Indiana Tribüne, Volume 29, Number 33, Indianapolis, Marion County, 30 September 1905 — Page 6
. Jüdinn Tribüne, 30 September 1905
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Europaische Nachrichten.
ßssaß-Lotsringen. Straßburg. Der 9jähr!ge Sohn des Wirthes Altenburger in Gunsweiler spielte mit seinem geladenen Revolver. Der Revolver entlud sich und tödtete den in der Nähe arbeitenden Onkel des Knaben. Ein ähnlichcr Unglücksfall trug sich in Reichenweiler zu. Der 17jährige Eugen Rustenholz lud ein Gewehr. Das Gewehr ging los, tödtete seine Mutter und verletzte seinen Bruder am Arm. Gebweiler. Eine schwere, aber wohlverdiente Strafe erhielt der Knecht Maurer aus Oschweiler vor dem hiesigen Schöffengericht. Er hatte aus Rachsucht dem Rebmann Haegelin 126 Rebstöcke abgeschnitten. Wegen dieser fast unglaublichen Rohheit verurtheilte ihn das Schöffengericht, zu iy2 Jahren Gefängniß. M a r k i r ch. Ein Großfeuer, wie schon lange keines mehr in Markirch gewüthet, brach in der Holzsägerei des Herrn Küpfer aus und äscherte den größten Theil der Maschinenräumlichleiten und Holzlager ein. Metz. Der Regierungs- und Schulrath Fischer ist dem Bezirkspräsidium in Metz überwiesen und der Regierungs- und Schulrath Dr. Baier in Metz an das Bezirkspräsidium in Eolmar versetzt. Mecklenburg. Schwerin. Hier fuhr bei einen? Gewitter der Blitz in das Wohnhaus des Erbpäckters Heinrichs, der seit Jahren gelähmt ist. Heinrichs befand sich allein zu Hause, alle anderen in dem Hause wohnenden Leute waren auf der Wiese beim Heuen beschäftigt. Der Blitz zündete nicht nur, sondern erschlug auch den gelähmten Mann. Die Leute eilten beim Ausbruch des Feuers nach der Brandstelle, um Heinrichs zu retten, doch gelang ihnen dies nicht mehr; sie tonnten nur seine Leicye, Deren Zttelvung fcyon oranme. au dem Hause brrngen. Das Haus wurde völlig eingeäschert. Dr ei bergen. Der Sträfling Leyendecker von hier, dem vom Schwurgericht zu Güstrow wegen Tödtunqsversuchs, den er gegen den Zuchthausdirektor Geh. ÄZeg. - Rath Dr. Engel verübt hatte, eine weitere Zuchthausstrafe von 2. Jahren zuer kannt worden ist, machte bald nach seiner Rückkehr aus Güstrow in seiner Zelle einen Selbstmordversuch durch Erhängen. Die That wurde jedoch durch den diensthabenden Aufseher bemerkt, der den Lebensmüden losschnitt und in3 Leben zurückrief. Schönberg. Bei der Königfchußfeier auf dem Schützcnplatze chat sich hier ein Unglücksfall ereignet. Der 5jährige Sohn des Kutschers Lange wurde von einem beladenen Lastwagen überfahren und starb alsbald. Die Räder waren dem Kinde, das über die Fahrstraße hatte laufen wollen, über Brust und Hals gegangen. W o l d e. Bei einem Gewitter wurde der hiesige Förster Eichler, als er sich auf dem Wege von seinem Garten nach' Hause befand, vom Blitz getroffen und erschlagen. Die Leiche des Verunglückten, der eine Frau und vier Kinder hinterläßt, zeigte keinerlei V:rletzungen. , Hkdenburg. Oldenburg. Auf eine 60jährige Thätigkeit als Buchdrucker konnte Maschinenmeister Krapf zurückblicken. Der Jubilar, ein noch sehr rüstiger Mann, geht trotz seines hohen Alters seiner Beschäftigung noch täglich mit seltener Frische nach. Brake. Der 7jährige Sohn Hans des Gastwirths v. Düring Hierselbst ist verschwunden. Die betrübten Eltern befürchten, daß ihm ein Unglück zuqestoßen sei. M a l k w i tz. Ihr 100jähriges Jubiläum feierte kürzlich die hiesige Pferdegilde, die älteste des Fürstenthums Lübeck. Altentheiler Koch hat das Amt des Schriftführers 51 Jahre verwaltet; ihm wurde ein Lorbeerkränz überreicht. Die Gilde zählt 140 Interessenten mit 600 Pferden. Die Versicherungssumme beträgt 250,000 Mark. Schweinebrüö. Bei . einem schweren Gewitter wurde das WohnHaus und die Scheune des Landmanues Joh. Dierks vom Blitze getroffen und in kurzer Zeit vollständig eingeäschert. Dierks, der sich mit seiner Frau im Hause befand, wurde durch den Blitzstrahl an beiden Beinen und am linken Arm gelähmt; er konnte von seiner Frau nur mit Mühe aus dem brennenden Hause geschleppt werden. Außer den ganzen Mobilien sind noch 4 Schweine, 40 50, Hühner und eine Anzahl Küken verbrannt. Obgleich Dierks versichert war, erleidet er doch einen großen Schaden. Z?reie Stcidte. Hamburg. Frau Bürgermeister Dr. Hachmann, die Wittwe des vor noch nicht ganz Jahresfrist so unerwartet plötzlich aus dem Leben geschiedenen Bürqermeisters Dr. Hachmann, .ist im 66. Lebensjahre verstorben. Letztens wollte der an einem Neubau in der Hamburgerstraße neben No. 2 beschäftigte Maurer Henry Feddern, wohnhaft Gothenstraße 46, die Leiter hin'aufstewen, als er plötzlich von einem Schwindelanfall befallen wurde. Er stürzte so unglücklich von der zweiten Etage in die Tiefe, daß er bewußtlos liegen blieb. Das Fest des 50sahrlgen D:enstiubuaums feierte kurz
si a NnX!v yi' 6 ?4', ': Y'&w. f B.jS ii tß'?'f; & ''''"t?s. wf ; : vAM n 4 MfrwMf, " I - v ff- MM fifi fy V4' '-fÄ fi -s v ' :MW " sT s' K t'-' -...: v. - :- Ä - 4 ' ' v ' v - y ;- v-x--.. M ' i l k , KMs 'K 'ZJ,S " M?' ' J--J - , ' te' s V- V i v Fsö v 1 ms ' ' f ' "vt'jS ' " 4strf-NxK " . m f' : ' ' ri' V.Vv mflk&r ' m;U' xk Aft$ k HP?',?? . SHJ? MYävvs 't'AYfc yfr)ßm' llf't? - Aäw, lb " i K vv i Jrh '0iM mlm 1 ''W-'lA : cfzxm Wim ;n$ - l'? f;HSw IVi z,',' i ' ' ' ' '' '4 s 3; - S r i 'w 'r VlM 4 " '' ''" ' 11 ' yA V"Älf wA yMM . iiW; ' fWM ,ys '' " .',v,fä h A , is0m y'sY ' ' ' '"Jff ' 1S' li , t i . I , X- uo&t ilii IK, v' - . l vy.ll f ';'. y, -':v t - ' 3 1 Vp? "6'A X' 'rL M t' ' , wftAi lr M : U ' 1 1 &2$A II S i'y'J'yS ''' ' ? , 3 I! ljy 4 '"" r'"",? II li V -V 1: ,ysSsjtzS I L ,(4 &&w'm St z zi . Si'fS'Ä l , ee t- 4WCv iT'- s'" A ' , 3 II 5 v Artif044m A z "Hl ; ; mWJfm IVl - A;.jg ' v y'n Änk; - ;?i :V - - ) Jyfm IV Vei ' ' S , , tf$& M;Ä" -'. ' M M mr , ' y-yr, v ' ,7 . w t 'Mi u K' äi fr VA ; M:V -:iijY A X v "1 kir UL ?kv ' ' yy Xsv f f-' - j". "s
Capitän Lee.
Norden und Süden vereinigt als Vertreter des gesellschaftlichen Gebens in Washington. . Leutnant Ulysses S. Grant der Dritte und Capitän Fitz Huah Lee. vom Präsidenten Roosevelt al5 Adjutanten bei allen gesellschaftlichen Affairen im Meißen Hause ernannt, find Männer, deren Vorfahren erst vor einer Generation
einander auf d?m Schlachtfelde gegenüberstanden. Capitän Lee ist der Sohn deö eines der kühnsten Reiter-Commandeure der Conföderirten Armee, und Leutnant
S. Grant von der BundeZ.Armee. der später zweimal als Präsident der Vereinigten Staaten diente. Leutnant Granl S Vater, Brigade.General Frederick D. Grant, ist zur Zeit im Commando deS Ostens.
lich der Obergeometer an unserem Vermessungsöureau, Grotrian, ein geborener Schleswig - Holsteiner. In der Zollvereinsniederlage, Schönstraße, im Tuchlager und Herrenconfektionsgeschäft von Nathan Rüben, brach ein Feuer aus, das in verhältnißmäßig kuner Zeit das ganze vierstöckige Haus von oben bis unten in Flammen feuie. Der Schaden soll sich schätzungsweise auf 800,000 Mark belaufen. An einer Blutvergiftung gestorben ist die Frau Ehlers aus Osdorf, die sich vor einiger Zeit beim Reinmachen eine kleine Wunde Kuzog. Einen schweren Verlust hat die in Moorburg wohnende 7-nilie des Domänen - Pächters Wohlers zu beklagen. Der zwölfjährige Sohn Heinrich ging letztens trotz des Verbotes der Eltern bei Blumenfand, in der Nähe von Moorburg, zum Baden. Der Knabe wagte sich zu weit in die Elbe hinaus. Unterwegs verließen ihn die Kräfte und er ertrank. Bremen. Sein 50jähriges Seefahrts - Jubiläum feierte der Zahlmeisier des Norddeutschen Lloyd. Leopold Nelson, nachdem er bereits vor zwei Jahren sein 25jähriges Dienstjubiläum beim Norddeutschen Lloyd begeben konnte. Schweiz. Basel. Ein um das Musikleben der Stadt hochverdienter Mann, Direktor Alfred.Volkland, seit 1875 Leiter der Concerte der Allgemeinen Musikgesellschaft" und Dirigent der hiesigen jLiedertafel, ist im Alter von 64 Jahren hier gestorben. Die hisige Universität erkannte das Wirken VolkZands durch Verleihung des philosophischen Ehrendoktors an. Burgdorf. Der im Jahre 1859 verstorbene Hotz - Widmer von hier hatte auf das Ableben seiner Gattin über 60.000 Francs an Legaten für wohlthätige und religiöse Unternehmungen ausgesetzt. Die Summen sind erst jetzt durch den Tod der Frau Hotz k ei geworden. Die Wittwe vermachte an Private, worunter ihre Dienstboten, eine Anzahl Legate. Genf. Casetier Giroud an der Grenusstraße wurde von einer brenenden Hängelampe mit Petroleum übergössen und verbrannte bei lebendige??i Leibe. Eggishorn. Fräulein Josephine Van -der Clooster. geboren in Brüssel am 19. April 1855, bestieg w Begleitung mehrerer Freunde aus Brüssel den Gipfel des Eggishorn. Beim Abstieg, etwa 100 Meter unterhalb der Spitze, muß sie sich unwohl gefühlt haben. Sie hielt plötzlich das Taschentuch vor den Mund, legte den Bergstock auf die Bergseite und stürzte etwa 20 bis 25 Meter die steile Halde hinunter. Der Tod muß sofort eingetreten sein. Landeron. , Hier starb Herr Element Alexandre Bonjour, Notar und Großrath, im Alter von 61 Iahren. St. Gallen. Beim Baden ertrank im Rhein der Sohn des Vermittlers Hohl in Rheineck. S a n k t S t e p h a n. Vor Kurzem ging die Sägerei des Graßrahs Wälte auf dem Moos in Flammen auf. Mengen. Kürzlich unternahmen zwei Herren aus Basel, Apotheker Hermann und seltener, eine Besteigung der Jungfrau. Seitdem werden sie vermißt, so daß man vermuthet, sie seien bei dem schlechten Wetter, das sie überraschte, verunglückt.
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Hcsterreich-lngcrrtt. Wien. Der Magister der Pharmazie.Gust. Hellwig. 38Jahre alt. der sich auf einer Wiese im Prater mit Morphium wegen unglücklicher Liebe vergiften wollte, ist im Rudolfsspital gestorben. Dieser Tage feierten Weiß v. Wellenstein und dessen Gemahlin Frau Wanda Weiß v. Wellenstein geborene Falk das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Vor kurzem stürzte der 48jährige Maurergehilfe Frany Gribl beim Abkratzen des Plafonds eines Zimmers im Garnisonsspital No. 1 von einer Doppelleiter aus einer Höhe von fünf Metern rücklings zu Boden und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach kurzer Zeit ist er gestorben. Der Obercontrollör der Kaiser Fer-dinands-Nordbahn Karl Heller feierte sein 35jähriges Dienstjubiläum. Baden. Kürzlich ereignete sich an derAusweichestelle der elektrischenStraßenbahn, unweit der ehemaligen Graf St. Genots'schen Villa, ein bedauerli cher Unfall. Ein von Baden kommender Waggon der Straßenbahn stieß dort auf der Fahrt ins Helenenthal mit einem auf der Ausweichstelle befindlichen Waggon, der aus der entgegengesetzten Richtung kam, zusammen. Der Zusammenstoß war ein sehr heftiger. Es wurden acht Personen verletzt, darunter drei ziemlich ernst. Frau Helene Mandl, Eduard Gottlieb und Frau Pichler erlitten schwere Verletzungen, Frau Magdalena Dillmann, Frau Marie Swoboda, Frau Vertha Pawelka und der Hauptmann Leopold Reis, sämmtlich hiesige Kurgäste, wurden leicht verletzt. B r ü x. Letztens hat sich der hiesige Baumeister Rieß in Podersam erschossen. F r e i b e r a. , Im hiesigen st'ädtischen Krankenhause ist Valentin Friebei im Alter von 100 Jahren gestorden. G m u n d e n. Die älteste Frau von hier, Fräulein Marianne v. Frech, feierte unlängst den 100. Geburtstag. Die Jubilarin, die in früheren Jahren sich eifrig mitMalerei undKunstsammlumgen beschäftigte, erfreut sich vollster körperlicher und geistiger Frische. Mitglieder der hiesigen Aristokratie gratulirten und übersandten reiche Blumenspenden. R o k e t n i tz. Letztens sind hier 33 Häuser, 15 Grundbesitzern und 18 Häuslern gehörig, sammt den Futterund Getreidevorräthen gänzlich niedergebrannt. 28 Familien sind obdachlos. Ein Menschenleben ging verloren. Der Gesammtschaden beträgt 120.000 Kronen und ist nur zum geringen Theile durch Versicherung gedeckt. Wiener - Neustadt. Auf dem hiesigen Bahnhofe wurde der 20jährige Gepackträger der Südbahn. Fritz Sterer, von einem Zuge erfaßt und blieb sofort todt. Luxemburg. D i e k i r ch. Der Heirathsvermittler" Peter Clees, der vom Zuchtpolizeigericht in Diekirch zu 1 Jahr Gefängniß. 2000 Fr. Buße und 5jähriger Polizeiaufsicht verurtheilt worden war, hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Flaxweiler. Herr Biesdorf von hier wurde auf Antrag des Pfarrers durch die Gendarmen protokollirt wegen Störung des Gottesdienstes. Er wurde vom Polizsigerichte in Grevenmachn freigesprochen.
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Leutnant Grant.
verstorbenen Generals tftfc vugy w, Grant ist der Enkel des Generals U. Einleichtsinnige rScherz hat in Deutschland den Tod eines blühenden Menschenlebens verursacht. Zwei Kieler Studenten hatten eine Rheinreise gemacht und bewohnten in Düsseldorf gemeinsam ein Hotelzimmer. Beim Ankleiden entstand zwischen beiden ein scherzhaftes Ringen um die letzte Cigarette. Im Verlaufe des Ringens stürzten beide auf das Bett. Einer der Studenten hatte einen Dolch in Lederscheide in der Hand. Diese löste sich vom Stahle los und dessen Spitze drang dem jungen Manne in die Lunge. Innerhalb weNiger Minuten war der Verwundete todt. Der Norddeutsche Lloyd hat beim Vulkan einen neuen großen Schnelldampfer von den Abmessungen des Kaifer Wilhelm II." bestellt. Der Norddeutsche Lloyd besitzt bekanntlich schon drei der größten Schnelldampfer: Kaiser Wilhelm der Große". KrönPrinz Wilhelm", Kaiser Wilhelm II". Die Hamburg Amerika - Linie gibt bekanntlich in neuerer Zeit einer neuer Dampfer-Klasse den Vorzug, die ebenfalls die größten Abmessungen haben, wie die neue Auguste Viktoria", die am 29. August vom Stapel lief, aber bei geringerer Geschwindigkeit mehr Bequemlichkeit bieten. Der neue Riesenschnelldampfer wird also wie Kaiser Wilhelm II". 215.34 Meter lang und hält 26.000 Tonnen. Rache. Fräulein Aeltlich (nach langen Jahren eine Freundin wiederfehend): Apropos, erinnern .Sie sich noch des jungen Herrn Zabel, der Sie immer wegen Ihrer rothen Haare neckte? Haben Sie sich denn wenigstens für seine Hänseleien revanchirt? Freundin: Gewiß, ich bin ja scho'.r seit sechs Jahren mit ihm verheirathet!" Ueberraschender Erfolg. Was machst Du für ein glückliches Gesicht, Frauchen ist Dir 'wcö öesonders Erfreuliches passirt?" Denke Dir: ich habecheute selbst gekocht und niemand von Euch hat's gemerkt!" Streng. Parkaufseher (zum Herrn, der eben die Hand nach einem Blüthenzweig ausstreckt): Halt, das Abreißen von Blumen ist untersagt, mein Herr! Herr: Ich wollte nur einmal riechen! Parkaufseher: Auch das unbefugte Riechen ist nicht gestattet. V o r s o r g l i ch. Landwirthin (am Tag vor Pfingsten zur Tochter, die den Kuchenteig anrührt): Resei, thu' lieber a' paar Eier und an' Vutter in den Kuchen dahint' zieht a' Wetter auf; wenn morge.n die Stadtbaaafch' nit' 'rauskimmt, müss'n wir'n j allein ess'n!
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Allerlei sjjr's Hauö. Vermehrung der Rosen durchStecklinge. Man schneidet dieStecklinge von jungem, aber reifem Holze und achtet darauf, daß sie 2 4 Augen haben. Knapp unter dem Auge, schräg nach unten, schneidet man mit einem sehr scharfen Messer den Steckling ab, kürzt die Blätter bis auf die untersten bleibenden Nebenblättchen, pflanzt ihn in einen kleinenTopf. welcher zur Hälfte mit einer Mischung von Sand und reicher Erde gefüllt ist. und deckt ihn mit einem Glas zu. Die beste Zeit zum Pflanzen ist der August und September und wurzeln die Stecklinge in diesem Monat bei sorgfältigem Feuchthalten sehr schnell. Die Frühjahrsvermehrung ist bedeutend mühevoller und unsicherer. Vorsicht bei künstlichen Gebissen. Gebisse während der Nacht zu tragen, ist immer gefährlich. Das künstliche Gebiß soll nur im Anfang während einiger Nächte getragen werden, bis der Patient sich daran gewöhnt hat. Viele Menschen haben die Gewohnheit, Nachts die Kiefer fest zu schließen und zu knirschen, wodurch die künstlichen Gebisse weit mehr leiden, als bei täglichem Gebrauch. Die Platten. bekommen Sprünge, die Zähne werden abgebissen und verschluckt, und wenn sie in den Kehlkopf gelangen, so kann Erstickungstod die Folge sein. Am gefährlichsten ist, wenn ganze Gebisse oder Gebißstücke, was schon oft genug bekannt geworden ist, imSchlafe verschluckt werden. Weiße seidene Blusen wäscht man mit weichem kalten Wasser. dem man für jedes Quart einen Theelöffel Ammonia, wie man es in der Apotheke erhält, zusetzt, sowie reichlich viel vom besten Waschblau. In diesem Wasser werden die Blusen gewaschen, dann in ebenso zubereitetcm Wasser gespült, hierauf in ein reines Tuch eingerollt und noch feucht aufmerksam gebügelt. Lose Kleidung ist stets wärmer als knapp anliegende, weil sie eine Schicht Luft einschließt, welche ihre Wärme vom Körper erhält, w'ährend knapp anliegende Kleider dieselbe aussperrt. Aus dem Grund sind auch wollene Stoffe wärmer, weil sie, ob,wohl an sich nicht wärmer als andere Stoffe, eineSchicht warmer Luft neben dem Körper festhalten. Boraxwasser als Mundwasser und Waschmittel für Hände. Mehrere große Stücke Borax löst man in einer Flasche in so viel Wasser auf, bis sich kein Bodensatz mehr zeigt un) versetzt das gewöhnliche Waschwssser jedesmal mit etwas Voraxwasser. Silber aufzubewahren. Die beste Art und Weise, Silber aufzubewahren, ist nicht das Legen der Silbersachen in Etuis, die mit AtlaZ oder Sammt ausgepolstert sind, noch ibr Einwickeln in Papier, und fei eZ selbst weiches Seidenpapier, sondern' man hebt sie am besten in weiches Leder gehüllt auf. In lederner Umhüllung werden die Silbergegenstände am wenigsten zerkratzt oder geritzt und laufen gar nicht an, so daß sie, auch wenn sie noch so lange Zeit gelegen haben, sich blank erhalten und ohne Putzen in Gebrauch genommen werden können. Silberne Messer, Gabeln und Löffel werden am besten in entsprechend große viereckige Ledertüche: sogenanntes Wasch- oder Fensterleder eingewickelt in der bekannten Weise, daß man immer ein Stück nimmt und das Leder darüber legt und dann wieder ein Stück und das Leder darüber rollt, und so fort, bis das Dutzend oder halbe Dutzend eingewickelt ist. Für größere silberne Gegenstände, wie Kannen, Körbchen. Schalen u. s. w., macht man für jeden Gegenstand eine passende Hülle aus Leder, die ihn fest umgiebt und durch Zugsaum geschlossen wird. B e t t f e d e r n. Man lege die mit Federn gefüllten Betten öfter an dieSonne, im Winter an Ofenwärme, damit sie nicht versitzen, sondern durch die Wärme aufgelockert werden. Um irdenes Geschirr, das zum Kochen verwendet wird, vor dem Zerspringen zu schützen, lege man es neu in einen Topf mit kaltem Wasser, stelle diesen auf das Feuer und lasse, es einige Minuten kochen. Erst nachdem das Wasser wieder kalt geworden ist, nehme man das Geschirr heraus. Grau und unansehnlich gewordene Kochgeschirre aus Eisen und Emaille fülle man bis zum Rand mtt Wasser, in das man etwas Chlor und' Pottasche zu gleichen Theilen geschüttet hat und koche sie gut aus. Für 5 Cents Chlor und Pottasche 'zusammen reicht für eine ganze Menge Töpfe. Das Auskochen wird wesentlich einfacher, wenn man kleinereTLpfe in größere legt und sie gemeinschaftlich kocht. Nach dem Auskochen stelle man die Töpfe längere Zeit unter die fließende Wasserleitung, damit alle Spuren des gesundheitsschädlichen Chlors fortgespült werden. So behandelte Töpfe werden wie neu aussehen. Um das durchschnittliche Lebensalter einer Anzahl Bäume zu ermitteln, sind umfassende Zählungen angestellt worden, wobei sich für folgende Bäume das genannte Durchschnittsalter fand: Judasbaum 300. Ulme 335. Epheu 450, Feld-Ahorn 516. Birke 576, Pomeranze 620, Cypresse 800, Oelbaum 800, Walnußbäum 800. Platane 1000. Linde 1100 Fichte 1200, Eiche 1500, Ceder 2000. Eibe 3200 Jahre.
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