Indiana Tribüne, Volume 29, Number 33, Indianapolis, Marion County, 30 September 1905 — Page 4

Jnvtana Zxibimc, IS. Septeuwer loagj

Jndiana Tribüne. Haugeadn von Ux Vtnda . Indianapolis, Ind. garry O. Thndium Präsident. VeschaftSloeal! No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2S. h-rncrcd at the Office ol Indianapolis as second dtii matter. Der Krebsschaden.

Zwischen oenr Zleischtrust, dem StaHltruft, der Staizdard Oel Co. und nun auch den Lebenö-VersicherungS'Ge-sellschaften. befindet sich die große Masse der Bevölkerung des Landes in so schlimme? Lage, daß eS wahrlich nicht noch der Unehrlichst in öffentlichen Aemtern bedarf, um diee noch trostlo ser zu machen. Wenn man von den in die Hunderte von Millionen laufenden Transaktionen der Financiers" der Equitable und anderen Versicherung. Gesellschaften hört und dabei erfährt, da diese Riesenwerthe von einem einzel mn Manne, wie in der Equitable von Hyde, der unter gar keiner Kontrolle und auch keiner? Bürgschaft stand, nach eigenem Gutdünken verwaltet wurden, so könnte vnem schwindlich werden. Aber geradezu unheimlich ist eS, daß diese Riesesummen, welche durch den Fleiß der arbeitenden und Industrie treibenden Bevölkerung er zeugt wurden, wie das Eisen dem Mag. net, diesen Financiers zufließen. -Kein anderes Land derzErde könnte eS er tragen, daß solche in ihrer Größe nahezu unfaßbaren Vermögen dem Lande und der Bevölkerung entzogen werden ohne fühlbar darunter zu Heiden oder gar zu Grunde zuZgehen. Unser Land hat zwar noch nicht durch Aufspeicherung dieser Kolossal Vermögen inlldenZHänden Einzelner zu leiden, wohl aber durch den Gebrauch derselben. Die Leute, welche ohne Skrupel diese Summen aus der Volkskraft saugen, mißbrauchen dieselben,um sich die gesetz gebendenKörperschaften dienstbar zu ma. chen, indem sie dieselben durch gut be zahlte und mitZ reichen BestechungSmit teln versehenen LobbieS in ihrer Kon trolle haben, wenn sie eS immer wün schen und zur Bestechung von Beamten. ES sind nicht diese Vermögen an sich, welöe den Krebsschaden bilden, sondern die ihnen innewohnende korrumpirende Kraft, welche von den gewissenlosen Verwaltern derselben zum Schaden der ganzen Nation ausgebeutet xolx Wie die Prohibition prohibirt, d. h. was für ein undurchführbarer, ge meinschädlicher Gemeinschaden sie ist, läßt die folgende Mittheilung aus Des MoineS, Ja.,Z erkennen: Der Stadt, rath erklärtes kürzlich, daß die Pe. tition ' zur Gewährung des Rechtes, innerhalb der Stadt berauschende Ge tränke. fabrizirenlzu dürfen, die Unter schriften der nothwendigen Mehrheit der Bürger und lStimmgeber erhalten habe, und daß daher das vom Prohi. bitionSgefetz vorgeschriebene Verbot, daß keine Brauerei! oder Brennerei in DeS MoineS betrieben werden dürfe, hin fällig geworden fei. Seit Erlaß des ProhibitionSgefetzeS vor 21 Jahren ist in der StaatShauptftadt keine Brauerei mehr, deren sie vorher mehrere hatte, in Betrieb gewesen. Auch die große Brennerei, die ungeheure Massen Welschkorn während deS JahreS ver arbeitete, mußte infolge des Prohibi tionSgesetzeS den Betrieb einstellen. Die Errichtung einer neuen Brauerei wird sofort in Angriff genommen wer. den. Die .AntiSaloonL'iga erklärt, daß sie um einen gerichtlichen Einhalts befehl nachsuchen wird Bisher ist ist immer behauptet worden, daß die Syndikate, die ge gründet worden waren, um für die Le benZversicherungSGesellschaften Seku ritäten zu kaufen, in deren Interesse gehandelt haben. lFreilich, so hieß es, verdienten die Beamten, die man theil nehmen ließ, auch etwas dabei, aber die Gesellschaft '.erhielt die Papiere die sie kaufen wollte, billiger als auf an derem Wege möglich gewesen wäre. Im schlimmsten Falle so sagte man unS, hätten die Beamten, die gemeinfchaft lich mit der Gesellschaft, von der sie gut bezahlt wurden, Konsorten bildeten, sich einer Unklugheit schuldig gemacht, der von Unehrlichkeit könne keine Rede sein. Thatsachen, die gestern anS Licht ge kommen sind, verbreitete ein ander artiges. Licht über die Sachlage. Sie beweisen daß das Wohl der anderen Theilnehmer an solchen Syndikaten

viel besser gewahrt wurde, als das der

Equitable. Zunächst roirddie Un wahrheit.der Behauptung erwiesen, die Equitable Hütte einige ihrer Beamten theilnehmen lassen, weil sie auf diese Weise billiger kaufen konnte und über Haupt nicht einen so großen Posten, wie den von dem Syndikat übernommenen, haben wollte. In mindestens einem Falle kaufte die Equitable . im offenen Markte mehr Bonds als das von ihr gebildete Syndikat Übernommen hatte. Ferner ist es unrichtig, daß die Equi table sich Theilhaber nahm, weil sie die Ausgaben nicht allein tragen wollte. Sie bezahlte nämlich die Summen, die nöthig waren, um . die Papiere zu er werben, nicht nur für ihren Antheil, sondern auch für ihre Theilhaber. Die anderen Mitglieder deS Syndikates, fast sämmtlich Direktoren der Gesell schaft, hatten also keinen Pfennig zu bezahlen, vielmehr wurde ihnen das erforderliche Geld von der Equitable vorgeschossen. Als aber die Abrechnung kam,, wurden ihnen für das Geld, das nicht sie, sondern die Equitable bezahlt hatte. Zinsen vergütet. Als schließlich der Abschluß erfolgte, erhielten alle Theilhaber den erzielten Nutzen auS bezahlt, nur die Equitable bekam, so viel sich blS jetzt aus den Büchern er sehen.läßt, garnicht?. Wo das Geld, das die Gesellschaft hätte bekommen sollen, geblieben ist, weiß vorderhand kein Mensch. Der Einzige der Aus kunft geben könnte, ist spurlos der schwunden. ES ist also ganz klar, daß diese Syn dikate nicht gebildet wurden, um der Gesellschaft zu helfen und ihr Nutzen zu bringen. Ihr Zweck war, den Direk toren, die sich daran bctheiligten, Pro fite zu versaffen, und dazu wurde das Geld der Gesellschaft verwendet. Die Zinsen für' das vorgeschossene Geld, welche die Equitable hätte bekommen sollen, erhielten jene Direktoren. Die Gesellschaft hätte und hat thatsächlich alle Papiere, die sie haben wollte, im offenen Markte kaufen können, und' zwar in mindestens einem Falle billi ger, als mit Hilfe des Syndikates. Die richtige Bezeichnung für dieses Verfahren ist im Gesetzbuche zu finden. Jeder einzelne der Direktoren, die an solchen TranZactionen betheiligt waren, ist haftbar. DiftriktZanwalt Jerome hat genug Material, um Anklagen er heben zu lassen. Wir wollen noch einige Tage .warten, um zu sehen, ob er gegen Leute; die über große Mittel und Einfluß gebieten, vorzugehen gesonnen ist. Thut er eS nicht, so werden wohl einige seiner Bewunderer ihr Urtheil über ihn ändern nüssen. New Yorker StaatSzeltung.) Behörde öffentlicher Werke. Angebote wurden entge gengenommen. Für den Bau einer Foncrete Ein fassungZmauer am Nordufer deS Fall Creek, vom ersten bis zum zweiten Mannloche westlich von der Capital Ave.: Julius Keller Construction Co., $17.60 per Fuß; E. M. . Grades, 813.13; Moore ManSfield Construc tion Co., $14.85. Endgültig beschlossen wurde, ein Abzugskanal an der Ottawa Str., zwischen der Newland Ave. und der ersten Alley südlich von der Massachusetts Ave. zu erbauen. Rückgängig gemacht vur den alle unternommenen Schritte für den KieSfahrweg, CementSeitenwege und Curben an der 24. Str., zwischen Cornell und Martindale Ave. Gutgeheißen wurden die endgültigen Einschätzungen. Für die Cement Seitenwege an der Bevllle Ave. zwischen der 10. und 12. Straße. ' Für die Cement Seitenwege und Curbe an der Keystone Ave., von der Michigan Str. bis zur 10. Straße. Petitionen wurden ein gereicht für den Abzugskanal an der Ardubon Road lvon der Beachwood Ave., bis zu den C. H. & D. Geleisen. Für die Eröffnung undVerlänge rung der Cooper Str. von der Fern way Str. bis zur Roosev'elt Ave. Die ersten Einschätzun gen wurden genehmigt: Für den KieS Fahrweg und die Cement Seitenwege an der 25. Str., zwischen Cornell und Martindale Ave. Für die Eröffnung und Erweiterung der New Jersey Str., von der 34. Str. bis 165 Fuß nördlich. Sottlied L eukhardt, .Die gemüthliche Ecke.- v Ecke Noble und Market SW

Polizeiliches.

.EinKohlengefchäft. welches LewiS Dunn, 32 Süd Capital Ave., auf eigene Faust abgeschlossen haben soll, kam durch die Radler ASkin und Duncan zum jähen Ab schluß. Dunn soll nämlich in Abwe senheit seines Arbeitgebers, deS Koh lenhändlerS RufuS Allison, 450 Nord Missouri Str., Kohlen verkauft und den Erlös in die Tasche gesteckt haben. Er ist des Diebfiahls angeklagt. Jefse R.Beard. 815 Oft St. Clair Straße, ein 15 Jahre alter Junge, wurde beim Staatöhause durch die Polizisten Vaughn und Larsh auf gegriffen und unter der Beschuldlgung, ein Bummler zu sein, nach der Polizei ftation gesandt. Er wurde unter hohe Bürgschast gestellt. Der Junge wurde, wie schon berich!:i,- im Diakonissen Hospital operirt, um seine kriminelle Veranlagung womöglich zu heilen. Neue Inkorporationen, . Folgende Gesellschaften reichten beim Staatssekretär ihre JncorporationS Papiere ein: Die Wabash F?undry Maschine Co.". Capital 825.000; Directoren: Thomas McNamee, Thomas W. King und JameS L. Robertson. Die Burkhart GaS Co.", Tipton; Capital 81,400; Directoren: Fred B. Fox, Charles Lest und Peter Burnett. Erfolglose Schwindler. Alexanhria, 29. Sept. Ein Schwindel, wie er schon verschiedentlich ausgeführt worden ist, so erst kürzlich in Ellhart County, mißglückte diesmal, weil die Schwindler nicht rechtzeitig einen Briefllabholten. Ein Fremder fälschte den Namen eines reichen Farmers, Namens Peter Schwinn. Dann, sprach er bei einem hiesigen Anwalt vor, demselben angeb liche Ansprüche gegen Schwinn unter breitend. Gleichzeitig ging bei dem Anwalt ein von Schwinn unterschriebe ner Brief ein, in welchem derselbe er müchtigt wurde, die Sache möglichst außergerichtlich zu erledigen. Der Fremde, der sich Mnrray nannte, er klärte sich schließlich bereit, 8187.50 anzunehmen. Da er indessen nicht eilig genug war, das Geld einzufor dem, kam der Check als Fälschung be zeichnet" zurück. Die Polizei hält jetzt Umschau nach Murray. j Arbeit in warmen Räumen. Nach Untersuchungen von Fachmännein ist für Personen, 'die sich ständig in demselben Arbeitsraume aufhalten, als , Höchsttemperatur der Arbeitsräume eine um 10 Grad höhere Temperatur als die Körpertemperatur zulässig, allerdings stets unter Voraussetzung einer genügenden Ventilation undLuft feuchtigkeit des Arbeitsraumes. Diese Forderung wird durch die physiologische Thatsache begründet, daß veGrenze, bei 'der eine Wärmeregulirung durch die Haut noch stattfindet, bei ei-, ner Temperatur liegt, welche 11,6 Grat) hoher ist als 'diejenige der Haut. Die für die Gesundheit der Arbeiter nöthige Luftfeuchtigkeit sei stets ttejenige der Außenlust (60 bis 65 Prozent Feuchtigkeit in der Luft.) Einen großen Einfluß auf das Wohlbefinden der Arbeiter und Arbeiterinnen während der Arbeit in warmen Räumen besitzt eine zweckmäßige Kleidung. Während alle edleren Körpertheile vor Erkältung geschützt werden müssen ist die Oberfläche der freien Haut thunlich st zu vergrößern (bloße Füße, bloßer Hals, bloße Arme, keine beengende Kleidung), da gerade die Haut die Regelung zwischen der Temperatur des Körpers und derjenigen der Umgebung in einer für den Körper höchst Vortheilbasten Weise besorgt. Die Handhabung der Lupe. s Wenig Leute verstehen' es, das gewohnliche Vergrößerungsglas (Lupe) so zu handhaben, daß sie den größten Nutzen daraus ziehen. Die übliche Untersuchungsart scheint die zu sein, daß der betrachtete Gegenstand auf den Tisch gelegt, die Linse zwischen ihm und Auge gebracht wird und daß man den Kopf beträchtlich netgt, bis die Einzelheiten zu sehen sind. Dieses Verfahren ist ganz falsch. Der Kopf sollte lediglich geneigt und die Linse sollte dicht an das Auge gebracht werden und zwar mit derjenigen Hand, die 'dem benutzten Auge entspricht. Das zu prüfende Objekt ist danach mit der anderen Hand in die gehörige Brennweite zu bringen, w'ährenö man bezüglich der Beleuchtung eine solche Stellung wählt, daß das Licht über die Schulter säöt, auf Uxtn Seite die Linse benukt ttftd. A?" Die beste 5 Cent 'Cigarre in der Stadt, Mucho'S .Longfellow".

Eigcnürtigcs Institut.

LaS Museum von Neistcrwerken der Technik in 2?!ünk,nt-(;clSstistungen. Nach dem kürzlich herausgegebenen Berichte des Museums von Meisterwerken der Naturwissenschast und Technik in München stellen sich die Einnahmen und Ausgaben der Anstalt zur Zeit auf 200.000 Mark jährlich, zu denen das deutsche Neich und die banerische Staatsregierung je 50,000 Mark. die. Stadt München 13.000 Mark, die königliche Regierung von Oberbayern 6b00 Mark und der Verein deutscher Ingenieure 5000 Mark beitragen. Das Museum, das am 28. Juli 1L03 unter Betheiligung der herVorragendsien Vertreter der Naturwissenschasten und der Technik gegründet wurde, ist eine deutsche Nationalanstalt und soll als Belehrungsmittel für das ganze Volk, sowie als Quelle der Am regung für immer weitere Fortschritte dienen. Die dem Museum bis vor Kurzem eingelieferten Sammlungsgegensiände haben einen Werth von 400.000 Mark. Auch die Geldstiftungen haben die ansehnliche Höhe von etwa 400.000 Mark erreicht, wovon u. a. Kommerzienrath Dr.-Jng. Kraus 100.000 Mark. Ritter v. Maffei L0.000 Mark und die Firma Fricd.Krupp 60,000 beigetragen haben. Die Sammlung enthält u. a. die 2000 Nummern umfassende mathema-tisch-physikalische Sammlung des bayrischen Staates mit den berühmten Original-Jnstrumenten von Fraunhoser und Steinheil. die. Einrichtungen und Instrumente von Faradez, Gauß, Sebeck, Hittorf. Röntgen, die in ihrer konstruktiven Durchbildung noch heute vorbildliche Reichenbecksche Wassersäulenmaschine vom Jahre 1809, die zur Zeit ' vorhandene älteste deutsche Dampfmaschine vom Jahre 1813 mit zugehörigem Kofferkessel, eine der ersten Dampfturbinen von Parsons, die ersten Originalgasmotoren sowie Modelle der neuesten Typen der Gasmotorenfabrik T.eutz, die ersten Dieselmotoren, die erste elektrische Lokomotive sowie eine große Anzahl anderer historischer Originalapparate von Werner v. Siemens, ferner Hüttenwerksmodelle, Panzerplatten der FirmaFried.Krupp, Schiffsmodelle von Dr.-Jng. Ziese, dcr Hamburg-Amerikalinie, den Howaldtwerken. Für die Bibliothek und Plansammlung sind bisher über 6000 Bücher und Pläne geschenkt worden, serner .Manuskripte, Briefe und Urkunden. wie z. B. 100 Briefe Bunsens an Roscoe. 13 Briefe Robert Mayers an Bau? über das mechanische WärmeAequivalent. über 100 Briefe Alex. v. Humboldts an Mitscherlich. Für das Museum ist ein Neubau mit etwa 29,900 Quadratyards Ausstellungsräumen vorgesehen. Der Neubau kommt auf die Kohleninsel, einen der schönsten Plätze Münchens, wo die Gemeinde einen Bauplatz im Werthe von über 2.000.000 zur Verfügung gestellt hat. Für die Zeit bis zur Vollendung t Neubaues ist dem Museum das alte Nationalmuseum überwiesen worden, wo für die Aufstellung der Sammlungen eine '' Saalfläche von über 5980 Quaratyards, also ebenso viel wie in der wissenschaftlich-technischen Abtheilung des Kcnsmgto-Museums inLondon, zur Verfügung steht. Außerdem ist ein weiterer vorläufiger Raum von etwa 3550 Quadratyards in der alten Jsarkaserne zur Verfügung' gestellt worden. - Vureaukratische Härte. Aus einem Eisenbahnzuge auf der Strecke Hamm-Dortmund, Westfalen, stürzte ein kleiner Junge. Leute, die an einer Straßenschranke gewartet hatten, waren Augenzeuge des Unfalles gewesen und wollten nach Oeffnung der Schranke schleunigst dem Verunglückten 'zu Hilfe eilen. Der SchrankenWärter aber untersägte ihnen dies, weil erst die Polizei dabei sein müsse. Nachdem fast zehn Minuten verflossen waren und man inzwischen bemerkt hatte, daß der Verunglückte sich noch bewegte, drangen einige Leute doch vor und, hoben den Kleinen, der aus mehreren Wunden stark blutete, auf, um ihm beim nächsten Arzt einen Nothverband anlegen zu lassen. Hieran wurden sie jedoch wiedum durch den SchrankenWärter verhindert, der sie bedeutete, daß das Erscheinen der Polizei abgewartet werden müsse. Endlich legten sich andere Personen energisch in's Mittel, und es konnte nach 20 qual.voblen Minuten dem Aermsten die erste Hilfe zu Theil werden., Cccilicnkoop. Ein Stück deutscher Erde führt jetzt den Namen der Kronprinzessin; es ist der Cecilienkoop im westlichen Schleswiz; 1125 Acker sind dem Meere abgerungen. Mit drei Lokomotiven schaffte man ungeheure Erdmassen, annähernd 300.000 Kubikyards. heran, um den schützenden Deich herzustellen. Der Cecilienkoop wird den AusgangsPunkt für die Landfestmachung des alten Nordfrieslands bilden. In der Nähe wird der Damm geschlagen, der Schleswig-Holstein und die Insel Nordstrand verbindet . und somit die Grundlage für den Landgewinnungsplan bietet, der nach menschlichem Ermessen in der Regierungszeit des künftigen deutschen Kaisers , vollendet sein wird. - . Kap Horn wurde so , don dem hollökdischen Seemann Sponten genannt, der es zuerst umschiffte. .

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ZNcik Zjavcrsack's Zäireibcbrief. 'o.41Z. Geöbrter Mister Edithor! Ich schwimme. Das meint, wenn ich diesen hier Brief schreiwe, dann sin ich an .Bord von en Stiemer un an mein Weg for heim. Ich kann Jhne sage, ich sin arig froh. Denke Se doch nur emol, wie lang ich von heim fort gewcse sin. Wei, ich sin schuhr, wann ich heim komme, dann kenn ich die Baldrians Kids gar nit mehr, bikahs in die Zeit Hot der jüngste von se e Tschehns gehabt, sich Wißkersch 'zu rehse. Awwer was hen ich alles gesehn un erlebt! Wann ich so driwwer nachdenke, dann siemt das ganze Bißneß nur en Driem zu sein. Mit Kaisersch un Kings un Pressentents-un Saluhnkiepersch hen ich Händs geschehkt un ich hen e ganze Latt gelernt. Ich muß sage, ich hen doch keinder Heimweh nach Aeppel Jäck; ich hen awwer auch meine Freunde nit vergesse, ich hen for jedes ebbes . gekauft un ich sin schuhr, daß das e arig gute Jmpreschen machen werd. Hier uff den Boot do gleich ich die Gesellschaft gar nit. Die mehrschte von die Piebels hier denke, es is schrecklich, daß die Leut in Schermennie so viel Bier drinke duhn. Eenmal, wie se auch Widder so uff die deutsche Leit geschimpft hen, do hen ich gesagt: Ob die deitsche Leit viel Bier drinke odder Wenig, das is. ebbes, was niemand ebbes angeht, das hen se mit ihren Dorscht un mit ihren Packetbuch abzumache.' Awwer daß se iwwerhaupt Bier drinke un sich nit dem Witzkie mit Leib un Sohl ergewwe, dasor geb ich se Kredit, un das is der Krebsschade, wo die Jenkies dran soffere duhn. Ich meiselbst kann auch wonztineweil en Witzkie stende, awwer ich mache doch kein Hahk aus mich wie die Brieder in die Juneitet Stehts, daß ich mich die Witzkiebattel mit in's Bettruhm nemme, blos damit se se, wann se Morgens uffwecke, gleich händig hen. In Schermennie do is niemand'eschehmt in en Saluhn zu gehn un eins zu petze, awwer in dieJuneitet Stehts, do duhn se die Fitz kriege un sehnte, wann se en Felles in en Saluhn gehn sehn. Un for den Riesen schnieke die Mehrschte die Seitdohr erei un befor daß se aus den Saluhn eraus gehn, tschuhe se e Handvoll Klohfs odder Kaffiebiehns, for daß mer for Hewwens Sehks nit schmelle soll, daß se en Drink gehabt hen. Geht mich doch eweg mit so scheinheilige Mensche. Wann Jemand nicks for Drinks gewwe duht odder er kann's nit siende, dann soll er'sch allein losse, wann' awwer en Feller e Glas Bier intscheut. for pittiesehks. loßt's ihn hen un duht nit die Schohlder schrogge, wann er in en Saluhn gehn duht." Wie ich so gesproche hen, do ten se mich maischestill mit zugehört, un wie ich fertig gewese sin, do Hot eine von die Lehdies gesagt: O, well," Hot se gesagt, do kann mer sehn, daß mer es mit en fullfletscht Dotschmann zu duhn Hot." Schiewiß, die hen ich awwer e Pies von mein Meind gewlve! Ich hen hen gesagt: Mäddem. wenn ichJhne Ihren Name O'Kasfertd: recht verstanne hen, dann Hot Jhne Ihr Krehdel wahrscheinlich in Eiland gesianne un Ihre alte' Leut hen for Dinner Pothetos un Hering gehabt; an die Heting hen se awwer nor der Reih nach geleckt, for daß er nit so schnell uffgejuhst is worde un in Order, daß se.auch ebbes Geistiges gehabt hen Hot jedes emol an die Wißkiebattet schmelle derfe odder es Hot sich jedes den Kork von die Battel emol an die Nos hin un her gerobbt Wenn Sie awwer in die Juneitet Stehts das Licht derWelt erblickten, do hen 'Sie schuhr genUg

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Biere der

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Europäisches epartenrkÄ Wechsel, Creditbricfc, Postanlvcisungcu, auf alle Städte Europas. chiffsscheins von und nach Europa. Nn- und Verkauf ausZSn, scheu Geldes. F No. 35 Süd Meridian Sir. Mercliants National Bank. nit helfe könne. Ich sin grad so praut druff, en deitscher Mann zu sein, wie ' Sie sich driwwer ärgern, daß Sie Ei- , risch sin un ich bette Jhne einiges, daß ich nit mit Jhne eckstschehnsche deht. ; Hier, hier, Hot einer von die Schentel- ' : männer gesagt, mir erlauwe nit, daß e.Lehdie insoltet werd un wann Sie nit gleich abschotte, dann wer'n Se enausgeschmisse. So. do hen ich wid-,.... der emol gewißt, was ich zu eckspeckte hatt', awwer ich hen e ganze Latt besser gefühlt, daß ich mich emol ausgesproche gehabt hen. Am nemliche Obend sin ich noch e wenig' an Bord . erum gange un wie ich an e dunkle Körper vorbei komme, do sehn ichuff eemol die Jenkie - Brüder, wo ich die Worte mit gehabt hen. Se hen do an e Backs gehockt un hen e Wißkiebattel erumgehn losse. So schnell wie en Has sin ich daunsiehrs gelaufe un hen zu die eirische Lehdie gesagt, se sollt emol reiteweg an Deck ' komme, ihre Schentelmen Frends wollte se emol sehn. Se is auch gleich mit mich komme un ich hen se den Platz gezeigt, wo die Fellersch Ware. Dann sin ich dissepierd. Wisse Se. es hätt ja sein könne, daß es Trubel gewwe hätt un ich muß a nit don allem hen. Später hen ich mich in den SchmöMngruhm gehockt, hen mich e Sickahr geleit un hen mich e. Battel Bier geordert. Do is uff eemol einer von die Jenkies zu mich komme un Hot gesagt: Mister, nemme Se mich's nit iwwel, awwer Sie sin e ganz verdollter Fühl. Was hen Sie dann for e Bißneß, Vt Lehdie uns uff den HalZ zu schicke? Mir gleiche auch unseren Drink zu hen; weil awwer die Lehdie so dagege is, well, do duhn mer äckte, als wann mer nicks drum gewwe dehte; wann mer awwer e TschehnZ hen, dann mache mer for alles Widder uff." Sehn Se. Mister Edithor, so sin die Brieder! O, ich kann Jhne sage, so e Scheinheiligkeit macht mich krank. Unner so angenehme Zwischefälle hen ich den halwe Weg von den Tripp zurückgelegt un ich denke, ich schicke Jhne noch en annrn Brief iwwer meine Erlebnisse an Bord von den Stiemer. Ich sin nor for eins froh, daß ich so kein Mucker sin un ich sin schuhr, wann das den Weg in die Juneitet Stehts weiter so fort gehn duht, dann könne mer noch ebbes schönes erlewe. Juhrs trulie Meik H'abersa'ck. Eskweie? un Scheriff von Appel Jäck, Holie Terrer Kauntie. Ein Kompetenter. Ehe wir uns entscheiden, ob wir unsere Tochter studiren lassen oder nicht, wollen wir doch den Heirathsvermittler um Rath fragen, lieber Mann!" E m p ö r t. Ein Leutnant ver langt eine Fahrkarte .lach Mühlheim. Der Beamte fragt: Rhein oder an der Ruhr?" Unverschämt- ' heit! Geht Sie doch nichts an!". Grob. Mutter: Ich habe dem Kind eine Stunde lang vorgesungen, und es hat noch nicht schreien aufge-, hört." Vater: Vielleicht wartet es darauf, daß Du aufhörst."

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