Indiana Tribüne, Volume 29, Number 23, Indianapolis, Marion County, 19 September 1905 — Page 6
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Europaische Nachrichten.
Frovinz Wrandenburg. Berlin. Hermann Dupont, der Chefredakteur der Berliner MorgenPost", ist den Folgen einer Operation erlegen, der er sich im Augusta-Hospi-taj unterziehen mußte. Dupont war ein hochbegabter Schriftsteller, dessen humoristische und populäre Schreibweise ihm einen weiten Leserkreis schufen, wie seine Liebenswürdigkeit und sein Witz ihm viele und warme Freunde warben. Sein 25jä'hriges Jubiläum als unbesoldeter Gemeinde-Be-amter feierte der Waisenraths - Borsitzende Georg Reimann, Schmidtstraße Nr. 32. In der Wohnung des Kassenbeamten Walter Schröder, Oderberger Straße, entstand dadurch ein Brand, daß die Schwiegermutter, die Lehrerwittwe Marie Borchert, geb. Mitke, aus einer Blechkanne Spiritus auf einen brennenden Kocher goß. Hierbei erlitt die alte Frau schwere Brandwunden am ganzen Körper und wurde von der Feuerwehr nach dem Lazarus - Krankenhause gebracht, wo sie bald darauf verschied. Ertrunken ist im Seebad Weißensee das' zehnjährige Töchterchen des Arbeiters Behra. Das Kind hatte sich an der Barriere geschaukelt und stürzte dabei in das Schwimmbassin. Großfeuer kam auf dem Wedding zum Ausbruch. Der Dachstuhl des Wohnhauses Maxstraße 13, Ecke der Hennigsdorfer Straße, ging in Flammen auf. Letztens gerieth der vierjährige Sohn des Arbeit ters Franz Schnittke in der Usedom ltraße beim Spielen unter die Räder eines Sprengwagens und trug so 'chwere Verletzungen davon, daß er tarb. Wegen Schulden erhängt hat ich der Posthilfsbote Wilhelm Schulz, der Müller Straße 133 in Schlafstelle wohnte. Der 32jährige Mann diente etwa neun Jahre bei der Post und gehörte dem Amt in der Schulzendorfer Straße an. Potsdam. Dieser Tage ist hier nach längerem Leiden der frühere Dirertor beim Rechnungshofe des Deutschen Reichs, Wirkl. Geh. Oberregierungsrath Josef Raffauf. im Alter von 77 Jahren gestorben. Brandenburg. Die achtjährige Tochter des Tischlermeisters Stärke wollte die Flamme eines Spirituskochers mit der Schürze ausschlagen. Dabei fing die Kleidung Feuer, und das Mädchen erlitt so schwere Brandwunden, daß es nach kurzer Zeit im Krankenhause starb. F o r st. Letztens brannte ein Nebengebäude der Tuchfabrik W. Liefke, Abtheilung Spinnerei, ab. Als die Wehr die Brandstätte verlassen hatte, fing es in einem oberen Saale des Hauptgebäudes zu brennen an, dieses ist völlig niedergebrannt. Der Brandschaden wird auf 400,000 Mark geschätzt. Frankfurt. Vor Kurzem hat der 36 Jahre alte Kassirer Wilhelm Otto. Angestellter eines hiesigen GeschäftS, 60.000 Mark unterschlagen. Er ist flüchtig und hat sich wahrscheinlich nach Berlin begeben. K r e m m e n. Der Bürgermeister unserer Stadt, Robert Ullrich, ist im 69. Lebensjahre gestorben. Er hat nahezu 40 Jahre an der Spitze der städtischen Verwaltung gestanden und ebensolange dem Kreistag des osthaveländischen Kreiseö angehört. S t e g l i tz. Unlängst wurde General z. D. von Below von hier, der seit einiger Zeit in Oberstdorf wohnte, todt im Bette aufgefunden. Ein Blutsturz hatte seinem Leben ein Ende bereitet. S e e g e f e l d. Ein Mord und Selbstmord ist hier verübt worden. Seit einiger Zeit wohnte die junge Frau des Technikers Hoffmann mit ihrem vierjährigen Sohn; sie war aus Spandau, wo die Familie früher wohnhaft war, nach dem Dorf übergesidelt, nachdem ihr. Ehemann durch Sturz von einer Treppe verunglückt war; er befindet sich in einer Heilanftalt bei Berlin. Die Leute betrieben in der Stadt ein kleines Geschäft, das sie nach dem Unfall des Mannes verkauften. Letztens ist nun die Frau mit ihrem kleinen Kinde in der Wohnung todt aufgefunden worden; der Tod beider ist allem Anschein nach infolge von Vergiftung eingetreten. Spandau. Der FährmannLeonhardt auf der Insel Valentinswerder ist freiwillig aus dem Leben geschieden. Er wurde in seiner Laube erhängt ausgefunden. Der Verstorbene hat vielen Menschen, die entweder im Sommer beim Baden oder bei einer Kahnfahrt oder im Winter beim Eissport verunglückten, das Leben gerettet. Er war der älteste Bewohner der Insel Valentinswerder; er wohnte dort seit 40 Jahren. Mißliche Familienverhältnisse sollen ihn in den Tod getrieben haben. Frovinz Ostpreußen. Königsberg. Hier hat sich der in der Blllowstraße wohnende Tischler Unterberger im Wallgraben vor dem Sackheimer Thore ertränkt. Die Leiche wurde ins Schauhaus geschafft. Letztens ertrank der 60 Jahre alte Inaenieur Paul Lother beim Baden an der Pionier - Schwimmanstalt vor dem Sackheimer Thor. Die Leiche wurde ins Schauhaus gebracht. B a b k e n. Erhangt hat sich auf dem hiesigen Kirchhofe der 32jährige Briefträger Czepanzik. Aus einem an sein Hinterbliebenen gerichteten Brief soll hervorgehen, daß Krankheit und die Sorge, seinen Dickst nicht mehr Verse ' . 7 -
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Commander (ucien toung und Fähnrich Chas. T. tvade, gegen welche ein kriegsgerichtliches Verfahren wegen der ttesselexplosion auf dem Kanonenboote Bennington eingeleitet wurde. Der Prozeß gegen Wade wurde verschoben, da derselbe erkrankt ist.
hen zu können, den Unglücklichen in den Tod getrieben hat. Figaiken. Hier erschoß sich der in den 60er Jahren stehende allgemein geachtete Gutsinspektor Kowal. vermuthlich in einem Anfalle vonSchwermuth. Kowal war seit seiner Jugend auf dem hiesigen Gute thätig. Groß-Rosinsko. Unlängst überfuhr ein mit Holz beladener Wagen das dreijährige Arbeiterkind AVina Scheyto, das auf der Stelle todt blieb. Kinnwangen. Letztens sprang auf der Bahnstrecke WLterkeim bis Wormen auf unserer Feldmark ein Mann kurz vor der Maschine eines Zuges auf die Schienen, wurde übersahren und sofort getödtet. Nach Festsiellung ist der Ueberfahrene der Kaufmann Franz Behrendt aus Schippenbeil. Es scheint Selbstmord vorzuliegen. Lappienen. Beim Baden' verunglückt ist der SchneidergeselleGustav Stillger von hier. Er sprang von einer Holztrift ins Wasser und gerieth in eine tiefe Stelle. Da er nicht schwimmen konnte, ertrank er, obgleich ihm der mitbadende Lehrling Gregel zu Hilfe eilte. Passenheim. Der zwölfjährige Sohn Rudolf des Fleischermeisters Keber ertrank beim Baden. Nach längeren Bemühungen wurde die kleine Leiche gefunden. Der Knabe, des Schwimmens wenig kundig, hatte sich zu weit auf den See gewagt. Rastenburg. Rentier Rudolf Rösnick ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Verstorbene ist ein alter Bürger unserer Stadt. Frovinz Westpreußen. Danzig. Die Bureauassistenten Thiel und Winter sind ersterer zum Stadtsekretär und letzterer zum Kämmerei - Kassenbuchhilter ernannt worden. E l b i n g. Der Kaufmann Petersen, Inhaber einer großen Papier- und Schreibwaarenhandlttng, hat Selbstmord verübt, indem er sich mit einem Rasirmesser den Hals durchschnitt. Die Gründe sollen geschäftlicher Natur sein. Höchst üb lau. Kürzlich erschoß sich mit seinem Revolver unweit der Bahnstrecke m der Nähe von einem Wärterhäuschen bei Vitonia der etwa 39 Jahre alte Geschäftsführer Nagel aus Frankenfelde. Er war früher in der Fabrik von Elstorpf angestellt und allgemein beliebt. Was ihn in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. Nagel hatte sich hier schon seit einiger Zeit bei verschiedenen Freunden beschästigungslos aufgehalten. K r o j a n k e. Der Arbeiter Franz Gabich wurde, als er eine Kuh über den Markt leitete, von dem widerspenstigen Thier gegen einen fahrenden Bierwagen gedrückt, von diesem überfahren und an Kopf und Beinen so schwer verletzt, daß er in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Marienburg. Der Mann, der hier kürzlich im Hotel zur Stadt Elbing" Selbstmord verübte und in dem man anfangs den Kaufmann Pardon erkannt haben wollte, ist nunmehr mit Bestimmtheit als der seit dem 18.April ds. Js. aus Posen nach Unterschlagung von 800 Mark flüchtige Kanzleiböte Vorkowöki vom dortigen PolizeiPräsidium ermittelt worden. Eduard Borkowski stammt auö Dietrichswalde (Kreis SenZbUrg), war 46 Jahre alt und verheirathet. Dem ungetreuen Beamten war auf seiner Reise nach der Heimath das Geld'ausgegangen. ' P r a u st. Am Herzschlage starb der in den weitesten Kreisen bekannte
Gutsbesitzer Alexander Krüger in Praustfelde. T h o r n. Sein 50jähriges Bürgerjubiläum konnte dieser Tage Prof. Böthke feiern, der in Turnerkreisen als langjähriger Vorsitzer des Gaues I Nordosten bekannt und angesehen ist. Böthke wurde am 15. Juni 1855 als provisorischer Lehrer bei dem Gymnasium in Thorn eingeführt. Er ist seit Jahren auch Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Frovinz 'Aonr:nern. Stettin. Letztens fand der in der Poststraße wohnende Arbeiter Engelbrecht dadurch seinen Tod, daß er aus einem Boote, in dem er sich mit seinem Schwager Masch befand, amGrabower Freistaden in die Oder stürzte. Engelbrecht ist 30 'Jahre alt und Vater von fünf Kindern. Groß - G u st k o w. Ein großes Feuer äscherte hier in kurzer Zeit sieben Gebäude, darunter drei Wohnhäuser, ein. Acht Einwohner, meistens Wittwen. sind obdachlos. Das Feuer entstand in der an der Straße belegenen Scheune des Eigenthümers Paul Wilke, ging dann über den Sämerowschen Gasthof hinweg, ergriff den Sämerowschen Gaststall, übertrug sich weiter auf das Armenhaus, daö alte SchulHaus und auf die Scheune des Schmiedemeisters Dobruntz; auch das gemeinschaftliche Wohnhaus der Wittwe Loll und Frau Nitz ist niedergebrannt. G l i e n k e n. In der Oder ertrank der Heuerfahrer Barz von hier, der für die Pagelsche Ziegelei Steine geladen hatte. Er wollte sein Fahrzeug von einem Schlepper abstoßen, dabei glitt der Haken aus, so daß er das Gleichgewicht verlor und ins Wasser stürzte. HeinrichSvorf. Dem Altsitzer Johann Kalliesschen Ehepaar ist aus Anlaß der goldenen Hochzeit die EheJubiläumsmedaille verliehen. I armen. Vor einiger Zeit fand man im Chausseegraben in der Nähe des Gutes Breechen die Leiche des Zimmermanns Warnke aus Gützkow, der auf dem Zimmerhofe von Benthin Hierselbst in Arbeit stand. Warnke befand sich auf dem Wege nach Hause und ist Abends von dem Gewitter überrascht worden und ein Blitzstrahl hat ihn wahrscheinlich getodtet. Eine Uhr, die Warnke bei sich trug, fehlte. L a u e n b u r g. Ein schwerer Unglücksfall trug sich in der Scheunensträße zu. Der etwa 46jährige Mesick kam mit einem mit Säcken beladenen Wagen gefahren. Plötzlich siel ein Sack vom Wagen, Mesick wollte ihn halten, stürzte aber dabei vor die Räder und wurde ein Stück geschleift, wobei ihm einige Rippen gebrochen wurden. Er wurde in das JohanniterkrankenhauS geschafft, wo er alsbald starb. Pasewalk. Beim Baden w der Uecker unterhalb der Gasanstalt ist der Former Noel auö der Behrendtschen Eisengießerei ertrunken. Er hatte sich in dem Kraut in der Uecker verwickelt und konnte sich nicht wieder daraus befreien. Noel stand im mittleren Alter und hinterläßt Frau und Kinder. Trab ihn. Vor einiger Zeit brannten hier Wohnhaus. Scheune und Stelle des Maurers Tiegs nebst Inhalt vollständig nieder. Auch eine Scheune des. Gemeindevorstehers Voske brannte sammt ihrem Inhalt nieder. Das beste Mittel, ua ist wieder eine Skandalgeschichte im Umlauf . man bezieht sie auf Dich. Wie willst Du's denn machen, um den Gerüchten die Spitze abzubrechen?" Ich erzähle die Geschichte selbst über-
Vom Auslande.
Der einzige Sohn einer Familie zu Warendorf. Westfalen, ein 13jähriger Knabe, wollte in der EmS fischen. Er machte sich einen Stock aus der Hecke als Angelruthe zurecht. Indem er ihn vor den Leib stemmte und die kleineren Zweige abschnitt, glitt das Messer aus, drang ihm in den Oberschenkel und verletzte die Schlagader. Der Knale versuchte, da Niemand in der Nähe war, die stark blutende Wunde selbst zu verbinden, was ihm jedoch nicht gelang. Verblutet fanden zwei Leute später den armen Jungen auf und brachten die Leiche in das elterliche Haus. Einesehrwichtige En tdeckung ist in den Katakomben Roms gemacht worden. Man hat dort die geschichtliche Commodilla-Begräbniß-stätte an der Via Ostiense wieder aufgefunden. Diese seit dem neunten Jahrhundert nicht mehr benutzte Begräbnißstätte war allmählich in Vergessenheit gerathen, bis im Jahre 1720 durch Zufall davon eine große unterirdische Kammer entdeckt wurde, die aber durch einen plötzlichen Einsturz von Neuem verschüttet wurde. Infolge von planmäßigen Nachforschungen hat man jetzt ausgedehnte unterirdische Räume entdeckt, die Mosaikmalereien und zahlreiche handschristliche AufZeichnungen enthalten. Einem Unwetter im Mittelbadischen fiel dieser Tage die auf älteren Schwarzwaldkarten verzeichnete Riesenpappel bei Durbach zum Opfer, ein Baum von 40 Meter Höhe und 74 Meter Umfang, in dessen Strunk sechs bis acht Personen stehen können. Der Sturz dieser Berühmtheit soll einem kleinen Erdbeben geglichen haben. An Altersschwäche leidet der sogenannte Hölzlekönig bei Villingen, der mit 42 Meter Höhe und 53 Festmeter Kubikinhalt als größte Tanne Deutschlands gilt. Aus 360 Jahre schätzt man den Riesen und jetzt werden seine Aeste dürr. Forstleute berathschlagen, wie das theure Leben zu erhalten ist. Ein Höhlenunglück wird aus Trieft berichtet: Der Wirth Antomo Dancu hörte auf einem Gange längs der Südbahnstrecke Opcina aus einer Höhle menschliche Hilferufe. Er glaubte, daß in der Höhle Geister ihr Spiel treiben, und rannte, was er konnte, zum Feldhüter. Dieser rief in die Höhle und erhielt zur Antwort, daß drei junge Leute in der Höhle seien und um Nahrung bäten. Der Feldhüter schaffte sofort NahrungsMittel herbei, die er in die Höhle hinabließ. Dann machte er sich an die Rettung der Verstiegenen. Es waren Schüler der fünften Realschule in Triest. Die beiden erstgenannten konnten durch die Feuerwehr nach mllhseli ger Arbeit gerettet werden. Cassab wurde als Leiche aus der Höhle gezogen. Die Schüler glaubten, mit ungenügender Ausrüstung die Höhle besuchen zu können. Cassab soll durch einen Sturz den Tod gefunden haben. Von der Schmiere. Direktor: Solch ein übervolles Haus wie heute ist doch ein wonniger Anblick! Erstens, daö viele Geld und zweitens zerquetschen sie sich gegenseitig in den Taschen die faulen Eier!" Unter Backfischen. R'öschen: Hast Du schon von dem großen Unglück der Ella Maier gehört?- Lieschen: Um's Himmels willen, was ist ihr denn passirt?" Röschen: Sie hat die gestrige Parade verschlafen."
iMKWMCKaT 5 s 5 -Allerlei.-. V Yi ? i H0hChH2hHX, 00D0-Ch0' Priester gefangen gehalten. Der Rev. Rossinski in Cleveland, O., wurde dieser Tage nach einem Hause gerufen, wo sich angeblick ein todtkranker Mann befand. In dem
Hause angelangt, wurde Rossinski von zwei Mannern Namens Julian Tuszynsli und Leo Czedrowski überfallen, welche ihm $39 in Baar abnahmen, ihn ohne Speise und Trank 24 Stunden gefangen hielten und ihn zwangen, zwei Anweisungen auf je $500 zu unterzeichnen. Im Bunde mit den beiden Räubern stand eine Jennie Olenski, welche ebenfalls verhaftet wurde, nachdem das Geld uater dem Teppich ihres Zimmers gefunden worden war. Lincolns Geburtsplatz in Hodgenville. Ky., eine Farm von 110 Ackern, wurde jüngst auf öffentlicher Auktion an einen New Norker Namens R. I. Collier verkauft. Wie man annimmt, hat Collier das tiswrische Grundstuck nur zu Spekulatwnszwecken angekauft. Das Besitzthum wurde auf Grund eines gerichtlichen Befehles in dem Bankerottverfahren gegen einen A. W. Tennette versteigert, welch' Letzterer es vor 15 Jahren von der Creal'schen Familie gekauft hatte, in deren Hände es zur Zeit gelangt war, als Lincolns Eltern den Staat verließen. - . Merkwürdiges Zusammentreffen. In Coney Island. N. ertrank dieser Tage die unter dem Namen Helen Dixie Johnson bekannte Schriftstellerin Frau June Johnson beim Baden und gerade um die Zeit, in welcher sie als Leiche an's Land gebracht wurde, traf eine Tepesche für sie ein, welche sie über das Ableben ihreS Gatten, eines Bankiers ru Little Rock. Ark.. benachrichtigte. Geahntes Ende. Fünf Minuten nachdem er in Gegenwart mehrerer Verwandten sein Testament gemacht und unterzeichnet hatte, stürzte neulich der junge GrundeigenthumsHändler August Jungblut in New Aork, als er auf eine Car wartete. um nach dem' Hospital zu fahren, todt zu Boden. Jungblut wurde in Abwesenheit seiner Gattin bei seinem Schwiegervater plötzlich krank, und seine Verwandten riethen ihm, sich unverzüglich in ein Hospital zu begeben. Der Kranke bemerkte scherzend, er wolle doch lieber vorher sein Testament machen, und trotzdem seine Verwandten dies als lächerlich zurückwiesen, bestand er doch darauf. Nachdem er fertig war, machte er sich auf den Weg zum Hospital, und während er auf eine Car wartete, stürzte er plötzlich todt zusammen. Aus1200 FußHLHeabg e st ü r z t. Ein Mann Namens John Williams ist nahe Cahokia, Jll., von einem Ballon-Trapez aus einer Höhe von 1200 Fuß zu Boden gestürzt und sein Körper wurde zu unförmlicher Masse zerschlagen. Er wollte um jeden Preis eine Ballonfahrt mitmachen, und als der Luftschiffer . sich anschickte, mit dem Ballon in die Höhe zu steigen, packte Williams schnell das am unteren Theile angebrachte Trapez und hielt sich daran fest, während der Ballon in die Höhe schoß. Immer höher stieg der Luftballon und erreichte schließlich eine Höhe von etwa 1200 Fuß. Plötzlich sahen die Zuschauer mit Grcruscn, wie Williams, äugenscheinlich erschöpft, seinen Halt an dem Trapez fahren ließ und in die Tiefe hinabsauste. Mit dumpfem Fall schlug der Körper auf den Boden auf und Williams war auf der Stelle todt; alle Knochen im Leibe waren zerschlagen. Origineller Dieb. Eine ganz neue Methode brachte unlängst ein gerissener Dieb in St. Paul, Minn., in Anwendung, um ungestört die Wohnung eines gewissen I. C. Rogers plündern zu können. Dem Gauner muß die Thatsache bekannt gewesen sein, daß Frau Rogers verreist war, denn er telephonirte dem Dienstm'ädchen in Rogers Hause, nach dem BahnHof zu gehen, wo ihre Herrin ankommen würde, und auch zugleich Vorkehrungen zu treffen, daß dieselbe mit der Ambulanz nach Hause geschafft werden könnte, da sie .krank sei. Er befahl dem Mädchen, den Hausschlüssel auf einen bestimmten lak zu legen, damit man ihn sofort finden könnte, sowie die Ambulanz ankäme. Das Dienstmädchen befolgte seine Jnstruktionen auf's Wort und verließ das Haus früh am Morgen, um sich nach dem Bahnhof zu begeben. In der Zwischenzeit beraubte der schlaue Gauner die Wohnunq. 'iOer größte Spelenverttlger aus der Welt ist wohl der Arbeiter Peter Dalbeck in Montreal. Der gute Mann muß entschieden einen g,uten Magen haben. dessenWande mit eisernen Platten versehen sind. Er kann in zwanzig Minuten, ohne irgend welche Beschwerden zu verspüren, vier Dutzend Eier essen und an einem Tage 175 Glas Bier'trinken. Aus Anlaß einer Wette verzehrte Dalbeck in einer Nacht sieben Schüsseln Wild, acht Omeletten, sechs Beefsteaks mit dem genügenden Quan tum Brot und'. Kompott. Jedenfalls tbut man gut. diesen Herrn Dalbeck nicht zur-Tafel zu laden, denn das Vergnügen dürfte etwas kostspielig werden.
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