Indiana Tribüne, Volume 29, Number 32, Indianapolis, Marion County, 29 September 1905 — Page 1

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f Erscheint jeden Nachmittag. Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Freitag, 29. September I90d. . No. 32. - . . . i .

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Einbrüche mehren sich.

Ein Neger auf frischer That gefangen. Frl. Gertrude Steven S. welche No. 3$9 Nord Capital Avenue ein KöstheuZ betreibt, war nicht wenig überrascht, als sie einem Geräusche in einem dir oberen Zimmer nachspürte. einen Neger mit der Ausräumung, der Kommoden.Sckubladen Mflämat zu nnden. Sie scklicd sich wieder nach unten und rief die RadlerPolizisten. Moraan und Samuels eilten zur Stelle und fanden Alonzo Roberts, der noch keine Ahnung hatte, daß man ihn entdeckte. Roberts machte eine Fahrt nach der Polizeistation. JameSHerding'S G r o . cery wurde im Laufe der Nacht von Einbrechern heimgesucht, doch werden nur eine Anzahl Cigarren vermißt. L. B. R i n k e r aus dem benach Karten Brooklyn meldet, daß bei ihm die Einbrecher recht ansehnliche Beute machten. Er vermißt seine Geldbörse nebst $102 in Baar. . Aöphaltirung der Lerington Abk. Die Behörde für öffentliche Werke übertrug kontraktlich der Barber AS phalt Co. die ASPhaltirung der Lexing ton Ave. für $2 per Quadratfuß. ES ist dies ein niedrigerer Preis für eine derartige Arbeit denn der feit Jahren bezahlte. Die Straßenverbefferung schließt ein: Cement.Seitenwege, Neu setzung von Prellsteinen und Anlegung von Grasplätzen. Die Arbeiten werden schon am nächsten Montag aufgenom men werden. Wirth vernrtyettt. Polizeirichter Whallon strafte gestern den Wirth Dan. Youngman von Ost Washington Str. wegen Uedertretung des SonntaüSgesetzeS um S10 . und Kosten. Youngman bekannte sich nicht nicht schuldig, sondern behauptete, daß sein Schankwärter in seiner . Abwesenheit die Getränke am Sonntage verkaust habe. Sein Anwalt Little betonte, daß eS unrecht fei. gegen Joungman vor. zugehen, da in vielen anderen Plätzen ebenfalls das SonntagSgesetz verletzt werde. Trotzdem lautete deS PolizeirichterS Urtheil wie angegeben. F euer. Ein Feuer, welches im Stalle 716 Iowa Str.. LouiZ Schmidt. Eigenthümer. entstand, richtete einen Schaden von etwa $50 an. Das Feuer sprang auf den .nächsten Stall über, I. Eggert. 713 Iowa Str., Eigenthümer und beschädigte diesen. Verlust etwas über $25 und richtete dann einen $40 Schaden an Joseph Fischers Stall, 725 Minnesota Straße an. Ursache deS FevttS unbekannt. Heute Abend 6 Uhr nimmt das jüdische Neujahrsfest seinen An fang. Dasselbe wird von den orthodoien Juden zwei Tage gefeiert, endet also 6 Uhr Abends am Sonntag. Das neue Jahr ist das Jahr 5666, nach jüdisch:? Zeitrechnung. In den Synagogen werben entsprechende Ceremonien abgehalten. . tfr. wmi, ..-. w, ii,i.t, frnk MVtv Vfcw w. ., -. nochmals v.,has,.t, und zwar durch den Sberiff Sourdier. zwei Anklagen wurden gegen ihn erhoben, Unterschlaouna. Grokdiebstabl und Verschwörung - und Grobdiebnabl und Untcrschlä. ' "1 gung. SherrickS Bürgschaft wurde auf L20.000 festaesekt. und dieselben Männer, welche Bürgschaft im PolizeiaeriSte leisteten, iöneten auch diese Bürgschaft. - - Peru . 29. Sept. Gustav Olson, 40Jab,e alt. brachte fich gestern eine Schußwunde bei, welche die Brüst durchbohrte. Man bezweifelt seine Genesung. Der Mann hatte fich einen

neuen Revolver gekaust, und man nach unserer Stadt zurückgekehrt und glaubt, daß derseibe losging, während hat die Wirthschaft, No. 885 MassaOlson ihn untersuchte. - chusettö Ave., übernommen.

Capt. I. L. Vieler

Vurch Wiederwahl geehrt Von der Supreme Loge des Verbessere ten Ordens der Pythias'Rltter. Mit der Beamtenwahl fand gestern die Supreme Logensttzung des Verbes serten Orden- der VötbiaS Nttler m Wasbinaton ibren Abschluß. Die Beamtenwahl ergab folgendes Resultat: Supreme Kommandeur I. L. Vieler von Indianapolis; Vize Supreme Kommandeur Otto Miller von Baltimore; Schatzmeister Louis Brandt von Washington, D. C.; Prä lat Wolfgang Bauer von Syracuse; N.J.; Supreme.Schreiber E.F.Knodel von Indianapolis und Waffenmeister George Poehler von Buffalo, N. V Unter den Beamten finden wir auch den wiedererwählten SupremeSektär E. F. Knödel. Beide Beamte, der Supremettommandeur, sowie euch der Supreme - Sekretär haben ihre Aemter in uneigennütziger und fähiger Weise verwaltet und haben der Förderung der Ordensinteressen, unter völliger Hin tenansetzunz ihrer eigenen, so großen Vorschub geleistet, daß eine Wieder wähl schon von vorne herein als fast selbstverständlich galt. Unter der fähigen Leitung deS SuemeKommandeurS ist der Orden erstarkt, er gewinnt an Mitgliederzahl und auch an Wichtigkeit, und die Mit glieder desselben arbeiten mit Eifer. Das Hallenbau.Project wurde durch Capt. I. L. Vieler angeregt und. zum sicheren Ende geleitet, und bis zum abltermine werden die $50,000, welche das von dem Orden angekaufte Han delSkammerGebäude kostet, voll und ganz abgetragen fein. Wahrlich ein gutes Resultat in der nur kurzen Zeit von einem Jahre. Auck der SuvremeSecretär. Herr E. F. Knodel, hat sich in vielseitiger Weise als fähiger und pflichtgetreuer Beamte erwiesen. Die von ihm verwaltete Sterbekasse des Ordens erfreute sich eines durch ökonomische Handhabung erzielten, gu ten Standes u. die durch den Sekretär ausgezahlten Sterbegelder wurden stets innerhalb weniger Tage an die von den verstorbenen Mitgliedern namhaft ae machten Personen ausbezahlt. Zu be merken ist hier noch, daß unter der sä higen Verwaltung des Sekretärs die Logen vor allen Verlusten stets gesichert waren. Ueber das vorgeschlagene Raten System, welches in der Supreme-Lo gen-Sitzunz gestern an das Comite verwiesen wurde, besagt unjere Vepe,qe leider nichts Dem Präsidenten Roosevelt wurde für die diplomatische Weise, in welcher er den Rusfisch-Japanischen Krieg been dete. der Dank der Versammlung über mittelt P e t e r s b u r g, 29. Sept. Geo. Stratner. ein Farmer, der sechs Meilen westlich von hier wohnt, war ge fiern in VtncenneS, wo er tt? eme große Feld-Walze kaufte, dle er hinter seinem Wagen festmachte und mlt der selben dann sich auf den Heimweg machte. Unterwegs scheute das Ge spann, Stratner siel vom Wagen, und Wagen und Walze gingen über ihn hinweg, ihn in furchtbar zermalmtem Zustande belassend. Man glaubt nicht. I . r r , . w r n f ' Vc.l.jungm üb.rft.hcn v o u , ? B e n v .. epi. Während seine Frcm. und ihre Besucher yn ft. f. . 1 aus der Beranoa saßen und lyre lange m . rtn k m m . , m Krankheit besprachen, ging Louis Becker inS HauS, stellte sich vor einen Spiegel und schoß sich eine Kugel inö Gehirn. Er war sofort eme etcye. , . . zvkan glouo:, oav oer JUpano ,emer grau o aus lyn emwtrue, va er nrfinnig wurde. Herr Jacob ttierdorf, der wohlbekannte ErfrischungSrath, ist uach zweijähriger Abwesenheit wieder

Der Damenchor

Des Musikoereins bankettirt zum ersten Male in der Saison. Gestirn Abend fanden sich die Mitglieder des DamenchorS deS Musikver eins zu fröhlicher Tafelrunde im Deut' fchen Hause zusammen. Während die Männer im .oberen Saale unter dem erbarmungslosen Di rigentenstabe deS Herrn Ernestinoff schwitzten, ließen sich die Damen an wohlbesrtzter Tafel, mit bunten Co tillonkäppchen geschmückt, nieder und thaten den aufgetragenen guten Gerichten alle Ehre an. AlS die Herren sich ihnen später zu gesellten, wurden allerlei ulkige Ge schenke an dieselben vertheilt, Herr Ernestinoff erhielt eine glitzernde glei ßende Uhr aus reinem Tombak, Robt. Lieber erhielt einen Blasebalg u. s. w. . ES war ziemlich spät als die Fröh lichen an den Heimweg dachten. Clam Bake" Im Deutschen park. Eine fröhliche Gesellschaft, Hauptsächlich aus den Aktiven deS Männerchor zusammengesetzt, schwelgten gestern Abend in den würzigen Schalenthiei chen vulgo ClamS" im prächtigen Deutschen Park. Ein fröhliches Leben entspann sich, denn der Abend war ideal schön uüd der rühmlichst bekannte Humor der Männerchörler machte sich in anregender Weise bemerkbar. Riefige Mengen der lecker zubereiteten Delikatesse wurden vertilgt. Blieden die Schalen auch übrig, so war der Abend doch nicht schal; denn eine fröhkichere Gesellschaft, wie die der Claim. Vertilger am gestrigen Abende, dürfte schwer zu sinden sein. Nugevikheit in dem SherrickFalle. ES ist b!S jetzt rcht bekannt, ob' die Marion ounty Großgeschworenen, die ihren Bericht eingereicht haben. Anklagen gegen den Ex-Auditor David E. Sherrick erhoben haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist es möglich, daß der Fall im nächsten Monat wieder aufgmommen wird, wie eö oftmals geschieht, daß wichtige,Fülle von emem Termin aus den andern übergehen. Geruqtwelje verlautet, daß, wenn die Wolcott und Wickard Schuldscheine bezahlt werden, die übrigen Schulden leicht mit den in Händen des ReceiverS, John E. Reed. befindlichen Papieren beglichen werden könnten. "Auch, betreffs deS . Falles des Poliziften Henry Christ verlautet nichts und weiß man bis jetzt nicht, was die Groß geschworenen in dem Falle gethan haben. ' Hanskuchen bei F. E. Bllleter, Marktftand 636970. Das Schaf und die Kult u r. Die Richtigkeit des berühmten Satzes, daß das Schaf der Kultur weicht," wird auch durch die jilngst deroffentllchten Ergebnisse der Viehzahlung vom 1. Dezember 1904 bewiesen Während im Zeitraume von 1900 auf 1904 alle übrigen Vieharten Stückvermehrungen -in Deutschland anfzuweisen. Schweine sogar eine Anzahlerhöhung um 2,100,000 oder um nahe 12.5 Prozent erfahren haben, wies der Schafbestand 1904 gegen 1900 einen Stückrückgang von 1.800.000 oder v?n 18.8 Prozent auf. Auch in keinem der Bundesstaaten, ja in keiner preußischen Provinz ist ein Stillstand oder gar eine Erhöhung d?s Schafbestandes zu bemerken gewesen, lediglich im Umfange des Rückganges .unterscheiden sich diese Giebietstheile ein wenig voneinander. So hat Meckleuburg-Schwerin einen Rückgang von 19.6 Prozent. Schles-wig-Holstcin von 17 Prozent aufzuweisen. . i Der größte Steuerzahler V o st o n s . ist I. M. Sears, welcher noch im Anfange der Zwanzi-n-r N?st i'nS üriHrf. 9tt nm sWl ger . steht erüie v fcvw ywjvyvfvwv

Fortuna lächelte ihm

Jedoch nur ein einziges Mal. In leidendem Zustande wurde gestern Ben Webb, ein allgemein bekannter Mann im St. Clair Park leidend aufgefunden, Man glaubte zuerst, daß er an einer Morphium-Vergiftung leide, doch stellte sich bei der Untersuchung von Seilen der Dispensariumsärzte heraus, daß diese Annahme eine irrige sei. Webb erholte sich schnell, so daß er ohne ärztliche Hilfe seiuen Weg weiter verfolge, konnte. Die Geschichte des Mannes ist eine wechselseitigen GlückeS. Vor mehreren Jahren, damals war er Reisender eines EngroS Droguen-Ge-schäfteS an der Süd Meridian Str., gewann er den Haupttreffer in einer,' Lotterie und sofort gab er seine Stelle auf und steckte sein Geld in verschiedene industrielle Unternehmen. Fast alle schlugen fehl. . so daß vor nicht allzulanger Zeit Webb sich finanziell ge Plündert bezeichnete. Seine Familie soll getrennt von ihm leben.. Verlassene Fralr sucht Unterkommen für ihre Kinder. Seitdem FrauSchenk'S Gatte fie und die fünf Kinder vor einiger Zeit bösvillig verließ,, har die Frau fich sehr gequält, sich und die Kinder auf ehrliche Weise zu ernähren. Doch war ihr dies jetzt bei ihrem Verdienst von $5 wöchentlich nicht länger möglich. Das älteste Kind ist 7 Jahre alt und das kleinste ein Baby. Indessen wollte die Frau auch die Kinder nicht getrennt unterbringen und sie wandte fich deShalb an Bürgermeister Holtzman um Hülfe. Auf feine Verwendung hin werden die Kinder jetzt wohl im Waisenhause Unterkommen finden. Kartenparthie im Unabhängigen Turnverein. Im Unabhängigen Turnverein fand gestern Abend eine der beliebten Karenparthien statt, die- sich eines ausge zeichneten . Zuspruchs erfreuten. Die Arrangements lagen in den Händen von Frau Gust. Schaub, Frau Rudolf, Frau Maurath und Frau Schnit ker. Die glücklichen Gewinner der hüb fchen Preise waren: Frau Worley, Frau F. Krieger, Frau I. Miller, Frau Ceiser, Frau A. Serben, Frau Hartung. Frau Franz; Cd. EmerS, I. Heßlinger, E. H. Root, Heinrich, F. Worley und Frau Frick. Fiel vom Etrakenbahnvagen. Prudence Riley, 1426 Montcalm Straße, eine 75 Jahre alte Frau, fiel gestern Nachmittag an der Washington und Illinois Str. Ecke von einem Stra ßenbahnwagen und zog fich Verleun gen zu, welche ihres hohen Alters we gen als schwer zu betrachten find. Au ßer Abschürfungen am Kopfe, verletzte fie sich die - rechte Schulter und sie erlitt auch Quetschungen am Körper. ,,, m Bürgermeister entscheidet zn Gun sten des Wirthes Sharkeh. Trotzdem ein Zeuge behauptete, daß er gesehen, wie verschiedene Personen die Wirthschaft deS Martin Sharkey, 701 Kentucky Ave., Sonntags besucht. entschied Bürgermeister Holtzmann doch hi Sbarkev'S Gunsten, doch muß er seinen Schankwärter Harry Klein, den früheren Eigenthümer des Platzes, über die Klinge springen lassen, wenn er nicht Gefahr laufen will, daß ihm schließlich doch die Licenz entzogen wird. Nachdem in dem Falle deS Wirthes Michael Riley mehrere Zeugen verhört worden waren, wurde der Fall bis heute verschoben. Frank G.urton, 821 Scioti Str., der unter der Anklage steht, Geider unter falschen Vorspiegelungen er halten zu haben, wurde durch die Radler Hall und Shine verhaftet.

Für die Braut

Das eim herrichtend wird w. S. vance verschüttet. Er erleidet den Erstickungs'Tod. Im freudigen Bewußtsein, sein eigenes Heim herzuriazten, und vom Wunsche beseelt, dasselbe sür den Empfang seiner jungen Braut recht kosig zu gestalten, verwandte Walter Scott Vaitce, ein junger Postbeamter, die Ferienzeit dazu, seine erst kürzlich gebaute Wohnung, - 2306 Nord Senate Ave., nach seinem Geschmacke angenehm herzustellen. Alles war soweit nach Wunsch erledigt, nur noch eine Verbin dung mit dem ÄbzugSkanale fehlte, und diese wollte er gestern am letzten Ferientage noch fertig ' stellen. So hatte er denn etwa 2 Fuß vom Hause ent fernt einen etwa 6 Fuß tiefen Graben angelegt, in welchem er die Abflußröhren zu legen gedachte, und das aus der Grube geschaufelte Erdreich hatte er auf dem 2 Fuß breiten Landstreifen am Hause hoch aufgethürmt. Plötzlich gab die Wand der Grube dort nach, wo der junge Mann arbei tete und nicht nur das Erdreich, welches von derSeite fich abspaltete, sondernjauch die hoch aufgethürmte Erde, welche ne' den dem Hause lag, stürzte auf ihn herab, ihn bis an die Augen völlig begrabend. Die Hände hatte er dicht am Körper, so daß er dieselben nicht frei machen konnte, und so mußte er denn n dem lockeren Sandboden, der ihn wle tn einem Scdraub stock aesanaen hielt, sein junges Leben verlieren. Daß er versuchte, durch Neigen des Kopfes fich genügend Luft zum Athmen zu verschaffen, nimmt man an, doch stürzte die lose Erde stets wieder zurück, ihm Mund und Nase versiegelnd. Eine Nachbarin. Frau Carroll, 280 Nord Senate Ave., bemerkte kurz nach dem Unsalle, daß der junge Mann ver schüttet wurde und fie rief Nachbarn zur Stelle, doch gelang es nicht, den Verünglückten ins Leben zurückzurufen. Die zur Stelle aeeilte Ambulanz brachte die Leiche nach dem städtischen Todtenhause, von wo fie später durch einen Leichenbeftatter abgeholt wurde. C. E. Votaw und Otto Miller, beide Postbeamte, übernahmen die ArrangementS für die Herrichtung der Leiche. Auch die Freimaurer-Loge, deren Mitglied Vance war, erbot fich, für die BeftattungSorge zu tragen. Der junge Mann, welcher sich in Kürze zu verheirathen gedachte, hat in Sp'ringport, Henry County, zwei Schwestern und man wird seine Leiche nach dort zur Beerdigung senden. Damen -Berein des Südseite Turnvereins. Die Damen des Südseite Turnver eins hielten eine gut besuchte Versamm lung ab, in welcher zwei neue Mitglie der aufgenommen wurden. Während der Winter-Saison werden die regelmäßigen Versammlungen an jedem letzten Sonntag im Monat Nach mittags stattfinden und bleiben die Da men nach der Versammlung zu einem Kaffeekränzchen zusammen. Am Sonntag, den 8. October. veranftalten die Damen die erste große Kartenparthie der Saison für Mit glieder und Freunde. Die Parthie wird Punkt 3 Uhr Nachmittags begin nen. Nach geschlagener Schlacht, um 6 Uhr Abends circa, wird Abendessen servirt und später findet ein gemüth licheS Tanzkränzchen statt. Opfer der Glaubens heiler. M a r i o n, 23. Sept. Wie in so vielen! Fällen ist auch hier einOpfer der Glaubensheiler mit Tod abgegangen, weil man keine ärztliche .Hülfe in Anfpruch nahm. Die 16-jährige Tochter Unkoda deS William H. Bragg erkrankte an typhösem Malaria. Anfängllch wurde fie von Dr. Snodgraß behandelt, ließ sich dann aber von dem Vater überreden, keine Medikamente mehrzu nehmen. . ' ' ; - .

Nachrichten aus Jndiana.

Neue Eisendahn. E v a n S v l l l e, 28. Sept. Seit Montag befindet sich eine S haar von zwölf Bahnvermessern in der Stadt. Man vermuthet, daß sie im Dienst des Eifenbahnmagnaten Walsh stehen und mit Vermen rngen für die neue Bahn betraut find, welche EvanSvIlle mit der Southern Jndiana und Chicago und Southern Bahn, zwei Walsh Linien, verbinden, soll. Die Vermesse? kamen von Martin County über Washington und VincenneS hierher, lassen aber über den Zweck ihres Aufenthaltes in dieser Nachbarschast nicht daS Geringste der-' lauten. EvanSville ist natürlich sehr interesfirt und falls die Unternehmer darum einkommen, wird nicht schwer halten, einen Freibrief, sowie auch das Recht das Stadt Territorium zu befahren, zu erlangen. Daß auch die Pennsylvania Bahn seit langem einen Eingang zu dem Distrikte und zu den Kohlenfeldern des südlichen Jndiana wünschte, ist bekannt. Verung l ü ck t e Hochzeit?Ausflügler. -K o k o m o, 28. Sept. Eine halbe Stunde nachdem E. O. Neff und Frl. Alice Gordon von Russiaville getraut waren, befand letztere fich in ärztlicher Behandlung und man ist im Zweifel darüber, ob fie wieder gesunden wird. Das junge Ehepaar, in Begleitung von Will. Eikenberry, Frau E. R. Eikenberry und Frl. Cthel Gordon, bestiegen ein großes Automobil, um eine Fahrt nach Marion zu machen. Als sie in der Nähe von Vermont einen Abhang hinabfuhren, verdeckten die herabhängenden Zweige der am Wege stehenden Bäume die Aussicht. Plötzlich gewahrte Herr Neff, der die Maschine führte ein Automobil im Wege stehen. Er bemühte fich, auszuweichen und da bei fiel seine Maschine über den Damm, 20 Fuß in die Tiefe. Alle Insassen wurden hmauögeworsen, entkamen aber mit Ausnahme der jungen Frau mit leichten Verletzungen. Frau Neff trug innerliche Verletzungen davon und liegt jetzt in einem Farmhause dar nieder. Nächtliches Duell. C o l u m b u S, 28. Sept. Heute früh um 3 Uhr Morgens fand zwischen Polizei . Kapitän Smith und dem Schlächter Williams Allen eine Schießerei statt, infolge steffen ersterer fich eine Verwundung an der Stirn zuzog, während letzterer eine Kugel in den Unterleib erhielt, so daß die Aerzte glauben, daß er nicht mit dem Leben davon kommen wird. Allen hatte einen Groll gegen den Polizei'Kapitän weil derselbe ihn vor einigen Tagen verhaftete. Er soll sich gegen mehrere Personen letzte Nacht dahin geäußert haben, daß er Smith noch vor dem nächsten Morgen tödten werde. Als der Polizei'Kapitän gegen 3 Uhr morgens durch eine Alley ging, hörte er ein-Geräusch und plötzlich knallte ein Schuß, der ihn zu Boden warf. Die Kugel hatte ihn an der Stirn verletzt. Im Liegen erwiderte Smikh den Schuß und eS wurden im Ganzen auf beiden Seiten 5 Schüsse abgefeuert in der dunklen Nacht mit genanntem Refultat. Smith wird in einigen Tagen wieder Dienst thun können. Tranken vergiftetes Brunnenwasser. Washington, 23. Qept. In lebensgefährlichem Zustande liegen John Williamfon, seine Frau und seine 2 Kinder darnieder. Die ganze Familie war zur Beerdigung der einzigen Tochter Leonard Sontherland'S, Williamson'S Schwager, gewesen. Bei der Rückkehr tranken sie von dem Brunnenwasser und nach einigen Minuten erkrankten alle schwer. Die Aerzte fanden in dem Eimer genug Arsenik, um 20 Personen zu tödten. Die Nachbarschaft befindet fich begreiflicher Weise in Aufregung.. Die besie 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'5 .Longfellow".

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