Indiana Tribüne, Volume 29, Number 35, Indianapolis, Marion County, 3 October 1905 — Page 3

Jndiana Tibüne, 3. Oktober 19034

Ansturm

Auf den Präsidenten am ersten Tage nach seiner Nilölehr.

Reise des Präsidenten nach dem Süden. Sheridan-Denkmal in Akron, ).- Im Patrick-Prozesse geht es scharf her. Dampfer im St. Clair-Sce in den Grund gebohrt. Noot im Amte. ,

Rooseveltim Geschäft. W a s h i n g t o n. 2. Oct. Heute hatte Präsident Roosevelt seit 3 Mo. naten wieder j seinen ersten offiziellen" Tag im Executiv.Gebäude. Er wurde stark in Anspruch genommen durch Be sucher. Als erster stellte sich Giffort Pinchot 6S:s der Forßabtheilung ein; ihm folgten Korporationskommissär JameS N. Garfleld und Sekretär des Innern Hitchcock'. Die Senatoren Foraker und Dick .von Ohio stellten starke Delegationen ihrer Konstituenten vor. ES folgten Sen. Burkett von Nebraöka, He. menway von Jndiana, Fulton von Oregon und McCumber von Nord Dakota. Alle hatten persönliche Au. dlenzen bezüglich Ernennungen usw. Armer Präsident ! Besuch des Präsidenten. New Orleans, La.. 2. Oct. Die Nachricht von der bevorstehenden Reise deS Präsidenten Roosevelt nach dem Süden hat hier große Befried!' gung hervorgerufen. Um so mehr, da man annimmt, daß damit auch die Furcht so Vieler vor dem Gelben Fieber au der Welt geschafft wird. Die Furchtlosigkeit deS Präsidenten gegen über persönlicher Gefahr, der so viele Eingesessene auS dem Wege gingen, hat im Süden einen sehr guten Eindruck gemacht. Reise desPrüsidenten. Washington, 2. Oct. Prä sident Roosevelt wird am 26. Oct. in New Orleans eintreffen. Von dort wird er auf einem Kreuzer nach Washington zurückkehren. Der Reiseplan ist etwa? geändert worden um Konflikte mit den Quaran tänebestimmungen der verschiedenen Staaten zu vermeiden. Der Präsident wird am 18. d. M. Washington verlassen und über Mo bile, TuZkegee, Birmingham, Ala., Llttle Rock. Ark., nach New Orleans gehen. Sheridan-Denkmal. C o l u m b u S, O., 2. Oct. BundeSsenator Dick reifte von Akron ab um Präsident Roosevelt einzuladen an der Enthüllung deS SheridanDenkmalS zu Sommerset theilzunehmen. Das Datum der Enthüllung kann der Prüft dent bestimmen. Washington, 2. Oct. Der Präsident erklärte heute, daß er die Einladung zur Enthüllung deS Ehe ridan Denkmals ablehnen müsse, da seine Zeit bereits-in Anspruch genom men sei. Patrick Prozeß. Albany. N. Y.. 2. Okt. In seinem Antrage vor dem Avpellgerichte auf einen neuen Prozeß für den Advo taten Albert T. Patrick, welcher wegen Ermordung deS Millionärs Rice zum Tode verurtheilt ist, legte ExSenator David B. Hill besonderes Gewicht dar auf, daß die frühere Entscheidung ge gen Patrick von Richter Gray geschrie den worden sei. Das Appellgericht entschied mit 4 gegen 3 Stimmen gegen Patrick. Hill führt aus, Richter Gray .hätte überhaupt nicht in dem Gerichte sitzen sollen, da sein Sohn Hy. G. Gray als HilfZdiftriktSanwalt von New Nork oel der Anklage mitwirkte und Richter Gray als voreingenommen be trachtet werden könne. Diese Thatfache sei wahrscheinlich von dem Gerichtshöfe übersehen worden. Die Erwiderung DiftrictanwaltZ Je rome, welche angeblich noch von Ex Richter Judson S. London vor seinem Tode entworfen und von HilfS-Di ftrictsanwalt GanS hinterlegt wurde. ist äußerst scharf. Sie sagt: Die Be merkung, daß Richter Gray durch seine Theilnahme an diesem Prozesse die Ge setze deS AnstandeS verletzte, ist ebenso verächtlich wie unverschämt." R o o t i m A m t e. Washington, 2. Oct. Root übernahm heute formell daS Amt deS StaatZsecretärS und Bacon das des HilfSsecretürS. Sie hatten eine lange Unterredung mit dem zurücktretenden Hilföfecretär LoomiZ, da natürlich viel zu besprechen war. LoomiZ wird noch zwei Tage im Departement bleiben, um die Geschäfte zu übertragen.

Betrügerverhaftet. New York, 2. Oct. Der junge Mann, welcher auf einen gefälschten Check hin bei der National City Bank Papiere im Werthe von $359.080 er. hob, welche die Bankiers Pearl & Co. als Sicherheit für ein Darlehen ge geben hatte. Den Namen des Mannes hält die Polizei geheim, doch weiß man daß er als Clerk bei ewer der bekanntesten Maklerfirmen beschäftigt war. Der junge Mann wurde auf dem Wege zur Kirche verhaftet und legte bald ein volles Geständniß ab. Er hat von den Papieren noch Nichts in Baar

geld umgesetzt. Um den Check zu fälschen hatte der Mann einen Stempel benutzt, den er sich zu diesem Zwecke hatte anfertigen assen. Die Geheimpolizisten fanden diesen Stempelmacher und damit die Spur zum Thäter. N e w Y o r k. 2. Oct. Der Nam des Verhafteten ist Hy. Ambrose, auch H. Leonard genannt. Er war bei der Maklerfirma Halle & Stieglitz, Nr. 30 Broad Straße beschäftigt. Gelbes Fieber. New Orleans, 2. Oct. Bis 6 Uhr heute Abend waren angemeldet: Neue Fälle 10, insgesammt 3042, Todesfälle 3, im Ganzen 394, neue Seucheherde 6, unter Behandlung 204 Fülle, als gehellt entlagen2434 Per. sonen. Natchez, Miss., 2. Oct. Nach den letzten Berichten hat sich das gelb: Fieber in den letzten 24 Stunden rasch ausgebreitet. . ES sind jetzt Fülle in allen 4 WardS der Stadt konftatirt. Der heutige Bericht meldet: Neue Fälle 11, neue Seuchenherde 6, Gesammtzahl der Fälle bis heute 103, der Seuchenherde 33. P e n i a c o l a, Fla., 2, Oct. Heute wurden 5 neue Fälle und 1 To deSsall gemeldet. V i ck S b u r g, Miss., 2. Oct. Bis 6 Uhr heute Abend waren 16 neue Fälle und ein Todesfall angemeldet. Kindervergiftet. Davenport, Ja., 2. Oct. Geo. Foulk. 5 Jahre alt und Mamie Foulk. 3 Jahre alt wurden in der hiesigen Soldatenheimath durch Zuckerwerk der giftet, das ihnen von ihrem Vater, John Foulk. mit anderen Geschenken von Marin,' Ja., zugeschickt worden war. Der Knabe starb ehe ihm noch ärzliche Hilfe zu Theil werden konnte. Ein halbes Dutzend anderer Kinder, die von dem Candy aßen, wurden eben falls krank. Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Ein sauberer Bruder. New York, 2. October. Weil er zweimal zu vlel heirathete, erhielt Fred. E. Carlton einmal vier Jahre und dann füns Jahre Zuchthaus. Da er ferner Henry Schaub, einen Maschi nisten der Bundesflotte, durch Droguen betäubt und bestohlen hatte, wurden ihm weitere zehn Jahre aufgebrummt. Carlton'S Anwalt machte geltend, eine sitzende Lebensweise könne Carlton'S Gesundheit schädlich sein, je. doch ließ sich Richter ASpinwall auf den MilderungSgrund nicht ein und sprach sein Bedauern aus, Carlton nicht zum Sitze auf -dem elektrischen Stuhle nö thigen zu können. DreiFeuerwehrleute verletzt. K a n s a S City, Mo., 2. Oct. Die Sargfabrik der Missouri. Valley Casket Co., an 6. Straße und Rey nolds Avenue. ' ist abgebrannt. Scha den $50,000. Drei Feuerwehrleute wurden beim Einstürze seiner Mauer verletzt, Sam. NicholS lebensgefährlich. Entlassen. Boston, 2. Oct. Wm. A. Hay. neS. welcher in Verbindung mit dem Leichensunde im Hafen verhaftet wurde, ist freigegeben worden, da die Polizei die Aussagen Samuel A. Winfield'S, auf welche hin HavneS verhaftet wurde. als unglaubwürdig betrachtet und an der VerdachtZgründe nicht vorliegen.

Grütze Vom deutschen Kaiser.

Washington, 2. Oct. Kapitän HebbinghauS, Marine.Attache der deutschen Botschaft, welcher kürzlich von Deutschland zurückkehrte, über, brachte dem Präsidenten heute eine per sönliche Botschaft deS deutschen Kaisers sowie verschiedene werthvolle Stiche, welche sich aus das Leben Friedrichs des Großen beziehen. Der Präsident ersuchte Kapitän Heb binghauS dem Kaiser seinen herzlichen Dank und seine Grüße zu übermitteln. Er wird selbst dem Kaiser noch schreiben. Die Stiche stellen dar: Ein Bat'ail. lon der Leibgarde im letzten V erzweif lungskampf in der Schlacht von Kol lin", Friedrich der Große, das Regi ment v.,Bülow in der Schlacht von Zorndorf vorführend", Die Fahnen, welche von den AnSbach'Bayreuth.Dra goner bei der berühmten Attacke von Hohenfriedberg erobert wurden" und Generäle von ihrem todten Könige Abschied nehmend". Die Sticke sind für'den Präsidenten von besonderem Interesse, da er sich mit dem Leben Friedrichs des Großen eingehend beschäftigt hat. Trauung im Hospital. Philadelphia, 2. Oct. ThomaS Handley, 743 Sedgwick Straße, ein 19jähriger junger Mann, wurce auf seinen Wunsch im ColumbuS Me morial Hospital an St. JameS Place und Lake View Avenue angesichts einer lebenSgesährlichen BlinddarmOperatiön mit seiner AuSerwählten, der gleichaltrigen Ellen Shaver von Austin, ohne Wissen der beiderseitigen Eltern getraut. Die jungen Leute verlobten sich vor zwei Jahren, versprachen aber ihren Eltern, mit der Heirath bis zu ihrer Großjührigkeit zu warten. Die plötzliche schwere Erkrankung Handley'S änderte' aber die Sache, denn als die Operation für nothwendig erklärt wur de, ließ er feine Braut kommen und bat sie, noch vorher feine Frau zu werden. Sie willigte sofort ein, holte eine Hei. rathS'Lizenö. und die Trauung wurde in Gegenwart der Aerzte und des Wär terperfonals vollzogen. Handley, im Bett aufgerichtet während Pastor Rem pe ihm das Mädchen seiner Wahl antraute, litt große Schmerzen, und alle Anwesenden waren tief bewegt. Zur Verhütung eines Lynchgerichtes. Austin, 2. Oct. Generaladju. tant Hulen hat 4 Kompagnien Miliz von 160 Mann mobil gemacht, die nach Edna, Texas, gehen sollen. Dort besteht die Abficht den Neger zu verbrennen, welcher Frau Conditt .und ihre 4 Kinder ermordete. Der Neger ist etwa 10 Meilen von Cdna in einem dichten Walde umstellt. Venezuela Frage. Washington, 2. Oct. Der französische Botschafter Jusserand hatte heute eine halbstündige Unterredung mit Sekretär Root über die Venezuela Frage; andere werden folgen.

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Fräulein Nabel Monef, die jüngste Tochter des Bundessenators Money von Mississippi, welche Taus? deS Schlachtschiffes Mississippi" vornahm. i

Nntersuchttttg Der Lebenversicherungs'Gesell' schaften.

N e w Y o r k . 2. October. Zum dritten Male, seitdem der große Ver. sicherungSscandal aufgerührt wurde und die erstaunlichsten Enthüllungen zu Tage förderte, trafen die Versiche. rungZ.Commissüre von fünf westlichen Staaten, in denen mehrere der bedeutendsten hiesigen Gesellschaften gleich, falls zahlreiche Policen.Jnhaber zählen, hier behufs Anstellung ihrer eigenen Erhebungen ein. ES waren dies die Commissäre Roan E. Folk von Ten nessee, Henry R. Prewitt von Kentucky, Zeno M. Host von Wisconsin, Thomas D. O'Brien von Minnesota und John L. Pierce von NebraSka. Diesmal bezwecken sie eine gründliche Untersuchung der GeschästSmethoden von Boß" McCall'S .New York Life Insurance Co.", und zwar wird, wie sie nach Rücksprache mit den Beamten derselben 'erklärten, mit dem Grund eigenthumZ. und Hypotheken-Departe. ment der Anfang gemacht werden. .Rechnungsführer und Experten", sagte Herr Folk, .werden unS behilflich sein, aber mit der Enquete deS New Jorker LegiZlaturauSschusseS wird die unsere gewiß nicht in Conflict gerathen." VersicherungZCommissär Van De vere von Missouri, welcher erst kürzlich von Gouverneur Fslk mit diesem Amte betraut wurde, nimmt sich der Sache sehr an und hatte dem Comite eine geharnischte Resolution vorgelegt, die je doch nur theilweise angenommen wurde. Danach soll ein Beamter, welcher Gel. der der Gesellschaft zu politischen Zwecken auSgiebt, sofort entlassen und gezwungen werden, den Betrag zurück zuerstatten. New York. 2. October. Zehn Buchhalter sind bireitö mit Prüfung der Bücher der New York Life Insu, rance Co. beschäftigt. Ihre Arbeiten werden von W. I. Graham und F. S. Wolff, den Vertretern von Wisconsin, Minnesota und Tennessee, geleitet. T a f t z u r ü ck. Washington, 2. Oct. Sekre tär. Tast und seine Gesellschaft kamen heute Nachmittag um 3:25 Uhr hier an. Falschmünzerbande. Schließlich dingfest gemacht. vuntinaton. W. Va.. 2. Oct. Der Rest einer Falschmünzer bände ist nun auch unschädlich gemacht. Jackson Silverthorn, - Alfred AdkiflS, Noah Daley, Milton Grose und Black good CollinS wurden bereits derur theilt. Nun sind auch George Olenfteadt, Scott CollinS, Anderson Ruthersord und John RaikeS verhaftet. Auf Olenstead'S Geständniß hin fand man die Falschmünzerwerkftätte am Ufer deS Ohio. In derselben wurden Metall Formen und falsche Münzen entdeckt. die

2SI toxjj Roxnri ntw yntntxai Exkursionen Sonntag, den 8. Qctober. ..Cincimmti.. Crc Ä?100 Rundfahrt Greencastle iTSo , r n Rundfahrt. 6p"lalzüge: Spezialzug: Verlassen Indianapolis 7 Uhr Vorm. ' Verläßt Indianapolis 7.30 Uhr Vorm. Verlassen Cincinnat? 7 Uhr Abends. Verläßt Terre Haute 7 Uhr Abends.

Sturmschaden auf den Philippinen. Washington, 2. Oct. In einem Kabelgramm meldet der General gouverneur der Philippinen die letzten Nachrichten, die er aus verschiedenen Theilen über die Verwüstungen des Sturmes am 26. Sept. erhielt. Nach dem Telegramme gingen mit dem Küftenwerftschiffe .Levle" 27 Mann zu Grunde. Der Sturm begann östlich von Sa mar, ging über den nördlichen und nordöstlichen Theil der Insel und alle südlichen Provinzen von Luzon. Die Feldfrüchten find vernichtet, einschließ, lich Hanf, Reis und Kokosnüsse. Von dem Dampfer Leyle- wurden nur 9 Mann gerettet. Unter den um gekommen Offizieren sind Wm. .N. Fisher, Fred. Hellburg, F. M. Bentel, C. & Olsson und Geo. Gardner. Die Entstchung der Pcrlcn. kkeue Untersueiungen und iki?e Resultate. Sarkophage von Würmern. Die Perlen werden bekanntlich von Muscheln erzeugt; sie besitzen im Wesentlichen die Struktur der Schalen, von denen diese Thiere emgeschlouen sind. Drei Schichten, unterscheidet man an ihnen, mt alle, drei von dem autzeren Epithel (obersten Schicht) des Mantels" ausgeschieden werden, der einen Theil des Körpers der Muschel bildet. Von jenen drei Schichten besteht die innerste aus seinen Kalkblättchen; sie wird als Perlmutterschicht bezeichnet, und sie ist es. die der Innenseite der Muschelschale jenen schimmernden Glanz verleiht, der unser Auqe erfreut. Auch die Perle besitzt eine Perlmutterschicht, nur liegt sie hier zu äußerst und hüllt die anderen ein, von denen man nur dann etwas zu sehen bekommt, wenn die Perle durchschnitten wird. Daß zwischen Muschelschale und Perle ein naher Zusammenhang bestehe, war leicht ersichtlich; es lag auch nahe, zu vermuthen, daß jenes äußere Mantelepithel, dessen Funktion die Absonderung der Schale ist, ebenfalls für die Entstehung der Perlen verantwortlich gemacht werden müsse. Man glaubte folgende Erklärung geben zu dürfen: kleine Fremdkörper, etwa Sandkörner, die zwischen Schale und Mantel eingedrungen waren, sollten den inneren Kern bilden, um den sich die Schichten der Perle ablagerten. Bei dieser Annahme hat man sich bis in die neueste Zeit beruhigt, obgleich die richtige Erklärung schon in den 50er Iahren des vorigen Jahrhunderts angebahnt worden war. F. de Filipi hatte damals behauptet, es seien gewisse Parasiten, durch welche die Bildung freier Perlen in den Muscheln hervorgerufen werde. Diese Vermuthung hat sich infolge von Untersuchungen, die man zunächst mit der Miesmuschel vornahm, in der neuesten Zeit bestätigt. Bei der Miesmuschel schmarotzt ein kleiner Wurm, der in das Bindegewebe öer Muschel eindringt und hier in eigenthümlicher Weise abgekapselt wkd. Auf seiner Oberfläche treten Körnchen kohlensauren Kalkes auf, die den Körper des Wurmes allmälig völlig einhüllen, und indem sich von der Oberfläche her neue Schichten anlagern, entsteht die Perle. Genauer noch verläuft der Vorgang wie folgt: das Würmchen dringt zwischen Schale und Körper der Muschel ein und liegt etwa in einer kleinen Grube, die durch, ein geringes Zurücktreten der Manteloberfläche zustande kommt. Hier verstärkt sich nun die Abscheidung der Perlmuttersubstanz, und indem sich das pi thel.des Mantels mehr und mehr in das Innere des Muschelkörpers einsenkt, wird das Würmchen schließlich ganz von der Oberfläche abgetrenn5 und in das Bindegewebe verlagert, wo es in einem durch das losgelöste Mantelepithel gebildeten Säckchen ruht. Nun ist gerade dieses Epithel die Matrix der Schalensubstanz; es erfüllt denn auch hier seine Aufgabe und umgibt das eingeschlossene Würmchen mit einer stets wachsenden Hülle von Perlmuttersubstanz: so kommt dann die Perle zur Entstehung. Was für die Miesmuschel gilt, erwies stch auch für die Secperlmuschel als zutreffend. Sie liefert die kostbarsten achten" Perlen. Nur ist es hier ein anderer Wurm, der die Perlenbildunq veranlaßt, nämlich das Larbenstadium eines Bandwurms. Die Perle ist demnach nichts anderes als der glanzende Sarkophag eines Wurmes.. Auf Feste Kaiser W!lHelm" bei Molsheim im Niederelsatz wurde ein Soldat des 105.' Regiments bei Sprengungen mit sogenannten taU ten Schüssen get'ödtet.

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