Indiana Tribüne, Volume 29, Number 40, Indianapolis, Marion County, 10 October 1905 — Page 4
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Indiana Tribüne. Hnaulaeaeden von der utdra . Indianapolis, Ind. garry O.Tndium ' Präsident. VeschäftSlocal: $lo, 31 Süd Delaware Straße. . TELEPHONE 269. tw.tcrcd at the Pott Office oi Indianapolis as ecoad das mattes. Aus der Sundeshauptstadt. Am Dieuftag brachte die erste Ka binettSsitzung seit den Sommerferien die sämmtlichen Mitglieder der ofsi ziellen" Familie, des Präsidenten zu sammen, mit Ausnahme von Sekretär Shaw. V ES war gleichzeitig die erste, welcher Elihu Root als Premier- und Herr Bonaparte als Marinesekretär beiwohnten. Geschäfte wurden nicht erledigt, aber des Erzählens gab'S viel, und namentlich war eS KriegSsekretär Taft, welcher den Haupttheil der Sitz ung mit interessanten Mittheilungen über seine Philippinenreife monopoli firte. Der Sekretär war am Abend vorher imIWeißen Hause gewesen und hatte schon da einen reichen Schatz -von Erlebnissen und Beobachtungen au-ge kramt, aber diese mehrstündige Äe sprechung mit dem Präsidenten hatte sein Material bei Weitem nicht er schöpft. Kriegs . Sekretär Taft und Staatssekretär Root waren die Haupt Personen der.'KabinettSsibung, und die übrigen Mitglieder des Kabinetts ka men kaum zu Worte. Nur General anwalt Moody machte eine kurze ge schästliche Mittheilung, und General Postmeister Mortelyou blieb, nachdem die übrigen KabinettSmitglieder fortge gangen, um einige sein Departement betreffende Fragen mit dem Präsidenten zu erörtern. ES istZ überhaupt zur Gepflogenheit geworden, daß wirklich wichtige Fragen nicht in .der- offenen KabinetSsitzung besprochen werden, sondern daß der Präsident? Geschäfte, welche ein De. partementbetreffen, separat mit dem betreffenden DepartementZchef erörtert. Von- KabinetSsitzungen in dem Sinne, daß deriPrüsident die Ansichten seiner offiziellen Berather über Fragen der AdministrationSpolitik einholte, kann also kaum mehr die Rede sein, obschon eS wohl geschieht, daß der Präsident, nachdem er eine Angelegenheit von all gemeinem Interesse mit dem zustän digen Departementschef geregelt hat, in der KabinetSsitzung seinen Entschluß ankündigt. Auch geschieht es, daß die fes oder jenes KabinetZmitglied interefsante Vorkommnisse aus seinem De partement erzählt, wenn solche zum mittheilen reif find. Im Großen und Ganzen dienen die Kabinetöfitzungen nicht mehr dazu, die Polilik der Admi niftration zu formuliren und - große VerwaltungSprobleme zu lösen, son dem dem Präsidenten und seinen tta binetSmitgliedern Gelegenheit zu einer angenehmen und interessanten Unter Haltung zu liefern. Daß, wie ich schon vorher erwähnte, der Präsident gar nicht daran denkt, von seiner betreffs Regulirung der Eisenbahnfrachtraten eingenommenen Stellung abzuweichen, hat seitdem auch von anderer Seite iBeftätigung gefun den. Repräsentant Hull von Iowa machte dem Präsidenten seine Aufwar tung und eine Unterhaltung über bren nende Fragen, welche dem Kongreß zur Erledigung vorliegen werden, folgte, speziell eine Besprechung des Fracht raten'Problemö. Was die Fracht ratenFrage anbetrifft-, .bemerkte Re prüfentant Hull, als er aus dem Ar beitSzimmer des Präsidenten heraus kam, .so fand ich den Präsidenten so fest entschlossen wie je. ES wird da einen lebhaften Kampf geben in der bevorstehenden Sitzung deS Kongresses, und das Haus wird für den Präsiden ten eintreten. ES ist wahrscheinlich, daß dem Hause neue Gefetzentwürfe, diese Frage betreffend, vorgelegt wer den. Die EschTownSendBill, welche im vorigen Winter das HauS pasfirte, ist keine Persekte Maßregel und die De fekte. derselben werden in der neuen Bill verbessert werden." Repräsentant Hull erwartet indeß keine Tarifrevifion in der kommenden Session. Er bezweifelt, daß ein gro , ßeS Verlangen darnach im Lande herrscht, und hält die Berichte, daß der Westen eine Revision fordere, für über trieben. MaS indeß Freihandel mit den Philippinen anbetrifft.- so schloß Herr Hull, so erscheint eS mir idiotisch, an irgend etwa? anderes zu denken. Wenn diese Inseln einen Theil unseres Lan
deS bilden, so sollten sie dle nämlichen Handelsvortheile haben, wie wir.KriegSsekretär Taft wird, wie be reltS in Aussicht gestellt, in der Ohio'er Kampagne die Haltung der Admini ftration in der Ratenfrage genau desi niren, wie er eS bereits bei dem Staats Konvent zu EolumbuS gethan, ehe er feine Philippinenreise antrat. Er ver sprach heute dem Senator Dick von Ohio, daß er jedenfalls eine, vielleicht mehrere Reden in der Ohio'er Kam pagne halten wolle und zwar in Ein cinnati. Er bemerkte nebenbei, daß weder der Präsident, noch er Veran lassung gehabt hätte, ihre Ansichten über die Ratenfrage zu ändern. Sekretär Taft conftatirte gestern am Nachmittage, daß nach einer Bespre chung mit dem Präsidenten der Beschluß gefaßt worden sei, die Frage deS chlne fischen BoykottS auf anderem Wege zu lösen, als bisher versucht worden sei. Er könne aus eigener Anschauung con. statiren, daß der Boykott amerikanischer Waaren in Ehlna zur Zeit fich im Sande verlaufen habe, doch möge eine
ähnliche Bewegung jeden Augenblick wieder auöbrechen. Das vom Präsi denten angewandte Mittel, durch exeku tive Anordnungen die amerikanischen Eonsuln in China anzuweisen, dem Ausschlußgesetze eine gewisse milde In terpretatlon zu geben, habe fich nicht als praktisch erwiesen. Vom Congresse'sei nicht zu erwarten, daß eine Modifici rung oeS ChinesenauSschlußgesetzeS be schloffen werde. DaS einzige Mittel, den als billig anerkannten Wünschen der Chinesen Rechnung zu tragen, liege in dem Abschlüsse eines Vertrages, welchen der Senat ratiffciren könne. In diesem Vertrage sei vorzuschen, daß gewisse Klassen von Chinesen, welche jetzt als Kulis klasfificirt würden, zuge lassen werden könnten, wie zum Bei spiel Mechaniker und andere Fabrikan gestellte, die hierhergeschickt werden soll, ten, um fich in ihren Industriezweigen zu vervollkommnen. Sekretär Taft glaubt, daß der Senat einen angemef senen Vertrag dieser Art ratificireu und daß derselbe den chinesischen Boykott Gelüsten den Boden unter den Füßen fortziehen werde. Was die Regelung bezw. Einfchrün kung der japanischen Einwanderung anbetrifft, von der man fürchtete, daß sie zu MißHelligkeiten mit dem Reiche der aufgehenden Sonne- führen möge, so scheine fich dleje auf allseitig befrie digende Weise vollziehen zu wollen, und zwar dadurch, daß der Mikado selbst die Initiative ergriff. Die japa nische Regierung soll das StaatSDe partement in Washington dringend er. sucht habkn, den Kongreß zur Errich tung von Schranken gegen die massen hafte Einwanderung der Unterthanen deS Mikado Zzu bewegen. Das fern östliche Jnselreich hat durch den ver wichenen Krieg einen großen Theil der Blüthe seiner Jugend verloren, braucht jeden arbeitsfähigen Mann. Wir kön nen den mongolischen BevölkerungS zuwachS entschieden entbehren und daß dem Wunsche Japan'S entsprochen wird, ist 'daher zu erwarten. DaS AuSbeuterthum braucht allerdings Kulis zur Bekämpfung der sehr ener gisch auftretenden Arbeiterorganifatio nen im fernen Westen und den Pacisic Staaten. ' $ Die Frauen sind für die Temperenzfanatiker die stärksten Hilfstruppen, sie könnten es auch für das liberale Element fein. Nun kommt die Vorarbeit für das Süngerfest des nordamerikanischen Sängerbundes, welches im Jahre 1907 hier stattfindet. Die Schautzarbeit hat in der städtischen Campagne begonnen da heißt'S für die anständigen Leute die Hände rein zu halten. Was an Geld für das Straßen reinigungS'Departement fehlt, wiegt der Staub und Schmutz in den Straßen reichlich auf. Obwohl die nationale Administra tion die volle Unterstützung der Bevöl kerung hat und auch verdient, dürfte dies bezw. des AdminiftrationLkandida' ten als Nachfolger von Roofevelt kaum der Fall fein. , ' , ' Mit Bonaparte als Zustijmimüer dürften die Leiter der ungesetzlichen Trust'S etwas vorsichtiger sein. Bona. Parte ist dem Charakter deS Kurfürsten Joachim von Brandenburg nahe ver wandt. Die Vierhundert dürften feine schwere Hand bald rücksichtslos fühlen.
Jndtana Tribüne, lo.
Vom Auslande. Ein Ueberfall auf eine Zeitungsredaktion wurde in Bamberg verübt. Eine Rotte von sechs schon mit Zuchthaus bestraften Leuten suchte in die Wohnung und Redaktion des Redakteurs Schmitt von. den Bamberger Neuesten Nachrichten einzudringen, weil er eine Notiz über einen Einbruchsdiebstahl, von der jene fich betroffen fühlte, veröffentlicht hatte. In der Wohnung und Redaktion wurden alle Fenster und Läden mit scharfen Werkzeugen zertrümmert. Eine der Burschen war bereits in die Innenräume eingedrungen. Durch die Nachbarschaft und die Polizei gelang es dem Angegriffenen, den geplanten Anschlag zu vereiteln.- Die ganze Stadt gerieth über den seltenen Vorfall in große Aufregung. Ein Denkmal für den verstorbenen Kronprinzen Rudolf von Oesterreich soll in Wien errichtet werden. Der Schöpfer des Monumentes, Bildhauer Reiche!, der soeben das ledensgroße Modell vollendete, will sein Wert nach Fertigstellung der Stadt Wien schenken mit der Bestimmung, daß es ' auf dem Elterleinplatz in Hernals aufgestellt wird. Das Denkmal verspricht, soweit sich aus dem Modell erkennen läßt, eine durch seine Schlichtheit wirkende künstlerische Arbeit zu werden. Es zeigt den Unglücklichen Fürstensohn aufrecht, an einen Baumstumpf gelehnt. Kronprinz Rudolf trägt Jagdgewandung, einen Lodenanzug mit Kniehosen, eine Pelerine um die Schultern; sein Haupt trägt eine kleine, leichte Müe. Auf dem schlichten Sockel, die Vorderfront ganz füllend, gewahrt man den Reichsadlcr. Die bekannte Primadonna der Pariser Großen Oper, Madame Aino Aktö. ist bei der Lebensrettung eines Kindes nicht unbedenklich erkrankt. Die Künstlerin, welcher das Gut Turholm bei Helsingfors gehört, und die sich während der Sommerferien dort aufhielt, sah, wie das 5jährige Töchterchen ihres Gutsverhalters, das auf eine Klippe geklettert war, von dort in die Fluchen der Ostsee, stürzte. Die muthige Primadonna sprang sofort in's Wasser und schwamm dem schon ziemlich weit von den Wellen fortgetriebenen Kinde nach. Es gelang ihr auch noch, die bewußtlose Kleine- zu erfassen, dann aber verließen Frau Akts die Kräfte und beide Personen wären unfehlbar untergegangen, wenn . nicht Schiffer, die den Vorgang, beobachtet hatten, im Voote herbeigeeilt und sie. an's Ufer gebracht hätten. Während dem kleinen Mädchen das unfreiwillige Bad nichts gefchadet hat, lag die. Künstlerin mehrere Tage schwer hanl, darnieder. Aus Saarbrücken wird' folgende unerhört rohe Ausschreitung berichtet: Bei dem Restaurateur Ph. Meyer in der Vorstadtstraße wurde in später Stunde noch an die'Fcnsterladen geklopft. Meyer wies mehrere Einlaß begehrende Soldaten zurück. Als diese stürmisch weiter' klopften trat er in die Hausthür, um die Soldaten zum Weitergehen zu mahnen. Kaum hatten sie ihn jedoch erblickt, als sie blank zogen und ihn mit furchtbaren Hieben über den Kopf niederstreckten. Meyer liegt schwer verwundet. Die Attentäter waren ein Vicefeldwebel, ein Sergeant und ein Unterofficier des in jener Nacht im nahen Spichern einquartirten 131. Jnfan-terie-Regiments aus Metz. Meyer erhielt einen tiefen Stich, der die rechte Wange dicht unterhalb des Auges bis zur Schläfe aufriß, einen schweren Hieb über die Stirn und flache Hiebe, durch welche die ganze linke GesichtsHälfte bis zur Unkenntlichkeit anschwoll. Die Kriminalpolizei stellte inzwischen fest, daß das schneidige Kleeblatt an dem Tage schon von Mittags an in Saarbrücken herumgekneipt und sich in verschiedenen Wirthschaften höchst unliebsam bemerkbar gemacht hatte. Der in Rom lebende Bildhauer Anton Madjeski hat eben ein neues polnisches Königsdenkmal vollendet, das vom Krakauer Fürstbischof, Cardinal Puzyna, für die Kathedrale auf dem Wawel bestellt wurde. Es stellt den jugendlichen König Ladislaus denWarnenser dar, einen Sohn Ladislaus Jagiellos, der bei dem Treffen von Warna seinen Tod gefunden. Das Monument ist aus den kostspieligsten Materialien hergestellt. Das Postament ist aus zwei seltenen Marmorsorten gearbeitet, einer röthlichen und einer grünlichen. Auf einem prächtigen Sarkophag ruht die in Bronze gegossene Jdealgestalt des gekrönten Jünglings. - Er trägt die Ritterrüstung; seine Hände umfassen den Griff des Schwertes, einer getreuen Nachahmung des historischen, in der Petersburger Eremitage derwahrten Schwertes dez Polenkömge. Die Krone ist ebenso wie das Drahtnetz an der Rüstung vergoldet. Echte Edelstelne schmucken die Krone und den Ring am Finger der Königs figur. Sie wurden von polnischen Aristokratinnen gespendet. Einen Saphir von großem Werthe steuerte die Fürstin Rosa Radziwill bei. Das Denkmal ist von einem marmornenBaldachin überdacht und wird als Pendant zum Denkmal Ladislaus Jagiellos' am Hauptschiff , der Wawelkarhedrale noch im Laufe dieses Jahres zur Aufstel lwi3 eflanqpi. '
Oktober 1905.
Allerlei fiir'ö Han?. Verwendung der Apfel sinenschalen. Es istsehr schade, die Schalen wegzuwerfen, da sie sich noch gut benutzen lassen. Zum Beispiel schält man die dünne gelbe Oberschale sortgfältig ab. stopft sie in Weinflaschen und übergießt sie mit gutem Essig. Fest verkorkt, lassen sie sich lange aufheben und der wundervoll duftende Essig gibt im Sommer mit Wasser und Zucker eine wohlschmeckende, erquickende Limonade. Aufbewahrung von Eie r n. Die Eier werden durch Waschen gründlich gereinigt und dann mit Vaselin eingerieben, welches sich später beim Kochen leicht von der Schale löst. Will man ganz sicher gehen, so empfiehlt es sich, das Einreiben nach einigen Monaten zu wiederholen, auch Vaselin zu verwenden, wotfn 2s3 prozentige Salicylsäure durch Kochen aufgelöst ist. So bewahrte Eier sollen sich über ein Jahr gut erhalten und wie frische schmecken. Vaselin ist ein Mineralfett, welches durch Destillation aus den Rückständen des amerikanischen Petroleums gewonnen wird, dem Paraffin verwandt ist, aber einen höheren Schmelzpunkt als dieses besitzt. Das Vaselin zeichnet sich durch außerordentliche Haltbarkeit aus, ist unbedingt säurefrei, wird nie ranzig und ist vollständig geruch- und geschmucklos. MittelgegenMundfäule. Chlorsaures Kali ist ein sicheres Mittel, die Mundfäule in kurzer Zeit zu heilen. Erwachsene nehmen 3 bis 5 Gramm Chlorsaures Kali 'in 150 Gramm Wasser gelöst. Mit einer zweiprozentigen Lösung desselben Mittels spült man außerdem mehrmalö täglich den Mund aus. Bei dieser Behandlung schwinden zunächst der übele Geruch und der gelbe Beleg, und allmählich heilen diese schwürigen Stellen. Nervosität. Systematisch geübtes Varfußgehen soll ein vorzügliches Mittel gegen Blutdruck nach dem Kopfe sein, wenn dieser von Nervosität herrührt. Zumal das Barfußgehen auf scharfem Grunde, also am Strande oder im Kies der Gartenwege. Besonders erquickend soll ein Gang mit bloßen Füßen über eine feuchte, kalte Wiese nach geistiger Anstrengung wirken. - Kandiren von Früchten. Man kann sowohl schon fertig eingemachte als auch frische Früchte kand'iren. Bei ersteren verfährt man folgendermaßen: Aprikosen, Pfirsiche, Reineklauden Plaumen und Birnen, die noch nicht zu weich sein dürfen, werden aus dem Zuckersaft genommen und zum Abtropfen auf ein Porzellansieb gelegt. Dann übersiebt man sie dick mit geriebenem Hutzucker, legt Stück für Stück einzeln auf das Obstsieb oder den Obstrost und schiebt sie für einen Tag in die lauwarme Bratröhre oder Ofenröhre. Am nächsten Tage werden sie nochmals mit Zucker bestreut, -wieder in der Röhre getrocknet, bis sie vollständig von dem trockenen Zucker umhüllt sind. Wenn man frische Früchte nimmt, so läßt man sie in Wasser weichkochen. Indessen kocht man nebenher eine Zuckerlösung bis zum Bruch. In diese Lösung wirft man die abgetropften Früchte, läßt sie einige Male darin aufsieden, dann wohlverdeckt in dem Zucker- 24 Stunden an kühlem Orte stehen, nimmt sie heraus und läßt sie, mit geriebenem Zucker bestreut, in der Röhre trocknen. Diese Früchte müssendemzeln gelegt werden, am besten auf Pergamentpapier, so, fraß sie sich nicht berühren. Naß gewordenes Pelzwerk darf nicht am heißen Ofen getrocknet werden, das Leder wird sonst hart und die Haare brechen. Bei Muffen. Umhängen und Besätzen .streicht man die Haare nach dem Naßwerden mit der Bürste glatt und läßt das Pelzwerk an der Luft trocknen. Den nächsten Tag muß das betreffende Pelzwerk vorsichtig mit einem Rohrstock gettopst und mit weitem Kamm erst nach dem Strich, dann gekämmt werben. Der Pelz erlangt, dadurch sein frisches, lockeres Aussehen wieder. Zur Entfernung von Schokolade- und Cacaoflecken aus Wäsche und anderen Stoffen soll niemals heißes, sondern stets kaltesWasser und Seife genommen werden. Weichen die Flecke dieser Behandlung nicht, so bestrelche man den Fleck vorher mit Glyzerin, lasse dies einige Zeit einwirken und wende erst dann kaltes Wasser und Seife an. Alaun alö Kitt, für Petroleumlampe. .Um Metalltüllen und -Ringe auf die Glas- oder Porzellanbqssins zu kitten, schmilzt man gewöhnlich, grob gepulverten Alaun in einem Blechlöffel über einer GaSoder Spiritusflamme. Der Metalltheil muß vorher auf der Herdplatte aNgewärmt werden, dann gießt man den geschmolzenen Alaun hinein und drückt den Zapfen des Petroleumbas sins in die geschmolzene Masse. Nachdem der Alaun erstarrt ist, was bald geschieht, stößt man den Ueberschuß des aus dem Ring gepreßten Alaun mit einem scharfen Werkzeug ab. Alaunkitt ist gegen Petroleum vollkommen indifferent. Ring oder Tülle und 'Bassin sind dadurch ftfjt fest verkittet j . ..tji.
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Durch d i eG e : st e s g e g e nw a r t der Hofopernsängerinnen Herzog und Destinn ist bei der Aufführung von .Humperdinck's Heirath wi der Willen" im Königlichen Opernhause zu Berlin einer aus geringfügiger Ursache entstandenen Beunruhigung des Publikums die Spitze abgekrochen worden. Kurz nach Beginn der Vorstellung, als beide Damen sich allein auf der Bühne befanden, hatten künstliche Blumen, die über einem Glühlämpchen angebracht waren, Feuer gefangen. Erst durch Zurufe aus dem Publikum, dessen sich eine vorübergehende Unruhe bemächtigte, wurden die Künstlerinnen auf die Gefahr aufmerksam. Während nun Frau Herzog, obwohl die Musik abbrach, tapfer weiter sang.. schritt Fraulein Destinn auf den kleinen BrandHerd zu und erstickte durch Pusten" und Schlagen mit den Händen das Feuer. Gleichzeitig gelang es einem Angestellten des Hauses, durch lauten, energischen Zuruf das Publikum zu beruhigen. Brausender Beifall des letzteren lohnte die entschlossene Künstlerin. Erst als sich alles wieder beruhigt und die Vorstellung ihren Fortgang genommen hatte, betrat ein Feuerwehrmann die Bühne. . ein verspätetes Auftreten erregte natürlich große Heiterkeit und stellte endgültig die Stimmung wieder her. .Ein Liebe sveryältnrtz zwischen zwei in demselben Geschäft angestellten Personen ist kein Grund zu sofortiger Entlassung, so entschied kürzlich das Berliner Landgericht. In de, Urtheilsbegründung heißt es u. a.: Ein Liebesverhältniß zwischen Angestellten desselben Geschäfts bereitet dem Geschäftsgange kein 'sonderliches Hinderniß, wenn es sich nicht nach Außen unangenehm bemerkbar macht und öffentlich Aergerniß erregt. Bon einem anständigen Mann ist zu erwarten. daß er im Geschäft, auch wenn er sich unbeobachtet glaubt, seinen Liebesgefühlen, wenigstens nach außen hin. keinen Ausdruck verleiht. Daß sich der Angestellte zu der Geliebten im Verhältnisse eines Vorgesetzten zu einer Untergebenen befindet, ist dabei nicht von Belang. Unerheblich ist auch, daß ihm beim Engagement ausdrücklich die Anknüpfung vo?c Verkehr mit den weiblichen Angestellten, des Geschäfts verboten wurde, denn das Ueberschreiten eims derartigen, in seiner allgemeinen Fassung übngens rigorosen und beinahe nicht ernst zu nehmenden Verbotes kann noch nicht als vertragswidrig gelten und bildet keinen Grund zur sofortigen Entlassung." Neusilberne Gegenstande befreit man von Rost- und Tintenflecken, indem man sie mit einer Mischung von, Schmirgel und Oel besireicht und mit einem Tuch abreibt; zum Schluß putzt' man noch mit ei-, nem Leder nach, um Glanz hervorzu-oringen.
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W. Maryland. Erstklassige 1 ' Jamillenwäsch e. . Beide Telephons 806.... HlnropöischeS sep arten: WeM, Kreditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Eurov!. chtffsschetns von und nach Europa. Ans und Verkauf auslänZZ' schen Geldes. tafil fiiiiii No. 35 Süd Meridian Str. . 2ITChant8 National Bank. Vi. ie müssen entweder vorwärts oder rückwärts geben ; eö gibt keinen Stillstand. Mit so vielen unö umgebenden Gelegenheiten sollte Vorwärts" das Losungswort fein. Ein Spar Conto mit dieser starken Gescllschaft wäre ein ausdrücklicher, progressiver Schritt für Sie zu nehmen. Es ist kein Unterschied wie klein Ihr erstes Deposit sein mag, es ist deshalb nicht weniger willkommen. Beginnen Sie heute, es wird Sie nie reuen. THE Indiana Trust Co. Kapital $1,000,000.00 .Ueberschuß 275,000.00 G'olvkäferlack. Mit. diesem Lack lassen sich abgenutzte Eisen- und Holzgegenstände sehr schön auffrifchen. Eisengegenstände werden vorher etwas erwärmt, ehe man sie mit dem Lack bestreicht, da sonst, anstatt Bronyt, eine grüne Farbe entsteht. Den Goldkäferlack trägt man mittels eines feinen Lackierpinsels auf. Gegenstände, welche mit Wasser gereinigt werden müssen, eignen sich weniger zum Lackieren. Nägel und andere Eisentheile vor Nost zu schützen. Nägel, Haken, Krammen usw., die im Freien an Zäunen, .Spalieren usw. verwendet werden sollen, schützt man dadurch vor dem Verrosten, daß sie bis zum Rotbglühen erhitzt und dann in kaltes Leinöl geworfm werden.
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