Indiana Tribüne, Volume 29, Number 23, Indianapolis, Marion County, 19 September 1905 — Page 4

Jndtana Tribune, 19. September 1905

&

Indiana Tribüne. Heraugaeben von Itx tktenbg Ts. Indianapolis, Ind.

Harrtz O. Thudlnm .... Präsident. OeschäftSlocalt Slo, 31 Süd Delaware Straße. Telephone sss. bntejed t the Post Office oi Indianapolis & sccond dass matter. Aus der Bundeshauptstadt. Man beobachtet hier mit einigem Amüsement die Anstrengungen der bei den PrüfidentschastZ - Kandidaten in foe Vizepräsident FairbankS und SchatzamtSfektttür.Shaw, sich gegen feitiz den Rang abzulaufen in dem Buhlen um die . VolkSgunst. Herr FairbankS hat fast den ganzen Som mer daraus verwendet sich bei den Re publikanern New Englands angenehm zu machen, und jetzt folgt Sekretär Shaw seinen Fußspuren, indem er seine Ferien dazu benutzt, um den Es felt, welchen sein Rivale erzielt, mög lichst zu verwischen. Vizepräsident Fair. bankZ betrachtet sich immer noch als den eigentlich rechtmäßigen politischen Er ben McKinley'S, der 1903 seinen An spruch geltend machen will, weil ihm - ungehöriger Weise Präsident Roosevelt km vorigen Jahre dazwischen gelaufen. Da er aber aus den Vorgängen der lexten zehn Jahre gelernt hat, daß man früh aufgeben muß, wenn man die PrästdentschaftS - Nominatkon erha fchen will, so hat er sich gleich, nachdem er seinen Termin als Vizepräsident an getreten, seine Pläne für eine systemati sche Belagerung der verschiedenen zublikanischen Besten gemacht. Ob Herr FairbankS bei den New Engländern starken Enthusiasmus her vorgerufen hat, trotzdem sein Tempera ment sie angeheimelt haben muß, darf als fraglich gelten, aber der höfliche Empfang, welcher vielleicht mehr dem Viceprüsidenten als dem prospektiven Kandidaten galt, hat doch den Schatz meister nervös gemacht, und jetzt stumpf Herr Shaw hinter dem Riva len her, um den guten Farmern zu zei gen, daß er doch noch ein ganz anderer Kerl ist. Ist er auch LeSlie M. Shaw. Prä sentlrt sich als der richtige politische S)Jumping Jack". Als Finanzier hat "ch Herr Shaw als eine riesige Null er wiesen. Wenn er hie und da mit einer sogenannten eigenen Idee hervorgetreten, so hat er dieselbe immer recht prompt deSavouiren müssen, well ihm gewöhnlich die Gedanken beim Sprechen durcheinander purzeln und dann ganz verquert herauskommen; Sekretär Shaw hat eben viele Glocken läuten hö ren, vermag aber nicht mit Genauigkeit festzustellen, wo sie hängen. Shawift unter den besser bekannten Politikern der unvorsichtigste Redner, den man sich denken kann, aber eins hat er für sich, er ist lebhaft, sprudelnd, mobil,- und rust mit seinem kordialen Austreten den Eindruck des vielberühm ten westlichen Freimuths" hervor. Namentlich bei Farmern zieht das besser alSfieife, gutgeölte von einem stereotyp, wohlwollenden Lächeln be gleitete Gemeinplätze. Daß die Sitution sauf dem Isthmus von Panama! zur Zeit keineswegs er muthigend ist, erhellt aus manchen PrivatMittheilungen, die von Ange stellten derZ KanalKou.misfion hierher gelangen. Was besonders von diesen Berichten hervortritt, ist der Manget an systematischem Vorgehen bei den Arbeiten. Freilich hat die neue ttom' Mission kaumZZelt gehabt, den Schien drian ihrer Vorgängerin kräftig anzu packen; das Problem ist ein schwieriges und ein anderer nicht zu unterschätzen der Hemmschuhwar der Wechsel in der Persönlichkeit des Chefingenieurs, wo durch neuerdings wieder mannigfache Aenderungen in .den Plänen und Ge fchäftSmethoden hervorgerufen wurden. Der . neue Chef'Jngenieur Stevens, -dessen Persönlichkeit einen guten Ein druck auf das unter ihm arbeitende Personal gemacht hat, scheint über . viele Dinge anderSszu denken, als sein Vorgänger Wallace und demgemäß hat er zahlreiche Anordnungen getroffen, welche darauf abzielen, das, was Wal lace begonnen, ganz anders zumachen. So ist manche Arbeit unnütz gethan worden, und die Geschichte fängt wie der von'vorne an. Technische Schwierigkeiten, die sich darbieten, bestehen zum Theil, wie der Schreiber des Briefes konfiatirt, darin, daß die geeignete Maschinerie nur langsam zu beschaf fmift. Um fern Kanal in Ut bezeichneten

Frist von zehn Jahren fertig stellen zu können, müßten 165 bis 175 große Dampfschaufeln zur Stelle sein. Von diesen könnten vielleicht 120 zur Zeit in Betrieb'.sein, ein Drittel würde vor aussichtlich stets in Reparatur sich befinden. Nun find aber überhaupt nur zehn dieser Maschinen vorhanden und seit dem 1. Juli nur deren vier in Be trieb. Die Fabrik in Ohio, welche die Maschinen liefert, vermag nur zwei per Monat herzustellen, eL wird daher lange Zelt vergehen, bis am Isthmus einiger maßen mit vollem Dampf" gearbeitet werden kann. Eine andere Schwierigkeit", so heißt eö in dem Schreiben, liegt darin, daß Amerikaner keine genügende Erfahrung darin besitzen, wie in den Tropen ge arbeitet werden muß. In Washington werden sorgfältig Pläne ausgearbeitet, aber dieselben sind auf die Annahme basirt, daß die Verhältnisse aus dem Isthmus so liegen, wie wenn der Kanal in den Ver. Staaten selbst gegraben würde. Wenn nun die Vorgesetzten in der ttanalzone die ihnen zutheil gewor denen Instruktionen auszuführen versu chen, finden fie dies unmöglich, und es entstehen Reibungen. Das bewahr heit sich fortwährend." Seit dem 1. Juni haben mehr Per sonen, salarirte Beamtewie auch Ar beiter, den Isthmus verlassen als dort hin gekommen find, trotzdem für die Arbeiten dort unten das Doppelte be zahlt wird, was für gleiche Arbeiten in den Ver. Staaten als üblicher Lohn gilt. Manche Beamte find von dem neuen Chef'Jngenieur Stevens heimge sandt worden, obschon fie, wie versichert wird, ihre Pflichten tüchtig erfüllten. Daraus hat man auf dem Isthmus ge schlössen, daß alle Diejenigen, welche irgendwie mit dem Wallace-Regime identifizirt gewesen, ihrer Plötze nicht sicher find, und viele derselben gehen, sobald fie eine Gelegenheit sehen, nach den Ver. Staaten, um dort wieder An stellung zu erlangen, ohne zu warten, bis ihnen der Laufpaß gegeben wird. Daraus ergeben sich natürlich ebenfalls allerhand Unterbrechungen und sonstige Störungen. Man sieht mit großen Erwartungen dem Besucy der berathenden Ingenieure entgegen, welche sich zur Zeit hier in Washington mit den Vorstudien für ihre praktischen Untersuchungen in der Kanalzone selbst beschäftigen. Uebrl genö scheint, nach Angabe dieses Ge währSmanneS unter den Ingenieuren auf dem Isthmus die Ueberzeugung zu herrschen, daß die Kommission der be rathenden Ingenieure, nachdem sie an Ort und Stelle sachgemäße Ermittelun gen angestellt, zweifellos zu der Ueber zeugung gelangen werde, daß ein Mee reSniveaU'Kanal und nicht ein Schleu senKanal gebaut werden sollte.

Ueber Bienenschwärme als Plage für die Berliner Geschäftsleute wird aus Berlin berichtet: Es vergeht fast kein Tag in Berlin, wo nicht dieses oder jenes Geschäft durch einen hungrigen Bienenschwarm überfallen wird. Am meisten werden Obstund Fruchtsäftehandlungen, Conditoreien und Bäckereien heimgesucht. Die Bienenplage in Berlin ist darauf zurückzuführen, daß die polizeiliche Borschrift, die den Bienenzüchtern in der Stadt Berlin vorschreibt, ihre Bienenstocke mit einer Schutzvorrichtung, bestehend aus Drahtgaze, zu umgeben, theilweise nicht befolgt wird. Neuer dings sind mehrere Geschäfte in der Bülow- und Mansieinstraße durch Bienenschwärme belästigt und geschädigt worden. In dem einen Falle wurde sogar die Feuerwehr alarmirt. So drang auch ein Bienenschwarm in die Räucherwaarenhandlung Jorkstraße 47, wo neben den Räucherwaaren auch Honigs Sirup und Fruchtsäfte geführt werden, und rief unter den anwesenden Kundinnen große Aufregung hervor. Passanten betheiligten sich an demBertilgungskriege gegen die Bienen, der etwa drei Stunden dauerte. Schließ lich kam der Besitzer auf den Einfall, in und außer dem Geschäft mit Sirup bestrichene Teller hinzustellen. Auf diese setzten sich die schon wüthend gewordenen Thiere in großen Mengen und konnten von der klebrigen Masse nicht mehr loskommen. Bon den Tel lern wurden sie dann in einen mit Wasser gefüllten Eimer gefegt. Schutz leute waren auch zur Stelle und forschten nach dem Besitzer des Schwarmes in der Nachbarschaft, um . denselben totpjtn Nichtbefolgung der Polizeivorschrift zu belangen und für den dem Ladenbesitzer entstandenen Schaden regreßpflichtig zu machen. Erster' Gedanke. Sonntagsjäc.er (in einer Schaubude einen abnorm dicken Fettkoloß betrachtend): Donnerwetter, hat der Kerl eine groß Schmerzensgeldfläche!" Auö Erfahrung. Dame: Glauben Sie wirklich, daß man aus Briefen den Charakter deö Schreibers erkennen kann" Pumpinski: O ja. wenigstens aus Mahnbriefen." ' ! "

Behörde öffentlicher Werke.

Endgültig aufgenommene Hand lungen: Für Eröffnung und Verlängerung der ersten Alley von Eapitol Ave., von der nördlichen Linie von Clari's N. Capitol Ave. zusätzlich btS zur südlichen Linie von 30. Straße. Für Eröffnung und Erweiterung der Schurman Ave., von 21. bis 30. Straße. Für Schließung von Laycock Ave., 20. Straße, erste Alley nördlich von 19. Str., erste Alley südlich von 20. Str., erste Alley östlich von Gale Str., von 19. bis 21. Str. und von Gale Str. bis Laycock Ave. Eür KieSfayrwege, Prellsteine, Ce mentwege und Grasplätze in Harlan Str., von Englifh Ave. bis South. eastern Ave. Für Eementwege und Prellsteine in 28. Str., von Talbott Ave. bis Cen tral Ave. Für Cementwege in Meridian Str., von McCarty bis Arizona Str. ' Vorläufiges Affeßment bestätigt: Für Cementwege an der der Wegseite von Hlghland Ave., von Ohio Str. bis Marlowe Ave. Folgende Beschlüsse wurden ange nommen: Das Ebnen, mit Kies befahren und Niederrollen desselben in der ersten Alley östlich von New Jersey Str., von 25. Str. 753 Fuß nach Norden. Desgleichen Winchester Ave., von Shelby Str. bis New Str. und Pfla ftern von Cementwegen bis zum Prellsteine. Das Ebnen und Pflastern der Seitenwege mit Cement bis zum Prellstein, östliche.Seite von New Str., von Ray mond Str. bis Winchester Ave. Gasbeleuchtung angeordnete In Puryear Straße, zwischen Delawäre und Alabama Straße. Vor HauS No. 3010 Newton Str. In BateS Str., zwischen Leota und Shelby Str. In MuSkingum Str., bis zur ersten Alley nördlich von Walnut Str. In West. 19. Str., zwischen Capitol Ave. und Illinois Str. Endgültige Handlung verschoben: Für Eröffnung und Erweiterung der, Emerson Ave., von Washington Str. bis Julian Ave. Zahlungen eingetra gen: Für Verbesserungen der Linden St., von Minnesota bis Naomi Str, . U e b e r e i n furchtbares Verbrechen" wird von einem Sommergaste aus dem Hotel Clauß-Feist in Traben a. d. Mosel, berichtet: Machen Sie sofort auf! Gendarmerie!" Dieses Donnerwort aus dem Korridor unseres Hauses schreckte jüngst alle Gäste aus dem Schlafe. Jedermann dachte an Mord und Todtschlag und eilte hinaus. Zwei Gendarmen standen vor No. 22, und in der Thüre zähneklappernd und knieschlotternd der Inhaber dieses Zimmers seine Personalien angebend. Was war geschehen? Der Unglückliche hatte einem Herrn Oberstleutnant vom Bezirkskommando von seinem Fenster aus ein Glas Wasser versehentlich auf den Kopf gegossen." . Ein blutiger Kampf in einer ungarisches Zeitungsredaktion wird aus der ungarischen Garnisonstadt Kaschau gemeldet. In dem Blatte Kassai Hirlap erschien kürzlich ein Artikel, demzufolge ein ausgedienter Gendarm namens Rosefeld, der jetzt als Reservist eingerückt ist, statt des deutschen Habt acht" auf ungarisch kommandirte, als plötzlich der Leutnant Borsitz in das Mannschaftszimmer trat. Borsitz habe darauf Nosefeld zum Regimentsrapport bestellt. Eines Vormittags erschien nun Vorsitz mit seinem Kameraden Sartori in der Redaktion dieses Blattes. Redakteur Serres stellte sich als Verfasse? des Artikels vor. Vorsitz sagte darauf zu Serres: Wie kommen Sie dazu, meinen Namen auszuschreiben, ohne Herr" hinzuzufügen?" und ohrfeigte ihn. Es entstand eine Schlägerei, wobei beide zu Boden fielen. Als Serres sah. daß Borsitz den Säbel zog. griff er nach dem Revolver und feuerte eine Kugel tfuf den Offizier ab, die aber von dem Säbelriemen abprallte. Das Druckereipersonal eilte darauf Serres zu Hilfe, wobei ein Drucker namens Klein eine Farbenkiste gegen Borsitz schleuderte. Leutnant Sartori zog hierauf den Säbel und stieß ihn dem Klein in den Leib. Alsbald erschien die Polizei und beförderte Klein und Borsitz ins Hospital. Die Verwundung Kleins ist lebensgefährlich. Borsitz wurde durch die Kiste leichter verletzt, Serreö trug am Kopfe und an der Hand mehrere kleinere Schnittwunden davo'n. Der Vorfall rief in der Stadt große Erregung hervor.

Der Zivnig der Äpachen.

3a Msrime Audouin. Was war doch dieser Herr Gustave für ein reizender Reisegefährte! Als er in Mans in das Koupe stieg, in welchem Herr und Frau Miroton aus No-gent-le-Rotrou saßen, eroberte er sie sofort mit seinen liebenswürdigen Manieren, und bevor Chartres noch erreicht war, lud man ihn ungenirt ein, von der Kaninchenpastete mitzuessen, die die gute Frau Miroton zubereitet hatte. ' Schmeckt ganz famoZ." erklärte Herr Gustave, indem er mit zärtlichem Auge nach der gesiegelten Weinflasche blinzelte, die Herr Miroton eben entkorkte. Wie, Sie begeben sich also nach Paris?" Allerdings, seit der Ausstellung ging das mir und meiner Alten im Kopfe herum, uns die Stadt einmal wieder anzusehen. Wir haben im letzten Monat ein Stück Land vortheilhaft für zweihundert Francs verkauft und deshalb beschlossen, das in der Stadt zu verzehren." Und ohne diskret zu sein, wie lange denken Sie sich aufzuhalten?" Ein oder zwei Wochen." Sie kennen Paris?" Nicht besonders, wir haben ein bischen Angst umso mehr, da man seit einiger Zeit viel von den Apachen in den Zeitungen spricht," erklärte Herr Miroton. Was, Sie fallen auf diesen Unsinn hinein?" Ja. aber . . ." Die Apachen? Das ist eine Erfindung der Polizei... Sie sind zu liebenswürdig gewesen, deshalb werde ich Sie aus dieser Verlegenheit befreien. Mein Vetter Eugene ist Fremdenführer in einer Touristenagentur; der kennt Paris bis in die Fingerspitzen. Er erwartet mich bei der Ankunft; ich werde ihn bitten, Sie durch Paris zu lotsen." Aber natürlich, wir nehmen mit Begeisterung an. Aber es versteht sich doch von selbst, daß Sie sich uns anschließen." Nun, da Sie mich so herzlich einladen . . ." Schlagen Sie ein, die Sache ist abgemacht; auf Ihre Gesundheit, Herr Gustave!" Auf dem Bahnhof Montparnassc fand man den Leiter Eugene, einen sehr elegant gekleideten, jungen Mann. Nachdem die Vorstellung beendet war, unterhielt sich Herr Gustave ein paar Augenblicke allein mit ihm und kehrte dann zu seinen neuen Freunden zurück. So!" sagte er. die Sache ist abgemacht, Eugene stellt sich Ihnen zur Verfügung. Geren Sie ihm Ihren Gepäckschein. Er wird die Sachen in einem kleinen, nicht theuren Hotel abgeben und uns dann in irgend einem Kafe treffen. Ist Ihnen das recht?" Es war ein sehr angenehmer Nachmittag.' Herr und Frau Miroton konnten, vor Verwunderung Lber all das Schöne, und auch vor Müdigkeit kaum weiter, als man den Vetter Eugene auf der Terrasse eines Boulevardkafes wiederfand. Herr Miroton hatte ein ausgezeichnetes Menu bestellt und erklärte, man könne einen so schönen Tag nicht anders als im Theater beschließen. Mit Hilfe des Champagners behauptete Herr Miroton, er fühle sich fo leicht, wie ein Globetrotter." Trotzdem erkundigte er sich, als man aus dem Theater kam, eifrigst nach dem Wege nach seinem Hotel. Wir stehen Ihnen ganz , zur Verfügung," entgegnete Herr Gustave und bot Madame Miroton seinen Arm. Das Hotel mußte sehr weit liegen, denn man mußte fortwährend gehen und gehen. Sind wir bald da?" stöhnte die arme Madame Miroton kläglich, die sich nur noch mühsam weiterschleppen konnte und mit ihrem ganzen Gewicht auf den Arm ihres Kavaliers drückte. Sie werden bald am Ende Ihrer Leiden angelangt fein," trösteten sie ihre beiden Führer, so gut sie konnten. Schließlich, als man um eine Ecke bog, ertönte plötzlich im Dunkeln ein lauter Pfiff, und bevor sich Herr und Frau Miroton noch klar werden konnten, was ihnen eigentlich passirte so schnell, ging die Geschichte bekamen sie sie einen Hieb in die Magengegend, daß sie besinnungslos auf das Pflaster stürzte, er einen Hieb auf den Schädel, daß ihm sein Cylinder wie eine Harmonika bis zum Kinn herun tersank. Gleichzeitig fühlte er, wie er hochgehoben. gestoßen, untersuch! wurde, während Herr Eugene ihm in's Ohr heulte: Die Apachen, rette sich, wer kann!" ...Herr Gustave röchelte ganz in der Nähe: O, die Banditen, ich habe mein Theil!" . .. Dann eine wilde, wüste Flucht und dann überhaupt nichts mehr nichts weiter, als das tragische Schweigen, das jeder großen Katastrophe folgt. Als er es endlich wagte, seinen Kopf aus der Harmonika zu reißen, fah er um sich her nichts weiter, als den öden Platz und seine arme Frau, die langsam zu sich kam und sich auf der Bordschwelle des Trottoirs stöhnend niederließ. Von den beiden Vettern war nicht die geringste Spur zu entdecken. Bei dem Handgemenge war die Uhr und die Börse des Herrn Moriton ver'chwunden. Er sprach davon, sich soort beim Kommissär zu beklagen, aber tcinc Frau, die. klüger war, redete ihm

Ueberall Dl

sind Sie Biere See Lome Lr6UW Co.

HWaöhäftSterkcud Absolut rein

Ofstce-Telephon 1050. Auch in Flaschen durch das Flaschen-Devartcmen zu beziebcn. 'Ztlczhoutäi 55eu 1030; Ult 1050r

000000t00000000o000000000CC00 o 5 ...Eßt...

o 0 5 5

TAA

chansgebackenes Brod

Sie sparen über 10 . Prozent

L halten das wirkliche Hausgebackene Brod. o OtOOOOtOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO

-e r.r Jr u ii-v.1Jf y7 5 4 JN 'MMH' W MWWA Mz laDkü WiGWWGM .MKM feiSyal MU-M ' W M MNNM LJlaiMUJhaMMiiiiita

Einige Huhnerhaus Andeutungen Um fein: Hühner zu ziehen, müssen Sie bequeme Behausung für dieselbe habe. Profitabler Eierettrag erheischt dies Erfolg im Hühner-Seschift verlangt e. JPöLroidL, die permanente Bedachung, ft speziell zubereitet, dem Hühnermann zu genügen. ES ist ein schwerer Filz Urin Parier). Lein Theer befindet sich darin gesichert gegen klimatischen Wechse!. Kann leicht von irgend Jemand aufgetragen werden, mit Cement innen an jeder Rolle bedarf keinen Anstrich, wenn zuerst aufrragen und liegt glatt. Sie sparen Geld und erdalten hre Hühner trocken und warm dnrch Benutzung von Parotd. Senden Sie heule noch für unser Büchlein, JBullMng Economy". Ei ist ftel für die Anfrage. ll7FI.socZ.OI7S JE? Srnitlier, 801 W. Mttyland Str. übroefU. Ecke Senate Ave. u. Maryland Str

MM UI

diesen Schritt aus, der gewiß mehr Unannehmlichkeiten als Nutzen für sie im Gefolge haben würde. Es blieb ihnen noch soviel, daß sie ,ihre Rückfahrt bezahlen konnten, denn Madame Miroton war vorsichtig genua gewesen, sick in das Mutter ihres Mieders einen ' Hundertfrancsschein einzunähen. Nach einer abscheulichen Nacht schätzten sie sich glücklich, bei Tagesanbruch den Weg nach ihrem friedlichen Heim in der Provinz wieder einschlagen zu können. ' Die Apachen eine Erfindung der Polizei! Na,, der arme Herr Gustave weiß wohl jetzt, was man von den Erfindungen der Polizei zu halten hat!" Etwa fünf oder sechs Wochen später wurde Herr Miroton, als er seine Zeitung aufklappte, von einem heftigen Zittern ergriffen. Er hatte eben mitten auf der zweiten Seite zwei Po: träts erkannt, die von folgendem Text begleitet waren: Die Polizei hat in der letzten Nacht zwei Banditen gefaßt, deren Spezialität darin bestand, naive Reisende zu plündern,' die eben in Paris ausstiegen. Der eine von ihnen, .Herr Gustave.' genannt der .König der Apachen,' suchte seine Opfer in den Provinzzügen' und lockte sie dann Nachts, mit Hilfe seines Adjutanten .Herrn Eugene,' der ihn bei der Ankunft erwartete, in eine Falle, wo die beiden Kumpane sie gewissenhaft ausplünderten." Nun folgten auf dem Konto d.eser beiden Herren eine Reihe von Heldenthaten. Also dieser liebenswürdige Herr Gustave, war der König, der Apachen und der freundliche Herr Eugene sein Adjutant. O. diese Banditen!" brüllte Herr Miroton. karmesinroth vor Wuth, wenn ich sie jetzt hier hatte, würde ich sie mit Vergnügen erwürgen." Aber warum denn?" versetzte seine bessere Hälfte mit heiterer Philosophie. Wir wollen uns nicht allzusehr beklagen. wir sind noch gut davongekommen, denn sie hätten uns bei der Gelegenheit ja auch gleich umbringen können." Seitdem aber haben Herr und Frau Miroton auf weitere Reisen nach Paris verzichtet. yottlied Leulhardt, .Ti: gemüthliche Ecke.' Ecke Helle und Markt Str.

smmen

IKE1T9 a o Ihrer Brodrechnung und er32 W. Maryland. Crflklasfige Famillenwasche. ..Beide Telephon 608 Europäisches ZsZeparteneÄ rW Wechsel. Kreditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. chiffsscheins von und nach Europa. An- und Verkauf auSländi fchen Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. elgien, eines der kleinsten und dichtbevölkerten Länder der Welt, zeigt ein Spar-Depoütium von ungefähr $7.00 v Kopf der ganzen Bevölkerung. Reisende sind überrascht über die Abwesenheit von Bettlern und Armen und von den Anzeichen großer Sparsamkeit und Prosperität. Als Ursache wird angegeben, daß jede Person tin Spar-Cönto besitzt. Diese starke Compagnie, mit ihren prächtigen Facilitäten, entbietetJhnen eine freund liche Einladung - ein Spar Conto zu eröffnen. Warum nichtlheute beginnen ? M IMWlM COMPANY, Kapital $1,000,000.00 Ueberschuß 275,000.00 Erblichbelastet. Was ist denn der Herr Meier?" Ein Parvenu." Er ist doch noch so juna!Z" Er ist ein geborener Parvenu Die Hauptsache. Jetzt haben wir ja auch ein FreiwilligenAutomobilkorpö." Junge Dame: Ja, famoS! Eine Uniform mehr!" .

N Mta