Indiana Tribüne, Volume 29, Number 31, Indianapolis, Marion County, 28 September 1905 — Page 5
Jndiana Tribüne, 2S September 1903
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Mechanische Anlagen. - ... Humoreske von Alfred v. Hedenstierna. ES kommt mir vor, als sei den For-schern,-Entdeckern und Erfindern hier auf Erden nicht nach Verdienst begegnti worden. - Die, welche uns die Dampfmaschine, Amerika, die Elektrizität, nebst anderen wirklich nützlichen Sachen, verschafften, haben anfänglich rechte Mühe davon gehabt, wurden verspottet und verfolgt, wohingegen die, welche einen neuen Kragenschnitt, eine Bratensauce oder gar ein Modell zu einem Damenhut erfinden, eZ gewohnlich angenehm genug uf derWelt haben. Mit einigen Personen geht es Rückwärts, ob sie sich nun im Großen der Kleinen aufs Erfinden oder Entdecken legen, ja es giebt sogar Men schen, die Unannehmlichkeiten gehabt haben, weil sie nur eine goldene Uhr euf dem Tische eines leeren Zimmers
entdeckten. Was mich betrifft, will ich lieber Falles andere werden als Entdecker oder Erfinder. Ich habe ein schreckliches Beispiel an meinem Freunde JonathanOvist, der von Gott und der Natur dazu bestimmt war, John Erickssons gefallenen Mantel aufzunehmen, statt dessen aber bei allem, was er erfand oder entdeckte, Pech hatte. Das erste, was Freund Jonathan zufammenleimte. war eine ganz neu: Art Schrittmesser. Nun kann man freilich ;rn Allgemeinen die Frage aufstellen. r...viefern ein Schrittmesser der. Menschheit Nutzen bringt. Er macht das Gehen nicht leichter, und man kommt dadurch nicht schneller vorwärts; aber hat man einen solchen bei sich, so weiß man jeder Zeit, wie lange man gegangen ist, und kann sich demnach davor hüten, zu weit zu " gehen. Doch, wie schon gesagt.Jonathan hatte einen Schrittmesser erfunden. Er sah aus wie eine kleine Hufzange, und war man 509 Schritte gegangen, so klemmte er sich zusammen und schnellte einen Stift in ein kleines Loch. Nun hatte Jonathan sich so ein bißchen in Propstens Auguste vergafft, und deshalb ging er zu allererst nach der Prop'stei, sowie seine Erfindung fertig war. Das ist wohl, ein Heringsbrater," sagte die Pröpstin. Welch ein hübscher Nußknacker!" meinte Auguste. Der Menschengeist ist ein herrlich Ding, wenn er'die Vernunft unter des Glaubens Herrschaft gefangen gibt," sagte der Propst und blies eine große Wolke Tabaksrauch von sich. Das ist mein neuer Schrittmesser " sagte jonathan, schlug die Augen nieder ilno versuchte auszusehen, als hätte er durchaus nichts Merkwürdiges zuWege, gebracht. Und nun sollte der Propst selbst ausprobiren, wozu die neue Einrichtung taugte und mit Jonathän zusammen einen Spaziergang machen, und so ließ er denn den Schrittmesser in die Hosentasche gleiten. Lieber Jonathan, er er kneift doch nicht?" sagte Auguste und wurde roth. Nein, bewahre!" sagte Jonathan, und so machte man sich auf den Weg. ' Schönes Gotteswetter heute!" meinte der Propst. Jawohl, Onkel," sagte Jonathan. Wenn nun mein Schrittmesser Anerkennunss findet, da habe ich noch mehrere neue Erfindungen beinahe fertig und kann mir bald eine gute Zu .... " Ich glaube kaum, daß der Faulbäum schon blü . . . " ... kunft schaffen, und dann wage ich vielleicht eine Bitte an dich zu richten, Onkel, die " A a a iu! O! O Gott im Himmel, was ist dies! Mörder! Hilfe; Hi i ilfe!" schrie der Propst, sprang wie besessen umher, hielt sich den Magen und stöhnte, als ob er sterben wollte. Auguste versuchte, ihn festzuhalten und rief: Papa, Papa!" Und die Pröpstin schrie: Karl Friedrich, das kann nicht von den Erbsen kommen, denn die waren ordentlich gekocht, das sage ich dir!" Und das Hausmädchen kreischte: Herr Gott, Herr Propst ist verrückt geworden." Und der Hilfspfarrer, der gerade sein Gersienfeld betrachtete, als sein würdiger Vorgesetzter mit der Hand vor dem Magen und um Hilfe rufend. vorbeiraste, glaubte ebenfalls an eine Geistesstörung und fing an zu überlegen, ob er nicht an das Commissorium schreiben und um die Stelle (als VizePropst vorläufig) bitten könne. Doch eigentlich war es nichts weiter, als daß der Schrittmesser, nachdem der Propst 500 Schritte gegangen war, sich zusammengeklemmt hatte, wie er das a sollte, da nun aber der Propst ein etwas beleibter Mann war, hatte der Schrittmesser ein Stück der Bauchhaut mit gefaßt. Ich brauche wohl kaum noch zu erwähnen, daß der Propst eintm jungen Manne,- der seinen beabsichtigten Schwiegervater mit derartiaen Maschinen aufs Glatteis führt, seine Auguste nicht geben wollte. Eine kräftige Natur erholt' sich auch nach dem. härtesten Schlage, und nach ein paar Jahren kam Jonathan zur landwirthschaftlichen Ausstellung mU einer Buttermaschine, die die schönste Butter der Welt herstellte, wenn man acht Minuten lang die Kurbel gleichmäßig drehte. Nun schon, der Preistir ht yVitnn nitS htr l5Z,aend. bt
Gutsbesitzer und die Bauernweiber kamen alle, und Jonathan drehte an seiner Buttermaschine, daß . ihm der Schweiß von der Stirne rann. Nach acht Minuten schraubte er mit triumphirender Miene den Deckel ab, aber da fand sich keine Spur von Butter. Herrgott, nehmen Sie es nicht übel, meine Herren, ich habe vergessen. Milch hineinzugießen!" seufzte Jonathan voll Verzweiflung. Die Preisrichter sahen nach derUhr. Die , zur Vorzeigung bestimmte Zeit ist verstrichen. Guten Morgen, mein Herr!" sagten sie. ... Nachdem, alle möglichen Erfindungen mißglückt waren, nahm Jonathan schließlich eine Stelle als Bedienter bei dem Landrath des Kreises an, der von seinen mechanischen Grübeleien sehr erbaut war und für den Jonathan wirklich einen selbstthätigen Möbelklopfstock construirte. Da kam eine große, allgemeine, schwedische landwirthschaft-
uche Ausstellung, zu der der Landraty als Abgeordneter des lanvwirthschaftlichen Vereins seines Kreises reisen sollte. Du kommst mit. Jonathan, deine mechanischen Kenntnisse können . mir möglicherweise von Nutzen sein,"sagte der Landrath. . Auf der Ausstellung sollte eine Feldbahnlokomotive gezeigt werden, und Jonathans Landrath war besonders zur Probefahrt eingeladen. Jonathan und der Landrath kamen rechtzeitig zum Platze, wo die Lokomotive stehen sollte, und der Landrath fühlte sich müde. Wollen der Herr Landrath nicht die Güte haben auf die Lokomotive zu steigen, während wir warten?" sagte Jonathan. .' " Ja, aber wo ist sie?" sagte der Landrath. Hier," antwortete Jonathan und zeigte auf eine große, feine, blauangestrichene Maschine. m, hm, ach so, ja, ich sehe sie schon," meinte der Landrath. Und Jonathan half seinem Herrn auf die Maschine, und da saßen ste nun und warteten auf die Abfahrt. Sie warteten eine Viertelstunde, warteten zwei, warteten drei. Nach einer Stunde kam ein schweißtriefender, rothbärtiger Ingenieur im Eilmarsch und mit dem Hute in der Hand zu ihnen heran: Wie schade, wie schade, Herr Landrath, daß Sie nicht an unserer kleinen Probefahrt theilzunehmen geruhten." Lieber Freund, ich sitze ja hier ganz in Bereitschaft. Steigen Sie nur ein und heizen Sie an." - Ja, steigen Sie nur ein und izen Sie an. Der Herr Landrath sitzen schon eine ganze Stunde hier," flüsterte Jonathan und stieß den Ingenieur vertrauensvoll in die Seite. Wa a s meinen Sie?" stotterte der Ingenieur. So, nun schnell gemacht, Herr Ingenieur! Haben Sie em Feuerzeug bei sich? Sitze ich so gut?" sagte der Landrath und schlug mn der Hand auf die bunt angestrichene Maschine. Der Ingenieur erbleichte. .Herr Landrath, mit der Lokomotive sind wir schon draußen gewesen. ; Dies hier, Herr Landrath, worauf Sie sitzen, das ist entschuldigen Sie meine Offenheit as ist eine Getreidesichtaschine." Der Landrath wurde grün und gelb im Gesicht, sprang in der größten Hast herunter, that ein paar Schritte gegen seinen zitternden Bedienten und flüsterte mit zusammengebissenen Zahnen nur das eine Wort: Eselkalb!" Von 20.00(1 o x S zo,uuu Acre wird die Park- und Forstreservation umschließen, die. der Staat Wisconsin am Brule River anzulegen Plant. Wie aus Suprior berichtet wird, sind bereits 14,000 Acres in der Kontrolle des Staates und der Staatsforstbeamte E. M. Griffith hat Unterhandlungen um weitere eingeleitet. Das Land wird' entweder vom Eiaentbümer an den Staat abgetreten, oder aber unter seinem Namen als Besitzer in Staatsverwaltuna aenommen. um aufgeforstet oder sonst dem Park- und fforststistem emaefuat m werden. Tim Herbst sollen die Arbeiten in- Angriff genommen werden; das Gestrüpp am Ufer des fischreichen Flusses entlang wird verbrannt und dann mit dickten. Ulmen und Hemlocks aufgeforstet werden. Wenn irgend möglich, soll die Reservation 50 60 Meilen lang werden. Herr Griffith erklärte, das würde dann' eine der feinsten Parkanlagen der Welt werden. Sonderbar. A.: (vor einem alten baufälligen Hause, welches abgetragen wird): Es ist doch fonderbar, früher ..wollte die alte Bude niemand kaufen und jetzt geht sie sogar reißend ab." - Moderne Dienstboten. Madame: Aber Sie schreiben schon wieder' einen Liebesbrief, Minna!" Dienstmädchen (beleidigt): O nein, gnädige Frau, ich übersetze nur den Homer ins Polnische!" S o k a n n's kommen Sans! (zum Sepp, den er nach der. Kirchweih ganz verbunden und vernäht trifft): ...Warum iS denn Dir'S gar so schlecht 'gangen?!" Sepp: Ja. weißt 2)7.'. ich war gestern unparteiisch und da haben mich rne zwei Parteien
durchg 'häutig - r". : -V?
Das Zsnd dcr Schwiegermütter.
Li Ettllttns d,r japanischen Frau ,um Mann-vhekatkchismuS. . Die Frau ist in Japan nicht mehr als die gehorsame Dienerin des Mannes. zu Nichts anderem gut, als um Kinder zu gebären und erst, wenn sie Schwiegermutter wird, genießt sie eine einigermaßen einflußreiche Stellung wenigstens gegenüber der Schwiegcrtochter. . Der 'Ehekatechismus, den die :apaNische Mutter ihrer Tochter am Morgen der Hochzeit einschärft, besteht aus 13 Paragraphen und lautet so: 1. Wenn du verheiratet bist, Dist du gesetzlich nicht mehr unsere Tochter; gehorche also dem Schwiegervater und der- Schwiegermutter ebenso, wie du. dem Vater und der Mutter gehorcht hast. 2. Wenn du verheiratet bist, ist nur dem Gatte dem Herr. Sei ihm gegenüber demüthig und höflich, denn dem Manne zu gehorchen, ist die edelste Tugend der Frau. 3. Sei stets liebenswürdig. gegen deine Schwiegermutter und gegen deine Schwägerin. 4. Sei nicht eifersüchtig, denn Eifersucht ist nicht das Mittel, des Mannes Liebe zu erringen. 5. Selbst, wenn der Mann unrecht hat. darfst du nicht zornig werden; sei geduldig, und wenn er sich wieder beruhigt hat, sprich mit ihm. " 6. Sprich nicht zuviel, nichts Böses von deinem Nächsten und sprich vor allem keine Lüge aus. 7. Du sollst früh aufstehen und spät schlafen gehen; Nachmittags aber sollst du nicht schlafen. Trink wenig Wein und mische dich vor dem fünfzigsten Lebensjahre nicht unter Klatschbasen. 8. Laß dir von keinem Wahrsager die Zukunft vorhersagen. 9. Sei eine gute und sparsame Hausfrau. 10. Verkehre, obwohl du jung verheiratet. bist, nicht mit jungen Leuten. 11. Trage nie helle Kleider, aber sei immer gut gekleidet. 12. Sei nicht stolz auf das Vermögen oder die Stellung deines Vaters und rühme dich dieser Dinge nicht vor dem Vater, der Mutter, den Brüdern und den Schwestern deines Mannes. 13. Behandle deine Dienstboten immer anständig. Zn ffuft um die Erde. Aus Mauls, Tirol, schreibt man: Dieser Tage erschien hierorts ein interessanter Wanderer. Albert Faivret. der vor fünf Jahren in Paris die Wette einging, im Zeitraum von vier Jahren' zu Fuß um die Erde zu gehen. Der energische Tourist verließ Paris am 30. August 1900 und hatte mit so vielen schweren Hindernissen, darunter Hunger. Krankheiten, zu kämpfen, daß er um ein Jahr im Rückstand ist und somit schon seine Wette und den Preis von 35.000 Francs ($7000) verloren hat. Trotzdem wandert er unentwegt weiter und hofft, getreu seinem Prinzip, niemals ein Vehikel zu besteigen, in ungefähr zwei Monaten am ReiseM in Paris anzukommen. Sein Aeußeres hat sich in der langen Wanderzeit wesentlich geändert er trägt seine Photographie vom Tage seines Ab Marsches bei sich damals war er ein schöner, kräftiger, junger Mann, heute ist er fast zum . Skelett abgemagert, durch Krankheit entstellt, aber in seinen tiefschwarzen Augen leuchtet etwas wie unbesiegbare Lebenskraft. Die Kleider, die er trägt, sind nur noch Fetzen, sein ganzes Gepäck besteht aus einigen schweren Büchern, die die Stempel und sonstigen Bescheinigungen aller ErdenWinkel tragen und seine Wanderschaft dokumentiren sollen. Auch einen ösierreichischen Waffenpaß besitzt er. aber sem Revolver ist ihm gestohlen worden, ebenso ein sehr werthvolles Buch aus seiner chinesischen Reisezeit. Blos mit einem schweren, eisenbeschlagenenKnüt-. tel ausgerüstet, schreitet Fawret barHaupt dahin, gefolgt von einem kleinen. munteren Foxterrier, der sein einziger Freund und Genosse ist und den er oft auf den Armen trägt, um ihn vor Müdigkelt zu bewahren. Flottentageblatt. In der englischen Marine wird die drahtlose Telegraph Nicht nur zum Signalisiren, sondern auch zum UeberMitteln der Tagesneuigkeiten benutzt. So erhielten beispielsweise die englischen Schiffe im baltischen Meere taglich Telegramme 'von der drahtlosen Station Poldhu in Cornwall. Diese Telegramme enthielten eine Uebersicht der Ereignisse der letzten 24 Stunden. Sie wurden an das Flaggschiff gesandt und dieses gab den Inhalt durch Flottensignale an die übrigen Schiffe weiter. Die Nachrichten wurden sodann auf iedem schifft auf emen Bogen Papier geschrieben und an der Anschlagetafel ausgehängt. Dieses Blatt Papier bildete das Tageblatt der Flotte. Brautkränze. In Deutschland werden die Brautkränze ganz all gemein aus Myrtenzweigen gebunden, in England und in Frankreich verwendet man dazu Orangebluthen. In Jta lien und den französischen Kantonen der Schweiz , flicht man sie aus weißen rri r - . ? . r, r yioi.en, in Spanien oeneyen )it aus ro then Rosen und Nelken. Auf den ane chischen Inseln dienen Weinblätter zu demselben Zwecke, und m Böhmen behilft man sich mit Rosmarin. In der deutschen Schweiz tritt eine Krone aus künstlichen Blumen an. die Stelle des Kranzes. . Hambura ist ietzt der Verkehrs reichste,Hafen des europäischen, Festlanoes uns steht nur noch sehr wenig hm ter London zurück.
!!' I : ! ! ! !-!-!-!-!"!"!"!"!"!. : : $ In land & I......X-lJj 4-K-M-M-: ! I ! I-M-I-M-M-Gräßlicher Irrthum. Während er Wildkatzen nachstellte, erschoß neulich der Augenspezialist Dr. Coventry von Deadwood, S. D.. in der Nähe von Livingston, Mont., seine Gattm. Die Frau war ihm ohne sem Wissen nachgegangen unb er hielt die binter Büschen sich bewegende Gestalt für ein Thier. Hartnäckiger Selbstmor der. In Vaterson. N. I.. machte neulich ein Irrsinniger Namens Peter Ardine. der schon wiederholt und aus iede nur mögliche Weise Selbstmord zu begehen versucht hatte, seinem Leben ein Ende, indem er sich in seiner gepolsterten Zelle und m der Zwangsjacke, die jeden solchen Versuch vereiteln sollte, auf den Kopf stellte, bis eine Blutader barst. ' Die Schlange" auf der T h u r m s p i tz e. Drei Tage lang wurden Versuche gemacht, eine Schlange" von der Thurmspitze einer Kirche in Milwaukee. Wis.. zu entfeLnen. Nach drei Tagen fiel die Schlange von selber herunter und entpuppte sich dann als ein vier Fuß langer Streifen Tuch, der von einem Windstoß nach der Thurmspitze getragen worden und daran hängen geblieben war. Den Frauen war das Tuch der Grund gro ßer Erregung. H i st o r i s ch e r V a u m i m A b st e r b e n. Die historische Ulme in Cambridge, Mass., - unter welcher Washington am 3. Juli 1775 das Kommando der amerikanischen Armee übernahm und unter deren breiten Aesten mancher Kriegsrath der Jndianer abgehalten wurde, ist so stark im Absterben begriffen, daß man fürchtet, sie werde in kurzer Zeit ganz eingehen." Der Baum ist gegen 350 Jahre alt und wurde seiner historischen Merkwürdigkeit halber sehr gepflegt. Fiel in eine siedende Quelle. Von einem entsetzlichen Tod wurde neulich ehr 22jährigeZ Mädchen, Namens Fannie Wickes von Washington. D. C.. ereilt. In Gesellschast mit anderen Touristen machte Frl. Wickes eine Tour durch den Fel-lowstone-Park und als sie einen Geyser besichtigte, trat sie einen Schritt zurück, um dem blendenden Sprühregen des Geysers zu entgehen; dabei stürzte sie in eine heiße Quelle, in der das Wasser förmlich siedete. Ihr Körper wurde von .der Taille herunter buchstäblich gekocht und sie starb, nachdem sie namenlose Schmerzen ausgestanden. . , ,M i t einer Schülerin d ü r ch g e b r a n n t. Der Superintendent der Schulen in Urich, Mo., Jclfe'OakeZ, schickte neulich seine Frau und Kinder zu Verwandten und reiste während ihrer Abwesenheit mit einer 15jährigen' Schülerin nach Kalifornien. Dort wurde er dieser Tage auf Betreiben feincy Gattin verhaftet; die Behörden vermochten ihm indeß nichts anzuhaben, da das Mädchen sich weigerte, als Zeugin gegen ihren Geliebten aufzutreten. Schon vor einem Jahre verlautete, daß Oakes diese Schülerin stark bevorzuge, aber eine Untersuchung der Schulbehörde endete resultatlos. Oakes will sich nun dem Rechtsstudium widmen, da die Schulkarriere ihm nach diesem Intermezzo doch verschlossen ist. ' Von Räubern gefoltert wurden jüngst die Brüder Andreas und John Fohren zwei betagte, reiche Farmer in der Nähe von Spring Lake, Jll. -Die Banditen überfielen die alten Männer zur nachtschlafenden Zeit, knebelten die Aermsten und folterten sie dann mit Feuer, um sie zu zwingen, den Ort anzugeben, wo sie ihr Geld verborgen hatten. Nachdem die Räuber das Haus durchsucht und $369 gefunden hatten, gelang es Andreas, seine Bande zu lösen und er ging über's Feld, um Hilfe zu holen. Die Sohlen seiner Füße waren jedoch voll Brandölattcrn und ehe er weit gekommen war, wurde er ohnmächtig und fiel in einen Graben, wo er bis Tagesanbruch lag. Schließlich kam er wieder zum Bewußtsein und kam bis zu einer Käserei, wo er Alarm gab, allein unterdessen hatten die Banditen einen Vorsprung von mehreren Stunden geWonnen und konnten nicht gefunden werden. Schiff v o m V l i tz g etroffen. Während eines Gewitters wurde der Schooner I. G. Wall- an der Kiste von Süd-5alifornien vom Blitz getroffen und ein Matrose von der Mannschaft. Namens Fred. Nesmith, in Folge dessen niedergestreckt. Als der Blitz mit Donnergepolter das Schiff traf, folgte unmittelbar Todesstille. Kapitän Jones und seine Mannschaft standen bleich und unbeweglich, und Keiner kümmerte sich um den niedergestreckten Kameraden, wußte doch Jeder, daß sich im Laderäume des Schiffes 1600 Kisten mit Dynamit befanden. Würde die nächste Sekunde eine Explosion bringen? Das war der eine Gedanke, der sich Jedem ausdrängte. Aber es vergingen Sekunden und Minuten und keine Explosion erfolgte. Dann athmete man wieder auf und der Seemann Andrew Johnson war der erste, der seine Fassuna wieder aewann. Er schritt auf seinen gefallenen Kameraden Nesmith zu und richtete den halb Bewußtlosen auder sich bald wieder erholte.
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Ausland ; H-H-l-M-M ! 1 1 M-M-M-M-! !-MVom Blitz erschlagene Familie. Auf der Eisenbahnstrecke St. Peter-Fiume, Ungarn, tödtete ein Blitz eine ganze Bahnwärterfamilie: den Mann, die Frau und vier Kinder. Flüchtiger mit 22 Päss e n. Der beim Bahnbaue in OberUntersberg, Kärnten, beschäftigte 34jährige' Partieführer Carmine Pametta wurde nach Unterschlagung von 163 Kronen ($34) flüchtig.- Der Mann nahm die Pässe seiner 22 italienischen Arbeiter mit. Von einem Rind getödt e t. Von einem wild gewordenen Rind wurde unweit Süchteln, RheinProvinz, der Ackerer Jansen. der das Thier am Seil führte und sich nicht schnell genug 'aus der Seilschlinge befreien konnte, geschleift und derart gegen einen Steinhaufen geschleudert, daß er eine schwere Rückgratverletzung erlitt und nach einiger Zeit starb. Munificenz eines Mi ni st e r s. Dem französischen Kolonialminister Clementel war ein junger Elephant geschenkt worden, mit dem er nicht recht wußte, wa5 anzufangen. Er fand dann für 6000 Francs (tz1200) einen Käufer in der Person des InHabers einer Schaustellung. Den Ertrag vertheilte er dann mit je 75 Francs auf den Kopf unter die Bureaudiener. Pförtner und Tagelöhner seines Ministeriums.. Merkwürdige Folgen eines Erdbebens. Unter den merkwürdigen Erscheinungen, welche das jüngste Erdbeben in Kalabrien im Gefolge hatte, ist das Versiegen der Brunnen in Piscopio und das Ueberfließen derjenigen in Santo Norris'erwähnenswerth. Das Wasser des Gebirgsbaches bei Pateno ist heiß geworden, und in den Thälern treten neue Quellen sowie Wasserläufe zu Tage. Bei dem Erdbeben kamen zahlreiche Personen um's Leben. Polizeihund als Retter. In Aschersleben. Provinz Sachsen, wurde das dreijährige Kind eines Arbeiters vermißt und konnte trotz langen Suchens nicht gefunden werden. Da nahm man einen Polizeihund zur Hilfe. Gegen zwölf Uhr Nachts fand der Hund das Kind dicht bei dem etwa eine Stunde entfernten Orte Wilsleben; er hob es auf und hielt es seinen Begleitern entgegen. Das schlaftrunkene Kind schlang seine Aermchen fest um den Hals des Thieres. Kampf bei einer Pfänd u n g. In Meran, Tirol, kam ein Amtsdiener in die Arbeiterbaracke des Ehepaares Zanetti. um für einen Lederhändler eine Schuld einzutreiben oder eine Pfändung vorzunehmen. Er hatte sich zur Vorsicht einen Gendarmen mitgenommen. Zanetti sprang sofort mit einem Messer auf die Ankommenden zu. und feine Frau und sein Bruder packten den Gendarmen am Gewehr. Der Ueberfallene zog den Säbel und stach in Nothwehr Zanetti nieder; die Frau, die wüthend auf den Gendarmen eingedrungen war, wurde von diesem gleichfalls niedergestochen; beide waren todt. Auch gegen den Bruder mußte der Gendarm die Waffe gebrauchen; er wurde leicht verletzt und gefesselt in's Gefängniß abgeführt. Wackere That eines Schiffsoffiziers. Auf dem deutschen Reichspostdampfer Axenfels," der kürzlich in Hamburg eintraf, that als Offizier der auch auf schriftstellerischem Gebiete bekannte W. Wagner aus Luckenwalde, Brandenburg, Dienst. Auf dem Schiffe befand sich ein reicher Minenbesitzer aus ' Südafrika mit seiner anmuthigen Tochter, die eines Tages bei stürmischem Wetter von einer Sturzwelle über Bord genssen wurde. Wagner, der , sich gerade auf Deck befand, sprang in voller Kleidung der Ertrinkenden nach und hielt sie so lange über Wasser, bis das Rettungsboot herabgelassen war. das. die mit den Wellen Kämpfenden aufnahm. Der Vater der Geretteten schenkte dem muthigen Retter eine Brillantnadel und einen Brillantring, während sie selbst ihm ihr Herz schenkte. Auf Antrag des Hamburger Senats wurde dem wackeren Seeoffizier die Rettungsmedaille am Bande verliehen. Die bombardirte" C h a r i t e. Im Aüfnahmezimmer der Charite zu Berlin erschien unlängst ein schwer taumelnder Patient der von den Aerzten sofort Aufnähme in der Charite verlangte. Die Aerzte hatten nur einen flüchtigen Llick nöthig, um festzustellen, daß der Schwerkranke" betrunken war. Sie wiesen ihn deshalb hinaus und ließen ihn, als er der Aufforderung nich'l folgte, durch Angestellte vor die Thi'r setzen. Tief gekränkt ob solcher Unbill ging der Trunkenbold nach der nächsten Straße, wo gerade Pflasterungsarbeiten stattgefunden hatten. Hier füllte er sich sämmtliche Taschen mit kleineu Steinen an und kehrte dann nach dem ungastlichen Hause zurück. Jeder der es betreten wollte oder sich. dem Krankenhause auch nur zufällig näherte wurde von ihm mit Steinen beworfen. Besonders aber hatte er es auf die Angestellten der Charite abgesehen. Da2 Bombardement nahm schließlich so zu. daß man zwei Schutzleute rufen ließ, die den Freischützen zur Wache schleppten. '". ' . ' ; - ,
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