Indiana Tribüne, Volume 29, Number 34, Indianapolis, Marion County, 2 October 1905 — Page 7
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Xlomm von Hkdwig Erl!n-Tchnlcckcb!rr (Schluß.) j. Als sie den Brief geendet, stand sie auf und trat an das Fenster. Noch einmal wollten ihre Blicke des alten Weges gehen und wieder schob es sicb hemmend zwischen ihr Ziel Frau Juttas todtes, verlassenes weißes Haus. Wie von Geisierfittichen bcrührt, wandte sich Liane und schlug leide Hände vor das Gesicht. Frau Jutta, die Tu über Menschenseelen geherrscht, zw-ingst Tu auch diese. noch Über den Tod hinaus, daß sie Dich nicht hassen tarnt, daß sie in ieben:r Erschütterung steht vor Teines Schicksals araunaem Ende? 30. Kapitel. er Meistbietende für Mooiheide war gefunden und urerniorgen sollte das Gut in andere Hände übergehen. Jeder mßte es in Lindenstedt auch Liane. Sie sprach kein Wort darüber, fragte nichts. Daß Detlef Palmer längst schon fort war, irgendwo in der Fremde draußen, das wußte sie. Wonach hätte sie fönst noch fragen sollen? Aber ihre Augen gingen oftmals verlorenen Ausdrucks in die Weite. Und das Miezelchm, die es sich ausbedungen hatte, ihr am Nachmittag die Treibyäuser mit ihren herrlichen Orchideen zu zeigen, fand zu ihrem Kummer nur geringes Interesse für die blühende Pracht. Da lächelte Liane und streckte der Kleinen, die sie mit vorwurfsvollen Augen ansah, warm die Hand entgegen. Ein andermal werden Sie mich aufmerlsamer finden. Miezelchen. Heute hab' ich ein wenig Kopfweh." Hand in Hand waren sie bis zum offenen Gartengitter geschritten. Noch einmal nickte Liane dem Goldlöpfchen zu und wollte sich zum Gehen wenden. Doch sie wurde zurückgehalten. Von der Straße bog ein kiesbeladener Wagen in den Garten herein und Vater Dankwart kam herzu, dem Knecht die Weisung zu geben, wo er abzuladen habe. Lianens Blick aber war plötzlich groß und starr geworden und haftete an dem Pferde, das müde, mit gesenktem Kopf den Wagen zog. Das Pferd den Rappen mit den untrüglichen Kennzeichen, den weißen Hinterfüßen und dem thalergroßen hellen Fleck über dem linken Auge das kannte sie. Langsam trat sie dicht an das Thier heran, als Dankwart warnend rief: Vorsicht, Fräulein, dem Biest ist noch immer nicht recht zu trauen." Eine Sekunde lang schlössen sich Lianens Augen. Es hatte der Warnung nicht mehr bedurft: es war das eine von Detlefs beiden Reit- und Wagenpferden. Das edle Halbblut zum Karrengaul erniedrigt! Mit beiden Händen hielt sie den Kopf des Rappen gefaßt, bog sich' ihm zu und ein erstickter Seufzer zitterte ,hr von den Lippen: Du Armer Du!" Und das Thier hob den klugen Blick, sah sie an, wie es schon einmal sie angesehen, ein Nieseln lief den fchlanken HÄs hinab und an Lianens Schulter drückte es die bebenden Nüstern. Da wandte sie sich zu Dankwart herum. Das hier ist doch kein ArbeitsPferd?" Er sah sie ein wenig verlegen von der Seite an. Kannte sie den Gaul, wußte sie, woher er stammte? Nein, das ist's nicht. Er kriegt auch nur leichte Arbeit zu thun und später" sein Blick traf auf Miezelchen da kann's ja auch wieder Kutschpferd werden, oder Reitpferd. Ich hab's billig erstanden, als drüben auf Moorheide verkauft wurde. Das eine hat sich der Treskow auf Eckernhagen genommen, für das da fand sich kein Liebhaber, weil's ein Durchgänger war. Jetzt hat sich das aber gegeben, es geht schon ganz fromm in den Sielen." Liane erwiderte nichts und nahm einen schnellen Abschied. Von der Straße her wandte sich noch einmal ihr Blick nach dem Garten zurück. Die Raiet des Kieswagens rollten, langsam, mit gesenktem Nacken zog ihn der Rappe er ging ganz fromm. Mitten in der Nacht wachte sie plötzlich.auf über dem Wort: Jetzt hat sich das aber gegeben, es geht schon ganz fromm!" Wen sah sie denn im Geiste vor sich? Das edle Thier oder ihn ihn. der vielleicht auch ganz fromm in seinen Sielen ging? ! Ihre Hände preßten sich an die brennenden. trockenen Augen. Vater im Himmel, warum war sie zurückgekommen. noch einmal hierher zurück! Warum hatte sie sich das angethan? Um es mitzuerleben, wie nun auch das ganze Gut Moorheide zum Verkaufe kam? Den gangen nächsten Tag ging sie einher wie im heimlichen Fieber. Und :vo sie ging und stand, da war ein F.c.ntn in ihr: Er geht schon ganz frr.-nr; ;n seinen Sielen!" ttr li lötzlich kam ihr ein brennendes V:?.gtti. Noch einmal sehen wollt? f: i s Thier, den Hals ihm streicheln. ;s; leise in's Ohr sagen: Warte nur Dir kommen bessere Zeiten wieder!"
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Und dann war ihr wie ein Ruck der Gedanke gekommen: Mit dem Thier, auf seinem Rücken noch einmal nach Moorheide hinüber. So- ihren letzten Abschied nehmen, bevor sie für immer schied! Den schon gepackten Koffer, darin ihr Reitkleid und Nellys Damensattel sich befanden, hatte sie rasch wieder aufgeschlossen und ihre Hände flogen dabei. Frau Mathilde aber schlug die ihren über dem Kopf zusammen, als sie Liane im langen Reitkleid, mit dem Sattelzeug überm Arm. die Treppe
herabkommen sah. Mädchen, ich bitte Dich, wo willst Du denn :n dem Aufzug hin?" Herrn Tankwart bitten, daß'er mh sein Pferdfür einen Ritt anvertraut." Auf cmem wildfremden Thier! Liane, ich frage Dich, willst Tu Hals und Beine brechen? Wenn das Vieh Tich nun abwirft?" Es wirst mich nicht ab. Tantchen." Auch Christian Dankwart wollte zunächst nichts davon wissen, daß Liane sich dem unzuverlässigen Thier andertraute. Als er aber sah. wie sie mit kundiger Hand selbst dem Rappen Sattel und Zaum anlegte, und wie der mit leisem Wichern den Kops hoö. da meinte er nachgiebig: Nun, Sie scheinen sich drauf zu verstehen, und der Schwarze thut ja, als ob er Sie kenne." Ob er sie kannte, und ob er wußte, wohin er sie tragen sollte! Von selber nahm er die Richtung nach Moorheide hinüber. In flottem Trab, als könnte er's nicht erwarten, dahin zurückzukehren. Eine Weile ließ sie ihn gehen, wie er wollte, dann, kurz vor der Wegbieguna, wo der Blick auf Moorheide sich öffnete, zog sie den Zügel an. Sollte sie wieder umkehren, sich diesen letzten Schmerz ersparen, noch einmal dort hinüberzublicken, wo ihres Herzens Golgatha lag? Regungslos saß Liane im Sattel und blickte starr vor sich hinaus. Kein Mensch war weit und breit zu sehen. Nachmittagsstille lag rings über den abgeernteten Feldern und Todtenstille schien herüberzuwehen von den alten grauen Mauern. , Detlef. Detlef!" Zu seinem Hause hinüber flüsterte sie noch einmal seinen Namen und ihr Blick flog dem Klänge nach über die Felder dahin, zwischen denen sie mit ihm geschritten, an den Wiesen entlang, zu den Erlen hinüber, bis hin an das dunkle Moor. Tort, an seinem Rande, da hatte sie es in ihres Glückes Sonnenhelle zum ersten Male verspürt gehabt wie gespenstische Fittiche, die sich unheilvoll über sie breiteten. Und dort in der Sonnenhelle, auf dem grünen Wiesenstreifen, der um den braunen Grund sich zog, taucht es da nicht auch jetzt gespensierhaft empor in schwankender, unbestimmter Form? Sie strengt ihr Auge an, immer deutlicher erkennt sie, was sich dort auf dem Moorboden bewegt. Rosseshufe sind es, die über den schwanken Grund hinjagen und auf des Rosses Rücken ein Reiter, ein Mensch von Fleisch und Blut, der auf den Gcund sich wagt, in dessen Mitte tückisc) das Verderben lauert, wo aus sumpfiger Tiefe heimliche Arme sich emporreckcn, dem Unvorsichtigen sich entgegenstrecken, ihn fassen, halten, ziehen, rettungslos hinabzerren. Ihr bis zum Aeußersten gespannter Blick glaubt eine hohe Gestalt zu erkennen. Wer' war das Gott im Himmel, wer war das? Einer,' der die Gefahr verachtete, vielleicht sie suchte? Heute, gerade heute und morgen war Moorheide in fremder Hand! Mit beiden Händen riß Liane picklich das Pferd herum. Detlef Detlef!" Er aber ward ihrer nicht gewahr. Sein Haus dort drüben, zu dem er hinüberschaute, er hatte jetzt nichts mehr in ihm zu suchen, hatte kein Recht mehr hier auf den Boden, der einst der seine gewesen. J Drüben auf Eckernhagen hatte er bei Treskow für eine Nacht Quartier genommen. Der hatte es gut gemeint, als er eine Flaschenbatterie nach der anderen auffahren ließ. Palmer hatte auch eine Weile tavfer mitgehalten, aber es wollte ihm nicht gelingen, sich Vergessen zu trinken, und er war aufgesprungen und hatte sein Glas zurückgestoßen. . Leih mir ein Pferd. Treskow. Mich verlangt's noch nach einem Ritt." ' Der andere, der's begriff, warum ihm der Lafitte nicht schmecken-wollte, nickte. Laß Dir Deinen Braunen satteln Du weißt ja, er steht bei mir im .Stall." Und auf seinem Pferd, das einem anderen gehörte, war Detlef Palmcr noch einmal hinübergeritten zu seiner Flur, auf die er kein Anrecht mehr hatte. Und wie er an den Rand des Moores kam, da war's ihm plötzlich, als könnte er nicht weiter. Als gäb's für ihn überhaupt kein Weiter mehr, als müßte nun das Ende kommen, das letzte Ende, das er nicht selber machen durfte. Liane o Liane! Warum hatte sie ihm das Gelübde abgezwungen, das er nicht brechen durfte! Aber sein ganzes Empfinden war nur ein einziger Schrei: Wenn's doch käme! Ein Zufall, den einer nicht kcmmen sah, nicht sehen wollte, dem einer blindlings entgegenstürmte mit verhängtem Zügel! So wie er da plötzlich auf das Moor
hinüber den Braunen' hetzt, ihm die Sporen in die Weichen schlägt und mit festgeschlossenen Augen sich tragen läßt, sich-jagen läßt, in wilden Kreisen, die enger und immer enger werden, je schwankender unter den Hufen des gepeinigten Rosses der Grund sich hebt. Und toller noch zwingt er das Thier herum, dem der Schaum vom Maule fliegt, wie an Roß und Reiter empor der zähe Schlamm fliegt, der mit leisem Glucksen herauf aus der vermorschten Tiefe stieß. Was tem da hinter ihnen drein? Was schnaufte und zitterte wie rufender Stimmenllang? Vorwärts, Brauner zeig's, was Tu kannst! Vor" Zurück, Detlef, zurück!" Hinter ihm zittert der Schrei. Ein wildes Schnaufen, ein Pferdeleib, der sich herandrängt an sein Thier, eine Hand, die ihm in den Zügel greift, sein Pferd herumreißt und Detlef Palmer starrt in Lianens' gcisterbleiches Gesicht. Kein Laut zwischen ihnen beiden.
In jeder Sehne zitternd stehen die abaebekten Tbicre still. Und unter ihnen schwankt der Boden, senkt sich mit glucksenden Lauten. Vorwärts dort hinüber komm auf ftsten Grund!" Mühsam nur hat Liane es herrorgestoßen und wieder will ihre Hand sein Pferd am Zügel reißen. Da zwingt er mit festem Schenkeldruck den Braunen voran. Von selbe: folgte der Rappe dem ehemaligen Gefährten. Am Rande des Moores, auf dem grünen, festen Nasenstreifen hält Palmer sein Thier an, schwingt sich herab und streckt die Arme zu Liane empor, die sich kaum noch im Sattel hält. Mit vergehenden Sinnen läßt sie sich herniedergleiten. Und Seite an Seite stehen sie auf festem Grund. ..Liane Liane!" Ihr Körper bebt und, zittert. Nachschwingend: Todesangst durchschauert sie. Seinen yrrn hat sie plötzlich umklammert. alsüsse sie noch jetzt ibn halten, zurückreißcn vor dunkler Tiese. Detlef wohin hast.Tu gewollt?" Seine Stimme bebt. Nichts bringt er heraus als: Liane Liane!" Ta stürzt aus ihren Fugen der heiße Strom. Detlef, wenn Du's nicht kannst. Dein Wort mir nicht halten kannst, wenn es Dir zu schwer wird dann nimm mich mit Dir!" An sein? Lippen empor hat er ihre Hände gerissen. Du noch einmal mit mir Du könntest noch einmal !" Er vermag nicht weiter zu sprechen, aber sein Blick, der in dem ihren brennt, fleht: Laß mir die Hand, die mich noch einmal'auf festen Grund geführt, laß sie in der meinen nicht für den Tod. nein, für das Leben!" Groß blickt sie ihn an und über ihr Gesicht leuchtet still jene .höchste, selbstvergessenste Weibesliebe, die nichts mehr sucht für sich selber, die nur geben, geben will. Und was sein Mund von ihr nicht zu erflehen wagt, das spricht zu ihm der ihre: Nimm meine Hand nimm sie noch einmal, wenn sie Dir für Dein Leben noch ct:oas helfen, nützen kann." Einen Herzschlag lang hält er sie in
seinen Armen und drangt sie doch wieder von sich zurück. Ich kann's ja nicht so kann ich's nicht! Liane. Du Beste. Bestes in meinem Leben, Du. deren Liebe ich mir vergeudet und versvielt ich kann's ja nicht, heute nur Dein Mitleid eintauschen " Mitleid!" Wie in Verklärung blicken ihre Augen hinüber auf das öde Moor. Ein schluchzendes. Jauchzen schwillt ihr empor und die Ärme breitet sie Detlef Palmer entgegen mit des Glaubens Wort, das sich das Herz auf seines Leidens Kreuze schreibt: Die Liebe höret nimmer auf!" Am Halfter führten sie ihre beiden Pferde, bis in der Nähe von Moorhe'.de einige von Palmers früheren Leuten kamen. Denen vertraute er die Thiere zum vorläufigen Unterstellen an und an den gaffenden Knechten vorbei schritt er mit Liane weiter. Wo drüben der Gutshof mit seinen alten grauen Mauern lag, blieben sie stehen und schauten Hand in Hand lange hinüber. Detlef. Deine Heimath muß es denn sein, daß Du sie aufgibst? Kannst Du sie Dir nicht noch jetzt retten? Du weißt ja, wieviel mir noch verblieben ist. Denn jetzt nehme ich es als mein Eigenthum und segne die Hand, die mir das gibt! Detlef, ist es keine Möglichleit. daß Du " Da hatte e? von seinem Hause den Blick abgewandt und sagte fest und ruhig: Nein! Selbst wenn es die Möglichkeit dafür gäbe nein! Nicht auf zusammengebrochenem Grunde wollen wir unser neues Leben auferbauen. Das Höchste. Beste aus dem versunkenen Einst nehm' ich mit mir: ein Wollen, zwei starke Mannesarme und Tich, Liane, mein Erstes, mein Bestes!" Ihnen im Rücken, hinter dem dunklen Moor, sank die Sonne hinab und im Tämmer des sinkenden Tages schritten sie, fest eines an's andere gelehnt, übe? den rauhen Ackerboden dahin. - Daheim am Fenster stand spähend Frau Mathilde. Daß der Mensch doch aus der Aufregung nie herauskam! Das Mädchen, die Liane, war noch immer nicht zurück. Da war gewiß wieder was passirt! Plötzlich schrie sie auf. wie sie in
ihrem ganzen Leben noch nicht aüfgeschrieen, wankte gegen die Mitte des Zimmers zurück, wo Vater Föhrenbach saß, und deutete mit fliegender Hand nach dem Fenster hinüber. Hermann, ich sage Dir halt: mich, daß ich nicht umfalle! Ta kommen Arm in Arm Palmcr und Liane!" Ende.
Geschichte dcr Brieftauben. Oenütznng und Pflege der Thiere in alter uns neuer Zeit. ihre Preise. Brieftauben waren schon im Alterthum bekannt. Seeleute Egyptens. Eyperns und EandiaS bedienten sich der Tauben, um den Angehörigen auf dem festen Lande die bevorstehende Landung der Schiffe anzuzeigen. In den langwierigen Kriegen des Rönierreiches wurden Brieftauben vielfach verwendet. Plinius erzählt, daß während der Belagerung von Modena die Konsuln im Feldlager Briefe empfingen, die der Absender Tccimus Simius Brutus an die Füße von Tauben geheftet hatte. Tie Römer besaßen auch Vriefschwalben, die zu Trägern von Votschaften abgerichtet waren. Im 12. Jahrhundert besaß der egyptische Sultan Naur Eddin in allen Festungen und. Städten Brieftaubenstationen. durch deren Insassen er von allen wich tigeren Vorgängen unterrichtet wurde. Jedem der steinernen Taubenschläge standen ein Oberster und zwei Unterbeamte vor. Sie hatten für ihre Schutzbefohlenen zu sorgen und sorgfältig über die Boten des Königs" zu wachen. Die Depeschen wurden unter den Flügeln der Tauben befestigt. Stets wurde dieselbe Nachricht durch zwei Tauben an den Bestimmungsort befördert. In Europa ist aus dem Jahre 1572 ein Fall von strategischer Verwendung der Brieftauben bekannt. Bei der Belagerung Haarlems durch die Spanier verkündete der Prinz von Oranien den Eingeschlossenen das Herannahen seines Entsatzungsheeres durch Brieftauben. Im 19. 'Jahrhundert bedienten sich die Rothschilds in London der Brieftauben, um von allen Vorgängen auf dem europäischen Kriegsschauplatz rechtzeitig unterrichtet zu sein. So kam es, daß der Chef des Londoner Hauses Rothschild drei Tage früher von der Niederlage Napoleons I. bei Waterloo wußte als die englische Regierung. Diese natürlich streng geheim gehalten: Nachricht trug den Nothschilds ganz fabelhafte Summen auf der Börse. ein. Die gegen Mitte des vergangenen Jahrhunderts neuerstehenden Verkehrseir.richtungen, erst, der optische, dann der elektrische Telegraph und die durch die Eisenbahnen errnöglichte rasche Briefbeförderung machten die Brieftauben überflüssig, bis sie bei der Belagerung von Paris 1870 71 wieder zu Ehren kamen. Die Heere alle? Kulturvölker haben seit jenem Krieg die Nützlichkeit der Brieftauben im Felde erkannt und ihre Zucht systema tisch betrieben. Einen guten Ruf genießen besonders die Brieftauben der italienischen Armee, die in den meisten großen Garnisonen Italiens gezüchtet und pflegt werden. Ein italienischer Hauptmann war der erste, der 1887 Brieftauben zum Hin- und Rückflug abrichtete. Er fütterte feine Tauben nicht in ihrem, Heimathschlag. -sondern zwang sie. es 'von einer auswärtigen Station zu holen. In Teutschland werden die abzusendenden Brieftaubendepeschen mit möglichst kleiner Schrift auf sehr dünnem Papier niedergeschrieben und in eine 1.18 Zoll lange Gummikapsel gesteckt. Diese wird an einem 0.78 Zoll breiten Gummiring befestigt, der über einen Fuß der Taube gestreift ist. Ti,:se Art der Versendung ist hauptsächlich auf den Taubenstationen der Kriegsmarine gebräuchlich. Beim Landheer werden hierzu auch aus Aluminium hergestellte und an einer Schwanzfeder anzubringende Federkiele benützt. Von den Preisen, die gute Brieftauben besonders bei Versteigerungen erzielen, macht man sich gewöhnlich keine rechte Vorstellung. Vor einiger Zeit wurden in Frankreich für 92 Tauten des Züchters Coucke 5709 gezahlt. Bald darauf brachten 196 Tauben von M. Hausenne, Verviers, $2632. D i e erste Repetirul?r wurde 1676 von dem englischen Geistlichen Barlow konstruirt. Violine spielen lernen, nach einem Statistiker, in England über 100.000 Schulkinder. Ein Drittel des Flächenraumes der Ver. Staaten ist noch immer öffentliches Land. Aus einem i0ltlcttbörfctlcricht. Die Abnahme der Kohlen in voriger Woche war insofern eine befried:gende, als sie keine Abnahme zeigtet" , ' Rache. A.: Was. der ehemalige Börsianer Kratzer ist unter die Schriftsteller aegangen?" B.: Ja, zuerst hat ihn das Papier ruinirt, und jetzt ruinirt er das Papier." " Gründlich. Ich hab' meinem Mann gedroht, daß. wenn er nicht jeden Tag schreibt, ich wieder nach Hause komme." Und befolgt er das?" Gewiß! Er schreibt sogar jeden Tag zweimal!
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