Indiana Tribüne, Volume 29, Number 29, Indianapolis, Marion County, 26 September 1905 — Page 1
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. . . -j Erscheint seden Nachmittag. Jahrgang 29. ; Indianapolis, Ind., Dienstag, 26. September 1905. " No. 29.
Wehrt sich seiner Peiniger, Einen derselben schwer verletzend.
Mit einem Eimer versetzte der 24jährige Willis Saylor von 25 S. West Straße dem l.jährigen Hubert Dwyer von 533 W. Pearl Straße einen so ge waltigen Hieb, daß er eine tiefe Wunde über dem Auge erhielt und nach dem städtischen Hospital geschafft werden wßte. Sein Angreifer, der etwas schwachfinnig sein soll, wurde natürlich von der Polizei in Gewahrsam ge nsmmen. ' Mehrere Knaben, unter diesen auch Hubert Dwyer, sollen den Saylor unaufhörlich geneckt haben, bis diesem die Geduld ausging. i Elizabeth Sanier, i Nach längerer Krankheit starb am Montag Abend im Alter von nur 36 Jahren Frau Elizabeth Sauter, Gattin von Henry Sauter, in ihrer Wohnung 2112 Madison Ave. Das Ableben der jungen Frau hat in dem weltverzweig ten Kreise ihrer vielen Freunde und Bekannten allgemeine Trauer hervorge rufen. Der tiesbetrübte Gatte und zwei unmündige ' Kinder Lilly und Walter, trauern an ihrer Bahre. Frau Sauter war die Tochter von Hern und Frau Joyn Borger, 1415 prange fetr. Polizeigericht. Constantinuö Vasfll der Macedonie?, welcher seinen L andSmann erschoß, und zwei andere schwer verwun dete, bestand im Polizeigerichte sein Vorverhör und wurde den Großge schworenen überwiesen. Der Polizei sagte er. er habe in Selbftvertheldigung gehängt. Anstatt von seinen Lands leuten 840 verlangt zu haben, sagte er, hab: er nur um ein Darlehen von 6 gebeten, da er ohne Geld und ohne Be fchäftigung gewesen sei. Die Risto'S und die beiden- Stogano Brüder hätten sich über ihn hergemacht um ihn anzu greifen, und als er fand, daß er in dem Kampfe nnterliegen werde, da habe er den Revolver gezogen und habe ge schössen. George F u l w e l l, bis v?r kurzem Geschäftsführer deS hiesigen Denifon Hauses, hat im Normandie Hotel in Detroit ein leitendes In teresse erworben. Die Konsolidation deS Central College of PhysicianS un SurgeonS und des Medical College of Jndlana wurde gestern dadurch herbei geführt, daß die TrusteeS der Putdue Universität das erstgenannte College gleichfalls übernahmen.' Die beiden Colleges werden in Zukunft als da? Jndiana Medical College, das mebi zinische Institut der Purdue Universität bekannt sein. Damen-Verei deS Nnabhangigen Turnvereins. Die regelmäßige Versammlung deS Damen Vereins deS Unabhängigen Turnvereins findet am Dienstag, den V) Oktober. Nachmittag? um Punkt 3 Uhr in der Halle statt. In Zukunft werden alle regelmäßigen Verfammlun gen des Vereins NagmittagS. statt Abends stattfinden und nach jeder Ver fa nmlung findet ein gemüthliches Kaf feekränzchen statt. Diese Neuerung wird gewiß bei allen Damen die rich tige Wür'oigung finden. Neue Inkorporationen. Folgende Gesellschaften reichten beim Staatssekretär ihre JncorporationS Papiere ein; -j Die Bl'ftsn und Marion Con ftrucrion Company, Vlusston, Capital $100.0Y0; Direktoren:' L. C. Daven Port, H. C. Arnold, L. A. William, son, W. A. Kunkel, G. Max Hoffman, I. Wood Wllson,. S. Bender, L. C. Juftuö und T. C.' McRynold. Die .JameS M. Pirce Macadam Company, Indianapolis ; Capital $5,000; Direktoren: JameS M. Peirce, JameS F. Peirce und Alice G. Peirce.
Furcht bor den Blattern.
Auf Anordnung deS städtischen Sa nitütZratheS Dr. T. Victor Keene wird Schule No. 50 für eine kurze Zeit ge schloffen, da die Kinder des dortigen Distrikts der Gefahr, von Blattern kranken angesteckt zu werden, ausgesetzt gewesen sind. Man hat eine freie Jmpfßation in Stout's Apotheke in West Michigan Straße errichtet und eö wird jederman angerathen, davon Ge brauch zu machen. Damen-Berein des Nnabhangigen Turnvereins. Am Donnerstag Abend, den 23. September, veranstaltet der Damen Verein seinen ersten großen Euchre für Herren und Damen, Mitglieder deS Verein-, in der Turnhalle. Die Arrangements liegen in den Händen von Frau Guft. Schaub, Vor Nkerin- asstkirt von den brauen R. ' ' ' i Mauratd. 5. Levev und ß. " ' , , , w i und H. Reinken. Das Sviel beainnt vromvt- 8 Ubr und , w , I. sollten stch die Gäste deshalb rechtzeitig 'i-cJ - EIII II II Lir II. I Polizeiliches. D a K d i e schönen Bänke Ulm Courthause nicht für Jedermann dahingestellt wurden, mußte gestern Nachmittag Jesse BrookS, 340 Oft Washington Str zu seinem Leidwesen erfahren. Auf seiner Wanderung durch die Straßen war Jesse so von Müdig keit überwältigt worden, daß er auf . 1 v or 1 . .Iu..(Xf.....l u. j M I einer oct unie cniuuajiumiiicii wut. i Die RadlervoliUsten wucden ux Stelle gerufen und Jesse mußte mit in'ö Sta. tionsbaus wandern, wo man die An. -'""7 ' klaae der Trunkenheit aeaen ihn erhob. D.ri.r Romin. r. in jung Kann uz WInchch.k, wmd. n.IWrn nnA nf,rnA( nnh nI8 55. uru ,-ir 7l,r m,ü Nl,,.!,,n b , ' ' Weaen Anar ffS wurde o i Angriffs wurde der 32-jührige Wm. Sallor, ein Deutscher, von dem Polizisten Kimple in die v. rn .tu tt n.f.x I Die Poilzeinanon emgrttese. a a Lonaund?kobnLeddv. . .-ns,,tta Zn ,t MtMm. chL 0 wurden von den Radlern Morgan und Kitzmiller verhaftet. Long soll nach Leddy mit einem Steine geworfen haben. ff in ffl,fhrtn h,r liommZs. fionshändler I. M. Vinci Co., 122 Süd Delaware Straße, brannte an der Illinois Straße durch, und lief an S. mi.s?. c;rrt& Rfln f.12 in fern I. M. & I. Geleisen, wo der Wagm Vfcfc i;i(&Utiy Wltupt WlMf rr Q I mit einem Zuge kollidirte. Eines der Pferde wurde getödtet, und der Wagen wurde demolirt. Ein Hund, der ans dem Wagen die Fahrt mitmachte, sprang, als er bemerkte, daß eine Kolli. fion bevorstand, vom Wagen, und ent. kam unverlktzi. Bauerlaubnißfchein e. H. C. Campbell, zwei Wohnhäuser, Coffey, nahe McCarty, $1,200. W. F. Wageman, Cottage, Senate Ave., zwischen 31. und 32. Str., $1,250. W. H. Barker, Wohnhaus, Missouri, zwischen 26. und 27., $300. W. A. Moore, Wohnhaul, West 23., nahe Annetta, $1000. A. G. Wilson, Cot tage, 23. Str.. zwischen Cliston und Rader Str., $900. D. M. Vanda walker. Wohnhaus.. ''Wendell Str., nahe 21. Str., $1,700. - Clark C. ?ntts. wfm nnk si. Rutile, 'oynyaus, Bucleye uns 34. Str., $1,700.-J. Kettlehut, Wohnyauyicago tr., omicyvoner. man Ave.,t..-J.v. kplann Jk Ka.. Avartmknt. Toleda tr.. ,wk. schen New York und Ohio Str., $2.. 300 ffrau Kate Antrobuö Wob. hauS, 18 Regent Str., $1,935. Die städtischen Freibäder sind für die Saison infolge deS elnge. tretenen kühlen WetterS geschlossen wor. den. .Die Bäder haben sich sehr gut bewährt und sich eines guten Zuspruchs erfreut. Mayor Holtzman widerrief gestern die Licenz des Wirthes Joseph GateS an der Jndiana Ave. uud New Vork Straße. f.;
Sorte den Einbrecher,
Maß der Sache aber keine Wichtigkeit bei. Frank C. Urfer. 1620 Park Ave., wurde gestern Nacht durch Einbrecher heimgesucht und eine silberne Uhr so wie auch 525 in Baargeld wurden ihm gestohlen. Urfer saß im Zimmer de5 zweiten Stockwerkes und las. Er hörte den Einbrecher, als derselbe inS Schlaf Zimmer und dann nach unten ging, im Glauben aber, daß eö sein Bruder sei, legtellrfer derSache keineWichtigkeit bei, bis er fnäler tnt finfn. deren S'ofApn ausgeleert waren, über die Stuhllehne hängen sah. Der Einbrecher hatte ein Fenster an der Seite des Hauses ge sprengt und hatte sich so Zutritt zur Wohnung verschafft. Behörde öffentlicher Werke. ES wurden gestern folgende Ange ii- k omz rniaiflcnflcnomnun: r-w n rm r. . - - - , our les.ayrroeg imo les-velien. wege m Ella lrae von 2b. zur du . m w n ae in Ella Strafe von 25. inr QQ Straße von James M. Llttle, 87c. ftür Cement.Seitenweae und Vrell. " I stein in Ella Str. von Washington Str.
nach Maryland Str., I. D. HrT? ?.'
1.1K. NarlSun Ass,km,nts tta,. Für Schließung gewisser Straßen und AlleyS in Braken'S Riverside Stadttheil. Für verbesserten Fahrweg und Sei tenwege in 33. Straße von North western Ave. bis zum Kanal. Endgültige Beschlüsse angenommen: rv tt . i mc ... w v n vur rtauDi2ioiuaaroDr in Der du kicken Bank des Kanals von 31. bis 32. Stoße. m, sumnti, mif,. V. -V V.M V WmV,VVk... I . sin,.wiHn,&r wt?.?MaM ""'i"." .1" w., Ms. w, cutwit üvii Mtiw glt( om mman Blx, Unj goa ' 1 tjuv ajuuiiuuuaiüut ui xiuiüuu.ei '7. ,atix ' SQn! v,0n 6tf. Aller, ökilkck von Vennwlvania Str. und 23. Str.. von Meridian Str. n einem Nunkt 15 ffuk öklick von entral Ave. " ' Eingereichte Petitionen: Für Haupt . Wasserröhren in 26. Straße, von Ethel Straße bis Senate Avenue. öur scynevung oer erpen uey r. n w w r n iwm . . nördlich ln Vermont von La Salle Str. bis zu einem Punkt 140 Fuß 0puQ'' ür Anbringung einer Trink.Foun. u otcucu unu uvtow Ave. i!. am mAr.u.fi n.Ai.k. r. Ursprüngliche Asseß ments bestätigt Für Cement-Seltenwege ln Morris Str., von Madison Avenue nach East Straße. Für Cement Seltenwege in Lord Straße von Caft nach Liberty Str. 1"' .' von New Jersey Str. nach Central Avenue. Cement.Seitenwege in Keystone Ave. von Washington nach Michigan Str. , Cement - Seitenwege in Sheffield Ave. von Morris Str. nach Howard Avenue. Feuerschäden. In 518 West Vermont Straße wurde eine zweistöckize Scheune vom Feuer 'I irr v v . . . - r w n uno oer angerlqme m veue ny aus etwa $75. . m u, Wuu. . -rrr - . - wv" 1 " wurde, erregte in der Nachbarschaft für eine Weile beträchtliche Aufregung, Dasselbe entstand in 903 Fletcher Ave., in einem der Frau Amelia Franzman gehörigen Schuppen, ergriff den neben stehenden Schuppen 910 gleicher Ave., sprang dann auf einen an 1007 Eng. llsh Ave. stehenden Schuppen des Da niel Reed über, von dort nach 1005 English Ave. und ergriff schließlich das Gebäude deS I. M. TbomaS. 513 ! Ceder Straße. ' Nach ziemlicher Anstrengung gelang es der Feuerwehr, des Feuers Herr zu erden.
Spezialsitznng des Stadtraths.
Eine ganze Anzahl Beivilligungen. r j In der gestrigen Spezial'Sitzung des tadtrathS waren 16 Mitglieder an wefend; abwesend waren: ChaS. G. DaviS, I. Cdw. Krause, John W. Storm, John Wolsiffer und Präsident Billingsley. Die Stadtväter hatten gestern Abend die Spendirhosen an. Sie machten folgende Bewilligungen: $500 wurden tranSferirt zu dem 5?onh her fierfiMiafftftrhf $1200 wurden bewilligt für Crwei. terung der Brightwood Wasserwerke; S160 wurden bewilligt zur Rückzah. lung der nicht erloschenen Licenz deS verstorbenen Wirthes LouiS Traugott; $37,000 für Ankauf eine Grund. ftücks behufs eines neuen Feuerwehr gebüudeS; 810,000 für Verbesserung uud In standhaltung von Straßen. tmnr o I. 'jjiniiiainn mnmir nirnii i James D. Morriarlty machte hierzu - iuuuU, uup uuuui wy "." ktnen Nutzen in seinem Dlftrlkt bemerkt n i. kn. M..m;... cy wou e r r o,m noqmalö :- v n . ,i v.l I m vkr vssnung, oav auqelwassur ihn, oder richtiger für seinen Distrikt abfiele. 8425 wurden bewilligt zur Zahlung von gelieferten Karten etc. von Levey BrotherS; 8100 zur Rückzahlung der nicht er loschenen Licenz deS verstorbenen Wir theS Herman Bacher. Ordinanz No. 29 wurde wie folgt abgeändert: ' Für das städtische Anwalt-bureau, anstatt 88000, 86000; anstatt' 8300, . -00, 8' Behörde fü fsm,ch rrr 1 . xnn r ris n t 5sl3' B,jh,tn' an' HaiU8000, 810,000. FärdiestSdlischeGtsundHkilSbeHSrde. anstatt $160, 8205; anstatt 81500, . ... akaa .. n... iwu; anuaii ouu, aniiirn S160, $105; 86000 ganz gestrichen, miu uumi vuiiut G? n A 1 M Die städtischen Steuern wurden anstatt aus 88c aus 85c festgesetzt. Ordinanz No. 62, laut welcher der städtischen Gesundheltöbehörde $5425 bewilligt werden sollten, wurve ge. strichen. r. . c , m i x.uu fu Jm ug iam lornunj oo aus'S Tapet, wonach sttr einen maucy. verzehrer für das städtische Hospital zu oewimgen Nachdem zunächst Fred. W. Eppert sich gegen solche Experimente wie er es nannte auf städtische Kosten aus. gesprochen und JameS D. Moriartty nq ebenfalls dagegen äußerte, mtt vem Bemerken, daß der Ingenieur des städtischen Hospitals wohl wenig von dem Voriheil eines solchen Apparates wisse, brach Mich. I. Shea eine Lanze für die Bewilligung, bevor es aber zur weiteren Abstimmung kam, wurde Antrag auf Vertagung gestellt, der unter, ükt wurde und im Nu waren die Herren Stadtväter von ihren Sitzen und zum Hause hinaus. Vorgehen gegen das English Opera Souse. Wse schon vor einigen Tagen von uns angesagt, ist man jetzt thatsächlich gegen die Geschüstöleitung des English . I rl,- Ci.r. .... -JT VI.u vu . l"oe ncy weigert, Blllttte sur 01 ai- ..... - .SZ l - ; ZZ Z v 7 den Geschäftsführer Ed. Müller her. aus, der darauf von der Polizei ver haftet, aber gegen eigene Bürgschaft freigelassen wurde. Seit gestern befindet sich das ganze PostWesen unserer Siadt in den neuen Quartieren im neuen Bun deSgebäude. Nicht eine einzige Ablie serung ging infolge deS Umzugs verlo ren. aber venöaert wurden viele. A Gleichzeitig mit dem Post De.parte ment wurde das Hauptquartier des Eifenbahn.PostdienfteS nach dem neuen BundeSaebäude verleat.
Aus den Gerichten. Bundesgericht. Der Arbeiter JameS K. P. West von VeederSburg, Jnd,, reichte freiwillige Bankerotterklärung ein, feine Passiva auf $580.31, seine Aktiva auf 8307 angebend. Die Anderson Carriage Manufac. turing Co. von Anderson u. A. reichten ein Gesuch ein, gegen OScar F. Mann, der in 915 Oft und 563 West Wash. ington Straße hier Geschäfte betreibt, das Bankerottverfahren einzuleiten. Neue Klagen. Edwin S. LogSdon reichte gegen Cyrus I. Clark eine Schuldklage über 8700 ein.
Die DaviS Colliery Co. verlangt von der Western Coal Co. für angeblich ge lieferte Kohlen 82109.37. Einen Schuldschein über 8100 klagte Walter I. Hubbard gegen Wm. H. Tilton u. A. ein. . . Weil ihr Gatte George sie und die Q 0. . c.m- " ""U, vUSwmiU uuiuuui hat, will Olive ElliS von ihm geschieden . . 3oÄn in ihrer SöeidunaSklaae des ..... " ' Ehebruchs. Weil feine Gattin Drustlla ihn bös willig .verlassen haben soll, verlangt Ernst Dunn von ihr eine Scheidung. Eva Stultze beschuldigt ihren Gat. ten Joseph, sie vor der Verheirathung belogen und sie nachher grausam be handelt zu. haben, weswegen fie von ihm eine Scheidung verlangt. Da ihr Gatte Elia angeblich ste und die zwei Kinder böswillig verlassen hat. verlangt Maggie Williams, daß er ge schlich angehalten werde, ihr monatlich $40 für Unterhalt einzuhändigen. Kriminalgericht. Vor Krlmmalrichter Alford wurde der jährige John Brwn wegen Un ju 2-14 Jahren S.aa.Sgefiing u K h..n.i(. i d Kreisgeriüt. I m mt V jv mmmtm Bon tatter enrv mav Allen er hielt Lucie White in ihrer Klage aeaen ihren Gatten William alias Willard White eine Ungültigkeitserklärung ihrer Ehe zugesprochen. J der von Ernst Ford gegen seine Gattin Edith Anhängig gemachten . . . feetDUNgSliage, In wach v sich über das Hitzige, launenhafte Tem. perament seiner Gattin und zu viel Einmischung seitens der Schwiegerkl. wn beklagte, entschied der Richter zu Gunsten der Beklagten, derselben die Scheidung, die Obhut über das 9mo. atliche Kind und $3 monatliche All nte zusprechend. Plötzlicher Tod. Als der etwa 57jährige I. 271. My m 1015 S- JMnoiS Straße fim caqmlttag ven PUtzmaqer laden setner Tochter in 836 S. Meri. dian Straße betrat und dieselbe kaum begrüßt hatte, stürzte er zu Boden und gab ohne einen Laut seinen Geist auf. Ein Herzschlag hatte seinem Leben plötzlich ein Ende bereitet. Dr. Flet. cher, der gerade zur Stelle war, ließ die Leiche in die Wohnung des so un erwartet Dahingerafften schaffen. i lt n n n h n i i im r tnr 'r9m rr- rK r 1 er. I vyv.-v..v. mv. wtvil -vfcAnderson. welche seit mehreren Taaen - L&SS . -. -m tM - - wird, vielleicht ertrunken ist, wird jetzt See bei Woodmere abgesucht. N o tre Dame, 25. Sept. Nach dem er mehrere Tage bereits verschwun den war, wurde gestern Charts Howard, Sohn des früheren Richters Howard vom Supreme . Gericht als Leiche im hiesigen St. Mary'S See aufgefunden. Der junge Mann, wel cher verkrüppelt war, hielt noch seinen Stock, auf welchen er sich beim Gehen stützen mußte, fest in der Hand. Da das Ufer auf der Stelle des Unfalles sehr stell ist, nimmt man an, daß der Verunglückte den Abhang, hinab ins Wasser fiel und so ertrank.
!r Im Hippodrom in Lcndon wird seit nmger $tü cm? Gruppe aus scm Stamme der afrikanischen Zwerge ge zeigt, einer Völkerschaft, über deren gehelmnlßvolles Dasein von Stanley und Anderen viel berichtet worden war. Die Schar besteht aus Männern, Frauen und Kindern und bildet eine groLe Sehenswürdigkeit für das englisch: Publikum. Die kleinen schwarzen Leute haben sich in ihrer Weise schon recht mit dem zivilisirten Leben EuroPas vertraut gemacht, sehnen sich aber doch im Stillen nach ihrer wilden Heimath im Jturi - Wald in MittelAfrika zurück. Das ist begreifliÄ, wenn man bedenkt, wie eng ste .sich in ihrer neuen Lebensweise- in einem eng lischen Logirhause, wo sie untergebracht sind, fühlen müssen. Anfangs fürchtete man für ihre Gesundheit. Sie haben sich aber vorzüglich gehalten und zeigen die vergnügliche Heiterkeit. die allen Negern eigenthümlich ist. Sie leben sehr verträglich, necken sich aber gern untereinander. Den Genüssen des Gaumens sind sie sehr ergeben, besonders Honig und Zitronenlimonade zählen zu ihren liebsten Leckereien. Es' wird berichtet, daß die fechs Personen nicht weniger als 16 große Honigtöpfe in einer Woche leeren und dazu ihre 3 Flaschen Limonadensaft vertilgen. Sie vergnügen sich damit, auf den Wiesen umherzuspringen, auf die Bäume zu klettern und ihre Pfeile auf kleine -Jagdthiere und Vögel abzuschießen. Besonders auf Hasen haben sie es dabei abgesehen. Bei einem Besuche, den sie bei Lord Londsborough machten, erlegte der eine zwei Hasen mit feinem Pfeil. Auch Marder wollten sie fchto ßen. Als man ihnen aber erklärte, wie diese Thierchen zur Jagd abgerichtet werden, wünschten sie gleich mehrere von ihnen mit in ihre Heimath zu neh men, und zwar um sie zur Elefantenjagd zu verwenden. Die kleinen Kerlchen scheinen kein rechtes Verstandniß für Größenmaße zu haben. Während der Vorstellungen tragen sie gesittete Kleider. Daheim in ihrem Lager werfen sie sie aber gern als lästig ab. Sie essen tüchtige Portionen, den Thee schlürfen sie löffelweise hinunter. Sie sind von der Allmacht der Weißen überzeugt. Das elektrische Licht staunten sie anfangs .'wie -etwas Ueberirdisches -an. Jetzt amusiren sie sich damit, es an und abzustellen. Das Rauchen haben sie schon gelernt. Der Phonograph imponirte ihnen ungeheuer. Vom Gelde haben sie bereits einen kleinen Begriff, obwohl sie nichts anderes als TauschHandel kennen. Ihre Lustigkeit ist unerschöpflich. Sie ahmen lachend die vielen merkwürdigen Töne nach, die von der Straße heraufschallen. Klopft es einmal an die Thür', sind sie im Nu auf den Beinen und greifen nach den Waffen. Die Musik interessirt sie, aber sie singen nicht; dagegen versuchen sie zu pfeifen. Es ist von hohem Interesse, sie langsam sich an die Zivilisation gewohnen zu sehen. Sie kehre demnächst nach Afrika zurück, werden aber vorher dem Komg Xleopoio als oem Schutzherrn des Kongostaates, dem sie zugehören, vorgeführt werden. Alle älteren Damen, auch solch? in Amerika, die ihrer Zeit für die Marlitt" schwärmten, wird es interessircn, etwas Näheres über sie zu etfahren. Ihre Gonnerin war die Prinzessin Mathilde zu Hohenlohe Ochringen. Der eigentliche veame der Schriftstellerin war Eugenie John. Als Mädchen von 16 Jahren wurde Eugenre John der Fürstin in Sondershausen vorgestellt, und diese empfand so lebhaftes Interesse für das junge MädckM, das; sie ihm nns sorgfältige Ausbildung zu Theil wer den lieft. Eine hervorragend musikalische Begabung liefe Eugenie John für die Vüline bestimmt erscheinen, doch stellte sich ihrem wiederholten Auftreten eine so unüberwindliche Schüchternheit entgegen, daß von die ser Laufbahn abgesehen werden mußte. Zudem wurde Eugenie John von einer unheilbaren Schwerhörig keit betroffen, so daß das junge Mädchen eine sehr traurige Zukunft vor sich sah. Doch ihre fürstliche Gon nerin Mathilde berief sie zu sich und gab ihr zehn -Jahre hindurch eine Stellung als' Gesellschafterin und Vorleserin an ihrem Hof. Sie wurde die Vertraute der in ihrem Familien leben sehr unglücklichen Fürstin. wel dp sich nach zwölfjähriger Ehe von ihrem Gatten getrennt hatte. Als der Frcundschaftsbund der beiden Frauen durch äußere Verhältnisse geschieden wurde, da erst, in vorgerückteren Jahren, entdeckte Eugenie John, welches Talent zum Schreiben in ihr ruhte. Sie nahm .als Schriftstellerin den Namen Marlitt an und wurde eine der fruchtbarsten und vielgelescnstm Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Haucht die PONANZA.
Zwcra.'c:?r:ka!
