjahr. Nachdem er in Köln und Annaberg Kapellmeister gewesen war, kam er 1893 nach hier. K r a s ch e n. Dem Bauerngutsbesitzer Otto Krause wurde auf seiner Wiese beim Grasmähen das linke Bein fast völlig durchschnitten. Um den Aermsten am Leben zu erhalten, mußte das verletzte Glied nun amputirt werden. ' L i e g n i tz. In der Pianofortefabrik Ed. Seiler Hierselbst gehören die Arbeiter - Jubiläen nicht mehr zu den Seltenheiten. Binnen verhaltnißmäßig kurzer Zeit konnten in neuerer Zeit 25 daselbst Beschäftigteuf eine Ar beitsdauer von 25 und mehr, ja bis zu 40 Jahren zurückblicken. Auch jetzt war es wieder drei Jnst:umentenbauern, Laube, Langner und Rattke, beschieden, ihr 25jährigesJubilaum feiern zu können. Die Chefs ließen das Ereigniß nicht vorübergehen, ohne den Jubilaren je ein namhaftes Geldgeschenk und ein Lotterieloos der Görlitzer Ausstellung eingehändigt zu haben. Provinz 'Fosen. B r o m b e r g. Die Barbier-, Fri-seur-und Perrückenmacher - Innung beging das Fest ihres 25jährigen Be stehens. Hierzu hatten sich auch Vertreter der Innungen Thorn, Graudenz und Danzig eingesunden. F r a u st a d t. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr beging die Feier ihres 50j'ährigen Bestehens. Bei dem Festessen brackte Landrath v. Heppe das Kaiserhoch aus. Bürgermeister Daum begrüßte die fremden Gäste, Stadtverordnetenvorsteher Pucher toastete auf die hiesige Wehr. Rentier W. Gruhl auf die Begründer und früheren Leiter der Wehr. Kleindorf.. Der hiesige Wirth Poczuntek wurde unterwegs von einem Unwetter überrascht. Er stellte sein Fuhrwerk, auf dem sich auch der 25jährige Wirthssohn Fabisch aus Wontfhtr kfand. auf einem Geböft in
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Frauen leiden Qualen durch 'Schmerzen, von denen Manner keinen Begriff
ist der schreckliche niederdrückende oder ziehende Schmerz der bei manchen Frauen so oft eine Begleiterscheinung der monatlichen Perioden ist und bei anderen von Monat zu Monat, Woche zn Woche, Tag zu Tag andauert, bis selbst der Tod als Erleichterung willkommen sein würde. Was bedeutet das ? Es bedeutet möglicherweise, daß Ihre Gebärmutter sich verrückt, umgekehrt, verdreht oder gesenkt hat in. Folge einer gewissen Schwäche jener Muskelfasern, welche dazu dienen sollen, dieselbe gerade und in Stellung zu halten. Es bedeutet, daß, Sie keine Zeit verlieren müssen, sondern zur Erleichterung und Cur die eine Medizin nehmen, welche mit Gewitzheit von Nutzen für Sie ist und Sie kurirt wie sie schon eine Million von anderen glücklichen, erfreuten Frauen kurirt hat, nämlich i
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Jaromirz ein. Gerade als sie die Pferde in den Stall bringen wollten, fuhr ein Blitz hernieder, Fabisch war sofort todt, während Poczuntek sich nach einiger Zeit wieder erholte. Auch die beiden Pferde des Poczuntek wurden vom Blitz getödtet. Maraoninsdorf. Lasdwirth Strychalski war "damit beschäftigt. Heu mittelst eines Prahmes über die Netze zu befördern. Als er mitten auf dem Flusse war. rutschte das Heu mit Strychalski ins Wasser, und noch bevor man Hilfe bringen konnte, war Strychalski ertrunken. Niewierz. Durch einen Blitz wurde der Eigenthümer Puch getödtet. In dem Augenblick, als Puch das Fenster öffnete, um nachzusehen, ob das Gewitter bald vorüber sei. traf ihn der Blitz. Puch hinterläßt seine Frau mit fünf unversorgten Kindern. Osniszewo. Vor kurzem verschied hier nach schwerem Leiden" im Alter von 69 Jahren Oekonomierath Karl Mahncke. Er hat seine ihm im Tode vorangegangene Gattin nur kurze Zeit überlebt. Der Verstorbene hat die letzten Feldzüge mitgemacht und besaß den Kronenorden und den Rothen Adlerorden. S ch r o d a. Ein Vauunglück ereignete sich auf dem Woznyschen Umbau. Maler waren auf dem Baugerüste beschäftigt. die Fassade zu streichen. Wahrscheinlich infolge ungenügender Befestigung kippten plötzlich mehrere Bretter und stürzten in die Tiefe, dabei den 28jährigen Bakos und einen zweiten Maler, Bulynski, mit sich reißend. Während letzterer auf das Trottoir fiel und schwere äußere und innere Verletzungen erlitt, stürzte Bakos auf einen Bretterzaun und zwar in Reitstellung, dabei wurde dernUnglücklichen der Oberschenkel zerfleischt, so daß, da eine Hauptschlagader zerriß, eine fürchterliche Blutung erfolgte. Er starb bald darauf infolge Verblutung. Provinz Sachsen. Magdeburg. Die Tochter des Schlossermeisters Dohlenberg, die infolge der Explosion einer Petroleumlampe sehr schwere Brandwunden erlitten hatte, ist in der altstädtischen Krankenanstalt gestorben. Oberpostpraktikant Hehde von hier ist auf der Chaussee vom Brocken nach Ilsenbürg todt aufgefunden worden. Sein Portemonnaie fehlte.' Die Leiche hatte einen Schuß im Rücken; die an der Hinterseite der Hose befindliche Tasche war herausgezogen. Der als der That dringend verdächtige Kellner Friedrich Nordhausen wurde vom Gendarm Köhler verhaftet und nach Wernigerode gebracht. Althaldens leben. In der hiesigen Steingutfabrik von Schmelzer & Gerike feierte kürzlich der Arbeiter Horst aus Neuhaldensleben die Feier seines silbernen Arbeitsjubiläums. Vaumg arten. Letztens wurde der 13jährige Sohn des Hofmeiers Silbermann beim Kälberhüten von dem Bullen einer in der Nähe befindlichen Rinderherde angegriffen und so übel zugerichtet, daß er nach kurzer Zeit den erlittenen Verletzungen erlegen ist. D ö l a u. Auf grausige Weise kam hier der Gemeindearbeiter Schmidt ums Leben. Der Unglückliche, der, sonst ein kräftiger Mensch an Epilepsie litt, wurde beim Reinigen eines Grabcns von seinem tückischen Leiden befallen und stürzte mit dem Gesicht in die Schlammmassen, die ihn erstickten. Frienstedt. Der 27jährige Sohn der Adlungschen Eheleute hatte während eines heftigen Gewitters auf einem mit Grünfutter beladenen Wagen die Rückfahrt vom Felde angetreten und war von einem Blitzstrahl getödtet worden. H o l l e b e n. Vor kurzem ertrank der 18jährige Maurer Flinger beim Baden in der Saale. Flinger, der ein tüchtiger Schwimmer' war, warf sich erhitzt in die Fluthen, erlitt einen Herzschlag und verschwand in die Tiefe. . Mu.blausen. Kaufmann Gu-
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stav Seiler fiel, als er im Begriff war, seine im oberen Stockwerk krank darniederliegende Frau aufzusuchen, in seinem Hause die Treppe hinunter und war sofort, todt. Frovinz Hannover. . Hannover. Dieser Tage begingen das fünfzigjährige Jubiläum in der Hannoverschen Baumwoll - Spinnerei und Weberei der Spinner August Müller und der Meister Clemens Reiche!. Vor kurzem wurde hier der Lichtdruck-Maschinenmeister Hermann Nudelt aus Bielefeld verhaftet. Nudelt steht in dem dringenden Verdacht, seine Frau Minna, geb. Treulob, in Bielefeld vergiftet zu haben. Brennersgrün. Hier ertränkte die Hebamme Stüber ihr fünfjähriges Kind und sich selbst. Unleidliche Familienverhältnisse sollen das Motiv zur Thai sein. E m d e n. Der Packmcister Körner wurde, als der Badezug hier ankam, mit zerquetschtem Oberkörper in einem geschlossenen Packwagen aufgefunden. Der Unfall ist vermuthlich durch Zuschlagen der Wagenthür entstanden. Fulde. Unlängst ging hier ein heftiges Gewitter mit starkem Regen nieder. Beim Gastwirth Köhler schlug es ein und das ganze Wohnhaus mit Stallung brannte nieder. Groß -Gusborn. Der Hofbesitze: Struck wollte einen bösartigen Bullen aus dem Stall holen, wurde jedoch hierbei von dem aufgeregten Thier mit den Hörnern erfaßt und so furchtbar zugerichtet, daß der bedauernswerthe Mann schon nach kurzer Zeit starb. H i d d e s d o r f. Während ein schweres Gewitter über unsere Feldmark zog, wurde der Schuhmachermeister Borchers bei seiner Arbeit auf dcm Felde vom Blitz getroffen und getödtet. Lüneburg. Letztens zog ein starkes Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen über unsere Stadt und Umgegend. Die gewaltigen WasserMassen - haben stellenweise erheblichen Schaden angerichtet. Im benachbarten Wendhausen traf ein Blitz das Gewese der Halbhöfncrin Koch, welches vollständig eingeäschert wurde. Norden. Vor einiger Zeit fand man aus der hiesigen Station im Packwagen des Radezuges den Schaffner Thesing aus Münster mit zerschmettertem Kopf. Aerztliche Hilfe war sofort zur Stelle, doch starb Thesing schon auf dem Transporte nach dem Krankenhause. Der Unglückliche, der etwa 33 Jahre alt ist und eine Frau mit zwei Kinder hinterläßt, hatte wahrscheinlich aus dem Wagen gesehen und ist dann wohl von der Schiebethllr getroffen und tödtlich verletzt worden. - Rhederfeld. Hier tödtete der Blitz die 19jährige Elisabeth Behrends, welche vor der Thüre stand, und betäubte ihren Bruder, der sich noch ins Haus schleppen konnte und dann bewußtlos zusammenbrach. Mehrere kalte Schläge fuhren in Gebäude und beschädigten diese, ebenfo wurde eine Kuh' auf der Weide erschlagen, ein Pferd gelähmt. ' R-a ff tUd e. Kaffeeflecke aus Tischtüchern, verschwinden durch Vetupfen jt gereinigtem Glycerin und darauffolgendem Auswaschen in lauwarmem Wasser. Gefrorkne, Aepfel brauchbarzumachen. Man legt die gefrorenen Aepfet in ein Gesäff mit kaltem Waffe,, so daß daS Wasser noch einige Zoll über den Aepfeln sieht. Bald werden die Akpfel von einer Eiskruste umgeben sein und man kann nu das Waffe? abaießen und die Aepfel durch Abreiben mit einem trockenen Tuch von den Eiskrusten b freien und sie in einem nicht zu warmen Raum zum Trocknen hinlegen, wonach sie ihre frühe Vrauchbartett wieder erlangen. Mit aesrorenen Btrnen verfahre ma ebenso, bringe bt Frucht aber nie vor der angegebenen Procedur in einen warmen Raum, sdup ist alle Qtfrabit Mühe vergebens.
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Wiedervonhierabgeschoben wurde Romaine Daurignac. ein Bruder der berüchtigten Madame Therese Humbert, welche in Frankreich zu vieljähriger Zwangshaft verurtheilt wurde, weil sie eine Zahl gläubiger Mitmenschen um 12.000.000 beschwindelt hatte. Ihr edler Bruder traf als vornehmer Cajütenpassagier unter falschem Namen auf dem Dampfer. La Touraine" im New Jorker Hafen ein. Er war jedoch schon unterwegs erkannt worden und wurde daher von den New Aorker Einwänderungsbehörden zurückgehalten, weil er selbst wegen jener Betrügereien eine Strafe erlitten hat. Auf Ellis Jsland wurde entschieden, daß er, in Folge seiner Verurtheilung zu 2y2 Jahren Gefängniß in Frankreich wegen jenes Schwindels, nicht in diesem Lande zugelassen werde. Das Einwanderungsgesetz verbietet ja die Zulassung eines Mannes, der aus anderen, als politischen Gründen, mit Gefangnißstrafe belegt worden ist. Daurignac behauptete vergebens, er sei ein politischerVerbrecher. Er hatte 2000 Francs und einen Creditbrief bei sich. Ein doppelter und sehr verschiedenartiger Empfang wurde von seinen Mitbürgern John Kissonack, einem wohlhabenden Wirth in Raritan, N. bereitet. Er kehrte dieser Tage von einer Europz-Reise zurück und wurde am Bahnhof von seinen Landsleuten und einer Musik - Kapelle abgeholt; man geleitete ihn nach seinem Hause und als sich der Zug durch verschiedene Straßen bewegte, wurde der in einer Kutsche sitzende Wirth mit faulen Eiern und anderen Wurfgeschössen 'beworfen. Kissonack, dem am Depot von seinen ungarischen Landsleuten ein großes Bouqet überreicht wurde, mußte sich flüchten, um Verletzungen zu entgehen. Er war im letzten Frühjahr im Countygerichte des ungesetzlichen Spiritussen - Verkaufs schuldig befunden rsrden und steht unter Z5000 Bürgschaft, weil er vor einigen Monaten John.??X?enson in seiner Wirthschaft niedergeschossen haben soll. Man glaubte, daß Kissonack, als er nach Europa reiste, nicht zurückkehren würde, um dem Prozesse zu entghen, und sein Einzug hat die Freunde Stevenson's, der noch nicht wiederhergestellt ist. derart aufgebracht., daß sie Kissonack auszischten und bombardirten. VonsehrhäßlichenReiseerlebnissen wußten die Kajütenpassagiere des dieser Tage in New ?)ork angelangten Dampfers L'Aquitaine" von der Französischen Linie zu berichten. Die Zahl der Passagiere in der 1. Kajüte betrug 79, während in der 2. Kajüte 434 Passagiere herüberkamen. Da die von der 2. Kajüte in gewaltiger Ueberzahl waren, spielten sie sich auf dem ganzen Schiffe als die Herren auf und nahmen auf die Sonderrechte Derer von der 1. Kajüte, die doch theuer dafür bezahlt hatten, keine Rücksicht. Täglich kam es zu Reibereien, bei denen auch die Stewards Partei nahmen, und besonders die Frauen hatten während der ganzen Ueberfahrt keinen ruhigen Augenblick. Kapitän Verlynde hatte viele Mühe, den Ausbruch einer offenen Schlacht ?u verhindern und die Ordnung wenigstens einigermaßen' aufrecht zu erhalten-. Als' das Schiff endlich im Hafen anlangte, dauerte das Docken so lange, daß die Zollbeamten auch beinahe alle Passagiere der 2. Kajüte abgefertigt hatten, als das Schiff anlegte. Unter gewöhnlichen Umständen sollen die Erstklassigen, die zuerst abgefertigt werden, auch zuerst daSchiff verlassen; da nun aber die von der 2. Klasse auch schon fertig waren und außerdem die Ueberzahl hatten, so drängten sie sich vor und es kam zu einem wüsten Durcheinander. Zwei Personen wurden bei den wilden Scenen, die sich absvielten. verlekt. Ä e der Küchenofen durch starkes Feuern roth geworden ist. so ksheicht man ihn, sobald er kalt worden, mit Fett. Am . nächsten Morgen wird Ofenschwärze übergestrichen und wenn diese beinah trocken k. der VW tüchtig gebürstet.
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Schmerzen und Vorfall der Gebär mutter, "schreibt Frau Ina BaylcS von Ehcrwood, Tcnn. Meine Gesundheit war sehr angegriffen nd ich konnte kaum meine Arbeit verrichten. Cardui kurirts mich." haben. . Eines dieser Leiden Aerraum i Wlliiilleü ! Ein wun'derbareZ En? kommen von einem schrecklichen Tode hatte Patrick Malack von Belleville, N. I.. in Heller's Stahlfabrik. Malack's Arbeit ist, Töpfe mit geschmolzenem Metall von Gasöfen zu entfernen. Die Oefen befinden sich unter dem Boden und die Töpfe werden durch eine Art Fallthüre von denselben gehoben. Die Hitze ist so intensiv, daß der Mann, der diese Arbeit zu besorgen hat, sich die Kleider naß machen muß, bevor er sich den Oefen nähert. Malack rutschte nun bei dieser Arbeit aus und mit. beiden Füßen durch eines der Thore, doch zwei Arbeiter, die sich bei ihm befanden, zogen ihn so rasch wieder in die Höhe, daß die Flammen die mit Wasser durchtränkten Beinkleider und Schuhe nicht anbrannten. Bis zuwelchemGradevon Blödsinn derWasserfanatismus führen kann, davon legte der Verein der Temperenzweiber von Allegheny County, Pa., in seiner Conventionssitzung ein glänzendes Zeugniß ab. Es wurde nämlich ein Zeitungsartikel verlesen, in welchem berichtet wurde, eine Gesellschaft von Brauern habe dem Präsidenten Roosevelt 60 Flaschen extrafeinen Gerstensaftes als Compiiment zugeschickt, der Präsident habe den Empfang der Sendung bestätigt und den Gebern sei ein Dankschreiben zugegangen. welches auf Briefpapier des Weißen Hauses niedergeschrieben war. Darob erhob sich unter ton Damen ein wahres Zetergeschrei, hauptsächlich darüber, daß Präsident Roosevelt gräßlicher Gedanke! 60 Flaschen Bier angenommen haben sollte. Eine aufregende Verhandlung vor dem Kriegsgericht der 19. Division fand kürzlich in Hannover statt. Auf der Anklagebank saß der Füsilier Boje von der 5. Compagnie des Füsilier-Regiments 73. Der Angeklagte, der wiederholt sah nenflüchtig geworden ist, wurde vor einigen Monaten' wegen TodtschlagsVersuchs vom Oberkriegsgerichte in der Berufungsinstanz zu sechs Jahren Zuchthaus verurtheilt, weil er auf einen "Schutzmann, der ihn festnehmen' wollte, drei Revolverschüsse abgegeben hatte. Inzwischen bat der Angeklagte jyrrt IQ VHhriT rtT2 r s.tn fsDri . UUI V. blltVU UtVlblt' spazierganz auf dem Hofe des Arrest s Hauses machte, einen verwegenen Aus bruchsversuch gemacht, den Posten vor . Gewehr mit einer eisernen Stange angegriffen und hat ferner einigen Un teroffizieren und Wachtmannschaften schweren -Widerstand entgegengesetzt. Weiter standen zur Anklage Beleidigungen und ein thätlicher Angriff gegen den Arresthausaufseher Vicefeldwebel Hille. Beleidigung des früheren Platzmajors Grafen Hardenberg, Demolirung von Jnventarstllcken usw. Während der Verhandlungen benahm sich der Angeklagte im höchsten Grade unfläthig und roh. Den Unteroffizieren und Mannschaften schleuderte er die schwersten Beleidigungen in's Gesicht und schrie, er lasse sich nicht wieder in eine Strafanstalt bringen, nicht einen Tag; nur todt sei er zu haben. Er beleidigte in der unfähigsten Weise die Richter, Offiziere und Mannschaften. Der medizinische Sachverständige Sanitätsrath Dr. Gersten-berg-Hildesheim, der den Angeklagten sechs Wochen beobachtet hat, erklärte, daß Boje allerdings erblich belastet sei, aber nicht' derartig, daß feine freie Willensäußerung bei Begehung der Sträfthat ausgeschlossen gewesen sei. Das Urtheil lautete auf sieben Jahre Gefängniß. Diese Strafe wird demnächst mit der bereits gegen ihn erkannten sechsjährigen Zuchthausstrafe zusammengezogen. Um schwarze Federn gut kraus zu machen, bestreicht man die sogenannte Ruckenspule derselben mit Provenceröl (feines Olivenöl) und hält sie nun über glühendes Feuer, 'wo sie schnell ihre sogen. Krause wieder erhalten. Man kann den Spitzen der Federn auch mit einem kleinen, schwach erhitzten Brenneisen nachhelfen, damit die Enden sich locken".
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